Maybe it's a fairy tale,
but I believe in happily ever after.

Sharpay war an diesem Morgen furchtbar lebhaft und vergnügt. Dies entging auch nicht ihrem Bruder Ryan. Er fand, dass seine Schwester sich sehr komisch verhielt und auch wenn sie nicht miteinander sprachen, wollte er doch wissen, was mit ihr los war. Sie rannte den ganzen Morgen herum, um sich für die Schule fertig zu machen. Sie sang, während sie das Frühstück für ihren Vater machte. Sie summte, als sie sich das Make-up auftrug und tanzte durch das ganze Haus, als sie ihre Bücher zusammen suchte.

Als sie fertig war, tänzelte sie in die Küche, küsste ihren Vater auf die Wange, murmelte ein „Bis später", und dann war sie aus der Tür verschwunden.

Mr. Evans schaute Ryan etwas argwöhnisch an, „Was ist denn mit ihr los? Es ist einige Zeit her, dass ich sie so vergnügt zur Schule gehen gesehen hab."

Ryan zog die Augenbrauen hoch, „Ich hab keine Ahnung…"

Troy war auf dem Weg zur Schule. Er konnte es einfach nicht erwarten Sharpay nach dem lustigen Tag gestern zu sehen. Er wusste, dass sie wieder die Ice-Queen sein würde, aber er hatte das Gefühl dass sie ihm dennoch ein Lächeln schenken würde.

Er sah Sharpay das erste Mal, als sie bei der Wand stand, an der die Liste für das Vorsingen hing, und etwas hinschrieb. Dann fiel ihm ein, dass sie vielleicht ihren und Ryans Namen von der Liste strich, weil sie ja nicht mehr miteinander sprachen. Wenn das wirklich der Grund war, dann würden er und Gabriella ganz locker das Vorsingen gewinnen. Aber wo er gerade an Gabriella dachte. Sie würde sich und ihn auch von der Liste streichen, wenn er das tat, was er heute vorhatte.

Er sah Sharpay zum zweiten Mal an diesem Tag, als sie in einem Gang aneinander vorbeigingen. Sie lächelte ihn an. Zwar sehr kurz und ein kleines Lächeln, aber sie hatte ein glitzern in ihren Augen. Und er fühlte sich so, als würde er ihr wie ein Idiot hinterher lächeln.

Zum dritten Mal sah er sie, als er in die ‚Kreatives Schreiben' Klasse kam. Sie war auch in dem Kurs und somit war das nicht schwer zu erraten. Sie hatte ja auch die Hausaufgaben für ihn gemacht. Er schenkte ihr ein schnelles Lächeln, als er an ihrem Platz vorbeiging. Sie lächelte nicht zurück, denn es waren zu viele Leute im Raum. Aber auch hier hatte sie wieder den Funken in den Augen. Den Funken den er so liebte.

Er hatte versuchte Gabriella den ganzen Morgen auszuweichen. Es war eigentlich nicht seine Absicht ihr auszuweichen, aber wenn er bei ihr war, klebte sie die ganze Zeit an ihm und das wollte er nicht. Er wollte mit ihr in der Mittagspause Schluss machen. Er wollte es sehr sanft machen.

Er setzte sich auf seinen Platz und wartete darauf, dass die Lehrerin erschien. Mrs. Clark war immer zu spät. Heute jedoch schaffte sie es rechtzeitig zu kommen und hatte sofort die gesamte Aufmerksamkeit der Klasse.

„Nun, ich denke wir sollten direkt zum Punkt kommen!", sie lächelte, „Ihr hattet Hausaufgaben auf. Ihr solltet ein Gedicht schreiben. Wer ist denn so nett und liest es als erstes vor?", sie blickte erwartungsvoll durch den Raum, doch keiner sagte etwas. Dann jedoch hob Sharpay ihre Hand.

„Ja, Ms. Evans!", sagte Mrs. Clark und war glücklich, dass jemand sich freiwillig meldete. Wenn es einer tat, würde es der Rest auch tun, „Kommen Sie nach vorne und lesen es uns vor."

