Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Danke an Verliebtindich für ihre Korrekturen und Verbesserungsvorschläge.

Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.

Spoiler: Die ersten fünf Bände.

Harry Potter und der Spiegel der Schatten:

Kapitel 50: Feuerwerke:

„Ich fange an zu denken, dass ich alt werde", fügte Mundungus Fletcher hinzu. „Das ist unglaublich, wie schnell Jugendliche eures Alters laufen können! Das war ganz schön listig von euch beiden, die Abkürzung zu nehmen, um Luna einzuholen!"

„Sie sind uns gefolgt? Die ganze Zeit?", fragte Hermine.

„Ich wiederhole es noch einmal für Sie, Miss Granger", griff Dumbledore ein. „Ich würde Sie nicht alleine draußen lassen. Das bedarf etwas Organisation und Diskretion. Mundungus und Professor Lupin kümmern sich um Ihren persönlichen Schutz. Das ist ihr geheimer Auftrag für den Orden des Phönix. Die anderen Ordensmitglieder wissen nicht Bescheid. Sie stehen dem Ministerium zu nah. Entschuldigen Sie, dass ich nicht länger mit Ihnen reden kann, aber ich muss Einiges regeln. Mundungus! Harry und seine Freunde werden offenbar nicht wieder zum Dorf gehen. Möchten Sie einen Moment bleiben? Ich muss Ihnen Einiges über unsere gemeinsamen Sachen präzisieren."

„Natürlich, Professor!"

Harry und seine Freunde verließen Dumbledores Büro und fühlten sich ein bisschen ausgeschlossen. Sie trafen die Entscheidung, zum Raum der Wünsche zu gehen, um frei von der Lage zu reden, und Harry hatte die Tür kaum zugemacht, als Hermine ausrief:

„Der Spion steht dem Ministerium nah! Natürlich! Vielleicht gehört er sogar zum Ministerium!"

„Mrs Evans hat übrigens eben gesagt, dass sie diese Person regelmäßig trifft", fügte Luna hinzu. „Es ist ein Mann, den sie bestimmt abends trifft, wenn sie zurückkehrt."

„Es ist nicht unbedingt ein Mann", fügte Ron hinzu.

„Es ist doch einer! Luna hat Recht!", behauptete Hermine. „Mrs Evans selbst hat es präzisiert. Unabsichtlich hat sie gesagt: 'Sie sagen, dass er unschädlich ist', dann hat sie diese Person gesagt, um keinen Namen zu geben. Immerhin gibt es zur Zeit wenige Frauen, die sich im Ministerium befinden und dem Minister nahestehen, außer Mrs Evans, Tonks und Rons Mum. Da es nicht Mrs Evans ist, denn Dumbledore vertraut ihr, und da es auch nicht Rons Mum ist..."

„Das hoffe ich doch!", rief Ron aus.

„Lass mich aussprechen!", sagte Hermine. „Das ist nicht Mrs Weasley, denn ich zweifle daran, dass Mrs Evans ihre Tochter unter der Aufsicht eines Spions lassen würde und aus den gleichen Gründen ist es auch nicht Tonks."

„Also wäre es ein Mann, der Harry und auch dem Ministerium nahesteht... kurz und gut können es viele Leute aus dem Ministerium oder dem Orden sein", sagte Ron verzweifelt.

„Ich bin sicher, dass mir etwas entgangen ist", fügte Hermine hinzu. „Ich bin sicher, dass wir nicht weit von der Wahrheit entfernt sind."

Harry machte sich immer mehr Gedanken über das Schicksal seines Cousins, der sich außerhalb von Hogwarts und sicher in Malfoys Begleitung befand.

„Ich mache mir Sorgen um Mark. Auch wenn Professor Lupin bei ihm ist, sind sie beide gefährdet."

