Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Die Korrekturen sind das Werk meiner tollen Betaleserin Verliebtindich.
Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Harry Potter und der Spiegel der Schatten:
Kapitel 56: Zurück zum Grimmauldplatz:
„Interessanter Raum. Seit einer Weile fragte ich mich, wie ihr es geschafft habt, plötzlich von dieser wunderbaren Karte zu verschwinden."
Draco Malfoy zog die Karte des Rumtreibers aus seiner Tasche heraus.
„Was willst du, Malfoy?", fragte Harry.
„Ich? Ich möchte, dass mein Vater endlich frei wird, sich zu bewegen... Und das sollte nicht mehr lange dauern."
„Du träumst wohl, Malfoy!", rief Hermine aus.
„Träumen? Ich glaube, dass ich in einer besseren Lage bin als du zu träumen, Schlammblut."
Malfoy näherte sich dem Terrarium und tauchte seine Hand hinein, um eine Spinne herauszunehmen, die er auf die Kommode legte.
„Kennt ihr den Unterschied zwischen euch und mir? Er ist, dass ich richtige Unterrichtsstunden bei Professor Snape gehabt habe. AVADA KEDAVRA!"
Malfoy wirkte den Fluch auf die Spinne, die von der Kommode fiel und unbeweglich mit den Beinen nach oben am Boden liegen blieb.
„Das heißt, dass meine Freunde und ich einen erheblichen Vorsprung über euch haben."
„Und du glaubst, du wirst davonkommen?", fragte Harry. „In etwa anderthalb Stunden fängt unsere erste Unterrichtsstunde an. Man wird sich unserer und eurer Abwesenheit bewusst werden."
Die Slytherins lachten auf.
„Das ist mehr als genug für das, was wir tun sollen. Umso mehr, weil in wenigen Minuten ein Angriff im Zentrum Londons anfangen wird, um die erbärmlichen Angestellten deines Onkels zu beschäftigen, wobei sie schließlich wie gewöhnlich nichts finden werden, außer ein paar Zeitflüchen. Was für Tunichtgute. Nicht wahr, meine Liebe?"
Draco Malfoy näherte sich Pansy, die ihm zulächelte.
„Du Dreckskerl!", rief Luna aus.
„Oh! Das, was du mir sagst, berührt mich, denn auch dein Vater, der binnen...", Malfoy schaute einen Augenblick lang auf seine Uhr. „Genau zwölf Minuten dort, wo er seine Zeitung veröffentlicht, Probleme haben wird, nennt einige Leute aus meiner Umgebung, die ich euch vorstellen möchte, 'Dreckskerle'. Ehrlich, das schmeichelt mir!"
Die Tür des Raums der Wünsche öffnete sich und die Slytherins richteten sich plötzlich misstrauisch auf.
„Ich bin es nur!", rief Snape aus. „Ich sehe, dass Hogwarts immer wieder neue Geheimnisse enthüllt. Was für ein überraschender Raum! Wie ich sehe, haben Sie keine Schwierigkeiten gehabt, die Lage zu beherrschen."
„Nein, Professor", erwiderte Malfoy.
Severus Snape näherte sich allmählich Harry.
„Sie können nicht wissen, wie sehr mich diese Lage begeistert, Potter. Ich werde mich endlich rächen und Sie alle dem großen Dunklen Lord bringen können, damit er Sie töten kann."
„Gefällt Ihnen Ihre Lage als Voldemorts Lakai so sehr?", sagte Harry scharf.
Snapes Lächeln zerfloss plötzlich.
„Ich finde Sie sehr frech für jemanden, der sterben wird. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich die Vernunft gehabt zu sehen, wo meine Lage am vorteilhaftesten sein würde und die Leitung von Hogwarts ist eine Stelle, die mir ganz gut passen würde, wenn der große Dunkle Lord dieses Land kontrollieren wird. Das soll in etwa..."
„Einer Stunde und zweiunddreißig Minuten geschehen."
