Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres. Gabrielle Lavande verdankt ihr diese Geschichte, Verliebtindich die fehlerfreie Übersetzung, und Euch verdanke ich die Reviews, also vielen Dank an alle!
Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Harry Potter und der Spiegel der Schatten:
Kapitel 53: Eine Nacht im Ministerium:
Nach einer langen Minute völliger Stille, versuchte Tante Selene vergeblich, ihre Schüler zu trösten. Sie forderte Neville auf seine Eltern zu besuchen, bevor sie weggingen, während alle im Gang warteten.
„Das kann nicht wahr sein! Das ist nicht möglich!", murmelte Hermine.
„Mach dir keine Sorgen!", sagte Ron. „Sie werden ein Mittel finden, um sie zu heilen."
„Nein... Tja, ja! Ich hoffe, dass du Recht hast."
„Wir sollten einen Heiler um mehr Details bitten", sagte Tante Selene. „Gehen wir zum Heiler, der versuchte, sie einzuholen. Er wird uns vielleicht mehr darüber sagen können."
Sie sahen den Heiler, der aus einem der Zimmer kam, und sie stürzten zu ihm.
„Bitte, wir machen uns Sorgen", bat Tante Selene. „Die Eltern dieser Kinder sind dank dieser Frau gerettet worden. Sie möchten Nachrichten haben."
„Reden Sie von Miss Tonks?", fragte den Heiler. „Ich fürchte wohl, dass ihr Fall leider irreversibel ist. Es tut mir Leid. Wegen dieser Angriffe hat sie einen Teil von sich selbst verloren. Die Opfer solcher Grausamkeiten werden gewöhnlich nur noch zum Schatten ihres Selbsts und vertiefen sich in eine tiefe Stummheit. Doch Miss Tonks reagiert unerwartet. Wir denken, dass es ihre Metamorphmagusfähigkeit ist, die sie in diesen Zustand hat geraten lassen. Leider haben wir kein Heilmittel dagegen."
„Danke", sagte Tante Selene bitter.
Neville kam in jenem Augenblick aus dem Zimmer seiner Eltern.
„Wir können gehen. Sie schliefen gerade. Ich habe sie nicht wecken wollen."
„Dann gehen wir", antwortete Professor Evans. „Fred! George! Aus Sicherheitsgründen sollt ihr lieber mit uns zurückkehren."
Alle verabschiedeten sich von Bill und Fleur, die in der Gegenrichtung gingen, dann gingen sie weiter. Während sie durch die Gänge des Krankenhauses liefen, herrschte eine gespannte Stille. Am Ende des letzten Ganges glänzten die Blitze der Journalisten sehr.
„Wir müssen in die Eingangshalle des Krankenhauses zurückkehren, um den Portschlüssel zu benutzen. Keiner darf vor den Journalisten stehen bleiben. Ignoriert sie bitte völlig und versammelt euch schnell um den Portschlüssel."
Als sie die Eingangshalle betraten, zog Selene eine Fernbedienung aus ihrer Tasche, während die Journalisten schrien, um ein Interview zu bekommen.
„Ein Finger darauf und seid bitte schnell. Alles in Ordnung? Los geht's."
In der nächsten Sekunde erkannte Harry die Eingangshalle vom neunten Stock des Zaubereiministeriums wieder. Er hatte den Eindruck, zurück nach Hause zu kehren.
„Sind Sie es?", fragte Moody. „Ich habe auf Sie gewartet. Seit einer Weile apparieren die Hauselfen von Hogwarts hin und zurück, um all Ihre Sachen zu bringen. Ich verabscheue es."
„Tut mir Leid, ich bin es, die sie darum gebeten hat, die Sachen meiner Schüler hierher zu schicken", antwortete Tante Selene. „Aber ich hatte sie nicht darum gebeten, mir ALLE Sachen der Kinder zu bringen. Das ist reiner Unsinn! Tja, ich hätte es erwarten sollen, sie handeln ständig übertrieben. Lasst uns jetzt die Organisation eures Aufenthalts hier besprechen. Jungs, ihr werdet alle im Wohnzimmer schlafen, denn in Harrys und Marks Zimmer wäre es wahrscheinlich zu eng für euch. Was die Mädels betrifft, werdet ihr im Wohnzimmer der Quartiere der Weasleys. Die Elfen sollen euch Feldbetten aufgebaut haben. Wir werden in meinem Esszimmer essen. Ihr habt die gleiche Ausgangssperre wie in Hogwarts und dürft nicht in den Gängen herumlaufen, ohne einem Auror oder mir Bescheid zu sagen."