„Wir können nichts anderes tun als abwarten", sagte Luna. „Wir werden sehr gut aufpassen müssen. Seitdem Malfoy die Karte des Rumtreibers hat und seitdem Mark das Vertrauen der Anhänger von Voldemort gewonnen zu haben scheint, wird dein Cousin nicht so regelmäßig mit uns Kontakt aufnehmen noch uns treffen können. Das Beste ist nicht mal zu versuchen, selbst für die Treffen mit ihm Kontakt aufzunehmen. Mark ist mutig und ich fürchte, dass er unbesonnene Risiken eingeht. Wenn er wirklich mit uns reden muss, so wird er einen Weg finden."

In jenem Augenblick trat Ginny eilig und keuchend ein.

„Kommt! Draußen! Das Dunkle Mal!", sagte sie, indem sie wieder zu Atem kam.

„Was? Was ist los?", sagte Ron und stürzte zu seiner Schwester. „Ist etwas geschehen?"

„Kommt! Es ist wegen der Schrift!", sagte sie, indem sie am Arm ihres Bruders zog.

Alle fünf liefen die Gänge von Hogwarts entlang und kamen schließlich am Haupteingang an, wo eine stille Menge stand. Mit Feuerbuchstaben auf dem Hügel geschrieben, der der Schule gegenüber lag, konnte man lesen:

GEGNER DER SCHATTEN, HOGWARTS WIR EUER GRAB SEIN

Alle blieben still und schauten weiter, bis Filch und McGonagall die Schüler mit Schwierigkeiten darum baten, wieder in die Schule einzutreten. Die Schüler, die von diesen Feuerbuchstaben wie hypnotisiert waren, wollten den Hof nicht verlassen.

Zum Abendessen hatten sich alle Schüler mit einer verwirrenden Stille in der Großen Halle versammelt und saßen alle an ihren Tischen. Harry erblickte Mark, der grünlich aussah, als würde er Übelkeit verspüren. Sein Cousin holte Draco Malfoy ein, der ein Lächeln auf den Lippen hatte. Der Slytherin schob Crabbe beiseite, damit Mark sich neben ihn setzen konnte. Dann betrat Dumbledore die Halle und ging auf das Podest.

„Ich werde nicht lange über die Schriften reden, die Sie haben sehen können. Hogwarts ist ein Ort des Lebens, der Freude und der Hoffnung. Die Drohungen werden nur Drohungen bleiben, solange ich der Schulleiter sein werde. Keiner wird nach oder von Hogwarts herein- oder hinausgehen, ohne dass ich Bescheid wüsste. Mr Filch überwacht alle Ausgänge dieser Schule und mein Freund Mr Moony hat zufällig Geheimgänge entdeckt, die er verschlossen hat."

Harry bemerkte, wie Malfoy leicht rot im Gesicht wurde.

„Ich möchte hinzufügen, und das gilt für jeden unter Ihnen, dass es Feigheit ist, den Schatten nachzugeben, und dass Sie nichts zu gewinnen haben, sich wie ein Sklave vor Voldemort zu erniedrigen. Freiheit ist die wertvollste Sache auf der Welt. Ich werde also schon heute Abend auf diese Feuernachricht antworten, aber auf eine friedlichere Weise, indem ich um die Hilfe zweier unserer ehemaligen Schüler bitten werde. Meine Herren, sind Sie bereit?"

„Natürlich, Professor!", sagten Fred und George einstimmig.

Die Weasley-Zwillinge, die ganz anständig und schlicht angezogen waren, warteten am Haupteingang.

„Fred? George? Aber was machen die denn da?", staunte Ron.

Fred und George schritten voller Stolz zu Dumbledore und grüßten ihn respektvoll.

