Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Danke an Verliebtindich für ihre Korrekturen.

Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.

Spoiler: Die ersten fünf Bände.

Harry Potter und der Spiegel der Schatten:

Kapitel 51: Trauriger Valentinstag:

Die wunderschönen Feuerwerke hatten die Stimmung aller Schüler und Lehrer erheitert. Eine Welle des Aufruhrs gegen Voldemort war mitten in Hogwarts geboren, als hätte der Wunsch, sich zu rächen, die ganze Schule erhellt. Selbst Schüler von Slytherin neigten zu dieser Kampfwelle, indem sie einen Klan gebildet hatten und Leuchtpins verteilten, auf denen geschrieben stand: Slytherin, JA, Du-Weißt-Schon-Wer, NEIN.

Die Schulsprecherin aus Slytherin, Alexia Green, hatte sogar in der ganzen Schule – ja bis in der Bibliothek – Flyers verteilt.

Slytherin, JA, Du-Weißt-Schon-Wer, NEIN

Die Schüler von Slytherin haben den Ruf, dazu zu neigen, Anhänger von Du-Weißt-Schon-Wem und der schwarzen Magie zu werden.

Heute wollen jene Schüler ihre Stimme erheben. Ja, wir sind Slytherins, aber wir werden den Drohungen nicht nachgeben.

Wie ihr, Schüler von Ravenclaw, Gryffindor und Hufflepuff, sind wir in der Vergangenheit Opfer gewesen. Manche unter uns haben vor sechzehn Jahren einen oder mehrere Verwandte verloren und heute müssen auch wir kämpfen.

DIE SLYTHERINS WERDEN SIEGEN!

Wie die Dinge zum eigenen Vorteil nutzen, von Alexia Green", sagte Ron spöttisch. „Das riecht ganz schön nach slytherinischer Rede", fügte er hinzu, indem er so tat, als würde er an dem Flyer riechen.

„Ron!", sagte Hermine, indem sie ihm den Flyer aus den Händen riss. „Sei ein wenig höflich, verdammt! Wir haben zu oft dieses Vorurteil, dass die Slytherins alle Anhänger unserer Feinde sind, aber ich erinnere dich daran, dass Alexia eine hervorragende Schulsprecherin ist. Sie ist immer sehr gerecht und gut gewesen."

„Jaah", antwortete er. „Aber ich finde, dass die Slytherins werden siegen etwas zu viel ist!"

„Sie kommt aus Slytherin", sagte Harry. „Auch wenn sie keine Anhängerin von Voldemort ist, hat sie doch schon die Persönlichkeit einer Slytherin."

Luna, die mit eiligen Schritten ankam, legte die Zeitung, die sie in der Hand hatte, auf den Tisch.

„Ein Dunkles Mal über London... Noch eins!", rief sie aus. „Zum Glück keine Verwundeten. Mein Vater will die Bevölkerung zwar nicht entsetzen und dabei die Arbeit deines Onkels zu schwierig machen, aber er muss schon seinen Beruf ausüben."

„Onkel Neil bittet nicht um so viel, denke ich", antwortete Harry. „Der Feind scheint in London handeln zu wollen und das ist ja normal, dort wird er die meisten Opfer finden können."

„Und nach dem, was in der Zeitung meines Vaters geschrieben steht", fügte Luna hinzu, „müssen wir um die internationale Zusammenarbeit bitten, wenn weitere Angriffe geschehen. Die Lage wird kritisch."

„Das Problem ist, dass Fudge es abgelehnt hat, an Voldemorts Rückkehr zu glauben, also wurde kein Auror in der Aussicht seiner Rückkehr ausgebildet", sagte Hermine. „Leider fehlt es dem Ministerium an Personal, um Voldemort zu verfolgen."

„Und was die Fünftklässler betrifft", sagte Luna, „fühlen sich eine Welle von Schülern zum Auroren berufen. Professor Flitwick war beinahe überrascht, als ich ihm gesagt habe, dass ich keine Aurorin werden wollte."

„Ihr habt die Berufungsberatung gehabt?", fragte Harry. „Und was möchtest du tun?"

„Ich möchte die Zeitung meines Vaters übernehmen, aber zuerst möchte ich Journalistin werden", sagte Luna mit einem stolzen Lächeln. „Ich habe immer davon geträumt zu untersuchen, viele Geheimnisse zu entdecken und sie zu enthüllen. Ich habe meine Zeit unter dem Einfluss des Enthüllos gemocht. Ständig die Wahrheit zu sagen war doch reizend. Das hat meine Berufung noch weiterentwickelt."

„Und das hat eine Menge Leute in Verlegenheit gebracht", sagte Ron. „Hermine und ich insbesondere."

