„Weil du in meinem Kopf hingst und einfach nicht weg gegangen bist!

Und das ist auch der Grund, warum ich wieder gekommen bin – für dich."

Verwirrt sah ich zu ihm auf und plötzlich war mein Mund unglaublich trocken.

Hatte ich mich wirklich jemals gefragt, ob er mich noch liebte?

Er tat es, und zwar genauso sehr wie früher, wenn nicht sogar mehr.

Und warum war mir das nicht egal?

Weil ich…

Jeglichen weiteren Gedanken verbot ich mir.

Als er mich losließ, nutzte ich die Chance und machte meiner Wut Platz, darüber, dass er immer erst zur Wahrheit aufgefordert werden musste: „Und warum kommst du damit nicht früher?

Du hast nichts gelernt, Damon, gar nichts!", fuhr ich ihn an und ging dann davon.-

Die schreckliche Enttäuschung in seinen Augen über die Grausamkeit meiner Worte würde ich wohl nie wieder vergessen…


EINIGE TAGE SPÄTER AUF EINEM BERG IN DER NÄHE VON MYSTIC FALLS, VON DEM AUS MAN EINE PERFEKTE SICHT AUF DIE UNTERGEHENDE SONNE HAT…


Elenas PoV

„Es ist wunderschön hier, Stefan…", schwärmte ich und schloss die Augen, um meinen Kopf dem letzten bisschen Wärme entgegen zu strecken.

Doch die Sonne verzog sich schneller, als mir lieb war und so hob ich schon bald wieder meine Lider, um am Horizont nach der verschwundenen Helligkeit Ausschau zu halten.

Aber wie erwartet fand ich sie nicht mehr.

„Es ist ein besonderer Ort.

Kannst du dich noch daran erinnern, als wir das letzte Mal hier waren?

Ich wollte dir einen schönen Tag bescheren, solange du noch ein Mensch warst.", sagte er, während sein Blick in die Ferne gerichtet war.

Ich lächelte und sah ihn an: „Natürlich erinnere ich mich!

Wie sollte ich einen solchen Tag vergessen?"

Wie sollte ich vergessen, dass mir Stefan an diesem Ort gesagt hatte, dass Damon mich liebte?

Laut sprach ich das nicht aus, natürlich nicht.

Immerhin wusste ich nur zu gut, warum wir hier waren!

Doch ich hoffte noch immer, dass der Grund ein anderer war.

„Elena, ich liebe dich.", erklärte er sanft und wandte sich zu mir um.

Ich zog meine Mundwinkel schwerfällig nach oben, als er meine Hände in seine nahm: „Noch nie habe ich so viel für jemanden empfunden, wie für dich, so lang mein Leben auch war."

Gott, bitte nicht!

Nicht jetzt, nicht hier, nicht heute!

Ich wollte ihm nicht wehtun!

Ich liebte ihn doch…

„Ich liebte dich vom ersten Augenblick an und ich werde dich auch bis zum Letzten lieben."

Er seufzte tiefgründig und mir wurde immer schwerer ums Herz.

„Und weil ich weiß, dass es nie dein Wunsch war, so zu werden wie ich, werde ich das akzeptieren.

Auch, wenn es das Schwerste sein wird, zuzusehen, wie du stirbst…

Ich möchte dich nicht drängen und du sollst wissen, dass es für mich keinen Unterschied machen würde.

Ich will mit meinem Egoismus nicht alles zerstören, ich…" …möchte nicht wie Damon sein?

Sollte der Satz so enden?

Sicher sollte er das!

Und in dem Moment war ich wieder abgrundtief von ihm enttäuscht…

Er sah auf unsere Hände, dann wieder in meine Augen.

Erst dann schien er Worte zu finden: „Und um dir zu zeigen, dass es mir egal ist, was du bist, möchte ich dich fragen…"

Er ging vor mir auf die Knie und holte ein kleines Etui aus seiner Jackentasche.

„Willst du meine Frau werden, Elena Gilbert?", fragte er und sah zu mir auf.

Mir gefror das Blut wie auf Anhieb in den Adern, obwohl ich es gewusst hatte.

Ich hatte es die ganze Zeit gewusst!

Er öffnete das schwarze Kästchen und offenbarte mir einen Ring, der so traumhaft schön war, dass ich hätte weinen können.

…aber ich tat es nicht.

Denn nichts anderes als Damons Geständnis war in meinem Kopf und hinderte mich daran, das zu sagen, was ich sagen sollte.

„Nein.", meinte ich entschlossen und spüre die Tränen in meinen Augen aufsteigen.


Bleibt Elena bei ihrer Entscheidung? Und wie reagiert Stefan?