Hallo an alle! Und hier kommt das nächste Kapitel von Gabrielle Lavandes Geschichte Harry Potter et la Clé de l'autre monde. Und was wäre denn diese Geschichte ohne die Korrekturen von Verliebtindich? Die Antwort ist einfach: Sie wäre plotmäßig genauso gut, rechtschreiblich und grammatikalisch aber bestimmt (viel) weniger gut. Daher, danke an sie.

Disclaimer: Wie immer, nichts gehört zu mir, beinahe alles gehört zu JK Rowling und der Warner Bros und weder ich noch Gabrielle verdienen Geld mit dieser Geschichte.

Harry Potter und der Schlüssel zur anderen Welt

Kapitel 27:Aldysse Irre, vorübergehende Schulleiterin von Hogwarts:

Mit dem Blick ins Leere saß Harry auf einem Stuhl und schaute zu, wie der Regen gegen das Fenster vom Wartezimmer prasselte. Langsam fielen die Tropfen das Glas herunter und Harry folgte geistesabwesend ihrem Lauf. Er dachte wieder an den regungslosen Körper von Dumbledore in Cirkus' Armen. Er spürte einen Kloß im Hals, wartete beängstigt und drehte sich bei jedem Geräusch um.

Die Tür zum Wartezimmer öffnete sich knarrend, Cirkus trat langsam ein und starrte dabei Harry an.

„Aldysse und Professor McGonagall sind mit Malfoy zurück nach Hogwarts", sagte er. „Aldysse ist wieder bei vollem Bewusstsein und McGonagall wird sich ein paar Wochen lang erholen müssen. Hast du Nachrichten erhalten?"

Harry schüttelte den Kopf und Cirkus setzte sich zu ihm.

„Als ich Hogwarts verlassen habe, wussten sie nicht Bescheid. Sie feierten alle weiter. Harry... Keiner darf Bescheid wissen."

Harry drehte sich zu Cirkus um.

„Wie? Ihnen das verheimlichen, was passiert ist? Ihnen allen?"

„Natürlich werden sie sich dessen bewusst werden, was passiert ist, Harry. Aber du warst nicht dort. Du bist niemals hier gewesen. Oh, natürlich darfst du mit deinen Freunden darüber reden, und die Medien werden von der Geschichte erzählen: Ollivander tot, Lestrange auch, Dumbledore..."

„Verletzt", schloss Harry. „Und ich in der ganzen Geschichte?"

„Du bist die ganze Zeit in Hogwarts geblieben, und zwar bei mir. McGonagall war nie gefangen genommen. Sie wurde bloß leicht verletzt und wird deswegen mehrere Wochen lang abwesend sein. Was Dumbledore betrifft, so ist er den Auroren zur Hilfe geeilt, die Voldemort bekämpften... Das tut er immer. McGonagall hat ihn bloß begleiten wollen."

Harry blickte zur Decke hinauf.

Was du verstehen musst, Harry, ist, dass dir diese ganze Geschichte zu hoch ist", sagte ihm Cirkus telepathisch. „Sie ist zu Größen angeschwollen, die du dir nicht einmal vorstellen kannst. Die Vier Nachfahren müssen über jeden Verdacht erhaben sein. Wenn die Leute wüssten, was los ist... würde Chaos ausbrechen. Du fasst nicht, was für eine magische Kraft du besitzt, Harry."

„Ich frage mich etwas", sagte Harry, ohne darauf zu achten, was Cirkus gerade gesagt hatte. „Irre wusste doch, dass es nicht McGonagall war, oder? Dieser Trank, den sie einnimmt, hemmt sie nur teilweise als Einfühlerin?"

„Es kommt darauf an, wie rein das Produkt ist. Wenn sie in Ohnmacht fällt, geben wir ihr einen unverdünnten Trank... Mit dem, was wir ihr gegeben haben, wird sie mindestens vier Monate brauchen, bis ihre Einfühlung komplett zurück ist."

„Sie haben meine Frage nicht beantwortet", sagte Harry lauter. „Sie wussten es?"

Einen Augenblick herrschte Stille und Harry versuchte währenddessen, den Blick seines Tutoren zu fangen.

