Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Danke an Verliebtindich für ihre Korrekturen.
Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Harry Potter und der Spiegel der Schatten:
Kapitel 42: Weihnachten auf einer Wolke:
Nachdem sie ein bisschen im Park spazieren gegangen waren, trafen Harry und Luna die Entscheidung zu frühstücken und Luna machte ihr Weihnachtsgeschenk auf. Ihr Blick leuchtete.
„Harry! Das ist wunderschön! Ist das eine Gefühlsperle?"
Harry nickte und hing das Armband an Lunas Handgelenk. Die Perle leuchtete fast sofort. Ein weißes Licht strahlte aus und glänzte. Luna lächelte.
„Dieses Licht ist ja nicht besonders diskret."
„Gefällt es dir nicht?", fragte Harry.
„Ganz im Gegenteil. Ich hoffe, dass es weiter glänzen wird."
„Das ist mir lieber so und mach dir keine Sorge, diese Perle wird weiterhin glänzen."
„Auch wenn Ravenclaw Gryffindor besiegt?"
„Natürlich."
„Auch wenn dich Ravenclaws Sucher besiegt?"
„Ja, auch wenn mich Cho Chang besiegt."
„Auch wenn sich Cho Chang den Arm gebrochen hat und von mir ersetzt wurde?"
„Cho hat sich den Arm gebrochen?"
Lunas Blick änderte sich plötzlich.
„Sag mal, wo sind deine Prioritäten? Ich sehe, dass du dir um die Gesundheit deiner ehemaligen festen Freundin Sorgen zu machen scheinst."
„Nein, das meinte ich nicht..."
„Ich nehme dich bloß auf den Arm, Harry", sagte Luna lächelnd.
Sie schaute auf ihr Armband und fuhr fort:
„Jetzt weiß ich, wie ich deine Ehrlichkeit prüfen kann!"
Harry und Luna küssten sich und Harry ergriff dann wieder das Wort.
„Also wirst du Sucherin!"
„Nur so lange wie Cho brauchen wird, um ihren Bruch zu heilen. Das war wirklich überhaupt nicht schön. Beim Training hat sie ein Klatscher getroffen und dann ist sie gegen eine Torstange geprallt."
Harry verzog das Gesicht.
„Das muss besonders weh tun! Also werden wir gegeneinander kämpfen? Ich habe dich nie auf einem Besen gesehen."
„Und du wirst mich bis zum Tag des Spiels nicht sehen. Ich will dem Feind doch nicht helfen."
„Also wirklich! Dann bin ich jetzt ein Feind? Du solltest am besten nicht erwarten, dass ich dir das Spiel leicht mache."
„Aber es ist nicht nötig, dass du mir das Spiel leicht machst, Harry. Denn gegen mich wirst du vom Anfang bis zum Ende ernst spielen müssen. Ich bin nicht so dumm wie Malfoy, ich kenne deine Tricks!"
„Das stimmt! Und du steckst immer voller Überraschungen. Ron hat es zu seinen Schäden erfahren."
„Ach ja! Ich habe Viktor Krum heute morgen gesehen. Ich denke, dass es das Beste war, Hermine vor vollendete Tatsachen zu stellen. Hat sie es geschafft, mit Krum zu reden?"
„Ich bin mir nicht sicher", antwortete Harry. „Aber heute Morgen haben sie miteinander gesprochen und Viktor hat gesagt, dass er nach Bulgarien zu seiner Familie zurückkehren würde."
„Dann hat sie mit ihm gesprochen. Jetzt sollte es klappen. Ron soll nur noch auf den richtigen Augenblick warten."
Harry starrte Luna eine Weile lang an, während sie erklärte, dass sie mit Krum dank der Zeitung ihres Vaters hatte Kontakt aufnehmen können. Als sie schließlich bemerkte, dass sie von Harry drängend angestarrt wurde, hörte sie auf zu reden und fragte Harry:
„Warum schaust du mich so an?"
„Ich bewundere gerade die schönste Kupplerin, die ich je gesehen habe, und ich sagte mir eben, dass ich mir wirklich Sorgen um das Spiel machen sollte, wenn sie so listig ist wie sie schön ist."
„Mach du nur deine Scherze, aber wenn ich etwas will, dann bekomme ich es immer. Hier haben wir ein gutes Beispiel."
„Ich gestehe, dass es ein Meisterstück war, UVA heute zu erhalten."
„Ich sprach nicht von UVA", antwortete sie. „Ich sprach von dir."
Harry und sie verbrachten einen wunderbaren Tag, dann erschien der Aufzug gegen halb sechs wieder.
„Es ist schon Zeit, wieder weg zu gehen", sagte Harry bedauernd. „Das war sehr angenehm, zum einen Mal mit dir alleine zu sein. Wir müssen eines Tages hierher zurückkehren."
„Meinen Einfluss soll man lieber nicht ausnutzen. Verabreden wir einen Termin, bevor wir weggehen. Sagen wir mal, an einem 31. Oktober... zum Beispiel."
„Ja, zum Beispiel."
Beim Ausgang der Agentur fanden sie Tonks wieder.
„Na, hattet ihr einen schönen Tag?", fragte sie.
