Hallo an alle! Hier bin ich wieder mit dem neuen Kapitel von der französischen FF von Dragonwing4 Changer le passé. Viel Spaß beim Lesen und einen herzlichen Dank an Verliebtindich für ihre Korrekturen.
Disclaimer: Alle bekannten Charaktere und Orte gehören zu Mrs Rowling und die Geschichte und die anderen Charaktere gehören zu Dragonwing4. Ich habe nur übersetzt.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Eine zweite Chance
Die Vergangenheit verändern
Kapitel 10: Wo Dumbledore seinen Gegenangriff startet:
Lily erwachte in einem sanften und warmen Kokon, den sie als die Betttücher des Krankenflügels wiedererkannte, als sie die Augen aufmachte. Sie gähnte laut, ergriff ihre Armbanduhr, die sie einige Stunden früher auf dem Nachttisch hatte liegen lassen, und schaute sie geistesabwesend an. Sie richtete sich plötzlich auf, völlig wach.
'Halb zwölf?', wurde sie sich plötzlich bewusst und geriet in Panik. 'Oh, nein, ich habe Arithmantik verpasst! Ich Idiotin, ich hätte nie so lange schlafen dürfen...'
Sie stand auf, als die Vorhänge um ihr Bett von der jungen Krankenschwester von Hogwarts, Madam Pomfrey, plötzlich aufgezogen wurden.
„Ach! Sie sind wach, Miss Evans", rief sie aus. „Perfekt."
„Madam Pomfrey, ich muss weg, ich bin zu spät für meine Unterrichtsstunden", sagte sie rasend.
„Nun, ich sehe ja nicht, inwiefern das ein Problem wäre. Ich werde Ihnen eine Mitteilung für Ihren Lehrer geben und Sie werden mit Ihren Freundinnen wiederholen können. Immerhin weiß wahrscheinlich die ganze Schule zur jetzigen Stunde über das Bescheid, was Ihnen und Mr Potter geschehen ist", antwortete sie geistesabwesend, indem sie Notizen aufschrieb.
„Was meinen Sie?"
„Zwei Schüler, die außerhalb von der Schule von Todessern angegriffen werden, ist nichts besonders Gewöhnliches, Miss Evans", sagte sie mit einem strengen Blick. „Ich verstehe übrigens nicht, warum der Schulleiter nicht die Entscheidung getroffen hat, diesen jungen Slytherin zu verweisen. Ziehen Sie sich an, ich schreibe Ihnen eine Entschuldigungsmitteilung für Ihre verschiedenen Lehrer. Jetzt haben Sie Verwandlung, stimmt das?"
„Ja."
'Was macht denn ein Slytherin in dieser ganzen Sache?', fragte sie sich, während sie die Krankenschwester zu ihrem Büro gehen sah.
Dann zuckte sie mit den Schultern und zog schnell ihre Uniform an.
'Ich werde Anna darum bitten müssen, mir ihre Notizen von Arithmantik zu leihen...', dachte sie sich, während sie ihren Umhang zurechtrückte.
Madam Pomfrey war immer noch nicht zurück und sie blickte sich geistesabwesend um. Ihr Blick richtete sich auf das einzige Bett, dessen Vorhänge noch zu waren. Sie zögerte einen Augenblick, blickte ein letztes Mal hinter sich zum Büro der Krankenschwester, machte einen schüchternen Schritt auf das Bett zu und trat dann zwischen die Vorhänge.
Potter lag mit blassem Gesicht da und schien zu schlafen, doch er machte die Augen auf, sobald sie sich näherte, und lächelte ihr zu, als er siewieder erkannte.
„Hallo, Evans", flüsterte er.
„Hallo, Potter", antwortete sie genauso leise.
„So wie ich das sehe, hat Davies auch dich feige zwischen den Krallen von Pomfrey verlassen", scherzte er.
Sie lächelte, was sie erstaunte, und näherte sich ein bisschen mehr.
„Wie geht es dir?"
Der junge Mann verzog leicht das Gesicht.
„Nicht besonders gut. Ich habe überall schrecklichen Muskelkater und ich kann mich nicht bewegen, ohne Verkrampfungen zu haben. Madam Pomfrey sagt, dass es in wenigen Stunden vorbei sein sollte, aber ich langweile mich hier so sehr..."