„Beklagst du dich über die Folgen?", sagte Hermine gekränkt. „Du wärst Jahre lang weiter wie die Katze um den heißen Brei geschlichen, wenn sie die Dinge zwischen uns nicht klargestellt hätte."

„Ich erinnere dich daran, dass du nichts getan hast, um Viktor davon abzuhalten, dir den Hof zu machen. Du sahst nicht so aus, als hättest du es eilig, dich von ihm zu trennen."

„Du wagst es noch mir mit Viktor zuzusetzen, während ich ihm am Weihnachtstag das Herz brechen musste?", erwiderte Hermine mit lauterer Stimme. „Und du wagst es mir zu sagen, dass ich nichts getan habe?"

„Stopp!", griff Harry ein. „Ruhe, ihr beiden. Ihr wollt doch keinen Ehekrach mitten in der Bibliothek haben, oder?"

„Das ist kein Ehekrach!", sagte Hermine. „Das ist ein konstruktives Paargespräch. Kommst du, Luna? Wir müssen uns für den Ball von heute Abend vorbereiten."

„Ich folge Ihnen, Mrs Weasley!", lachte Luna. „Man könnte glauben, ihr wärt schon seit zwanzig Jahren verheiratet."

„Und erst seit einem Monat sind wir zusammen", sagte Ron bitter. „Stellt euch mal vor, wie es sein wird, wenn wir tatsächlich zwanzig Jahre Ehe hinter uns haben."

Hermine, die sich anschickte, wegzugehen, drehte sich dann plötzlich mit einem breiten Lächeln um.

„Du siehst uns zusammen verheiratet?", sagte sie errötend. „Tja, ich meine... du denkst daran, den Rest deines Lebens mit mir zu verbringen?"

Diese letzte Frage schien Ron erstarren zu lassen und der Rothaarige überlegte eine Weile lang, während Hermine, Luna und Harry ungeduldig auf eine Antwort warteten. Doch Ron machte nichts als den Mund zu bewegen, ohne irgendeinen Ton von sich zu geben.

„Oh, das ist so süß!", sagte Hermine, indem sie sich in Rons Arme warf. „Ich muss mich für heute Abend vorbereiten. Ich habe es eilig, dabei zu sein! Bis nachher!"

Hermine küsste Ron auf die Wange und ging dann höchst erfreut aus der Bibliothek, von Luna gefolgt.

„Beruhige mich", sagte Ron Harry. „Sag mir, dass du mir Enthüllo oder irgendeine Erfindung meiner Brüder gegeben hast, ohne dass ich es wusste, damit ich das sagte, was ich gesagt habe."

„Tut mir Leid, alter Freund, aber das hast du von selbst gesagt", lächelte Harry. „Wenn du Enthüllo getrunken hättest, so hättest du wahrscheinlich um ihre Hand angehalten."

„Erinnere mich dann bitte daran, nie ein Glas von Hermine anzunehmen", sagte Ron. „Ich muss wirklich lange überlegen, bevor ich spreche. Ich habe gerade verstanden, was der Ausdruck 'den Hals in die Schlinge stecken' heißt."

Harry und Ron gingen eine Stunde nach den Mädchen hoch, um sich für den Ball vorzubereiten. Die ganze Schule schien nun viel aufgeregter zu sein als beim ersten Ball. Harry und Ron gingen die Treppe hoch und beobachteten dabei die Gruppen von Mädchen, die überall in der Schule zusammen standen und losprusteten.

„Sag mal", fragte Ron. „Ich wollte dich fragen, ob du heute Abend vorhast, zum Raum der Wünsche zu gehen? Wenn es der Fall ist, so habe ich gedacht, dass wir uns so arrangieren könnten: Der Erste, der den Raum der Wünsche erreicht, bittet darum, dass der Raum durch eine Wand und eine Tür in zwei Teilen geteilt wird, und er geht in den hinteren Raum, so dass keiner gestört wird. Was denkst du darüber?"

„Eigentlich", sagte Harry, „frage ich mich gerade, wie lange du schon an dieses Doppelraumsystem gedacht hast, um mit deiner lieben Frau deine Ruhe zu haben."

Ron seufzte, während Harry in lautes Lachen ausbrach.

„Wird diese Sache mit der Hochzeit noch lange dauern?"

„So lange ich mich an den Ausdruck erinnern werde, den du soeben gemacht hast. Aber keine Sorge, dann werdet ihr schon fünf Kinder haben."

„Na toll, wegen eines einfachen Versprechers werde ich lebenslang verspottet werden", sagte Ron gekränkt. „So, alles klar für dieses Raumsystem?"

„Ja, alles klar, natürlich. Sei nicht gekränkt, ich wollte nicht..."

Harry unterbrach sich. Malfoy, Crabbe und Goyle gingen die Treppe mit Mark herunter.

