Hallo an alle! Und hier kommt das nächste Kapitel von Gabrielle Lavandes Geschichte Harry Potter et la Clé de l'autre monde. Wie ihr bestimmt wisst, gibt es bestimmte Leute, ohne die ihr diese schöne Übersetzung nicht hättet: Gabrielle für die Geschichte und Verliebtindich für die Korrekturen. Also danke an sie. Und wie ihr bestimmt wisst, gibt es bestimmte Leute, ohne die ich ein genauso guter, aber ein traurigerer Übersetzer wäre: Ihr Leser. Also danke an euch!

Disclaimer: Wie immer, nichts gehört zu mir, beinahe alles gehört zu JK Rowling und der Warner Bros und weder ich noch Gabrielle verdienen Geld mit dieser Geschichte.

Harry Potter und der Schlüssel zur anderen Welt

Kapitel 34: Die Enthüllung des Schlüssels:

Es dauerte nicht lange, bis die Zeitungen vom Ereignis berichteten. Der Tod von Lucius Malfoy, der seit über einem halben Jahr auf der Flucht war, hatte die Zaubererwelt tief erschüttert und klang wie ein Sieg über Voldemort. Keiner ahnte, dass die Lage eigentlich schlimmer geworden war. Die Tatsache, dass zahlreiche Todesser tot aufgefunden worden waren, ohne dass sich das Zaubereiministerium darüber freute, hatte die Leute nicht besonders schockiert. Die Stimmung war nun leichter, und während das Gerücht lief, dass sich die Todesser nach einem Streit gegenseitig getötet hatten, glaubte die Zaubererwelt das Ende eines Lebens der Unterdrückung und der Verwüstung zu erleben.

Selbst in Hogwarts besprachen die meisten Schüler tagsüber die Nachrichten von zahlreichen ermordeten Todessern und manche meinten sogar, dass Voldemort bestimmt von mehreren seiner Todesser getötet worden war und dass man nur noch seine Leiche zu finden brauchte.

„Immerhin ist es möglich", sagte Ron. „Das würde heißen, dass sie von einem Tag zum anderen das Tor aufmachen und beide Welten zerstören könnten."

Harry, Luna, Ron, Hermine, Ginny und Neville hatten sich wieder im Raum der Wünsche getroffen, um das Buch der Hoffnung zu Ende zu lesen.

„Ich weiß nicht warum, aber ich wette, dass er immer noch lebt", sagte Luna. „Was mich ärgert, ist, dass fast alle glauben, dass es schon vorbei ist, obwohl alles nur schlimmer wird als vorgesehen war."

„Ich muss gestehen, dass es auch mich ärgert", seufzte Harry und blätterte in dem Buch auf seinen Knien. „Aber tja, Dumbledore hat mir doch gesagt, dass ich sehr vorsichtig sein muss und nicht mit irgendjemandem oder irgendwo darüber reden darf. Umso mehr, weil es eine Panikwelle auslösen würde, wenn die Leute jetzt die Wahrheit erfahren würden."

„Haben wir übrigens Nachrichten von Professor Dumbledore?", fragte Neville.

„Anscheinend geht es ihm ein bisschen besser", sagte Hermine. „Ich habe Madam Pomfrey mit Professor McGonagall darüber reden hören. Er leidet immer noch an Gedächtnisschwund über viele Kleinigkeiten, aber er erinnert sich immer an das Wichtigere, was ein gutes Zeichen ist. Madam Pomfrey hat auch gesagt, dass er manchmal ein bisschen verwirrt zu sein scheint und auch an gelegentlichen Gemütsschwankungen leidet. Anscheinend sehnt er sich nach einer Partie Bowling."

In genau dem Augenblick klopfte jemand an die Tür. Harry versteckte sein Buch eilig in einer Schublade vom Schreibtisch, hinter dem Neville saß, und ging zu seinem Sessel zurück.

„Ja?"

Die Tür öffnete sich, vom gewöhnlichen ohrenbetäubenden Alarmton begleitet. Dann traten Draco Malfoy und Mark ein und schlossen die Tür eiligst hinter sich.

„Was für ein schreckliches Getöse!", sagte Mark und bedeckte seine schmerzenden Ohren mit den Händen.

„Mark, ihr dürft hier nicht rein", sagte Ron und stand auf, um sie wieder zur Tür zu begleiten.

„Moment mal!", meinte Mark und zeigte ihnen ein Blatt Pergament. „Sondergenehmigung von Professor Irre."

