12.Kapitel

V o r w o r t :

V o r w o r t :

Mein lieber Fan, du solltest genauer lesen. Im letzten Kap steht nämlich geschrieben: ".....Ich werde morgen nach Osgiliath weiter reiten. Alleine. Ich habe dort noch einige Dinge zu erledigen, die sich nicht aufschieben lassen........"- Also, meine Heldin hatte vorgehabt, alleine weiterzureisen, um sich in Sicherheit und Abstand zwischen sich und Legolas zu bringen.

Über Osgiliath nach Edoras... * g * du hast recht, das wäre ein "kleiner" Umweg (das wäre in etwa so als würde ich von Wien über Rom nach München fahren, hehe ;-)

Legolas eifersüchtig? Gute Idee...mal sehen was ich damit anfangen kann.....

Hehe, und nein, Sarnir ist kein Freak!! Ich hab Oxana doch extra ein wenig Wasser trinken lassen damit es nicht ganz so abstoßend wirkt * hehehehe* !!! (warum glaubt ihr ist er in Wirklichkeit hinausgegangen? Sollte er ihr ins Gesicht sagen dass sie...hehe, eh schon wissen)

Finde es toll, dass es offensichtlich einige "Stammleser" gibt! Hat jemand von euch ein schönes Gedicht oder einen Songtext, den er gerne zu einem Kap hinzufügen möchte? Schickt mir was, wenn euch was Passendes unterkommt!

DANKE für alle Reviews!!! Ihr seid toll!!!!!!! :-*

So, aber jetzt halte ich euch nicht mehr länger auf * g *

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von dem Angriff

Während Oxana ihre Waffen aus dem Zelt holte, weckte Legolas Sarnir, Colen und seine Söhne und Obhart unsanft auf.

Oxana schnallte sich den Waffengurt um und befestigte ihre Armbrust mit einem Riemen an ihrem Rücken. Dann lief sie zum Lagerfeuer und entzündete zwei Fackeln an der verbliebenen Glut.

Es dauerte nicht lange, da streckten auch schon andere Rohirrim ihre verschlafenen Gesichter aus den Zelten und Wagen und mehrere Lichter leuchteten im Lager auf.

Die Männer taumelten schlaftrunken aus ihren Schlafstätten heraus. Sie trugen Schwerter in den Händen oder waren gerade dabei, sie sich umzuschnallen. Als ein Kind von einem der Wagen sprang um sich neugierig heranzuschleichen, jagte Keart es mit scharfen Worten wieder davon.

"Was ist los? Was soll diese Aufregung mitten in der Nacht?" Colen fuhr sich verschlafen über das runzlige Gesicht. Er trug bloß ein weites, weißes Hemd und ein Paar Hosen. Die Schuhe und seinen dunklen Wams hielt er noch in den Händen.

"Blutjäger", erklärte Legolas, "sie haben uns bereits im Düsterwald angegriffen und sind uns offensichtlich gefolgt. Vielleicht haben sie uns auch schon hier erwartet, ich weiß es nicht." Dabei warf er Oxana einen undeutbaren Blick zu.

"Blutjäger?". Colen schien nur langsam zu begreifen. Dann riss er die Augen weit auf und rief: "BLUTJÄGER?! Ihr werdet von diesem blutrünstigen Pack gejagt und sagt zu uns kein Wort davon?!"

Legolas nickte bloß. "Ich habe nicht erwartet, dass sie so schnell aufholen. Aber bitte, lasst es mich ein anderes Mal erklären, wenn uns mehr Zeit bleibt."

Colen grunzte unwillig. "Wenn wir später überhaupt noch Zeit haben".

"Die Leute sollen sich hier versammeln, ihr werdet sie beschützen", befahl Legolas. Wie selbstverständlich hatte er das Kommando über die Männer übernommen. "Wir müssen die Söldner irgendwie vom Lager fortlocken. Den Frauen und Kindern darf nichts geschehen."

Oxana reichte eine Fackel an Bareth weiter. Legolas schien eine Idee zu haben. Er spitzte die Lippen und stieß zwei lange, auf- und abschwellende Pfiffe aus. Ein leises Wiehern kam als Antwort, und nur wenige Augenblicke später trabten die drei elbischen Pferde heran.

"Gib sie mir", verlangte der Prinz von Bareth und nahm den brennenden Kienspan an sich, "Obhart, nimm du die andere. Sarnir, du kommst auch mit. Wir werden sie dazu bringen, uns zu folgen. Die anderen bleiben hier, um die Leute zu verteidigen, sollten sie ins Lager vordringen. Die Söldner sind hinter mir her. Ich will auf keinen Fall, dass jemand anderes meinetwegen zu Schaden kommt."