Sharpay schnappte sich ihren Zettel und stellte sich vor die Klasse. Sie schluckte ein paar Mal und war ein bisschen nervös. Etwas, was sie vorher nie getan hatte, aber hier war es anders. Sie spielte dieses Mal keine andere Person die sie nicht war. Sie selbst stand dort. Verletzlich, mit einem Teil ihres Herzens in der Hand und gab ihren Klassenkameraden die Chance darauf herumzutreten wenn sie wollten. Sie atmete einmal tief durch und begann:

"So many secrets, So many lies. No-one to talk to. It's been awhile. A lonely heart. In shadow of style. Peace; no where around, It's been awhile. My heart is in progress. Growing so quick. I wonder when someone notices, The real me? No-one to care for. A life so bad. At home in my room, I can be sad. A passion inside, I ain't allowed that. I too, have to hide, That I can be sad. My heart is in progress. Growing so quick. I wonder when someone notices The real me? I wonder when they'll finally see, The real me?"

Als sie zu Ende gelesen hatte, schaute sie die Klasse an und hatte ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Sie drehte ihren Kopf zu Mrs. Clark und wartete auf ihren Kommentar.

„Öhm…" Mrs. Clark nahm ihre Brille ab und machte sie an ihrem Top sauber, „Nun, das war gut. Das war wirklich sehr sehr gut Sharpay. Ja wirklich sehr gut."

Sie begann zu klatschen und nach und nach stieg die Klasse mit ein. Sharpay grinste und fing Troy's Blick auf. Er hatte die ganze Zeit den Text mitgesprochen. Es amüsierte sie, dass er dies tat. Sie konnte es nicht glauben, dass er ihren Song bereits so gut kannte. Klar sie hatte ihn jetzt nicht gesungen, sondern gelesen, aber die Wörter waren doch identisch.

„Sie können sich wieder hinsetzten Ms. Evans", sagte Mrs. Clark. Sharpay nickte und setzte sich.

„Dann wollen wir doch mal sehen, wer der nächste ist", meinte Mrs. Clark und schaute sich im Klassenzimmer um, „Ah, Mr. Danforth!"

„Oh Mann!", murmelte Chad, stand auf und faltete seinen geknäulten Zettel auseinander. Troy hörte seinen anderen Klassenkameraden nicht zu, als sie ihre Gedichte lasen. Er schweifte ab und musste, als Mrs. Clark seinen Namen aufrief, von Chad in die Seite gestoßen werden, damit er wieder aufwachte. „Ja!"

„Nun Mr. Bolton. Wären Sie so freundlich uns ihre Arbeit vorzulesen?" „Aber klar doch!", meinte Troy nur.

Er stand auf, schnappte sich sein Blatt und stellte sich vor die Klasse. Er schaute darauf und bemerkte, dass er noch gar nicht geschaut hatte, was Sharpay für ihn geschrieben hatte. Dies stellte sich nun als Fehler heraus. Nein, das hatte sie nicht wirklich getan.

„Würden Sie freundlicherweise beginnen, Mr. Bolton?", Mrs. Clark wirkte ungeduldig.

„Uhm nein, möchte ich eigentlich nicht."

Er hörte ein leises Kichern und schaute zu Sharpay, die sich die Hand vor den Mund halten musste, um nicht laut los zu lachen.

„Nun, Sie müssen aber", antwortete Mrs. Clark.

„Na gut", sagte er während er seine Augen schloss. Dann atmete er aus und begann den Text, der auf dem Blatt stand, vorzulesen. Er versuchte gar nichts daran zu ändern.

„Nun Troy, du brauchst mich gar nicht zu fragen woher ich das weiß, aber ich glaube, du hast dies hier gar nicht vorher gelesen, nachdem ich es für dich geschrieben habe, oder? Du solltest dein Gesicht sehen, es ist köstlich. Ich denke es zeigt dir, dass du ab jetzt deine Hausaufgaben selber machen solltest. Ich glaube du bist gar nicht so schlecht im Schreiben von Gedichten wie du sagst."

Troy versuchte sein Lachen zu ersticken. Während er aufsah, konnte er erkennen, dass die gesamte Klasse auch ihr Lachen zurückhalten musste. Mrs. Clark hingegen wirkte weniger amüsiert. Er sprach weiter.

