So endlich hier auch en neues Kapitel. Hoffe es gefällt euch.
Lg SirBene
When Will They See?
Maybe it's a fairy tale,
but I believe in happily ever after.
Für den Rest der Woche behandelte Sharpay Troy wie Luft. Wenn sie Geschichte hatten und sie zusammenarbeiten mussten, spielte sie dem Lehrer vor, dass alles in Ordnung wäre. Sobald sie jedoch den Klassenraum verließen, ging sie ihm aus dem Weg und ließ in allein. Sie brachten bei ihrem Projekt nicht viel zu Stande und sie wussten, dass sie zusammenarbeiten mussten.
Troy fühlte sich schlecht. Er hätte anders an die Situation herangehen müssen.
Ihm war klar, dass er ihr hätte erzählen müssen, dass er über ihr Geheimnis Bescheid wusste, aber er hätte es etwas freundlicher machen können. Er hätte es sich erleichtern können, indem er ihr Vertrauen Stück für Stück gewonnen hätte. Doch nun war es zu spät um es rückgängig zu machen und nun musste er mit der Situation leben.
Es war Donnerstag, als er eine Entscheidung traf. Ihr Projekt musste bald abgegeben werden und es könnte klappen, wenn sie sich während des Wochenendes hinsetzten würden und daran arbeiten würden. Deshalb entschied er sich dazu, sie zu Hause zu besuchen. Er würde ihr sagen, dass es ihm Leid täte und dann würde er schauen wie es läuft.
Dies war der Grund, weshalb er am Donnerstagnachmittag vor dem Haus der Evans stand und es anschaute. Er war nicht zu übersehen, dass sie reich waren. Dies sah man nicht nur am Haus, sondern auch an den Klamotten, die Ryan und Sharpay in der Schule trugen. Sie sahen schon glamourös aus. Er ging zur Haustür, wartete eine Sekunde und klopfte dann an.
Es dauerte ungefähr eine Minute, bis er jemanden auf der anderen Seite kommen hörte. Die Tür wurde geöffnet und zeigte einen Mann, den Troy nicht kannte, der jedoch nur Mr. Evans sein konnte.
„Kann ich dir helfen", fragte Mr. Evans und musterte Troy neugierig.
„Ja. Hallo", Troy machte ein Pause und sprach dann weiter, „Mein Name ist Troy Bolton und ich suche nach Sharpay. Ist sie da?"
„Nein", sagte Mr. Evans nur, „Was willst du von ihr? Ist es wichtig?"
„Ich bin ihr Projektpartner in Geschichte. Und wir müssen daran weiterarbeiten sonst fallen wir durch. Könnten sie ihr ausrichten, dass ich hier war und sie mich bitte anrufen soll?"
„Warte. Ihr fallt durch, wenn ihr es nicht schafft?", fragte Mr. Evans.
„Ja, sir."
„Dann komm rein mein Junge." Und bevor Troy irgendetwas sagen konnte, zog ihn Mr. Evans ins Haus und platzierte ihn auf der Couch.
„Ich bin oben am arbeiten. Du kannst dir entweder Obst nehmen oder auch fernsehen. Sharpay müsste eigentlich bald daheim sein. Warte auf sie und ihr könnt hier an euerem Projekt arbeiten." Troy nickte nur und schaute Mr. Evans nach, der das Zimmer verließ. Er fühlte sich merkwürdig fremd. Er saß in Sharpays Haus. Sie würde ihn auf der Stelle töten, wenn sie von dem was sie gerade tat, heimkommt. Plötzlich viel ihm ein Bild auf dem Regal ins Auge. Er stand auf und betrachtete es. Es war ohne Zweifel ein Familienpotrait. Ein sehr altes, da eine Frau mit drauf war. Sie hatte Schulterlanges Haar und blaue Augen. Sie sah Ryan sehr ähnlich woraus Troy assoziierte, dass es ihre Mutter Charlotte sein musste. Er begann am Regal entlang zu laufen, um die anderen Bilder anzuschauen. Er bemerkte bald das es aus jedem Jahr ein solches Familienpotrait gab. Als er das neuste betrachtete, bemerkte er, dass nur noch drei Leute drauf waren. Sharpay, Ryan und Paul Evans.