"Das ist Irrsinn!", rief Oxana aufgebracht. Was wollte er sich beweisen, wenn er jetzt den großen Helden spielte? Man musste nicht Kriegsführung studiert haben um erkennen zu können wie halsbrecherisch sein Vorhaben war!

Colen und die anderen Rohirrim sahen sie an und schienen sich zu wundern was sie eigentlich inmitten der Männer zu suchen hatte. Die Brauen einiger Männer wölbten sich viel sagend, doch Oxana ignorierte die ungläubigen Blicke und sagte eindringlich: "Ihr wisst nicht, wie viele es sind! Wenn wir zusammen hier bleiben sind wir viel stärker!"

"Sie hat Recht", pflichtete Colen ihr überraschender Weise bei, "es ist zu gefährlich. Es könnten Dutzende sein!"

"Ihr würdet in der Dunkelheit nichts sehen", erinnerte Legolas und umgriff seinen Bogen fester, "Sarnir und ich hingegen schon. Obhart ist erfahren genug um sich auf seine anderen Sinne verlassen zu können..."-

"Hoffen wir, dass sie in den letzten Jahren nicht abgestumpft sind", warf der Schiffführer ein-

"...außerdem sind wir alle drei ausgezeichnete Schützen. Ich weiß unsere Kräfte sehr wohl einzuschätzen. Wir werden sie besiegen- denn auch sie sind Nachts so gut wie blind." Er hatte überzeugend zu den Leuten gesprochen und in einem Tonfall, der etwas Endgültiges an sich hatte. Die anderen Männer schienen seinem irrwitzigen Vorhaben tatsächlich keinen Einwände mehr entgegenzubringen haben.

Oxana schluckte hart und presste die Zähne fest aufeinander. Na gut- wenn er sich und die beiden anderen unbedingt umbringen wollte- nur zu! Auf sie wollte ja keiner hören, obwohl sie doch am besten wusste, WIE gefährlich die Blutjäger waren.

Schnaubend drehte sie sich um und stapfte davon.

In nicht allzu großer Ferne auf einem Hügel hörte man Hufschlag und leises Pferdewiehern. Sie versuchte daraus zu erkennen, um wie viele Angreifer es sich handeln konnte. Sie kam auf mindestens ein Dutzend.

Die drei Männer zwangen ihre Pferde herum und ritten ohne ein weiteres Wort durch die Wagenreihen auf die Lärmquelle zu. Als sie an ihr vorbeikamen, glaubte Oxana für eine Sekunde Legolas' Blick auf sich ruhen zu spüren. Sie sah auf und erhaschte einen kurzen Blick in sein Gesicht, das von den Fackeln spärlich erhellt war. Doch bevor sie darin lesen konnte, war er an ihr vorbei und sprengte auf den Hügel zu.

Die folgenden Minuten hatten sie damit zu tun, alle Menschen auf den Platz um das Feuer zu scharen.

Mit gezückten Waffen standen eine Handvoll Rohirrim gemeinsam mit Oxana in einem weiten Kreis um die verängstigte Schar und warteten ab, was geschehen würde.

Oxanas Herz schlug schnell und hart. Das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmte, war einfach nicht los zu bekommen.

Nervös leckte sie über ihre Lippen und ließ den Blick über die verlassenen Lagerstätten der fahrenden Händler wandern.

Von weit weg ertönte ein hysterisches Wiehern und erste Schreie.

Sie wandte den Kopf.

Zwei tanzende Lichtpunkte in der Entfernung sagten ihr, dass zumindest zwei von den drei Männern noch am Leben waren. Diese Narren! Sie würden diese Nacht nicht überleben! Ihre Wut war verflogen, hatte stattdessen einer ungekannten Ruhelosigkeit Platz gemacht. Angst? Nein, sie kannte Angst- es fühlte sich anders an. Sie konnte es sich nicht erklären.

Was geschah dort drüben??

Pfeile surrten durch die Luft. Jemand schrie voller Schmerz auf. Eine der Fackeln fiel zu Boden und erlosch.

Sie hörte laute Stimmen, die zornig und aggressiv klangen.

Dann zwei kurze, hohe Pfiffe.

Oxana fuhr zusammen.

Rawen.

Sie war hier. Hier im Lager.

Obhart und die anderen schienen nichts mitbekommen zu haben. Sie sahen noch immer alle in die andere Richtung, zum Hügel, wo der Kampf stattfand.

Zögernd trat sie nach vor und hob dabei das Schwert.

Zwischen zwei Wagen bewegte sich etwas mattes Silber schimmerte für den Bruchteil einer Sekunde im schwachen Mondlicht auf.

Oxana sah sich ein letztes Mal nach den anderen um, dann ließ sie ihre Waffe sinken und rannte auf die beiden Wagen zu.