„Von jetzt an, wirst du mich nie wieder fragen, ob ich deine Hausaufgaben mache, oder? Ich hoffe nicht. Ich habe keine Ahnung was ich schreiben soll, damit es nach dir klingt. Somit hoffe ich, dass ich dir eine kleine Lektion erteilt habe … aber … Da ich es nicht tun konnte, habe ich auf der Rückseite ein Gedicht geschrieben."

Er schaute auf die andere Seite und fand einen kurzen Vers, welcher in einer seiner Handschrift ähnlichen geschrieben war. Sie hatte es doch getan, was er sie gefragt hatte. Er schaute Sharpay an. Ihr Gesicht sagte ihm, dass sie das hier am meisten von allen hier genoss.

Er drehte sich zu Mrs. Clark, welche nicht wirklich erheitert war, „Soll ich es vorlesen?", fragte er.

„Nein danke Mr. Bolton", meinte sie, „Nachdem ich das gehört habe, weiß ich dass Sie das Gedicht nicht selber geschrieben haben, oder?"

„Nein, habe ich nicht."

„Gut, dann möchte ich es auch nicht hören und wer immer das hier geschrieben hat, es war nicht lustig."

„Oh ich denke, dass es doch recht lustig war", unterbrach Sharpay sie, „Ich fand es wirklich sehr lustig."

„Haben Sie das geschrieben, Ms. Evans?", fragte Mrs. Clark und hatte dabei einen ungläubigen Blick.

„Was würde passieren, wenn ich JA sage?", fragte Sharpay und bekam darauf ein paar verwirrte Blicke von ihren Mitschülern.

„Dann werden Sie und Mr. Bolton nachsitzen."

„Dann habe ich es nicht geschrieben."

Troy konnte sein Lachen nicht mehr zurückhalten. Er knüllte das Papier zusammen und warf es nach Sharpay. Sie wich jedoch aus und der Ball erwischte Gabriella hinter ihr. Sharpay lachte erneut, aber Troy's Augen suchten Gabriella's, „Es tut mir Leid, Gabby", lachte er. Sie schüttelte ihren Kopf und konnte gar nicht glauben, was hier los war.

„Sind Sie sich ganz sicher, dass Sie das hier nicht geschrieben haben, Ms. Evans?", fragte Mrs Clark erneut. Sie wusste genau, dass Sharpay es geschrieben hatte, aber sie hatte keine Beweise.

„Nein, ich würde so etwas nie machen. Und außerdem, warum sollte ich ausgerechnet Bolton helfen?"

„Das stimmt, Mrs. Clark", warf Chad ein, „Sharpay würde nie jemand anderem helfen. Dafür liebt sie sich selbst zu viel.

Sharpay's Kiefer zuckte, aber sie sagte nichts. Sie drehte sich nur zu ihm um und schaute ihn böse an, danach drehte sie sich zurück zu ihrer Lehrerin, „Mrs. Clark? Ich denke Sie sollten Danforth für diese Frechheit nachsitzen lassen."

„Sie sind nicht diejenige, die mir was zu sagen hat, Ms. Evans", meinte diese jedoch nur und wechselte wieder zu ihrem normalen Charakter. Sie hatte die Klasse wirklich nie unter Kontrolle, was vermutlich daran lag, dass sie nicht die Stimme oder den Verstand einer Mrs. Darbus hatte. Keiner hörte ihr zu, „Aber ich stimme Ihnen dennoch zu. Mr. Danforth, Sie werden nachher, nach der Schule, mit Troy nachsitzen."

Chad's Kopf flog auf die Tischplatte und er seufzte. Auf dem Weg zu seinem Platz, flüsterte Troy Sharpay zu, „Das bekommst du zurück!"

Als die Klingel am Ende der Stunde läutete, huschte Sharpay hinaus, bevor Troy eine Chance hatte mit ihr zu reden. Er musste sie später erwischen.

Er stand auf um ihr zu folgen, als er bemerkte, dass ja jetzt Mittagspause war. Und er dafür hatte er ja Pläne.

„Troy?", zischte Gabriella, „Was zur Hölle war das?"

„Was war was?"

„Dieses Gedicht?", sagte sie und verschränkte die Arme, „Warum hast du es nicht selber geschrieben? Und WER hat es für dich geschrieben?"

