Hallo an alle! Und hier kommt das nächste Kapitel von Gabrielle Lavandes Geschichte Harry Potter et la Clé de l'autre monde. Viel Spaß beim Lesen und vielen Dank an Verliebtindich für ihre Korrekturen und Verbesserungen.
Disclaimer: Wie immer, nichts gehört zu mir, beinahe alles gehört zu JK Rowling und der Warner Bros und weder ich noch Gabrielle verdienen Geld mit dieser Geschichte.
Harry Potter und der Schlüssel zur anderen Welt
Kapitel 23:Die Verbindungen:
„Harry! Harry!", sagte eine sanfte Stimme.
„Äh, was?"
Oben im Turm, gerade unter dem Klassenzimmer von Professor Trelawney, wurde Harry aus seinen Gedanken wie aus einem tiefen Schlaf erweckt.
„Alles in Ordnung?", fragte Hermine mit einem besorgten Blick.
„Ja... alles klar..."
Mit leerem Blick erinnerte sich Harry an Cirkus' Silhouette auf der Treppe, wie er plötzlich innegehalten hatte, als er „Sirius" zu ihm gerufen hatte. Das war er, er war sich sicher. Gleiche Silhouette, gleiche Gesten. Und diese Art ihn zu beruhigen, ihm das Haar zu zerzausen, als wäre er bloß ein Kind.
„Harry, bist du sicher, dass alles in Ordnung ist?", fragte Ron.
„Ja... ja...", antwortete Harry mit schwacher Stimme.
Er sah sich um, während sich die Schüler unter dem Klassenzimmer für Wahrsagen sammelten. Er winkte Ron und Hermine näherzukommen und flüsterte ihnen ein paar Worte zu:
„Ich muss euch sprechen... Es ist sehr wichtig."
„Natürlich Harry!", meinte Ron traurig. „Das ist normal, nach dem, was Professor Irre gesagt hat."
„Äh? Aber es handelt sich nicht..."
Im gleichen Augenblick fiel die Leiter zum Klassenzimmer für Wahrsagen zu Boden.
„Wir müssen hoch", sagte Ron.
„Wir treffen uns im Raum der Wünsche nach eurem Unterricht. Ich sage Ginny und Luna Bescheid."
Hermine stellte eine Hand auf Harrys Schulter.
„Nur Mut."
„Ich habe dir schon gesagt, es geht!"
Hermine sah Harry wieder mitleidig an und ging herunter.
Nach einem genauso langweiligen wie widerlichen Unterricht über die Weissagungsmethoden der Babylonier – die Zukunft lasen sie nämlich in den Eingeweiden von Schafen – standen alle Schüler allmählich, um den Raum zu verlassen. Harry blieb sitzen und schaute bange zu Professor Trelawney, die die Tafel gerade abwischte.
„Gehen wir?", fragte Ron.
„Nein, ich muss mit ihr sprechen."
„Aber Harry, sie wird dir nichts sagen, wenn sie es ist."
„Ich werde sie nicht darüber fragen. Ich möchte mit ihr über die Träume reden, die ich habe. Wartet im Raum der Wünsche auf mich, ich hole euch später ein."
Ron nickte und ging weg.
Während Professor Trelawney dabei war, ihre Bücher einzusammeln, prüfte Harry, ob sie tatsächlich nur noch zu zweit im Raum waren, und räusperte sich, um ihr zu zeigen, dass er immer noch da war.
„Oh... Sie sind immer noch da?", fragte Professor Trelawney mit einem breiten Lächeln. „Haben Sie Fragen zu unserem heutigen Unterricht?"
Harry musterte seine Wahrsagelehrerin, während sie sich ihm näherte. Die riesige Brille, die sie trug, schien ihre Augen größer wirken zu lassen.
„Eigentlich... wollte ich Ihnen Fragen über etwas anders stellen. Mein Tutor hat mir gesagt, ich sollte zu Ihnen gehen."
„Mr Cirkus?"
Harry nickte. Sybill Trelawney drehte sich plötzlich um, ging zu ihrem Schreibtisch und holte ihren Zauberstab.
„INSONORUS!"
Die Lehrerin legte dann wieder ihren Zauberstab und fing an, nervös auf und ab zu gehen. Sie schien vor Schreck zu beben. Sie, die sonst immer weg von der realen Welt zu schweben schien, schien nun auf den Boden wieder heruntergefallen zu sein.
„Egal, was er Ihnen gesagt hat, er durfte es nicht! Ich empöre mich gegen diesen Mann. Er ist wirklich des Vertrauens unwürdig."
„Aber..."
„Ich hatte doch von Anfang an gesagt, dass er nicht Ihr Tutor werden durfte. All das ist viel zu ernst. Es wird mit einem Blutbad enden, und wenn er schon jetzt anfängt, die Spielregeln nicht einmal zu beachten, wird es noch schlimmer werden..."
