Hallo an alle! Und hier kommt das nächste Kapitel von Gabrielle Lavandes Geschichte Harry Potter et la Clé de l'autre monde. Viel Spaß beim Lesen. Ach, ja, hätte beinahe vergessen: Ich weiß nicht, ob sie in euch verliebt ist, aber euch zuliebe hat Verliebtindich diese Übersetzung korrigiert. Also, vielen Dank!
Disclaimer: Wie immer, nichts gehört zu mir, beinahe alles gehört zu JK Rowling und der Warner Bros und weder ich noch Gabrielle verdienen Geld mit dieser Geschichte.
Harry Potter und der Schlüssel zur anderen Welt
Kapitel 5: Geheimnisse:
„Aldysse! Aldysse, wach auf!"
Lupin kniete sich neben die bewusstlose junge Frau und bald knieten alle anderen um sie herum, bis auf Harry, der sich nicht bewegt hatte. Er konnte das, was geschehen war, und das höchst merkwürdige Verhalten dieser jungen Frau nicht fassen.
„Es ist eine Krise, das passiert ihr öfters!", rief Tonks aus. „Ihr müsst euch ein wenig entfernen! Wenn sie mitten in einer Krise aufwacht, könnte sie euch angreifen."
Alle standen auf und schritten eiligst nach hinten, auch Harry, der es geistesabwesend machte, da er noch von dem schockiert war, was er gerade gesehen hatte. Tonks aber blieb bei ihrer Freundin knien.
„Nymphy, geh auch nach hinten!", sagte Lupin, der offensichtlich beängstigt war.
Tonks wies ihn mit der Hand zurück. Dann schien Aldysse Irre zu blinzeln, bevor sie ein langes Stöhnen ausstieß und hochschreckte, als würde sie von einem Alptraum erwachen.
„TONKS!", rief Mr Lovegood aus.
„Es ist nichts", murmelte Tonks. „Sie wacht auf. Es ist vorbei."
Harry senkte den Kopf, um Aldysse Irres Gesicht zu sehen, das bleicher denn je aussah. Die Träne an ihrem Auge war so leuchtend rot wie frisches Blut und schien so heiß zu sein wie glühende Kohle. Sie blinzelte, als würde sie aus einem tiefen Schlaf erwachen, und ihre Lippen bewegten sich langsam.
„Aldysse, ich habe es nicht gehört, was du gerade gesagt hast", sagte Tonks und hob den Kopf der Leidenden.
„Remus...", murmelte Träne mit kaum hörbarer Stimme.
Tonks seufzte tief, während Lupin sich zu Aldysse kniete.
„Du musst sie in ein Zimmer oben bringen, damit sie sich erholen kann", sagte Tonks und stand plötzlich auf. „Kümmere dich um sie, Remus, und vor allem musst du ihr etwas Frisches auf die Wange legen."
Tonks ging zum Tisch, wobei sie sich den Bauch hielt und das Gesicht verzog. Sie setzte sich und legte den Kopf in die Hände.
„Tonks?", fragte Hermine. „Fühlen Sie sich wohl?"
Lupin stand plötzlich auf, ließ Aldysse auf dem Boden liegen und näherte sich Tonks. Doch kaum hatte er ihre Schulter berührt, als Tonks brutal reagierte, indem sie ihn von sich zurückwies und schrie:
„ICH HABE DIR GESAGT, DU SOLLST DICH UM SIE KÜMMMERN!"
Lupin sah ein letztes Mal mit runden Augen zu Tonks. Er war von dem schockiert, was gerade passiert war, wie übrigens alle Anwesenden. Die Ereignisse geschahen so schnell hintereinander, dass keiner mehr wusste, auf was und wen sie aufmerksam sein sollten. Schließlich zückte Lupin seinen Zauberstab, ohne den Blick von Tonks zu lassen, und ging zurück zu Aldysse Irre. Er wirkte einen Zauber, damit die junge Frau schwebte, und folgte ihr in den dunklen Gang hinein. Tonks setzte sich wieder auf die Bank und seufzte tief. Hermine näherte sich ihr langsam und versuchte, ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
„Es geht, Hermine", sagte Tonks und lächelte. „Ich habe bloß Magenschmerzen, aber bald ist es vorbei. Das liegt an meinen Sorgen."
