Von seltsamen Schwüren

Liebe Leser und Leserinnen! Ich habe gerade großen Spaß am Schreiben und habe Stunden damit zugebracht, mir das Ende der Geschichte zusammenzubauen. Ich bin sehr gespannt, wie es euch gefallen wird. Ich freue mich immer über Reviews!

Lg, Conna


Aus einem Teich erhebt sich ein Schmetterling

An einem Strom verlässt eine Schlange einen Felsen

So ist das Leben, so ist das Leben

(aus einem alten elbischen Lied)


„Es ist also keine Hochzeit".

„Es ist eine Hochzeit. Nur keine…richtige."

„Also keine Hochzeit."

Oxana stieß einen fast schon tierischen Laut aus, etwas, das einem Jaulen schon sehr nahe kam, aber auch etwas von einem Grunzen hatte. Dieser Mann war im Begriff, ihr die wenigen Nerven, die sie noch besaß, endgültig zu rauben.

Legolas sprang nun endlich als Vermittler ein. Sanft legte er eine Hand auf ihre Schulter und schaffte es irgendwie, sie gleichzeitig ein wenig von dem Mann wegzuziehen, bevor er wesentlich ruhiger als sie, aber dennoch harscher als gewöhnlich, begann, dem jungen Zeremonienmeister erneut die Sachlage zu erklären.

Aus irgendeinem unerfindlichen Grund hatte Oxana es für eine gute Idee gehalten, einen äußerst jungen Amtsträger für ihre Zwecke einzuspannen, wahrscheinlich mit der Annahme im Hinterkopf, dass dieser etwas flexibler und unkonventioneller an die Sache herangehen würde als ein älterer Kollege. Nun war aber klar, dass sie sich kräftig geirrt hatten. Noch selten war Oxana einem dermaßen aufs Protokoll versessenen, unnachgiebigen Beamten begegnet. Sie hätten sich einfach einen der Ältesten aus den umliegenden Dörfern holen sollen, die üblicherweise Hochzeiten, Begräbnisse und andere Rituale abhielten. Stattdessen mussten sie sich nun am Morgen der Hochzeit mit den Haarspaltereien dieses Bürokraten herumschlagen.

„Die Sache ist die", erläuterte dieser jetzt gewichtig, seine Handflächen zeigend wie zum Beweis, dass nicht er, sondern die Gesetzeslage das Problem war, „wenn ich euch verheiraten soll, dann muss ich mich an die hier üblichen Protokolle halten. Und das Protokoll besagt, dass ihr eure Namen unter diese Urkunde setzt." Er wies auf die frisch angefertigten Schriftrollen, die er mit in die Gaststätte gebracht hatte. „Ein offizielles Dokument, das euren Bund besiegelt. Zumindest darauf muss ich bestehen. Auf die Aufteilung der Güter können wir auch später noch zurückkommen, auch wenn es mir sauer aufstößt, solche Ausnahmen zu machen."

„Das ist doch völliger Schwachsinn! Wir sind nicht einmal Bürger dieser Stadt. Er"- Sie stieß ihren Zeigefinger in Legolas' Schulter, der dies mit einem kritischen Stirnrunzeln über sich ergehen ließ „ist ein Prinz. Er ist nicht einmal ein Mensch. Wir unterliegen nicht der Rechtsprechung dieser Gegend. Nicht im Mindesten."

„Das macht keinen Unterschied und ich habe euch bereits erläutert, warum", blaffte der dunkelhaarige Mann, dem vermutlich noch nicht einmal Haare auf der Brust sprossen, mit gleichgültiger Miene zurück.

„Oxana, es sind nur unsere Namen auf einem Stück Papier". Legolas hatte offenbar beschlossen, nicht weiter gegen diese Granitwand von einem Beamten zu laufen.

„Das ist meine Hochzeit. Alles, was ich brauche, ist jemand der die Gäste begrüßt, ein paar nette Verse aufsagt und einen Schal um unsere Hände schlingt. Wenn er hier das nicht machen will, dann suchen wir uns eben einen anderen."

