Hallo an alle! Und hier kommt das nächste Kapitel von Gabrielle Lavandes Geschichte Harry Potter et la Clé de l'autre monde. Vier Zauberer erschufen eine Welt, zwei Wörterzauberinnen halfen mir, euch diese schöne Geschichte zu schenken: Gabrielle und Verliebtindich. Danke also an sie, und danke an euch, dass ihr immer noch lest! Das Ende naht. Nur noch fünf Kapitel einschließlich diesem + zwei Bonuskapitel und die Geschichte wird fertig sein.
Disclaimer: Wie immer, nichts gehört zu mir, beinahe alles gehört zu JK Rowling und der Warner Bros und weder ich noch Gabrielle verdienen Geld mit dieser Geschichte.
Harry Potter und der Schlüssel zur anderen Welt
Kapitel 36: Er war da:
Harry ging alleine durch die leeren Gänge von Hogwarts und schaute direkt vor sich hin. Seine Schritte hallten von den Steinen wider und er atmete nervös.
„Beruhige dich, Harry", sagte Neville telepathisch. „Du bist zu nervös."
„Vor allem müsst ihr ihn mir überlassen! Es wird mir eine Freude sein, mich um ihn zu kümmern."
„Willst du bitte endlich damit aufhören, uns ständig das Gleiche zu sagen, Sirius? Seit du ihn auf der Karte des Rumtreibers gesehen hast, hast du es vielleicht bereits hundert Male wiederholt: Lasst ihn mir, lasst ihn mir!", griff Professor Irre ein.
„Mit all Ihren Stimmen in meinem Kopf kann ich mein inneres Auge nicht öffnen."
Harry seufzte.
„Neville! Beruhige mich. Ich werde euch nicht ständig in meinem Kopf hören, wenn wir das Tor öffnen werden?"
„Ich glaube, ich werde der Einzige sein", antwortete Neville verlegen.
Harry hielt vor einer Tür inne und atmete tief ein.
„Ich bin dort. Bereiten Sie sich vor."
Harry klopfte an die Tür.
„Oh, Mr Potter? Was machen Sie hier?"
„Professor Irre hat eine Krise in ihrem Büro bekommen", sagte er und nahm kurze Atemzüge, als wäre er atemlos. „Sie ist in Ohnmacht gefallen und keiner kann sie wecken."
„Aber Professor Dumbledore muss seine Behandlung nehmen..."
„Ich kann bei ihm bleiben..."
„Nein! Keiner darf ihn stören!", rief Madam Pomfrey aus.
„Aber ich muss sowieso mit ihm reden!", sagte Harry lauter. „Professor Irres Krise sagt an, dass das Tor bald..."
„Lassen Sie ihn herein", sagte eine Stimme aus dem Krankenflügel. „Und gehen Sie, um diese arme Aldysse zu heilen."
„Gut, ich gehe hin", sagte Madam Pomfrey und holte ihre Tasche.
Harry schloss einen Augenblick lang die Lider.
„Madam Pomfrey sollte bald Ihr Büro erreichen, Professor Irre."
„Ich spüre sie kommen", antwortete sie. „Das ist eine Katastrophe. Ihr Geist wurde von Monaten unter dem Imperiusfluch völlig durcheinander gebracht. Ich schläfere sie ein und hole Sie dann ein."
„Komm näher, Harry!"
„Ja, Professor. Wie geht es Ihnen?"
Albus Dumbledore saß auf einem der Betten im Krankenflügel.
„Viel besser. Es tut mir Leid, dass ich dir in dieser Sache nicht helfen konnte."
„Es ist nichts, Professor. Der Schlüssel hat sich uns endlich enthüllt. Wir bereiten unsere Reise in die andere Welt vor."
„Ja, der Schlüssel. Wie geht es ihm?"
„Hermine geht es gut", lächelte Harry. „Sie akzeptiert die Tatsache gut, dass sie sterben muss. Aber ich denke, dass Sie sie gut beruhigt haben, als sie Sie vor Ihrem Unfall besucht hat."
„Miss Granger ist sehr mutig. Mag sie ihre Stelle?"
„Sie verbringt ihre ganze Zeit in ihrem Büro, um ihre Unterrichtsstunden vorzubereiten."
Dumbledore lächelte.
„Könntest du mir bitte ein Glas Wasser holen, Harry?"
„Natürlich."