„Aus welchem Grund?", fragte Luna.

„Einerseits, weil ihr mir nichts mehr zu verheimlichen habt, andererseits, weil ich genauso viel wie ihr darüber weiß, was los ist, und schließlich, weil uns Draco helfen wird und ich denke, dass ich der Beste bin, um... wie soll ich das sagen... eure Worte und Handlungen zu mäßigen, und vielleicht sogar um als Dolmetscher zu dienen, da ihr es bis jetzt nie geschafft habt miteinander zu kommunizieren."

Marks Ehrlichkeit wirkte besonders gut und keiner sprach mehr.

„Heißt es, dass wir uns setzen dürfen?", sagte Mark und setzte sich auf den nächstbesten Sessel.

Was Draco Malfoy betraf, so blieb er am Fenster stehen und betrachtete die leere Landschaft, ohne die anderen auch nur eines Blickes zu würdigen.

„Was wollt ihr sagen?", fragte Ron mit kühlem Unterton.

Mark schaute zu Draco, als wollte er ihn um die Erlaubnis bitten zu reden. Der Junge nickte und Mark drehte sich zu den anderen um.

„Wenn ich alles richtig verstanden habe, haben sich alle Todesser gegenseitig getötet, oder? Und es gibt ein Gerücht, laut dem Voldemort selbst tot wäre? Nun, Draco denkt, dass es nicht der Fall ist. Eigentlich will Voldemort von einer ganz bestimmten Person getötet werden."

„Und das weiß er, da er so lange mit ihm verkehrt hat!", meinte Ron aggressiv.

„Ich denke, Ron, dass Draco zur jetzigen Stunde nichts mehr zu verlieren hat und dass er uns das schenkt, was er zu sagen hat, ohne irgendwelche Profite daraus zu erwarten, also kannst du dir solche vernichtenden Bemerkungen sparen."

Ron verzog das Gesicht und wich Marks Blick aus. Harrys Cousin sprach weiter.

„Tatsache ist, dass er nun wahrscheinlich weiß, dass wir wissen, dass er sich so früh wie möglich töten lassen will. Daher müsst ihr so schnell wie möglich den Schlüssel finden, um so früh wie möglich bereit zu sein."

„Das hätten wir erraten können", sagte Hermine. „Aber worauf willst du hinaus?"

„Nun, ich denke, dass ihr eine Sache vergessen habt. Es werden alle da sein, doch sobald ihr alle da sein werdet, wird es ein Problem geben: Das Tor!"

„Aber es steht, dass es der Schlüssel ist, der das Tor wird erscheinen lassen", meinte Luna und zitierte das Buch der Hoffnung.

„Das Problem ist der Schlüssel", sagte Mark. „Er hätte schon erscheinen müssen, als sich alle anderen wieder erkannt haben. Das hat er nicht getan. Nun weiß der Schlüssel ganz genau, dass er sterben muss. Daher gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder er sucht nach dem Tor, oder er will nicht sterben."

„Oder beides!", bemerkte Harry. „Aber weiß der Schlüssel zumindest, dass wir uns gefunden haben?"

„Ihr seid alle blind!", sagte Draco. „Natürlich weiß er es. Er weiß alles. Er steht vor eurer Nase und ihr seht ihn nicht einmal."

„Dann sag es! Wenn du so gut weiß, wer es ist!", rief Ron aus.

„Ihr wisst nicht, was es heißt, alles zu verlieren!", sagte Draco und ging zur Tür. „Was den Schlüssel betrifft, so weiß er es. Ihr macht euch ständig Sorgen um den Rest und auch wenn er sein Schicksal kennt, hat er keine Lust, alles loszulassen, weil er weiß, was das heißt, wenn man alles verliert. Ihr sagt, dass ihr Mitleid mit ihm habt, aber ihr schert euch nicht einmal um seine Probleme. Ihr seid es, die sich fürchten, einen Freund zu verlieren, ihr seid nur Egoisten. Was ihn betrifft, so muss er sich für die anderen aufopfern."

Draco verließ den Raum eilig und schlug die Tür hinter sich zu. Und ließ einen stillen Raum hinter sich zurück.

„Ich muss gestehen, dass er Recht hat", sagte Ginny langsam. „Für den Schlüssel muss es schwierig sein."

„Wie auch immer, wir müssten das Buch zu Ende lesen. Vielleicht muss ich es tun, damit er kommen kann? Neville, kannst du mir das Buch bitte zurückgeben?"