Er konnte nicht glauben, dass sie sonst keine Familie hatten. Auf dem ältesten Bild war noch eine andere Frau drauf, die einem entgegen lächelte. Er war sich ziemlich sicher das es Charlottes Schwester sein musste. Die Frau, über die seine Mutter ihnen erzählt hatte. Sie hatte die gleichen hellen Haare wie Sharpay. Sehr, sehr, sehr helle Haar und braune Augen. Genauso wie Sharpay.
Es war verrückt. Es musste doch in der Familie liegen. Die hellen Haare und die braunen Augen. Aber wenn Troy Mr. Evans anschauten, er hatte braunes Haar und blaue Augen.
Hier stimmte etwas nicht. Wie konnte Sharpay…
„Das ist unser Familienpotrait", sagte eine Stimme hinter ihm. Er drehte sich um und sah einen lächelnden Mr. Evans.
„Wir haben jedes Jahr eins gemacht. Ein Teil Erinnerung." Er packte Troy und schob ihn zu einem der älteren Bilder. „Das ist meine Frau, Charlotte."
Troy nickte, „Meine Mutter erzählte mir, dass sie tot ist. Es tut mir leid."
„Es ist in Ordnung. Es ist lang her. Sharpay hat es hart mitgenommen. Ich kann es verstehen. Seit dem Tag war sie nicht mehr die gleiche."
Troy hörte genau zu. „Meine Eltern sorgen sich richtig und Ryan und Sharpay. Sie waren auch um ihre Frau besorgt."
„Ah, dann bist du als DER Troy Bolton? Ich wusste gar nicht, dass du mit Ryan und Sharpay in die Schule gehst. Seid ihr Freunde?"
Troy biss sich auf die Lippen, „Nein nicht wirklich. Wir reden und ich mache diese Projekt mit Sharpay, deshalb…"
„Schau dir die hier an", sagte Mr. Evans und zeigte ihm die Bilder auf der anderen Seite des Wohnzimmers, wo vier Bilder eingerahmt in einer Raute hingen. Troy blieb stehen und schaute überrascht auf die Bilder. Auf allen Bildern war er drauf. Warum hatte Sharpay nie etwas gesagt? Sie musste es doch wissen, wenn die Bilder dort hingen?
„Sharpay hing sie hier vor ein paar Jahren auf. Ich dachte es wäre zu schmerzvoll sie jeden Tag zu sehen. Wir haben viel Zeit mit deiner Familie verbracht. Aber es war nicht so schlimm. Es hat mir sogar sehr viel geholfen. Ich spreche mittlerweile jeden Tag mit Charlotte auch wenn sie tot ist."
„Sharpay hat sie hier hingehängt?", fragte Troy.
„Ja sie sagte, dass ihr die Zeit sehr viel bedeutet hat. Ihr beide saht so süß aus zusammen."
Troy war überrascht, als Mr. Evans das Wort 'süß' benutzte. Er hätte nicht gedacht, dass er sensibel ist, aber er hatte sich getäuscht, „Ja, meine Mutter hat mir letztens auch ein paar Bilder gezeigt."
„Schau dir das an", sagte Mr. Evans und nahm ein Bild von der Wand. „Es zeigt dich, Sharpay und Ryan beim Basketball spielen mit deiner Mutter und Charlotte. Ich muss sagen sie haben hoch verloren und ihr wart gerade erst sechs Jahre alt. Es war kurz bevor sie gestorben ist."
„Wer ist der andere Junge?", fragte Troy und schauten den Jungen mit den brauen Augen an. „Das ist Ryan und Sharpays Cousin. Sein Name ist Aaron."
