V o r w o r t :
Oh, diese Schule!! Grrrr!!! Ich komm überhaupt nicht mehr zum Schreiben!
Danke für die lieben Reviews! Hab ich schon erwähnt, dass auch nicht
angemeldete Leser ein Kommentar abgeben können? Nein? Dann tu ich's jetzt.
Aber bitte nicht ausnutzen, sonst bin ich traurig!
AAAAAHH!!! Ich war auf dem Tribble- Feature vom HDR- auf Englisch- habt ihr
Pippin schon mal reden gehört, auf Englisch?? Der hat einen dermaßen
GENIALEN Akzent! Schottisch, glaub ich! Einfach herzig! Außerdem singt er
einmal! Ich hab fast zum Heulen angefangen!!! Allerdings...die Szene mit
Olifant & Legolas ist irgendwie ein bisschen komisch. Aber ich verrat jetzt
lieber nicht zu viel- seht ihn euch selber an!! Er ist GENIAL!!! * schluchz
* kann gar nicht glauben, dass es das schon war!
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***
Von einem kleinen Schwertkampf
"Dein Lehrmeister hat ganze Arbeit geleistet!", keuchte Obhart und schielte auf das Schwert an seiner Brust.
Oxana verstärkte den Druck ihrer Klinge ein klein wenig und fragte mit funkelnden Augen: "Und nun wiederhole bitte, was du über Frauen und Kämpfen gesagt hast!"
Obhart legte die Stirn in Falten und legte den Kopf schräg. "Ähm...wenn ich genauer darüber nachdenke...dass Frauen unfähig sind, ein Schwert zu heben, war natürlich als Scherz gedacht."
Er sah abwartend in ihr Gesicht. "Ein sehr, sehr dummer Scherz", fügte er hastig hinzu, "verzeiht mir, meine Dame." Demütig senkte er den Kopf.
Gnädig senkte Oxana die Waffe. Ihre Augen funkelten vor Genugtuung, als Obhart schnell neben den Masten und eine Stück zurückwich. Es war ihm anzusehen, dass ihm ihr Geschick mit dem Schwert nicht ganz geheuer war.
Legolas saß auf der Relings, neben ihm stand Nîthiel mit wehendem Haar und zupfte sich nichtexistente Flöhe aus dem Gewand. Beim Frühstück hatte sie sich ununterbrochen darüber beschwert, wie schlecht es um die Hygiene auf dem Schiff stand. Sie hätte in der Nacht nicht eine Sekunde still liegen können, so sehr habe das Ungeziefer sie geplagt. Obhart hatte darauf gemeint, sie könne sich ja gerne im Fluss waschen, wenn ihr das kalte Wasser nichts ausmachte.
Er konnte sich solcherlei Scherze nur erlauben, weil er der Kapitän und sie alle somit auf ihn angewiesen waren.
Er kannte den Fluss, jede seichte Stelle und jeden im Wasser verborgenen Felsen bestens und navigierte das wendige, schlanke Schiff ohne Mühe durch problematische Strömungen und Untiefen.
Oxana schmunzelte. Es bereitete ihr unsagbares Vergnügen, diesen brummigen Seemann in seine Schranken zu weisen.
"Obhart der Eiserne...wer hätte gedacht, dass du je im Kampf vor einer Frau klein beigeben würdest!", rief Legolas heiter.
"Obhart der WAS?" Oxana zog eine Grimasse. "Wer hat dir diesen komischen Beinamen verpasst?"
Obhart machte ein beleidigtes Gesicht. "Ich finde nicht, dass er komisch klingt. Ich mag ihn."
"Du musst wissen- unser Kapitän war einst ein berühmter Orkschlächter", informierte Legolas freundlicherweise und grinste breit, "aber bereits vor Jahren wurde er zahm und häuslich. Die Jahre unter Alitas..... Fürsorge..."- er grinste schelmisch, "-.... haben ihn weich werden lassen."
"Alita?", fragte Oxana überrascht, während sie das Schwert in die Hülle zurückschob. Es war eine schlanke Klinge, leicht und handlich. Obhart hatte sie ihr geliehen.