Neville öffnete die Schublade und holte es sanft heraus.

„Wir müssten schnell dieses Tor finden", sagte er anscheinend in Gedanken vertieft. „Hier, Harry!"

Harry schlug das Buch am Ende auf und blätterte es schnell durch, um die richtige Seite zu finden, doch er fand nur leere Seiten. Er blätterte noch schneller, doch alle Seiten schienen gelöscht worden zu sein.

„Das darf doch nicht wahr sein!"

„Was ist los, Harry?", fragte Luna.

„Alles ist verschwunden. Es steht nichts mehr darin geschrieben!"

Harry blätterte immer schneller weiter und geriet in Panik.

„Die Seiten sind leer...", fuhr Harry fort und erreichte die erste Seite. „Doch, hier! Da steht irgendwas!"

Oben auf der Seite stand in kleiner Schrift ein paar Zeilen, die Harry laut vorlas.

Da sind wir nun,

Jetzt seid ihr zusammen.

Weil wir Hogwarts erschuf'n,

Weil das Tor hier steht: Ihr sollt nur noch danach fragen.

GODRIC GRYFFINDOR

„Das Tor ist in Hogwarts!", rief Harry aus.

„Noch besser!", meinte Luna mit weit offenen Augen. „Wir sind hier! Wenn wir nach dem Tor fragen sollen, sollen wir den Raum der Wünsche darum bitten. Das ist logisch!"

„Warum hat sich das Buch plötzlich verändert?", fragte Mark.

„Wahrscheinlich wegen dessen, was Malfoy gesagt hat", antwortete Hermine. „Das Buch steht unter einem Zauber. Erinnere dich daran, Harry: Als du angekommen bist, sind neue Texte von Godric Gryffindor erschienen. Das Buch hat wahrscheinlich darauf reagiert, dass du in Hogwarts warst. Und da Malfoy behauptet hat, dass er herausgefunden hat, wer der Schlüssel ist, hat er bestimmt recht und das Buch hat deswegen reagiert..."

„Nein, Hermine."

Ginny war plötzlich in Tränen ausgebrochen.

„Ginny!", rief Ron aus.

„Es ist nicht Malfoy, der das Buch verändert hat."

Sie stand auf und ging mit tränennassen Wangen zum Schreibtisch.

„Die Hoffnung wird dem Schlüssel folgen... Deine Geburt ist Nevilles gefolgt, Harry."

Einen Augenblick lang, der eine Ewigkeit zu dauern schien, wurde es im Raum der Wünsche totenstill. Neville richtete sich auf seinem Sessel auf und sah Ginny in die Augen.

„Also musste dir Malfoy die Wahrheit ins Gesicht sagen, damit du es mir sagst", sagte Neville und lächelte traurig. „Ja, Ginny. Das Buch hat reagiert, als ich es genommen habe. Es nützt nichts mehr, es weiterhin zu verstecken..."

Ginny, die ihm gegenüber stand, sah ihn an und weinte weiter. Er beugte sich zu seinem Rucksack herunter und zog daraus ein dickes Buch hervor, das Harry bekannt war. Alle blieben sprachlos.

Der Schlüssel. Band 5.

„Malfoy hatte Recht", fuhr er fort. „Ich wäre lieber länger geblieben, aber ich habe mich dafür gewappnet, dass ich es sowieso nicht entkommen kann."

„Aber warum..."

„Ich musste ein wenig warten, mein Buch hatte mich darum gebeten. Dank meinem längeren Kontakt mit den vier Zauberern fing ich an, ein bisschen von ihrer Macht zu bekommen. Wie in Gedanken lesen... Du wusstest es schon längst, Ginny. Egal, wie sehr du dir deine Emotionen verheimlicht hast, du wusstest, dass ich es war und überredetest dich selbst das Gegenteil."

„Deswegen also", sprach sie immer noch weinend.

„Ja, Ginny. Ich habe viel Zeit gehabt, um über all das nachzudenken. Ich wusste sowieso, dass ich weggehen müsste."

„Es muss unbedingt einen Gegenfluch geben, Neville!", sagte Hermine.

„Selbst wenn es einen gäbe, Hermine, ist es jetzt bereits zu spät", sagte er und lächelte immer noch. „Doch ich denke, dass es irreversibel ist, selbst für die begabteste aller Hexen."

Neville griff nach seinem Zauberstab und richtete ihn auf die Tür.

„NEGA ALARMENTO."