Er setzte einen so unglücklichen Ausdruck auf, dass sie ihr Lachen verbeißen musste. Eine kurze Stille herrschte und sie setzte sich mit einem unbehaglichen Gesichtsausdruck auf den Bettrand.
„Potter", fing sie an, „ich wollte dir sagen..."
„Wenn es ist, um mich zu beschimpfen, weil ich nachts ausgegangen bin, und um mir zu sagen, dass ich an allem Schuld bin, danke, das hab ich schon gehört", unterbrach er murrend.
„Lässt du mich bitte ausreden?", erwiderte sie.
„Soll ich verstehen, dass du nicht gekommen bist, um mir deine Schmährede als Vertrauensschülerin zu halten?", erstaunte er sich, indem er eine Augenbraue hob.
Lily seufzte vor Ungeduld.
„Nein, ich bin nicht dafür gekommen. Eigentlich wollte... wollte ich dir danken", gestand sie leise.
„Mir danken?", rief er aus. „Du spinnst wohl, Evans, ich habe nichts getan! Danke eher Davies. Eigentlich", fügte er nach einer kurzen Überlegung hinzu, „sollte eher ich dir danken. Wenn du nicht da gewesen wärst, dann wäre er zu spät angekommen."
„Vielleicht, aber du bist es, der den Todesser daran gehindert hat, mir einen Fluch aufzuhalsen, nachdem ich den Expelliarmus auf ihn gewirkt hatte."
„Jep. Was ist übrigens aus dem geworden? Davies hatte ihn fertig gemacht, oder?", fragte er.
Lily zuckte mit den Schultern, da sie es nicht wusste, aber die Stimme der Krankenschwester antwortete an ihrer Stelle:
„Schwer verbrannt und Intensivpflege brauchend. Er ist zur medizinischen Abteilung des Provisorischen Verhaftungszentrums des Ministeriums gebracht worden. Der Auror Davies hat sehr stark gehandelt..."
Lily drehte sich zu Madam Pomfrey um, die hinter den ein wenig aufgezogenen Vorhängen stand, und merkte, dass sie darüber viel weniger besorgt aussah, als wenn es einem der Schüler geschehen wäre, um die sie sich kümmerte.
„Na, Miss Evans, gehen Sie von hier weg und lassen Sie Mr Potter in Ruhe."
Das Mädchen wurde sich amüsiert dessen bewusst, dass Potter, der als Zeichen tiefer Langeweile zur Decke blickte, die Lippen zur gleichen Zeit bewegte wie die Krankenschwester.
„Er braucht Ruhe und Erholung", artikulierte er gleichzeitig wie die Frau im weißen Kittel, die schnell hinzufügte, als sie das sah:
„Hören Sie bitte auf, den Clown zu spielen, Mr Potter!"
Potter drehte sich zur Wand, damit sie sein spöttisch verzogenes Gesicht nicht sah. Lily stand auf und ergriff das Pergamentstück, das ihr die Krankenschwester reichte.
„Wann kommt er raus?", fragte sie.
„Nicht vor drei Tagen", antwortete sie. „Und vor allem nicht, wenn er sich weiter wie ein dreijähriger Knabe verhält", fügte sie mit einem wütenden Blick zum jungen Mann hinzu, der nur ein gelangweiltes Murren von sich gab.
„Übermorgen habe ich Quidditchtraining...", fing er an.
„Übermorgen haben Sie gar nichts, Mr Potter!", unterbrach die Krankenschwester. „Drei Tage! Na los, Miss Evans, gehen Sie nun weg. Ich denke, dass Sie direkt zur Großen Halle gehen sollten, wenn man bedenkt, wie spät es ist."
Lily schickte sich an, ihr zu gehorchen und zog die Vorhänge schon auf, als Potter wieder zu ihr rief. Erstaunt sah sie, wie er sich unwohl bewegte.
„Ich wollte dir nur sagen, dass... du super gewesen bist", flüsterte er, ohne sie anzusehen.
Lily erstarrte einen Augenblick lang vor Überraschung, dann lächelte sie ihm zu und zuckte mit den Schultern.
„Auch du, Potter. Ich glaube nicht, dass ich es geschafft hätte, zwei Cruciatusflüchen zu widerstehen und dann noch zu versuchen mich zu bewegen, wie du es getan hast", sagte sie, indem sie sich umdrehte.
„Evans!"
Sie erstarrte noch einmal im genauen Augenblick, als sie sich anschickte zu gehen, und starrte ihn fragend an.