„Ich kenn ihn nicht. Haben wir viel Zeit zusammen verbracht?
„Nein. Nur ab und zu , wenn Charlottes Schwester uns besucht hat. Aaron ist ihr Sohn."
„Ist sie nicht auch gestorben?", fragte Troy und bemerkte nicht das es etwas falsch rauskommen könnte.
„Ja", sagte Mr. Evans, „So zu der Zeit als Ryan und Sharpay gerade geboren waren."
„Was passiert mit ihrem Sohn?"
„Er wohnte schon vorher nicht bei ihr. Er wohnt bei seinem Vater in New York. Er besuchte Sandra, Charlottes Schwester, ein paar Mal im Jahr. Sie wohnte am Ende der Straße."
„Oh." Troy pausierte, „Wie viel Jahre älter ist er?"
„Zwei Jahre. Sharpay und Ryan vermissen ihn ab und zu."
„Warum besuchen sie ihn nicht?"
Mr. Evans erstarrte plötzlich und Troy verstand nicht warum. Er musste etwas Falsches gesagt haben, aber er konnte nicht erkennen was es war. Zum Glück wurde die Stille die sich zwischen den beiden aufgebaut hatte durch ein klicken in der Tür unterbrochen.
„Daddy!?", es war Sharpay die hier sprach, „Ich bin zu Hause!"
„Im Wohnzimmer", rief Mr. Evans zurück.
„Okay…", sagte sie mit einer fröhlichen Stimme und man konnte sie näher kommen hören. „Hallo Dad, ich…", sie stoppte als sie ins Wohnzimmer kam, „Bolton!?", und ihr Stimme wurde plötzlich ziemlich schrill, „Was machst du hier bei mir zu Hause?"
Troy stand dort wie festgefroren und schaut auf Sharpay. Er konnte es nicht glauben. Als er jedoch anfangen wollte zu sprechen, kam ihm Mr. Evans zuvor. „Troy kam hierher wegen eures Geschichtsreferates, damit ihr daran weiterarbeiten könnte, aber ich glaube es ist jetzt ein bisschen spät dafür."
Troy nahm nun endlich seinen Blick von Sharpay und schaute auf die Uhr. Es war 17:30. Das Abendessen hatte bereits begonnen. Er schaute zurück zu Sharpay und musste schlucken. Sie trug eine graue Sporthose, Turnschuhe und ein süßes gelbes Shirt. Aber dies war nicht das, was ihn am meisten überraschte. Er was das, was sie in der Hand hielt … einen Basketball!?
Sharpay folgte seinem Blick und als sie bemerkt, das er auf den Ball gerichtet war, warf sie ihn schnell von sich weg, als hätte sie sich die Finger an ihm verbrannt.
„Nun…", sagte Mr. Evans, nachdem keiner etwas gesagt hatte, „Ich lass euch kurz alleine, aber ihr könnte heute nicht mehr daran arbeiten. Sharpay du machst dann bald Abendessen ja?
Sharpay schaute ihren Vater an, „Ja", sagte sie schnell, und schaute ihrem Vater nach, als er das Zimmer verließ und die Tür schloss. Dann schaute sie zu Troy und man konnte richtig ihre Verärgerung in ihrem Gesicht erkennen.
„Was machst du hier in meinem Haus?!" schrie sie.
Troy wich zurück, „Was? Ich kam um mich zu entschuldigen."
„Entschuldigen? Für was!?"
„Das ich deinen Song gehört habe", sagte Troy, „es tut mir leid."
„Nun das solltest du auch!", meinte sie, „Aber du hast kein Recht hier herüber zu kommen."
„Ich habe geklopft und dein Vater hat mich hereingebeten!", protestiere Troy.
Sharpay rollte mit den Augen und genau in diesem Moment erschien der Kopf ihres Vaters in der Tür. „Entschuldigt dass ich unterbreche, aber ich habe vergessen dich zu fragen wie das Spiel gelaufen ist?"