Neville stand auf und ging auf die Tür zu.

„Die anderen Zauberer der Legende werden bald zu uns kommen. Da ich nun entdeckt wurde, habe ich sie telepathisch gerufen. Ich habe viele Schwierigkeiten gehabt, all die Kräfte zu beherrschen, die ich bekommen habe."

Neville kehrte wieder zu seinem Platz zurück, während ihm die anderen wortlos nachschauten.

„Macht nicht so ein Gesicht! Es macht mich ganz verlegen", sagte Neville. „Ich schwöre euch, dass es geht. Es gibt noch ein paar Dinge, die wir regeln müssen."

Ginny weinte noch lauter, ging um den Schreibtisch herum und legte die Arme um Nevilles Hals.

„Lass mich nicht allein! Du kannst mich nicht alleine lassen!"

Auch Hermine stürzte in Tränen ausbrechend in ihrem Sessel zusammen.

„Weint nicht, Mädchen", sagte er und streichelte Ginnys Kopf. „Ihr sollt nicht um mich trauern, weil ich nicht ganz tot sein werde."

Ginny hob den Kopf. Mit nassem Gesicht sah sie Neville durch verschleierte Augen an. In genau dem Augenblick rannten Professor Irre und Sirius Black, immer noch maskiert, in den Raum hinein.

„Mr Longbottom, Sie..."

„Professor Irre", fiel ihr Neville mit einem breiten Lächeln ins Wort. „Bitte vermeiden wir, zu viel zu reden, wir müssen dringende Dinge erledigen und ich muss Ihnen ein ganzes Buch zusammenfassen. Stört es Sie nicht?"

Professor Irre schüttelte wortlos den Kopf. Neville sah selbstsicher aus, als hätte er immer gewusst, wie es verlaufen würde. Er lächelte immer noch, schien jedoch nicht glücklich zu sein.

„Ginny, kannst du mir bitte einen Gefallen tun?"

Ginny nickte.

„Kannst du meine Eltern benachrichtigen, damit sie gleich kommen? Ich möchte, dass du es ihnen erklärst. Du bist die Einzige, die das für mich tun kann. Hermine, könntest du mit ihr hinflohen?"

Hermine nickte und begleitete Ginny Arm in Arm aus dem Raum.

„Ron?"

„Ja?"

„Trage Sorge für deine Schwester, sie wird dich brauchen."

Rons Gesicht verfinsterte sich vor Traurigkeit und auch er nickte.

„Oh, und hör auf, mit Hermine wie die Katze um den heißen Brei herumzuschleichen", fügte er hinzu. „Es ist weder für sie noch für dich gut."

Auch Professor Trelawney betrat den großen Raum und sah sich um, als hätte sie sich verlaufen.

„Der große Tag ist gekommen?", fragte sie mit einem verblüfften Ausdruck.

„Ja, Professor."

„Ich habe immer gewusst, dass Sie es sind. Das stand in den Sternen!"

„Das glaube ich Ihnen gerne", sagte Neville und lächelte breiter. „Jetzt, da Sie da sind, werden wir über Harry reden können."

Harry hob den Kopf und sah sich um.

„Was ist los?"

Einen Augenblick lang herrschte Stille und alle sahen einander an, bevor Neville wieder sprach.

„Das, worum ich dich jetzt bitten werde, Harry, ist nicht einfach. Aber ich muss es dir jetzt sagen. Und du musst wissen, dass ich dir leider keine Wahl lasse."

Neville seufzte tief, bevor er in seinem Buch blätterte. Er hob den Kopf wieder, lächelte Harry ein letztes Mal zu und las vor.

„Wenn die Zeit kommen wird, wo die Welten befreit werden müssen, wird die Hoffnung wieder die Dinge in den Griff nehmen müssen. Da die Hoffnung unsterblich ist, wird sie das Mal der anderen Zauberer sich zu eigen machen müssen, damit sie sich in der anderen Welt treffen können. Nacheinander wird die Hoffnung den Menschen, den Tod und den Geist töten müssen, die zur anderen Welt gehen werden. Schließlich wird der Schlüssel ihr sein Herz geben und alle Male werden verschwinden. Mit der Seele des Schicksals wird er durch das Tor gehen und seine Dämonen bekämpfen können."

Harry sah sich verständnislos um.

„Ich... muss..."

Luna, die neben ihm saß, schnüffelte und legte die Arme um seinen Hals.

