Hallo an alle! Und hier kommt das nächste Kapitel von Gabrielle Lavandes Geschichte Harry Potter et la Clé de l'autre monde. Viel Spaß beim Lesen und vielen Dank an Verliebtindich für ihre Korrekturen.
Disclaimer: Wie immer, nichts gehört zu mir, beinahe alles gehört zu JK Rowling und der Warner Bros und weder ich noch Gabrielle verdienen Geld mit dieser Geschichte.
Harry Potter und der Schlüssel zur anderen Welt
Kapitel 9: Auf der Suche nach der Wahrheit:
Harry, Neville und Hermine gingen zum Wohnzimmer der Longbottoms. Harry war in seine Gedanken vertieft. Diese Narbe auf seiner Stirn hatte auf einmal eine andere Bedeutung gewonnen. Sie war zu einer anderen Last geworden, auch wenn sie nun eine Erinnerung an seine Mutter war. Vielleicht war nun diese Last noch schwerer zu tragen, denn die Narbe bedeutete nun, dass einer seiner Freunde bald sterben würde.
„Wo sind deine Eltern, Neville?", fragte Hermine.
„Bei der Arbeit. Das freut mich nicht besonders, da ich sie erst vor kurzer Zeit wieder gefunden habe."
Neville durchsuchte einen Schrank, um etwas darin zu finden, das anscheinend nicht zu finden war.
„Ich hätte gerne diesen verfluchten Portschlüssel meiner Mutter gefunden... hmmm... Ich wäre froh, wenn wir es ohne Flohpulver schaffen könnten."
Harry und Hermine setzten sich auf das Sofa, während sie auf Neville warteten. Doch Harry bekam nichts davon mit, was gerade los war, denn er versuchte, hunderte von neuen Sachen auf einmal zu verarbeiten. Er versuchte, den Verlauf der Geschichte... seiner Geschichte zu verstehen.
„Harry? Alles in Ordnung?", fragte Hermine.
„Nun, ich dachte, da diese Narbe nicht Voldemorts Werk ist, dann ändert es alles, oder?"
„Nicht wirklich", sagte Hermine. „Ich habe Zeit gehabt, darüber nachzudenken. Die Tatsache, dass du die Hoffnung bist, ändert nichts. Der Schlüssel ist nicht der wichtigste Charakter in dieser Geschichte. Die Hauptcharaktere sind die vier Zauberer. Es ist eindeutig, dass die Rückkehr des Geists in unserer Welt meint, dass etwas Schlimmes passiert. Etwas, was die Allianz der beiden Welten nötig macht. Und da denke ich natürlich an Voldemort. Es wäre logisch, dass der Schlüssel die Tür aufmacht und dass die vier Zauberer gegen Voldemort und das Böse kämpfen. Aber natürlich ist es bloß eine Hypothese."
„Es ist aber besorgniserregend", fuhr Neville fort, während er einen zweiten Schrank durchsuchte. „Seit dem, was letztes Jahr in Askaban passiert ist, ist laut meiner Mutter die Stimmung im Ministerium lockerer geworden. Die Verbündeten von Du-Weißt-Schon-Wem seien immer weniger. Wenn man sich nicht mehr um sie kümmert und der Geist zur gleichen Zeit auf den finalen Kampf hindeutet, ist es sehr beunruhigend."
„Aber", sagte Harry und ignorierte dabei fast Nevilles Bemerkung, „warum tat es mir weh, wenn Voldemort glücklich oder wütend war, wenn diese Narbe nichts mit ihm zu tun hat?"
Hermine zuckte mit den Schultern.
„Du bist trotzdem ein Parselmund, obwohl dir diese Narbe nicht von Voldemort zugefügt wurde. Vielleicht hat die Tatsache, dass du diese Narbe und den Fluch gleichzeitig bekommen hast, beides zusammen gemischt? Oder vielleicht ist es auch das Schicksal der Hoffnung zu spüren, wenn die beiden Welten gefährdet werden, und daher würde es dir wehtun? Wer weiß? Bei so mächtigen Zaubern ist nichts sicher. Aldysse Irre hat schon seltsame Reaktionen, wenn sie ihre Krisen hat, und das kommt bestimmt von dieser Träne. Eines ist aber sicher: Voldemort hat dich wegen der Fähigkeiten, die du von ihm bekommen hast, als sich ebenbürtig anerkannt. Du musst ihn besiegen und dafür kannst du jetzt mit der Hilfe der anderen Symbole rechnen. Das sagte die Prophezeiung, oder?"