"Seine Frau", antwortete Legolas. Oxana sah verwundert auf. "Du bist verheiratet??" Sie musterte den dunkelhaarigen Mann mit neuem Interesse. Obhart hatte eine Frau?
Obhart straffte sich. "Bin ich", sagte er fast trotzig, "und zwar sehr glücklich."
"Er ist sogar Vater!", ergänzte Sarnir, ohne aufzusehen. Er lehnte etwas abseits am Schiffsgeländer und spannte seinen Bogen nach.
"Tauron und Galon, zwei kräftige Burschen", erzählte Obhart stolz, "das Schwert, das ich dir gab, gehört Tauron, dem Älteren. Mitte Ringare* wird er 14 Jahre alt sein!"
Obhart war ein Familienmensch! Wer hätte das gedacht? "Eines Tages werde ich ihm dieses Schiff vererben, und er wird an meiner Stelle diese Arbeit erledigen. Es ist eine gute Arbeit, vor allem eine ungefährliche. Auf keinen Fall soll er wie ich unsinnig aus lauter Abenteuerlust sein Leben aufs Spiel setzen!", meinte Obhart ernst.
"Eine weise Entscheidung", stimmte Oxana im selben Tonfall zu, "der Junge würde nicht lange überleben, wenn du ihn im Schwertkampf ausgebildet hast...".
Obhart brauchte eine Sekunde, um die Spitze zu bemerken. Sein Gesicht verdüsterte sich. Dann hob er die Arme theatralisch zum Himmel und jammerte: "Jeden anderen an deiner Stelle würde ich jetzt zum Kampf herausfordern. Wenn es bloß nicht so aussichtslos wäre...!"
"Obhart, ich erkenne dich nicht wieder!", tat Legolas empört und schüttelte erschüttert den Kopf.
"Anstatt dich dort drüben auf meine Kosten zu amüsieren kannst du gerne selber rüberkommen und dich mit diesem Dämon im Körper einer Frau messen, Elb!". Obhart nahm sein Schwert und warf es zu Legolas hin, der es geschickt auffing und sich gleichzeitig vom Schiffsgeländer schwang.
"Sieh zu und lerne!", lachte er, während er zu ihnen hinging. Nîthiel ließ von ihrem Kleid ab und beobachtete sie missbilligend. Auch Sarnir sah von seinem Bogen auf und grinste voller Vorfreude auf einen sicher interessanten Kampf.
Legolas ließ die Klinge einige Male prüfend durch die Luft sausen, während Oxana ihre Waffe zog. Noch bevor sie etwas sagen konnte, griff er völlig unvermittelt an.
Ihre Klingen kreuzten einander funkensprühend, stoben auseinander. Oxana wich zwei lange Schritte vor dem Elben zurück. Plötzlich stieß sie gegen die Relings. Ohne lange nachzudenken sprang sie auf das schmale Geländer, balancierte sicher darauf entlang und sprang wieder auf die Planken zurück. Mit schnellen, gezielten Bewegungen startete sie einen Gegenangriff, parierte jeden seiner Hiebe so, wie es Aragorn ihr vor vielen Jahren beigebracht hatte.
Nach einigen Minuten wichen sie voneinander zurück.
Oxanas Atem ging schneller als gewöhnlich, aber sie fühlte sich weder erschöpft noch entkräftet. Sie hatte schon immer eine ausgezeichnete Ausdauer besessen.
Legolas nickte anerkennend. "Ich erkenne Estels Kampfstil wieder, und doch sind viele deiner Bewegungen anders als die meines alten Freundes. Hattest du noch einen Lehrmeister, von dem ich nichts weiß?"
Oxana schüttelte den Kopf, darauf bedacht, es nicht allzu hastig wirken zu lassen.
"Wie es aussieht habe ich meinen eigenen Kampfstil entwickelt", behauptete sie und lockerte dabei ihre Finger. "Gebt Ihr auf oder wollt Ihr von mir besiegt werden?", fragte sie und grinste den Elben schelmisch an.