„Ich kann doch keine Gedichte schreiben. Ich kann ja so kaum schreiben", verteidigte er sich.

„Dafür ist doch dieses Fach da, damit man darin besser wird.", meinte Gabriella, „Warum hast du das gemacht? Und warum hast du nicht noch einmal drüber gelesen? Wer hat dir diese peinliche Sache angetan?"

„Es war nicht peinlich, Gabby!", lachte Troy, „Das war doch lustig. Ach komm schon… ich hab doch nur einmal Nachsitzen."

„Und was ist mit deinen Noten?"

„Das war doch keine große Sache", sagte Troy.

„Na gut", meinte Gabriella, „Aber mach es nicht noch einmal." Ihr Ausdruck wechselte nun und sie lächelte ihn an, „Gehen wir Mittagessen?"

„Hmm, nun ich möchte eigentlich erst mal mit dir reden", sagte er und schaute sie ernst an.

„Okay…", sagte Gabriella zaghaft, sie wirkte misstrauisch. „Jetzt?" Sie schaute Taylor verängstigt an.

„Ja, komm mit mir mit." Er nahm ihre Hand und eilte mit ihr hinaus.

„Was war denn das?", fragte Chad und schaute Taylor an.

„Ich weiß es nicht", meinte diese, „aber es klang nicht wirklich positiv."

„Nein, finde ich auch nicht. Troy klang sehr komisch, oder?"

„Ich glaube auch. Genauso wie dieses Gedicht", antwortete Taylor.

„Ja…"

Als Gabriella 15 Minuten später die Cafeteria betrat, liefen ihr viel Tränen über das Gesicht.

Taylor sprang sofort von ihrem Sitz auf, um sie in den Arm zu nehmen, „Was ist los?", rief sie.

Gabriella schüttelte nur ihren Kopf und ließ sich von Taylor zum Tisch bringen. Dort saßen Kelsi, Chad und Ryan.

Nachdem Ryan und Kelsi sich öffentlich zusammen zeigten, saßen sie bei ihnen um mit ihnen mehr Zeit zu verbringen.

„Was ist passiert, Gabby?", fragte Kelsi und rutschte ein bisschen zur Seite, so dass sie sich zu ihr setzten konnte. Sie legte einen Arm um sie.

„Troy hat mit mir Schluss gemacht", schniefte sie.

Alle am Tisch wurden plötzlich Still und sahen sich geschockt an.

„Er hat WAS gemacht?", rief Chad plötzlich und konnte nicht glauben, was er eben gehört hatte.

„Er hat mit mir Schluss gemacht!", heulte Gabriella, „Er hat mich zu seinem kleinen Versteck mitgenommen und wir setzten uns auf die Bank. Und dann hat er mir erzählt, dass er sehr viel für mich übrig hätte, aber sein Herz liebt mich nicht mehr so sehr wie damals. Ich weiß nicht warum, es kam so plötzlich."

„Ich weiß", stimmte Taylor ihr zu, „Was könnte denn passiert sein? Ihr glaubt doch nicht er hat jemand anders kennen gelernt oder?"

„Nein, so ist Troy nicht", beteuerte Chad.

Ryan konnte nur mit dem Kopf schütteln, aber er stimmte Chad zu. Er wusste zwar nicht viel über Troy Bolton, aber er wusste, dass er sowas nicht tun würde. Aber irgendetwas war nicht in Ordnung. Er wusste nicht genau was es war, aber er wollte es herausfinden, da ihm Gabriella doch mittlerweile sehr ans Herz gewachsen war.

Gabriella weinte noch mehr und trocknete ihr Gesicht mit ihrem Ärmel, „Ich verstehe es einfach nicht. Ich dachte unsere Liebe wäre stark genug so etwas durchzustehen."

„Es schien so als wäre sie es", antwortete Kelsi.

„War sie es nicht?

„Aber klar war sie es", lächelte Taylor und streichelte ihr den Arm. Dann wandte sie sich an Chad, „Vielleicht solltest du mal zu Troy gehen und mit ihm reden?"