„Das ist unsere Hochzeit", legte Legolas dagegen, "und ich bezweifle, dass wir um diese Zeit noch jemand anderen auftreiben können". Der Beamte nickte selbstgefällig und verlor damit endgültich jegliche Sympathien, die Oxana je für ihn gehegt haben war Dior or Deor oder so ähnlich und er schien es für notwendig zu halten, den Worten des Prinzen noch etwas hinzuzufügen: „Und selbst wenn Ihr jemanden findet- es gibt gewisse Regeln, an die sich alle Bewohner dieser Stadt zu halten haben."

Oxana blinzelte irritiert. Genau dasselbe hatte er vor ein paar Minuten schon gesagt. Die Unterhaltung mit diesem Menschen schien sich in einer Endlosschleife verfangen zu haben. Überraschenderweise verrauchte ihre Wut und machte einer tief greifenden Frustration Platz. Das hier war nichts als eine Verschwendung von Atemluft. Ihre Schultern sackten resignierend nach unten.

„Na gut. Was auch immer. Wo soll ich unterschreiben?"


Die Stadtverwaltung hatte es sich nicht nehmen lassen, einige ihrer Wachen um die Markthalle aufstellen zu lassen, obwohl sie offiziell niemand von der Zeremonie in Kenntnis gesetzt hatte. Für Oxanas bedeutete jeder Bewaffnete eine zusätzliche Gefährdung ihres Vorhabens, doch sie hatte es aufgegeben, sich gegen die Freundlichkeit der Stadtbewohner zu stellen.

Auch die Anzahl der Gäste, die am Ort der Trauung selber anwesend war, war wesentlich höher als beabsichtigt. Neben Leriel, der als so etwas wie ihr Trauzeuge fungierte, den beiden Wirtsleuten und der Schneiderin kannten sie ja praktisch keine Menschen hier. Dennoch war der Platz in der Markthalle zur Mittagszeit gedrängt voll mit prächtig ausstaffierten Würdeträgern und deren Entourage. Es war ein Desaster. Die Gerüchte, die sie selbst in die Welt gesetzt hatte, hatten ein Eigenleben entwickelt mit dem Resultat, dass sie nun nicht nur um ihr eigenes, sondern auch um das Leben Dutzender Stadtbewohner zu bangen hatte.

Irgendjemand hatte sogar eine Gruppe Musikanten bestellt, auf die sowohl Legolas als auch Oxana in ihrer Eile vollkommen vergessen hatten. Sie waren gerade im Begriff, ihre Saiteninstrumente zu stimmen und sich einen Platz zwischen den Menschen zu erkämpfen.

Man hatte einige schwere Banketttische an einer Seite des Saales aufgestellt und notdürftig mit Moos und einigen Frühlingsblumen dekoriert. Jemand hatte außerdem die zugige, offene Markthalle mithilfe von schweren Brokatvorhängen von neugierigen Blicken von außen abgeschirmt und eine ganze Reihe an Fackeln und Kerzen an den Wänden angebracht, um für ausreichend Licht im dadurch recht finsteren Inneren zu sorgen. Die Temperatur in der Halle war in Folge jedoch unangenehm hoch, und Schweiß stand auf Oxanas Stirn, als Kamil ihr das Perlenband um das hochgesteckte Haar wand.

„Seid Ihr aufgeregt?"

Das war sie, allerdings aus einem anderen Grund, als die alte Frau höchstwahrscheinlich vermutete.

Zwischen einem Spalt in den Vorhängen konnte Oxana sehen, dass der junge Zeremonienmeister im Begriff war, seinen Platz im Zentrum des Saales einzunehmen. Legolas und Leriel waren noch nicht zu sehen, mussten aber jede Sekunde auftauchen. Für eine Sekunde hatte Oxana die absurde Befürchtung, dass er sie alleine lassen könnte und sie die Hochzeit absagen musste.

„Er ist ein gutaussehender Geselle, dieser Elb. Ihr habt großes Glück. Wenn ich noch einmal jung wäre…" Kamil steckte eine weitere Haarnadel in den Berg auf Oxanas Hinterkopf und schnalzte mit der Zunge. Oxana schätzte, dass es bereits an die Dutzend Nadeln waren, die da hinten verschwunden waren. Ihr Haar hatte eine geradezu atemberaubende Regenerationsfähigkeit und war in den letzten Wochen erneut um ein beachtliches Stück gewachsen.

„Sehr schön!"