Wer auch immer hier gestanden hatte, er war weg. Oxana bückte sich und fuhr mit spitzen Fingern über den kalten Boden. Einige Grashalme waren geknickt. Kaum jemand an ihrer Stelle hätte Rawens Spuren im Gras bemerkt.

"Rawen?", flüsterte sie in die Dunkelheit, doch eine Antwort blieb aus. "Rawen!?", wiederholte sie ein wenig misstrauisch und sah sich um. Das große Zelt vor dem Wagen gehörte den beiden Rohirmädchen.

Automatisch wanderte ihr Blick weiter auf die Reihe von Zelten, in denen sie und die anderen gelegen hatten.

Sie bemerkte die dunkle Gestalt an der Zeltplane eher durch Zufall. Nîthiels Zelt! Wo war eigentlich die Prinzessin?

Schnell sprang sie auf und eilte auf geradem Wege auf Nîthiels Zelt zu. Vermutlich schlief die Elbe noch immer tief und fest und hörte nicht einmal, wie der Fremde sich an das Zelt heranschlich.

Nachdem die drei Männer das Lager verlassen hatten, hatte keiner mehr an die Prinzessin gedacht, auch Oxana nicht. Sie hatte angenommen, Nîthiel sei durch den Lärm aufgeweckt worden. Allerdings hatte sie vergessen, dass die Elbe zuvor einen kleinen "Schlummertrunk" zu sich genommen hatte.

Die Gestalt blieb stehen und drehte sich nach ihr um. Es war Rawen. Ihr Gesicht war ausdruckslos.

Oxana seufzte erleichtert und ließ das Schwert sinken. Endlich begriff sie. Der Angriff diente bloß als Ablenkung, um sie hier raus zu holen! Sie grinste breit. Die beiden waren gekommen um ihr zu helfen, so wie in alten Tagen!

"Rawen! Endlich seid ihr hier!" Sie seufzte tief. "Es war schon ziemlich knapp. Er weiß es. Wir müssen so schnell wie möglich verschwinden und...."

Sie kam nicht mehr dazu, weiter zu sprechen. Silaid war lautlos von hinten auf sie zugetreten und zog ihr einen Holzprügel über den Schädel. Sie klatschte auf den Boden wie ein nasser Sack. Sekundelang war sie unfähig, sich zu bewegen und kämpfte gegen die Ohnmacht an.

Dann drehte sie stöhnend den Kopf, um nach Rawen zu sehen, doch die Elbe war bereits im Zelt verschwunden.

Warmes Blut sammelte sich langsam in ihrer Mundhöhle. Silaids Gestalt begann vor ihren Augen zu verschwimmen, als er vor sie trat.

"Was...?"

Sie begriff nicht. Warum tat Rawen nichts??

"Dieses Mal musst du alleine aus dem Schlamassel herauskommen", meckerte der Halbork böse.

Er trug Kleider in der Farbe der Nacht und ein Dolch schimmerte an seinem Gürtel. Er und seine gelb funkelnden Augen waren das Einzige, das sie deutlich erkennen konnte.

Plötzlich versetzte er ihren einen Fußtritt in den Bauch und zwang sie mit zahllosen weiteren harten Tritten, sich auf den Rücken zu wälzen.

Oxana schnappte japsend nach Luft und krümmte sich vor Qual. In ihren Augen brannten Tränen des Schmerzes. Ihre Arme schlangen sich krampfhaft um ihren Körper, vergebens versuchte sie, an Luft zu gelangen. Er hatte ihr eine, wenn nicht mehrere Rippen gebrochen.

Sie hustete qualvoll, spuckte dabei Blut.

Silaid beugte sich über sie, zog seinen Dolch und grinste breit. Langsam näherte er die scharfe Spitze ihrem Gesicht und drehte sie erwartungsvoll. Merkte denn niemand, dass sie sich in Gefahr befand?? Wo blieb einer der Elben, Obhart oder die Rohir?!? Legolas??? Doch dieses Mal war niemand hier, der ihr zu Hilfe geeilt wäre, und sie hatte keinen Atem, um einen Hilfeschrei auszustoßen. Angst ergriff von ihrer Seele Besitz.

Der Halbork lächelte.

"Darauf habe ich schon lange gewartet", zischte er böse.

Sie sah den Schlag nicht kommen, der ihr das Bewusstsein raubte.

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N a c h w o r t :

Wie oft hab ich sie eigentlich am ende eines kaps eigentlich schon ohnmächtig werden lassen? Ich darf mir das auf keinen Fall zur Gewohnheit werden lassen * gg * Hm...verliert sie jetzt ihre Augen?? Meine Güte, jetzt wird mir erst richtig bewusst, welche Macht in meinen Händen liegt....HARHARHAR...