Hallo an alle! Hier ist das neue Kapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Die Fehler sind mein Werk, die Korrekturen Verliebtindichs Werk.
Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Harry Potter und der Spiegel der Schatten:
Kapitel 57: Die Kerker:
Nach einer stürmischen Reise durch das Flohpulvernetz befand sich Harry neben Snape in einem großen runden Raum, dessen sehr instabiles Dach von ein paar zerbrechlichen Säulen gestützt wurde und der von Bücherregalen umgeben war, die so beladen waren, dass manche zusammengestürzt waren.
Bellatrix bedeckte gerade den Spiegel der Schatten, den sie mitten in den Raum gestellt hatte, mit einem großen weißen Tuch.
„So, es besteht kein Risiko mehr, was diesen Spiegel betrifft. Du bleibst hier, Schniefelus, und ich nehme Potter mit."
„Du scherzest wohl! Ich bin es, der ihn mitgebracht hat, und ich werde ihn unserem Lord bringen."
„Da irrst du dich, Schniefelus! ICH nehme Potter mit und DU bewachst den Spiegel. Befehl des großen schwarzen Magiers."
Bellatrix zog ein Blatt Pergament aus ihrer Tasche und reichte es Snape.
„Die Tatsache, dass du nach seiner Sympathie suchst, wird dir nicht helfen, deinen Verrat so früh verzeihen zu lassen", sprach Bellatrix weiter. „Übrigens ist deine Rolle als Spion im Ministerium nun vorbei. Du nützt ihm nichts mehr... Überlege gut, was ich dir gerade gesagt habe, denn das könnte wohl das Letzte sein, was du tun wirst, bevor du da drin manche deiner Bekannten triffst."
Bellatrix wies mit dem Kopf auf den Spiegel der Schatten.
„Potters Zauberstab bitte, dass ich ihn zu den anderen lege!"
Mit einem missachtenden Blick gab Snape Bellatrix Lestrange den Zauberstab, dann zog die Hexe heftig an Harrys Schulter, um ihn dazu zu zwingen, zu einer kleinen Arkade zu gehen, dem einzigen Zugang zum Raum.
„Potter wird dich hinter dem Spiegel begleiten, ich mache mir keine Sorgen um dich, Schniefelus!"
„Er wird mich nicht töten!", rief Snape aus.
„Na, dann wird er dich vielleicht wie Wurmschwanz behalten, falls er eines Tages einen Arm brauchen würde. Bis nachher, Schniefelus!"
„BELLA!"
Doch Bellatrix Lestrange drehte sich nicht um und führte Harry mit ihrem Zauberstab zu einem Gang, der kein Ende zu haben schien und der von Fackeln beleuchtet war.
„Denken Sie nicht, dass Voldemort Sie eines Tages töten könnte?", rief Harry aus. „Sie sind ihm genauso gleichgültig wie Snape. Für ihn sind Sie nur Diener."
„Guter Versuch, Potter, aber dank dem Ehrgeiz unseres großen schwarzen Magiers ist die Arbeit, die uns erwartet, viel größer als Sie es denken! So lange ich in seiner Gunst stehe, muss ich mich nicht vor dem fürchten, was er mir antun könnte. Er muss seine ganze Armee zurück bekommen und der Spiegel wird uns dabei helfen. Wir werden nutzlose Wesen, wie Sie, zum Beispiel, töten und die Seele eines Verbündeten dort hinein legen, der vor ein paar Jahren ums Leben gekommen ist. So sind die Longbottoms zurückgekehrt, oder? Nach so vielen Jahren in vegetierendem Zustand ist es ganz deutlich! Und unsere Recherchen in den Büchern über schwarze Magie in der wunderbaren Bibliothek, die Sie hier erblicken konnten, haben uns deutlich gemacht, dass es möglich ist."
Der Gang schien endlos zu sein, aber ein Licht erschien in der Ferne. Ein viel stärker beleuchteter Raum als der ungesunde Gang, den sie entlanggingen. Harry trat ein. Im Raum erkannte er Luna, Ron und Hermine, die in einer Ecke standen, und Crabbe und Goyle, die mit ihren Zauberstäben auf sie zielten. Ein Riesenhaufen von Zauberstäben lag auf der anderen Seite auf einem kleinen Tisch neben einer Wendeltreppe, die zum oberen Stock führte. Peter Pettigrew saß an einem Tisch und sprach mit Draco Malfoy und Pansy Parkinson. Als er Harry erblickte, stand er so plötzlich auf, dass der Stuhl schwankte.
„Gut!", sagte er nervös. „Alles läuft wie vorgesehen! Der Lord wird froh sein."
„Wo ist er?", fragte Bellatrix.
„Er... er wartet auf Nachrichten aus London!", stotterte Pettigrew, dessen Gesicht von Nervenzuckungen geschüttelt war. „Er will zur Zeit nicht gestört werden. Er muss Dinge regeln."
„Natürlich!", sagte Bellatrix, indem sie Harrys Zauberstab auf den Haufen warf. „Warum stehen die Gefangenen immer noch da?"
„Nun, eigentlich..."
„Ruhe, Pettigrew! Ihre Dummheit überrascht mich nicht mehr. Mr Malfoy?"
„Ja, Mrs Lestrange?", antwortete Draco, indem er von seinem Stuhl aufstand.
„Begleiten Sie mich bitte. Wir werden die Gefangenen zu ihren Zellen bringen. Die anderen sollen hier warten!"
Plötzlich fiel der Zauberstabhaufen vom Tisch, alle rollten auf den Boden und Bellatrix Lestrange lachte auf.
„Das musste schon mal fallen! Wir werden schon genug Zauberstäbe für die neue Armee haben."