„Ihre ehemaligen Mitschüler, Frederic und George Weasley, haben uns letztes Jahr ihre Gaben als Streichspieler und Feuerwerker bewiesen", sagte Dumbledore mit einem schiefen Lächeln. „Eine unvergessliche Erinnerung, die Hogwarts' Annalen auf ewig beeindruckt hat. Ich habe übrigens darum gebeten, dass das Buch Eine Geschichte von Hogwarts mit einem weiteren Kapitel, das ihnen gewidmet wird, wieder veröffentlicht wird. Es gibt nichts Besseres, um einem wieder gute Laune zu geben. Was haben wir heute Abend auf dem Menü, meine Herren?"

Die Schüler sahen alle fragend aus.

„Oh, das stimmt! Die Menüs!", sagte Fred. „Hier sind sie!"

Fred benutzte seinen Zauberstab und ließ vor jedem Schüler ein Pergamentstück erscheinen.

Weasleys Zauberhafte Zauberscherze stellen Ihnen vor:

Eine sanfte und fröhliche Rache gegen Du-Weißt-Schon-Wen und die Todesser.

Ein nächtliches Picknick erwartet Sie im Park von Hogwarts.

Vorspeise: Sortiment aus Farbenknallern und Süßigkeiten, um den Appetit anzuregen, während die Feuerbuchstaben zu 'Hogwarts wird frei bleiben' verwandelt werden.

Hauptspeise: Einer der folgenden Zehnechoschreie nach Wahl: „Ihr: 1. stinkenden Gnomenköpfe; 2. Trollkotze; 3. faulen Drachenfladen; 4. knallrümpfiger Krötermist". Schokoladentorten, Schokofrösche und Butterbier nach Belieben.

Nachspeise: Sortiment aus Feuerwerken. Verschiedene Farben, personalisierte Texte oder Bilder. Kanarienkrem, Zischende Wissbies so wie unsere Neuigkeiten und Spezialitäten:

Sweety Ginny: Bonbons, die den Geschmack haben, den man sich wünscht.

Ron's Slug: verzauberte Nacktschnecke mit Apfel-, Erdbeeren-, Pfefferminz- und Aprikosengeschmack.

Hermybook: winzige essbare Bücher, die einem fünfzehn Sekunden lang erlauben, alles zu kennen, was im Buch steht, dessen Titel auf der Süßigkeit geschrieben steht.

Veeluna: golden färbendes Haarschnellwachsbonbon.

Sondervorstellung „Potter-Überraschung" zu Ehren unseres Hauptinvestors.

Krönende Schlussgarbe Albus Dumbledore.

Die Weasleys Zauberhafte Zauberscherze GmbH wünscht Ihnen einen sehr angenehmen Abend und hofft, dass Sie für Ihre zukünftigen Großereignisse um ihre Hilfe bitten werden.

Die Weasleys Zauberhafte Zauberscherze GmbH haftet nicht, wenn ein Schüler oder ein Lehrer vom Wind weggefegt wird. Seile und Pfähle stehen Ihnen zur Verfügung, damit Sie sich an den Boden binden.

„Was für ein appetitliches Menü!", rief Professor Dumbledore aus. „Die Feier soll anfangen!"

Nach einem schwierigen Anfang wegen des Erstaunens der Schüler verlief die Feier wunderbar fröhlich weiter, nachdem alle angefangen hatten zu trinken und zu essen. Alle Schüler und Lehrer nahmen ganz fröhlich am Fest teil und Harry bemerkte, dass Professor McGonagall vierzig Jahre jünger geworden zu sein schien. Sie hatte mit viel Freude Ihr faulen Drachenfladen geschrien.

„Wie lustig, ein wunderbarer Zauber, meine Herren!"

„Oh, doch Sie sind es, die uns alles beigebracht haben, Professor!", sagte George. „Ein Stück Schokoladentorte?"

„Ja, gerne!", antwortete sie.

Nur wenige Slytherins so wie Professor Snape, der immer noch einen zynischen Ausdruck im Blick hatte, schienen nicht teilzunehmen.

„Na denn, Severus!", rief Dumbledore aus. „Sie sollten diese Zehnechoschreie probieren. Das ist ein interessanter Zauber!"