„Na, Potter! Der Held unserer Feuerwerke", sagte Malfoy sarkastisch. „Die Leute hier wissen ehrlich nicht mehr, was gut für sie ist. Zum Glück sind nicht alle Familien zum Verzweifeln töricht. Manche sprühen Funken, die sogar zu riesigen Flammen werden!"

Die Slytherins lachten laut.

„Ach, mein lieber Mark! Ich hoffe, dass manche Mitglieder deiner Familie den Verstand wieder finden und den besseren Weg einsehen werden, den unser Land gehen soll. Aber ich verzweifle nicht! Du solltest dich nur von manchen Familienbelastungen lösen. Und du hast ja das Schlimmste vermieden, da Weasley nur ein sehr entfernter Verwandte ist."

„Siehst du, Ron", sagte Harry, der tat, als würde er Malfoy ignorieren. „Das Problem ist, dass manche so geistig begrenzt sind, dass sie nur als Lakaien von Voldemort leben können. Sie liegen ihm so sehr zu Füßen, dass ich mich frage, ob sie nicht sogar vergessen würden zu atmen, wenn er es ihnen nicht befehlen würde. Aber sag mal, Malfoy, mag eigentlich dein Vater seinen Status als Voldemorts Hauself?"

„Ich verbiete dir, meinen Vater zu beleidigen", sagte Malfoy mit drohender Stimme.

„Ich verbiete dir, meine Familie zu beleidigen", antwortete Harry mit genau so drohender Stimme. „Dass Mark in Slytherin ist, kann ich fassen. Wenn ich aber höre, dass du ihn das faule Werk deines Meisters machen lässt, so könntest du es sehr bitter bereuen."

„Ich bin aber noch ganz bei Verstand, lieber Cousin", sagte Mark, indem er sich Harry näherte. „Ich treffe nur bessere Entscheidungen als du."

„Mein lieber Mark", sagte Malfoy, „du solltest deine Zeit nicht so verschwenden! Deine Schlammbluttanzpartnerin wird auf dich warten. Es ist schade, dass du dich dazu erniedrigst, mit solchen Dingen zu gehen. Aber es ist für einen guten Zweck. Tja, ich hoffe, dass die Feier diesmal interessanter sein wird. Gehen wir hin und bereiten wir uns vor."

Harry und Ron gingen weiter und sahen dabei der sich entfernenden Slytherin-Gruppe nach.

„Mark ist echt kaltblütig für sein Alter", sagte Ron. „Das bewundere ich ehrlich bei ihm."

„Das ist nicht seine einzige Qualität", antwortete Harry. „Er kann Malfoy ertragen. Dafür bewundere ich ihn."

„Hast du übrigens gehört? Er ist es, der das Feuer auf dem Hügel angezündet hat."

„Das muss seine Prüfung gewesen sein. Ich hatte es ja wohl erwartet."

Harry schaute dann auf die Uhr, die über der Treppe stand.

„Wir müssen uns jetzt aber beeilen."

Harry und Ron beeilten sich, sich für den Ball vorzubereiten. Sie zogen ihre Kleidung schnell an und im Gemeinschaftsraum von Gryffindor trafen sie Hermine, die ein weißes Kleid mit rotem Korsett trug, das ihr besonders gut stand.

„Hermine!", rief Harry aus. „Immer so schön!"

Harry spürte einen leichten Faustschlag gegen seine Schulter.

„Ich hab dich gern, aber bleib bitte ruhig!", sagte Ron, während er Hermine entgegenging.

Er flüsterte Hermine kurz ins Ohr und küsste sie auf der Wange. Sie schien, vor Freude zu strahlen.

„Gehen wir?", fügte sie hinzu, indem sie Rons Arm ergriff.

Sie erreichten die Doppeltüre der Großen Halle, wo die Menge anfing, sich zu sammeln. Für die Gelegenheit war der Raum anders dekoriert worden. Rote Herzen flogen überall im Raum herum und eine sanfte Musik erklang. Luna war noch nicht angekommen und Harry suchte nach ihr. Sie hatte sich verspätet. Nach zehn Minuten traf Harry die Entscheidung, die Große Halle zu betreten, und er suchte nach Ron und Hermine, die an einem Tisch mit Neville, Ginny und Dean saßen.

„Habt ihr Luna nicht gesehen?"

„Nein", antwortete Ron. „Und nicht nur du hast deine Tanzpartnerin verloren."

„Ich finde Susan auch nicht", seufzte Neville. „Wir sollten uns vor zwanzig Minuten treffen und ich bin sicher, dass sie..."

