Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Wie immer hat Verliebtindich das Kapitel korrigiert, also danke an sie, und an euch Leser, dass ihr mich immer noch lest.

Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.

Spoiler: Die ersten fünf Bände.

Harry Potter und der Spiegel der Schatten:

Kapitel 30: Genesung:

Harry tröstete gerade Hermine im Wartesaal.

„Das ist meine Schuld", weinte sie. „Wir hätten diesen Spiegel nie überwachen dürfen. Ich werde mein ganzes Leben lang auf mich sauer sein!"

„Beruhige dich, Hermine! Es wird besser werden. Ron wird zu uns zurückkehren."

„Dumbledore hat uns nicht mal antworten können, Harry! Wir müssen seine Mum benachrichtigen. Und seine ganze Familie!"

„Es nützt nichts, sie jetzt durcheinanderzubringen, vielleicht ist es nicht so schlimm."

Doch Harry war genauso besorgt wie Hermine. Also blieben sie eine Ewigkeit im Wartesaal – so schien es ihnen zumindest zu sein. Ron lag bereits seit anderthalb Stunden im Krankenflügel, als Madam Pomfrey die Tür aufmachte. Hermine und Harry stürzten zu ihr.

„Wie geht es ihm?", fragte Hermine.

„Er ist bewusstlos."

Hermine stürzte zu Boden und Harry blieb schockiert wie angewurzelt stehen.

„Aber, aber! Miss Granger, lassen Sie mich aussprechen!"

Madam Pomfrey half Hermine wieder aufzustehen.

„Er ist vor kurzer Zeit einige Augenblicke lang wieder erwacht. Aber er muss sich unbedingt erholen und jemand muss ständig an seiner Seite bleiben. Er wäre um ein Haar gestorben."

„Wann wird er wieder erwachen?", fragte Harry.

„Nun, das kommt auf Vieles an. Ich denke jedoch, dass er im Laufe des Tages erwachen sollte."

„Dürfen wir ihn besuchen?"

„In einem Augenblick schon, Miss Granger. Ich möchte nur vorher kurz mit Ihnen reden."

Hermine und Harry waren ungeduldig, Ron zu sehen, doch Madam Pomfrey forderte sie auf, sich zu setzen.

„Mr Weasley ist von etwas getroffen worden, was ich nicht kenne. Also weiß ich nicht, ob er an Nachwirkungen leiden wird. Es ist wahrscheinlich, dass..."

In jenem Augenblick kam ein blendendes Licht aus dem Krankenflügel. Madam Pomfrey stand plötzlich auf und lief zum Krankenflügel, von Harry und Hermine gefolgt. Dumbledore und McGonagall standen um Rons Bett.

„Kommen Sie herein! Mr Weasley wacht auf."

Sie stürzten sich zu Rons Bett. Jener kniff die Augen zusammen, als wäre er vom Licht geblendet.

„Ron, wie geht es dir?"

„Was? Bist du's, Harry?"

„Ja! Du hast uns so einen Schrecken eingejagt. Auch Hermine ist da."

„Hermine?"

Hermine näherte sich Rons Bett und kniete sich neben ihn.

„Ja, ich bin da, Ron. Ich habe so viel Angst gehabt, ich glaubte, dass wir dich verloren hätten."

Hermine fing an, neben Rons Kopfkissen bittere Tränen zu vergießen.

„Ich denke, dass es Zeit wird, Miss Weasley Bescheid zu sagen", griff Professor McGonagall ein. „Sie soll inzwischen vom Vorfall gehört haben. Ich denke, dass sie beruhigt wäre, wenn sie eine medizinische Meinung hören würde. Kommen Sie mit und sagen wir ihr Bescheid, liebe Madam Pomfrey. Sie sind bestimmt müde und ein Frühstück würde Sie wieder in Hochform bringen. Wir werden gleich danach frühstücken."

„Ich bleibe hier, um ihn zu überwachen", sagte Professor Dumbledore.

Madam Pomfrey und Professor McGonagall verließen darauf den Krankenflügel.

„Nun, Ron. Wie geht es dir?"

„Mein Kopf tut mir fürchterlich weh. Sonst denke ich, dass alles in Ordnung ist, Professor."

„Es tut mir so Leid, Ron!", sagte Hermine, die immer noch weinte. „Es ist meine Schuld, dass du beinahe gestorben wärst. Wenn ich diese dumme Idee nicht gehabt hätte..."