„Ich sollte vielleicht nachschauen, wo der Hauself steckt", sagte Mr Lovegood.
„Glaub mir, er ist bestimmt schon weg", seufzte Tonks. „Ich hätte es ahnen müssen, als sich Erszébeth Báthory vorgestellt hat. Es war Zeit, dass ich als Aurorin kündige. Was für eine blöde Kuh ich bin!"
„Sag das doch nicht, Tonks", sagte Mr Lovegood.
„Báthory war ein Vampir", schloss Tonks. „Ein darüber hinaus für seine Blutbäder höchst bekannter Vampir!"
„Aber Erszébeth Báthory ist vor Jahrhunderten gestorben!", meinte Hermine. „Die Gräfin wurde 1611 lebendig eingemauert und ist 1614 gestorben. Ich habe es in Abstecher mit Vampiren gelesen. Das war sie nicht!"
„Das habe ich geglaubt, aber Aldysse kann sich nicht geirrt haben", seufzte Tonks. „Sie ist eine mächtige Einfühlerin."
„Eine Einfühlerin?", rief Mark aus. „Was ist das?"
„Es gibt nicht mehr als etwa zwanzig davon auf der Welt und Aldysse ist die einzige englische Einfühlerin. Sie kann die Gefühle der anderen empfinden und sie in ihrem Verhalten zum Ausdruck bringen. Ihre Einfühlung wird noch stärker, wenn sie sich in der Nähe von Verbrechern oder, wie jetzt, bösen Geschöpfen aufhält. Je schwerer die Stimmung ist, desto spektakulärer sind ihre Einfühlungskrisen."
Lupin betrat den Saal wieder und jeder blickte zu ihm.
„Sie ist eingeschlafen."
Alle blieben still. Tonks drehte sich langsam zu Lupin um, während er sich dem Tisch näherte, um sich zu setzen.
„Alles in Ordnung?", fragte er schüchtern. „Geht es dir gut?"
„Es ist nichts", antwortete sie. „Setz dich. Es tut mir Leid, dass ich eben so mit dir gesprochen habe. Verzeih mir."
Sie lächelten einander zu, dann setzte sich Lupin wieder an den Tisch.
„Aldysse ist sich ihrer Einfühlung nicht bewusst, auch wenn sie weiß, dass sie eine Einfühlerin ist", sprach Tonks weiter. „Ihre Gabe hat sie zu einer der besten Auroren im ganzen Land gemacht, denn sie empfindet die Ängste ihrer Feinde und kann die Macht der Zauberer und Hexen in der Nähe einfangen. Sie kann also eine Person ohne Zauberstab töten. Zumindest ist das, was die Heiler denken, die ihren Fall studiert haben."
„Wie kommt es, dass sie keine Aurorin mehr ist?", fragte Ron.
„Leider haben sie ihre zu regelmäßigen Krisen dazu gezwungen, eine etwas ruhigere Arbeit anzunehmen, und sie ist Ausbilderin geworden. Aber..."
Tonks drehte sich zu Harry um.
„Du hattest sie bisher noch nie gesehen, oder?", fragte sie ihn.
„Nur im Denkarium", antwortete Harry. „Und..."
Harry zögerte einen Augenblick lang. Wie hatte er vorhersehen können, was geschehen würde?
„Und...?", staunte Tonks. „Du hattest sie bereits getroffen?"
„Nein... Tja, nicht wirklich. Ich... Ich wusste, was geschehen würde. Ich hatte es in einem Traum gesehen."
Tonks fing an zu lächeln.
„Ein Vorahnungstraum?"
„Ja, genau... tja, ich glaube", zögerte Harry und errötete plötzlich. „Ich wusste, was geschehen würde und wie ich reagieren würde, aber ich konnte die Ereignisse nicht ändern."
„Ja, das ist völlig normal", antwortete Tonks. „Man kann einem solchen Traum nicht zuwiderlaufen. Du hast immer noch Wahrsageunterricht, oder?"
Harry nickte langsam.
„Nicht aus eigener Entscheidung. Dumbledore hat es gewollt."
„Hat er dir gesagt, weshalb?"
„Professor McGonagall meinte, dass es deswegen war, dass Professor Trelawney in meiner Anwesenheit andere Vorahnungen haben könnte."