„Wir sind nicht betroffen, vermute ich, Mrs Evans?", fragte Fred. „Denn wir müssen unsere Geschäfte draußen leiten, wissen Sie."
„Auch wenn ihr volljährig seid, würdet ihr noch eine Ausgangssperre verdienen", sagte Tante Selene. „Jedoch seid ihr frei auszugehen, ohne irgendjemandem Bescheid zu sagen, und an der nächsten Ecke getötet zu werden. Übrigens glaube ich wohl, dass unsere Gegner seit eurem berühmten Feuerwerk in Hogwarts auf euch sauer sind. Neigt ihr immer noch dazu, ohne einen Auroren draußen spazierenzugehen?"
„Ich glaube, dass wir es schließlich entbehren könnten", sagte George.
„Das hatte ich erwartet. Also helft mir bitte in der Küche und deckt den Tisch, während die anderen ihre Sachen aufräumen."
„Wir sind ja keine Elfen!", empörte sich Fred.
„Und ich auch nicht!", antwortete Tante Selene lauter. „Und schnell, wenn ihr nicht wollt, dass ich euch als Versuchskaninchen für meine nächsten Experimente meiner Zaubertränke benutze."
Harry und die anderen gingen zu den Wohnzimmern, die ihnen als Schlafsäle dienen würden, und fingen an, ihre Sachen aufzuräumen.
„Das gibt einem echt den Eindruck, im Urlaub zu sein!", rief Dean aus. „Als würden wir campen, außer, dass man nicht nur das Nötigste mitgebracht hat. Ich fasse es nicht, sie haben sogar die Bonbons mitgebracht, die ich unter meiner Matratze lege."
„Die Umstände machen trotzdem, dass es weniger lustig ist", sagte Neville. „Arme Tonks! Sie wollte so sehr was Gutes tun."
Alle schienen in ihre Gedanken vertieft zu sein, als jemand an die Tür klopfte und sie ein wenig aufmachte.
„Dürfen wir herein?", fragte Ginny. „Wir sind mit dem Aufräumen fertig! Und das Essen wird erst in zehn Minuten fertig sein."
Die Mädchen betraten das Wohnzimmer und setzten sich auf die verschiedenen Feldbetten.
„Eigentlich sind wir gekommen, um von deinem Fall zu reden, Mark", sagte Luna. „Je früher desto besser."
„Ich habe eben daran gedacht", sagte Mark. „Und ich denke, dass ich ohne Probleme weiter machen kann. Malfoy hatte mich gewarnt, dass die Todesser manchmal Gewalt nutzen, um die Leute Dinge verstehen zu lassen. Ich denke, dass es irgendwie das ist, was sie meinem Vater haben tun wollen, und wenn ich das so verstehe, kann ich weiter machen. Ich muss nur glaubwürdig sein."
„Das ist trotzdem riskant", griff Susan ein. „Tja, ich meine... ich verzeihe nicht so einfach jemandem, dass er meinen Vater angegriffen hat, auch wenn es Gründe dafür gibt."
„Na, dann werde ich so tun, als würde ich es am Anfang übel nehmen", sagte Mark. „Ich bin sicher, dass Malfoy versuchen wird, mich zu seinem Klan zurückzubringen."
„Du bist nicht mehr glaubwürdig", sagte Hermine ernsthaft. „Ich frage mich, ob du es für sie je gewesen bist, sei es nur eine einzige Sekunde lang. Ich bin ganz sicher, dass sie von Anfang an alles wussten."
Alle drehten sich zu Hermine um.
„Was erzählst du denn da?", rief Ron aus. „Seit dem Anfang ermutigst du Mark, diese Komödie weiter zu spielen. Wir haben alles getan, damit es funktioniert und selbst Malfoy ist davon überzeugt."