Harry holte den Wasserkrug hinten im Krankenflügel, ohne sich umzudrehen.
„Diese fiese Ratte, dieser Pettigrew, verlässt den Raum laut der Karte des Rumtreibers", sagte Sirius. „Ich fange ihn und ich komme."
„Nun, Harry? Was stört dich?", fragte der alte Mann.
„Um ehrlich zu sein, Professor, ich bin besorgt."
Harry ging langsam mit einem Glas Wasser in der Hand auf das Bett des Kranken zu.
„Wir haben keine Nachrichten mehr von Voldemort und ich ahne, dass er etwas Schreckliches im Schilde führt."
„Wir müssen uns für alles wappnen", antwortete Dumbledore ruhig und nahm sein Glas Wasser.
„Ja", antwortete Harry. „Ein Glück, dass er keinen Totenbelebungstrank mehr brauen kann."
„Ohne Diricawlschnabel ist es tatsächlich unmöglich", fuhr der alte Mann fort. „Und ich habe es geschafft, nach unserem letzten Kampf gegen ihn den Trank zu verschütten.
„Das meinte ich nicht", sagte Harry und setzte sich auf das Bett daneben.
„Tatsächlich?"
„Ja. Was ich meinte, ist, dass er zwar mächtig ist, aber von Zaubertränkemeistern wie Lestrange oder Snape abhängig ist. Jeder weiß, dass er in Zaubertränken eine wahre Niete ist."
„Wow! Immer mit der Ruhe, Potter!", erklang Professor Irres Stimme in Harrys Kopf. „Sirius ist noch nicht da."
„Das stimmt", meinte Professor Dumbledore. „Allerdings ist er immer noch mächtig. Ich zweifle daran, dass du bereit bist, ihn zu bekämpfen."
„Ich denke eher, dass er uns unterschätzt, dass er sich für ein höheres Wesen und uns für Dummköpfe hält."
„Ich finde dich sehr frech. Er hat mich ja trotzdem besiegt...", sagte Dumbledore und starrte ihn an.
„Ja", sagte Harry mit traurigem Gesicht.
Er stand auf und ging zum Fenster.
„Sie haben mir nie erzählt, was in dieser Nacht passiert ist", fuhr er fort.
„Mein Körper wurde von zahlreichen Flüchen geschwächt. Ich habe sogar ein paar Erinnerungen verloren. Ich erinnere mich nur daran, wie er mit Pettigrew weggefloht ist."
„Er ist davongelaufen?"
Dumbledore starrte die Wand vor sich an und sein Gesicht war kalt und hart.
„Er ist also davongelaufen? Er wusste, dass wir ankommen würden, und hat Angst bekommen."
„Nein."
„Warum ist er also weggefloht? Es sei denn, Sie haben ihn schwer verletzt, so dass er höchst schwach, oder vielleicht sogar machtlos ist und uns nicht bekämpfen kann."
Dumbledore seufzte.
„Harry, er ist ein mächtiges und listiges Wesen. Du verstehst nicht, wie riesig groß seine Macht ist. Der Dunkle Lord ist unbesiegbar."
„Dann erklären Sie mir etwas: Warum haben wir kein Zeichen von ihm? Warum haben Sie nicht geleugnet, als ich gesagt habe, dass Hermine der Schlüssel ist? Der WAHRE Dumbledore weiß sehr wohl, wer der Schlüssel ist. Der WAHRE Dumbledore hätte keine solche Lobrede auf Voldemort gehalten."
Der alte Mann eilte zu seinem Zauberstab, der auf dem Nachttisch lag, doch Harry zauberte ihn zur anderen Seite des Raums hinweg.
„Davon rate ich Ihnen ab", sagte Harry und zielte auf den Mann. „Voldemort."
Mit einem zauberstabslosen Zauber entwaffnete der alte Mann Harry. Sein Blick hatte sich verändert. Es waren nicht mehr diese schelmischen Augen, mit denen er Harry damals angesehen hatte, sondern ein blutrünstiger Blick, der vor Wut entstellt war.
„Du bist ein Unfähiger. Nicht einmal Dumbledore konnte mir lange widerstehen."
„Sie haben ihn getötet!"
„Und zwar unglaublich einfach...", fügte Voldemort mit einem schiefen Lächeln hinzu.
„Sie haben von seinem Körper Besitz ergriffen. Wie konnten Sie?"