Chad nickte, „Ja, das werde ich tun", stimmte er ihr zu und stand auf, „Bis später…"

Er verließ die Cafeteria um seinen Freund zu suchen, aber er wusste nicht wo sich Troy sich im Moment befand. Er ging zuerst zu seinem Geheimversteck, aber dort war er nicht mehr. Auch in der Sporthalle war er nicht zu finden. Da er keine weiteren Ideen hatte, wo er noch suchen sollte, lief er einfach durch die Gänge, so dass er ihn vielleicht einfach zufällig traf. Andererseits mussten sie später auch noch zusammen Nachsitzen. Sie hatten bestimmt wieder etwas Komisches zu machen, da er Mrs. Clark kannte, und dies würde ihnen Zeit zum Reden geben.

Die Glocke läutete für die nächste Unterrichtseinheit und Chad machte sich auf den Weg zum Klassenzimmer, um rechtzeitig zu erscheinen.

Sharpay ging zu ihrem Spind, um ihre Bücher für die nächste Stunde zu holen. Als sie jedoch die Tür öffnete, viel ein Stück Papier heraus. Sie erkannte Troy's Handschrift.

Hey, lustiger Streich in der Klasse. Ich hätte nicht gedacht, dass du mir so etwas antun kannst, denn ich dachte, dass du nicht so eiskalt bist. Aber ich habe auch das Gedicht, dass du geschrieben hast, gelesen. Ich finde auch, dass Basketball toll ist =) . Ich treff dich später, vielleicht komm ich nach dem Nachsitzen zu dir nach Hause. Oder du kommst zu mir nach Hause so gegen halb 5? Wir könnten ein paar Körbe werfen vor dem Abendessen? Mach es am besten so!

Troy

Sharpay kicherte leise, stopfte die Nachricht in ihre Tasche und ging in Richtung Mathe. Es würde bestimmt lustig werden, mit Troy ein bisschen zu spielen. Vielleicht konnte sie so auch ein paar Worte mit seiner Mutter wechseln. Sie kannte ja auch seine Mutter und sie würde gerne ein paar Geschichten über sie hören. Sie beeilte sich, damit sie noch rechtzeitig zum Unterricht kommen würde.

Mrs. Clark hatte ihnen genau die von Chad vorhergesagte, verrückte Aufgabe gegeben. Das einzige was sie tun sollten, war sich auf einen Platz zu setzen und zu schreiben.

Troy sollte das Gedicht schreiben, was er nicht getan hatte und Chad sollte einen Satz in zehn verschiedene Sprachen übersetzen. Ein Hoch auf die Wörterbücher.

Der Satz war: Ich soll nicht so selbstsicher sein.

Es waren die Worte, die Sharpay vorhin benutzt hatte und er konnte nicht anders, als Mrs. Clark für diese Aufgabe zu hassen. In dieser Zeit hätte er so viele andere Dinge machen können, z.B. Basketball spielen anstatt Sätze schreiben. Er schaute zu Troy, der schon fleißig dabei war seine Aufgabe zu erledigen. Mrs. Clark hatte den Raum verlassen um ein paar Sachen zu holen. Sie sagte aber, dass sie bald zurück sein würde.

„Nun, Kumpel?", begann Chad.

„Ja?", sagte Troy, schaute aber nicht von seinem Papier auf.

„Gabriella hat uns erzählt, dass du mit ihr Schluss gemacht hast."

„Hmm-mm."

„Warum hast du das getan?", fragte Chad ungläubig, „Ich dachte du magst sie!?"

„Nun…", meinte Troy und schaute ihn endlich an, „Ich mag sie wirklich, aber ein Freund von mir hat mal etwas zu mir gesagt. Das was Gabriella und ich hatten war gut, aber ich brauche ein sportliches Mädchen. Jemand mit dem ich Basketball spielen kann."

„Aber du kannst mit mir Basketball spielen und mit Gabriella kannst du andere tolle Dinge tun."

„Schau, Gabriella ist toll!", lenkte Troy ein, „Aber ich brauche etwas anderes, okay? Akzeptiere es. Sie bedeutet mir wirklich viel und ich hab ihr gesagt, dass wir Freunde bleiben, wenn sie es möchte."

„Aber du hast ihr richtig weh getan", Chad konnte noch immer nicht glauben, was passiert war, „Sie hatte keine Ahnung, dass du diese Gedanken hast."