"Einen Moment!", lachte Legolas, "ich sagte nicht, dass es da nicht ein paar Schwachstellen in deiner Technik gäbe!" Er hob das Schwert und sprang auf sie zu.
Wieder prallten ihre Klingen aufeinander, doch Oxana hatte das Gefühl, als führe der Elb seine Schläge nunmehr mit halber Kraft aus.
Legolas trieb sie ein Stück weit vor sich her, dann ließ er plötzlich seine Waffe sinken. In einer einzigen, fließenden Bewegung ließ er sich zu Boden fallen, fegte ihr die Beine unter dem Körper weg und kam elegant wie eine Katze wieder zum Stehen.
Einen Fuß setzte er ihr auf die Brust, und hielt sie somit am Boden fest. Mit dem anderen trat er ihre Waffe beiseite.
Alles war so schnell gegangen, dass Oxana erst erschrocken aufkeuchte, als sein Schwert ihre Kehle berührte.
"Das war gemein!", jammerte sie und wollte seinen Fuß wegschieben. Doch Legolas schien nicht daran zu denken, sie aufstehen zu lassen, im Gegenteil: Er verstärkte den Druck auf ihre Brust.
Oxana suchte stirnrunzelnd seinen Blick. Sie erschrak. Jeglicher Humor war aus seinen Zügen gewichen, seine Augen blickten kalt auf sie herab, sein Gesichtsausdruck war undeutbar, aber auf alle Fälle nicht mehr freundlich.
Kaum fünf Sekunden stand er so da, doch in diesen fünf Sekunden war sich Oxana plötzlich sicher: Er wusste es. Er wusste, wer sie war, was sie tun wollte und vor allem- was sie bereits getan hatte.
Noch nie hatte sie soviel Angst um ihr Leben gehabt wie in diesen Sekunden, als der kalte Stahl seines Schwertes gegen ihren Hals drückte und seine Kälte in ihren Körper überging und sie vor Angst zittern ließ.
"Ich bin beeindruckt, Prinz!", durchbrach Obharts Stimme das eisige Schweigen. Sein Händeklatschen ließ Leben in die beiden Kämpfenden zurückkehren. Legolas zog sein Schwert zurück und streckte seinen Arm aus, um ihr aufzuhelfen, als wäre nichts geschehen.
Oxana starrte seine ausgestreckte Hand an, dann stand sie auf, ohne sein Hilfeangebot anzunehmen. Sie empfand eine beklemmende Unruhe, und noch immer saß die Angst in ihren Knochen. Ein unbeschreiblicher Zorn wallte in ihr auf. Er spielte mit ihr wie die Katze mit der Maus, wobei eigentlich sie die Katze hätte sein müssen!
"Du solltest besser auf deine Beine achten", machte Legolas sie aufmerksam und steckte seine Waffe weg. Oxana bückte sich schnell nach ihrem Schwert und sparte es sich somit, dem Elb ins Gesicht zu sehen. "Es wird wohl immer jemanden geben, der besser ist als ich", meinte sie tonlos. "Ich für meinen Teil brauche jetzt etwas Ordentliches zum Essen. Obhart, wie sieht es aus- was hältst du von einem saftigen Bauchbraten?"
"Ich denke, den haben wir uns redlich verdient!", rief Obhart, wissend, dass die drei Elben nicht besonders begeistert über diesen Vorschlag waren. Er wandte sich bereits um, aber Oxana hielt ihn zurück. "Warte! Ich werde heute das Kochen übernehmen!"
"Ob das eine gute Idee ist?", warf Legolas ein. Oxana vermied es weiterhin, ihn anzusehen. Warum tat er das? Sie war vollkommen verwirrt. Wenn er wirklich wusste, was sie vorhatte, warum stand sie dann noch hier? Andererseits- woher sollte er um ihr Geheimnis wissen?
Sie lächelte gezwungen.
"Ich dachte, ihr Elben esst kein rotes Fleisch?".
