Hallo an alle! Und hier kommt das nächste Kapitel von Gabrielle Lavandes Geschichte Harry Potter et la Clé de l'autre monde. Viel Spaß beim Lesen. Ach, ja, und vergesst nicht, Verliebtindich für die Korrekturen zu danken, dank ihr könnt ihr ein so gutes Kapitel lesen.
Disclaimer: Wie immer, nichts gehört zu mir, beinahe alles gehört zu JK Rowling und der Warner Bros und weder ich noch Gabrielle verdienen Geld mit dieser Geschichte.
Harry Potter und der Schlüssel zur anderen Welt
Kapitel 7: Hermines Geheimnis:
„Hier haben wir es gemütlich, oder?", fragte Ron.
„Ja", seufzte Harry. „Glaubst du, Hermine wird sauer auf uns sein?"
„Sie wird uns hassen, aber ich werde die Lage wieder gut machen", lachte Ron. „Wir dürfen uns schon ein bisschen erholen, und heute ist ja ein besonderer Tag."
Auf dem Dach vom Haus der Familie Evans probierten Harry und Ron in aller Ruhe schleimige Nacktschnecken in verschiedenen Geschmacksrichtungen, diese köstliche Süßigkeit, die Rons Brüder erschaffen hatten.
Seit zwei Wochen hatten sie Transsylvanien verlassen und der Aufenthalt war nach Harrys Geschmack viel zu kurz gewesen. Die Besichtigung des legendären Gebiets von Graf Dracula hatte ihm sehr gut getan und er hatte sich riesig darüber gefreut, in den verschiedenen Seen der Gegend zu baden. Es war sein erster richtiger Sommerurlaub gewesen. Und heute lag Harry dort auf diesem Dach mit Ron, seinem besten Freund, zum „gründlichen Wiederholen des Stoffes".
„Lass mal sehen", bat Ron, während er an einer Nacktschnecke kaute.
„Schon wieder!"
„Bitte! Einen Apparierschein muss man doch feiern", sagte Ron, während er zum Pergament griff. „Ich muss noch meinen Besen benutzen, um zum Dach zu gelangen."
„Wenn alles gut geht, wirst du in zwei Wochen deinen Schein bekommen", seufzte Harry. „Und du wirst diesen Besen nicht mehr brauchen, um Hermine auszuweichen."
„RON! HARRY! WO SEID IHR?", rief Hermines entfernte Stimme.
„Wir sollten runter gehen", sagte Harry und setzte sich wieder auf.
„Hör doch auf, Harry!", flüsterte Ron. „Beuge dich runter, sie ist im Garten, sie könnte dich sehen. Sie will uns doch nicht an deinem Geburtstag lernen lassen!"
Harry gab nach und legte sich wieder aufs Dach, während er gemeinsam mit Ron den blauen Himmel und die Form der Wolken beobachtete.
„RON! RON! DU ÜBERTREIBST WIRKLICH, DU HAST NICHT MAL EIN BUCH AUFGEMACHT! ICH MUSS MIT DIR REDEN!", rief Hermines Stimme im Haus der Evans' aus.
„Da hat sie schon Recht", sagte Ron. „Hast du angefangen zu lernen?"
Harry schüttelte den Kopf.
„Wir haben sowieso noch Zeit", schloss Ron.
„RON! HARRY!"
„Es ist doch nicht besonders nett!", sagte Harry schließlich.
Ron seufzte.
„Weißt du was? Es ist mir völlig egal."
Harry drehte den Kopf zu seinem Freund um, der gerade dabei war, an einem Zahnstocher zu kauen. Rons Gesichtsausdruck war hart.
„Diese verdammte Eule ist heute morgen zurückgekehrt", fuhr er fort.
„Welche Eule?"
„Diese Eule, die Hermine regelmäßig bekommt", murrte Ron. „Und Hermine will mir nichts sagen. Dieses gemeine Biest hat mich heute Morgen wach gepickt."
Im gleichen Augenblick näherte sich eine kleine goldbraune Eule und fing an, um Ron und Harry herumzufliegen.
