Hallo an alle! Und hier kommt das nächste Kapitel von Gabrielle Lavandes Geschichte Harry Potter et la Clé de l'autre monde. Ob Beta oder nicht, ob weiblich oder männlich, ohne Leser hätten diese Geschichte und diese Übersetzung keinen Zweck. Danke also an Verliebtindich und an alle anderen LeserInnen und viel Spaß beim Lesen.
Disclaimer: Wie immer, nichts gehört zu mir, beinahe alles gehört zu JK Rowling und der Warner Bros und weder ich noch Gabrielle verdienen Geld mit dieser Geschichte.
Harry Potter und der Schlüssel zur anderen Welt
Kapitel 25:Die Falle:
„Dieses Ding da gehört zu deiner Verkleidung?"
„Ja, Ron", sagte Harry und rückte sein Kostüm zurecht. „Vorsicht, du könntest dir weh tun. Cho hat mir eine echte gegeben, aber ich glaube, sie fasst nicht, wie gefährlich es sein kann. Anscheinend kennt sie sich mit Muggelsachen nicht wirklich gut aus."
„Und wozu dient es?"
„Es ist eine Motorsäge, Ron. Sie dient zum Holzfällen."
Ron setzte sich zweifelnd auf sein Bett.
„Warte, ich glaube, ich habe nicht alles verstanden. Ich dachte, du wärst als ein Muggelheiler verkleidet?"
„Ja, das stimmt!"
„Moment, ich habe Angst zu verstehen", sagte Ron und fuhr sich mit den Händen übers Gesicht. „Du meinst, dass die Muggelheiler so was benutzen, um euch zu behandeln?"
Harry lächelte spöttisch und sah dabei sein Spiegelbild an.
„Natürlich, sie nutzen das, um uns zu öffnen und in unseren Eingeweiden zu wühlen. Und Hermines Eltern, die Zahnärzte sind, nutzen eine winzige Sorte davon, um unsere Zähne zu heilen."
„Oh Merlin!", sagte Ron mit einem Blick voller Abscheu. „Nie im Leben darf mich ein Muggelheiler anfassen!"
„Ron, ich scherzte!"
„Warum gehört dann dieses Ding zu deiner Verkleidung?"
„Es würde ziemlich lange dauern, es dir zu erklären, und es ist Zeit. Ich muss gehen. Bist du sicher, dass du nicht kommen willst?"
Rons Gesicht verfinsterte sich.
„Ich habe keine Verkleidung... und... und ich habe keine Tanzpartnerin."
„Wer ist denn daran schuld?"
„Jetzt hör bloß damit auf!", rief Ron aus. „Ich habe diese ganze Sache immer noch nicht verdaut. Ich werde mir dieses gute Buch über Quidditch holen und es in aller Ruhe im Gemeinschaftsraum lesen."
„Wie du willst!", antwortete Harry, zuckte mit den Schultern und nahm seine Motorsäge wieder. „Ich werde trotzdem einen Sicherheitszauber darauf wirken, damit das Ding nicht mehr gefährlich ist. Und ich werde es noch dazu ein bisschen leichter machen."
„Und Luna, als was ist sie verkleidet?"
In Harrys Augen glänzte plötzlich ein seltsames Leuchten.
„Als eine Krankenschwester", sagte Harry und stellte sich Luna in ihrem Kostüm vor. „Es ist die Assistentin vom Arzt."
„Harry?"
„Ja, Ron?"
„Tut mir leid, dass ich dich aus deinen Gedanken reißen muss, die mir fragwürdig zu sein scheinen, aber es wird spät."
„Äh? Ach, ja!"
Harry wirkte einen letzten Zauber auf seine Motorsäge und ging die Treppe zum Gemeinschaftsraum zusammen mit Ron hinunter.
„Mensch, es ist schon keiner mehr da! Ich bin echt spät dran."
„Ja, das ist seltsam", meinte Ron und blickte zur Treppe. „Es sieht leer aus."
„Hofftest du auf jemanden, Ron?"
Der Rothaarige setzte sich in den Sessel am Kamin, öffnete sein Buch und warf Harry einen düsteren Blick zu.
„Du bist nicht lustig. Mit wem geht sie?"
„Mit keinem. Sie hat mir gesagt, sie würde heute Abend hier unten lernen. Übrigens höre ich die Treppe knarren, das ist sie bestimmt, ich lasse euch zusammen."
„Harry, lass mich nicht allein!", sagte Ron mit einem Panikanflug in der Stimme.
„Tut mir leid, ich bin schon viel zu spät dran. Schönen Abend noch!"
„Harry!"
Doch Harry hatte die Tür bereits hinter sich geschlossen und setzte einen sehr zufriedenen Ausdruck auf. Er ging fröhlich die Stufen zur Eingangshalle hinunter, wo Luna – mit einer schlichten Krankenschwesternbluse bekleidet und mit einer übergroßen Spritze bewaffnet – auf ihn wartete.