"Wir essen SELTEN rotes Fleisch", verbesserte Nîthiel haarspalterisch, "aber das kannst DU ja nicht wissen." Sie stieß sich vom Geländer ab und
rauschte zu ihr hin. "Ich werde dir ein wenig unter die Arme greifen."
N a c h w o r t :
SCHÖNE WEIHNACHTEN EUCH ALLEN!!! Ich fürchte, vor Silvester wird sich kein neues Kap mehr ausgehen. Aber ich wird über die Ferien fleißig schreiben * versprech*
Ah ja und- reviewt mir bitte wieder!! * schmatz * conna
Von einem kleinen Schwertkampf
"Dein Lehrmeister hat ganze Arbeit geleistet!", keuchte Obhart und schielte auf das Schwert an seiner Brust.
Oxana verstärkte den Druck ihrer Klinge ein klein wenig und fragte mit funkelnden Augen: "Und nun wiederhole bitte, was du über Frauen und Kämpfen gesagt hast!"
Obhart legte die Stirn in Falten und legte den Kopf schräg. "Ähm...wenn ich genauer darüber nachdenke...dass Frauen unfähig sind, ein Schwert zu heben, war natürlich als Scherz gedacht."
Er sah abwartend in ihr Gesicht. "Ein sehr, sehr dummer Scherz", fügte er hastig hinzu, "verzeiht mir, meine Dame." Demütig senkte er den Kopf.
Gnädig senkte Oxana die Waffe. Ihre Augen funkelten vor Genugtuung, als Obhart schnell neben den Masten und eine Stück zurückwich. Es war ihm anzusehen, dass ihm ihr Geschick mit dem Schwert nicht ganz geheuer war.
Legolas saß auf der Relings, neben ihm stand Nîthiel mit wehendem Haar und zupfte sich nichtexistente Flöhe aus dem Gewand. Beim Frühstück hatte sie sich ununterbrochen darüber beschwert, wie schlecht es um die Hygiene auf dem Schiff stand. Sie hätte in der Nacht nicht eine Sekunde still liegen können, so sehr habe das Ungeziefer sie geplagt. Obhart hatte darauf gemeint, sie könne sich ja gerne im Fluss waschen, wenn ihr das kalte Wasser nichts ausmachte.
Er konnte sich solcherlei Scherze nur erlauben, weil er der Kapitän und sie alle somit auf ihn angewiesen waren.
Er kannte den Fluss, jede seichte Stelle und jeden im Wasser verborgenen Felsen bestens und navigierte das wendige, schlanke Schiff ohne Mühe durch problematische Strömungen und Untiefen.
Oxana schmunzelte. Es bereitete ihr unsagbares Vergnügen, diesen brummigen Seemann in seine Schranken zu weisen.
"Obhart der Eiserne...wer hätte gedacht, dass du je im Kampf vor einer Frau klein beigeben würdest!", rief Legolas heiter.
"Obhart der WAS?" Oxana zog eine Grimasse. "Wer hat dir diesen komischen Beinamen verpasst?"
Obhart machte ein beleidigtes Gesicht. "Ich finde nicht, dass er komisch klingt. Ich mag ihn."
"Du musst wissen- unser Kapitän war einst ein berühmter Orkschlächter", informierte Legolas freundlicherweise und grinste breit, "aber bereits vor Jahren wurde er zahm und häuslich. Die Jahre unter Alitas..... Fürsorge..."- er grinste schelmisch, "-.... haben ihn weich werden lassen."
"Alita?", fragte Oxana überrascht, während sie das Schwert in die Hülle zurückschob. Es war eine schlanke Klinge, leicht und handlich. Obhart hatte sie ihr geliehen.
"Seine Frau", antwortete Legolas. Oxana sah verwundert auf. "Du bist verheiratet??" Sie musterte den dunkelhaarigen Mann mit neuem Interesse. Obhart hatte eine Frau?
Obhart straffte sich. "Bin ich", sagte er fast trotzig, "und zwar sehr glücklich."
"Er ist sogar Vater!", ergänzte Sarnir, ohne aufzusehen. Er lehnte etwas abseits am Schiffsgeländer und spannte seinen Bogen nach.
