V o w o r t :

@alle reviewer: es ist halb elf abends. Meine augen tun weh. Ich hab mir grad den hdr zum zweiten mal angesehen, wieder auf englisch. Ich finde, legolas sieht genial aus in hellblau. Und ich habe mir vorgenommen, dieses kap zum dritten mal neu zu schreiben. Glaubt nicht, ich hätte nichts getan, bloß weil nichts online war.

Allgemein:

-wie heißt die ff, die ich kritisieren soll? Ich würd furchtbar gern!!

-Na gut, dann mach ich oxana eben wieder härter. Stimmt, sie ist ein bisschen soft geworden.

-ich finde nirgends informationen über trolle oder das weiße gebirge. Es ist zum verzweifeln.

schreibt keiner von euch gedichte?

gähn. Schlaf. Ich brauche schlaf.

Das lied ist schön, ich bin zu müde um einen zusammenhang mit der geschichte zu finden.

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Who can say

when the roads meet

that love might be

in your heart

And who can say

when the day sleeps

if the night keeps

all your heart

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(enya: only time)

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Es war dunkel und blieb dunkel als sie die Augen aufschlug.

Eine geschlagene Minute lang starrte sie vor sich hin und fragte sich, ob sie denn schon wirklich wach war.

Schlief sie?

Oder war sie...tot?

Möglicherweise war das hier ja der Ort, an dem schlechte Menschen nach ihrem Tod hinkamen. Ihr Kopf pochte im Rhythmus ihres Herzens, sie spürte, dass eine Hälfte ihres Gesichtes angeschwollen war.

Konnte man denn überhaupt noch etwas spüren, wenn man tot war?

Dann hörte sie plötzlich Schritte, Schatten begannen auf den durchsichtigen Wänden um sie herum zu tanzen und ein blendendes Licht erschien dort, wo ihre Füße waren.

Sekundenlang sah sie überhaupt nichts, so grell erschien ihr die ungewohnte Helligkeit.

Eine angenehm weiche, junge Frauenstimme sprach: "Bleibt ruhig Oxana, Ihr seid in Sicherheit. Die Blutjäger sind weg. Die Männer haben sie vertrieben."

Blutjäger?

Oxana blinzelte verständnislos und hob den Kopf, um die Frau ein klein wenig besser erkennen zu können.

Augenblicklich explodierte ein furchtbarer Schmerz in ihrer Brust.

Mit einem erstickten Keuchen ließ sie den Kopf wieder fallen.

Ach ja. Die Blutjäger. Silaid.

Sie erinnerte sich verschwommen an die Ereignisse der letzten Nacht. Oder war es in dieser Nacht gewesen?

"Wo...wie...wo bin ich hier?"

Die Frau beugte sich über sie und lächelte. Es war ein warmes, angenehmes Lächeln aus einem schönen Gesicht. Die Frau hatte große, dunkelblaue Augen und leicht gerötete Wangen. Lockiges, goldblondes Haar umrahmte ihr ovales Antlitz. Sie war ohne Zweifel eine Rohir, und irgendwoher glaubte Oxana sie zu kennen.

"Im Zelt der hohen Dame. Ihr wart fast zwei Stunden ohne Bewusstsein."

Zwei Stunden also. Das war weniger, als sie erwartet hatte.

Nîthiels Zelt?!

Oxanas Blick zuckte beinahe panisch umher.

Nun, das hier war zwar nicht unbedingt der Ort der Verdammnis, den sie sich vorgestellt hatte, kam ihm aber bereits sehr nahe.

"Die Blutjäger haben sie...entführt. Aber keine Sorge, man trifft bereits Vorbereitungen, ihnen zu folgen!" Die junge Frau schenkte ihr ein beruhigendes Lächeln.

Nîthiel war entführt worden.

Augenblicklich begann es hinter ihrer Stirn zu arbeiten.

Es war klar, was Rawen vorhatte: Sie würde die Beute zum Jäger locken, denn offensichtlich wusste sie nun, dass der Jäger die Beute nicht mehr länger überraschen konnte.