„Guten Abend!", sagte Harry und küsste sie. „Bin ich nicht zu spät?"
„Nein, du kommst genau rechtzeitig! Hat es geklappt?"
„Ja, Hermine ist immer sehr pünktlich gewesen. Ich habe ihr gesagt, ich würde ihr dein Buch über die Studie von Verwandlungszaubern um 21:00 Uhr geben und bin um 20:58 Uhr mit Ron hinuntergegangen. Ich habe den Gemeinschaftsraum verlassen, als ich sie die Treppe runtergehen hörte."
„Perfekt!", sagte Luna mit einem teuflischen Lächeln.
„Ich habe deine Machenschaften immer geliebt", antwortete Harry und griff nach ihrem Arm.
„Ja, ich auch."
Sie gingen die Stufen herunter, um zur Großen Halle zu gehen. Harry erwartete eine wunderbare Dekoration wie jedes Jahr zu Halloween. Der Abend würde sicher wunderschön sein. Professor McGonagall jedoch wartete vor der Tür, ging auf und ab und verging fast vor Ungeduld.
„McGonagall scheint nervös zu sein", sagte Luna besorgt.
„Potter! Da sind Sie endlich!"
„Was ist los, Professor?"
„Ich muss mit Ihnen sprechen, es ist dringend."
„Was ist los?", fragte Harry besorgt. „Ist etwas Schlimmes passiert?"
„Es geht um den... Schlüssel", murmelte Professor McGonagall.
Lunas Griff um Harrys Arm wurde fester.
„Darf ich mitkommen?", fragte sie. „Bitte."
„Diesmal nicht, Miss Lovegood", sagte McGonagall. „Machen Sie sich aber keine Sorgen, ich bringe ihn Ihnen in etwa einer Viertelstunde zurück."
„Es ist also nicht schlimm?", fragte Harry.
„Nein, aber Ihre Anwesenheit ist notwendig."
Harry befreite sich von Lunas Griff und sah sie ein letztes Mal an.
„Ich bin gleich wieder da. Behalte dieses Ding für mich", sagte er und gab ihr die Motorsäge.
Professor McGonagall griff Harry an die Schulter und zog ihn, damit er ihr folgte. Sie ging mit eiligen Schritten und Harry hatte fast Schwierigkeiten, ihr zu folgen. Sie ging die Stufen zu ihrem Büro entschlossen hinauf.
„Professor, was ist wirklich los?"
„Wir werden später darüber reden", antwortete sie barsch.
Da sie um die Ecke zum Büro der stellvertretenden Schulleiterin bogen, befand sich McGonagall Nase an Nase mit Malfoy.
„Was treiben Sie hier in den Gängen?", fragte sie scharf.
„Geht es Sie etwas an?"
„Ich würde Sie darum bitten, mit Ihrer Impertinenz aufzuhören, Mr Malfoy, ich bin..."
„Sie sind was? Sie sind überhaupt nichts. Weder für mich, noch für ihn, noch für irgendwen sonst, und das wissen Sie so gut wie ich."
„Heute nicht, Mr Malfoy. Heute Abend wird sich alles ändern. Beeilen Sie sich, Potter. Und Sie, gehen Sie zu Ihrem Gemeinschaftsraum zurück."
McGonagall zog Harry zu ihrem Büro, damit Harry von Malfoy wegblickte, und knallte die Tür hinter sich zu.
„Professor? Was ist..."
„Wir haben keine Zeit, darüber zu reden, Potter!", sagte sie und griff nach einem Behälter mit Flohpulver. „Wir müssen zu Ollivander!"
„Warum? Erklären Sie mir!"
„Ich glaube, Sie hatten einen Unterricht über den Totenbelebungstrank? Nun, dieser liebe Ollivander besaß einen der Diricawlschnäbel, die zur Erschaffung des Zaubertranks notwendig sind, und es scheint, dass ihn Du-Weißt-Schon-Wer gestohlen hat und den Trank gebraut hat, um von einem Körper Besitz zu ergreifen. Es wird Zeit, dass sich die vier Zauberer versammeln, um den Schlüssel erscheinen zu lassen..."
„Aber..."
„Alle sind schon dort. Beeilen Sie sich und betreten Sie diesen Kamin!"
Harry gehorchte. Er nahm eine Handvoll Flohpulver und sagte deutlich Ollivander's.
Er kam direkt in einem schlecht beleuchteten Raum an und sah sich um. Ollivander saß schlaff und regungslos auf einem Stuhl. Harry eilte zu ihm, um ihn wachzurütteln.
„Sir! Sir, wachen Sie auf!"
Harry suchte nach seinem Puls, spürte jedoch nichts. In genau dem Augenblick erschien McGonagall hinter ihm im Kamin.
„Professor! Er ist tot! Jemand hat ihn getötet!"
„Das weiß ich", sagte sie. „ACCIO ZAUBERSTAB!"
Harrys Zauberstab flog durch das Zimmer und landete in den Händen von McGonagall, die mit ihrem eigenen Zauberstab auf ihn zielte.