„In der Tat wussten wir es. Aber wir konnten nicht eingreifen, denn unsere Priorität war, Professor McGonagall zu retten, und wir wussten nicht, wo sie war."

„Das geht also so weit...", sagte Harry.

„Wie meinst du das?"

„Sie lassen eine Mörderin in Hogwarts herein und riskieren dabei das Leben aller Schüler."

„Harry, glaubst du, dass Dumbledore es zugelassen hätte, dass nicht ein Minimum an Sicherheitsmaßnahmen getroffen würden? Lestrange wurde rund um die Uhr überwacht. Warum glaubst du, dass wir so schnell eingetroffen sind?"

Harry überlegte einen Augenblick lang, dann sah er verständnislos wieder zu Cirkus' silberner Maske hinauf.

„Malfoy?"

„So erstaunlich es für dich klingen mag, ja. Er gehörte zum Überwachungsteam, das sich um Lestrange kümmerte."

„Aber letztes Jahr wäre ich seinetwegen beinahe getötet worden!"

„Und dennoch ist er in Hogwarts. Man hat dir doch gesagt, dass er mit dem Ministerium kooperiert?"

„Ja, aber..."

„Man hat dir aber wahrscheinlich nicht gesagt, dass man ihn dazu gezwungen hat und dass er, wenn er es abgelehnt hätte, direkt in Askaban gelandet wäre?"

„Nein, das hatte man mir nicht gesagt."

„Weißt du, Harry", seufzte Cirkus, „Malfoy verdient im Moment mehr Mitgefühl als Vorwürfe. Und das sage ich dir nicht, weil er Aldysses Neffe ist. Und Gott weiß, wie sehr ich doch auf die Malfoys sauer bin."

Die Tür zum Wartezimmer öffnete sich wieder und ein Heiler trat herein. Harry und Cirkus standen im gleichen Augenblick auf.

„Nun?", fragte Cirkus. „Wie geht es ihm?"

„Ich bin nicht sehr optimistisch", sagte der Heiler. „Er hat unter sehr mächtigen Flüchen gelitten. Es ist sehr schlimm. Er wird überleben, aber es wird bestimmt einige Nachwirkungen geben."

„Welche?"

„Erinnerungsschwäche... Das wird aber schnell zurückkehren, wir haben einen Zaubertrank dafür. Es ist nicht das Schlimmste. Akute Schmerzen, darunter Kopfschmerzen. Was er braucht, sind Ruhe und Stille. Er ist nicht mehr der Jüngste und sein Körper hat Schwierigkeiten, sich zu erholen. Ich verschreibe ihm völlige Ruhe. Er wird aber zur Genesung in seinem Schlafzimmer bleiben können. Das Wichtige ist, dass er nicht zu brüsk behandelt oder beunruhigt werden darf. Ich weiß, dass er riesige Verantwortungen trägt, aber stören Sie ihn im Moment nicht. Wir werden ihn drei Tage lang hier behalten, dann werden wir ihn überführen. Ich denke, Professor McGonagall wird eine längere Zeit die Schule leiten müssen."

„Ach", ließ Cirkus verlegen vernehmen. „Das Problem ist, dass auch Professor McGonagall nicht imstande ist, das zu tun."

„Muss ich sie besuchen? Was ist mit ihr?"

„Nichts, sie muss sich bloß ein wenig erholen... wir werden es ja ein paar Tage lang schaffen. Vielen Dank", sagte Cirkus schließlich, um das Gespräch zu beenden.

Der Heiler verabschiedete sich von ihnen und ging hinaus.

„McGonagall krank, Dumbledore abwesend und kein Lehrer, der irgendwas davon wissen darf... Kurz und gut, wir müssen eine ganze Schule alleine leiten!", seufzte Cirkus. „Ich denke, Aldysse könnte das Schulleiteramt übernehmen bis McGonagall wieder gesund ist... und tja, ich könnte es als Verteidigungslehrer schaffen. Bleibt das Problem vom Verwandlungslehrer, der ersetzt werden muss, und ich glaube nicht, dass Barbârum dieser Stelle gewachsen ist... Ich glaube eigentlich, wir werden den Verteidigungsunterricht zu zweit geben müssen. Aber im Moment ist es nicht das Wichtigste, oder? Lass uns zurückkehren und alle beruhigen. Wir werden zum Laden von Rons Brüdern apparieren."