"Oh, entschuldigt bitte, mein Name ist Nathana. Ich bin die Frau Kearts und habe mich um Eure Wundern versorgt, als man Euch gefunden hat."

Oxana sah an sich hinab. Um ihren Brustkorb lag ein fester, weißer Verband, ihr linker Oberarm war ebenfalls bandagiert.

Nun fiel ihr endgültig wieder alles ein. Doch es war nicht viel. Sie erinnerte sich daran, das Bewusstsein verloren zu haben. Danach war sie kurz aufgewacht und hatte sich gewundert, wo denn Silaid und das Lager hinverschwunden waren und warum man sie festhielt, als sie sich vor Schmerzen aufgebäumt hatte.

Sie hatte Nathanas Gesicht gesehen, und sie glaubte sich zu erinnern, dass auch Sarnir hier gewesen war.

Danach war sie wieder ohnmächtig geworden.

"Was ist passiert? Wo sind die anderen?"

Sie richtete sich ein wenig auf, ignorierte den stechenden Schmerz in ihrer Brust, auch wenn ihr kurz Schwarz vor Augen wurde.

Nathana beobachtete sie missbilligend. "Man hat Euch am Boden liegend entdeckt, einer der Blutjäger stand über Euch und machte sich an Euren Haaren zu schaffen. Mein Mann und zwei andere haben den...das Wesen vertrieben und Euch sogleich ins nächste Zelt geschafft."

"Und was ist mit Legolas, Obhart und den anderen?"

Nathana machte ein nachdenkliches Gesicht.

"Das fand ich seltsam", murmelte sie, "denn der Kampf war sehr schnell wieder vorüber. Die Blutjäger haben sich mit auffallender Schnelligkeit wieder zurückgezogen. Dem Prinzen gelang es, einen von ihnen zu fangen. Doch als man ihn befragte, wer denn hinter all dem stände, rammte er sich einen Dolch ins Herz."

"Oh." Oxana schluckte. Langsam aber sicher begann ihr diese ganze Angelegenheit unheimlich zu werden.

Wer war dieser "Thalaron", ihr geheimnisvoller Auftraggeber? Wie mächtig war dieser Mann, dass Söldner sich für ihn opferten und ihre Kollegen verrieten? Und warum wurde sie das Gefühl nicht los, dass Legolas aus einem anderen Grund als Untreue beseitigt werden sollte?

Nathana streckte plötzlich ihren Arm aus und zwang sie sanft, sich wieder flach auf die zahlreichen Felle und Decken zu legen.

"Ihr braucht jetzt viel Ruhe. Mindestens eine Eurer Rippen ist gebrochen und es kann sein, dass noch mehr in Euch zerbrochen ist. Versucht zu schlafen. Ich werde gehen und etwas Heiltee für Euch zubereiten, der Euch tief und ruhig schlafen lässt."

Damit stand sie auf und verließ geduckt das Zelt. Die Lampe ließ sie am Boden stehen. Oxana wartete, bis Nathanas Schritte verklungen waren, dann fischte sie mit zusammengebissenen Zähnen nach dem Licht und hielt es in die Luft.

Der schwache Schein enthüllte verschiedenste Gegenstände in dem kleinen Zelt: Ein vollgepackter, verschnürter Rucksack, der beinahe platzte, eine lederne Tasche, ein kleines Holzkistchen.....

Oxana streckte die Finger nach dem Kistchen aus und zog es näher.

Vorsichtig öffnete sie es und staunte über dessen Inhalt: Drei winzige, silberne Döschen mit eingravierten Verzierungen, zwei blaue Fläschchen mit duftender Flüssigkeit darin, Armbänder, Ringe, Halsbänder. Sie suchte nach dem grünen Collier, doch wie es schien legte die Elbe das Teil selbst Nachts nicht ab.

