Hallo an alle! Hier ist das erste Bonuskapitel von meiner Übersetzung aus dem Französischen: Harry Potter et le Miroir des Ombres, von Gabrielle Lavande. Wie immer hat Verliebtindich die Korrekturen gemacht.
Disclaimer: Nichts gehört mir, alles gehört zu J.K. Rowling bis auf Neil, Selene und Fanely Evans, die zu Gabrielle Lavande gehören.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Harry Potter und der Spiegel der Schatten:
Bonuskapitel 1: Ron und Hermines Halloween-Ball (Rons POV):
Als Harry Luna einlud zu tanzen, entschloss sich Ron, selber Hermine einzuladen.
„Hm... folgen wir ihnen... willst du mit mir tanzen?"
„Dafür sind wir da, Ron", antwortete Hermine lächelnd.
Ron reichte seiner Tanzpartnerin den Arm. Er stand aufrecht und hielt den Atem an. Er hatte das, was er vorhatte zu sagen, hundert Male im Geist wiederholt. Es musste heute Abend gelingen. Er hatte schon einen Anhängerschmuck mit einer Gefühlsperle gekauft, um ihn ihr zu schenken, und er hatte ihn in seiner Tasche behalten. Das war der ideale Abend, um mit ihr zu reden. Er fing an, mit ihr zu tanzen und sie anzuschauen. Sie sah aber unwohl aus. Hermine schaute auf ihre Schuhe.
„Hermine?", fragte Ron. „Geht es dir nicht gut?"
„Doch, doch!", antwortete sie. „Es geht mir gut. Dieser Ball ist wunderschön."
Ron lächelte ihr zu, aber Hermine sah immer noch besorgt aus.
„Du wolltest... tja... Du weißt, dass du nicht mit mir zum Ball musstest, wenn du mit einem anderen dort sein wolltest..."
„Oh nein, gar nicht! Ich bin froh, mit dir gekommen zu sein. Ich versichere es dir, ich wollte heute Abend zusammen mit dir hier sein. Tja, du weißt ja, wir verstanden uns bis dahin nicht so gut, wir stritten oft, und seitdem wir uns besser verstehen, bin ich gerne mit dir... tja, rede ich gerne mit dir."
Hermine hatte angefangen zu erröten und Ron zu lächeln.
„Was stimmt also nicht?", fragte Ron besorgt und suchte nach dem Blick seiner Tanzpartnerin.
Hermine lächelte Ron zu. Sie zögerte einen Augenblick lang, dann sagte sie ihm:
„Ich... ich kann dir nichts verheimlichen... Es ist Luna. Als Harry und du Getränke für uns geholt habt, hat sie mir etwas... Seltsames gesagt."
„Was hat sie dir gesagt?"
Hermine blickte sich um, als würde sie jedem misstrauen, dann flüsterte sie ihm zu:
„Ich kann nicht hier darüber reden. Es gibt zu viele Leute."
„Willst du, dass wir in den Park gehen?", fragte Ron.
Hermine nickte und sie gingen in den Park von Hogwarts. Der Abend hatte für Ron einen unerwarteten Lauf genommen, aber er verlor die Hoffnung nicht. Die Stimmung, die im Park herrschte, konnte die Sachen verbessern. Sie setzten sich auf eine freie Bank, die von Rosensträuchern und Feen umgeben war, die die Büsche beleuchteten. Dann fragte Ron Hermine:
„Sag mir also, was dir Sorgen macht."
„Als... als ihr Getränke geholt habt, hat mir Luna gesagt, dass es sehr seltsam war, dass Liliana Wander Mark begleitete. Sie hat mir gesagt, dass sie sie und ihre Familie persönlich kannte und dass sie nie mit Mark gehen würde, wenn er böse wäre."
„Und doch ist es der Fall. Man sagt ja, Liebe macht blind, oder?", antwortete Ron, indem er Hermine in die Augen sah.
Hermine errötete und fing an zu lächeln, indem sie auf ihre Füße schaute.
„Ja, das stimmt, aber sie ist auch davon überzeugt, dass es Mark ist, der sie gewarnt hat, als das Bücherregal auf sie fiel. Sie denkt, dass Mark jemanden über das benachrichtigt, was bei den Slytherins passiert. Dass er nur so tut, als ob, und aus irgendeinem Grund nichts sagt. Er hätte ausschließlich mit Liliana darüber gesprochen, so dass sie es angenommen hätte, mit ihm zu gehen."
„Aber sie ist sich nicht sicher?"
„Nein, und übrigens will sie nicht mit Harry darüber reden und sie will nicht, dass man ihm von ihren Zweifeln erzählt, weil er noch Okklumentikstunden braucht."
„Oh, wenn Harry all das erfahren wird, so wird er begeistert sein. Wenn ihm seine feste Freundin Dinge verheimlicht, wird das ihm nicht gefallen."
„Sagen wir ihm nichts. Es sind nichts als Zweifel und zur Zeit ist es ihr Problem, und sie sind ja noch nicht zusammen."
„Es sollte nicht mehr lange dauern. Wenn sie zusammen in diesen Park kommen, etwa wie wir jetzt, so kann Vieles geschehen."
„Ach!", antwortete Hermine, indem sie sich umsah. „Es stimmt, dass es hier sehr schön ist."
„Ja, ich hatte vorgesehen, dass wir hierher kommen... um ein bisschen zusammen zu reden."
„Das stimmt, dass es angenehm ist", antwortete Hermine etwas verstört.
„Und eigentlich... ähm... wollte ich dir etwas... ähm... Besonderes sagen."
Er näherte seine Hand langsam Hermines und berührte sie schließlich leicht. Hermine zitterte plötzlich und sah dann Ron lächelnd an, als hätte sie ihm ihre Einwilligung gegeben. In seiner Tasche hatte Ron die Schatulle ergriffen, in welcher der Anhängerschmuck lag. Sie würde ihn annehmen, er war sich dessen sicher. Er ergriff Hermines Hand, ohne von ihr wegzublicken. Ihre Augen glänzten und sie lächelte weiter. Ron näherte sich ihr, um sie zu küssen, und Hermine näherte sich auch allmählich. Ihre Lippen berührten sich einen Augenblick lang leicht, dann drehte Hermine das Gesicht weg.
„Nein."
„Hermine, ich..."
„Nein", antwortete sie, indem sie aufstand. „Ich... ich muss zurück."
Hermine drehte sich um und lief zurück zur Schule.
„Hermine!"
Ron stand auch auf und versuchte, sie einzuholen.
