Hallo an alle! Und hier kommt das nächste Kapitel von Gabrielle Lavandes Geschichte Harry Potter et la Clé de l'autre monde. Bitte kreuzen Sie den richtigen Satz an: A – Diese Übersetzung wurde von Verliebtindich korrigiert und ich bin ihr dafür dankbar. B – Ich freue mich immer darüber eure Kommentare zu lesen. C – Ich bin auch den stummen Lesern dankbar, denn ihr nehmt euch die Zeit diese Geschichte zu lesen. D – Alle Sätze sind richtig.
Disclaimer: Wie immer, nichts gehört zu mir, beinahe alles gehört zu JK Rowling und der Warner Bros und weder ich noch Gabrielle verdienen Geld mit dieser Geschichte.
Harry Potter und der Schlüssel zur anderen Welt
Kapitel 26:Dumbledores Niederlage:
Harry ließ sich die poröse Wand seiner Zelle entlanggleiten und brach gegenüber Professor McGonagall zusammen. Eine schwere Stille herrschte einen Augenblick lang. Mit gesenktem Kopf und staubbedeckter Kleidung zeichnete Minerva McGonagall mit dem Finger seltsame Figuren auf dem staubigen Boden ihres Gefängnisses.
„Man hat mir gesagt...", sagte sie langsam und hob dabei den Kopf. „Man hat mir gesagt, dass der Geist zurück ist."
Harry betrachtete sie. In ihrem traurigen Blick war eine deutliche Besorgnis zu erkennen. Doch es hatte nichts mit ihrem tödlichen Schicksal zu tun. Es ging um etwas viel Größeres und Mächtigeres.
Harry nickte.
„Wenn Sie sterben, Potter", fuhr sie fort, „wird all das also zu nichts genutzt haben... zu nichts. Er wird Ihren Leib nehmen und alle hinters Licht führen, bis er Besitz vom Schlüssel nimmt und Schrecken verbreitet."
Harry wusste nicht, was er antworten konnte. Er sah sie genauso sehr verloren an wie sie war und suchte die Decke nach einer Falltür oder einem Gitter ab, doch es gab nichts.
„Wie sehr ich es bedauere, von dieser Lestrange und von Peter Pettigrew besiegt worden zu sein", sagte sie.
Plötzlich gaben die Stäbe der Zelle einen metallischen Klang von sich, als würden sie mit einem Stock geschlagen. Harry und Professor McGonagall schreckten hoch und sahen, wie die Stäbe mit dem Rhythmus vom metallischen Ton vibrierten. Harry sah McGonagall an, die genauso überrascht aussah wie er. Er stand auf und sah sich um.
„Wer ist da?"
Ein spöttisches Lachen ertönte leise. Jemand war da.
„Zeigen Sie sich!"
Professor McGonagall hatte sich wieder erhoben und griff nach den Gitterstäben ihrer Zelle, um sich abzustützen. Plötzlich zogen seltsame Bewegungen Harrys Aufmerksamkeit auf sich. Es sah aus wie jemand, der einen Tarnumhang auszog. Er sah diesen Bewegungen nach und entdeckte dunkle Stoffstücke, bevor der Umhang völlig ausgezogen wurde.
„Malfoy!", rief Harry aus.
„Überrascht?", antwortete Draco Malfoy und faltete den Tarnumhang zusammen.
Professor McGonagall näherte sich verzweifelt Malfoy.
„Mr Malfoy, machen Sie uns auf!"
Malfoy blickte zu McGonagall auf, die altersschwächer denn je aussah.
„Das kann ich nicht, Professor", sagte er langsam mit einem schiefen Lächeln.
„Sagen Sie mir nicht, dass Sie weiter mit ihnen arbeiten... Sagen Sie mir bloß nicht, dass Sie noch nicht verstanden haben, nach dem..."
„Ich kann es nicht, weil das Schlammblut Granger meinen Zauberstab besitzt. Den hat man mir weggenommen, oder besser gesagt, meine Cousine Aldysse Irre will nicht, dass ich ihn behalte."
McGonagall schien das Gleichgewicht zu verlieren. Sie hielt sich an den Stäben fest, doch ihre schwachen Beine schienen sie nicht mehr aufrecht halten zu können.
„Jedoch habe ich dies..."
Malfoy zückte langsam einen langen Zauberstab. Es war Harrys.