„Hermine, das ist nicht deine Schuld. Hör bitte auf zu weinen. Es ist vorbei, übrigens glaube ich, dass ich aufstehen werde."

Ron versuchte aufzustehen, doch Professor Dumbledore hinderte ihn daran.

„Oh nein! Ron, ich verbiete es dir. Jemand, der um ein Haar gestorben wäre, läuft nicht einige Stunden nach seinem Unfall herum. Zwangserholung bis mindestens Montag. Ich befreie Harry und Hermine vom Unterricht für heute. Mit so wenigen Stunden Schlaf werden sie den Unterrichtsstunden nicht richtig folgen können. Sie werden bei dir bleiben. Und jemand muss dich sowieso für einige Zeit überwachen."

„Aber es geht mir ganz gut!"

„Keine Widerrede! Sonst werde ich Gryffindor 50 Punkte abziehen müssen, und seit beinahe dreißig Jahren habe ich keinem Haus mehr Punkte abgezogen."

Ron machte es sich wieder bequem auf seinem Bett.

„Ich habe den Eindruck, geschlafen zu haben. Ich bin nicht müde. Ich erinnere mich eigentlich nicht an Vieles. Ich habe gesehen, wie der Spiegel heller wurde, dann ist wie letztes Mal eine Art purpurnen Nebel erschienen und ich habe mich an einem dunklen Ort befunden. Ich hörte überall Stimmen. Ich habe euch gehört, doch es scheint mir, dass ich auch andere Stimmen gehört habe. Aber ich verstand nicht sehr gut, das mischte sich in meinem Kopf. Und dann scheint es mir, dass ich Sirius wenige Augenblicke lang gesehen habe. Dann bin ich hier aufgewacht."

„Du hast Sirius gesehen?"

„Ja, und er hat mir einen Spiegel gereicht. Einen Spiegel, der deinem sehr ähnelt, Harry."

„Dank diesem Spiegel bist du zurückgekehrt, Ron", griff Dumbledore ein. „Gut, ich denke, dass ich diesen Spiegel ein bisschen studieren muss. Ich werde euch alleine lassen. Du musst dich aber unbedingt gut erholen. Ich denke, dass dich Madam Pomfrey morgen wird gehen lassen, wenn alles gut läuft. Ich werde darum bitten, dass man euch euer Frühstück hierher bringt."

Dumbledore verließ den Krankenflügel. Hermine weinte immer noch so sehr. Ron und Harry sahen sich lächelnd an.

„Hermine! Beruhige dich! Ich habe nichts, sieh mal. Es geht mir besser! Mein Kopf tut mir nur ein bisschen weh."

„Ich hätte dich um ein Haar umgebracht! Ich hätte dich um ein Haar umgebracht! Ich hätte es niemals verkraften können."

„Hermine, ich sage es noch einmal, das ist nicht deine Schuld. Hermine, sieh mich an."

Er legte liebevoll die Hand auf ihren Kopf. Hermine erhob den Kopf mit tränenvollen Augen wieder. Ron lächelte ihr zu.

„Du bist an nichts Schuld, ist es deutlich?"

Hermine senkte einen Augenblick lang die Augen, doch Ron legte seine Hand auf die nasse Wange seiner Freundin. Jene erhob den Blick wieder und ergriff Rons Hand auf ihrer Wange.

„Meine sehr geehrte Freundin, Sie sollten wissen, dass es möglich wäre, dass unser Briefwechsel endgültig beendet wird, wenn Sie noch einmal wiederholen, dass es Ihre Schuld ist. Das gleiche gilt, wenn ich Ihr wunderschönes Lächeln nicht auf der Stelle ihr Gesicht erleuchten lassen sehe."

Hermine lachte schüchtern. Dann fiel sie Ron um den Hals.

„Das ist mir lieber. Obwohl... jetzt erwürgst du mich ein wenig."

„Oh! Entschuldige mich", sagte sie, indem sie ihre Umarmung losließ.

„Ich habe gesagt, dass du mich ein wenig erwürgtest, nicht, dass du mich loslassen solltest. Na komm zurück! Ich bin froh, euch wieder zu sehen."

Hermine umarmte Ron fester. Das Schlimmste war vorbei.