Hallo an alle! Und hier kommt die nächste und letzte Folge von Gabrielle Lavandes Geschichte Harry Potter et la Clé de l'autre monde.
So, das war's jetzt. Eine weitere Geschichte ist zu Ende, eine weitere Übersetzung fertig. Es ist für mich eine sehr lange Geschichte gewesen, umso mehr, da ich die Übersetzung schon vor mehreren Jahren angefangen hatte, und ich hoffe, ihr habt so viel Freude daran gehabt, sie zu lesen, wie ich daran hatte zu übersetzen. Viel Spaß beim Lesen, und, das sage ich in dieser Geschichte zum letzten Mal, einen herzlichen Dank an Verliebtindich, meine treue und hervorragende Betaleserin!
Disclaimer: Wie immer, nichts gehört zu mir, beinahe alles gehört zu JK Rowling und der Warner Bros und weder ich noch Gabrielle verdienen Geld mit dieser Geschichte.
Harry Potter und der Schlüssel zur anderen Welt
Kapitel 40: Und fünfzehn Jahre vergingen:
Die Winterkälte war an diesem Morgen noch nicht völlig verschwunden. Laut dem, was man sagte, war es an diesem Tag nie warm. Vielleicht war es die Erinnerung des Ortes, die nicht einmal wollte, dass das Wetter die Herzen wärmte. Vielleicht waren fünfzehn Jahre doch nicht genug, um an diesem Jahrestag die Ereignisse zu verschmerzen.
Wenn dieser Tag in die neuere Ausgabe von Eine Geschichte von Hogwarts gehörte, so war das, weil er wahrscheinlich der traurigste Tag in der Geschichte des Schlosses war. Alle Lehrer und Schüler waren dazu eingeladen, zum Friedhof der Schule zu gehen, wo auf fünf Gräber besonders geachtet wurde. Ohne Zweifel war das von Harry Potter das schönste. In den letzten sieben Jahren hatte man sich daran gewöhnt, nach der Gedenkzeremonie ein jetzt beinahe achtzehnjähriges Mädchen an diesem Grab gedenken zu sehen. Sie blieb mehrere Minuten dort, zitterte in ihrem Umhang von Ravenclaw. Ihr langes blondes Haar, das zu einem Zopf gebunden war, ihre hübsche Nase und ihre blauen Augen machten sie zum schönsten Mädchen der ganzen Schule.
Bei diesem Grab verbrachte sie Zeit. Warum? Manchmal stellte sie sich die Frage. Doch alle hielten es für normal.
„Es ist normal...", sagte sie und lächelte dem Grab ironisch zu.
Sie stand auf, blickte ein letztes Mal zu den anderen Gräbern und ging zum jährlichen Picknick von Hogwarts, das dieser Zeremonie immer folgte, die von der jüngsten Schulleiterin eingesetzt worden war, die Hogwarts je gekannt hatte. Zum vierten Mal schwanger wurde Professor H. Weasley von vielen für eine hartnäckige Feministin gehalten, da sie Mutterschaft und Hochverantwortungsberuf miteinander verband.
„FANELY, WIR SIND DA!"
Fanely Evans drehte sich zu einer Gruppe von sieben offenbar glücklichen Jugendlichen um, die laut lachten. Sie ging mit einem breiten Lächeln auf sie zu.
„Alles Gute zum Geburtstag, Drillinge!", sagte sie und holte sich ein Sandwich aus dem Korb.
„Ich hasse diesen Namen", sagte ein fünfzehnjähriges Mädchen.
Sie trug ihr kurzes rosa Haar jungenhaft, strahlte jedoch unbestreitbar eine feminine Aura aus.
„Tut mir Leid, Circe", antwortete Fanely. „Aber es ist sehr lang, „Alles Gute zum Geburtstag, Circe, Basil und Will" zu sagen."
„Du kannst uns die Drillinge nennen, es ist uns wurscht", sagten die Jungen, die schleimige Schnecken aufaßen und sie in ihrem Mund sich bewegen ließen, bevor sie sie hinunterschluckten.
„Ihr seid ekelhaft", sagte ihre Schwester. „Manchmal zweifle ich daran, dass wir Geschwister sind. Ich weiß nicht, wie Mum und Dad ständig sagen können, dass wir uns ähneln. Und dazu bin ich die Einzige, die diese hässlichen rosa Haare geerbt hat. Warum habt ihr keine?"
„Einfach, weil du Mum mehr ähnelst", erwiderte Will.
„Mum ist eine Metamorphmagus, ich nicht", schmollte sie. „Wie sehr ich dich beneide, dass du deine Haarfarbe ständig ändern kannst, Fanely."
