Hallo an alle! Hier ist die nächste Folge von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Danke an sie, dass sie mir erlaubte, diese Geschichte zu übersetzen, an Verliebtindich, die meine Übersetzung verbesserte, und natürlich an euch, die mich lest!

Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.

Spoiler: Die ersten fünf Bände.

Harry Potter und der Spiegel der Schatten:

Kapitel 20: Sicherheitsfragen:

Harry und Ron setzten sich auf die Sofas im Gemeinschaftsraum. Hermine kam wenige Sekunden später an.

„Was ist so dringend?", sagte sie, indem sie sich die Augen rieb.

„Harry hatte eine Vision", antwortete Ron.

„ES WAR KEINE VISION! DAS WAR REAL!"

„Ja, gut, okay! Es ist nicht nötig, dass du dich ärgerst. Erkläre es uns dann."

Harry erzählte alles, was er wusste. Er sagte ihnen, sein Onkel habe gemeint, dass ein Spiegel hinter dem Schleier stand, hinter den Sirius gefallen war, und er erzählte ihnen alles, was er in seinem Traum gehört hatte.

„Und dann, als ich erwachte, strahlte ein blendendes Licht vom Spiegel aus, den mir Sirius geschenkt hatte, und ich habe vergeblich versucht, sie wieder zu rufen."

„Du musst all das deinem Onkel erzählen, Harry", sagte Hermine plötzlich.

„Wie bitte? Du hast wohl nichts davon verstanden, was ich gerade gesagt habe! Meine Mum hat mich darum gebeten, dass ich ihm nichts sage!"

„Und was, wenn es Voldemort wäre, Harry? Daran hattest du nicht gedacht! Er kann vielleicht deinen Geist manipulieren und es kann sein, dass er dich diese Stimmen hören lässt."

„NEIN, HERMINE, DAS KANN NICHT SEIN, DAS IST NICHT VOLDEMORT! ICH HÄTTE ES GEFÜHLT, WENN ER ES GEWESEN WÄRE!"

„Harry, du weißt nichts davon. Letztes Mal glaubtest du auch, es wäre ein Traum, und du hast Sirius verloren."

„UND WIE ERKLÄRST DU DAS LICHT AUF DEM SPIEGEL?"

Ron näherte sich dem Fenster, schaute hinter den Vorhang und sagte:

„Heute Nacht ist Vollmond."

Überrascht drehte sich Harry um und begriff dann schließlich, was Ron meinte.

„Moment mal, sag mir nicht, dass du denkst, das Licht, das ich gesehen habe, wäre der Abglanz eines Mondstrahls?"

Ron drehte sich zu Hermine um, die ihn zustimmend ansah.

„ES KANN DOCH NICHT WAHR SEIN, IHR SEID SO ENGSTIRNIG! NACH ALL DEM, WAS WIR ERLEBT HABEN!"

„Harry, wir glauben dir, aber gestehe zu, dass es möglich ist."

„DASS ES MÖGLICH IST? DASS ES MÖGLICH IST? STEHT IHR IN MEINEM GEIST, UM DAS ZU WISSEN? ICH DENKE, DASS ICH DIE BESTE STELLE DAFÜR HABE, ODER? ALSO MUSS ES DEUTLICH SEIN, ES IST EURE SACHE, WENN IHR EINANDER LIEBER NACHRICHTEN SCHICKT ALS EUCH DARUM ZU SORGEN, WAS PASSIERT. ABER MISCHT EUCH AB JETZT NICHT MEHR IN MEINE SACHEN EIN!"

Harry ging sich zur Treppe zu den Schlafsälen und drehte sich noch ein letztes Mal um.

„NOCH EINES: ICH VERBIETE EUCH, MIT IRGENDWEM VON DEM ZU REDEN, WAS ICH EUCH GERADE GESAGT HABE. ICH BIN VERNÜNFTIG GENUG, UM DAS ZU BEURTEILEN, WAS PASSIERT."

Von dem verärgert, was er gehört hatte, ging er dann schlafen. Er war enttäuscht, dass seine eigene Freunde ihm nicht glaubten. Als Ron in den Schlafsaal zurückkam, tat Harry, als schliefe er, um nicht weiter zu reden. Am nächsten Tag wartete er, bis Ron den Schlafsaal verlassen hatte, bevor er aufstand. Er zog sich schnell an und ging zum Frühstück hinunter. In der Großen Halle saßen Ron und Hermine schon da und frühstückten gerade. Harry ignorierte sie völlig und setzte sich neben Neville und Ginny.

„Morgen."