Tonks sah Harry an und schenkte ihm ein breites Lächeln.
„Gut. Mach dir keine Sorgen wegen Aldysses Rede. Es ist eine Nebenwirkung ihrer Gabe. Es geschieht ihr manchmal. Die Spannung ist so hoch, dass sie Dummheiten spricht und alles zerstört. Wie zum Beispiel diesen Spiegel. Also ist die Tatsache, dass sie dir dankt, nicht viel erstaunlicher."
„Es muss bestimmt frustrierend sein, eine so große Macht zu besitzen und sie nicht kontrollieren zu können", sagte Hermine.
„Deswegen kennen wenige Leute ihre Gabe", fügte Tonks hinzu. „Aber aus diesem Grund glaubt jeder, sie wäre verrückt. Ihr Verhalten ändert sich je nachdem, welche Leute um sie herum stehen, und ihr habt bestimmt bemerkt, dass sie manchmal ein... kindisches Verhalten hat! Der Grund dafür ist, dass das Durchschnittsalter in diesem Raum nicht sehr hoch liegt."
„Ich bin der jüngste hier!", murrte Mark. „Und ich bin bei Weitem nicht so kindisch."
„Beruhige dich, Mark!", rief Mr Lovegood aus. „Ich allein lasse den Altersdurchschnitt in diesem Raum erheblich sinken. Ich habe die Seele eines kleinen Kindes... Sogar von mehreren kleinen Kindern zusammen."
Alle lachten, doch Lupin stand plötzlich auf.
„Um Merlins Willen! Das darf nicht wahr sein!"
„Was ist mit Ihnen los, Professor Lupin?", fragte Harry.
„Ich... Das kann nicht wahr sein... Tonks!", sagte Lupin und sah sie mit runden Augen an. „Ich habe vergessen, Eis auf Aldysses Wange zu legen. Ich bin gleich wieder da."
Tonks lachte laut auf.
„Also wirklich! Du hast Zeit gebraucht, bis es dir aufgefallen ist! Ich komme mit dir und prüfe ihren Gesundheitszustand."
Tonks stand auf und folgte Lupin.
„Die Ferien werden bestimmt stürmisch sein", seufzte Mr Lovegood. „Ich schlage euch vor, dass wir versuchen, in der Küche etwas zum Essen zu suchen, und dass wir danach ins Bett gehen... Neville, alles in Ordnung mit dir?"
Neville sah leichenblass aus.
„Was, wenn uns die Vampire heute Nacht besuchen wollen?"
„Gute Bemerkung, Neville!", rief Mr Lovegood aus. „Und ich zweifle sehr daran, dass wir im Haus eines Vampirs Knoblauch finden. Schließlich werden unsere Auroren doch heute Nacht Wache halten müssen. Und ihr solltet auch euren Pfahl bei euch behalten. Wir haben aber nichts zu befürchten."
„Es gibt eine Formel, um ein Haus vor Vampiren zu schützen", sagte Hermine.
„Tatsächlich? Und woher weißt du das?", fragte Ron.
„Ich habe Bücher über Aurorenausbildung gelesen!", antwortete sie.
„Ja, stimmt!", rief Ron spöttisch aus. „Ich hatte beinahe vergessen, dass du deine Ferien mit Lesen verbringst. Übrigens hättest du zum Lesen in England bleiben können, weißt du? Es hätte nichts geändert. Du hast doch gesehen, dass in Italien Bücher zu lesen, ohne aus dem Zimmer zu gehen, genauso ist wie mit Büchern zu Hause zu bleiben."
Hermine murrte vor sich hin.
„Ich gehe ins Bett. Ginny! Liliana! Luna! Kommt ihr mit?"
Harry sah Luna an, die mit den Schultern zuckte, bevor sie Hermine mit Ginny und Liliana folgte.
„Also wirklich! Sie ist so starrsinnig!", seufzte Ron.
„Habt ihr keinen Hunger?", fragte Mr Lovegood.
„Es wird gehen, danke", antwortete Ron. „Ich habe keinen Hunger."
Ron lief offensichtlich verärgert zum Gang. Harry, der vor Hunger Magenschmerzen hatte, schaute Mr Lovegood einen Augenblick lang an und schreckte hoch, als er einen Lärm im Gang hörte, von Rons Flüchen gefolgt.
