12. Widerstand


Zusätzliche Warnings: Multipler Character Death


„Ach wenn Sie das vielleicht nicht glauben können, aber es gibt Leute, die wissen, dass Malcolm nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Und mit wem er arbeitet. Und was diese Gruppe für …. unaussprechliche Verbrechen begeht. Und diese Leute sind dabei etwas dagegen zu unternehmen. Wenn Sie also irgendetwas wissen, das dabei helfen kann Malcolm und seine Verbündeten zu stürzen, dann wären wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie es uns mitteilen würden", erklärte Oliver Queen Rip in einem ruhigen Moment in seinem Zimmer.

Rip war noch nie zuvor in Oliver Queens Zimmer eingeladen worden und fühlte sich dort ein wenig unwohl. Das Zimmer sah nicht so aus, wie er sich das Zimmer von Green Arrow vorgestellt hätte. Es wirkte eher wie der Raum eines trotzigen Teenagers – Poster von berühmtem Omega-Schauspielerinnen hingen an der Wand, die Bücherregle quollen über von Taschenbüchern und Comics, ein riesiger Loch war in der Wand, die Stereoanlage sah aus als wäre sie alt und kaputt, und unter dem Fernseher standen zwei Spielekonsolen. Außerdem lag überall schmutzige Wäsche herum.

Rip war nicht sicher, warum er hier war. Er war nicht sicher, ob er Oliver Queen in dieser Realität trauen konnte. Alles in allem schien ihm der Mann der Hausbewohner zu sein, der Malcolm Merlyn zur Zeit am Nächsten stand. Was wenn das alles in Wahrheit eine Falle von Merlyn war um herauszufinden, was Rip plante?

Er hatte Olivers Wunsch keinen Fluchtversuch zu unternehmen bis er von seiner Geschäftsreise zurück wäre respektiert, aber das bedeutete nicht automatisch, dass er dem Beta traute.

Oliver schien sein Zögern zu spüren. „Keine Sorge, dieser Raum hier ist abhörsicher. Ich habe eine … Freundin, die dafür gesorgt hat", versicherte der Beta dem Omega. Erneut erinnerte sich Rip wie falsch es ihm vorkam, dass dieser Mann hier ein Beta war. Ja, er war als solcher geboren worden, aber er war es nicht geblieben, nicht wahr? Der Green Arrow sollte ein Alpha sein. Aber er sollte auch nicht in Malcolm Merlyns Villa wohnen, nicht wahr?

„Ich bin nicht sicher, was Sie von mir erwarten", meinte Rip zögerlich.

„Ich erwarte nichts. Ich will nur, dass Sie mir vertrauen. Wenn Malcolm Sie schlecht behandelt, dann können Sie es mir sagen", meinte Oliver eindringlich, „Dann werde ich etwas dagegen unternehmen."

Perverser Weise behandelte Malcolm Merlyn Rip eigentlich sehr anständig, wenn man davon absah, dass er ihn gefangen hielt. Aber auch das war die bessere Variante als einsam in der Waverider eingesperrt zu sein oder gar getötet zu werden, oder nicht? Malcolm behauptete das immer wieder, doch Rip war sich nicht sicher, ob er es glauben sollte. Zumindest Malcolm schien es aber wirklich zu glauben.

„Malcolm ist nicht so furchtbar", gestand Rip ein. Vor allem, wenn man ihn mit Thawne und Darhk vergleicht. „Ich denke nicht, dass ich Ihnen irgendetwas sagen könnte, das Ihnen weiterhilft!", schloss er dann.

Oliver nickte. „Ich verstehen. Ich nehme an, dass ich an Ihrer Stelle ebenfalls zögern würde mir zu vertrauen. Aber, falls Sie Ihre Meinung ändern sollten, dann wissen Sie ja, wo Sie mich finden", meinte er, „Ich werde zusehen, dass ich einen der Wägen auf Sie umprogrammiere, damit Sie Ausfahrten unternehmen können."

„Danke." Mehr wusste Rip nicht zu sagen. Seine erste Ausfahrt würde auch seine letzte sein. Vorausgesetzt er konnte sie tatsächlich unternehmen. Auf jeden Fall wüsste er, sobald er es versuchte, ob Oliver Queen in Malcolms Auftrag handelte oder nicht. Etwas unsicher nickte er Oliver zu, dann zog er sich aus dessen unaufgeräumten Zimmer zurück. Oliver folgte ihm nicht. Rip hatte keine Ahnung, was das wieder zu bedeuten hatte.


