Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Sie hat alle Kapitel als erste gelesen, hat sie korrigiert und hinterlässt auch noch Reviews, dafür verdient sie einen dreifachen Dank: Also Danke an Verliebtindich.
Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Harry Potter und der Spiegel der Schatten:
Kapitel 29: Ein gefährlicher Abglanz:
Als er zurück im Gemeinschaftsraum von Gryffindor war, traf Harry Ron und Hermine, die gerade dabei waren, ihre Hausaufgaben zu machen. Harry setzte sich mit einem verzweifelten Ausdruck neben sie.
„Was ist los, Harry?", fragte Hermine besorgt. „Hast du Probleme mit der Okklumentik?"
„Nein, nicht mit der Okklumentik. Dumbledore sagt, dass ich besser werde. Mein Problem ist Dumbledore."
Ron und Hermine sahen sich einen Augenblick lang fragend an.
„Er will, dass ich ihm meinen Spiegel ausleihe."
„Hat er vor, mit deinen Eltern und Sirius kommunizieren?", fragte Ron.
„Natürlich, Ron! Was für eine Frage! Wozu würde ihm Harrys Spiegel sonst nützen? Bist du gekommen, um den Spiegel für ihn zu holen?"
„Nein. Er hat mir gesagt, dass er mir Zeit gibt zu überlegen. Und dann hat er zum Himmel geblickt und ausgerufen: 'Redet schnell mit ihm... wir werden später darüber reden'..."
„Eigentlich bat er deine Eltern darum, zu dir zu kommen, um mit dir zu reden. Natürlich, Harry! Wenn ich mich richtig erinnern kann, hat dir dein Vater gesagt, dass sie alles wissen, was passiert. Du wirst wahrscheinlich binnen Kürze Nachrichten haben."
„Das kann sein. Du hast Recht."
„Gut! Dann werde ich meine Sachen holen und mich für heute Abend vorbereiten."
„Worüber sprichst du, Hermine?", fragte Ron.
„Nun, als Harry letztes Mal mit seinem Vater gesprochen hat, hast du kaum die Zeit gehabt, diesen Abglanz auf dem Spiegel und diesen purpurnen Dampf zu sehen. Um mehr darüber zu wissen, werden wir Wache halten, um den Spiegel zu überwachen und zu sehen, was darin passiert. Also kümmere ich mich während eines Teils der Nacht um den Spiegel und du während des anderen Teils."
„Aber Hermine! Das ist der Jungenschlafsaal! Die anderen werden nicht einverstanden sein."
„Wir werden ihnen doch nicht Bescheid sagen! Ich bereitete mich sofort vor, bevor alle die Idee haben, schlafen zu gehen. Ich lege mich unter Rons Bett und dann werde ich aus meinem Versteck auftauchen können, wenn alle schlafen."
„Und was wirst du tun, was die Mädchen deines Schlafsaals betrifft?"
„Ich werde ihnen sagen, dass mich meine Pflicht als Vertrauensschülerin zwingt, etwas später ins Bett zu gehen. Gut, ich muss jetzt weg!"
Hermine ging dann zu ihrem Schlafsaal hinauf.
„Sie denkt wirklich an alles!"
„Sie hat Recht. Die Recherchen in der Bibliothek sind bisher erfolglos geblieben. Das einzige Mittel ist, dass wir die Infos suchen, wo sie sind."
Harry und Ron machten ihre Hausaufgaben eine halbe Stunde weiter, dann entschlossen sie, zum Schlafsaal hinaufzugehen, wo schon Dean und Seamus waren. Harry und Ron sahen sich besorgt an: Hatte Hermine Zeit gehabt, sich zu verstecken?
„'N Abend!", sagte Seamus, bevor er gähnte. „Na, Harry! Hast du unser Trainingsprogramm vorbereitet? Das Spiel gegen Slytherin findet am Wochenende nach Halloween statt."
„Na, zur Zeit habe ich kaum daran gedacht. Aber ich denke, dass eine Stunde pro Tag ab nächster Woche reichen sollte. Ich werde McGonagall darum bitten. Und wir sollten am Wochenende noch ein bisschen mehr trainieren. Wir reden morgen wieder darüber."
„Ja, immerhin müssen wir das mit Ginny und Katie besprechen, und auch mit HERMINE... AUA!"
„Was ist mit dir los, Ron?", fragte Dean.
„Nichts, ich habe mir gerade das Bein gegen den Bettfuß geknif... gestoßen und DAS HAT MIR WEH GETAN!"
Dean und Seamus brachen in lautes Gelächter aus.
„Sei nicht sauer auf ihn, Ron, er hat es nicht absichtlich getan."
Harry hatte gelächelt, als er diese Bemerkung gehört hatte. Zumindest war Hermine da. Das war ziemlich beruhigend.
Eine Stunde, nachdem alle entschlossen hatten, schlafen zu gehen, fing man an, Schnarcher zu hören. Hermine kam dann leise aus ihrem Versteck.