„Die Prophezeiung...", erinnerte sich Harry. „Geboren, wenn der siebte Monat stirbt... und der Dunkle Lord wird Ihn als sich Ebenbürtigen kennzeichnen, aber Er wird eine Macht besitzen, die der Dunkle Lord nicht kennt... Das war es also... Das war diese Macht..."
„Der Zufall ist irritierend", sagte Hermine. „Das alles wird sehr schwierig."
„Außerdem", sagte Neville, „hat meine Mutter gesagt, dass die Welt mit den Geistern hinter dem Spiegel bestimmt verschwunden ist, als er zerbrochen ist. Also kann man daraus schließen, dass alle boshaften Geister zur anderen Welt gekommen sind, wo sich alle anderen Geister befinden."
„Ein reines Chaos", griff Hermine ein. „Sie haben alle boshaften Geister auf einmal bekommen. Das ist nicht einfach, so etwas zu verwalten. Auch darum ist der Geist zurück bei uns."
Harry seufzte. Das Ganze wurde immer schwieriger.
„Neville und ich haben Zeit gehabt, über all das nachzudenken, Harry", fuhr Hermine fort. „Wir suchen bloß nach einem alten Exemplar dieses Märchens, um mehr Details zu bekommen, und in Hogwarts werden wir bestimmt eines finden. Bis dahin sind unsere Möglichkeiten zu recherchieren begrenzt. Wir kennen die anderen Symbole nicht und wissen nicht, wer sie sind. Und da der Orden des Phönix anscheinend versucht, alle Symbole zusammenzubringen, werden wir sie bestimmt erst in Hogwarts treffen. Bis dahin haben wir kein Mittel, um unsere Recherchen fortschreiten zu lassen. Eigentlich hätten wir es dir später sagen sollen, denn wir befinden uns in einer Sackgasse. Und darüber hinaus hat es deinen Geburtstag verdorben."
„Ganz im Gegenteil, ihr hattet Recht, es zu tun", beruhigte sie Harry.
Er hatte es satt, dass man ihm Sachen verheimlichte. Jetzt zumindest wusste er, was ihn erwartete. Er wusste, dass jemand sterben würde.
„Ich finde diesen Portschlüssel nirgendwo", sagte Neville schließlich, indem er den Koffer zumachte, den er gerade durchsucht hatte. „Wir werden leider hinflohen müssen."
„Ich appariere dorthin", sagte Harry geistesabwesend. „Bis gleich."
Harry erschien mit einem lauten Krach im Wohnzimmer der Evans'. Ginny, Luna und Ron waren gerade dabei, die letzten Dekorationen für Harrys Geburtstag aufzuhängen. Er würde ihn mit etwa zwölf Leuten feiern.
„Wer ist da?", fragte Tante Selene aus der Ferne.
„Ich bin's!", sagte Harry. „Ich war kurz bei den Longbottoms! Neville und Hermine sind gleich da."
„Hermine kommt zurück?", fragte Ron überrascht. „Sie war bei Neville?"
Harry wusste, dass Hermine nicht wollte, dass irgendjemand ihren Aufenthaltsort entdeckte. Daher erfand er schnell eine Lüge.
„Sie... ich wusste, wo ich sie finden konnte", antwortete Harry. „Ich wollte, dass sie zu meinem Geburtstag da ist."
„Hat sie dir etwas gesagt?", fragte Ron beängstigt.
„Nichts Besonderes", antwortete er linkisch. „Kann ich beim Vorbereiten helfen?"
Im gleichen Augenblick explodierte es im Kamin und Neville erschien hinter einem Rauchvorhang mit einem Geschenk unter dem Arm.
„Hallo an alle!", sagte er.
„Neville, gut, dass du da bist", sagte Ginny. „Ich muss dir das Buch zurückgeben, das du mir ausgeliehen hast. Folge mir, es liegt in der Bibliothek."