Die Reporterin zu töten war auffällig unbefriedigend gewesen. Überhaupt keine Herausforderung. Damien hatte sich nicht einmal selbst die Hände schmutzig gemacht. Wenn sie keinen Sex mit Amaya haben könnte, dann wäre Sara nun vermutlich deprimiert und übellaunig. So war sie nur übellaunig.

Uninspiriert warf sie mit Messern auf ein aufgehängtes Poster von Eobard Thawne. Amaya saß neben ihr am Sofa und sah ihr dabei zu.

Sie redeten nicht miteinander – sie hatten sich selten etwas zu sagen, wenn sie kommunizierten dann durch Taten.

Laurel kam herein, betrachtete die Szene einige Sekunden lang, und meinte dann: „Ich habe Nachrichten, die dich aufheitern sollten. Wir haben ein Nest gefunden. Hier in Starling. Es scheint das Hauptquartier des Widerstands zu sein."

Sara hörte auf Thawnes Abbild mit Messern zu bewerfen (und das obwohl sich das seltsam befriedigend angefühlt hatte) und wandte sich ihrer Schwester zu. „Nun das hört sich doch zur Abwechslung mal vielversprechend an", meinte sie, „Wann brechen wir auf?"


Sie kamen aus dem Nichts. Felicity wusste gar nicht, wie ihr geschah, als Talia sie und Roy die Hintertreppe hinunter stieß und ihnen zu zischte: „Lauft!"

Roy packte Felicitys Arm und zerrte sie hinter sich her die Treppe hinunter. Hinter ihnen brachen die Kampfgeräusche los. Felicity glaubte Schreie zu hören, aber sie wollte gar nicht genau darüber nachdenken.

Oh, mein Gott, oh, mein Gott. Wo ich bin ich da nur rein geraten?!, war alles, das sie immer wieder denken konnte, während sie von Roy durch die Nacht gezerrt wurde. Was war mit den anderen? Waren sie bereits tot?

„Wir müssen Oliver und Barry kontaktieren und sie warnen. Irgendwie scheinen wir aufgeflogen zu sein", keuchte Roy.

„Aber wie?", wollte Felicity wissen, „Wir waren so vorsichtig. Wir haben jede Sicherheitsvorkehrung getroffen, die uns eingefallen ist. Keiner unserer Verbündeten weiß von diesem Ort. Nicht die Bratva, niemand in StarLabs, keiner der geretteten Supers…" Sie schüttelte ungläubig den Kopf.

„Es ist offensichtlich, was passiert ist: Einer aus dem Inneren Kreis hat uns verraten", meinte Roy düster.

„Einer von uns? Aber wer würde….?" Felicity konnte sich das nicht vorstellen.

„Evelyn. Ich habe ihr nie getraut. Ich setze mein Geld auf sie", meinte Roy düster, „Ich fand immer, dass sie nicht richtig riecht. … Psst. Hörst, du? Jemand folgt uns. Ich kümmere mich um ihn. Du … versteck dich!"

„Was aber…!"

Roy presste ihr seine Hand auf den Mund und warf sie hinter ein paar aufeinander gestapelten, aber noch nicht abgeholten, Müllsäcken zu Boden.

Felicity keuchte erschrocken, wollte sich wieder aufrappeln, blieb aber dann doch liegen, als sie den Geruch von Laurel Lance erkannte, die in die Gasse getreten kam. „Kleiner Omega", sagte der Alpha bedrohlich, „Du hast dich mit den falschen Leuten eingelassen."

„Ich habe mich mit den Leuten eingelassen, denen genauso viel an meiner Stadt liegt wie mir", erwiderte Roy mit fester Stimme.

Laurel Lance lachte. „Leute, die bereits tot sind. Meine Schwester und mein Vater haben sich bereits darum gekümmert. Und so wie ich das sehe, bist du das Letzte lose Ende", stellte sie fest.