„Hallo, Harry!", antwortete Ginny, die etwas erstaunt war. „Hast du nicht gesehen? Ron und Hermine sitzen dort drüben."

„Wer?"

„Ach... Alles klar."

Harry fing an, sich ein wenig Tee einzuschenken, als eine ungewöhnliche Aufregung hörbar wurde. Eine Menge Jungen waren vom Stuhl aufgestanden, um etwas anzuschauen, was in der Nähe des Ravenclaw-Tischs zu geschehen schien.

„Oh nein!", sagte Ginny. „Das stimmt doch nicht? Sie hat das nicht getan?"

Harry folgte Ginnys Blick. Am Ravenclaw-Tisch saß Luna neben ihren Freundinnen, doch sie hatte all die Kleinigkeiten, die sie gewöhnlich trug, nicht dabei. Sie hatte wieder ihr schönes Veelaaussehen, das sie hatte, als Bill geheiratet hatte. Die Jungen aus den anderen Häusern fingen an, sich dem Ravenclaw-Tisch zu nähern, und bald waren sie etwa zwanzig um sie herum.

„Harry!", sagte Ginny. „Sie hat mir gestern gesagt, du hättest ihr geegnüber eine Bemerkung gemacht, dass sie sich nicht akzeptierte. Ich glaube, sie hat das ernst genommen."

Harry fühlte sich schuldig. Er hatte Luna wegen des Ärgers etwas gesagt, was er bedauerte, und da waren die Folgen. Er war an Lunas Problemen Schuld. Er stand plötzlich auf, ging mit eiligen Schritten zum Ravenclaw-Tisch, hielt die Menge der Jungen fern, die vor Luna standen, und ergriff ihren Arm.

„Folge mir! Schnell, Luna! Bleib nicht hier."

Luna nickte und folgte Harry zur Treppe.

„Harry, wo führst du mich hin?"

„Zu einem ruhigen Ort!"

Harry wusste, wohin er gehen sollte. Der Raum der Wünsche war perfekt, um etwas Ruhe zu bekommen. Als er also den Raum betrat, war dieser zu einem gemütlichen, mit Blau und Weiß dekorierten Ort mit zwei Sesseln nahe eines Kamins geworden. Sie setzten sich und Harry ergriff dann das Wort.

„Es tut mir Leid, Luna, es ist meine Schuld, dass dich alle ärgern. Ich wollte dich nicht verletzen, gestern war ich etwas verärgert. Ich habe das, was ich dir gesagt habe, nicht wirklich so gemeint."

„Oh, doch hast du es! Und ich danke dir für das, was du mir gesagt hast. Du hast mich verstehen lassen, dass das Schlimmste nicht all die Belästigungen waren, die du selbst gesehen hast, sondern die Tatsache, dass ich mich nicht akzeptierte. Mein Dad und viele Leute sagten mir, dass ich dumm war, mich zu verkleiden, und dass ich die Tatsache, dass ich eine Veela bin, nicht geheim halten sollte. Aber du warst der erste, der mir sagte, dass der Grund, aus dem ich mich versteckte, war, dass ich mich nicht akzeptierte. Nun bin ich trotzdem stolz auf das, was mir meine Mutter geschenkt hat. Sie ist es, die mich so gemacht hat wie ich bin. Und ich denke, dass sie traurig wäre, wenn sie sehen würde, dass ich mich stets verstecke. Also denke ich, dass ich dir danken soll."

„Sie werden dich aber weiter belästigen. Was wirst du machen, wenn es weitergeht?"

„Na, ich werde mich daran gewöhnen müssen, glaube ich! Ich bin sowieso nicht die einzige Veela auf der Welt."

„Ich würde mich schuldig fühlen, wenn dir irgendwas passieren würde. Ich... Warte, ich habe eine Idee."

Harry zog die Uhr aus seiner Tasche und ergriff eine Feder, die er in Tinte tränkte. Auf einem der beiden Zeiger, die ihm übrig blieben, schrieb er einen Namen: Luna.

„Harry, das ist eine sehr wertvolle Uhr, du hättest meinen Namen nicht schreiben sollen!"

„Ich schreibe die Namen der Leute, die ich liebe... naja, ich meine... ich will nicht, dass dir meinetwegen irgendwas passiert."

Luna stand von ihrem Sessel auf.

„Danke, Harry. Ich gehe jetzt, der Unterricht fängt gleich an. Bis bald."

Luna verließ den Raum und ließ Harry allein. Er wusste nicht mehr, was mit ihm los war, und fragte sich, ob nicht jemand in sein Glas ein bisschen Enthüllo gegossen hätte, ohne dass er es gesehen hätte.