„Danke Mr Malfoy. Wir brauchen also noch sieben lange Minuten Geduld, bevor wir den Portschlüssel benutzen werden, der mir durch Flohpulvernetz zugeschickt wurde und uns zu einem Ort bringen wird, der unserem lieben Mr Potter und mir selbst bekannt ist, da wir Mrs Lestrange und den Spiegel der Schatten am Grimmauldplatz Nummer zwölf holen werden... Denn das wussten Sie vielleicht nicht, lieber Mr Potter, aber unser Zaubereiminister ist ein naiver Blödian, der jedem blind vertraut, der Albus Dumbledores Freundschaft bekommen hat."
Severus Snape hüstelte, dann änderte er seine Stimme, um Harrys Onkel zu nachahmen:
„Sehen Sie, Severus, ich denke, dass der Spiegel am Grimmauldplatz sicher sein wird, da wenige Leute diesen Ort kennen. Ich werde dort einen Auroren postieren, das wird reichen."
Harry unterdrückte seine Wut.
„Was für ein Naivling!", rief Snape mit normaler Stimme aus. „Er hat bestimmt vergessen, dass Sirius Blacks Cousine dieses Haus auch kennt, das nur wenigen Bevorzugten erscheint. Bellatrix hat keine Schwierigkeiten gehabt, diesen Auror umzubringen, der vor dem Spiegel stand, und mir diesen Portschlüssel zu schicken."
Snape besaß eine Lampe, die Harry wieder erkannte. Eine Nachtlampe, die auf einem Tisch des Wohnzimmers am Grimmauldplatz Nummer zwölf stand. Professor Snape drehte sich zu Malfoy um.
„Sie wissen, wo Sie hin müssen?"
„Natürlich, Professor. Wir müssen nach..."
„Niemals, hören Sie? Sprechen Sie niemals den Ort aus, wo wir hingehen, das ist eine Frage der Sicherheit!"
Malfoy senkte die Augen, während ihm Snape einen Beutel reichte.
„Flohpulver, damit Sie... dorthin flohen, wo Sie hin müssen! Vergessen Sie nicht, auf unsere Gefangenen einen provisorischen Taubheitsfluch zu wirken, bevor Sie weggehen. Im Moment wird mir Mr Potter folgen, weil ich ihn brauche, um den Spiegel der Schatten zu holen. Geben Sie mir seinen Zauberstab, Mr Malfoy, ich werde ihn brauchen."
Draco Malfoy gab ihm den Zauberstab und Snape zog Harry, der seine offensichtlich sehr besorgten Freunde ein letztes Mal ansah, am Ärmel.
„Das ist kein Lebewohl mit Ihren Freunden, Potter! Sie werden sie wiedersehen und Sie werden zusammen von der Hand des großen Dunklen Lords sterben wie er es wünscht. Er will aus Ihrem Tod eine unvergessliche Vorstellung machen. Nähern Sie sich denn und legen Sie die Hand auf diesen Portschlüssel."
Harry näherte sich ein wenig mehr Snape, der mit seinem Zauberstab auf seine Schläfe zielte, und legte die Hand auf die Lampe.
Gleich fühlte er sich wie von einem Wirbel gefangen und befand sich einen Augenblick später auf dem Bürgersteig gegenüber von Grimmauldplatz Nummer zwölf.
„Beeilen Sie sich, Potter", sagte Snape drängend. „Treten Sie ein! Und ich empfehle Ihnen, keine plötzliche Bewegung zu machen."
Harry spürte Snapes Zauberstab in seinem Rücken. Er ging die Stufen von Grimmauldplatz Nummer zwölf hinauf und öffnete die Tür. Ihm gegenüber auf der Treppe saß Bellatrix Lestrange, die mit einer Locke ihres Haares spielte, indem sie sie um ihren Zauberstab einrollte, und zu ihren Füßen lag ein regloser Körper. Harrys Hass auf diese Frau ließ ihn die Fäuste ballen. Die Tatsache, dass er ihr gegenüber ohnmächtig und unbewaffnet stand, ließ ihn außer sich vor Wut geraten.
„Ich habe auf dich gewartet, Schniefelus! Du hast so lange gebraucht. Ich habe einen Augenblick lang gedacht, dass du wie immer Schiss gekriegt hattest."
„Nenn mich nicht so, Bella, und ich kriege keinen Schiss!", sagte Snape, indem er Harry mit seinem Zauberstab nach vorne schob. „Höre doch endlich damit auf, mich ständig herabzusetzen. Ich liefere Potter ab, ist es nicht ein Beweis meiner Treue?"