„Er lag auf dem Boden im anderen Raum. Schon so lange...", sagte Malfoy mit schleppender Stimme. „Diese Lage war mir unerträglich. Mark Evans etwas schuldig sein... Diese Idee ekelt mich an. Es ist zum Kotzen."
Malfoy reichte Harry seinen Zauberstab, der einen Augenblick lang wartete, ehe er nach ihm griff.
„Jetzt sind wir quitt", fügte Malfoy hinzu und blickte weg, um Harrys Blick zu meiden. „Ich will nichts mehr mit dir oder deiner Familie zu tun haben."
Harry sah Malfoy ein letztes Mal an, der immer noch wegblickte, dann ließ er das Schloss mit einem Zauber explodieren und ergriff McGonagall am Arm, um ihr beim Fliehen zu helfen. Doch sein Zauberstab flog abermals aus seinen Händen.
„Na, na, na", sagte Lestrange und trat mit gezücktem Zauberstab ein. „Es scheint, dass mein lieber Neffe noch erbärmlicher ist als sein armer Vater. Was könnte ich denn aus dir machen, kleiner Schnüffler? Dich töten? Nein... ich werde dich ein wenig behalten. Vielleicht kann ich deinen blöden Vater hervorlocken, wenn er erfährt, dass du hier bist. Und dann werde ich ihn diesmal töten können. Na, geh doch in diese Zelle hinein und warte auf mich! Der Dunkle Lord wartet oben auf mich. Wenn ich bedenke, dass ich es nach dem Anflehen deiner Mutter geschafft habe, dich nach Hogwarts zurückkehren zu lassen, und so dankst du mir!"
„Anflehen?", sagte Draco spöttisch.
Malfoys Gesicht hatte sich plötzlich verändert. Er setzte wieder diesen teuflischen Ausdruck auf, der bis zum vorigen Jahr bei ihm gewöhnlich gewesen war.
„Also nennst du das so?", fuhr er fort. „Ich hätte eher gedacht, dass du es warst, die uns angefleht hat, nichts über dich zu erzählen, während du die Identität von Professor McGonagall annahmst."
Bellatrix Lestranges Gesicht veränderte sich. Ihr Selbstbewusstsein war verschwunden. Sie hielt eine Hand an ihre Brust und sah entsetzt aus. Sie öffnete und schloss den Mund wieder, als versuchte sie verzweifelt zu atmen.
„Du... du bist nicht allein..."
„Na, überlege doch mal! Du hast meinen Vater töten wollen, du beleidigst mich und darüber hinaus muss ich dein Geheimnis behalten, um „mein Studium zu Ende führen" zu dürfen? Ich dachte, du wärst weniger naiv."
Lestrange schien das Gleichgewicht verloren zu haben, war nun auf den Knien und hielt sich immer fest die Brust.
„Malfoy...", flüsterte sie.
„Wie sanft mein Name jetzt aus deinem Mund klingt! Soll ich dir Aldysse Irre vorstellen?"
Professor Irre stand hinter Lestrange, ihre Augen waren starr und ihr nach vorne geschossener Arm schien etwas Unsichtbares zu zerdrücken. Sie schien wie in einer Trance zu sein, wie an jenem Abend in Transsylvanien, als sie den Vampir gerade getötet hatte. Ihre Narbe in Form eines Bluttropfens war leuchtend rot. Sie ging Schritt für Schritt nach vorne und drückte die Faust noch fester, während ihre Beute zu Boden fiel.
„Leid hast du gegeben, Leid wirst du erleiden", sagte sie mit maschineller Stimme. „Du wirst deine Opfer in der anderen Welt wieder finden, Bellatrix Marjorie Lestrange, und sie werden sich rächen, davon sollst du überzeugt sein... sie werden sich rächen."
Lestrange hatte ihren Zauberstab fallen lassen. Sie lag nun ganz auf dem Boden mit offenen Augen und war offensichtlich entsetzt. Sie sah zu, wie Irre sie langsam tötete.
„Alle, die die Nachfahren der Zauberer angreifen werden, werden das gleiche Schicksal erleiden. Bald werden deine nahen Bekannte einer nach dem anderen zu dir kommen. Welch ein bitterer Tod für eine Mörderin. So ist mein Wille, er muss jetzt vollstreckt werden!"
Professor Irre drückte die Faust zusammen und im gleichen Augenblick schloss Bellatrix Lestrange die Augen und ihr Kopf fiel zur Seite.