"Tauron und Galon, zwei kräftige Burschen", erzählte Obhart stolz, "das Schwert, das ich dir gab, gehört Tauron, dem Älteren. Mitte Ringare* wird er 14 Jahre alt sein!"
Obhart war ein Familienmensch! Wer hätte das gedacht? "Eines Tages werde ich ihm dieses Schiff vererben, und er wird an meiner Stelle diese Arbeit erledigen. Es ist eine gute Arbeit, vor allem eine ungefährliche. Auf keinen Fall soll er wie ich unsinnig aus lauter Abenteuerlust sein Leben aufs Spiel setzen!", meinte Obhart ernst.
"Eine weise Entscheidung", stimmte Oxana im selben Tonfall zu, "der Junge würde nicht lange überleben, wenn du ihn im Schwertkampf ausgebildet hast...".
Obhart brauchte eine Sekunde, um die Spitze zu bemerken. Sein Gesicht verdüsterte sich. Dann hob er die Arme theatralisch zum Himmel und jammerte: "Jeden anderen an deiner Stelle würde ich jetzt zum Kampf herausfordern. Wenn es bloß nicht so aussichtslos wäre...!"
"Obhart, ich erkenne dich nicht wieder!", tat Legolas empört und schüttelte erschüttert den Kopf.
"Anstatt dich dort drüben auf meine Kosten zu amüsieren kannst du gerne selber rüberkommen und dich mit diesem Dämon im Körper einer Frau messen, Elb!". Obhart nahm sein Schwert und warf es zu Legolas hin, der es geschickt auffing und sich gleichzeitig vom Schiffsgeländer schwang.
"Sieh zu und lerne!", lachte er, während er zu ihnen hinging. Nîthiel ließ von ihrem Kleid ab und beobachtete sie missbilligend. Auch Sarnir sah von seinem Bogen auf und grinste voller Vorfreude auf einen sicher interessanten Kampf.
Legolas ließ die Klinge einige Male prüfend durch die Luft sausen, während Oxana ihre Waffe zog. Noch bevor sie etwas sagen konnte, griff er völlig unvermittelt an.
Ihre Klingen kreuzten einander funkensprühend, stoben auseinander. Oxana wich zwei lange Schritte vor dem Elben zurück. Plötzlich stieß sie gegen die Relings. Ohne lange nachzudenken sprang sie auf das schmale Geländer, balancierte sicher darauf entlang und sprang wieder auf die Planken zurück. Mit schnellen, gezielten Bewegungen startete sie einen Gegenangriff, parierte jeden seiner Hiebe so, wie es Aragorn ihr vor vielen Jahren beigebracht hatte.
Nach einigen Minuten wichen sie voneinander zurück.
Oxanas Atem ging schneller als gewöhnlich, aber sie fühlte sich weder erschöpft noch entkräftet. Sie hatte schon immer eine ausgezeichnete Ausdauer besessen.
Legolas nickte anerkennend. "Ich erkenne Estels Kampfstil wieder, und doch sind viele deiner Bewegungen anders als die meines alten Freundes. Hattest du noch einen Lehrmeister, von dem ich nichts weiß?"
Oxana schüttelte den Kopf, darauf bedacht, es nicht allzu hastig wirken zu lassen.
"Wie es aussieht habe ich meinen eigenen Kampfstil entwickelt", behauptete sie und lockerte dabei ihre Finger. "Gebt Ihr auf oder wollt Ihr von mir besiegt werden?", fragte sie und grinste den Elben schelmisch an.
"Einen Moment!", lachte Legolas, "ich sagte nicht, dass es da nicht ein paar Schwachstellen in deiner Technik gäbe!" Er hob das Schwert und sprang auf sie zu.
Wieder prallten ihre Klingen aufeinander, doch Oxana hatte das Gefühl, als führe der Elb seine Schläge nunmehr mit halber Kraft aus.