„Alles in Ordnung?", rief Mr Lovegood.
„Es war bloß eine Vase", antwortete Ron entnervt.
Harry drehte sich zu Mark und Neville, die mit den Schultern zuckten.
„Und habt ihr Hunger?", fragte Mr Lovegood.
Harry hörte, wie sein Magen knurrte, und schüttelte ungern den Kopf.
„Nein, danke", antwortete er. „Ich gehe zu Ron."
Harry ging die Treppe hinauf und sah, wie Ron eine Tür hinter sich zuknallte. Er folgte ihm und klopfte an die Tür, bevor er sie einen Spalt breit öffnete.
„Störe ich dich?"
„Natürlich nicht!", sagte Ron. „Komm rein!"
Harry betrat das kühle, aber gemütliche Zimmer mit Steinwänden. Darin entdeckte er zwei große rote Sessel, einen Schreibtisch, ein großes Fenster mit purpurnen Gardinen und hinten zwei riesige Himmelbetten. Auf einem lag Ron mit ausgestreckten Armen völlig reglos.
„Sie wird mich verrückt machen", sagte er plötzlich.
„Du sprichst von Hermine?", fragte Harry, während er sich auf sein Bett setzte.
„Sie liest ständig in diesem oder jenem Buch."
„Das macht sie immer", antwortete Harry.
Ron setzte sich plötzlich in seinem Bett auf.
„Du verstehst nicht! Zur Zeit macht sie nur das. Kennst du ihre letzte verrückte Idee? Sie will Muggelprüfungen machen!"
„Ja, Luna hat es mir gesagt."
„Na klar!", meinte Ron. „Ich hätte es erwarten sollen, dass sie es vor mir anderen Leuten gesagt hatte."
Harry hob seinen Koffer auf das Bett und machte ihn auf.
„Ist es in Italien schlecht gelaufen?"
„Willst du das wirklich wissen? Ich habe sie kaum gesehen."
„Wie meinst du das?", fragte Harry überrascht.
„Wir haben ein paar Besichtigungen gemacht, und sonst hat sie die restliche Zeit damit verbracht, Stoff zu lernen. Wir hatten nicht einmal einen Augenblick für uns beide."
„Übertreibst du nicht ein bisschen?", fragte Harry etwas skeptisch.
Ron schaute seinen Freund an.
„Ihre Mutter hat am letzten Tag ihre Bücher versteckt, damit sie mit uns nach draußen geht, und Hermine hat vor Wut geschrien."
„Ach."
Ron legte sich wieder hin und schaute zur Decke hoch.
„Sie wird sich krank lernen und mich völlig verrückt machen. Ehrlich gesagt, sie ignoriert mich so sehr, dass ich mich frage, ob sie nicht will, dass wir uns trennen. Sie vertieft sich in Bücher, um mir auszuweichen. Es kann gut sein, dass sie gerade den Mädels sagt, dass sie Schluss machen will, und ich liege jetzt wie eine wahre Null auf meinem Bett. Aber sag mal..."
Ron stand plötzlich vom Bett auf, näherte sich Harry und blickte in seinen Koffer.
„Hättest du nicht dein Aurorenset dabei?", fragte er.
„Doch. Was willst du?"
„Gib mir bitte deinen Lärmregler. Bitte!", sagte Ron und zappelte von einem Fuß auf den anderen.
„Ich gebe ihn dir, weil ich sicher bin, dass du dich irrst", sagte Harry.
Harry zog den Lärmregler aus seinem Koffer und reichte ihn Ron, der ihn aus seinen Händen riss.
„Danke."
Harry packte seine Sachen aus und lächelte dabei Ron zu, der verzweifelt versuchte, mit dem Lärmregler umzugehen.
„Dieses Ding ist immer so schwierig einzustellen!", rief er verärgert. „Ach! Ich höre etwas."
Harry machte seinen leeren Koffer zu und legte ihn unter sein Bett, bevor er sich setzte. Dann beobachtete er, wie Ron erstaunt den Regler einstellte und schließlich erblasste.
„Was ist los?", fragte Harry.
„Komm und höre zu!"
Harry sprang von seinem Bett herunter, nahm den Hörer, den ihm Ron reichte, und steckte ihn ins Ohr.
„Keiner darf es wissen", sagte eine weibliche Stimme.