„Das glaubst du, aber findet ihr jetzt nicht, dass Malfoy Mark zu schnell unter seine Fittiche genommen hat?"
Es herrschte Stille im Raum.
„Ich habe aber manche Auskünfte dank diesem bekommen! Wir haben Knutbert Mockeridges Mord in November verhindern können. Und vorher konnte ich mit Dumbledore von manchen Dingen reden."
„Und seit einer Weile gibt es das Dunkle Mal über London und du hast nicht Bescheid gewusst", bemerkte Hermine. „Warum, deiner Meinung nach? Das ist, weil sie dir gar nicht vertrauen."
„Wir hatten nicht daran gedacht. Aber das, was du sagst, stimmt", sagte Harry. „Du wirst aufhören müssen, mit Malfoy zu verkehren."
„ICH VERSTEHE DAS BLOSS NICHT! WIR KÖNNEN DOCH NICHT JETZT GANZ AUFHÖREN, WÄHREND ICH KAUM ANFANGE, VON MALFOY GERN GESEHEN ZU WERDEN."
„Hör zu! Es nützt nichts, dich zu ärgern", sagte Luna, indem sie versuchte, Mark zu beruhigen. „Wir werden ruhig darüber reden müssen und über die Folgen unserer Taten nachdenken."
„Das Abendessen ist fertig!", rief Tante Selenes Stimme hinter der Tür.
„Wir werden morgen wieder darüber reden. Wir haben das ganze Wochenende, um daran zu denken."
Sie standen auf und begaben sich alle zum Esszimmer für das Abendessen. Tante Selene bediente sie alle mit Erbsen und dann fingen alle ihr Essen an, indem sie von der Gesundheit ihrer eigenen Eltern sprachen.
„Übrigens, Mark! Ich möchte dich um etwas bitten", sagte Tante Selene, während sie ihr Fleisch schnitt.
„Ja, was ist los, Mum?", fragte Mark, der seine Erbsen aufaß.
„Ich bin nicht daran gewöhnt, dir zu sagen, was du tun musst, aber ich möchte, dass du damit aufhörst, mit Draco Malfoy zu verkehren."
Die Gespräche zwischen den Schülern stoppten plötzlich.
„Aber warum?", fragte Mark.
„Weil dich jemand mit Harry gesehen hat und weil du daher nicht mehr sagen kannst, dass du ihn hasst", sagte Hermine, indem sie auf ihren Teller schaute.
Tante Selene legte dann ihr Besteck wieder.
„Das ist sehr unhöflich von dir, Hermine, an einem Gespräch teilzunehmen, das nur meinen Sohn und mich betrifft."
„Entschuldigen Sie, Professor", murmelte Hermine und hob nicht den Kopf.
„Ein Glück für dich, dass wir nicht in der Schule sind, ich hätte dir Punkte abziehen müssen. Nun gut!"
Tante Selene drehte sich ihrem Sohn zu.
„Wie auch immer hat Hermine Recht", fügte sie hinzu. „All diese Fotografen in der Eingangshalle haben Fotos von dir mit Harry aufgenommen. Die Feinde werden wissen, dass du dich sehr gut mit deinem Cousin verstehst. Es nützt nichts mehr, diese Komödie zu spielen."
„Aber...", griff Mark ein.
„Schluss damit. Du weißt sehr wohl, dass es eine Sicherheitsfrage ist. Sobald jeder mit dem Essen fertig ist, werdet ihr direkt ins Bett gehen. Es wird schon spät und morgen müssen wir zurück zum St.-Mungo."
Das Essen verlief ganz still weiter und, nachdem sie den Tisch abgedeckt hatten und sich eine gute Nacht gewünscht hatten, fand jeder sein Zimmer wieder. Kaum waren sie eingetreten, als das Gespräch umso heftiger wieder anfing.
„Was für ein wunderbarer Abend", meinte Ron. „Wir brauchen nicht mal mehr darüber zu entscheiden, was Mark tun soll oder nicht. Professor Evans hat an unserer Stelle entschieden."