Den ganzen Weg von Hogsmeade nach Hogwarts blieb Harry vom Bild gepeinigt, wie Dumbledore besiegt am Boden lag. Es war nun bereits nach Mitternacht und es waren nur noch ein paar Schüler übrig, die bald in ihre Häuser gehen und sich ins Bett legen würden. Ihre traurigen Gesichter zeigten, dass Professor Irre Dumbledores Verletzung und McGonagalls „Krankheit" bekannt gegeben hatte.

Harry ging die Treppe schweren Schrittes hinauf. Die Gemälde an den Wänden flüsterten zueinander und besprachen, was geschehen war. Ein paar Schluchzer erklangen hier und da. Selbst die Fette Dame, die sonst immer auf ihr Aussehen achtete, hatte sich in einen Stuhl sinken lassen und seufzte lange, ehe sie Harry durchgehen ließ.

Das Feuer prasselte immer noch im Kamin und der Gemeinschaftsraum schien leer zu sein, doch als er die Treppe hochsteigen wollte, erblickte Harry einen roten Kopf, der über einem Sessel dem Fenster gegenüber herausschaute. Es regnete nicht mehr und der runde Mond glänzte. Harry näherte sich vorsichtig dem Sessel und sah, wie Ron schlief und seinen Sessel mit Hermine teilte, deren Kopf auf der Schulter des Rothaarigen ruhte.

Trotz des Ernsts der Lage wagte es Harry nicht, sie zu wecken, um ihnen Bescheid zu sagen. Er ging auf einen Schreibtisch zu und kritzelte ein paar Worte:

Dumbledore liegt in St.-Mungo, Ollivander ist tot und Bellatrix Lestrange auch. Ich muss euch schnell sprechen.

Gute Nacht.

Harry legte das Pergamentstück auf Rons Schoß und ging ins Bett.

Die Nacht schien Harry sehr lang und voller Alpträume zu sein. Als er am nächsten Morgen erwachte, beleuchtete die Sonne bereits den Schlafsaal. Wenn am Wochenende das Wetter so schön war, war Hogwarts meistens voller Geschrei und die Schüler beobachteten den Riesenkraken im See. Doch heute war alles anders. Die Gänge waren still. Nur Schritte erklangen in dieser Stille, Schritte, die man sich still gewünscht hätte, so sehr schien es allen, dass es in solch einer Lage respektlos wäre, Lärm zu machen.

Harry war einer der letzten, die die Große Halle erreichten. Man hörte nichts lauter als Geflüster. Er blickte kurz zum Ravenclaw-Tisch und sah Luna, die ihm schüchtern zulächelte. Sie hatte bestimmt den Zusammenhang zwischen den Ereignissen vom Vortag und der Tatsache verstanden, dass ihn die falsche McGonagall abgeholt hatte.

Harry setzte sich zu Ron, der den Tagespropheten vor sich liegen hatte. Er grüßte ihn und Hermine kurz und sah sie lange an, als wollte er sie verstehen lassen, was am Abend zuvor geschehen war.

Im gleichen Augenblick betraten die Lehrer die Halle gleichzeitig, genauso traurig aussehend wie ihre Schüler. Aldysse Irre ging an der Spitze und wurde von den beiden Tutoren mit den silbernen Masken begleitet.

Professor Irre stellte sich in die Mitte des Podests, um eine Rede zu halten, die alle ungeduldig erwarteten. Sie brauchte nicht einmal um Ruhe zu bitten, denn alle schauten bereits zu ihr hoch.

„Ich weiß, dass der Zwischenfall von gestern Sie alle hart getroffen hat. Ich weiß auch, dass Sie von der Abwesenheit der Professoren Dumbledore und McGonagall betrübt sind, doch machen Sie sich keine Sorgen: Ihr jeweiliger Zustand ist stabil. Professor Dumbledore liegt momentan in St.-Mungo und wird Ende der Woche zurück nach Hogwarts überführt, weil er seine Genesungszeit hier bei Madam Pomfrey beenden möchte. Was Professor McGonagall betrifft, so wird sie zwar erst in drei Wochen zurück sein, doch es ist bloß, damit sie dann wieder in Hochform ist."