Harry wurde zu seinen Freunden geschoben, dann zwangen sie Lestrange und Draco Malfoy, zu einem anderen Bogen, von wo ein so düsterer Gang herkam wie der, den sie entlanggegangen waren. Wortlose Blicke wurden gewechselt. Harrys einzige Hoffnung war seine Uhr. Wenn sie wieder gefunden würde, so würde er hoffen können. Im anderen Fall würde es ihnen unmöglich sein, davon zu kommen, da sie keine Waffen hatten. Sie erreichten eine schwere Eichentür, die Bellatrix Lestrange mit einem Zauber aufmachte. Sie befanden sich in einem runden Raum mit fünf nassen und stinkenden Zellen.
„Sie haben Glück, Sie sind direkt unter dem Abflusskanal", sagte Bellatrix Lestrange spöttisch.
Malfoy lächelte. Sie wurden alle in verschiedene Zellen geschlossen und Draco Malfoys Lächeln wurde noch breiter, als er den letzten Verschließenszauber wirkte.
„Sind Sie fertig, Mr Malfoy?"
„Ja, Mrs Lestrange", antwortete er, indem er einen letzten Blick zu Harry warf. „Für ihn ist es fertig."
„Gut... sehr gut! Dann los zum nächsten Schritt. Accio Zauberstab."
Draco Malfoys Zauberstab flog aus seinen Händen und wurde von Bellatrix Lestrange gefangen.
„Die letzte Zelle ist für Sie! Treten Sie bitte ein!"
Draco Malfoy sah erschüttert aus. Wie übrigens auch alle anderen.
„A... Aber, aber..."
„Hören Sie mit diesem unerträglichen Stottern auf, Mr Malfoy! Ich habe Ihnen befohlen einzutreten! Soll ich es deutlicher ausdrücken?", fügte sie hinzu, indem sie mit ihrem Zauberstab auf ihn zielte.
Draco Malfoy schritt langsam nach hinten zur fünften Zelle, während er mit einem verzweifelten Blick den Zauberstab ansah, mit dem Bellatrix Lestrange auf ihn zielte.
„Hören Sie mit Ihrem erbärmlichen Blick auf! Es ist wirklich unerträglich!"
„W... Warum?"
„Warum? Wie denn, warum?", antwortete Bellatrix fälschlich naiv. „Sie meinen, warum ich Sie einschließe, oder? Na, da unser großer schwarzer Magier nun zurück ist und da er dieses Land bald regieren wird, so möchte er alle vernichten, die... zu viel Ehrgeiz haben. Wie Ihr Vater, der zu sehr dazu neigt, alles nach seiner Art regieren zu wollen. Und Sie sind ein sehr gutes Druckmittel. Obwohl ich denke, dass Ihr Vater getötet wird, wenn er aus London zurückkehrt, wie Sie übrigens, damit wir wieder eine treue Armee bilden. Dafür müssen wir einiges opfern, wie Ihr Leben und das Ihres Vaters, zum Beispiel."
Sie machte Malfoys Zelle zu und verschloss sie mit einem Zauber. Er brach an der Wand seiner Zelle zusammen.
„Meine Freunde werden mich holen! Sie werden mich nicht hier sitzen lassen!"
„Von welchen Freunden reden Sie, Mr Malfoy? Sie haben keine Freunde! Mr Crabbe und Mr Goyle sind davon begeistert, für lernende Todesser gehalten zu werden, und seit zwei Wochen wissen sie, dass Sie hier landen sollten. Was Miss Parkinson betrifft, so wird auch sie zu einer lernenden Todesserin werden, wenn sie es will. Sonst wird sie getötet werden. Also wiederhole ich es, von welchen Freunden reden Sie, Mr Malfoy?"
Vor Wut schlug Malfoy mit beiden Händen auf den Boden. Bellatrix Lestrange lachte laut auf.
„Gut, ich lasse Sie plappern! Sie wollen sich vielleicht Dinge sagen, bevor Sie sterben. Bis bald!"
Sie verließ den Raum und schloss die Tür mit einem gedämpften Knall hinter sich.
„Das kann nicht wahr sein!", rief Harry aus, indem er gegen einen der Gitterstäbe seiner Zelle schlug.
„Was ist geschehen, Harry?", fragte Luna.
„Sie haben den Spiegel der Schatten gestohlen. Snape bewacht ihn gerade in der Bibliothek."
„Auch wir sind durch die Bibliothek angekommen", sagte Hermine. „Ich frage mich, wo wir sind."
„ASKABAN", antworteten Harry und Draco einstimmig, bevor sie sich gegenseitig ansahen.
„Woher weißt du das, Harry?", fragte Ron.
„Als ich am Grimmauldplatz war, hat meine Uhr Alarm geschlagen und mich gewarnt, dass ihr in Askaban seid."
„Aber wie kann das sein, da es nun einen endgültigen Schild gibt?", fragte Hermine.
„In diesem Untergeschoss funktioniert er nicht. Es wurde nach der Einsetzung des Schilds gebaut."
Alle schauten zu Malfoys Zelle, wo er immer noch mit dem Kopf in den Armen saß.
„Wir werden nicht einfach ausbrechen können", sagte Hermine, um die Stille zu brechen. „Wir müssen hoffen, dass man uns wiederfindet."
„Bevor man uns tötet", meinte Ron.
Da öffnete sich die Eichentür langsam. Alle schauten mit zugeschnürter Kehle dorthin. Dann schloss sie sich genauso langsam.
„Und darüber hinaus gibt es Gespenster in der Nähe!", fügte Ron hinzu.
„Hallo, ich bin das Gespenst!"
„Mark?"
„Ich wette, dass ihr froh seid, mich zu sehen", sagte Mark, indem er einen Tarnumhang auszog. „Seid ihr damit einverstanden, wenn wir schnell hier verschwinden?"