Fanely schloss einen Augenblick lang die Augen und ihr langes goldenes Haar wurde leuchtend, fast fluoreszierend rosa.
„Hier!", sagte sie. „Fühlst du dich so weniger einsam?"
„Sagt mal, juckt euch diese Narbe so sehr wie mich?", fragte ein elfjähriges Mädchen mit roten strubbeligen Haaren.
Die Drillinge und Fanely krempelten ihre Ärmel hoch und ließen eine leicht rötliche Narbe erscheinen, die wie ein perfekter Kreis aussah.
„Immer an diesem Datum, Amy", antwortete Basil. „Es ist das Gleiche für alle Mitglieder der Gemeinschaft des Kreises. Wenn wir nur wüssten, wieso. Dad sagt, dass er nicht weiß, warum."
„Na, das stimmt!", rief Amy aus. „Ich glaubte, dass man nur zur Gemeinschaft des Kreises gehört, wenn unsere beiden Eltern dazu gehören, aber die Mutter der Drillinge gehört nicht dazu."
„Ach?", meinte Will. „Das stimmt, dass die Professoren Weasley und Fanelys Eltern beide zur Gemeinschaft des Kreises gehören, aber das bedeutet nichts."
„Doch", fuhr Amy fort. „Tante Ginny ist Mitglied, aber Onkel Draco nicht, und ich glaube, du hast diese Narbe nicht, Helios?"
Ein junger platinblonder Slytherin, der sich am Nacken kratzte, drehte sich um, als sie ihn ansprach.
„Ich habe keinen Bock darauf, diesen Kreis zu haben", murrte er. „Mir ist die Narbe genug, die ich auf dem Nacken habe und die regelmäßig brennt. Es ist ärgerlich genug."
„Du meckerst ständig, Cousin", bemerkte Amy. „Ich finde sie schön, diese Narbe. Sie sieht wie ein Stern aus."
„Also bin ich der Einzige, der keine Narbe hat", sagte ein Junge mit enttäuschter Stimme und rückte seine Brille zurecht auf seine Nase.
„Glaub mir, Harry, eine Narbe möchtest du nicht einmal geschenkt haben."
„Ja, aber meine Mutter hat doch eine Narbe, Opa Lovegood hat eine Narbe und Oma und Opa Longbottom haben auch eine Narbe. Wie kommt es, dass mein Vater keine hat?"
„Vielleicht wurde dein Vater adoptiert?", meinte Amy.
„Hört auf Dummheiten zu reden!", rief Fanely aus. „Ich kenne die Longbottoms, seit ich klein bin, und Professor Longbottom ist tatsächlich der Sohn von Alice und Frank Longbottom. Glaub mir, Harry, wenn du den Vornamen von meinem Cousin Harry Potter trägst, dann heißt es bestimmt, dass du ein hervorragendes Schicksal haben wirst. Glaub mir."
Sie stand auf und nahm sich ein anderes Sandwich.
„Entschuldigt mich, ich habe meine UTZ am Ende des Jahres und ich habe meine Notizen im Kräuterkunderaum vergessen. Ich bin gleich wieder da."
Fanely ging mit einem verärgerten Seufzer eilig zum Gewächshaus Nummer vier. Sie durchquerte schnell die Gärten, erreichte die Tür und klopfte hart und schnell an.
„Herein!"
Fanely öffnete die Tür einen Spalt breit.
„Darf ich Sie kurz sprechen, Professor Longbottom?"
„Komm herein, Fanely!"
Sie betrat das Gewächshaus und schloss die Tür hinter sich. Professor Longbottom, der ihr den Rücken zuwandte, stand hinten im Raum und goss ein paar Pflanzen.
„Dad lädt dich am ersten Tag der nächsten Ferien zum Abendessen ein."
„Alles klar", sagte er und goss weiter seine Pflanzen. „Wir werden kommen."
„Hör zu! Ich habe es satt!", sagte sie mit einem autoritären Ton. „Du musst etwas tun. Siehst du nicht, dass dein Sohn deprimiert ist? Du solltest vielleicht daran denken, ihm die Wahrheit zu sagen."
Professor Longbottom stellte seine Gießkanne beiseite und ging zu seinem Schreibtisch. Trotz seiner 32 Jahre sah Neville Longbottom immer noch wie ein Jugendlicher aus, mit seinen unzähmbaren schwarzen Haaren und seinen funkelnden grünen Augen.
„Setz dich, Fanely", sagte er ruhig.
„Ich will mich nicht setzen, Harry!"
Er seufzte.
„Ja, ich weiß, ich soll dich Professor Longbottom oder Neville nennen, aber es ärgert mich wahnsinnig, dass ich jedes Jahr unter dem mitleidigen Blick von allen vor einem leeren Grab gedenken muss, weil mein mutiger und berühmter Cousin darin liegen sollte."