„Wir haben gewonnen", sagte sie und lächelte.
„Wirklich? Hast du gepunktet?"
„Aber klar doch Daddy!", kicherte sie, „Ich punkte immer … 7mal heute."
„Ich bin stolz auf dich", lächelte er und verschwand wieder aus dem Raum.
Troy schaute auf Sharpay und schluckte, „Du spielst Basketball?"
Sharpay grinste ihn höhnisch an, „Nein, ich liebe es nur mit einem Ball im Arm um den Block zu laufen um dann vollgeschwitzt nach Hause zu kommen, damit mein Vater denkt ich würde es tun."
Troy wich erneut zurück, „Kein Grund mich umbringen zu wollen. Ich wollte doch nur nett sein."
„Ich glaube du solltest jetzt gehen."
„Nein!"
„Doch."
„Nein, nicht bevor du meine Absicht akzeptierst und wir dann an unserem Projekt am Wochenende arbeiten können."
„Nein werde ich nicht!", sagte Sharpay, „Du spionierst mir nach. Ich kann nicht mit dir sprechen."
„Wir müssen aber oder wir bekommen eine schlechte Note", sagte Troy.
„Wirklich?", fragte sie nur.
„Sharpay…?", bettelte Troy und versuchte ihre Hand zu fassen.
Sie sprang weg von ihm, „Lass mich endlich in Ruhe Bolton. Ich habe es dir hundert Mal gesagt und sage ich es dir erneut. Lass mich endlich in Ruhe. Du kennst mich nicht und du wirst mich auch nie kennen lernen. Sieh den Tatsachen ins Gesicht. Wir leben in zwei verschiedenen Welten. Und nun verlass verdammt nochmal mein Haus!"
Troys Hoffnung war weg. „Also schön", sagte er und ging in Richtung Tür, „Aber denk drüber nach. Ich versuche nur nett zu sein. Ich glaube du bist nicht so schlecht wie die anderen glauben, dass du es bist."
Sharpay ignorierte ihn, „und komm ja nicht auf die Idee irgendjemandem zu erzählen, dass ich Basketball spiele."
Troy zuckte mit den Achseln und verschwand.
„Urgh!", schrie Sharpay und warf sich auf die Couch, „Idiot! Idiot! Idiot! Verdammter Troy Bolton!"
Ihr Dad kam herein, um nach ihr zu schauen, „Ist etwas nicht in Ordnung Shar?"
„Nein", sagte Sharpay und setzte sich hin, „Alles in Ordnung. Ich werde jetzt Abendessen machen."
„Ist schon ok", saget Mr. Evans, „Du machst dir am besten später etwas für dich. Ich muss los, ich habe noch einen wichtigen Termin."
„Oh", sagte Sharpay und pausierte kurz, „Ist Ryan zu Hause?"
„Nein er über das Wochenende bei Kelsi." Er ging in Richtung Haustür, „Ich sehe dich morgen?"
Sharpay nickte und trocknete ihre Tränen, „Ja."
Sie wartete, bis sie sicher war, das ihr Vater wirklich weg war. Dann ging sie unter die Dusche. Danach schaltete sie ihren Organizer an und bestellte sich eine Pizza. Sie brauchte sich nichts zu essen machen, wenn sie alleine daheim war. Sie schaltete den Fernseher an und schaute sich ein paar langweilige Filme an.
Nachdem die Pizza kam und sie sie gegessen hatte, setzte sie sich an ihren Laptop.
Sie öffnete Google und tippte einen Namen ins Suchfeld. Nachdem Name, Nummer und Adresse angezeigt wurden, schaute sie sie eine Zeit lang an.
Bevor sie den Computer abschaltete, schrieb sie die Informationen in ihr Heft.
So das wars mal wieder. Hoffe ich bekomme en Review von euch. Einfach unten auf den Knopf drücken.