„Dieses Teufelsbiest folgt mir wirklich überallhin!"
Die kleine Eule legte dann einen roten Umschlag auf Rons Bauch.
„Ein Heuler!", seufzte Ron. „Mit dem Höllenlärm wird Hermine keine Schwierigkeiten haben, uns zu finden. Das überrascht mich nicht von ihr. Tja, ich habe ja keine Wahl."
Ron verzog das Gesicht und schaute Harry an.
„Komm schon", sagte Harry. „Ich bin bereit."
Ron entsiegelte den Umschlag vorsichtig, der sofort anfing zu brüllen.
„RON, DU BIST EIN ABSCHEULICHER JUNGE! DU ZWINGST MICH, ÜBERALL NACH DIR ZU SUCHEN, OBWOHL ICH DICH BRAUCHE! GLAUBTEST DU WIRKLICH, ICH WÜRDE DICH LERNEN LASSEN, AUCH WENN DU ES UNBEDINGT BRAUCHEN WÜRDEST? DAS NENNST DU ALSO EIN PAAR SEIN! FLIEHEN, WENN DER ANDERE EINEN WEISEN RAT BRAUCHT? WIR WERDEN ERNSTHAFT REDEN MÜSSEN! UND DU HARRY, DU ENTTÄUSCHST MICH, DASS DU AUCH EINEN SOLCHEN BLÖDSINN TREIBST! IHR SEID NIE DA, WENN ICH EUCH BRAUCHE!"
Der Heuler riss sich in kleine Stücke.
„Das wird nicht einfach sein, sie dazu zu bringen, uns zu verzeihen", sagte Harry. „Komm, wir gehen runter."
„Nein", antwortete Ron, ohne sich zu bewegen.
„Aber was ist bloß mit dir los?"
„Es ist mit mir los, dass das gnädige Fräulein mir gegenüber heimlichtut, ständig lernt und mich völlig ignoriert, seitdem wir von Hogwarts zurück sind. Und sie schickt mir noch darüber hinaus diesen Heuler. Ich habe es satt! Ich bin nicht da, um ihr zu dienen, sobald sie es wünscht."
Ron, der immer noch auf dem Dach lag, drehte sich zur Seite um.
„Und danach wagt sie es zu sagen, dass ich mich nicht bemühe... Es ist sowieso nicht mehr das Gleiche."
„Das Gleiche?"
„Ich habe den Eindruck, dass wir uns nicht mehr verstehen."
„Ron, du musst dich mit ihr auseinandersetzen!"
„Ich habe... keinen Bock darauf. Aber appariere hin, Harry. Ich werde euch später treffen."
Die kleine Eule flog zur anderen Seite des Hauses.
„Es ist unser letztes Jahr, Ron. Und du kennst doch Hermine. Darüber hinaus macht sie den Muggelabschluss."
Ron seufzte.
„Ja... Ich weiß. Aber jetzt übertreibt sie wirklich. Sie hat sogar abgelehnt, dieses Jahr im Fuchsbau zu wohnen. Ich weiß, dass sie in einer Zaubererfamilie ist, aber sie will mir nicht sagen, bei wem sie ist."
Ron drehte sich zu Harry um.
„Ich bleibe hier", fügte er hinzu. „Geh zu ihr. Ich bin in fünf Minuten da."
Harry zögerte einen Augenblick lang, Ron allein auf diesem Dach zu lassen, aber der Rothaarige wandte ihm wieder den Rücken zu. Harry entschloss sich schließlich dazu zu apparieren und Ron zurück zu lassen. Er apparierte zu seinem Zimmer und hoffte, Hermine dort zu sehen, aber sie war nicht darin. Das Fenster aber stand weit offen.
„HERMINE!", rief er.
Keine Antwort ließ sich vernehmen.
„HERMINE! WO BIST DU?"
„Sie ist weg."
„Luna?"
Luna stand auf der Türschwelle.
„Dein Freund Ron muss ihr etwas Unfreundliches gesagt haben", fügte sie hinzu und zeigte auf das Fenster. „Sie ist weg, ich habe sie unten getroffen, als ich angefloht bin. Sie weinte."