„Aber Professor..."
„Übrigens muss man bloß schauen, wo er herkommt, dann sieht man wohl, dass er des Vertrauens unwürdig ist. Aber was hat er Ihnen genau gesagt?"
„Überhaupt nichts, aber Sie haben eben das bestätigt, was ich entdeckt habe."
„Ach, ähm... ich..."
Professor Trelawney öffnete und schloss abwechselnd den Mund.
„Er hat mir gesagt, ich sollte zu Ihnen gehen, weil ich... zurzeit Träume habe."
„Ach... ich... ich... Was wissen Sie eigentlich?", fragte Trelawney und ignorierte Harrys letzte Bemerkung.
„Ich weiß, dass Sie das Mal haben."
„Und..."
„Und das war's, ich habe es erst gestern erfahren, dank meinem Buch und einem Foto."
„Ach..."
Es herrschte eine verlegene Stille.
„Sie... Sie haben also Träume?"
„Ja... Vorahnungsträume."
„Ach, natürlich", antwortete Trelawney mit einem mitwissenden Lächeln. „Machen Sie sich doch keine Sorgen deswegen, es ist völlig normal. Es ist wegen unserer Verbindungen. Hat man Ihnen noch nicht Bescheid gesagt?"
„Nein", sagte Harry mit weit offenen Augen.
Das Wort „Verbindung" ließ ihn fürchten, er wäre irgendwie mit seiner Lehrerin verwandt.
„Im Buch des Menschen gibt es ein langes Kapitel über die Verbindungen zwischen den verschiedenen Narben. Es ist der Mensch, der diese Verbindung erschaffen hat, damit unsere Mächte ineinander verschmelzen, wenn wir uns einander nähern und uns alle treffen würden. So besitzen Sie einen Teil meiner Macht und werden bald auch ein wenig von Professor Irres und von Basil Cirkus' Macht bekommen. Und bald, wenn unsere Verbindungen solider werden, wird der Schlüssel von all dem profitieren können und wir werden ihn dann erkennen können. Auch wenn ich Ihnen nicht verheimlichen will, dass es dank der Macht meines Inneren Auges überdeutlich ist, dass nur Sie der Schlüssel sein können."
„WIE BITTE?", rief Harry aus.
„Aber natürlich! Ich kann es Ihnen sagen, und sowieso werden Sie mit ihrem Inneren Auge, das sich immer mehr entwickelt, bestimmt verstehen, dass nur Sie es sein können. Sie sind ständig vom Tod umgeben! Nun wissen wir alle, dass der Schlüssel sterben muss, oder? Daher können nur Sie es sein."
„Natürlich", seufzte Harry erleichtert.
„Es tut mir Leid, mein Junge. Ein so großes Schicksal, das von einem tragischen Tod beendet wird. Wissen Sie, dass ich eine Erleuchtung hatte, mein Kind? Ein Titel auf der ersten Seite in der Zeitung: Der berühmte Harry Potter stirbt in vollem Ruhm. Das hat mich so sehr betrübt. Ich habe gespürt, wie sich mein Herz vor Trauer verkrampfte. Es gibt Momente, wo ich hoffe, dass sich mein Inneres Auge irrt. Aber Es ist ja in mir, Es ist ein Teil von mir..."
„Professor..."
„Es ist ein Talent, das seit Generationen und Generationen immer stärker geworden ist. Übrigens bewunderten alle anderen Großen Zauberer der Legende die Macht meines Vorfahrens..."
„Profess..."
„Ich bin so stolz auf dieses Erbe, aber andererseits bringt es mich so oft zum Infragestellen meines Selbsts. Zum Glück ist meine Persönlichkeit stark genug, um diese riesige Macht zu empfangen."
„Professor Trelawney!", rief Harry aus.
„Wie bitte?"
„Professor, ich muss weg."
„Ach, natürlich! Ein wunderbarer Astronomieunterricht erwartete Sie, richtig? Es ist mein Inneres Auge, mein Lebensführer, das es mir gesagt hat."
„Es ist Mittagessen, Professor."
„Ja, natürlich, und danach haben Sie Ihren wunderbaren Astronomieunterricht über das Sternbild von..."
„Mein Astronomieunterricht findet übermorgen statt."
„Nach dem Mittagessen?"
„Ähm... ja..."
„Sehen Sie: Ich wusste es!", rief Professor Trelawney siegessicher aus. „Gut, seien Sie nicht zu spät zum Unterricht, Sie sind schon lange genug hier geblieben."
„Ja, Professor", sagte Harry mit leicht spöttischer Stimme und verließ das Klassenzimmer.