„Dank dieser lieben vermissten Bellatrix, natürlich. Und dank ihrem Talent als Meisterin in Zaubertränken", sagte Voldemort und näherte sich Harry. „In dieser Nacht habe ich diesen Greis bekämpft, der nicht lange widerstanden hat. Da die Dinge nicht nach meinem Plan gelaufen sind, musste ich mit dem Totenbelebungstrank seinen Körper übernehmen. Dann habe ich meine Leiche verschwinden lassen und den Trank verschüttet. Als ich euch schließlich kommen spürte, habe ich eine Explosion im Kamin verursacht, um euch glauben zu lassen, dass ich gerade geflohen war. Das war kinderleicht."
Mit einer Handbewegung zog Voldemort Harrys Zauberstab zu sich, ohne den Jungen aus den Augen zu lassen, dann warf er ihn Harry zu, der überrascht zu sein schien.
„Jetzt brauche ich diesen Körper nicht mehr. Meine Anhänger haben die andere Welt in Besitz genommen. Mein Tod wird der Höhepunkt meiner Macht sein und ich werde beide Welten erobern. Die alte Magie wird dieser ganzen Macht nicht widerstehen können. Worauf wartest du, um mich zu töten?"
„Sie brauchen mich, um zu sterben, nicht wahr?"
„Überhaupt nicht. Ich möchte bloß wissen, ob du es schaffen könntest, deinem lieben Professor Dumbledore einen Fluch aufzuhalsen."
„Das wird er nicht unbedingt brauchen", sagte Sirius und trat ein, dicht gefolgt von Aldysse und Professor Trelawney."
Voldemort musterte seine Gegner langsam.
„Egal, was ihr tut, es wird nutzlos sein. Das Schicksal steht schon fest und nichts wird es ändern, nicht einmal die vier Nachfahren."
„Das Schicksal bin ich, und es sieht gar nicht nach dem aus, was Sie sich wünschen."
Neville trat ein mit seinem Quidditchbesen in der Hand. Dumbledores Gesicht starrte ihn einen Augenblick lang an.
„Da ist also unser Schlüssel."
Neville stellte seinen Besen neben sich, zückte seinen Zauberstab und zielte damit auf Voldemort.
„Neville, tu es nicht", meinte Sirius. „Wir brauchen ihn."
Er wollte Neville an der Schulter zurückhalten, doch Professor Trelawney stellte sich in Trancezustand und mit starren Augen zwischen sie.
„Er weiß, was er tut! Das Schicksal folgt seinem eigenen Weg und alles wird nach seinem Wunsch geschehen. Keiner darf es verhindern. Das Tor des Todes öffnet sich."
In genau dem Augenblick fiel Professor Irre plötzlich mit dem Gesicht zu Boden.
„ALDYSSE!", schrie Sirius und kniete sich neben sie.
Sie richtete sich langsam auf und ging mit Sirius' Hilfe auf die Knie mit dem Kopf nach hinten, die Augen verdreht und die Bluttränennarbe scharlachrot. Professor Trelawney war immer noch im Trancezustand. Was Harry betraf, so betrachtete er den ganzen Raum. Wegen dieser Szene war Voldemort ein bisschen weniger aufmerksam.
„DER TOD! DER TOD!", fing Aldysse Irre an zu schreien, während Sirius versuchte, sie wieder aufstehen zu lassen.
Unerschütterlich ging Neville weiter auf Voldemort zu, den die ganze Szene verlegen machte. Dann schaute der schwarze Magier zu Neville, machte eine Handbewegung und holte seinen Zauberstab zurück.
„Ich werde den Schlüssel schließlich eigenhändig töten. Das wird das Symbol meines Siegs sein."
Neville ging weiter auf Voldemort zu, ohne zu zögern. Er stand nur noch fünf Meter von ihm entfernt. Mit Dumbledores Gesichtszügen hob Voldemort seinen Zauberstab und zielte damit auf Neville.
„NEIN!", schrie Harry.
Er stürzte mit dem Kopf nach vorne auf Voldemort zu und traf ihn so hart, dass sie bald durch ein Fenster des Krankenflügels brachen.
In ihrem Fall spiegelten die Glassplitter das Licht des Mondes wider und glitzerten wie ein Sternregen. Sie ritzten sich leicht in Harrys Gesicht ein, der die Augen schloss, als er die Schnelligkeit des Falls auf seinem Gesicht spürte.
