Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Mein Dank gilt besonders drei Leuten: Gabrielle, weil sie mir erlaubte, ihre Geschichte zu übersetzen. Verliebtindich, weil sie diese Übersetzung – wie schon ein paar andere vorher – korrigierte. Und Dir, Leser, dass Du immer noch liest.

Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.

Spoiler: Die ersten fünf Bände.

Harry Potter und der Spiegel der Schatten:

Kapitel 32: Spiegelung:

Am Ende des Unterrichts trafen Harry und Ron die Entscheidung, vor dem Mittagessen zur Bibliothek zu gehen, um dort Luna zu treffen.

„Na! Wirst du Luna fragen?"

„Wovon sprichst du?"

„Ich spreche vom Ball! Wovon sollte ich sonst reden?"

„Ach ja! Natürlich. Ich vermute, dass du Hermine bereits gefragt hast, wenn ich nach der Mitteilung gehen kann, die du ihr im Zaubertränkeunterricht gegeben hast."

„Ja, aber sie hat sie nicht im Unterricht gelesen. Das ärgert mich zu warten. Aber du hast meine Frage immer noch nicht beantwortet. Wirst du Luna fragen, dich zu begleiten, oder nicht?"

„Ja, tja, ich habe nicht wirklich daran gedacht."

„Versuche nicht, mich reinzulegen, man sieht wohl, dass du sie gerne magst."

„Ja, das stimmt. Ich mag sie gerne. Aber ich weiß nicht sehr, was sie denkt."

„Nun ja! Das ist sehr schade. Man kann nicht wissen, was im Geist der Mädchen passiert."

„WARTET AUF MICH!"

Hermine lief ihnen nach.

„Geht ihr zur Bibliothek?"

„Ja", antwortete Harry. „Aber solltest du dich nicht mit McGonagall und Professor Flitwick treffen?"

„Ich habe mich bereits mit Professor Flitwick getroffen. Und bevor ich zu McGonagall gehe, muss ich ein Buch in der Bibliothek holen."

„Hm! Sag mal, Hermine, hast du Zeit gehabt, das zu lesen, was ich dir soeben gegeben habe?"

„Nein, ich hatte vergessen. Ich werde es in der Bibliothek schauen."

Als sie in der Bibliothek angekommen waren, suchten sie nach nach Luna, doch sie wurden bald von einer Menge von Jungen angezogen, die um einen Tisch gesammelt waren. Sie näherten sich davon, vom Neugier getrieben. Dann rief eine Stimme in der Mitte dieser Menge aus:

„ICH SAGE EUCH, DASS ICH BEREITS JEMANDEN FÜR DEN BALL HABE! GEHT WEG!"

Luna hatte angefangen zu schreien, dann fing die Menge von Jungen an, sich von ihr weg zu zerstreuen. Harry, Ron und Hermine blieben wegen Lunas hitziger Reaktion wie angewurzelt... Nie hatten sie sie so geärgert gesehen. Doch war Harry am meisten überrascht. Sie hatte schon einen Tanzpartner.

„Ach, da seid ihr ja! Sie ließen mich nicht mehr los, ich wäre beinahe weggegangen. Ein Glück, dass ich es jetzt schaffe, mich herauszuhelfen."

Sie setzten sich um den Tisch, außer Hermine, die ihr Buch und Rons Mitteilung aus ihrem Rucksack nahm. Sie entfaltete Letztere und ging damit zum Arbeitstisch der Bibliothekarin.

„Na, Ron? Wie geht es dir? Was ist mit dir geschehen?"

Ron erzählte Luna, was mit dem Spiegel geschehen war, Sirius' Erscheinung und seine seltsamen Symptome, während er bewusstlos war.

„Und wie bist du zurückgekehrt?"

„Dumbledore hat mir gesagt, dass es dank Sirius' Spiegel und dem von Harry sei."

„Warte mal, ich versuche zu verstehen. Du bist in den Spiegel eingetreten?"

„Nun, nicht physisch. Aber ich habe die gleichen Erscheinungen gehabt wie Harry."

„Und du hast nur Sirius gesehen? Niemanden sonst?"

„Nun nein, niemanden sonst, und ich denke, dass ich weiß, warum", antwortete Hermine, die sich an den Tisch setzte.

Die Blickte drehten sich zu Hermine um, die eine Feder ergriff und anfing zu schreiben.

„Sirius ist der Einzige, der lebendig physisch in den Spiegel getreten ist. Sein Fall ist urplötzlich geschehen. Aus diesem Grund konnten sein Körper und seine Seele bei seinem Tod nicht getrennt werden. Daher kann allein Sirius irgendwie physisch anwesend sein. Nun möchte ich euch etwas zeigen."

Hermine zog zwei kleine Spiegel aus ihrem Rucksack heraus, die sie gegenüberlegte.

„Was denkst du darüber, Luna?"

„Eine Spiegelung ist entstanden! Der Spiegel der Schatten hat sich auf den Spiegel widergespiegelt, den Sirius besaß, als er gefallen ist. Der Spiegel von Harry und der von Sirius haben eine Verbindung, die erlaubt zu kommunizieren. Deswegen..."

„Besitzt auch der Spiegel, den ich hatte, das Spiegelbild des Spiegels der Schatten, wenn ich ihn benutze! Aber natürlich! Also hatte ich eine Art kleinen Spiegel der Schatten!"