„Ich brauche viel mehr, Schniefelus!", antwortete Bellatrix, indem sie über den regungslosen Körper ging. „Wer war's eigentlich?"
Snape beugte sich zur Leiche, um das Gesicht zu betrachten.
„Parker. Ein junger wertloser Auror, der in Eile eingestellt worden ist. Ein völlig Unfähiger, ich habe ihn vor ein paar Jahren unterrichtet. Eine einfache und ganz nutzlose Beute."
Bellatrix Lestrange ging an Snape vorbei und sah ihn hochnäsig an.
„Ich denke, dass ich im Gegensatz zu manchen nicht mehr nötig habe, meine Treue zu beweisen, und dass es viel wichtiger ist, unsere Feinde zu töten, egal, wie kampffähig sie sind, als hochnäsigen und prahlerischen Jugendlichen wie dem Sohn Malfoy ein paar Techniken beizubringen. Übrigens wird dieser Bengel es eines Tages sehr hart büßen müssen, wenn er von seinem Vater geerbt hat."
Bellatrix Lestrange ging zur Tür, die ins Untergeschoss führte. Snape zwang Harry, ihr zu folgen, und zielte immer noch mit seinem Zauberstab auf ihn.
„Erinnere dich, Bella! Wenn Potter die Tür aufmacht, darfst du auf keinen Fall den Stimmen zuhören, die von hinter dem Spiegel kommen!"
„Das weiß ich, ja!", seufzte Bellatrix, indem sie die Tür aufmachte. „Sonst gehe ich das Risiko ein, wie mein blöder Cousin Sirius zu enden."
Harry konnte sich nicht davon abhalten. Er stürzte sich auf Bellatrix und stieß sie plötzlich die Treppe hinunter. Snape hielt Harry am Kragen und zielte auf seine Schläfe.
„REDEN SIE NIE WIEDER SO VON SIRIUS!"
„Beruhigen Sie sich, Potter! Das, was Sie tun, nützt nichts. Bella hat viel schlimmer erlitten!"
„Du solltest ihn halten, Schniefelus!", rief Bellatrix von unten.
„Und nenne mich bitte nie wieder Schniefelus! Und hör mal auf, so zu schreien! Mrs Black verabscheut Lärm."
„Meine Tante hat mich immer geliebt, sie wird nicht sauer auf mich sein! Übrigens finde ich ihr Porträt charmant. Ein Glück für Sie, Potter, dass wir Sie dem Dunklen Lord lebendig ausliefern müssen."
„Los, Potter!", sagte Snape, indem er seinen Zauberstab in Harrys Rippe stieß.
Harry, der von Snapes Zauberstab geschoben wurde, ging die Treppe langsam hinunter. Er betrat die Küche des Untergeschosses in dem Augenblick, als Bellatrix von ihrem Fall wieder aufstand und sich abstaubte.
„Genau die gleichen Manieren wie Lily! Wie oft hat sie Leute die Treppe herunter geschubst, als sie jung war. James war am häufigsten dran. Er ließ sie so sehr in Wut geraten! Ich erinnere mich an den Tag, als sie erfahren hat, dass ich mich dem Lager des Schwarzen Magiers anschloss, sie hätte mich auch die Treppe herunter gestoßen, falls es eine gegeben hätte."
Harry sah Bellatrix überrascht an.
„Sie fürchtete sich davor, ihren Zauberstab herauszuziehen und die Leute wirklich leiden zu lassen. Das ist wirklich schade! Eine so begabte Hexe... wir hätten die besten Freundinnen auf der Welt bleiben können, wenn sie nicht diese Art Ideal über Liebe und Großmut zu den Anderen gehabt hätte. Pah!"
Harrys Atem beschleunigte sich.
„Sie haben meine Mutter verraten!"
„Sie ist nicht vernünftig gewesen! Ich hatte sie gewarnt und sie ist daran gestorben. Sie hat nur das bekommen, was sie verdiente."