„Welches Buch?", fragte Neville.
„Folge mir, habe ich gesagt!", rief Ginny aus.
Ginny ging mit eiligen Schritten hinaus und Neville, der fragend zu ihr schaute, folgte ihr widerwillig.
Kaum hatte er den Raum verlassen, als Hermine im Kamin erschien. Sie säuberte sich unter dem Blick aller Anwesenden, dann hob sie den Blick und zwang sich zu einem schüchternen Lächeln.
„Professor Evans braucht bestimmt Hilfe."
Sie drehte schnell den Kopf und ging direkt auf die Küche zu.
„Hermine!", rief Ron aus.
Hermine drehte sich zu ihm um.
„Du hast gesagt, was du dachtest. Lassen wir es dabei bewenden, wenn du nicht mehr weiter machen willst und du mich nicht mehr so siehst wie vorher."
Ron sprang von der Trittleiter herunter, auf der er stand, lief zu ihr und ergriff sanft die Kette, die sie am Hals trug, bevor er ihr das Medaillon mit der strahlenden Gefühlsperle darauf zeigte.
„Und was bedeutet also das hier?", fragte er, während seine Ohren röter wurden als seine Haare.
Hermine blieb sprachlos stehen.
Er ergriff ihre Hand und bat sie darum, ihm zum Garten zu folgen. Als sie den Raum verlassen hatten, legte Luna ihren Kopf auf Harrys Schulter.
„Ron ist so linkisch", sagte sie. „Und doch finde ich ihn sehr verführerisch, wenn er sich so verhält."
„Hey! Ich bin hier!", rief Harry gekränkt aus.
„Das weiß ich!", antwortete sie lächelnd. „Eben deswegen sage ich es."
„Und womit habe ich diese Bemerkung über meinen verführerischen besten Freund verdient?"
„Das kann man in zwei Wörtern zusammenfassen: Cho Chang! Ich habe nicht vergessen, dass du mir nichts von eurer Zusammenarbeit während deines Apparierkurses gesagt hast."
„Das ist aber, weil ich sie nicht gesehen habe! Du weißt doch, dass ich nur dich sehe", sagte er und küsste sie auf die Stirn.
Luna schmiegte sich lächelnd in Harrys Arme.
„Passt es, kann ich mich mit Ron messen, jetzt?"
Luna hob den Kopf und traf Harrys Blick, bevor sie ihm ein paar Wörter ins Ohr zuflüsterte:
„Du schlägst ihn um Längen."
Sie küsste ihn sanft auf die Lippen und schmiegte sich wieder in seine Arme. Sie hatte es geschafft, ihn einen Augenblick lang seine Sorgen vergessen zu lassen. Sie hatte immer diese Macht bei ihm. Diesmal jedoch musste er denken, dass diese Momente in Zukunft selten sein würden. Vielleicht würde dies in weniger Zeit nicht mehr existieren. Wenn die vier Symbole wieder zusammen sein würden und der Schlüssel wieder erscheinen würde, würde er eine Person verlieren, die ihm nahe stand. Vielleicht war es Luna, die sterben würde. Er umarmte sie fester, als würde er sich davor fürchten, dass sie verschwinden könnte, und küsste sie wieder auf die Stirn.
„Harry!", rief Tante Selene aus der Ferne.
Luna lockerte ihre Umarmung.
„Ja, Tante Selene?"
„Kannst du bitte zum Zaubereiministerium gehen? Die anderen Gäste werden bald ankommen und dein Onkel ist bestimmt zu sehr damit beschäftigt, alles vor seinem endgültigen Rücktritt auszuarbeiten."
„Aber Tante Selene, wegen des Antiapparierschilds brauche ich eine Sondergenehmigung dafür, und die habe ich nicht!"
„Flohe hin", antwortete Tante Selene. „Der Kamin vom Zeremoniensaal wird von Lupin überwacht, er wird dich reinlassen!"
Harry seufzte, was eine Haarlocke von Luna hochfliegen ließ.
„Gut, ich gehe hin", antwortete er.
Sein Blick traf wieder Lunas.
„Kommst du mit?", murmelte er.
Sie nickte.
„Gut", sagte er und küsste sie kurz. „Geh zuerst, ich schaue, was Ron und Hermine draußen treiben und ich folge dir."