Legolas trieb sie ein Stück weit vor sich her, dann ließ er plötzlich seine Waffe sinken. In einer einzigen, fließenden Bewegung ließ er sich zu Boden fallen, fegte ihr die Beine unter dem Körper weg und kam elegant wie eine Katze wieder zum Stehen.
Einen Fuß setzte er ihr auf die Brust, und hielt sie somit am Boden fest. Mit dem anderen trat er ihre Waffe beiseite.
Alles war so schnell gegangen, dass Oxana erst erschrocken aufkeuchte, als sein Schwert ihre Kehle berührte.
"Das war gemein!", jammerte sie und wollte seinen Fuß wegschieben. Doch Legolas schien nicht daran zu denken, sie aufstehen zu lassen, im Gegenteil: Er verstärkte den Druck auf ihre Brust.
Oxana suchte stirnrunzelnd seinen Blick. Sie erschrak. Jeglicher Humor war aus seinen Zügen gewichen, seine Augen blickten kalt auf sie herab, sein Gesichtsausdruck war undeutbar, aber auf alle Fälle nicht mehr freundlich.
Kaum fünf Sekunden stand er so da, doch in diesen fünf Sekunden war sich Oxana plötzlich sicher: Er wusste es. Er wusste, wer sie war, was sie tun wollte und vor allem- was sie bereits getan hatte.
Noch nie hatte sie soviel Angst um ihr Leben gehabt wie in diesen Sekunden, als der kalte Stahl seines Schwertes gegen ihren Hals drückte und seine Kälte in ihren Körper überging und sie vor Angst zittern ließ.
"Ich bin beeindruckt, Prinz!", durchbrach Obharts Stimme das eisige Schweigen. Sein Händeklatschen ließ Leben in die beiden Kämpfenden zurückkehren. Legolas zog sein Schwert zurück und streckte seinen Arm aus, um ihr aufzuhelfen, als wäre nichts geschehen.
Oxana starrte seine ausgestreckte Hand an, dann stand sie auf, ohne sein Hilfeangebot anzunehmen. Sie empfand eine beklemmende Unruhe, und noch immer saß die Angst in ihren Knochen. Ein unbeschreiblicher Zorn wallte in ihr auf. Er spielte mit ihr wie die Katze mit der Maus, wobei eigentlich sie die Katze hätte sein müssen!
"Du solltest besser auf deine Beine achten", machte Legolas sie aufmerksam und steckte seine Waffe weg. Oxana bückte sich schnell nach ihrem Schwert und sparte es sich somit, dem Elb ins Gesicht zu sehen. "Es wird wohl immer jemanden geben, der besser ist als ich", meinte sie tonlos. "Ich für meinen Teil brauche jetzt etwas Ordentliches zum Essen. Obhart, wie sieht es aus- was hältst du von einem saftigen Bauchbraten?"
"Ich denke, den haben wir uns redlich verdient!", rief Obhart, wissend, dass die drei Elben nicht besonders begeistert über diesen Vorschlag waren. Er wandte sich bereits um, aber Oxana hielt ihn zurück. "Warte! Ich werde heute das Kochen übernehmen!"
"Ob das eine gute Idee ist?", warf Legolas ein. Oxana vermied es weiterhin, ihn anzusehen. Warum tat er das? Sie war vollkommen verwirrt. Wenn er wirklich wusste, was sie vorhatte, warum stand sie dann noch hier? Andererseits- woher sollte er um ihr Geheimnis wissen?
Sie lächelte gezwungen.
"Ich dachte, ihr Elben esst kein rotes Fleisch?".
"Wir essen SELTEN rotes Fleisch", verbesserte Nîthiel haarspalterisch, "aber das kannst DU ja nicht wissen." Sie stieß sich vom Geländer ab und
rauschte zu ihr hin. "Ich werde dir ein wenig unter die Arme greifen."
N a c h w o r t :
SCHÖNE WEIHNACHTEN EUCH ALLEN!!! Ich fürchte, vor Silvester wird sich kein neues Kap mehr ausgehen. Aber ich wird über die Ferien fleißig schreiben * versprech*
Ah ja und- reviewt mir bitte wieder!! * schmatz * conna