Felicitys Herz schlug schneller, als sie das hörte. Der Müll überdeckte ihren Geruch, und offenbar wussten Darhks Leute nichts von ihr. Wenn sie tapfer wäre, dann würde sie jetzt aus ihrem Versteck herauskommen und zumindest versuchen Roy zu helfen, aber Talia und Roy hatten ihr andere Anweisungen gegeben. Sie wollten, dass sie überlebte und Oliver und ihre Leute in Central warnte.

Als biss Felicity die Zähne zusammen, kniff die Augen zusammen, und presste sich die Hände auf die Ohren, und rührte sich nicht vom Fleck. Trotzdem hörte sie mehr als ihr lieb war. Roys Schreie würden sie für immer verfolgen.


Was treibt Leonard da nur mit dem Flash? Was für eine Art Spiel ist das?, fragte sich Mick immer wieder, während er neben seinem nackten Liebhaber lag und mit dessen Haaren spielte. Ray döste und wirkte dabei noch verletzlicher als sonst, was in Mick seltsame Gefühle auslöste. Wie etwa den Drang Leonard zu schütteln und ihn zu fragen, was eigentlich mit ihm nicht stimmte. Omegas waren kein Spielzeug, sie waren lebende atmende Menschen, und sie mussten beschützt werden und nicht benutzt.

Neben dem Bett lag das Buch, das Mick Ray mitgebracht hatte. Ray hatte sich über das Geschenk gefreut, hatte aber zugleich auch ein bisschen traurig ausgesehen, als er es entgegen genommen hatte.

Mick war klar, dass er Ray hier in dieser Scheinrealität anständiger umwarb als er es im echten Leben je getan hatte. Abgesehen von dem Omega-Band, das er ohne jede Erklärung in Rays Quartier gelegt hatte, hatte er sich niemals die Mühe gemacht dem Omega etwas zu schenken. So war ihre Beziehung einfach nicht gewesen. Sie hatten sich zu gut dazu gekannt, zu oft gesehen. Sie waren auch nicht ausgegangen oder irgend sowas. Wenn man von ihrem gemeinsamen Ausflug ins russische Gefängnis absah.

Nein, sie hatten nebeneinander existiert, und Ray hatte sich Mühe gegeben dafür zu sorgen, dass sie Zeit miteinander verbrachten, und dann hatte Mick versucht ihn zu einem Ersatzpartner zu machen, was nicht funktioniert hatte, und dann hatten sie miteinander geschlafen, und dann hatte Mick sich zurückgezogen. Es war Ray gewesen, der versucht hatte ihn wieder in sein Orbit zurück zu locken, der ihm Axl geschenkt hatte, sich ihm angeboten hatte.

Nein, Mick war alles andere als der Bilderbuch-Alpha gewesen, vielleicht versuchte er deswegen so krampfhaft es diesmal richtig zu machen. Dieses Leben war vielleicht nicht echt, aber trotzdem hatte er geschworen seinen Omega nicht wieder wehzutun. Und dieser Ray hier war zu allem Überfluss auch noch verletzlicher als der echte Ray. Mick musste doppelt so vorsichtig mit ihm sein.

Aber was ich ihm wirklich schulde – und allen anderen auch – ist es alles wieder in Ordnung zu bringen. Diese sogenannte Realität darf nicht so bleiben wie sie ist. Jedes Mal, wenn er Sara und Amaya bei einen ihrer Treffen mit Thawne, Darhk, und Merlyn sah, wurde ihm ganz anders. Das hier waren nicht die Leben, die sie führen sollten. Keiner lebte hier das Leben, das er führen sollte.

Ich brauche den Speer. Er seufzte tief, als sein Pager losging. Was ist denn jetzt schon wieder?, wunderte er sich. Er küsste Ray sanft auf die Stirn, zog sich dann an, und ging schnell los. Offenbar gab es Neuigkeiten. Auf dem Weg zum Hinterausgang von StarLabs hätte er fast Cisco Ramon niedergerannt. Ausgerechnet.

„Es tut mir so leid, Mister Rory, ich habe nicht aufgepa- …. Moment, Sie sind der Alpha von dem Ray gesprochen hat?!" Ramon starrte ihn mit hervorquellenden Augen an, als wäre Mick der schrecklichste Anblick, der sich ihm jemals geboten hätte. Mick seufzte. „Ich dachte, er spricht von Dr. Thawne! Nein, nein, das ist gar nicht gut!", ereiferte sich Ramon. Omega-Panik strömte von ihm aus in Micks Nase.