„Könntest du Sirius darum bitten, mir ein paar Stinkbomben zu bringen?", fragte er mit einem schelmischen Leuchten im Blick. „Hier ist es wirklich zu langweilig..."
„Mr Potter!", rief Madam Pomfrey empört aus.
Lily schüttelte den Kopf, während sie den Krankenflügel verließ, und ging zur Großen Halle, wo sie sicher war, dass sich ihre Mitschüler mit einer Menge Fragen zu ihr stürzen würden. Eigentlich fing es an, bevor sie die Marmortreppe der Eingangshalle heruntergelaufen war.
„Evans!", dröhnte Black, sobald er sie erblickte.
Er stürzte sich sofort zu ihr und erreichte sie ganz schnell.
„Wie geht es James?", rief er aus. „Davies hat uns gesagt, dass er Cruciatusflüche abbekommen hatte, stimmt das? Ist er...hmpf..."
Lupin hielt seine Hand fest auf den Mund seines Freundes und sprach Lily an.
„Ich empfehle dir, schnell zu antworten, ich werde nicht lange aushalten können."
Lily starrte sie nacheinander an, dann beobachtete sie Pettigrew, der sie eingeholt hatte und sich darum bemühte, Black davon abzuhalten, sich von Lupin zu befreien.
„Was hat er?", fragte sie schließlich, indem sie auf den schwarzhaarigen jungen Mann zeigte.
„Akute Beschützerkrise", antwortete Lupin lakonisch. „Na?"
„Er ist wach, aber Madam Pomfrey wird ihn frühestens Sonntag rauskommen lassen."
„Dürfen wir ihn besuchen?", fragte Pettigrew.
Obwohl er von seinem Freund fest gehalten wurde, nickte Black hoffnungsvoll.
„Wir haben Verteidigung gegen die dunklen Künste nach dem Mittagessen", erinnerte sie Lupin daran. „Und ich bezweifle, dass uns Pomfrey schon am ersten Tag eintreten lässt. Wir werden es eher morgen versuchen."
Black sprach mit Schwierigkeit etwas aus, was man wie einen verzweifelten 'Remuuuuuus' deuten konnte, und Lupin antwortete fest:
„Er wird nicht über Nacht verschwinden, Sirius, vor allem nicht mit Pomfrey in der Nähe."
Lily hörte den Rest des Gesprächs nicht, denn Anna erschien im gleichen Augenblick neben ihr.
„Ich habe dich überall gesucht", fing die Gryffindor an, indem sie die Augenbrauen runzelte. „Sag mir nicht, dass diese blöden Gerüchte über Potter, dich und die Todesser wahr sind?"
„Hat keiner von Davies gesprochen?", erwiderte Lily ruhig mit einer Stimme, die – das wusste sie sehr gut – ihre Freundin interessieren und daher beruhigen würde.
„Davies?", fragte dann Black, der sein Bitten bei Lupin, der ihn schließlich frei gelassen hatte, plötzlich beendete. „Was hat er damit zu tun?"
Lily seufzte, ergriff Annas Arm mit einer Hand und den von Black mit der anderen und zwang sich, sie zur Großen Halle zu ziehen.
„Kommt hierhin, ich werde es euch erzählen..."
oOoOoOoOo
Harry beobachtete geistesabwesend, wie die ersten Slytherins das Klassenzimmer betraten, und dachte dabei an das Gespräch, um das Albus gebeten hatte und das am gleichen Abend stattfinden sollte. Was konnte Albus wohl dazu treiben, mit ihm reden zu wollen, wahrscheinlich über die Ereignisse der vorigen Nacht? Harry fragte sich immer mehr, ob der alte Mann nicht den Grund kannte, der die Todesser dazu getrieben hatte, James anzugreifen. Als das Handlungsfieber gesenkt war und er wieder ruhig denken konnte, war es ihm nämlich sofort klar geworden, dass er den Grund dieses Angriffs nicht kannte.
Natürlich sprach die Prophezeiung, die dieses alte Luder von Trelawney über ihn und Voldemort gesprochen hatte, wohl von der Tatsache, dass seine Eltern dem Dunklen Lord drei Male die Stirn geboten hatten, bevor sie an einem Halloweenabend seinetwegen gestorben waren, aber Harry hatte immer gedacht, dass es wegen ihrer politischen Gedanken und der aktiven Rolle war, die sie im Widerstand und sogar im Orden des Phönix spielten. In jenem Alter hatte aber James keine Wichtigkeit für die Todesser, oder?