Kamil umkreiste die Braut ein letztes Mal und nickte mit strahlenden Augen. Oxana bemerkte, dass die Alte heute um einiges jünger als sonst wirkte und nicht nur deshalb, weil sie sich besonders herausgeputzt hatte. Ihre Wangen waren gerötet wie die eines verliebten Mädchens. Kamil schien Hochzeiten zu mögen.

„Ihr habt einen bemerkenswerten Busen, wenn ich da so sagen darf".

Oxana folgte ihrem Blick und musste ihr zustimmen. Das Kleid umfasste sie eng an den richtigen Stellen ohne allzu aufreizend zu sein und gab ihr dennoch genug Bewegungsfreiheit für einen eventuellen Kampf. Ganz so, wie sie es gewollt hatte. Die Umrisse des Dolches an ihren Waden und des kleinen Messers an der Innenseite ihres Unterarmes waren auch bei genauem Hinsehen nicht auszumachen, was ebenfalls eine ihre Anfordernungen gewesen war. Ansonsten hatte sie der Schneiderin freie Hand gelassen beim Entwurf des Kleides, da diese eindeutig mehr davon verstand als sie.

Oxana hatte bis jetzt nicht bemerkt, wie laut und geschäftig es in der Markthalle im Laufe des Vormittages geworden war. Erst als plötzlich völlige Stille eintrat, wurde sie dessen gewahr. Vorsichtig spähte sie nach draußen in den Saal.

Legolas und Leriel hatten ihren Platz vor dem Brunnen eingenommen, und sämtliche staunenden Augen waren auf die beiden gutaussehenden Elben gerichtet.

Oxana atmete ein letztes Mal tief durch, überprüfte den Sitz ihrer Waffen und schritt schließlich, begleitet von Milui, die die ganze Zeit über wortlos an ihrer Seite gestanden und sie mit leuchtenden Augen angestarrte hatte, nach draußen.

Sie versuchte angestrengt, sich auf den Saal und jede Kleinigkeit um sie herum zu konzentrieren, doch es fiel ihr äußerst schwer.

Sie konnte nur hoffen, dass Daeron die Lage gut im Blick hatte. Trotz der Wachen, die rund um das Gebäude aufgestellt waren, gab es für Silaid, einen geübten Mörder und Dieb, ausreichend Wege, sich in das Gebäude einzuschleichen. Vielleicht war er schon irgendwo hier, hinter einer der Säulen oder den Vorhängen und beobachtete sie in genau diesem Moment, als sie auf Legolas und Leriel zuschritt.

Sobald sie die Elben erreicht hatte, schickte sie die Milui mit energischen Worten zu Kreidinger und dessen Frau hinüber, welche zuvor von ihr die Anweisung bekommen hatten, das Kind sofort an einen sicheren Ort zu bringen, sobald die Zeremonie begann. Diese hatten etwas irritiert, aber recht gehorsam, den Kopf geneigt.

Legolas, Leriel, der Zeremonienmeister und die Statue von Ulimo, dem Herr der Wasser, starrten sie bloß wortlos an, als sie ihren Platz an der Seite des Prinzen einnahm. Auch ihnen schien das Kleid gut zu gefallen.

„Hiril vuin, ídhron gwannad! ", flüsterte Legolas schließlich mit einem spitzbübischen Blitzen in seinen Augen.

Oxana grinste. „No tînen a no dirweg. Sevig chûr? (Sei still und sei vorsichtig. Bist du bereit?)"

"Goheno nin! Ava dartha a maetha, dîs nín. (Vergib mir. Ich werde bleiben und kämpfen, meine Braut.)"

Der Meister richtete zunächst einige feierliche Worte an die Gäste, wandte sich dann endlich an das Paar und brachte eine ganze Reihe weiterer Wünsche und Warnungen hervor, bevor er endlich Braut und Bräutigam zu Wort kommen ließ. Obwohl er diesen Teil der Feier sicher am Morgen erwähnt hatte, war Oxana vollkommen überrumpelt.