Er sah sie weiterhin an und auf seinem Gesicht war nichts zu sehen, außer vielleicht ein kleines schiefes Lächeln.
„Ich mag deine rosa Haare. Tonks hatte sie genauso, als sie mit den Drillingen schwanger war."
Fanely murrte vor Wut.
„Immer wieder diese Gewohnheit, das Problem zu ignorieren. Aber ich werde nicht immer da sein, um deinen Sohn zu bemuttern!"
„Wer hat dich denn darum gebeten, es zu tun?"
„OH, VERDAMMT!"
Fanely verließ eilig das Gewächshaus und knallte die Tür hinter sich zu.
„Tante Selene hätte ein weiteres Kind haben sollen", seufzte der Kräuterkundelehrer. „Fanely wäre eine wunderbare ältere Schwester gewesen."
„Und was willst du tun?"
Eine etwa dreißigjährige Veela kam von hinter einer hohen und breiten Kletterpflanze hervor. Sie stellte sich hinter ihn und legte ihren Kopf auf seine Schulter.
„Du weißt, dass wir ihm eines Tages die Wahrheit werden sagen müssen, Harry", fuhr sie fort.
„Das weiß ich", seufzte er.
„Du weißt, dass ich es selbst tun könnte, da ich die Geheimniswahrerin bin."
„Das weiß ich auch", seufzte er abermals. „Aber ich weiß, dass es für ihn noch schwieriger sein wird, die Wahrheit zu kennen und mit seinen Freunden nicht darüber reden zu dürfen. Und Frank und Alice fürchten sich so sehr davor, ihren Enkel zu verlieren."
„Du weißt sehr wohl, dass er sie trotzdem weiter lieben wird", antwortete sie. „Er ist alt genug, dass er verstehen kann, und jung genug, dass er nicht dagegen rebellieren würde. Und du solltest ihn deine Eltern und deine Schwester besuchen lassen."
„Sie bitten mich schon so lange darum", meinte er und stand auf. „Ich muss sie heute übrigens besuchen, es gibt eine böse Seele, die sich im Herzen des Waldes versteckt und die Schule in Schrecken versetzt. Ich werde ihnen sagen, dass Junior sie während der Ferien endlich besuchen wird."
„Du hast dich also entschieden?"
„Habe ich wirklich eine Wahl?"
Er beugte sich herunter, um sie zu küssen.
„Heute Abend arbeite ich nicht bei der Zeitung. Wir könnten draußen essen gehen?"
„Ich werde versuchen, nicht zu spät zurückzukehren. Versprochen."
Er verließ das Gewächshaus, um zum Haupteingang von Hogwarts zu gehen, grüßte die Schüler, die er auf dem Weg traf, und stieg die Treppen hinauf, bevor er an die Tür vom Büro des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste klopfte.
„Herein!"
Er öffnete die Tür und sah Professor Ronald Weasley, der die Füße nachlässig auf den Schreibtisch gelegt hatte, seinen Zauberstab in Gleichgewicht auf seiner Nase hielt und versuchte, ihn nicht fallen zu lassen.
Mit einer Handbewegung ließ Harry den Stuhl schweben, auf dem Ron saß.
„Wow!"
Aus dem Gleichgewicht gebracht fiel Rons Zauberstab herunter und Harry stellte den Stuhl wieder hin.
„Man muss den Schwierigkeitsgrad ein wenig erhöhen, sonst ist es nicht lustig", sagte Harry.
„Ich möchte gern sehen, ob du es dann schaffen würdest! Letztes Mal habe ich sechseinhalb Minuten lang gehalten. Du wärst unfähig, es besser zu machen."
„Stimmt, aber ich habe schon fünfzehn Jahre lang keinen Zauberstab mehr."
„Du hast immer eine Ausrede."
Ron stand auf und setzte sich auf den Schreibtisch.
„Fanely hat mich besucht", fügte er hinzu. „Amy ist wahrlich wie ihre Mutter. Fanely hat mir gesagt, dass sie Stunden lang in der Bibliothek über die Gemeinschaft des Kreises untersucht und dass sie sich viele Fragen über ihren Cousin Helios und seine sternförmige Narbe stellt. Sie denkt, dass sie sich bald darüber wundern wird, warum dein Sohn keine Narbe hat."
„Ich hatte dir ja gesagt, dass du dich vor deiner Tochter in Acht nehmen musst", meinte Harry.
„Glaubst du, wir werden ihr die Wahrheit sagen müssen?"
„Das werden wir während der Ferien tun", antwortete er. „Wir werden es auch den Drillingen sagen."