„Könnten Sie mir bitte alle folgen?", sagte Professor McGonagall, die plötzlich neben dem Tisch erschien. „Ich muss privat mit Ihnen reden. Mr Longbottom, Sie sind nicht betroffen, aber ich denke, Miss Bones möchte Sie an ihrer Seite sehen."

„Ist etwas nicht in Ordnung, Professor?", fragte Hermine, die beängstigt klang. „Ist etwas geschehen?"

„Folgen Sie mir bitte", sagte Professor McGonagall bloß.

Ihr Blick war vielsagend und alle erwarteten das Schlimmste. Alle folgten mit eiligen Schritten Professor McGonagall, die ohne ein weiteres Wort zum ehemaligen Wahrsagenraum im Erdgeschoss ging, der immer noch vom hohen Gras bedeckt war. Als sie eintraten, standen schon einige Leute darin. Harry erblickte am hinteren Ende die Professoren Snape, Sprout und Flitwick, die alle ernst aussahen. Dann erblickte Harry drei Schüler: Susan Bones, Mark und Luna. Alle weinten.

„Was ist los?", rief Harry aus, indem er zu Luna und Mark lief.

Luna warf sich wortlos und weinend in Harrys Arme.

„Am Ende des Nachmittags wurde die Wohnung des Ministers kurz vor einem Treffen über die Verteidigung unseres Landes von Todessern angegriffen. Das war ein Blitzangriff und es scheint, dass zahlreiche Leute, die an diesem Treffen teilnehmen sollten, verletzt wurden. Das ist der Fall von Mr Evans und von seiner Tochter. Von Mr und Mrs Weasley und Percy. Von Mrs Bones. Von Mr Lovegood. Von Mr Lupin und von Miss Tonks. Wir warten zur Zeit auf weitere Informationen. Mrs Evans sollte uns einen Portschlüssel schicken, damit Sie Ihre Familien treffen können.

Die Ansage war wie ein Dolchstoß gewesen. Bei jedem Name erklangen Ausrufe im Raum. Als Professor McGonagall fertig war, fragte Hermine mit schwacher und zitternder Stimme:

„Professor, ist jemand... Sind sie alle..."

„Es gibt mehr oder weniger schwer Verwundeten. Keiner ist nach unseren Auskünften gestorben, aber manche sind schwer verletzt worden. Es scheint, dass Miss Tonks versucht hat, mit ihrer metamorphmagischen Gabe die Todesser abzulenken, und sie ist am schwersten verletzt worden. Sie soll mehrere Cruciatusflüche auf ein Mal erlitten haben. Dank ihr hat jeder überlebt."

„Ich werde sie alle eigenhändig töten!", schrie Mark. „Sie wagen es, meinen Dad und ein unschuldiges Mädchen anzugreifen. ICH WERDE SIE ALLE NACHEINANDER TÖTEN!"

Mark stürzte zusammen und Harry eilte mit ausgestreckter Hand zu ihm.

„Wir werden es zusammen machen, Mark. Sie haben schon genug Böses getan. Sie haben meine Familie und Sirius getötet. Und da ich nun eine wahre Familie habe, werde ich alles tun, um euch nicht zu verlieren, weder deine Eltern noch Fanely noch dich. Steh wieder auf!"

Harry half Mark wieder aufzustehen.

„Das ist das zweite Mal! DAS ZWEITE MAL, DASS SIE MEINEN VATER ANGREIFEN!", rief Ron weinend, indem er die Hand seiner Schwester und die von Hermine presste. „Und jetzt greifen sie die anderen Mitglieder meiner Familie an. Ich werde ihnen die Augen ausreißen."

Selene Evans erschien dann im Raum mit einem Stuhl in der Hand als Portschlüssel. Sie hatte geschwollene Augen und hatte wahrscheinlich viel geweint und alle anwesenden Leute hingen an ihren Lippen, um Nachrichten von ihren Verwandten zu bekommen.

„Alle leben und werden ohne Nachwirkungen davonkommen."

Alle im Raum atmeten tief ein, als hätten sie aufgehört zu atmen, als sie vom Angriff erfahren hatten.

„Tonks Fall allein ist höchst besorgniserregend. Sie scheint, wegen so viel Leiden den Geist verloren zu haben, und sie ist sehr schwer verletzt. Sie hat das Leben all eurer Verwandten gerettet und geht das Risiko ein, das mit ihrem eigenen Leben zu bezahlen. Die Heiler möchten, dass ihr nicht von Miss Tonks zu eurer Familie sprecht, so lange sie nicht alle von ihren Wunden geheilt sind, um jedes weitere Trauma zu vermeiden. Nähert euch schnell, ich bringe euch alle nach St.-Mungo."

Alle Schüler beeilten sich den Stuhl zu ergreifen und erschienen gleich danach in der Eingangshalle des Krankenhauses.