Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Die Betaleserin dieses Kapitels war – wie eigentlich für alle anderen Kapitel – Verliebtindich.
Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Harry Potter und der Spiegel der Schatten:
Kapitel 19: Ein seltsamer und erschütternder Traum:
Nach dem Abendessen verbrachten Ron und Hermine den Abend damit, einander Nachrichten zu schicken, und benutzten dafür Pigwidgeon, der anscheinend davon begeistert war, so viel Arbeit zu haben.
„Oh!", rief Ron aus. „Es wird besser! Auf dem nennt sie mich: Mein lieber Rotschopf."
„Ron!", murrte Harry mit schläfriger Stimme. „Es ist spät! Es wird Zeit, dass wir schlafen!"
„Ja, du hast Recht! Übrigens sagt sie mir, dass es Zeit wird, für heute mit dem Nachrichtenschicken Schluss zu machen. Ich mache das Licht gleich aus."
Harry drehte sich in seinem Bett um, versuchte die Augen zu schließen bis Ron das Licht ausmachte und schlief schließlich ein.
Harry hörte dann plötzlich Sirius' Stimme, die tiefer und sanfter klang als sonst.
„Harry! Harry!"
„SIRIUS? BIST DU ES?"
„Ja, Harry, ich bin es, dein Patenonkel."
Harry sah sich um, aber er konnte nichts wahrnehmen.
„WO BIST DU? ICH SEHE DICH NICHT!"
Harry stand an einem Ort und schien, in der Luft zu schweben. Alles war ruhig und still. Dieser Ort war dunkel, eisig kalt und die Stimmung war schwer.
„Im Spiegel. Ich bin im Spiegel, in den du mich hast fallen sehen."
„LEBST DU? SIRIUS, ICH SEHE DICH NICHT!"
Harry drehte den Kopf links und rechts herum, aber nichts erschien.
„Ich bin bei dir. Ich bin tot. Du hast mich sterben sehen."
„Wo bist du? SIRIUS, WO BIST DU?"
„Im Spiegel, Harry. Ich kann nicht von ihm weggehen."
„ICH KOMME ZU DIR, ICH HOLE DICH AB."
„Nein, Harry, du würdest schließlich von den Schatten gefangen werden. Versuche nicht, zu mir zu kommen."
„Harry?"
Das war nicht mehr Sirius' Stimme, die Harry jetzt hörte, sondern eine sanfte und ruhige Frauenstimme.
„Harry?"
„MUM, BIST DU ES?"
„Ja, Harry. Du bist soviel gewachsen, mein Schatz. Wir sind so stolz auf dich."
„MUM! ICH TRÄUME, STIMMT DAS? DAS ALLES IST NICHTS ALS EIN TRAUM!"
Harry fing an, Tränen in seinen Augen zu fühlen.
„Nein, Harry. Das ist kein Traum, nicht wirklich. Dein Vater und ich sind mit Sirius zusammen. Und wir haben deinen Freund Cedric kennen gelernt."
„Harry? Hier ist dein Vater, mein Sohn."
„DAD! WO SEID IHR? WARUM SEHE ICH EUCH NICHT?"
„Die Schatten hindern dich daran. Du wirst uns nicht sehen können. Mach dir auf keinen Fall Sorgen, alles ist gut. Wir müssen im Spiegel bleiben, bis es gerichtet wird."
„ICH WERDE EUCH ABHOLEN! ICH WERDE EIN MITTEL FINDEN!"
„Nein, Harry, du kannst es nicht, wir sind die Gefangenen der Schatten. Das Licht muss wieder hergestellt werden."
„WELCHES LICHT? WAS SOLL ICH TUN?"
„Allein kannst du nichts tun. Habe Mut, Harry. Versuche auf keinen Fall, mit uns Kontakt aufzunehmen. Wenn wir es brauchen werden wir dich rufen."
„UND WENN ICH EUCH BRAUCHE? WAS TUE ICH?"
„Sieh in den Spiegel, Harry. Sieh hinein."
Und wieder war es die Stimme seiner Mutter.
„Harry, mein Engel. Höre mir aufmerksam zu. Sag deinem Onkel nicht, dass du diesen Spiegel hast. Das ist das einzige Mittel, wie wir miteinander kommunizieren können. Ich denke, dass es einen Spion in deiner Nähe gibt."
„WOHER WISST IHR DAS?"
„Die Tatsache, dass wir nicht physisch da sind, heißt nicht, dass wir nichts wissen. Harry, vor allem darfst du nichts davon deinem Onkel noch deinem Cousin sagen, das ist sehr wichtig."
„EINVERSTANDEN, ICH WERDE NICHTS SAGEN."
„Wir müssen jetzt weg, Harry. Wir werden zurückkehren."
„NEIN, SAGT MIR, WIE ICH DAS LICHT WIEDERHERSTELLEN SOLL! SAGT ES MIR! SAGT ES MIR!"
Harry fuhr aus dem Schlaf hoch. Er drehte sich zu seinem Nachttisch um und sah, wie ein blendendes Licht davon ausging. Es war der Spiegel, den ihm Sirius geschenkt hatte, der plötzlich verlosch. Er ergriff ihn und fing an zu schreien.
„MUM! DAD! KOMMT ZURÜCK!"
Alle, die schliefen, wachten wegen Harrys Schreien plötzlich auf. Ron ging zu seinem Freund.
„Harry! Was ist denn los? Was ist mit dir?"
„Ich habe mit ihnen dank dem Spiegel gesprochen! Ich habe sie gehört!"
„Wie, Harry, dieser Spiegel funktioniert nicht!"
„DOCH, ER FUNKTIONIERT! ICH HABE SIE GEHÖRT, SAGE ICH DIR!"
„Gut, komm mit. Du musst dich ein bisschen beruhigen. Ich schicke Hermine eine Nachricht. Wir reden im Gemeinschaftsraum darüber."
Ron kritzelte etwas auf ein Pergament und band es an Pigwidgeons Bein.
„Fliege hin und picke sie wach, wenn sie schläft!"
Pigwidgeon flog durch das Fenster davon. Ron und Harry gingen dann zum Gemeinschaftsraum hinunter.