„Das ist Tonks!", rief Harry aus.
Ron winkte Harry, dass er schweigen sollte.
„Wir dürfen es ihnen nicht sagen, Remus. Wenn es irgendjemand erfährt..."
„Es ist mir egal!", sagte Lupin. „Wie könnte ich es ihnen nicht sagen?"
„Denke an das Risiko, Remus... Denke daran!"
„Und Aldysse... Sie hat es eingefühlt!", rief Lupin aus.
„Sie weiß nichts."
„Und das Kind des Schicksals?"
„Wer soll es denn deiner Meinung nach sein? Also ehrlich, Remus, du weißt doch sehr wohl, von wem sie sprach."
„Aber du kennst die Kinder, sie werden sich Fragen stellen. Harry vor allem, er ist genauso wie James!"
„Es gibt andere Dinge, um die sie sich Sorgen machen sollten. Vor allem, da wir nun wissen, dass Harry sich sein Erbe angeeignet hat. Es wird für ihn schwierig werden. Sehr schwierig. Aldysse hat es eingefühlt und hat den Spiegel zerbrochen. Es ist bald vorbei."
„Auch das müssten wir ihm sagen."
„Damit er Angst bekommt?", ärgerte sich Tonks. „Bist du dir darüber im Klaren, Remus? Wer hätte an seiner Stelle keine Angst? Es ist der Tod, Remus! Harry ist dem Tod nahe, also lass ihm Zeit."
„Und das Erbe? Er muss es wissen, Nymphy."
„Neil Evans lehnt es ab, es ihm zu sagen, und nicht wir dürfen es tun. Erinnere dich daran, was er gesagt hat! Erinnere dich daran, was heute geschehen ist! Lass ihn leben. Lass Harry leben... Aua!"
„Nymphy! Ist alles in Ordnung?", fragte Lupin.
„Ja!", lachte Tonks. „Ich werde mich ein bisschen hinlegen. Das ist alles deine Schuld!"
„Ist es normal, dass es dir so weh tut?"
„Ja, mach dir keine Sorgen. Dass ich Metamorphmagus bin, verschlimmert die Symptome in meinem Zustand... aber es sollte bald vorbei sein. Du solltest bei Aldysse vorbeischauen, ob es ihr gut geht. Und... Warte... Gib das Harry."
„Was ist das?", fragte Lupin.
„Ein Zaubertrank, den mir Neil gegeben hat, damit Harry in aller Ruhe schlafen kann. Gehe hin, bevor er ins Bett geht."
Hierauf wurde eine Tür zugeknallt.
„Schnell, räume deinen Regler ein", sagte Ron.
Harry ergriff seinen Regler und hatte kaum die Zeit, ihn unter sein Bett zu werfen, bevor Lupin klopfte und die Tür aufmachte.
„Ich komme nur, um dir das zu geben", sagte Lupin, indem er eintrat. „Das ist ein Schlaftrunk."
„Danke, aber ich brauche es nicht", sagte Harry und schaute Lupin eindringlich an.
„Ach, mir wurde befohlen, dir diesen Trank zu geben, ob du es willst oder nicht. Befehl meiner Tutorin."
Lupin machte das Fläschchen auf und goss ein bisschen Zaubertrank auf einen Teelöffel, den er gerade aus dem Nichts herbeigezaubert hatte.
„Und wie geht es Tonks?", fragte Harry.
„Warum fragst du mich das?", erstaunte sich Lupin. „Ich habe keine Ahnung davon!"
Harry sah Lupin argwöhnisch an, sprach aber kein Wort.
„Los, trink!", fügte Lupin hinzu, indem er ihm den Löffel reichte. „Mach dir keine Sorgen um Tonks, es geht ihr gut."
Harry ergriff den Löffel und trank den Inhalt aus. Eine bittere Mixtur floss seine Kehle herunter und wärmte ihn. Lupin ließ den Löffel verschwinden und ging zur Tür.
„Ihr solltet schlafen, morgen wird ein langer Tag sein. Gute Nacht!"
„Gute Nacht", antworteten Ron und Harry einstimmig.
Lupin ging hinaus und schloss die Tür hinter sich.
„Was heißt das denn alles?", rief Ron aus. „Was ist los?"
„Ich werde... sterben", sagte Harry. „Bald."