„Beruhig dich, Kleiner", bat Mick, „Wir sind vorsichtig, und Thawne kümmert es nicht, was Ray mit wem tut, solange er immer noch Zeit für ihn findet."

Ramon schüttelte empathisch den Kopf. „Nein, nein, das ist nicht gut! Gar nicht gut! Ray ist Dr. Thawnes Omega! Niemand sonst sollte ihn anrühren! Auch Sie nicht Mister Rory!", ereiferte er sich, „Sonst müssen wir alle dafür bezahlen! … Und ich habe ihm Tipps gegeben! Oh, Gott, wenn Dr. Thawne da jemals dahinter kommt, dann wird er meinen Bruder töten!"

Mick seufzte. Warum nur überraschte ihn das alles jetzt überhaupt nicht? Er legte seine Hand beruhigend auf Ramons Schulter und schüttete ein paar entsprechende Pheromone aus. „Ich bin harmlos", „Keiner will dir etwas tun", „Alles wird wieder gut", „Ich beschütze dich" - das alles kommunizierte er durch Geruch, damit er es nicht sagen musste.

Es schien zu wirken. Der Ramon-Omega beruhigte sich langsam wieder. „Sie … Sie werden doch aufhören sich mit Ray zu treffen, oder Mister Rory?", wollte er dann kleinlaut wissen.

„Nein", meinte Mick dazu nur.

Ramons Miene verfiel. „Warum nur ich?", murmelte er, und Mick könnte ihm darauf zwar eine langwierige Antwort geben, verzichtete aber lieber, sondern fragte nur: „Sag mal, Kleiner, du weißt nicht zufällig wie man in Kontakt mit diesem Widerstand treten kann?"

Ramon erbleichte. „Warum fragen Sie das ausgerechnet mich? Sehe ich aus wie jemand, der Kontakt zum Widerstand hat?", quiekte er empört.

„Schon gut. War ja nur ne Frage. Mach dir nicht ins Hemd", meinte Mick, „Vergiss es einfach. Ich muss jetzt weiter." Immerhin war er gerufen worden – und er folgte, wie ein Hund. Aber das würde sich ändern. Wenn Leonard ihm nicht helfen wollte, dann musste er sich eben andere Hilfe besorgen. Und das würde er auch, sobald das Treffen, zu dem er gerufen wurde, vorbei war.


Snart war nicht auf dem Treffen, aber dafür war Rory da. Damien reichte Eobard stolz die Speedster-Maske des roten Blitzes. „Es ist erledigt, wie es versprochen war", meinte er und ignorierte den Ausdruck des Ekels aus Rorys Gesicht.

„Es hat sich herausgestellt, dass es immer nützlich ist Familienmitglieder gegen diesen sogenannten Widerstand zu verwenden. Mister Harper wurde gesprächig, als wir das Leben seiner Mutter bedroht haben", fuhr Damien fort, obwohl ihn niemand dazu aufgefordert hatte, „Durch ihn haben wir erfahren, wo sich der Speedster von Central City versteckt hält. Wir konnten ihn töten. Seine Freundin mit dem Schallschrei konnte zwar entkommen, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir sie finden werden. Wir wissen, wo sie hinwill. Wir werden auch sie erwischen, und den letzten Anführer dieses sogenannten Widerstands. … Oliver Queen." Triumphierend drehte er sich zu Malcolm um.

Dieser starrte ihn wütend an. „Auf keinen Fall! Falls diese Information stimmen sollte, dann kümmere ich mich selbst um Oliver", sagte der falsche Alpha bestimmt.

Damien wandte sich Eobard zu. Der zuckte nur mit den Schultern und sah von der Maske, die er bisher in seinen Händen gehalten und angestarrt hatte, auf. „Lass Damien das erledigen", meinte er nur. Innerlich triumphierte Damien, und da er niemand war, der etwas von leisen Siegen hielt, grinste er seinen Rivalen und Verbündeten vielsagend an.

„Wir werden es gleich erledigen", meinte der Zauberer, „Komm Laurel." Seine „Tochter" folgte ihm auf den Fuß. Er konnte Malcolms wütende Blicke in seinen Nacken spüren, aber sie störten ihn nicht. Nicht jetzt, wo er gewonnen hatte.