Professor Irre erstarrte und stolperte, bevor auch sie fiel.
„Professor!", sagte Harry und lief zu ihr.
Professor McGonagall, die von ihrer Zeit als Gefangene deutlich geschwächt worden war, griff nach einem Stuhl und ließ sich darauf fallen. Harry tätschelte leicht das Gesicht seiner Verteidigungslehrerin und verbrannte sich beinahe die Hand, als er sie der Narbe der jungen Frau näherte. Malfoy kniete sich zu ihr und hob ihren Kopf.
„Könntest du nicht die ganze Zeit so bleiben? Es wäre mir lieber!", seufzte er.
Aldysse Irre stotterte etwas Unverständliches und tätschelte dabei Malfoys Wange ein paar Male.
„Behalte deine Stärken, ich habe keinen Bock, dich bis zum Schloss tragen zu müssen! Hier ist dein Fläschchen!"
Malfoy zog ein Fläschchen mit purpurner Flüssigkeit aus einer Tasche und entkorkte es. Aldysse Irre, die noch halb betäubt war, murrte etwas nicht besser Verständliches.
„Hör zu, ich habe wirklich keine Lust, dir dieses Zeug da zu geben und deine Kraft eine Woche lang zu zügeln. Tja, wenn du mit deiner Macht Mark Evans massakrieren könntest, wäre es mir recht, aber wenn ich es dir nicht gebe, werde ich nach Askaban geschickt. Daher, trink dieses Zeug!"
„Hey!", rief Harry aus. „Rühre meinen Cousin nicht an!"
Malfoy ignorierte ihn. Aldysse Irre machte kaum die Augen auf und Draco Malfoy hob ihren Kopf weiter an, damit sie den ganzen Inhalt auf einmal austrank. Sie verzog das Gesicht.
„Ich habe mich an meinen Teil der Abmachung gehalten", sagte Malfoy und legte den Kopf seiner Cousine wieder auf den Boden.
„Aldysse!", rief Cirkus, als er eintrat. Er kniete sich neben Aldysses Kopf und streichelte ihr die Stirn. „Alles in Ordnung? Geht es allen gut? Ich hatte dir doch gesagt, du sollst auf mich warten und nicht alleine hingehen, du Starrkopf!"
„Ohohoh! 'irkius!", stotterte sie und machte dabei die Augen auf. „Sis gugelafn, irkius, wassu? Wi midi allan. wadu iebs mich!"
„Ja... ja, ich liebe dich", lächelte er. „Das nächste Mal werde ich mit ein bisschen Nelkenlikör versuchen, wenn es dich so freundlich macht wie jetzt."
„NAIN! Pevese Kell! Bendor... waschowe... BUMM!"
„Was versuchst du denn mir zu sagen, ehrlich?"
„Blendore... blendore! Duwwer"
„Dumbledore", meinte Malfoy. „Er ist mit uns gekommen."
„Wo ist er hin?", fragte Cirkus und richtete sich wieder auf.
„Zum ersten Stock, glaube ich."
„Voldemort ist dort!", rief Harry aus.
Cirkus stand eilig auf und Harry folgte ihm. Sie stiegen die Treppe schnell hinauf und erreichten Regale mit Haufen von Zauberstäben.
„Suche auf dieser Seite!", sagte Cirkus. „Ich kümmere mich um die andere!"
Harry lief nach links die Regale der Vorratskammer entlang. Doch nichts. Er fing an, auf der anderen Seite zu suchen.
„HARRY! HARRY!", rief Cirkus' Stimme von der anderen Seite des Raums.
Harry lief in die Richtung, aus der Cirkus' Stimme kam, und je mehr er sich dem anderen Ende des Raums näherte, desto mehr roch er den strengen Geruch alten Kohls. Dort war eine kleine Tür halb offen.
Harry sah, wie Cirkus sich zu Dumbledore gekniet hatte. Ein kleiner Kessel aus Gusseisen war umgekippt und sein Inhalt floss auf den Boden, während das Feuer im Kamin gelbe und grüne Flammen ausstieß, als wäre gerade jemand weggefloht.
Harry näherte sich, kniete sich auch hin und sah Cirkus besorgt an.
„Er lebt", sagte er langsam. „Aber er ist schwer verletzt... Appariere schnell nach St. Mungo!"
Harry stand wieder auf, warf einen letzten Blick auf der blutigen Gestalt von Dumbledore und disapparierte.