Harry näherte sich dem Fenster.
„Ron, komm rein, schnell!", rief er durch das Fenster aus.
„Was ist los?", seufzte Ron vom Dach her.
„Hermine hat dich gehört."
„Was?"
Harry hörte, wie die Ziegel bewegt wurden, und Rons Kopf erschien am Fenster.
„Wo ist sie?", fragte er.
„Weg", sagte Luna. „Was hast du ihr schon wieder gesagt?"
Ron hängte sich bis zum Fenster herunter mit seinem Besen in der Hand und sprang in Harrys Schlafzimmer.
„Sie ist vielleicht nicht weit weg, ich werde sie einholen", sagte er und bestieg den Besen.
„Sie ist weggefloht", antwortete Luna. „Und meiner Meinung nach bist du die letzte Person, die sie sehen möchte."
Ron warf seinen Besen zu Boden und setzte sich auf Harrys Bett.
„Ist mir sowieso völlig wurscht! Jetzt wird sie in aller Ruhe lernen können."
„Du Volltrottel!", rief Luna aus und sprach lauter. „Du weißt sehr gut, dass ihr jetzt alle lernen müsstet, und sie zwang euch zu eurem Wohl."
Die kleine Eule flog durch das Fenster und in den Raum herum.
„RAUS MIT DIR! RAUS, VERFLUCHTES BIEST! SIE IST WEG!", schrie Ron und warf der Eule einen Kopfkissen zu, dem sie knapp auswich, bevor sie sich Harry näherte, einen Umschlag zu seinen Füßen fallen ließ und sofort wieder hinausflog.
„Der Brief ist von Hermine", sagte Harry. „Es ist ihre Schrift."
Harry machte den Umschlag auf und las die wenigen gekritzelten Worte:
Lieber Harry,
ich muss weg und werde zu deiner Geburtstagsfeier nicht da sein können. Ich werde übrigens meine restlichen Ferien bei einem Freund verbringen, aber ich werde versuchen, dir dank Jane Eyre – das ist der Name dieser Eule – Nachrichten von mir zu schicken. Du wirst trotzdem dein Geschenk bekommen, da es das Letzte gewesen ist, was ich mit Ronald gemeinsam gemacht habe.
Wir sehen uns zum Schuljahresbeginn wieder.
Hermine
PS: Harry, lies Ron und Luna dieses PS nicht vor, such nach einer Ausrede und triff mich so schnell wie möglich bei Neville.
„Na, was sagt sie?", fragte Ron und blickte zur Decke. „Dass ich abscheulich bin?"
„Nicht genau", antwortete Harry.
Er las Ron und Luna den Brief mit Ausnahme vom Postskriptum vor.
„Na toll, ich werde wieder daran Schuld sein!", seufzte Ron.
„Ihr seid beide so stur wie Esel!", seufzte Luna.
Harry überlegte, um eine Ausrede zu finden, die ihm erlauben würde, schnell wegzugehen, aber nichts fiel ihm ein.
„Sie wird zurückkehren!", sagte Ron. „Ich wette mit euch, dass sie spätestens in einer Woche zu uns kommt und uns anbrüllt. Bis dahin sollten wir uns für die kleine Feier heute Abend vorbereiten, oder, Harry? Du hast doch allen eine Eule geschickt?"
Harry hob plötzlich den Kopf.
„Nein! Ich habe vergessen, Neville Bescheid zu sagen!", log Harry. „Ich appariere zu ihm, das wird schneller gehen. Bis nachher."
Harry apparierte sofort, ohne weitere Erklärungen zu geben. Er kannte seine Adresse nicht, aber er konzentrierte sich auf Neville in der Hoffnung, dass er in seinem Schlafzimmer sein würde. Einen kurzen Augenblick später erschien er in einem großen blauen Schlafzimmer mit einem Himmelbett und Quidditchpostern überall.
„Hallo Harry!", sagte Neville, der auf seinem Bett lag und las. „Dein Apparierkrach wird immer leiser... Aber... sollte Hermine nicht bei dir sein? Hast du sie nicht gesehen?"