Ein erleichterter Seufzer wurde von allen ausgestoßen und die Stimmung entspannte sich ein wenig.

„Sehen Sie die Ereignisse von gestern nicht wie eine Tragödie, sondern vor allem wie einen Sieg: Bellatrix Lestrange ist tot und Du-Weißt-Schon-Wer wurde bei diesem Kampf verletzt. Natürlich gibt es wie bei jeder Schlacht Nachwirkungen. Aber es ist ein großer Sieg und ein Zeichen der Hoffnung. Wir sollten nicht unser Schicksal bedauern, sondern sollten uns eher gemeinsam über unseren Sieg freuen."

Professor Irres Worte beruhigten die Schüler und sie klatschten Beifall.

„Glauben Sie aber nicht, dass es Ihnen die Erlaubnis gibt, den Unterricht zu schwänzen!"

Ein paar Lacher erklangen und Lächeln erschienen wieder auf den Gesichtern der Schüler.

„Da weder Professor Dumbledore noch Professor McGonagall sich darum kümmern können, werde ich vorübergehend die Schulleitung von Hogwarts übernehmen. Die Herren Cirkus und Barbârum werden sich um Ihre Unterrichtsstunden in Verteidigung gegen die dunklen Künste kümmern und ich sorge dafür, dass wir schnell einen Verwandlungslehrer für Sie finden. Es wird sich nichts ändern, machen Sie sich keine Sorgen! Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!"

Die Schüler klatschten noch einmal, dann erschien das Frühstück auf den Tischen. Harry sah Ron und Hermine abermals eindringlich an und bediente sich dann mit Haferflocken.

Harry?"

Harry, der Cirkus' Stimme erkannte, drehte sich instinktiv um und blickte zum Lehrertisch. Sein Tutor sprach wieder telepathisch zu ihm.

Sag bitte deinen Freunden Bescheid, dass wir euch nach dem Frühstück im gewohnten Raum sprechen müssen."

Harry nickte und drehte sich zu Ron um.

„Was würdest du von einer Trainingsstunde gleich danach halten, Ron?"

Nach dem Frühstück gingen Harry und die anderen direkt zum Raum der Wünsche, wo er einen rechteckigen Tisch erscheinen ließ, damit sich alle setzen und ernsthaft reden konnten. Er erklärte ihnen detailliert, was am vorigen Abend geschehen war, und sah wie sie ernst und erschrocken zugleich aussahen.

„Diese ganze Zeit war es also Lestrange, die uns unterrichtete?", erstaunte sich Ron wieder.

„Das ist schrecklich. Arme Professor McGonagall", fuhr Ginny fort. „Die ganze Zeit gefangen."

„Und Dumbledore?", fragte Neville. „Wie war er nach dem Angriff?"

„Bewusstlos", antwortete Harry. „Ich frage mich, wie er es geschafft hat, das zu überleben. Er sah so schlecht aus. Ich hoffe, dass es Voldemort noch schlimmer geht."

In genau dem Augenblick erklang der Alarmton des Raums der Wünsche und Professor Irre und Cirkus traten ein.

„Da sind Sie ja alle. Das ist gut", sagte Professor Irre, näherte sich dem Tisch, nahm sich einen Stuhl und setzte sich neben Harry. „Ich muss Ihnen Einiges über unsere Sache sagen. Cirkus, kannst du es ihnen erklären, ich muss in dieser Akte meinen Verwandlungslehrer finden."

Aldysse Irre ließ eine Akte, die so groß war wie eine Enzyklopädie, auf den Tisch fallen, was ihn beben und alle Schüler hochschrecken ließ.

„Was soll ich ihnen sagen?"

„Was den Trank betrifft, verdammt noch mal! Harry hat ihnen bestimmt den Rest erzählt und sie wissen alle, dass sie nichts sagen dürfen!"

„Ach, ja, stimmt", sagte Cirkus. „Aber warum sollen wir es ihnen sagen?"

