Hallo an alle! Hier kommt das nächste Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Danke an Verliebtindich, meine Betaleserin, für ihre Korrekturen und Verbesserungsvorschläge.
Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Harry Potter und der Spiegel der Schatten:
Kapitel 31:Erfrischende Neuigkeiten in Hogwarts:
Rons genas erstaunlich schnell, so dass Madam Pomfrey schon am Sonntagabend beschloss, ihn gehen zu lassen.
In Hogwarts war Rons Unfall dramatisiert worden. Man sprach sogar von der Rückkehr eines Basilisken, der ihn versteinert hätte. Die verrücktesten Theorien waren in den Häusern herumgegangen und selbst Ginny war sich nicht sicher, was geschehen war. Ron selbst ließ das ganze Geschehen rätselhaft bleiben, denn er hatte keine andere Wahl. Also gab sich Ron am Montagmorgen so klein wie möglich, als er zum Zaubertränkeunterricht ging, um zu vermeiden, mehr Erklärungen geben zu müssen.
„Die Leute hier sind unglaublich neugierig! Ich kann nicht mehr mal durch die Gänge gehen, ohne dass man zu mir herüberkommt und mir tausend Fragen stellt", sagte er zu Harry.
„Das glaubte ich, bemerkt zu haben!"
Im gleichen Augenblick stellten sich Parvati und Padma Patil Ron gegenüber.
„Nun Ron, wie geht es dir? Wir haben von deinem Unfall gehört, weißt du! Das soll furchtbar gewesen sein?"
„Nein, ehrlich..."
„Aber doch! Ich frage mich wohl, wie das ist, wenn man versteinert wird. Aber was ist eigentlich passiert?"
„Gut! Nun, Ron, ich lasse dich! Ich habe Unterricht!", fiel ihnen Harry ins Wort.
„Warte, ich komm' gleich! Mädels, ich habe keine Lust, es euch jetzt zu erklären!"
„Oh, armer Ron! Er ist immer noch von seinem Unfall traumatisiert! Wir müssen ihm helfen, nicht wahr, Padma?"
„Ja. Du weißt, Ron, du sollst davon reden. Wir hören allen Schülern zu, die unsere Hilfe brauchen."
„Oh! Ich bin sicher, dass er begeistert sein wird, euch zu antworten."
Hermine war hinter Ron angekommen.
„Ach! Hermine, da kommst du zum perfekten Zeitpunkt an! Könntest du bitte..."
„Dir eine Stelle im Zaubertränkeunterricht frei halten, während du deinen Fans antwortest? Natürlich, Ron! SEHR GERNE!"
Hermines Ton war aggressiv geworden.
„Harry! Hermine! Ich..."
„Komm schon, Harry! Wir werden uns verspäten."
„Wir könnten ihm vielleicht helfen?"
„Ich denke nicht, dass er Hilfe braucht. Wenn er es wollte, so wäre er sie bereits los!"
Hermine drehte sich ein letztes Mal zu Ron um, lächelte verkrampft und zog Harry dann am Arm. Sie blieb eine ganze Weile stumm. Harry traf dann die Entscheidung, diese Stille zu brechen.
„Du weißt, das ist nicht seine Schuld..."
„Oh, Luna! Hallo! Ich lasse dich mit Harry, er soll dir eine Menge Dinge erzählen. Wir werden unser Gespräch später beenden, Harry. Ich warte vor dem Klassenzimmer auf dich."
Hermine ließ Harrys Arm los und lief mit entschlossenem Schritt zum Zaubertränkeunterricht, so dass sie ihn allein mit Luna in der Mitte des Gangs hinter sich stehen ließ.
„Hallo Luna", sagte er etwas verlegen.
„Hallo Harry! Was ist mit Hermine los?"
„Sie ist ein wenig verärgert... tja, zumindest glaube ich das!"
„Du wolltest über etwas reden?"
„Hm... Tja... Ja! Na, du weißt, dass Ron einen kleinen Unfall hatte."