„Ich glaube nicht, dass es etwas Gutes ist, jemanden zu ärgern, der über solch eine große Macht verfügt, Professor", erwiderte Snape. „Wir könnten es bitterlich bereuen."

„Ich bereue es, dass Sie nicht am Fest teilnehmen. Sie würden unseren lieben Schülern zeigen, dass man sich von Voldemorts Macht befreien kann."

„Ich wünsche es eben nicht, mich so sehr vor meinen Schülern lächerlich zu machen", sagte Snape. „Das gefährdet unsere Glaubwürdigkeit als Lehrer. Ich denke, dass diese Maskerade etwas übertrieben ist und dass die Schüler die Macht unserer Gegner unterschätzen."

„Immer so sehr ernst, Severus! Schauen Sie ein wenig Minerva an! Man könnte glauben, sie wäre wieder erst zwanzig."

„Nicht um sie mache ich mir Sorgen", erwiderte Snape. „Sondern eher um Professor Flitwick."

Professor Flitwick, die offensichtlich zu viele Zischende Wissbies gegessen hatte, flog fröhlich über Hogwarts und winkte eben zum Boden, indem er mit ganzer Kraft lachte.

„Das ist wohl das erste Mal, dass ich ihn so fröhlich sehe!", sagte Ron, indem er zurückwinkte.

„Mit ein wenig Aufmunterungszauber in den Süßigkeiten ist jeder so fröhlich", lachte George spöttisch.

„George!", sagte Hermine empört. „Bist du dir dessen bewusst, was du machst?"

„Ich erinnere Sie daran, Miss Vertrauensschülerin, dass ich kein Schüler bin", antwortete George. „Nimm das, du solltest es probieren."

Hermine ergriff eine kleine runde, grüne Schachtel, die ihr George schenkte. Ihre Augen glänzten und sie brach plötzlich in lautes Gelächter aus. George verteilte dann mehrere dieser Schachteln in der Umgebung und Harry schaffte es, eine zu ergreifen. Es war eine Schachtel von Ron's Slug, auf der man das Foto von Ron sehen konnte, wie er nach einem verfehlten Fluch im zweiten Jahr Nacktschnecken ausspuckte.

„Wer hat euch erlaubt, mich auf einer eurer Süßigkeiten zu zeigen?", fragte Ron offensichtlich verärgert. „Wie habt ihr dieses verfluchte Foto bekommen?"

„Colin Creevey ist ein wunderbarer Fotograf, nicht wahr, Fred?", sagte George herausfordernd.

„Ich stimme dir völlig zu!", antwortete Fred. „Er wird eine glänzende Karriere als Journalist schaffen mit der Referenz: Kunstdirektor für die Weasleys Zauberhafte Zauberscherze GmbH. Du würdest es nicht wagen, eine wunderbare Karriere zu zerstören, Brüderchen?"

„Mir ist seine Karriere völlig wurscht!", sagte Ron lauter. „Ihr macht mich vor der ganzen Schule lächerlich. Ich hoffe, dass ihr das nicht im ganzen Land verkauft?"

„Sieh das Gute an der Sache", antwortete Fred. „Die Ron's Slugs haben einen Riesenerfolg und jeder glaubt, dass du der Erfinder dieser Süßigkeit bist."

„Dabei hast du uns den Erfolg gestohlen", sagte George. „Du fängst an, wirklich berühmt zu werden. Und diese Nacktschnecken sind doch wunderschön!"

George nahm eine schleimige, sich bewegende Nacktschnecke aus der Schachtel und schluckte sie herunter. Die Schüler in der Nähe schauten ihn mit einem angewiderten Blick an.

„Hm! Erdbeere... lecker!", sagte er. „Na, probiert schon! Das ist wie ein Schokofrosch... Die Tatsache, dass es sich bewegt, heißt nicht, dass es nicht schmeckt!"