„Also ist es Mr Potter, der uns töten muss?", fragte Sybill Trelawney. „Ich verstehe jetzt besser, was mir meine Karten gesagt haben."

„Ich werde Sie nicht töten! ICH WERDE KEINEN TÖTEN!", sagte Harry und stand plötzlich auf.

„Harry", sagte Aldysse Irre, die ihn zum ersten Mal beim Vornamen nannte. „Wir haben uns darauf vorbereitet. Wir wussten, was geschehen würde."

Sirius näherte sich Harry langsam und legte die Hand auf seine Schulter, damit er sich setzte. Er kniete sich dann neben ihn.

„Darum wollte ich nicht, dass du es wusstest, Harry", sagte Sirius. „Du hättest mich sowieso zum zweiten Mal verloren und ich wollte nicht, dass du es noch einmal erleiden musstest."

Sirius zog dann seine silberne Maske aus, legte sie auf den Boden und lächelte seinem Patensohn zu.

„Harry, du musst sowieso wissen, dass ich als Geist nicht lange hier bleiben konnte. Die Hoffnung muss diese schwere Last tragen."

Dann flüsterte er.

„Und darüber hinaus wird Aldysse bei mir sein. Der Tod hat manchmal gute Seiten."

„Ich habe dich gehört!"

Sirius verzog das Gesicht.

„Dürfte ich dieses eine Mal ein sanftes Wort und ein bisschen Zuneigung bekommen?", murrte er. „Es scheint dir äußerst zu missfallen, die Ewigkeit mit mir zu verbringen..."

„Habe ich gesagt, dass es mir missfallen würde?"

Sirius drehte sich zu Aldysse um, die ihm ein schiefes Lächeln und einen schelmischen Blick zuwarf, dann sprach er wieder zu Harry.

„Ich habe den Eindruck, dass ich meinen zweiten Aufenthalt in der zweiten Welt doch mehr genießen werde", sagte er glücklich. „Du hast eine schwere Verantwortung, aber jeder wird glücklich sein. Auch wenn wir uns wahrscheinlich nicht mehr sehen werden."

„Wenn du es wirklich willst, Harry, so wirst du alle, die du liebst, so oft und so lange sehen können, wie du es willst."

Harry drehte sich zu Neville um.

„Du wirst die Macht von den vier Zauberern, vom Schlüssel und von all ihren Vorfahren haben. Jahrtausende von magischer Kraft in deinen Händen, Harry. Das wirst du brauchen, um deine Feinde in der anderen Welt zu besiegen, aber deine Macht wird so groß sein, dass du durch das Tor des Todes gehen kannst und zurück, wann auch immer du es magst. Das ist das Geschenk, das dir die anderen Zauberer gemacht haben, Harry. Auch wenn sich dein Vorfahre einsam und isoliert fühlte, verspürten die anderen Mitleid mit ihm. Und als Dank haben sie dafür gesorgt, dass die im Laufe der Jahrhunderte angehäufte magische Kraft dir erlauben würde, alle Grenzen zu überschreiten und sogar die des Todes, damit deine Last nicht mehr so schwer ist."

Sirius drehte sich zu Harry um.

„Na siehst du! Alles wird ganz toll laufen. Und du wirst beinahe unsterblich werden. James und Lily werden sich riesig freuen, dich zu sehen!"

Harry lächelte schüchtern.

„Und du, Neville?", fragte er halb laut.

„Du wirst mich jeden Tag ertragen müssen", sagte Neville. „Ich gebe dir nicht nur den Schlüssel, ich gebe dir meine Kenntnisse und meine Gefühle. Du wirst all meine Emotionen spüren. Ich werde ein Teil von dir sein. Wir werden im selben Körper leben, aber deine Persönlichkeit wird die herrschende sein. Du wirst dich nicht völlig verändern."

Neville stand auf und setzte sich auf den Rand des Schreibtisches.

„Wir haben jedoch immer noch ein großes Problem. Wie können wir Voldemort beseitigen, ohne ihn zu töten?"

„Dafür müssten wir schon wissen, wo er ist", seufzte Harry.

„Dies ist kein Problem, Harry", antwortete Neville mit einem traurigen Lächeln. „Ich muss euch übrigens eine schlechte Nachricht darüber sagen. Aber vorher... Mark?"

„Ja?"

„Warne Professor McGonagall, dass Hogwarts und Hogsmeade sofort evakuiert werden müssen. Hogwarts wird sich in ein Schlachtfeld verwandeln..."