„Ich hatte sie nicht. Noch nicht lange zumindest, aber ich hatte sie. Und ich bin glücklich mit meiner Entscheidung. Jetzt kann ich andere Sachen machen und ich kann das richtige Mädchen finden."

Chad schaute ihn argwöhnisch an, „Du änderst deine Meinung richtig schnell. Hast du etwa schon ein Mädchen in Aussicht?"

„Das geht dich nichts an, Chad."

„Also hast du eines in Aussicht!"

„Und?", antwortete er und schaute von seinem fertigen Gedicht auf, „ Ich mag sie sehr. Sie ist süß, sportlich, aber auch weiblich. Meine Eltern mögen sie und ihre Familie sehr, ja? Das ist es!", er stand auf, „Ich geh jetzt!"

„Aber du musst doch schreiben!"

„Ich bin fertig.", sagte Troy und legte sein Blatt auf das Lehrerpult, „Sag ihr das. Und ich würde an deiner Stelle weitermachen, wenn ich du wäre. Zehn verschiedene Sprachen. Das ist viel wenn man bedenkt, dass du nur 8 Wörterbücher hast."

Chad schaute auf seinen Stapel Bücher vor sich, - Französisch, Spanisch, Italienisch, Latein, Deutsch, Griechisch, Dänisch, Russisch- , es sah nach einer unmöglichen Sache aus.

Als er wieder aufblickte, war Troy verschwunden. Chad seufzte und nahm sich das erste Buch.

Um halb 5 klopfte es an der Tür. Troy öffnete sie und lächelte, als er Sharpay da draußen stehen sah.

„Hey Sharpay!"

„Hi Troy!", lächelte sie zurück, „Ich habe deine Nachricht bekommen."

„Ja, das sehe ich. Komm doch rein."

„Sie folgte ihm ins Wohnzimmer um seinen Vater zu begrüßen. Jack Bolton schaute auf, als er Schritte hörte. Er war überrascht Sharpay bei seinem Sohn zu sehen.

„Hi, Mr. Bolton", sagte sie. „Hi, Ms. Evans."

„Sagen Sie doch Sharpay", forderte sie ihn freundlich auf. „Dann rufen Sie mich Coach."

Sie kicherte, „Alles klar, Coach."

Jack Bolton lächelte die beiden Teenies an, „Was wollt ihr machen? Wollt ihr euer Geschichtsreferat beenden?"

„Das haben wir bereits, Dad. Aber wir dachten, wir könnten ein bisschen Basketball spielen."

„Magst du Basketball, Sharpay?"

„Ich liebe es!", lächelte sie.

„Sie spielt im Mädchen-Team in einer anderen Stadt", erzählte Troy, „Ihr gewinnt immer, oder?"

„Ja", gab Sharpay zu und errötete.

„Bist du nicht im Mädchen-Team der Wildcats?", fragte Coach Bolton, „Ich kann mich nicht erinnern dich gesehen zu haben…"

„Nein, dort spiele ich nicht."

„Nun, dann solltest du es vielleicht für nächstes Jahr versuchen?", schlug Coach Bolton vor.

Sharpay sah so aus als würde sie darüber nachdenken, „vielleicht werde ich es tun."

Es entstand eine bedrückende Stille, die Troy letztendlich brach, „Wir sind draußen wenn du uns brauchst, Dad."

„Alles klar. Viel Spaß!"

Troy und Sharpay gingen hinaus um ein bisschen 1 gegen 1 zu spielen. Sie warfen sich jedoch nur ein bisschen den Ball zu und unterhielten sich.

Genauso wie gestern trug sie kurze Hosen, lange Socken und ein kurzes Top. Dies stand ihr wirklich gut, bemerkte Troy, es betonte ihren Körper. Heute durfte er sie ja anschauen. Er hatte ja schließlich keine Freundin mehr. Er war nun offiziell Single.

Nachdem sie für eine gute Stunde gespielt hatten, kam Troy's Mutter zu ihnen hinaus.

„Hey ihr zwei?"

„Oh, hallo Mrs. Bolton", grüßte Sharpay.

„Hallo Sharpay. Habt ihr viel Spaß?" Beide nickten.

„Das Abendessen ist bald fertig", verkündete Mrs. Bolton. Dann wandte sie sich zu Sharpay, „ Bleibst du heute zum Essen? Wir haben gemischten Salat. Da ist bestimmt genug für dich dabei."