Neugierig öffnete sie eines der silbernen Döschen und hielt es näher an die Lampe. Es beinhaltete eine schwarze, fettigglänzende Paste, die sich leicht auf den Fingern verreiben ließ. Das musste wohl Nîthiels Aufstrich sein, der ihr stets das Aussehen einer bösen Hexe verliehen hatte. Oxana tauchte einen Finger tief in die dunkle Schmiere und zeichnete damit einen Kreis auf ihren Handrücken.

Jemand kam.

Oxana erschrak furchtbar, warf das Döschen achtlos in die Kiste zurück, klappte diese zu und schaffte es gerade noch, sie etwas von sich fort zu schieben, bevor die Zeltplane aufgeschlagen wurde und Sarnir eintrat.

"Alae! Nathana sagte mir, dass du wach bist!" Er lächelte erfreut und ließ sich neben ihr auf die Knie fallen. "Ich musste noch die Verletzungen einiger anderer verbinden, bevor ich nach dir sehen konnte. Nathanas Neffe, der Sohn ihrer Schwester, wurde von dem Blutjäger niedergeschlagen, der dich so zugerichtet hat. Es geht ihm nicht sehr gut. Wenn wir Pech haben, wird er den Tag nicht überleben. Legolas macht sich große Vorwürfe deswegen."

Silaid hatte den Jungen niedergeschlagen? Es war ein Wunder dass er überhaupt noch am Leben war!

"Wie geht es dir?"

"Es geht schon wieder", antwortete Oxana wahrheitsgemäß. Es war seltsam, doch sie fühlte sich tatsächlich besser als noch vor wenigen Minuten. "Deine Palúrien - Blätter scheinen Wunder zu wirken".

Der Ausdruck im Gesicht des Elben wurde schlagartig ernst. Hatte sie etwas Falsches gesagt?

"Darüber wollte ich ohnehin noch mit dir sprechen", meinte er und zog die Decke weg, die ihre Beine bedeckte. Oxana begriff nicht was er vorhatte, als er nach ihrem Bein griff und einer genauen Musterung unterzog.

"Dürfte ich fragen was das soll?", fragte sie ärgerlich, als er plötzlich auch noch begann, sanft über ihre Wade zu streichen.

"Bei Palúrien Yavanna selbst, das ist wirklich erstaunlich". Er sah kopfschüttelnd auf und griff nach der Lampe, um ihr zu zeigen, was er meinte.

Oxana starrte auf ihr Bein. "Was ist damit?", Antwortete sie dumpf, "ich sehe nichts!"

Sarnir lachte leise. "Das ist es ja gerade!", rief er, "deine Verletzungen! Die, die du dir bei dem ersten Angriff der Söldner zugezogen hast! Sie sind vollständig verheilt- nicht eine Narbe ist noch zu sehen!"

Oxanas Kinnlade klappte nach unten. Er hatte Recht. In den letzten Tagen hatte sie völlig auf die Verletzung vergessen, sie hatte weder geschmerzt noch hatte sie sich entzündet. Es war ihr klar gewesen, dass sie gutes Heilfleisch hatte. Aber SO gutes....?

"Ich habe noch nie gesehen, dass sie Blätter bei einem Menschen eine solche Wirkung zeigen!", lachte Sarnir, ganz der Arzt und Wissenschaftler. "Wirklich erstaunlich! Bist du sicher, dass kein elbisches Blut in deinen Adern fließt?"

Oxana schnappte nach Luft. "Also hör mal!", motzte sie beleidigt, "das geht nun wirklich zu weit! Eure Elbenmagie scheint eben bei mir besser zu wirken als bei manchen anderen, na und? Das heißt nicht, dass einer meiner Vorfahren spitze Ohren hatte!"

Sarnir zuckte mit den Schultern. "Nun, vielleicht hast du ja Recht. Wahrscheinlich ist es wirklich bloß ein reiner Zufall."

Schweigen. Unangenehmes Schweigen, das viele unangenehme Gedanken hervorrief.