Und Trelawney hatte ihre verfluchte Prophezeiung noch nicht gesprochen – und übrigens gab es viele Chancen, dass sie sie nie mehr sprach, wenn man nach all dem schätzen konnte, was Harry verändern wollte, und Voldemort konnte ihn also nicht töten wollen, um zu versuchen, die Geburt des Jungen, der lebt, zu verhindert. Übrigens, und das hatte den Auror am meisten erstaunt, hatten die Todesser nicht versucht, ihn zu töten. Davon war er sich sicher, denn es hätte ein einziger Fluch genügt, um alles zu beenden, und er wäre selber zu spät angekommen. Nein, sie hatten ihn nur mit einem Cruciatusfluch unbeweglich gemacht, als wollten sie ihn eher mitnehmen...
Doch es machte immer noch keinen Sinn für ihn. Warum würde Voldemort James entführen wollen, wenn es weder wegen ihm selbst noch wegen seiner Nachkommen war? Es steckte etwas dahinter und Harry verabscheute es, sich über etwas, was mit dem Dunklen Lord zu tun hatte, so unwissend zu fühlen...
Seine Überlegungen wurden plötzlich unterbrochen, als sich ein Gewicht auf ihn stürzte und sich an seinen Hals hängte, was ihn sofort wieder zum Boden der Tatsachen kehren ließ.
„Sirius! Geht's noch?", rief Remus aus, indem er sich zu seinem Freund stürzte, um ihn von ihrem Lehrer abzuhängen.
„Du bist völlig durchgedreht, Black!", behauptete Lily, indem sie ihn ungläubig ansah.
Harry fasste sich unter den verdutzten Blicken der meisten Schüler wieder und senkte die Augen auf den Jugendlichen, der ihn mit einem riesigen Lächeln ansah.
„Womit habe ich diese Ehre verdient, Mr Black?", fragte er mit einer halb-amüsierten, halb-erstaunten Stimme.
„Sie hatten uns nicht gesagt, dassSie es waren, der James geholfen hat!", rief er als Antwort aus, indem er Remus und Peter ihn nach hinten ziehen ließ.
„Na, ich glaube ja, dass es normal ist", sagte Harry, diesmal wirklich amüsiert. „Für solche Lagen bin ich da, oder?"
Sirius wollte etwas erwidern, aber Peter schob ihn eilig zu einem Tisch.
„Es tut mir Leid", murrte Remus zu Harry. „Manchmal verhält er sich wirklich wie ein fünfjähriger Knabe..."
„Kein Problem", lachte Harry leise.
Er sah die Gryffindors sich im Klassenzimmer setzen und erblickte Severus' ungläubigen Blick auf der anderen Seite. Er brauchte seinen ganzen Willen, um nicht zu lachen.
Der theoretische Unterricht verlief in einer ziemlich seltenen Spannung. Natürlich war es eine Klasse von Gryffindors und Slytherins, also erwartete mit ihnen keiner, dass sie sich miteinander verstehen würden, doch es war an jenem Tag viel schlimmer: Alle Gryffindors kannten nun die Verantwortung von Zabini im 'Unfall' von Lily und James, und Sirius insbesondere schien dazu bereit, ihn es sogleich vergelten zu lassen. Selbst Alice und Kathleen flüsterten heftig zueinander und warfen dabei dem Slytherin böse Blicke zu.
Was Zabini selber betraf, war er wütend, dass seine Bemühungen nichts genutzt hatten und dass die ganze Sache auf ihn herfiel. Auch wenn ihn Dumbledore nicht von Hogwarts verwiesen hatte, hatte er dennoch versichert, dass die Strafe der Schuld gemessen sei: Slytherin hatte hundert Punkte verloren und Zabini musste einen Monat lang in abwechselnder Begleitung von Filch und Scott, dem verhassten Wahrsagenlehrer, nachsitzen. Die anderen Slytherins waren in gleicher Stimmung und warfen alle den Rumtreibern vernichtende Blicke zu, außer natürlich Severus, der in Verteidigung gegen die dunklen Künste auf diese Art von Spielchen wie immer kaum aufpasste.
