Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Danke an Verliebtindich für ihre Korrekturen.

Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.

Spoiler: Die ersten fünf Bände.

Harry Potter und der Spiegel der Schatten:

Kapitel 33: Bei Besenknechts Sonntagsstaat:

Die Woche war anstrengend: Harry wurde mit Hausaufgaben überhäuft und er musste die Trainingsstunden für die Mannschaft vorbereiten. Darüber hinaus fühlte er sich bedrückt, da er ständig an seinen Spiegel dachte, auch wenn er ihn nicht mehr hatte. Jedoch hatte Luna seine Einladung angenommen und nichts konnte ihn mehr freuen. Was Ron betraf, so hatte er alles versucht, um die Lage bei Hermine wieder gut zu machen, doch sie war gekränkt und schien nicht, zuhören zu wollen.

„Immerhin werde ich doch die Lage vielleicht am Tag des Balls verbessern können", wiederholte Ron, als wollte er sich davon überzeugen.

Als das Wochenende also kam, waren alle begeistert, nach Hogsmeade zu gehen. Obwohl diese Wochenenden immer begierig erwartet wurden, konnten die Schüler es dieses Mal noch weniger erwarten. Viele Schüler wollten nämlich für den Ball einkaufen. Harry selbst brauchte einen neuen Festumhang. Der, den er zwei Jahre zuvor getragen hatte, war nun viel zu klein geworden. Da er aber nie etwas Anderes getragen hatte als seine Uniform und Dudleys Kleidung, war er etwas verlegen, sich einen neuen Umhang zu kaufen.

Hermine hatte die Entscheidung getroffen, ihrerseits einzukaufen. Harry und Ron waren alleine in den Straßen von Hogsmeade.

„Ich muss zu Zonko, wir sehen uns später. Fred und George haben mir letztes Jahr neue Festumhänge geschenkt. Rote! Das macht ja eine tolle Abwechslung zum Violetten, das meine Mum ständig für mich wählte. Sie waren etwas zu groß, aber jetzt werden sie mir perfekt passen. Du wirst bei Besenknechts Sonntagsstaat etwas finden. Bis später!"

Harry betrat den Laden. Eine reichliche Warenauslage lag vor ihm. Verschiedene Farben, verschiedene Stoffe, verschiedene Stile: Da wurde es einem schwindelig! Nachdem er mehrmals in den Gängen hin- und hergelaufen war, hatte sich Harry dazu entschlossen, den Umhang zu wählen, den er als Nächsten sehen würde.

„Harry? Suchst du nach einem Umhang?"

Hermine war hinter einer Auslage erschienen.

„Ja. Ich gestehe, dass ich nicht wirklich weiß, was ich wählen soll. Und du?"

„Nun, ich auch nicht. Ich hätte Ginny darum bitten sollen, mir zu helfen. Sie ist Rons Schwester, sie ist perfekt in der Lage, mir ihre Meinung zu geben."

„Ich kann dir helfen, wenn du willst! Und wirst du mir deine Meinung geben können?"

„Warum nicht!"

Harry und Hermine suchten zuerst für Harry, dann war Hermine an der Reihe. Harry fand dank Hermines Hilfe einen grünen Umhang mit elfischen Motiven aus goldenen Fäden. Hermine fand einen hellorangen Umhang mit silbernen gestickten Motiven. Sie zogen ihre Festumhänge gleichzeitig an, dann kamen sie aus ihrer Umkleidekabine.

„Harry, das ist perfekt!"

„Und auch bei dir! Er steht dir sehr gut!"

„Ich bin ganz und gar einverstanden!"

„RON! DU DARFST MICH NICHT SEHEN!"

Hermine hatte die Kabine eilig wieder betreten. Ron war von Zonko zurück.

„Aber warum dürfte ich das nicht? Du bist meine Tanzpartnerin und ich werde dich beim Ball sowieso sehen, oder?"

„Eben! Man darf den Festumhang seiner Tanzpartnerin nicht vor dem Ball sehen! Jetzt werde ich einen anderen finden müssen."

„Oh nein! Bitte, behalte den da, ich habe ihn sowieso kaum gesehen!"

„Sag mal, Hermine? Gilt das gleiche, wenn es die Tanzpartnerin ist, die den Umhang ihres Tanzpartners sieht?"

Luna war hinter Ron hervorgetreten und näherte sich Harry.

„Hör auf, mich zu verspotten, Luna!"

„Aber ich verspotte dich nicht. Schließlich bedauere ich es nicht, dass ich Ron gefolgt bin. Zumindest kenne ich die Farbe von Harrys Umhang und ich werde einen dazu passenden Umhang wählen können. Und ich bin sehr froh, ihn so zu sehen. Das steht ihm sehr gut!", fügte sie hinzu, indem sie ihm zulächelte.

Harry errötete leicht.

„Wie auch immer muss ich jetzt einen anderen Umhang finden!", rief Hermine aus, indem sie aus der Umkleidekabine ging.

„Aber nein, ich versichere dir, ich möchte, dass du diesen behältst!"

„Keineswegs!"

„Na, Hermine, tue mir diesen Gefallen! Damit bist du wunderschön!"

Am Ende von Rons letztem Satz drehte sich Hermine zu ihm um.

„Was hast du gesagt?"

„Ich habe gesagt, dass du damit sehr schön bist... tja... auch ohne bist du sehr schön... Ähm! Nicht das wollte ich dir sagen! Nur, dass du sehr schön bist! So!"

Ron hatte angefangen zu stottern und wurde fast so rot im Gesicht wie Hermine.

„Behalte ihn, bitte!", murmelte Ron.

Hermine sah unentschlossen aus, dann lächelte sie schüchtern.

„Einverstanden! Ich behalte jenen."

Harry und Luna beobachteten die Szene amüsiert.

„Nun bist du dran, einen Umhang zu wählen, Luna!"

„Ja, aber du darfst nicht schauen, Harry!"

„In diesem Fall ziehe auch ich mich um, denn du hast mich gesehen!"

Sie brachen in lautes Gelächter aus.