Elben in ihrer Verwandtschaft? Unsinn! Ihre Eltern stammten aus Ithilien und waren beider mit absoluter Sicherheit Menschen gewesen. Jawohl, menschlichere Menschen hatte es nie gegeben! Ein fast kindischer Trotz stieg in ihr auf. Sie eine Elbe? Pah! Ja, natürlich. Am Ende war sie gar noch mit Legolas verwandt... . Also wirklich, mit so etwas scherzte man nicht!

Sarnir stand auf. "Ruh dich aus! Die anderen werden später noch einmal kurz vorbeisehen, bevor wir gehen."

"Ihr folgt ihnen?"

Sarnir nickte. "Wir brechen in einer Stunde auf. Leider können wir dich nicht mitnehmen, auch wenn deine Verletzungen sehr gut und schnell heilen."

Oxana nickte. Erleichterung machte sich in ihr breit.

Sie war frei.

Endlich.

Als Sarnir gegangen war, lachte sie leise und atmete tief durch.

Osgiliath, ich komme, dachte sie grinsend.

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Während sie still dalag und dem Rat Sarnirs Folgen zu leisten versuchte, wurden draußen zunehmend Stimmen lauter.

Pferde wieherten, Leute stapften draußen am Zelt vorbei. Zu diesem Lärm gesellte sich zusätzlich das entfernte Grollen der Dämmerung. Schnell verwandelte sich die undurchdringliche Dunkelheit in ein dunkles Grau und Oxana beobachtete schwarze Schatten an der Zeltplane tanzen.

Draußen herrschte Unruhe, und obwohl sie müde war und sich den Schlaf herbeisehnte, ergriff sie auch von ihr Besitz. Nathana kam, reichte ihr eine Schale herben Tee, von dem sie aber nur wenige Schlucke nahm und ihn wegstellte, sobald die Rohir das Zelt wieder verlassen hatte.

Ihr war nicht danach, sich von irgendwelchen Kräuteressenzen einschläfern zu lassen.

Stattdessen sammelte sie all ihren Mut, versuchte, nicht an den Schmerz zu denken und stand auf.

Es war nicht halb so schlimm, wie sie befürchtet hatte.

Sie bückte sich nach ihren Kleidern, die zusammengeknüllt am Eingang lagen und zog nacheinander Hemd, Hose, Kleid und Stiefel an. Sogar die ledernen Armschoner legte sie an. Wasser war keines in dem engen Zelt, und so rieb sie sich den Schlaf mit den Fingern aus den Augen und kämmte anschließend damit ihr zersaustes Haar.

Dabei fiel ihr auf, dass ein guter Teil davon fehlte. Silaid hatte ihre Haarlänge etwa um die Hälfte reduziert, indem er ihren Zopf abgeschnitten hatte. Wussten die Götter welchen Sinn der Halbork in dieser Aktion gesehen hatte- nun ja, wenigstens waren ihre Augen noch da.

Vorsichtig spähte sie nach draußen. Das Lager war im Begriff zu erwachen, einige Leute bauten Zelte ab und luden Gestänge und Planen auf die Wagen, andere tränkten die Pferde.

Dort, wo am Vortag das Feuer entzündet worden war, standen eine Handvoll Männer, die sich lautstark unterhielten. Oxana erkannte Legolas und Sarnir darunter und war sich fast sicher, dass auch Obhart , Colen und seine Söhne dabeistanden.

Sie zögerte nach draußen zu treten.

Ein ungutes Gefühl begann sich in ihrer Magengegend auszubreiten, als sie die Männer sah. Gar nicht weit entfernt von ihnen wurden die Pferde der Elben gesattelt und aufgezäumt. Offensichtlich wurden Vorbereitungen für einen längeren Ritt getroffen. Sie sollte besser im Zelt warten bis sie verschwunden waren. Andererseits... sie wollte wissen, was ihre alte Reisegruppe vorhatte.

Nun, was sollte schon passieren? Die Männer würden sie kaum mitnehmen, in ihrem Zustand.

