„Elena?"

Na wenn das mal nicht Stefan war…

Oh, er würde mich dafür hassen, dass ich hier war.

„Hey Schatz!

Hier bin ich wieder.

Und?

Hast du dich einsam gefühlt?", fragte er fürsorglich.

‚Nein, ich war ja da.', antwortete ich in Gedanken ironisch und wollte mich wieder meinem Buch widmen.

Doch als sie nicht nach unten gingen und ich sie weiter hören konnte, legte ich es weg, denn das hatte keinen Sinn.

Lieber lauschte ich ein wenig…

„Ist was?"

Sie war also immer noch bedrückt.

Verdammt!

Schien so, als hätte ich ihr Leben ganz schön durcheinander gebracht…

„Er ist hier.", sagte sie und das klang richtig mechanisch und monoton!

„Er?

Wen meinst du?

Elijah?

Klaus?

…wen meinst du, Elena?"

Ha, der hatte wirklich keine Ahnung!

Schnell schlich ich zur Tür:

Jetzt oder nie!

Ich öffnete und lehnte mich dann lässig gegen den Türrahmen.

Sofort bewegte sich drüben war.

Dort stand ebenfalls die Tür offen, weshalb ich - den auf alles vorbereiteten und unwissenden - Stefan schon sah, als er sich von Elena wegdrehte und seinen Kopf in Richtung Tür streckte.

„Surprise!

Surprise!", rief ich belustigt und strahlte voller Schalk in seine vor Unglauben und Verwunderung weit geöffneten Augen.

„D-Damon?", stammelte er.

Sah ich da Abneigung in seinem Blick?

Störte ich ihn etwa auch?

Was wollte ich dann überhaupt noch hier…

„Bruder!"

Er kam auf mich zu und fing dann doch an, zu lächeln, als er auf mich zukam und mir freundschaftlich auf die Schulter klopfte: „Man, endlich hört man mal was von dir!

Wie lange ist es her?

2 Jahre?

Wir dachten schon, du wärst mit irgendeiner Schlampte durchgebrannt!"

Wie bitte?

Meine Mundwinkel rutschten um mehrere Etagen tiefer und ich wusste nicht, warum, aber mein Blick ging sofort zu Elena, die beschämt den Kopf weg drehte.

Sie hatte das erzählt?

Und deshalb wurde ich einfach abgeschrieben?

Gut, vielleicht war das mal gar nicht so abwegig gewesen, denn ich schleppte ja doch gern die Nächstbeste ab, aber jetzt?

Seit ich wusste, wie ich für Elena empfand, versuchte ich, mich zurück zu halten, weil ich mich immer ein wenig schlecht fühlte, wenn ich mich mit einer anderen vergnügte.

So viel Spaß er auch machte, es war mir danach immer, als hätte ich jemanden betrogen.

Und vor allem Elena müsste wissen, dass ich mir kein Mädchen für immer nahm, das ich nur benutzen und anzapfen konnte, wenn ich es manipulierte.

Ich wollte nur eine, für immer, und es musste echt sein!

Es sei denn, sie hielt mich noch immer für ein hinterhältiges, verlogenes Arschloch.

Aber nach allem, was passiert war, konnte das eigentlich nicht stimmen.

Es sei denn, sie wollte, es wäre nie passiert…