Hallo an alle! Und hier kommt das nächste Kapitel von Gabrielle Lavandes Geschichte Harry Potter et la Clé de l'autre monde. Ob ihr reviewt oder nicht, ihr nehmt euch die Zeit, diese Geschichte zu lesen, also Danke. Und obwohl ich sie mit jedem Kapitel mit Fragen bombardiere, korrigiert sie immer wieder und will sogar noch mehr, also einen herzlichen Dank an Verliebtindich!
Disclaimer: Wie immer, nichts gehört zu mir, beinahe alles gehört zu JK Rowling und der Warner Bros und weder ich noch Gabrielle verdienen Geld mit dieser Geschichte.
Harry Potter und der Schlüssel zur anderen Welt
Kapitel 22:Wer bist du? Basil Cirkus...
In dieser Nacht hatte Harry Schwierigkeiten zu schlafen. Das Gesicht von Professor Trelawney erschien immer wieder vor seinem inneren Auge sowie das Foto, auf dem die junge Frau mit der Narbe stand. Dieses Foto war vor zwanzig Jahren aufgenommen worden, und auch wenn beide von hinten gesehen gleich aussahen und gleich groß zu sein schienen, war er nicht sicher, dass Trelawney tatsächlich die Person auf dem Foto war. Er musste sicher gehen, dass sie es tatsächlich war.
„AAAAAUUUUUUFSTEEEEEEEEEHEEEEEEEN!"
Harry schreckte aus dem Schlaf hoch und bekam ein Kopfkissen auf den Kopf, so dass er plötzlich wieder nach hinten fiel.
„WAS IST LOS, VERDAMMT NOCH MAL! LASST MICH SCHLAFEN!", schrie er, den Kopf unter dem Kopfkissen.
„ZAUBERTRÄNKEUNTERRICHT IN ZEHN MINUTEN, IHR FAULENZER!", schrie wieder die gleiche Stimme.
„WAS?"
Harry setzte sich sofort auf. Er erblickte, wie Seamus den Sonoruszauber annullierte, und sah Ron, der am Boden auf der Matratze saß, die ihm als Bett diente, und der genauso erschöpft und überrascht aussah wie er selbst.
„Endlich!", sagte Dean. „Ich weiß nicht, was ihr heute Nacht gemacht habt, aber ihr solltet früher ins Bett gehen. Es ist 8:50 Uhr und wir haben Zaubertränkeunterricht in zehn Minuten. An eurer Stelle würde ich mich beeilen."
Harry und Ron stießen einen Ausruf aus und zogen sich eilig an, bevor sie durch die Gänge bis zum Klassenzimmer liefen.
„Sie sind bereits drinnen!", rief Ron aus. „Es wird was setzen! Deine Tante wird uns kein Pardon geben!"
Harry klopfte und betrat langsam den Raum, indem er die knarrende Tür öffnete.
„Kommen Sie herein, alle beide!", seufzte Tante Selene.
„Entschuldigen Sie."
„Sie haben Glück, dass mir Professor Irre die Lage erklärt hat, sonst hätte ich Sie hinausgeworfen", antwortete sie mit beißender Stimme. „Glücklicherweise für Sie machen wir diesen Unterricht gemeinsam. Setzen Sie sich."
Und tatsächlich saß Professor Irre auf dem Schreibtisch neben Harrys Tante und war gerade dabei, ein Fläschchen, das eine rosige Flüssigkeit enthielt, genau zu betrachten und leicht zu schütteln.
„Aldysse, schütteln Sie dieses Produkt bitte nicht, es gibt hier Substanzen, mit denen man vorsichtig umgehen muss."
„Hoppla, tut mir leid!", sagte Professor Irre und stellte das Fläschchen so eilig zurück, dass sie es beinahe fallen ließ.
Tante Selene seufzte tief.
„Kommen wir zu den ernsten Themen", fuhr Professor Evans fort und ignorierte dabei das Gelächter ihrer Schüler. „Wenn ich Professor Irre darum gebeten habe, an diesem Unterricht teilzunehmen, war es nicht, damit sie mein Klassenzimmer verwüstet, sondern es war aus einem anderen Grund."
„Oh, du bist hart zu mir!", rief Aldysse Irre aus, was die Schüler abermals lachen ließ.
Tante Selene drehte sich zu ihr um und warf der Verteidigungslehrerin einen mörderischen Blick zu, so dass ihr lautes Gelächter verstarb.