Harry zog die noch zitternde Nacktschnecke aus ihrer Schachtel. Sie sah so echt aus, dass er einen Augenblick lang zögerte.

„Oh, das kann doch nicht wahr sein!", sagte Fred. „Rieche einfach an ihr, wenn du noch zögerst. Du wirst sehen, sie haben einen köstlichen Geruch."

Harry roch an seiner Nacktschnecke und bemerkte tatsächlich, dass ein sanftes Pfefferminzparfum daraus kam. Er leckte sich misstrauisch die Finger und wurde von diesem köstlichen Geschmack zuckeriger Pfefferminz überrascht. Er schluckte die Nacktschnecke herunter, die aufhörte, sich zu bewegen. Die Nacktschnecke war eine wirklich leckere zuckerige Süßigkeit.

„Das stimmt, dass es sehr gut ist!", sagte Harry.

„Und dank diesem Ding da bin ich berühmt?", erstaunte sich Ron, indem er seine Nacktschnecke aus ihrer Schachtel herausnahm.

„Das haben wir doch gesagt!", antwortete George und fügte hinzu: „Ich habe die Idee gehabt, echte Nacktschnecken zu nehmen, um schlechte Überraschungen zu haben wie bei Bertie Botts Bohnen."

Ron, der seine Nacktschnecke gerade in den Mund gelegt hatte, spuckte sie sofort wieder auf den Boden. Colin Creevey hatte wieder ein Foto vom Ereignis aufgenommen.

„Alles in Ordnung, ich hab's!", sagte er.

„Danke, Colin! Und auch dir danke, Ron! Wir brauchten ein neues Foto für die Fünferpackungen. In unserem Auslandsverkauf wird es sehr beliebt", lachte Fred spöttisch.

„Deine Nacktschnecke schmeckte nach Aprikose, Ron! Das steht auf der Schachtel. Es gibt keine echte Nacktschnecke."

„Das war nicht nötig, mir diesen dummen Streich zu spielen!", sagte Ron verbittert.

„Ganz im Gegenteil!", antwortete Colin. „So sieht es viel realistischer aus. Das ist ein authentischer Augenblick."

„Ihr hättet doch um Rons Erlaubnis bitten sollen", sagte Hermine lächelnd. „Jedenfalls, um dieses Foto zu benutzen!"

„Aber er gewinnt reichlich dabei", sagte George. „Nicht nur, dass er berühmt ist, sondern wir haben ihm darüber hinaus ein Konto in Gringotts eröffnet, wo er fünf Prozent der Verkaufseinnahmen der Ron's Slugs bekommt, weil wir sein Bild genutzt haben. Je mehr wir davon verkaufen, desto mehr Geld verdient er."

Ron strahlte vor Freude.

„Wir haben uns für unsere Bonbons von unserer Umgebung inspirieren lassen. Doch du bist der Einzige, der sein Foto auf der Packung hat. Du musstest ja einen Vorteil haben", fügte Fred hinzu. „Und Mum hätte uns umgebracht, wenn wir es nicht getan hätten. Na los, Hermine! Probier mal ein Hermybook, wir haben sie dir zu Ehren hergestellt."

„Wir haben versucht, über fünfzehn Sekunden lang alle Kenntnisse des Buches zu bekommen, aber man bekommt schreckliche Kopfschmerzen, wenn man zu viel davon isst", sagte George.

Er näherte sich dann den anderen und flüsterte:

„Wir haben es geschafft, einige herzustellen, die über drei Stunden lang wirken. Das ist sehr nützlich in Prüfungszeiten. Wenn es euch interessiert, könnt ihr bestellen."

Freds und Georges Erfindungen wurden an diesem Abend sehr beliebt. Die Feuerwerke waren wunderschön und das Essen köstlich. Alle Lehrer schienen, unter einer starken Fröhlichkeitsdosis zu stehen.