Legolas wandte sich Oxana zu, nahm ihre Hand und sprach leise, aber mit fester Stimme:

Meleth nîn
I Ithil ned nîn fuin
I tinu ned nîn hen
maethor nîn
Gerich
gûrnîn

I caun ned dîn nîn
I athrad ned men nîn
Tôl lu aen, ir lend gîn annan methannen

Tôl dîn aen, no brona in eraid ammell!*

Die ganze Zeit über hielt er ihre Augen mit den seinen gefangen und sie versank hilflos zur Gänze darin. Wenn es irgendetwas gab, das sie ins Wanken bringen konnte, dann waren es diese verdammten blauen Augen.

Erst als das Schweigen im Saal fast körperlich spürbar wurde und der Zeremonienmeister sich leise räusperte, wurde Oxana aus ihrer Trance gerissen.

Sie war die schrecklichste Braut aller Zeiten! Versunken in ihren Rachegelüsten, wie sie gewesen war, hatte sie nicht einmal daran gedacht, einen Schwur für diesen Moment vorzubereiten! Alle Augen im Saal richteten sich nun auf die Braut, deren Gesichtsfarbe langsam der ihrer Haare glich.

Schließlich, in Ermangelung einer besseren Idee und in der Hoffnung, dass niemand in näherer Umgebung Sindarin verstand, räusperte sie sich und sagte das Erstbeste auf, was ihr durch den Kopf schoss:

Mi moth gwilwileth ortha
A sîr lhûg ond awartha.

Sui guil, sui guil.

Or ael heledir dortha
Di 'olf dhannen lim dartha

Sui guil, sui guil.

Mi 'aladh melethrid erthast
Nu Ithil 'ael aderthast.

Sui guil, sui guil.**

Leriels Oberkörper krümmte sich kaum merklich, als er ein Lachen, das ihm in der Kehle steckte, mühsam unterdrückte, und auch Legolas' Mundwinkel zuckten verdächtig, aber keiner sonst schien Notiz von der Absurdität der Situation zu nehmen.

„Das war sehr schön. Dann reicht mir eure Hände!", forderte der Zeremonienmeister das Paar schließlich feierlich auf und verband ihre Handgelenke mit einem weißen Schal, womit der Bund endgültig besiegelt war.

Oxana fühlte sich erleichtert wie selten zuvor in ihrem Leben und spürte erst, wie nervös sie gewesen war, als leise, feierliche Musik einsetzte und Bewegung in die Menge der Gäste kam. Eine kleine Gruppe von Dienern betrat den Saal und begann ein improvisiertes Festmahl, das zum Großteil aus Fisch und Wildbret bestand, auf die Banketttische aufzutragen.

Plötzlich teilte sich die Menge und ein in ein traditionelles blaues Gewand gehüllter, beleibter und überaus wichtig aussehender Mann überreichte dem Brautpaar jeweils einen Silberbecher gefüllt mit duftendem, süßen Rotwein, welche diese dankbar annahmen und in gleichsam in einem einzigen Zug leerten.

Der Fremde stellte sich ihnen vor, einige Titel nennend die Oxana im nächsten Moment auch schon wieder vergessen hatte, beglückwünschte sie und erklärte ihnen in umständlichen Worten, dass er und einige seiner Gefolgsleute Geschenke für sie hätten, die er ihnen nun zu übergeben gedachte.

Während Legolas seine Dankbarkeit bezeugte, suchte Oxana nun eindeutig konzentrierter als zuvor den doch recht übersichtlichen Saal ab.

Die vier Musiker hatten ihre liebe Not, dem Volk auszuweichen, welches sich um das frisch eröffnete Buffet drängte. Ein paar Kinder spielten Verstecken hinter den schweren Vorhängen. Kinder!

Oxana ächzte innerlich.

Diese ganze Sache war ein bisschen aus dem Ruder gelaufen. Sie hatte sich eine stille, kleine Zeremonie vorgestellt, ohne Blumen und Schnickschnack und vor allem ohne dickbäuchige Stadtälteste, schlecht ausgebildete Stadtwachen und, bei allen Göttern, Kinder! Zu allem Überfluss hatte trug keiner der Gäste, so wie bei den meisten Hochzeiten üblich, mehr als einen nutzlosen Zierdolch an seiner Seite. Diese Menschen waren absolut hilflos, falls es zu einem Kampf kam.

Ein Blick in die Gesichter von Legolas und Leriel verriet ihr, dass sie wohl im Moment alle das gleiche dachten.