„Ich sagte also", fuhr sie mit strenger Stimme fort, „dass Professor Irre aus einem sehr bestimmten Grund da ist. Sie haben eine wichtige Etappe in ihren Zaubertränkekenntnissen erreicht. Wir werden jetzt mit einem wichtigen Kapitel Ihrer Ausbildung anfangen: Die aktuellen Recherchen über die Zaubertränke. Manche sind gerade bei der Recherchephase und dienen dem medizinischen Fortschritt. Andere, wie jener, den wir jetzt studieren werden, wurden zu einem bösen Zweck erschaffen. Es gibt verbotene Flüche, und dies ist ein verbotener Zaubertrank. Kennt jemand den Totenbelebungstrank?"
Eine völlige Stille herrschte einige Sekunden lang.
„Keiner?"
Harrys Blick, sowie der von den meisten Schülern, richtete sich auf Hermine, die sich seltsamerweise auf ihrem Stuhl so klein wie möglich machen zu wollen schien und ihr leeres Pergamentstück mit weit offenen Augen anstarrte.
„Ich beruhige Sie, es ist eher normal, denn er wird hauptsächlich in schwarzmagische Büchern erwähnt, die vor kurzem erschienen sind und nicht verkauft werden dürfen."
„Ich muss Ihnen sagen, dass auch ich beruhigt bin, dass keiner unter Ihnen diesen Trank kennt", fügte Aldysse Irre hinzu. „Ich glaube, ich hätte jene, die diesen Trank kennen, direkt nach Askaban geschickt."
„Danke für diesen höchst konstruktiven Eingriff, Professor Irre", erwiderte Tante Selene bissig. „Sie sollten wissen, dass das Brauen dieses Trankes vor etwa zwanzig Jahren eines der wichtigsten Ziele von Du-Weißt-Schon-Wem war. Nach seinem Verschwinden vor sechzehn Jahren haben wir in einem seiner geheimen Labore manche Fetzen von diesen Recherchen gefunden. Es ist sehr einfach, diesen Trank zu benutzen: Man braucht nur einen Tropfen von diesem Trank auf die Lippen eines Toten zu legen und einen Schluck aus dem selben Trank zu trinken. Derjenige, der aus dem Trank getrunken hat, stirbt sofort, aber seine Seele wird direkt in den Körper des Toten eingehaucht, der wiederbelebt wird. Dieser Trank würde es also erlauben, den Körper eines Toten zu besitzen und die Wirkung des Vielsafttrankes zu vermeiden, der nach einer Stunde verschwindet, da dieser Trank endgültig und permanent wäre. Wie ich Ihnen aber gesagt habe, die Experimente wurden nicht zu Ende geführt und er wurde inzwischen verboten."
Ron hob den Arm.
„Ja, Mr Weasley?"
„Mit der Rückkehr von... na ja... Kann es sein, dass er seine Recherchen über diesen Zaubertrank weiterführt, da er nun..."
Stille herrschte wieder.
„Um solche Fragen zu beantworten, habe ich Professor Irre darum gebeten, an diesem Unterricht teilzunehmen", antwortete Tante Selene. „Aldysse?"
Aldysse Irre sprang vom Schreibtisch herunter, auf dem sie saß, und säuberte kurz ihren Umhang.
„Es ist evident, dass er versucht, die Formel für den Zaubertrank wieder zu erlangen. Aber allein wird er es nie schaffen. In Zaubertränken ist er eine wahre Niete."
Ein bestürztes Durcheinander herrschte im Klassenzimmer. Die Schüler waren entsetzt zu hören, wie die Verteidigungslehrerin sprach.
„Das einzige Mittel, das er hat, um die Formel wieder zu finden, ist, berühmte Zaubertrankmeister für sich zu gewinnen, die dazu fähig sind, einen so komplexen Trank zu brauen. Ja, Miss Granger?"
„Hat ihm Professor Snape helfen können?", fragte Hermine.
„Nach dem, was wir Ihrem ehemaligen Lehrer entlocken konnten, hat er das getan", meinte Aldysse Irre und verzog das Gesicht. „Wir schafften es, dass er dies gestand, obwohl seit letztem Jahr alle Sicherungen bei ihm durchgebrannt sind und seine Worte manchmal inkohärent sind... Seit er im Sankt Mungo in Gesellschaft eines gewissen Lockharts liegt, ist er ein bisschen träge. Wie auch immer, wir sind sicher, dass er den Trank nicht fertig gestellt hat. Jedoch kann ein anderer Zaubertrankmeister dem Feind helfen und sie ist frei. Ich rede von Bellatrix Lestrange."
Wieder waren die Schüler entsetzt.