„Und meinem Neffen Helios?"
„Draco will nicht, dass er es erfährt. Ginny und er wollten nie, dass er die Last von Dracos Entscheidung hinnehmen muss, und ich denke, dass sie Recht haben. Neville hat nicht unter der Last gelebt zu wissen, dass er der Schlüssel war, und daher konnte er sorgenlos leben. Auch Helios darf nichts wissen."
„Sag mal. Hast du nie wieder du selbst werden wollen?", fragte Ron. „Vermisst du Harry Potter nicht?"
„Du weißt, dass Neville nie wieder für die normale Person gehalten würde, die er immer bleiben wollte, wenn ich öffentlich meine ehemalige Identität wieder annehmen würde. Und ich habe ihm versprochen, dass sein Name nie unter irgendeiner Berühmtheit leiden würde. Und tja, ich bin glücklich, eine normale Person zu sein."
Stille trat ein.
„Du brauchst etwas von mir?", sagte Ron schließlich.
„Ja, ich muss in die Welt der Geister, meine Pflicht ruft mich."
„Soll ich das Ministerium warnen?"
„Nein, nicht nötig, es ist nur ein schwarzes Schaf, das vernichtet werden soll. Du solltest aber Ginny warnen, damit sie sich keine Sorgen macht, wenn Helios Schmerzen spürt: Ich werde nämlich jemanden in die dritte Welt schicken. Pass bloß auf, dass keiner den Gang betritt, wenn ich das Tor aufmachen werde."
„Okay, lass uns gehen", sagte Ron und stand auf.
Sie gingen beide mit ruhigem Schritt zum Gang des Raums der Wünsche.
„Neil hat uns zum ersten Ferientag zum Abendessen eingeladen", sagte Harry. „Kommst du?"
„Dürfen auch meine drei Töchter kommen?"
„Natürlich."
„Alles klar, dann. Ich werde Hermine Bescheid sagen."
„Übrigens, kennst du das Geschlecht des Kindes?"
Ron verzog das Gesicht.
„Es ist ein Mädchen. Schon wieder."
„Mein armer Kerl", meinte Harry. „Und es wird nicht die letzte sein."
„WAS!"
„Nein, nichts."
„Sag mir bloß nicht, dass Hermine danach noch Mädchen bekommen wird! Und deine Wahrsagenkräfte werden immer mächtiger, das würde also heißen, dass deine Weissagung richtig wäre!"
„Wir sind angekommen, kannst du bitte im Gang Schmiere stehen?"
„WIR SIND NOCH NICHT FERTIG MIT UNSEREM GESPRÄCH! KOMM ZURÜCK!"
„Ich muss gehen."
„SCHWÖRE MIR, DASS WIR NOCH MAL DARÜBER REDEN WERDEN!"
„Ja, versprochen, Ron!", sagte er mit einem Abschiedsgruß. „Wir werden noch mal darüber reden."
Harry ging geradeaus mit einem schiefen Lächeln und befand sich vor dem Tor zur Welt der Geister.
„Ja, Ron", murmelte er. „Wir werden am Ende von Hermines siebter Schwangerschaft noch mal darüber reden. Wenn du deinen Sohn haben wirst."
Er machte das Tor auf und ein blendendes Licht kam heraus. Er durchquerte es und schloss es hinter sich. Das Tor verschwand dann aus der Sicht der Schüler von Hogwarts und bis ans Ende aller Zeiten. Außer für die Nachfahren des berühmten Harry Potters, desjenigen, der einen Blitz auf der Stirn hatte, von allen die bekannteste und die berühmteste Narbe.
Ein paar Worte von der Autorin: So, drei Jahre Abenteuer sind jetzt zu Ende und es wurde allmählich Zeit. Ich bin froh, es beendet zu haben. Das war lang, das war traurig, das war fröhlich. Das war ein Teil von mir und jetzt ist es vorbei. Ich wollte immer so treu zum Originalwerk sein wie möglich und ich habe sogar mit dem Wort „Narbe" geendet [Anmerkung des Übersetzers: Für diejenigen, die es nicht wussten, ursprünglich musste der Epilog mit dem Wort „scar" enden. Schließlich hat Jo Rowling den Epilog umgeschrieben, aber diese ganze Geschichte (Der Spiegel der Schatten und Der Schlüssel zur anderen Welt) wurde zum größten Teil geschrieben, bevor der sechste Band erschienen ist und war schon fertig, bevor Die Heiligtümer des Todes veröffentlicht wurde, und war daher auch in diesem Sinne dem Originalplan getreu]. Auch wenn es nicht perfekt ist, ist es zumindest geendet. Was passiert dann?... na... Darin liegt die Magie der Vorstellungskraft!
ENDE