„Damit sie umso misstrauischer werden!", seufzte Irre.

„Ach", meinte Cirkus. „Gut, Harry... du erinnerst dich daran, dass im Raum ein Kessel mit einem Zaubertrank darin zu Boden geworfen worden war?"

„Ja. Ich vermute, es ging um den Totenbelebungstrank, oder? Voldemort sollte von meinem Körper Besitz ergreifen."

„Genau", sagte Cirkus. „Das heißt, dass Voldemort die Formel wahrscheinlich hat und alles tun wird, um sich hier herein zu stehlen und euch eine ganze Menge Fragen zu stellen, und natürlich sind alle Leute hier mögliche Ziele. Versteht ihr?"

Alle nickten.

„Gut, wir werden ein sehr einfaches Protokoll benutzen müssen: Ich werde euch ein bisschen Enthüllo geben, und bei jedem Treffen müsst ihr einen Schluck trinken, um sicher zu stellen, dass es keine Probleme gibt. Nur um sich zu vergewissern, dass alles gut läuft. Natürlich werden wir uns diesem Protokoll unterwerfen, wenn wir euch besuchen, um mit euch zu sprechen. Übrigens werde ich zum Geschäft der Brüder Weasley gehen müssen, bevor das Enthüllo zum Verkauf verboten wird."

„Zum Verkauf verboten?", erstaunte sich Ron.

„Ja", antwortete Aldysse Irre knapp. „Befehl vom Ministerium, denn dieser Zaubertrank ist nun Klasse G für Gefährlich. In Kriegszeiten zwingt einen dieser Trank, wichtige, manchmal für die Sicherheit des Landes lebenswichtige Geheimnisse zu enthüllen. Er ist jedoch noch nicht so gefährlich eingestuft wie der Totenbelebungstrank. Übrigens ist es ein Glück, dass Dumbledore während seines Kampfs gegen Du-Weißt-Schon-Wen den Trank umkippen und wirkungslos machen konnte. Ein Teil der Formel ist zwar nicht benutzbar, denn der Trank ist darüber geschüttet worden, aber der andere Teil ist verschwunden. Cirkus, vergiss bitte nicht, das Enthüllo zu holen."

Doch Cirkus schien das, was Aldysse Irre gerade gesagt hatte, nicht gehört zu haben. Den Kopf in den Händen starrte er Hermine an, die ihm gegenüberstand. Etwas verlegen fing Hermine an, leicht rosa im Gesicht zu werden. Verärgert hielt Ron seine Hand dazwischen und bewegte sie, um Cirkus reagieren zu lassen.

„Basil!", rief Professor Irre aus.

Cirkus drehte sein Gesicht zur Lehrerin um.

Hatte ich dir gesagt, dass die junge Granger ein Animagus ist?", fragte Cirkus telepathisch.

Na, jeden Tag tolle Neuigkeiten!", antwortete Aldysse Irre mit verärgerter Stimme. „Jetzt verletzt sie die Regeln vom Ministerium! Ich werde ihr ein paar Wörtchen darüber flüstern."

Nein, nicht das meinte ich, Aldysse. Sie ist ein Animagus. Sie verwandelt sich in eine Eule."

Na und?"

Und sie ist begabt... vielleicht begabter als du und ich zusammen. Sie kennt all diese Dinge über Verwandlungen bestimmt in- und auswendig und bis zu einem sehr hohen Schwierigkeitsgrad. Siehst du, worauf ich hinaus will?"

Cirkus und Irre drehten sich zu Hermine um, die scharlachrot wurde.

Hmm... ich erinnere dich daran, dass sie zum Lernen da ist."

Stimmt, aber ich bin mir sicher, dass es sie begeistern wird, es zu tun... Und es gibt nichts Besseres für sie, wenn sie lernen will! Sie wird dabei viel mehr lernen als beim Unterricht, da sie dort sowieso schon alles weiß! Was hältst du davon, Harry?"

Harry drehte sich auch zu Hermine um, die nun so verlegen war, dass sie gerne unter dem Tisch verschwunden wäre.

Ich freue mich schon riesig darauf...", antwortete er schließlich.