Es war befriedigend gewesen den Speedster zu töten. Normalerweise überließ er die Arbeit ja gerne den Vollstreckerinnen, doch dieses Mal hatte er eine Ausnahme gemacht. Und Oliver Queen, nun, den würde er ebenfalls eigenhändig töten.

Sara und Amaya warteten vor Eobards Büro und unterhielten sich darüber, wie man eine Feindin mit Schallschrei am besten besiegen konnte. „Kommt", meinte Damien zu ihnen, „Wir können eure Idee bald ausprobieren."


Oliver und Tina hatten sich im Hauptquartier der Bratva verschanzt. Die Russen hatten die erste Verteidigungslinie gebildet, und die Stille, die inzwischen eingekehrt war, sagte ihnen, dass es diese Verteidigungslinie nicht mehr gab.

Oliver konnte nicht glauben, was passiert war. Er hoffte, dass Felicity in Sicherheit war und nichts unternahm um sich einzumischen, wie er es ihr befohlen hatte. Wenn er und Tina starben, dann waren nur noch Felicity und Iris übrig, und ihre Leute in StarLabs, und vielleicht Rip Hunter. Oliver war nun eigentlich ganz froh, dass sich der Mann nicht dazu aufgerafft hatte ihm zu vertrauen. Das würde ihm eventuell das Leben retten.

„Oliver, bevor wir sterben, gibt es noch etwas, das ich dir sagen möchte", verkündete Tina.

Oliver warf ihr einen misstrauischen Blick zu. „Nur zu", meinte er dann. Was immer es war, jetzt war es auch schon egal, nicht wahr?

„Mein richtiger Name lautet Dinah Drake. Ich war undercover für das CCPD, als ich von der Teilchenbeschleunigerexplosion getroffen wurde und untertauchen musste", erklärte sie, „Ich will … wenigstens meinen eigenen Namen tragen, wenn ich sterbe."

Oliver nickte. „Es ist mir eine Ehre deine Bekanntschaft zu machen", meinte er. Dann konnte er sie wittern. „Sie kommen", stellte er fest, „Ich komme von links, du von rechts. Viel Glück. … Wir sehen uns auf der anderen Seite, schätze ich."

Sie nickte. Die beiden Betas warteten noch einige Sekunden ab, dann stürzten sie sich auf ihre Feinde.


„Eine schöne Sammlung, finden Sie nicht auch, Miss West?"

Iris schnappte nach Luft, und ihre Augen begannen zu tränen, als sie Darhks Trophäen-Schrank erblickte. Barrys Maske war dort, so wie die von Tina, und die Masken von Green Arrow, Spartan, Arsenal, Mister Terrific, Wild Dog ….

„Diejenigen, die hier verewigt wurden, waren Kämpfer. Sie haben es verdient, dass man sich an sie erinnert, weil sie eine Herausforderung für mich waren. Sie jedoch … Sie werden keine Trophäe bekommen", meinte Darhk, „Sie sind einfach nur … lästig."

Iris konnte sich nicht rühren. Sie war wie erstarrt, und ihre Kehle wurde von Darhks rechter Hand umklammert. Sie dachte an Barry. Zumindest würde sie ihn wiedersehen.

„Wir sollten dieses Trauerspiel beenden", meinte Darhk und änderte den Griff an ihrem Hals. Er drückte ihren Kopf zurück, und dann … spürte sie gar nichts mehr.


Mick war gerade in der Messe von StarLabs und starrte misstrauisch auf den Teller voll Nudeln und fragwürdiger Soße vor ihm. Vielleicht sollte er lieber darauf verzichten das hier zu essen, aber er hatte Hunger und hing nun schon ziemlich lange in StarLabs rum auf der Suche nach irgendjemanden, der ihm helfen konnte, mit dem was vom Widerstand noch übrig war in Kontakt zu treten (zwischendurch besuchte er ab und zu Ray).

Caitlin Snow nahm unaufgefordert an seinem Tisch Platz. Mick runzelte die Stirn und wollte den Beta gerade wegschicken, als sie sagte: „Es gibt keinen Widerstand mehr. Wenn Sie jemanden aus der Stadt schmuggeln wollen, dann ja, dann können wir Ihnen helfen. Gerade noch so. Die Pipeline ist noch in Betrieb, aber das ist auch schon alles. Fast alle sind tot. Und der Rest von uns, hat Angst genug um vorsichtiger zu sein. Wenn Sie gegen Thawne vorgehen wollen, dann müssen Sie das alleine tun. Aber wenn ich Ihnen einen Rat geben darf: Nehmen Sie Ray, und verschwinden Sie aus dieser Stadt. Fangen Sie irgendwo neu an, und hoffen Sie, dass Thawne Sie niemals findet. Wenn wir das könnten, dann würden Ronnie und ich genau das tun."