„Ich glaube, dass es geht", flüsterte sie. „Also fange ich an zu überwachen, Ron, und dann wecke ich dich gegen drei Uhr morgens, einverstanden?"
„Okay! Aber vermeide diesmal, mich zu kneifen! Du hast mir weh getan!"
„Tut mir Leid, ich wusste nicht, dass du so empfindlich bist! Ich werde dich sanft wecken. Harry, du musst unbedingt schlafen. Sonst werden wir all das umsonst getan haben!"
Harry legte sich in sein Bett, aber der Schlaf kam nur mit Schwierigkeiten. Doch schließlich siegte die Müdigkeit.
„Harry, gib Dumbledore schnell den Spiegel!"
Obwohl die Umgebung die gleiche war wie sonst, war die Stimme diesmal anders.
„Harry, das ist Cedric. Cedric Diggory. Gib Dumbledore den Spiegel, das ist wichtig."
„CEDRIC? ABER MEIN DAD..."
„Er kann nicht mit dir reden... Harry, ich habe den Eindruck, dass jemand vor dem Spiegel steht?"
„JA. ICH WEISS NICHT, WER..."
„HARRY, WACH SCHNELL AUF! DIE PERSON VOR DEM SPIEGEL IST IN GEFAHR! WACH AUF! WACH AUF!"
Ein lautes Piepton erklang und Harry sprang aus dem Schlaf hoch. Er riss den Spiegel aus Rons Händen. Sein Freund schien, in einem Hypnosezustand zu sein.
„Ron! Ron! Wach auf!", murmelte Harry.
Ron reagierte nicht. Harry weckte also Hermine.
„Hermine! Wach auf!"
„Was?", antwortete sie schlaftrunken.
„Komm schnell! Es ist Ron!"
Hermine kam von unter dem Bett heraus. Ron war immer noch im gleichen Zustand. Starrer Blick, geöffneter Mund. Er reagierte nicht, aber er schwankte.
„Ron, wach auf! WACH AUF!"
„Was ist bloß los?"
Dean war erwacht und bald war der ganze Schlafsaal wach.
Hermine tätschelte Ron ein wenig das Gesicht. Doch es wirkte nicht.
„BITTE, RON, WACH AUF!"
„Hermine! Das nützt nichts! Bringen wir ihn zum Krankenflügel!"
Hermine und Harry brachten Ron durch die Gänge von Hogwarts in der Richtung des Krankenflügels. Sie gingen so schnell wie sie es konnten, doch der bewusstlose Ron war nicht besonders leicht.
„Was ist los? Na, auf frischer Tat ertappt, wie ihr euch nachts in den Gängen rumtreibt!"
Filch stand einige Meter hinter ihnen mit Mrs Norris.
„Er ist krank! Wir bringen ihn zum Krankenflügel, Mr Filch!"
„Aber natürlich. Ich werde es sofort bei Professor Dumbledore melden."
„Hermine, wir haben keine Zeit, darüber zu reden. Beeile dich!"
„Ihr werdet nicht so einfach entkommen!", rief Filch aus.
Harry und Hermine kamen vor dem Krankenflügel an und klopften an der Tür.
„MADAM POMFREY! MADAM POMFREY!"
„Was? Was ist los? UM MERLINS BART! WAS IST MIT DIR LOS, MEIN ARMER JUNGE?"
Madam Pomfrey ließ Ron in ein Bett des Krankenflügels schweben.
„Was ist ihm aber geschehen, dass er in solch einem Zustand ist?"
Hermine und Harry wusste nicht, was sie antworten konnten. Doch Rons Gesundheit war wichtiger als alles andere.
„Eigentlich", fing Hermine an, „hat er..."
„Miss Granger, könnten Sie bitte diesen Raum verlassen? Mr Potter wird Sie begleiten."
Professor McGonagall hatte den Raum in Nachtrock betreten.
„Aber Professor!"
„Ich werde Madam Pomfrey die Lage erklären. Warten Sie im Raum nebenan."
Hermine und Harry verließen widerwillig den Raum. Sie machten sich Sorgen um Rons Gesundheit. Als sie die Tür aufmachten, stand Dumbledore im Wartesaal.
„Professor Dumbledore! Der Spiegel... Ron!"
„Ich wusste nicht, dass dein Spiegel diese Wirkung haben konnte, Harry. Es tut mir Leid."
Hermine, über deren Wangen Tränen rollten, rief aus:
„Professor? Ron? Wie wird es ihm gehen? Sagen Sie es mir!"
„Wir werden warten müssen, Miss Granger. Ich werde zu Madam Pomfrey gehen und sie fragen, wie es ihm geht."
Dumbledore ging zur Tür des Krankenflügels. Als er sich jedoch anschickte, sie aufzumachen, rief Harry zu ihm.
„Professor Dumbledore?"
Dumbledore drehte sich zu Harry um.
„Nehmen Sie ihn, Professor. Ich will ihn nicht mehr. Sie können ihn behalten."
Harry reichte Dumbledore den Spiegel. Der Schulleiter nahm ihn mit einem ernsten Blick und betrat den Krankenflügel.