„Ruhe! Ruhe! Sie haben nichts zu fürchten! Das feindliche Lager ist zahlenmäßig zu schwach, dass er wirklich einflussreich sein könnte, und es gibt ein sehr einfaches Mittel, um eine besessene Person zu erkennen: Ein blauer Fleck am Hals, der ziemlich einfach zu sehen ist, und das ist ja ein extrem seltener und komplexer Trank."
„Ja, natürlich, beruhigen Sie sich. Glauben Sie nicht, dass Du-Weißt-Schon-Wer den Geist von einem unter Ihnen besessen hat, das ist nicht der Fall. Das ist sogar praktisch unmöglich."
„Aber ist das nicht besorgniserregend?", fragte Harry. „Wenn Voldemort jemanden tötet und seine Identität annimmt, kann er völlig unbemerkt nach Hogwarts kommen."
„Seien Sie bitte nicht paranoid!", fuhr Tante Selene fort. „Aldysse, ich hatte Ihnen gesagt, Sie sollten Ihre Worte mäßigen, um zu vermeiden, diese jungen Leute umsonst zu erschrecken."
„Das ist trotzdem ein Risiko..."
„Aldysse!"
„Na gut, alles klar..."
Tante Selene beruhigte ihre Schüler, indem sie ihnen drohte, ihnen Punkte abzuziehen, was die Klasse wieder verstummen ließ.
„Wie gesagt, es gibt keinen Grund, paranoid zu werden", sagte sie. „Einerseits, weil das Brauen dieses Tranks extrem lang dauert und extrem komplex ist, andererseits, weil er noch nicht perfekt ist und weil eine der wichtigsten Zutaten sehr selten ist: Der pulverisierte Schnabel eines Diricawls, eines, wie Sie bereits wissen, heute ausgestorbenen Tiers. Es sind insgesamt sechs Schnäbel übrig auf der ganzen Welt und alle Zaubereiministerien beobachten deren Handel sehr aufmerksam. So lange keiner dieser Schnäbel verschwunden ist, gibt es keinen Grund zur Panik."
Hermine hob wieder die Hand.
„Ja?"
„Professor! Ich... ich... vor sechzehn Jahren..."
Hermine hielt einen Augenblick inne und warf Harry einen traurigen Blick zu.
„Vor sechzehn Jahren befand sich V... Voldemort ohne Körper... hat er versucht... den Körper von... die Formel hat nicht geklappt, stimmt's?"
Hermines Stimme zitterte jetzt. Mit verkrampftem Herzen drehte sich Harry zu seinen beiden Lehrerinnen um und wartete auf die Antwort. Tante Selene drehte das Gesicht zu Aldysse Irre um, als wollte sie den Blick ihres Neffen meiden. Aldysse Irre senkte den Blick eine Zeit lang, dann sah sie Harry in die Augen.
„Staatsgeheimnis", sagte sie langsam.
Harry stand langsam auf und sammelte seine Sachen ein. Es war zu viel. Er verließ den Raum mit langsamen Schritten, ohne dass ihn irgendjemand aufzuhalten versuchte. Unter dem Blick der anderen machte er die Tür wortlos auf. Nach all diesen Jahren verheimlichte man ihm noch Dinge über diese eine Nacht. Wie konnte man ihm so etwas antun.
„Harry?"
Harry drehte sich um und sah, wie sein Tutor ein paar Meter hinter ihm stand.
„Harry, was ist denn los mit dir?"
Cirkus holte Harry schnell ein und der Blick des Jugendlichen wurde plötzlich trüb.
„Warum? Warum gibt es immer noch Dinge, die ich nicht weiß?", fragte Harry und wurde lauter. „Warum weiß jeder besser als ich, was in dieser Nacht passiert ist? Warum will mir keiner etwas sagen?"
Cirkus senkte mitleidig den Kopf.
„Manchmal fehlt es Aldysse an Takt.", sagte er telepathisch. „Sie wurde in einer schrecklichen Familie großgezogen, so dass sie Schwierigkeiten hat, das zu begreifen, was ihre Worte bei anderen Leuten bewirken können."
„Ich möchte nur, dass man mir die Dinge deutlich sagt", sagte Harry mit zitternder Stimme. „Ich würde das für mich behalten, man könnte mir einen Fluch aufhalsen, damit ich nie davon erzählen kann, aber ich will es wissen."
Cirkus legte seine Hand auf Harrys Kopf und zerzauste liebevoll seine Haare.