„Ich habe eigentlich Vieles gehört. Übrigens hat man mir auch viele Fragen gestellt."
„Ehrlich? Warum denn?"
„Na, man hat uns mehrmals in der Bibliothek zusammen gesehen, also haben sie geglaubt, dass du mir davon erzählt hattest."
„Ach! Aus diesem Grund. Na, eigentlich ist es wegen des Spiegels. Diggory hat versucht, mit mir Kontakt aufzunehmen. Das ist eine lange Geschichte!"
„Ja, das vermute ich schon. Wir werden später darüber reden. Wir sehen uns zur Mittagszeit in der Bibliothek?"
„Ja, natürlich! Bis später!"
Harry fing an zu laufen, um das Klassenzimmer zu erreichen, wo Hermine auf ihn wartete.
„Deine Tante ist noch nicht angekommen. Ron auch nicht, übrigens. Hast du mit Luna gesprochen?"
„Kaum. Wir sollen sie während der Mittagspause in der Bibliothek treffen. Wir werden es ihr mit mehr Details erklären."
„Ich werde in der Mittagspause nicht da sein können. Ich muss die Unterrichtsstunden nachholen, die wir Freitag verpasst haben. Ich soll mich mit Professor Flitwick und Professor McGonagall treffen. Ich werde euch vielleicht nachher einholen."
„Guten Morgen! Entschuldigen Sie meine Verspätung! Ich musste Einiges regeln."
Tante Selene kam an, um die Tür ihres Klassenzimmers aufzumachen. Sobald sie sie geöffnet hatte, ging sie zu ihrem Arbeitstisch, während sich die Schüler setzten. Ron lief herein und setzte sich zwischen Harry und Hermine.
„Gerade noch rechtzeitig! Sie wollten mich nicht mehr loslassen. Diese beiden sind eine echte Plage! Ein Glück, dass Filch in den Gängen herumschleppt."
„Der Hausmeister ist diesem armen Ron zur Rettung gekommen!", seufzte Hermine.
Ron wollte etwas erwidern, aber Mrs Evans ergriff das Wort:
„Bevor wir mit dem Unterricht anfangen, wollte ich Ihnen eine hervorragende Nachricht mitteilen! Ich habe Ihnen letzte Woche gesagt, dass ich die alten Traditionen von Hogwarts ändern wollte. Und mit Professor Dumbledores Einverständnis habe ich es tatsächlich geschafft. Also kündige ich Ihnen nun an, dass Ihr Festessen zu Halloween dieses Jahr ausfällt."
Ein klagendes Gemurmel erklang unter den Schülern.
„Sie reagieren so übereilt! Warten Sie doch darauf, bis ich fertig bin! Ich werde an der Stelle einen wunderbaren Halloween-Ball veranstalten. Etwas Spektakuläres! Die größte Feier, die man in Hogwarts je organisiert hat, so wie der Trimagische Ball, der vor ein paar Jahren stattfand. Diesmal jedoch sind auch die Schüler der ersten drei Jahre eingeladen."
Diesmal schien die Nachricht die Schüler zu erfreuen.
„Ich sehe, dass Ihnen diese Nachricht gefällt. Oh! Ich wollte Ihnen noch Eines sagen... Wenn zu Halloween alles gut geht, so ist es möglich, dass ich gegen Februar/März ein weiteres Tanzfest veranstalte. Jetzt wird es Zeit, uns an die Arbeit zu machen."
„Ein Ball. Das ist eine gute Idee! Was denkst du darüber, Ron?", murmelte Harry.
Doch Ron war schon in ein Pergamentstück vertieft und schrieb eilig. Wenige Augenblicke später faltete er das Blatt und ließ es zu Hermine rutschen. Diese ergriff das Pergament und steckte es in ihren Rucksack.
„Das ist nicht die passende Zeit, Ron! Jetzt haben wir Unterricht!"
Ron sah enttäuscht aus und legte seine Feder wieder auf den Tisch.