„Sogar einen wunderschönen Tag", antwortete Harry.
„Dann sollten wir losfahren", sagte Tonks. „Ihr werdet für das Konzert von heute Abend erwartet. Eine gewisse Liliana Wander ist heute Nachmittag angekommen. Sie ist Marks Gast."
Harry und Luna betraten den Wagen.
„Ein Glück, dass dein Cousin Mark nicht Malfoy zum Konzert eingeladen hat. Ich kann mir gut vorstellen, wie die Stimmung gewesen wäre!"
„Oh, übrigens habe ich vergessen, dir von ihm zu erzählen", sagte Harry. „Seitdem wir ins Ministerium zurückgekehrt sind, ist er fast wieder normal geworden."
„Wie denn, fast normal?"
„Na, er ist weniger aggressiv. Am Tag, als wir zurückgekehrt sind, hat er mich ganz höflich angesprochen, als wäre alles normal, und hat mich gefragt, wo sein Poster von Viktor Krum war. Und seitdem spricht er mich zwar nicht wirklich viel an, aber zumindest bleibt es höflich."
Luna seufzte, dann überlegte sie.
„Es kann sein, dass er sich so verhält, um deinen Onkel zu täuschen. Übrigens wäre es verdächtig gewesen, wenn er Malfoy eingeladen hätte."
„Und Liliana? Hat sie dir nicht von meinem Cousin erzählt?"
„Doch, ich habe mit ihr gesprochen. Aber meiner Meinung nach verschließt sie die Augen, weil dein Cousin sich ihr gegenüber ganz nett verhält. Ich habe ihr schon geraten, sich vor ihm in Acht zu nehmen. Aber heute Abend gibt es kein Risiko, da wir alle da sind."
Luna legte ihren Kopf auf Harrys Schulter.
„Und ich möchte, dass wir heute nicht zu sehr von unseren Problemen reden. Es wäre schade, diesen Tag zu verderben."
Harry küsste sie auf die Stirn und beide blieben still bis zu ihrer Ankunft im Ministerium.
Als sie den zehnten Stock erreichten, wartete Ron in der Eingangshalle und war schon bereit.
„Da seid ihr ja! Habt ihr einen guten Tag verbracht?"
„Und du, Ron?", fragte Luna. „Bist du übrigens auf mich sauer?"
„Am Anfang schon ein wenig, aber ich habe dir völlig verziehen."
„Soll ich daraus schließen, dass es für dich heute gut gelaufen ist?", fragte Harry.
„Viktor ist wieder weg und offensichtlich hat Hermine mit ihm gesprochen. Sie hat mir den besten Besen der Welt geschenkt, noch besser als deiner, Harry, was zeigt, dass sie zumindest so sehr an mir hängt wie ich an ihr, und heute Abend gehen wir zum Konzert der Schwestern des Schicksals. Ich soll nur noch ein wenig warten."
„Warte mal, du meinst, dass ihr heute keine Zeit gehabt habt, miteinander zu reden?", fragte Harry ein wenig überrascht.
„Ähm... nein... sie... war bei Ginny. Ja, sie sollten über etwas reden, weiß nicht genau was."
„Ich gehe zu ihnen", griff Luna ein. „Sind sie in ihrem Zimmer?"
„Ja. Genau. Liliana ist auch bei ihnen."
Luna ging zur Wohnung der Weasleys. Als sie die Eingangshalle verlassen hatte, fragte Harry Ron.
„Sag mir bloß nicht, dass Ginny und Hermine den ganzen Tag lang zusammen geblieben sind."
„Und doch ist es so passiert", antwortete Ron.
„Hermine hätte ja doch mit dir reden können. Was haben sie denn während dieser ganzen Zeit getan?"
„Mädchenkram, vermute ich. So lange Krum sich nicht mehr in Hermines Nähe aufhält, mache ich mir keine Sorgen. Und mit all diesen Leuten in den Gängen des Ministeriums ist es nicht einfach, sich diskret zu zweit zu treffen", lächelte Ron. „Und wie war dein Tag?"
„Es war gut", antwortete Harry, der nichts weiter dazu sagen wollte. „Luna hat mir eine interessante Nachricht erzählt: Cho Chang ist verletzt und wird nicht gegen uns spielen. Und die Ersatzspielerin ist Luna."
„Interessanter Kampf. Die Ravenclaws können aber nicht auf mich zählen, um zu punkten. Mit meinem neuen Besen werden sie keinen einzigen Treffer landen."
In jenem Augenblick kamen die vier Mädchen aus der Wohnung der Weasleys. Hermine hatte sich umgezogen und versteckte ihren Anhängerschmuck nicht mehr, der ganz schön strahlte. Ron sah sie mit einem breiten Lächeln an. Dann war es Mark, der aus der Wohnung der Evans herauskam.
„Wir können losgehen!", sagte er. „Die Autos warten auf uns und Dean trifft uns dort."
Das Konzert fand ein wenig außerhalb der Stadt statt und war von einem Muggelabwehrzauber geschützt. Der Abend war wunderschön und von Magical Cruel Secret und von Versteinere mich, wenn du's wagst rhythmisch gegliedert. Ein unvergessliches Konzert für einen besonders außerordentlichen Tag.
