Mit geschlossenen Augen wartete ich auf eine Antwort, während ich träumend seinen nun schon etwas flacheren Atemzügen lauschte.
Ich wusste nicht, ob er antworten würde, ohne wieder zu lügen, doch er würde versuchen, sich herauszureden, das war klar.
„Das ist die Wahrheit.", sagte er fest.
Eigentlich war mir jetzt danach, laut los zu lachen, denn das ich damit wirklich Recht hatte war ja doch lustig.
Ernsthaft, ich hätte nicht gedacht, dass er so berechenbar war.
„Du brauchst dir keine Mühe geben, Damon.
Sag es einfach."
Auch wenn ich es nicht sehen konnte, glaubte ich zu wissen, dass er jetzt die Augen verdrehte.
Wenigstens ein genervter Ausdruck musste sich auf sein Gesicht gestohlen haben, weil er plötzlich stöhnte.
Ich würde nicht locker lassen, jetzt nicht mehr.
„Ich war nie im Casino.", flüsterte er dann und es klang richtig schuldbewusst.
„Keine Casinos also?"
Ich schielte schräg nach oben und sah, wie er den Kopf schüttelte.
„Und ich war auch in keiner Bar."
Jetzt hob ich – für ihn sichtbar – den Kopf und sah ihm ernst und direkt in die Augen: „Keine Casinos und keine Bars?"
„Keine Casinos und keine Bars."
Er schien sich wirklich ein wenig zu schämen, denn er senkte den Blick so tief, dass es mir selbst, wenn ich mich wieder ganz eng an seine Brust lehnen würde, unmöglich wäre, in seine Augen zu sehen.
Ich seufzte tief und fragte mich, was noch alles gelogen war.
Scheinbar alles.
„Und was ist mit New York?", fragte ich ihn dann leise und konnte mir schon fast denken, dass er das jetzt auch wieder berichtigen würde.
Doch statt es einfach zuzugeben, hob er den Kopf wieder und offenbarte mir seine Augenbrauen, die er tief ins Gesicht gezogen hatte.
„Ich war in New York!"
"Ja und was wolltest du da?", fuhr ich ihn an und merkte, wie sich dieses Gespräch langsam aber sicher zu einem Streit entwickelte.
Natürlich – wie sollte es auch anders sein – stieg er sofort darauf ein: „Hat dich das zu interessieren?
Ich denke nicht!"
Das wir uns noch immer so verdammt nah waren, ließ meinen Körper scheinbar glauben, dass wir uns in eine ziemlich leidenschaftliche Richtung entwickelten denn mein Herzschlag beschleunigte sich bei dem bloßen Gefühl seines Atems in meinem Gesicht.
Allerdings war mir gerade gar nicht nach heftig klopfenden Herzen und Frühlingsgefühlen!
„Warum kannst du es mir nicht einfach sagen?", brüllte ich und ließ ihn los.
So, wie es aussah, war das für heute das Ende eines romantischen Abends!
…romantisch?
Was zum Teufel…?!
Als er auch nach einiger Zeit nichts sagte, schüttelte ich enttäuscht den Kopf.
Es war mir egal, wie verzweifelt er mir gleich nachsehen würde, denn anders verstand er es ja scheinbar nicht!
Es tat mir zwar Leid, aber das änderte nichts.
Mit einer unbrechbaren Entschlossenheit drehte ich mich herum und wollte weg laufen, doch er hielt mich fest.
Seine Hand packte meinen Oberarm und umgriff ihn so fest, dass kein Blut mehr fließen konnte.
Mit einer ruckartigen Bewegung drehte er mich zu sich herum.
Er beugte sich zu mir herunter und sah mir fest in die Augen: „Ich bin wegen dir gegangen, okay!"
Das hatte er geschrieen und das Anklagende in seiner Stimme erschreckte mich zutiefst!
„Ich bin abgehauen, weil ich es nicht mehr ausgehalten hab, zuzusehen, wie du und Stefan ein schönes Leben hattet!
Ihr habt ja nur noch zusammen gehangen und mir wurde jeden Tag noch mehr klar, dass ich dich verloren hatte.
…und das war zu viel.
Ich bin gegangen, um dich zu vergessen und mich mit irgendwelchen Frauen abzulenken, aber ich konnte nicht.
Ich konnte es einfach nicht!
Und weißt du auch, warum? – Wegen dir!"
Wie wird Damon auf Elenas Geständnis reagieren?
Ich poste nun schon seit ein paar Tagen hier meine Kapitel und dazu noch separate OneShots, aber bisher hat sich leider noch niemand dazu geäußert. Ich habe mich auf dieser Seite angemeldet, um meine Geschichten noch weiter zu verbreiten und sie mehr Lesern zur Verfügung zu stellen – nur möchte ich nicht nur, dass sie gelesen werden, sondern auch, dass man sie beurteilt. Ich möchte hier Gefühle darstellen und sie durch meine Worte auf Leser übertragen, deshalb würde ich mir wünschen, dass das auch umgekehrt passiert. Ein kleines Review mit einer Meinung/Äußerung/Kritik/Anmerkung jeder Art hat noch niemandem geschadet, sondern kann besonders mir sehr von Nutzen sein. Deshalb bitte ich darum, dass ihr nicht nur Gäste meiner Geschichten und Seiten seid, sondern dass ihr auch aktiv daran teilnehmt und mich somit weiterbringt – stil- oder auch storytechnisch. Vielen Dank. :)