Bevor Mick antworten konnte, war sie auch schon wieder aufgestanden und weggegangen.

Okay, so wie es aussieht, kein Widerstand mehr. Dann muss ich mich wohl doch an Snart halten…


„Ich wollte nicht, dass Damien Oliver tötet. Damien war das egal. Eobard war es ebenfalls egal. Eobard wollte nicht, dass Damien den Flash tötet. Er hat es aber trotzdem zugelassen, weil er sein Gesicht wahren wollte. Was ich damit sagen will, ist Folgendes: Es gibt keinen Widerstand mehr. Die Pipeline wurde ebenfalls geschlossen. Shawna Baez wurde gestern getötet. Und Felicity Smoak ist auf der „Most Wanted"-Liste, sie wird nicht mehr dazu in der Lage sein andere aus dem Land zu schmuggeln, weil sie dafür sorgen muss, dass sie selbst nicht erwischt wird. Joe West und Eddie Thawne wurden verhaftet und werden wegen Korruption vor Gericht gestellt, obwohl sie nicht mal wussten, was der Flash und Miss West so veranstaltet haben. Wenn du also klug bist, dann bleibst du hier in dieser Villa, genießt den Luxus, erträgst die Blicke meiner Familie, und findest dich damit ab, dass das jetzt dein Leben ist. Denn ich kann dich nicht beschützen, selbst wenn ich wollte. Und es gibt niemanden mehr, der dir helfen kann gegen uns vorzugehen. Übrigens habe ich deinen Zugang zum Jaguar wieder gelöscht. Nur zu deinem eigenen Schutz. Das verstehst du doch, oder Rip?"

Malcolm verließ Rips Zimmer wieder, und der Omega sah ihm nachdenklich hinterher.


„Wo warst du in letzter Zeit?", wollte Leonard von seinem Partner wissen.

Dieser zuckte nur mit den Schultern. „Was spielt das schon für eine Rolle? Jetzt bin ich wieder hier, oder?", gab er zurück.

„Das ist wahr. … Ich muss mich bei dir entschuldigen, Mick. Dafür dass ich die ganze Flash-Sache alleine durchgezogen habe. Das war ein Fehler. Wir sind Partner. Und Freunde. Wir gehören zusammen. Wir sollten keine Dinger ohne den anderen durchziehen", erklärte Leonard, „Siehst du das nicht auch so?"

In Micks Augen spiegelte sich ein Ausdruck, der Leonard beunruhigte. Trotzdem meinte der Alpha dazu nur: „Damit hast du recht. Also, wann holen wir uns endlich den blöden Speer?"

Leonard hatte mit dieser Frage gerechnet. Und er gab die gleiche Antwort, die er immer gab: „Bald, Mick. Sobald wir den guten Eobard davon überzeugt haben, dass wir harmlos und ihm treu ergeben sind."

Mick nickte nur und erwiderte nichts darauf. Leonard nahm das als gutes Zeichen. Was auch immer Mick getan hatte, vielleicht war er nun, da es schief gegangen war, endlich bereit dazu sich damit abzufinden, dass diese Realität die war, in der sie nun lebten.


Felicity Smoak betrachtete die Maske und das Kostüm, die sie geschneidert hatte. „Nicht schlecht", murmelte sie, „Wie es aussieht hat Starling City eine neue Heldin."

Irgendjemand, so sagte sie sich, musste weitermachen. Musste Olivers Kreuzzug fortführen.

Und da niemand anderer mehr übrig war, musste sie es wohl tun.


Fin.


Wird fortgesetzt in „Nennt uns Legenden III: Die Legende von Doomworld"


A/N: Das hier war das letzte geplante Kapitel. Für Wünsche und Anregungen und eventuelle Prompts, die in dieser Doomworld-Kontinuität spielen könnten, lasse ich die Fic aber vorerst noch als WIP bestehen.

Abschließende Reviews?