„Er ist ja ihr Sohn", bemerkte Neville. „Sie hat das sicher nur zu seinem Vorteil machen wollen."
„Wenn sie es zu meinem Vorteil machen wollte, so hätte sie das früher tun sollen", murrte Mark. „Seit dem Anfang weiß sie, was los ist. Und ich bin in Slytherin gelandet, um so gut zu helfen wie ich es konnte."
„Das Schlimmste ist die Art und Weise, wie auffällig sich Hermine verhalten hat", sagte Harry. „Was ist bloß mit ihr los?"
„Ich weiß nicht", seufzte Ron. „Seitdem wir vom Krankenhaus zurückgekehrt sind, ist sie nicht mehr so wie vorher."
„Ins Bett! Sofort, ich will euch nicht mehr hören!", sagte Tante Selene, indem sie das Wohnzimmer betrat. „Wollt ihr, dass ich euch den Mund zuhexe?"
Tante Selene löschte alle Lampen herum mit einer Bewegung ihres Zauberstabs.
„Hey, warten Sie mal!", rief Neville aus. „Ich habe noch keine Zeit gehabt, meinen Pyjama anzuzimmm... Mmm..."
„Ich hatte Sie gewarnt, Mr Longbottom!", sagte Tante Selene. „Sie werden Ihren Pyjama ganz ohne Schwierigkeiten unter dem Licht der Kerze hinter der Schutzwand anziehen können. Der Zauber wird in einer Stunde nicht mehr wirken."
Hierauf wagte keiner mehr zu reden und jeder legte sich in einer völligen Stille ins Bett.
„Harry? Harry?"
„TONKS?", fragte Harry.
Harry befand sich wieder in einer Umgebung, die ihm bekannt war. Dunkel und eisig, wie jene, in die er gewöhnlich ging, wenn er mit seinen Eltern kommunizierte.
„Harry, behalte den Spiegel bei dir. Bringe mich zurück ins Leben. Nimm mit Dumbledore Kontakt auf und wir werden herauskommen können."
„WIR? TONKS! WAS SOLL ICH TUN?"
„Morgen um genau 11:30 Uhr! Vergiss nicht."
„TONKS! TONKS!"
Harry sprang aus dem Schlaf hoch. Ein blendendes Licht kam aus seinem Rucksack.
„DAS KANN NICHT WAHR SEIN! TONKS, KEHREN SIE ZURÜCK!"
Harry stürzte zu seinem Rucksack, doch das Licht war schon erloschen. Ron machte das Licht an.
„Was ist los? Warum schreist du so?", fragte er.
„Tonks hat durch den Spiegel mit mir Kontakt aufgenommen!", rief Harry aus.
„Das kann aber nicht wahr sein, da ihn Dumbledore verhext hat. Und was würde Tonks im Spiegel machen?", fragte Ron.
„Worüber sprecht ihr?", murrte Dean schläfrig.
„Du verstehst doch nicht!", sprach Harry fort. „Sie hat einen Teil ihrer Seele verloren! Überlege mal, Ron. Du bist in der gleichen Lage gewesen. Wir können sie retten!"
„Könntet ihr deutlicher sein?", sagte Mark, indem er sich die Augen rieb.
„Was ist denn dieses ganze Getöse?", fragte Tante Selene, die im Nachthemd eintrat.
„Tante Selene! Tonks hat mit mir gesprochen", sagte Harry, indem er ihr den Spiegel zeigte. „Sie hat mich darum gebeten, mit Dumbledore Kontakt aufzunehmen."
„Ruhe, Harry!", sagte Tante Selene. „Dieser Spiegel dürfte nicht länger funktionieren."
„Aber er funktioniert, das versichere ich dir! Ich habe Licht daraus kommen sehen."
„Ach, dann war es das, was glänzte?", griff Neville ein. „Ich hatte eben einen komischen Traum über meine Eltern, und als ich erwacht bin, habe ich den Rucksack glänzen sehen."
Harry sah seine Tante, die von dem, was sie gerade erfahren hatte, völlig überrascht aussah, verzweifelt an.
„Ich nehme sofort mit Dumbledore Kontakt auf!", sagte Tante Selene.