„Vielen Dank für die Einladung, Mrs. Bolton. Ich würde gerne mitessen. Mein Vater und mein Bruder sind nicht daheim", gestand sie.

„Sehr gut", sagte Mrs. Bolton, „ Ihr zwei solltet euch vorher aber waschen."

Das Abendessen war klasse. Das Essen war nicht wirklich besser als Pizza, aber die Gesellschaft war es. Sharpay liebte die Boltons einfach. Sie waren genauso nett und fürsorglich, wie sie sie in Erinnerung hatte. Sie konnte für immer so weiter mit Mrs. Bolton reden und mit der Zeit fühlte sie sich immer mehr zu Hause.

Sie sprachen über dies und jenes, aber bald wechselten sie das Thema und kamen auf Sharpay's Mutter zu sprechen. Sharpay fand es richtig toll, die ganzen alten Geschichten von jemandem zu hören, der ihre Mutter so gut kannte wie Mrs. Bolton. Es war toll, dass sie einfach nur glücklich war, nicht nur mit ihrem Vater. Sharpay hatte immer nur seine Seite der Geschichten gehört.

Als sie fertig waren mit dem Essen, erhob Jack Bolton das Wort, „Nun Troy? Ich habe gestern einige Dinge über dich in der Schule aufgeschnappt."

„Uh-Oh!", seufzte Troy und blickte zu Sharpay, „Das bedeutet nichts Gutes."

Sie kicherte.

„Nun, als erstes", begann Coach Bolton, „Du hast für das nicht machen deiner Hausaufgaben Nachsitzen müssen, stimmt das?"

„Das war nur ein Scherz, Dad.", lachte Troy, „Und du kennst Mrs. Clark. Sie reagiert immer etwas übertrieben.

Sharpay nickte um Troy's Worte zu unterstützen.

„Okay, ich werde dich beim Wort nehmen. Aber es gibt Gerüchte, die umhergehen. Es heißt, dass du mit Gabriella Schluss gemacht hast?"

Sharpay schnappte sich reflexartig ihre Gabel, „Du hast mit Gabriella Schluss gemacht?"

Troy schloss die Augen und öffnete sie wieder und bemerkte dabei, dass er von allen Dreien angeschaut wurde, „Ja habe ich."

„Warum?", fragte seine Mutter erstaunt.

„Es ist… Ich war – Ich war einfach nicht mehr ganz bei der Sache."

„Nun gut", antwortete diese, konnte aber immer noch nicht glauben was sie eben gehört hatte.

„Mum? Können wir aufstehen?", fragte er und schaute dabei auf Sharpay's leeren Teller.

„Klar. Heute ist nicht dein Spültag."

„Bist du dir sicher, dass du keine Hilfe brauchst?", fragte Sharpay und stellte ihren Teller und ihr Glas zur Spüle.

„Nein, nein, Schatz. Ihr zwei sollt ein bisschen Spaß haben." „Okay", sagte Sharpay und lächelte.

Sie folgte Troy nach draußen um noch ein bisschen zu spielen.

„Glaubst du ihm?", fragte Coach Bolton seine Frau.

„Dass er Gabriella nicht mehr liebt?", lachte Mrs. Bolton, „Er liebt sie nur nicht mehr, ich glaube er liebt bereits jemand anders." Sie deutete auf das Fenster, von welchem sie gerade einen Schrei hörten.

„Du glaubst…?" Mrs. Bolton nickte nur und beide standen auf um nach draußen zu schauen.

Die beiden waren nicht wirklich draußen beim Basketball spielen. Troy jagte Sharpay über das ganze Feld. Wenn er sie fing, wirbelte er sie herum, so dass sie schrie und kicherte.

„Es wäre wundervoll, wenn er mit Charlotte's Tochter zusammen kommen würde", meinte Mrs. Bolton.

„Ja. Wir können es nur hoffen. Es sieht so aus als würden sie sich Sorgen um den jeweils anderen machen."

Es war ein weiterer Schrei zu hören und sie sahen, wie Sharpay auf den Boden fiel und Troy mit sich zog. Alles endete in lautem Gelächter.