Luna griff nach einer Handvoll Pulver, betrat den Kamin und verschwand in einer Rauchwolke. Harry ging zur Glastür und versuchte, seine Freunde etwas weiter von hier zu erblicken. Hermine stand an den großen Kirschbaum gelehnt und Ron war hinter einem Busch versteckt. Harry, der sie nicht stören wollte, ließ sie sich miteinander auseinandersetzen. Er griff auch nach einer Handvoll Pulver und betrat den Kamin.
„Zeremoniensaal des Zaubereiministeriums."
Eine Rauchwolke explodierte und Harry befand sich voller Asche im großen Zeremoniensaal, aber während ihm Lupin half, wieder aufzustehen, erklang ein bekanntes Lied.
„Alles gute zum Geburtstag, Harry", sagte der Werwolf, während etwa sechzig Leute das Ständchen sangen und anschließend klatschten.
Sie waren fast alle da. Alle Gryffindors und die Mitglieder der DA sowie ein großer Teil der Auroren, die ehemaligen Mannschaftsmitglieder wie Oliver Wood sowie die meisten Weasleys, sein Onkel Neil und sein Cousin Mark. Harry blieb vor Überraschung wie versteinert mit offenem Munde stehen. Er hatte noch nicht richtig verstanden, was los war, als geklatscht wurde und ihn Luna am Arm ergriff.
„Du wusstest es, natürlich", fragte er.
„Ich wollte bloß sicher sein, bevor ich hier ankam, dass du nur mich sehen würdest, denn Cho ist auch da", murmelte sie.
„Bist du eifersüchtig?"
„Nur vorsichtig."
Die Leuten hörten allmählich auf zu klatschen und alle schwiegen, um auf Harrys Reaktion zu warten. Er fühlte sich deswegen unwohl und lächelte schüchtern.
„Ähm... Onkel Neil... Tante Selene möchte, dass du nach Hause kommst, weil die Gäste bald ankommen werden."
Manche Leute lachten.
„Nun... ähm... Danke... ich frage mich, wieso Ron, Luna und Ginny sich darum bemüht haben, das Wohnzimmer zu dekorieren, wo wir doch nachher alles wegnehmen müssen. Ich bin ganz schön reingelegt worden. Auf jeden Fall bin ich sehr froh, euch alle hier zu sehen. Ja... eigentlich bin ich sprachlos."
Harry seufzte.
Alle waren versammelt und einer von ihnen würde sterben. Das war noch schlimmer als das, was er sich vorgestellt hatte. Er hätte glücklich sein sollen, alle zu sehen, und doch gewann nun Traurigkeit die Oberhand. Er musterte alle Leute um sich herum. Jede Mimik, jedes Augenblinzeln in der Umgebung schien sich zu verlangsamen. Wie konnte er glücklich sein, obwohl er wusste, dass das Schicksal eines von ihnen so plötzlich sein Ende finden würde? Wie konnte er eine so schöne Feier genießen?
Plötzlich fingen etwa hundert Knallkörper an auf dem Boden zu explodieren, was die Gäste aufspringen ließ, die versuchten, den Funken auszuweichen, damit ihre Kleidung nicht Feuer fing.
„FRED! GEORGE!", rief Mrs Weasley noch lauter als das Getöse der Explosionen aus, während sie auch hin und hersprang.
„LASST DIE SHOW BEGINNEN!", riefen die Zwillinge aus.
Als die Explosionen aufhörten, wurde der Raum von Musik erfüllt. Die Weasleys, Harrys Familie und Mr Lovegood näherten sich ihm.
„Wir lassen euch Jugendliche unter euch", sagte Onkel Neil. „Ich muss heute dem neuen Minister das Amt weitergeben. Hier ist er!"
Onkel Neil schlug Mr Weasley auf den Rücken und Rons Vater schwankte leicht.
„Also haben Sie sich schließlich entschieden!", rief Luna aus. „Herzlichen Glückwunsch!"
„Danke Luna", sagte Mr Weasley. „Aber ich habe den Eindruck, dass es ein Danaergeschenk ist."
„Du wirst es perfekt schaffen!", rief Onkel Neil aus. „Du bist viel weniger nervös als ich."