„Du wusstest Bescheid?"
„Sie musste es mir schon gestehen, als ich in Transsylvanien gesehen habe, wie sie trainierte."
„Aber wovon sprichst du?", fragte Harry.
Neville wurde plötzlich rot im Gesicht.
„Ich? Nichts...", stotterte er.
Harry sah Neville argwöhnisch an, während der Junge so tat, als würde er sich auf sein Buch konzentrieren.
„Sie wohnt bei dir zu Hause?"
„Ja", sagte Neville. „Ihre Eltern wohnen nicht weit entfernt von hier, aber weißt du, mit all dem, was los ist, ist es besser, dass sie bei einer Zaubererfamilie bleibt. Aber... ähm... du? Was machst du hier?"
„Hermine hat mir eine Nachricht geschickt, dass ich hier auf sie warten sollte."
„Sie hat schon wieder mit Ron gestritten", seufzte Neville und ging zu seinem Fenster. „Es wird sich nie ändern. Da kommt sie!"
Neville machte das Fenster auf und ließ Jane Eyre in sein Zimmer hereinfliegen.
„Sie ist deine Eule?"
„Nicht wirklich", antwortete Neville, indem er das Fenster wieder zumachte. „Du solltest sie dir näher anschauen."
Die Eule landete auf einem Stuhl und Harry näherte sich ihr, aber der Stuhl fiel plötzlich auf den Boden und Hermine erschien.
„Ich bin immer noch nicht sehr gut beim Rückverwandeln", sagte sie.
„Zumindest kannst du jetzt fliegen", meinte Neville und half ihr wieder aufzustehen.
Harry versuchte zu sprechen, doch kein Ton kam aus seinem Mund.
„Hallo", sagte Hermine und wischte ihre tränengeschwollenen Augen. „Überrascht, was?"
Hermine putzte sich die Nase.
„Ah, Ron!", fügte sie hinzu. „Welch ein Trottel!"
Harry setzte sich auf Nevilles Bett.
„Seit wann?", fragte er, noch etwas benommen.
Hermine putzte sich wieder die Nase, brachte den Stuhl zurecht und setzte sich Harry gegenüber.
„Als wir am Ende unseres dritten Schuljahrs Sirius begegnet sind, habe ich angefangen, über Animagi nachzuforschen. Das hat lange gedauert. Sehr lange. Aber so konnte ich zumindest schon manche Anzeichen erkennen, die Animagi auszeichnen. Es hat mir bei Rita Kimmkorn geholfen."
Hermine lachte schüchtern und schnüffelte zugleich.
„Ich habe erst im letzten Juni eine komplette Verwandlung geschafft, aber es ist nicht sehr praktisch, wenn man sich in eine Eule verwandelt und nicht fliegen kann. Daher habe ich in letzter Zeit umso mehr trainiert, um euch eine Überraschung zu machen."
Hermine versteckte die Augen hinter ihren Händen und weinte bitter.
„Hermine, bitte", sagte Neville und versuchte linkisch, sie zu trösten.
„Ja", sagte sie und versuchte, sich wieder zu fassen. „Du hast Recht, Neville, es gibt ihm Wichtigeres zu sagen."
Hermine wischte sich die Augen mit dem Ärmel und schnüffelte ein letztes Mal.
„Ich muss dir etwas Wichtiges sagen, Harry. Das wird bestimmt ein Schock für dich sein. Und das hat mit diesem zu tun."
Hermine stand auf, ging zu einem grünen Schreibtisch und holte von dort eine Zeitung, die sie Harry gab. Auf der ersten Seite lächelten Albus Dumbledore und Aldysse Irre und schüttelten einander die Hand.
Aldysse Irre zur neuen Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste ernannt
„Jemand musste Snape ja ersetzen", lächelte Harry.
„Sie wird sich um die Slytherins kümmern", fügte Hermine hinzu. „Aber das ist unwichtig."
„Und was ist wichtig?", fragte Harry.
„Aldysse Irre ist nicht da, um Lehrerin zu sein. Der wahre Grund ist, dass sie für dich da ist."