„Wie sehr ich dich verstehe", sagte Cirkus. „Du wirst also verstehen, dass du das, was ich dir jetzt erzählen werde, für dich behalten musst."
Von dieser Geste überrascht, schaute Harry seinem Tutoren tief in die Augen, die durch die kalte Maske, die sein Gesicht verdeckte, kaum zu sehen waren. Sie schienen tiefschwarz zu sein. Jedenfalls sehr dunkel.
„Was ich weiß, ist, dass Er in jener Nacht den Trank genommen hat. Was ich auch weiß, ist, dass man auf den Lippen deiner Mutter Spuren dieses Trankes gefunden hat."
Cirkus schwieg einen Augenblick lang.
„Warum meine Mutter?", fragte Harry.
„Deswegen."
Cirkus legte seinen Zeigefinger auf Harrys Narbe und ließ ihn die Form herunterlaufen.
„Tatsache ist, dass Voldemort sehr große Schwierigkeiten hatte zu akzeptieren, dass er die Narbe des Todes nicht bekommen hat. Darum versuchte er, die bekannteste Narbe zu bekommen: Die der Hoffnung. Darüber hinaus war er sicher, dass du es warst, der in der Prophezeiung erwähnt wurde. Indem er die Narbe deiner Mutter nahm und dich tötete, schlug er zwei Fliegen mit einer Klappe. Doch es ist nicht alles geschehen wie er es vorgesehen hatte. In dem Moment, da er vom Körper deiner Mutter Besitz ergreifen wollte, hat er gesehen, dass die Narbe an dich weitergegeben worden war. Er hat bestimmt deinen Körper bekommen wollen, aber die Formel war nicht perfekt und seine erwachsene Seele konnte nicht in einem so kleinen Körper wie deinem bleiben. Anscheinend waren die Teste, die für diesen Trank gemacht worden waren, mehr als ungenügend. Das ließ Voldemort in dieser Nacht seinen Körper verlieren."
Harry senkte einen Moment lang die Augen. Er spürte einen Kloß im Hals und konnte nur noch schwer atmen.
„Ich wiederhole es für dich", fuhr Cirkus fort. „All das ist bloß eine Hypothese. Die einzigen Leute, die es uns bestätigen könnten, wären Voldemort und Lily. Aber man müsste von den Toten zurückkehren, um ihre Version der Geschichte zu kennen."
Harry blieb still und schaute auf seine Füße.
„Alles in Ordnung?"
„Ja", antwortete Harry mit bitterer Stimme. „Ich glaube, ich muss mich für meinen nächsten Unterricht vorbereiten."
„Wahrsagen?"
„Ja."
„Mein armer Kerl!"
Harry lächelte schüchtern.
„Ich habe sie auf dem Foto gesehen. Sie wollte sich nicht umdrehen."
„Ach, das weiß ich wohl", sagte Cirkus. „Jahre lang haben wir gesucht, wer sie sein konnte."
Harry hob plötzlich den Kopf und sein Gesicht wurde heller.
„Sie haben Jahre lang gesucht... aber... dann heißt es..."
„Oh... ich habe nichts gesagt! Ich habe nichts gesagt!", sagte Cirkus mit einem Anflug von Panik in der Stimme.
„Ich weiß aber schon, dass Sie nicht Lupin sind und auch nicht Pettigrew..."
„Bitte, Harry, hör mit dieser Schlussfolgerung auf und geh nicht weiter. Aldysse wird etwas fühlen und da wird es was setzen!"
„Aber wie hast du es geschafft, um..."
„Harry, hör auf!", sagte Cirkus strenger per Telepathie. „Sirius und James sind tot, verstehst du? Sie sind tot! Mehrere Leute kennen dieses Foto, mehrere Leute haben Jahre lang gesucht, wer diese Narbe hatte, also reg dich nicht so auf."
„Aber dennoch..."
Harry holte ein Stück Pergament und eine Feder aus seinem Rucksack und schrieb zwei Wörter: Basil Cirkus.
„Es ist kein Zufall, oder? Wie konnte ich so blind sein?", sagte Harry und schlug sich auf die Stirn. „Sag mir, dass du es bist, bitte!"
„Ich habe dir bereits geantwortet", sagte Cirkus und drehte sich zum Entfernen um. „Und jetzt, beeile dich, mit Professor Trelawney zu reden, sie kann dir Dinge beibringen."
Cirkus begann schon die Treppe zum dritten Stock hinaufzusteigen, als sich Harry stark konzentrierte, um telepathisch zu schreien:
„SIRIUS!"
Cirkus hielt kurz inne, ging dann aber weiter.