„Meine sehr verehrte Damen und Herren, wir möchten Sie um etwas Aufmerksamkeit bitten!", sagte Fred auf der riesigen Bühne, auf der ihn George eingeholt hatte. „Wir werden nun zu unserer Überraschungsvorstellung zur Ehre unseres Investors kommen."

Es herrschte Stille und Harry fühlte sich besonders verlegen. Er hatte vergessen, dass er auf dem Menü erwähnt worden war.

„Es ist nämlich dank der finanziellen Unterstützung von Harry Potter, dass wir unser Geschäft eröffnen konnten. Und da er auch die Verdrießlichkeitsquelle von Du-Weißt-Schon-Wem ist, haben wir gedacht, dass eine Lichtshow zu seinen Ehren, wie kann man das sagen..."

„Den wunden Punkt treffen könnte?", fragte Fred seinen Zwillingsbruder.

„Genau!", antwortete George. „Lasst uns die Show beginnen!"

Ein Höllenlärm erschallte dann hinter den Schülern und Feuerwerke explodierten. Die Silhouette eines Säuglings mit einer Narbe auf der Stirn wurde am Himmel sichtbar und verschwand plötzlich, um Buchstaben zu bilden:

HARRY POTTER VERSUS V

1 : 0

Alle applaudierten dann im Park von Hogwarts, dann gab es eine zweite Explosion und Professor Quirrells mit einem Turban bedeckten Kopf erschien einige Sekunden lang am Himmel, bis das Gesicht verschwand, von einer Inschrift ersetzt:

HARRY POTTER VERSUS V

2 : 0

Noch einmal und noch lauter erklang ein gesamter Applaus im Park. Eine dritte Explosion erschallte und diesmal war es eine Riesenschlange, die mit zwei Kreuzen an der Stelle der Augen erschien.

HARRY POTTER VERSUS V

3 : 0

Und die Show fuhr so fort: Eine Ratte, die Krätze darstellte, dann war es der Feuerkelch. Harrys Ergebnis steigerte sich allmählich, während das von Voldemort bei Null blieb. Für das sechste Feuerwerk erschien ein riesiges Fragezeichen im Himmel und Harrys Ergebnis steigerte sich zu sechs.

„Wir haben deinen Onkel tausendmal gefragt, was an jenem Abend passiert war, aber er hat uns nichts sagen wollen. Wir hätten gerne etwas anderes dargestellt als dieses Fragezeichen", bedauerte Fred.

Dann erschien in jenem Moment der Satz:

V GAME OVER!

Schließlich erschien am Himmel die Silhouette von Harry, der das Siegeszeichen machte, und jeder applaudierte kräftig. Harry war so verlegen, dass er nicht mehr wusste, was er noch tun oder sagen könnte. Nach einem langen Applaus baten Fred und George um Stille und sprachen zur Menge:

„Ich denke, dass er jetzt besonders verärgert sein soll. Was denken Sie darüber?"

Ein lautes Zustimmen erklang im Park.

„Nun habe ich die Freude, Ihnen zu sagen, dass es noch nicht vorbei ist!", sagte Fred. „Professor Dumbledore, können Sie bitte die krönende Schlussgarbe wirken?"

Dumbledore näherte sich einem riesigen Bedienungshebel und nach einem Countdown senkte er ihn. Ein anderes Feuerwerk wurde abgeschossen. Ein riesiger Phönix flog um Hogwarts herum und beleuchtete den Himmel mit einem blendenden roten Licht, dann explodierte er und das rote Licht wurde blau. Das Gesicht von Dumbledore, der die Zunge herausstreckte, erschien am Himmel, was alle lachen ließ, bevor die Wörter „HOGWARTS WIRD SIEGEN!" in einem goldenen Licht erschienen und den Himmel zum letzten Mal beleuchteten. Das war der lustigste und unvergesslichste Abend, den Harry je erlebt hatte.