Selbstsicher richtete sie sich auf und marschierte auf die Männergruppe zu.

Obhart bemerkte sie als erster, denn er sah direkt in ihre Richtung.

In seinem Gesicht mischte sich Verwirrung mit Entsetzen, als er sie erblickte.

Jegliche Gespräche verstummten, diejenigen, die ihr den Rücken zuwandten, drehten sich überrascht zu ihr um. Auch in ihren Mienen spiegelte sich Schreck wieder.

Zwischen Oxanas Augen entstand eine tiefe Falte. Sie griff sich ins Haar und strich sich ein paar Strähnen aus dem Gesicht.

Als sie heran war, fragte sie ärgerlich: " Was habt ihr erwartet? Dass mir der Söldner einen hübschen Haarschnitt verpasst hat? Warum starrt ihr so?!"

Obhart begann übers ganze Gesicht zu grinsen, biss sich auf die Lippen. Sarnir starrte wieder einmal zur Seite, damit sie sein Gesicht nicht sehen konnte.

Einige der Rohirrim taten es ihm gleich, andere starrten sie noch immer ungläubig an.

Legolas räusperte sich, entschuldigte sich bei den Männern und ging mit ihr ein Stück beiseite.

Oxana machte ein trotziges Gesicht. "Du brauchst gar nicht erst versuchen, mich wieder ins Zelt zurückzuschicken. Bei dem Lärm, den ihr hier draußen veranstaltet, kann man einfach nicht schlafen. Außerdem möchte ich wissen was ihr vorhabt. Ich..."

"Hier!"

Legolas nahm ein Schild, das an einem Wagenrad lehnte und hielt es ihr hin. In dem mittleren Teil des Schildes, der aus Metall bestand, konnte Oxana ihr Spiegelbild sehen.

Ein rothaariger Silaid grinste ihr daraus entgegen.

Peinlich.

Peinlich!

Bei allen Göttern, was für eine Blamage.......

Irgendwie hatte sie wohl darauf vergessen, dass noch immer Schminke an ihren Fingern klebte. Nun hatte sie sich das Zeug ungewollt um die Augen und auf die Nase geschmiert. Zusätzlich war ihr Gesicht übersäht von prächtig schillernden, blauen, grünen und roten Schwellungen und Abschürfungen.

Ihre abgesäbelten, roten Haare, die wie züngelnde Flammen ihr Gesicht umrahmten gaben ihrer abschreckenden Erscheinung den letzten Schliff.

Kein Wunder dass die Männer so gestarrt hatten.

Hastig drehte Oxana der Gruppe den Rücken zu und begann sich die Farbe vom Gesicht zu reiben.

Als das Ärgste verwischt war, drehte sie sich mit steinernstem Gesicht zu Legolas um.

Ihre Ohren glühten noch immer vor Schamgefühl, doch sie war zu stolz, um auch nur eine Miene zu verziehen. Sie hasste es, wenn man sie auslachte. Und sie würde es ganz besonders hassen, wenn dieser Elb sie auslachte.

Glücklicherweise schien er im Moment Wichtigeres im Sinn zu haben.

"Sarnir sagte, deine Verletzungen heilen wunderbar schnell", meinte Legolas. Sein Blick glitt ihren Körper hinab. Wieder wurde ihr heiß. Sie räusperte sich unruhig.

"Och", winkte sie ab, "er übertreibt. Ich brauche mindestens noch drei Tage Bettruhe".

Sie hustete kurz, schniefte, blinzelte und lächelte angeschlagen .

Dann klopfte sie auf ihre Schulter und verzog den Mund. "Sie tut verdammt weh".

Legolas warf einen kurzen Blick auf die Männer hinter sich, die noch immer abwartend zu ihnen hinsahen.

Dann nahm er sie an der Hand und führte sie hinter einen der Wagen, sodass die Männer sie nicht mehr sehen konnten.

Er blieb vor ihr stehen und blickte eindringlich in ihre Augen.