„Aber er funktioniert nur, wenn Sirius mit dir kommuniziert. Daher bin ich in Ohnmacht gefallen. Als ich in den Spiegel geschaut habe, sollen sie einen Teil meiner Seele gefangen haben, oder? Dann bin ich knapp entkommen!"

„Genau, Ron! Da hast du ja völlig Recht. Deine Seele soll teilweise gefangen worden, denn ein Körper kann ohne Seele nicht leben. Daher konntest du schließlich zurückkehren. Ich finde, dass wir es alle zusammen ganz gut schaffen zu überlegen!", rief Luna mit einem Lächeln auf den Lippen aus.

„Das finde ich auch!", antwortete Hermine, die aufgehört hatte zu schreiben und ihre Sachen einsammelte. „Ich werde euch jetzt alleine lassen, ich muss mich noch mit Professor McGonagall treffen, bevor ich zum Mittagessen gehe. Bis später! Oh! Übrigens! Hier ist für dich, Ron!"

Hermine reichte Ron ein Pergamentstück, dann ging sie weg. Ron eilte sich dann, die Mitteilung zu lesen. Dann schloss er die Augen, als er geendet hatte zu lesen, und schlug sich den Kopf auf den Tisch.

„Was für ein Dummkopf bin ich! Was für ein Dummkopf!"

„Nun? Sie hat abgelehnt? Das kann nicht sein!"

„Nein! Das ist es nicht! Wie dumm konnte ich sein!"

Ron reichte Harry die Nachricht.

„Darf ich lesen?", fragte Luna.

„Du darfst, bitte schön!", sagte Ron, dessen Kopf auf dem Tisch lag.

Frage:

Meine sehr geehrte Hermine,

Vor wenigen Jahren habe ich einen schrecklichen Irrtum begangen, indem ich Sie zu spät zum Ball einlud. Heute will ich diesen fürchterlichen Fehler nicht ein zweites Mal begehen. Würden Sie mir also die große Ehre erweisen, bei dem Halloweens Ball meine Tanzpartnerin zu sein? Ich wäre davon sehr geehrt.

Ihr lieber hoffnungsvoller Ron.

Antwort:

Sehr geehrter Ron,

Ich bin begeistert, dass Sie von Ihren Irrtümern gelernt haben. Also wünschen Sie, dass ich Ihre Tanzpartnerin werde, statt wie letztes Mal im letzten Augenblick nach einer suchen zu müssen. Ich nehme Ihren Vorschlag an, denn ich bin Ihnen diesen Dienst doch schuldig.

Ihre Ersatztanzpartnerin.

Zum Ende des Briefes lächelten Harry und Luna.

„Dabei bist du nicht ganz fein gewesen, Ron! Als Mädchen verstehe ich ihre Reaktion perfekt. Du hättest mehr überlegen sollen, bevor du diese Nachricht geschrieben hast. Auf den anderen Briefen hattest du dich doch ein bisschen mehr angestrengt."

„Du hast die anderen Briefe gelesen?"

„Natürlich! Während ihr Dienstags Wahrsagen habt, haben Hermine und ich keinen Unterricht. Also reden wir zusammen in der Bibliothek."

„Aber dann kannst du mir sagen..."

„Glaubst du ehrlich, dass ich dir alles sagen werde, was mir Hermine sagt? An deiner Stelle würde ich versuchen, mich anzustrengen, denn das wird schwierig sein, deinen Irrtum wieder gut zu machen."

Ron stand plötzlich auf.

„Ja, einverstanden... ich werde zu meinem Zimmer hinaufgehen und gut überlegen und mit Ruhe schreiben. Ich treffe euch beim Mittagessen."

Ron steckte seine Sachen ungeordnet in seinen Rucksack, bevor er die Bibliothek mit eiligem Schritt verließ.

„Wusstest du über ihre Machenschaften Bescheid? Ich wusste nicht, dass du Dienstags mit Hermine redest!"

„Weißt du, Ron und du seid ihre Freunde, aber manchmal braucht ein Mädchen es, mit einem anderen Mädchen zu reden. Du und Ron seid ständig zusammen, also verspürt ihr dieses Bedürfnis nicht. Und ich gestehe, dass es mich amüsiert, ihnen dabei zuzuschauen."

„Das stimmt, dass es lustig ist. Ich frage mich, ob sich ihre Geschichte je verbessern wird."

„Jedenfalls nicht gleich mit dem, was Ron eben geschrieben hat."

Luna und Harry lachten zusammen. Dann herrschte die Stille, bevor ihr Harry die Frage stellte, die er seit einer Weile stellen wollen.

„Und... hm... mit wem gehst du zum Halloweens Ball? Wenn ich nicht zu indiskret bin?"

„Wer hat dir gesagt, dass ich einen Tanzpartner hätte?"

„Na, soeben hast du den anderen gesagt, dass..."

„Ach ja! Aber das habe ich gesagt, um sie fliehen zu lassen! Übrigens hat es geklappt."

„In diesem Fall könnten wir vielleicht zusammen dahin gehen? Möchtest du meine Tanzpartnerin sein?"

„Ich wäre davon begeistert! So würde ich darüber hinaus nicht länger lügen müssen", sagte sie und lächelte Harry zu.

„Nun, meine liebe Tanzpartnerin, was würden Sie sagen, wenn wir zum Mittagessen gehen würden?"

„Ich sage dazu, dass ich verhungere! Gehen wir hin!"

Harry und Luna sammelten ihre Sachen ein und gingen zum Mittagessen.