„Ich habe ihn getötet."
Harry sah seine Lehrerin mit runden Augen und offenem Mund an.
„Sie stehen unter dem Imperiusfluch!"
„Ich?", lachte sie mit einem teuflischen Ton. „Wissen Sie, wie viele Liter Vielsafttrank ich trinken musste, um wie diese Schabracke von McGonagall auszusehen, seit dem, was letztes Jahr in Askaban passiert ist? Aber es ist vorbei, ich werde dieses scheußliche Zeug nicht mehr trinken."
Harry starrte jene, die er für seine Lehrerin gehalten hatte, intensiv an.
„Lestrange."
„Na! Nicht zu früh! Nicht einmal Irre hat irgendwas gesehen. Ich muss ja gestehen, dass ich stolz auf mich bin."
„Sie sind...", murrte Harry. „Wo ist Professor McGonagall?"
„Sie verfault nicht weit von hier und wartet darauf, dass ich sie töte. Das alte Ding ist echt resistent! Mehr als ich gedacht hätte. Ich werde Sie dorthin bringen, damit Sie sie besuchen, wenn Sie es möchten. Damit Sie miteinander tratschen können, bevor Sie beide getötet werden."
„Man wird wissen, dass Sie mich getötet haben!"
Lestrange ließ ein weiteres teuflisches Gelächter vernehmen.
„Mein Meister wird davon begeistert sein, von einem jungen und flotten Körper Besitz zu ergreifen. Schon so lange will er Ihre Narbe besitzen. Heute ist ein großer Tag für den Meister. Was Ihre Freunde und Lehrer betrifft, so fürchte ich, dass sie zu sehr damit beschäftigt sind, wie verfluchte Muggel auszusehen, dass Ihr kurzes Verschwinden sie bekümmern könnte. Denn Sie werden natürlich zurückkehren, zwar ein bisschen anders, aber keiner wird den Unterschied merken. Ich habe genug Zeit gehabt, all Ihre Taten und Gewohnheiten zu studieren. Mein Meister wird Sie perfekt nachmachen können, bis die Zeit für ihn reif ist, seine Macht dem ganzen Land aufzuzwingen."
Harry fühlte, wie sich Wut seiner bemächtigte. Er fühlte sich machtlos, doch er ging wütend auf Lestrange zu, während die Wirkung vom Vielsafttrank offensichtlich nachließ. Sie zielte plötzlich mit ihrem Zauberstab auf ihn und Harry hielt inne.
„Ich möchte diesen Körper nicht beschädigen, den sich mein Meister ausgewählt hat, also empfehle ich Ihnen, nicht weiter zu gehen. Er will Sie eigenhändig töten, seien Sie also nicht so ungeduldig darauf zu sterben", sagte Lestrange mit einem Lächeln voller Schadenfreude. „Ich verspreche Ihnen, dass alles sehr schnell gehen wird. Was würden Sie inzwischen davon halten, wenn Sie Ihre liebe Professor McGonagall besuchen würden, bevor Sie gemeinsam sterben?"
Lestrange machte eine plötzliche Bewegung mit ihrem Zauberstab, um Harry zu zeigen, dass er zu einer Tür auf der anderen Seite des Raums gehen musste. Harry gehorchte widerwillig und ging mit langsamen Schritten hin, von Lestrange gefolgt, die mit ihrem Zauberstab auf Harrys Rücken zielte, damit er schneller ging.
Er ging durch eine Tür in einen Raum, wo sich verschiedene Zutaten für die Zauberstäbe anhäuften. Am anderen Ende des Raums erblickte Harry eine kleine Zelle, in der jemand an der Wand lehnte.
„Professor McGonagall!"
Offensichtlich erschöpft und mager hob Professor McGonagall den Kopf.
„Potter!", sagte sie überrascht. „Nein."
„Wie, die kann sprechen?", meinte Lestrange spöttisch. „Schon sechs Monate sind Sie hier und das ist das erste Mal, dass ich Sie höre, ohne dass ich Enthüllo anwenden muss. Selbst Ollivander unter dem Imperiusfluch war redseliger."
McGonagall warf Lestrange einen vernichtenden Blick zu.
„Gut, es ist noch nicht alles fertig", sagte Lestrange und öffnete die Tür zur Zelle. „Kommen Sie herein, Potter, ich muss meinen Trank zu Ende brauen und meinen Meister rufen, bevor wir Sie töten. Machen Sie sich keine Sorgen, es wird in zehn Minuten vorbei sein. Bis gleich."
Lestrange schloss die Gitter wieder und verließ schnell den Raum. Harry kniete sich neben Professor McGonagall.
„Professor, Sie..."
„Sagen Sie mir", sagte sie mit verzweifelter Stimme. „Bitte sagen Sie mir, dass man Sie mit dieser Frau gesehen hat."
„Aber... aber jeder glaubt, Sie wären es!"
„Dann ist es vorbei... es ist zu Ende", sagte sie und senkte den Kopf.