"Wer ist hinter mir her?", fragte er.

Oxana hielt seinem Blick nur für wenige Sekunden stand, dann starrte sie an ihm vorbei auf die wenigen Pferde, die noch friedlich auf den grauen Hügeln grasten.

"Ich weiß es nicht", antwortete sie flach.

Legolas schwieg für einige Sekunden. Dann atmete er tief durch.

"Du kannst es mir ruhig sagen. Verrate es mir und unsere Wege werden sich hier trennen. Ich kenne dein Geheimnis, doch ich verspreche , es für mich behalten. Vorrausgesetzt, du sagst mir, wer den Auftrag gab, mich zu töten."

"Ich weiß es nicht", wiederholte Oxana dumpf, "und nun lass mich. Ich fühle mich nicht gut. Ich sollte mich hinlegen."

Sie drehte sich um, um zu gehen, da packte sie der Elb mit ungekannter Heftigkeit an den Schultern und riss sie herum.

Oxana sog schmerzhaft Luft ein und erschrak zugleich.

"Hör auf mit diesem Unsinn!", Zischte der Elb und seine Augen funkelten zornig, "warum schützt zu sie? Sieh dir an, was sie mit dir gemacht haben, deine FREUNDE! Du bist blind, wenn du nicht siehst, dass sie dich verraten haben!"

Oxana schlug seine Arme von ihren Schultern und blitzte ihn böse an.

"Du weißt nicht, was sie für mich getan haben!", fauchte sie aufgebracht, "du hast keine Ahnung von mir oder von dem, was ich durchgemacht habe! Du nennst mich blind? Sieh dich doch selbst an! Läufst einer Frau hinterher, die du nicht einmal liebst!"

Sie biss sich auf die Zunge.

Verdammt, warum ließ sie sich von diesem dämlichen Elben immer wieder aus der Fassung bringen? Er brachte sie dazu, Dinge zu sagen, die sie nicht sagen wollte.

Und vor allem: Er brachte sie dazu, Dinge zu denken, die sie nicht denken sollte.

Legolas schwieg. Seine Augen waren dunkel, sein Gesicht ausdruckslos.

Dann nickte er langsam.

"Nun gut. Du willst mir nicht sagen, wer mich töten will und meine Verlobte entführt hat? Dann werde ich dich dazu bringen, es mir zu sagen."

Oxana lachte abfällig. "Willst du mir etwa drohen?"

Er schüttelte den Kopf. "Komm mit."

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Die Männer starrten den Prinzen fassungslos an.

Obhart räusperte sich.

"Hoheit...ähm...entschuldigt, aber ich halte das für eine schlechte Idee."

Einige nickten und murrten zustimmend.

Oxana nickte am heftigsten.

"Eine sehr , sehr schlechte Idee", wiederholte sie zustimmend, "sehr schlecht und sehr undurchdacht. Ich werde euch doch alle bloß aufhalten! Außerdem bin ich doch eine Frau und..."

"Du reitest mit".

Oxana blinzelte. So kannte sie ihn nicht. So befehlerisch und streng. Die Endgültigkeit in seiner Stimme brachte selbst sie für einige Momente zum Schweigen.

Nicht aber Obhart.

"Hoheit, sie ist verletzt! Meiner Meinung nach wäre es besser wenn..."-

-"HABE ICH DICH ETWA NACH DEINER MEINUNG GEFRAGT?"

Die Rohirrim sahen einander erschrocken an, beobachteten die Blicke, die zwischen Prinzen und Schiffführer gewechselt wurden.

Schließlich senkte Obhart gehorsam den Kopf und widersprach nicht weiter.

Oxana starrte Legolas fassungslos an. Für einige Sekunden war sie sprachlos. Dieser Elb glaubte doch tatsächlich, dass er ihr Vorschriften machen konnte!!!!

Das war doch grotesk!

Die einzige Möglichkeit, sie dazu zu bewegen, Nîthiel zu folgen, bestand darin, sie gefesselt und geknebelt hinterher zu schleifen.