„Darf ich Sie interviewen, Herr Minister?", fragte Mr Lovegood.
„David! Höre mit dem Blödsinn auf", antwortete Mr Weasley, dessen Gesicht Feuer gefangen zu haben schien.
„Was, wenn wir diese jungen Leute alleine lassen würden?", sagte Onkel Neil. „Wir haben noch viel Arbeit. Und übrigens hat Selene für uns gekocht. Lupin?"
„Ja?"
„Treiben Sie keinen Blödsinn mit dieser Bande von Jugendlichen. Harry überwacht Sie."
„Sie dürfen mir nichts mehr sagen, Sie sind kein Minister mehr", antwortete Lupin.
„Kaum Auror und schon undankbar", seufzte Onkel Neil. „Das ist dein Danaergeschenk, Arthur."
Neil drehte sich zu Harry um.
„Ich hätte dich so gerne wachsen sehen, und da bist du schon erwachsen", seufzte er. „Ich hoffe, es gefällt dir?"
„Sehr, danke", antwortete Harry. „Danke an alle."
Ja, diese Geste gefiel ihm, aber er verstand nicht. David Lovegood und Arthur Weasley standen da, als wäre nichts passiert, obwohl sie nach dem, was er im Denkarium gesehen hatte, beide wussten, dass ihre Kinder gefährdet waren, weil sie mit ihm verkehrten. Und doch hinderten sie sie nicht daran, mit ihm zu verkehren. Vielleicht, weil es sowieso nichts ändern würde. Vielleicht zwangen sie sich, nett zu ihm zu sein...
Dieser Abend war für ihn einfach wunderbar. Seine größte Freude hatte er daran, seine Freunde beobachten zu können, als wäre es das letzte Mal. Er genoss diese letzten Momente mit ihnen, ohne völlig davon profitieren zu können, denn er war starr vor Schreck, einen von ihnen zu verlieren.
Er hatte kaum die Zeit zu sehen, wie Ron in einer Ecke mit Seamus sprach und wie Hermine mit Susan Bones redete. Alles schien normal zu sein. Was die Geschenke betraf, so hatte er unzählige davon bekommen. Er schenkte besonders auf Lupins Geschenk Aufmerksamkeit.
„Das Fotoalbum der Rumtreiber", sagte er. „Wir haben eine Menge Fotos zusammen gemacht und ich habe sie mit denen gesammelt, die ich auf dem Dachboden bei den Blacks gefunden habe. Ein Glück, dass sie dieser Hauself nicht in den Müll geworfen hat."
Harry blätterte schnell durch, bis er ein Foto sah, wo die vier Rumtreiber zusammen am Seeufer lachten.
„Hmm... Ich hätte vielleicht Pettigrew von diesem Foto weghexen sollen."
„Nein", sagte Harry. „Damals waren Sie Freunde. Wenn Sie ihn weggehext hätten, wäre es nicht die Wirklichkeit gewesen. Danke. Das ist ein sehr schönes Geschenk."
Es überraschte ihn selbst, so etwas zu sagen. Pettigrew auf diesem Foto anzunehmen, könnte heißen, dass er ihm seine Taten verziehen hätte. Das war natürlich nicht der Fall. Alles, was Harry wirklich wollte, war eine Erinnerung an seinen Vater, und Pettigrew gehörte dazu.
Es war beinahe drei Uhr morgens, als der Raum allmählich leer wurde. Es blieben nur noch Ron, Hermine, Neville und Harry, die die Geschenkpapiere verschwinden ließen.
„Du solltest deine Geschenke hier lassen", sagte Hermine. „Du wirst sie morgen früh holen."
„Gehen wir heim?", fragte Ron Harry. „Kann ich bei dir übernachten?"
„Ja, klar."
Ron ging wortlos auf den Kamin zu und flohte zu den Evans, ohne Hermine Aufmerksamkeit zu schenken. Als er verschwunden war, legte Hermine den Kopf auf Nevilles Schulter und brach in Tränen aus, als hätte sie sich den ganzen Abend lang zurückgehalten.
„Hermine, was ist..."
„Ich habe ihn darum gebeten, dass wir nicht mehr zusammen sind", schluchzte sie.