„Bringt die Geschenke!" Ihr blaugekleideter Gast klatschte zweimal in die Hände- eine absolut lächerlich wirkende Geste, in Oxanas Augen- und tatsächlich: zwei Wachen traten zwischen den Vorhängen hervor und ein paar Männer kamen dahinter zum Vorschein, die Truhen und Pakete in verschiedenen Größen mit sich schleppten.

„Ach du meine Güte!", wimmerte Oxana, „was ist das jetzt?"

„Das ist eine Hochzeit, dîs nín. Geschenke gehören zu einer Hochzeit dazu."

„Danke für den Hinweis", grummelte Oxana, „doch woher, bei all den Göttern, haben die Leute in so kurzer Zeit eine solche Menge an Geschenken hergezaubert? Was ist in diesen Truhen? Fisch?"

Legolas und sie mussten auf Stühlen Platz nehmen und ein Geschenk nach dem anderen begutachten, gutheißen und sich dafür bedanken. Einige der Geschenke wirkten tatsächlich äußerst improvisiert und etwas unpassend für eine Hochzeit wie die ihre, wie etwa eine gebrauchte Angelrute, zwei kunstvoll verzierte Suppenschüsseln aus Holz und eine Puppe.

Oxana dürstete nach mehr Wein, doch sie musste bei klarem Verstand bleiben. Immer wieder glitt ihr Blick über die Anwesenden, immer wieder glaubte sie einen Schatten, eine Bewegung in ihren Augenwinkeln wahrzunehmen, doch sie täuschte sich jedes Mal.

Sie begann sich gerade zu entspannen, als plötzlich ein lautes Klirren zu hören war und aufgeregte Stimmen laut wurden. Die Köpfe der Gäste wandten sich in die Richtung, aus der die Störung kam und ein leises Raunen ging durch den Saal.

Zwei der Stadtwachen, die vor dem Gebäude aufgestellt gewesen waren, traten durch die schweren Vorhänge in den Festsaal, umflutet vom weichen Licht der Abendsonne. Ihre Gesichter waren angespannt, und Leriel, der schon längst sein Schwert in der Hand hielt, für das er von einigen Anwesenden zuvor misstrauisch beäugt worden war, eilte zu ihnen und sprach kurz leise flüsternd auf sie ein.

„Wir haben einen ungebetenen Gast. Er sagt, er hätt eine Geschenk für euch", teilte er Legolas und Oxana mit, nachdem er die Wachen zurück nach draußen geschickt hatte.

„Silaid?" Entfuhr es Oxana. Leriel schüttelte, mit einem zögerlichen Blick in Legolas' Richtung, den Kopf. Dieser nickte kaum merklich. „Lasst ihn herein."

Wenige Augenblicke darauf teilte sich der Vorhang erneut und Leriel und Daeron traten mit einer dritten Gestalt in ihrer Mitte in den Raum. Keiner der neugierig starrenden Gäste ahnte, welche Geschichte das Brautpaar mit dem Neuankömmling verband, doch einige glaubten Anspannung in den schwer lesbaren Zügen der Elben lesen zu können.

Sarnir lächelte ausdruckslos, als er die Frischgetrauten erblickte und neigte den Kopf tief.

"Ich grüße euch, Herr Legolas Grünblatt, und natürlich grüße ich auch eure...Dame."


(ich bitte um Verzeihung, wenn die Übersetzungen etwas holprig sind. mein Sindarin ist praktisch nicht mehr vorhanden, ich musste mir etwas zusammenreimen, das hoffentlich Sinn macht)

*Meine Liebe

Mond in meiner Nacht

Augenstern

Meine Kriegerin

Du hast mein Herz

Mein Ausruf in der Stille

Meine Weggefährtin

Die Stunde wird kommen, da deine lange Reise ein Ende findet

Ruhe wird einkehren

Mögen diese süßen Tage ewig andauern.

**Aus einem Teich erhebt sich ein Schmetterling

An einem Strom verlässt eine Schlange einen Felsen

So ist das Leben, so ist das Leben

Über einem Teich wohnt ein Eisvolgel

Unter einem herabgefallenen Ast überlebt ein Fisch

So ist das Leben, so ist das Leben

In einem Baum treffen sich Liebende

Unter dem funkelnden Mondenschein vereinen sie sich

So ist das Leben, so ist das Leben

(altes Elbenlied)