Nicht im Traum dachte sie daran diesem Selbstmordkommando beizutreten! Da konnte sie sich stattdessen doch gleich die Raurosfälle hinabstürzen, dann würde ihr Tod wenigstens kurz und schmerzlos werden!

"Nein".

Legolas blinzelte und sah sie an, als hätte er sie erst jetzt bemerkt.

"Ach?"

Sie nickte heftig und reckte kampflustig das Kinn.

"Nein. Ich werde nicht mitkommen. Ich WEIGERE mich mitzukommen."

Legolas' Augenbrauen wölbten sich. Als er ansetzte, etwas zu sagen, unterbrach ihn Sarnir:

"Prinz, verzeiht, aber welchen Sinn hätte es, sie mitzunehmen?"

Legolas' Gesichtsausdruck veränderte sich. Er begann gemein zu grinsen.

Oxana lief ein kalter Schauer über den Rücken. Ein böse grinsender Elb war kein gutes Zeichen, oh nein.....

Er hatte etwas vor. Sie sah es in seinen Augen. Da war etwas! Er würde doch nicht..?

"Sie weiß als einzige, wohin die Blutjäger Nîthiel bringen werden."

Oxana erbleichte.

Einige der Männer begannen unruhig zu murmeln, warfen ihr misstrauische Blicke zu.

Sie starrte Legolas' an.

"Und wenn du nicht mitkommst werden sie auch erfahren WOHER du es weißt", stand in seinen Augen geschrieben.

Dieser Bastard.

Dieser hinterhältige, verruchte, böswillige, arglistige ......

Er konnte doch nicht...! Das war doch nicht fair!!!

Er erpresste sie!!!!!

"Und woher weißt du das? Von deinem Onkel im grauen Gebirge?"

Oxana zuckte unter Obharts scharfzüngigen Worten zusammen wie unter Peitschenhieben.

Ihr Blick irrte unruhig umher. Plötzlich verspürte sie das dringende Verlangen sich umzudrehen und zu laufen, laufen, laufen....

Aber da stand zufälligerweise auf einmal Sarnir ein Stückchen neben und gleichzeitig hinter ihr und eine Flucht war somit aussichtslos. Zufall?? Ahnte er etwas??

Wenn die Rohirrim herausfanden, WER sie in Wirklichkeit war, würden sie ihr kaum mehr Zeit geben, ihre Unschuld zu beteuern. Nathanas Neffe lag im Sterben, und die Leute brauchten einen Schuldigen. Sie würden sie vermutlich lynchen.

Von einem Moment auf den anderen schien sich alles und jeder gegen sie verschworen zu haben. Schweiß trat auf ihre Stirn. Sie ballte die Hände zu Fäusten.

"Nun gut, ich werde euch begleiten", presste sie mit bebender Stimme hervor und rang sich ein falsches Lächeln ab. Obharts Frage ließ sie unbeantwortet, was den Argwohn der Rohirrim zusätzlich verstärkte.

"Gut", lächelte Legolas kühl. "Dann sag Nathana, sie soll dir das Nötigste zusammenpacken. Sarnir- du wirst ihr dabei behilflich sein."

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Wie sie diesen Elben hasste. Zitternd vor Wut drehte sie sich um und ging.

Legolas warf ihr einen zornig- verwirrten Blick nach.

Er wusste selbst nicht so recht, warum er das getan hatte.

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N a c h w o r t : Ohoh, ich glaube, Legolas ist nun extrem unsympathisch und gemein. Ich hab noch so viele Ideen, aber zur Zeit tun mir die Finger weh und ich kann nicht mehr. Ich muss noch BU lernen. Ich wird es auch nicht mehr durchlesen, darum sry für viele fehler.

Freuet euch auf das nächste Kapitel, denn es wird lang!

Und DANKEEEEEEEEE für eure tollen Reviews!!!

MEHR DAVON!!!!!!!! ;-)))))