„Wir haben keine Zeit, über all das zu reden!", rief Snape aus, der Harry zur Tür des Wandschranks führte, wo Kreacher schlief. „Potter, machen Sie diese Tür auf! Ihr Onkel hat einen Zauber gewirkt, damit nur ein Evans sie aufmachen kann, und Sie haben Evans' Blut, also MACHEN SIE DIESE TÜR AUF!"
„Ruhe, Schniefelus."
„ICH HABE DIR BEREITS GESAGT, MICH NIE WIEDER SO ZU NENNEN!"
„Ich empfehle dir aufzuhören, mich anzuschreien, denn der Schwarze Magier würde mir völlig beistehen, wenn ich ihn darum bitten würde, dich jetzt töten zu dürfen. Erfülle deine Arbeit dieses eine Mal bis zum Ende, Schniefelus!"
Lestranges und Snapes Blicke trafen sich einen Augenblick lang, dann zog Snape Harry zur Tür und gab ihm seinen Zauberstab zurück.
„Ihr Zauberstab, Potter! Ich empfehle Ihnen, keine plötzliche Bewegung zu machen und diese Tür mit einem Alohomora zu öffnen."
„Und warum sollte ich das tun?", fragte Harry, indem er Snape mit Abscheu ansah.
„Weil ich sonst dazu gezwungen wäre, Ihren Cousin zu holen, um ihn vor Ihren Augen zu töten. Ist das ein ausreichender Grund für Sie, Potter?"
Harry blickte weg, starrte die Tür an und zielte mit seinem Zauberstab darauf. Er hatte keine Wahl.
„Alohomora!"
Die Tür öffnete sich mit einem scheinbar unendlichen Krachen. Ein riesiger Spiegel erschien in einem glänzenden Rahmen aus Gold und Edelsteinen und mit alten Gravierungen und darüber einer seltsamen Inschrift in einer Sprache, die ihm unbekannt war. Das wäre ein wunderschöner Spiegel gewesen, wenn er nicht so schrecklich gewesen wäre, sagte sich Harry. Er hörte verzaubernde Stimmen von hinter dem Spiegel und bemühte sich darum, sie zu ignorieren.
„Gut, Potter!", rief Snape aus, indem er den Zauberstab aus Harrys Händen riss. „Wir haben zu viel Zeit verloren, wir müssen gehen. Wirst du dazu fähig sein, den Spiegel mitzunehmen, Bella?"
„Hältst du mich für eine Blödsinnige? Ich gehe voran. Wingardium Leviosa!"
Bellatrix ging die Treppe hinauf und lenkte den Spiegel mit ihrem Zauberstab, während ihr Harry, der von Snape geschoben wurde, zum Wohnzimmer folgen musste, wo ein Feuer im Kamin brannte.
„Wirke einen Taubheitsfluch auf ihn, damit ich durch das Flohpulvernetz weg kann, ohne dass er weiß, wo wir hingehen", befahl Bellatrix.
„Ich weiß, was ich tun muss!", murrte Snape.
Plötzlich erklang ein Alarmton im Wohnzimmer.
„Was ist das?", fragte Lestrange, indem sie sich umblickte.
„Potter, Sie sind das, es kommt aus ihrer Tasche! Was ist das? Schalten Sie das aus!", befahl Snape.
„Es ist bloß meine Taschenuhr."
Harry zog seine Uhr aus der Tasche und wollte sie ausschalten, als er sich dessen bewusst wurde, dass sich die Zeiger von Luna, Ron und Hermine zu Askaban bewegt hatten.
„Schalten Sie sie schnell aus!", ärgerte sich Snape.
Harry gehorchte und Snape riss ihm die Uhr aus der Hand.
„Geben Sie mir das!"
Er warf die Uhr wütend auf den Sessel.
„Sie werden sie nicht länger brauchen, Potter! Die Zeit vergeht schnell in der Hölle."
Snape zielte wieder auf Harry und wirkte einen provisorischen Taubheitsfluch auf ihn. Der Gryffindor sah, wie Bellatrix den Kamin betrat und verschwand, dann trat er mit Snape ein, der eine Handvoll Flohpulver nahm. Harry wusste, wo er hinging, das hatte ihm seine Uhr gezeigt. Er hoffte, dass man seine Uhr schnell finden würde.