Nicht ohne Grund hatte er bei seinem ZAG in diesem Fach ein O bekommen, aber das war vor allem eine gute Ausrede, um sich Zabini nicht zu nähern. Und so entzog er sich auch seine Flüche und verschiedenen Verwünschungen auf Potter, Evans, die Gryffindors insgesamt, Davies, der „die Gabe hatte, ins Fettnäpfchen zu treten", und Dumbledore, der immer noch nur „ein alter muggelliebender Narr" war. Die Tatsache, dass diese verschiedenen Kommentare geflüstert und nicht im Schlafsaal der Siebtklässler von Slytherin geschrien wurden, machte sie nicht weniger heftig, und Severus fing wirklich an, es satt zu haben.
Der Slytherin beobachtete also geistesabwesend alle Bemühungen von Harry, um die Aufmerksamkeit seiner Schüler von den anderen Anwesenden abzulenken und um zu vermeiden, dass sie einander töteten. Schließlich und trotz seiner ganzen Geduld wurde es sichtbar, dass der Auror es satt hatte, aber Severus glaubte, dass nur Evans und er sich dessen bewusst geworden waren, denn die anderen Jugendlichen sahen ihren Lehrer nicht einmal mehr an und hörten ihm nur unaufmerksam zu.
Dann kam der Moment, als Lupin, der verzweifelt versuchte, dem Unterricht weiter zuzuhören und gleichzeitig Black daran zu hindern, seine Rache gleich auszuüben, eine Frage beantwortete, auf die weder Severus noch Evans sofort geantwortet hatten. Zabini nutzte die Gelegenheit, beugte sich zu seinem Nachbarn und flüsterte ihm laut genug zu, damit ihn die Rumtreiber hörten:
„Sieh mal diese Kriecher von Gryffindor..."
Es war genug, damit sich Black ärgerte und mit offenem Munde plötzlich aufstand, um etwas zu erwidern. Dennoch hatte er keine Zeit, ein Wort zu sprechen, und schon fiel die Hand des Aurors auf seine Schulter und drückte ihn sofort auf seinen Platz zurück.
„Halten Sie sich etwas ruhig, Mr Black!", stieß Harry aus, dessen Augen vernichtende Blitze ausstießen. „Mein Unterricht ist kein Ort, um Ihre Streite zu schlichten!"
Black erblasste unter seinem Zorn und senkte den Blick, was Severus wohl erstaunte, der eher erwartet hätte, dass er so etwas erwidern würde wie: „Er ist es, der angefangen hat!", wie der Bengel, der er war. Harry beließ es nicht dabei und drehte sich zu Zabini um, der mit seinem Hof über das Unglück des Gryffindors lachte.
„Was Sie betrifft, Mr Zabini, sollten Sie Ihre Worte beachten, wenn Sie nicht wollen, dass die Anzahl Ihrer Nachsitzstunden verdoppelt wird! Ich glaube, dass Sie für das ganze Schuljahr genug davon gehabt haben."
Die Erinnerung an den letzten Wutanfall des Lehrers in Verteidigung gegen die dunklen Künste während einer seiner Unterrichtsstunde, der ersten Stunde des Jahres, schien zu genügen, damit Zabini den Kopf senkte, obwohl er ihm vernichtende Blicke zuwarf, sobald er ihm den Rücken zugewandt hatte. Dennoch waren die Jugendlichen von der Reaktion des Aurors etwas abgekühlt worden und der Unterricht verlief in einer fälschlichen Ruhe und Aufmerksamkeit weiter.
Am Ende des Unterrichts gab ihnen Harry ihre letzte theoretische Aufgabe zurück, die er eben korrigiert hatte. Severus verspürte Stolz, als er bemerkte, dass seine mit dem Buchstaben O benotet war, doch wurde der Stolz bald zu Neugier, als er sah, wie ein Stück Pergament aus seiner Rolle fiel. Mit einem Stirnrunzeln ergriff er es und las die wenigen Worte, die darauf gekritzelt waren:
„Also sind deine Auskünfte nutzlos? Sag das mal unseren beiden Geretteten..."
Severus verkniff sich sein Lächeln und zündete die Notiz diskret an, bevor er wieder seiner Aufgabe seine Aufmerksamkeit schenkte.
oOoOoOoOo
Harry klopfte an die Tür des Schulleiterbüros, trat ein und schloss sie hinter sich. Albus hob den Kopf von den Pergamentstücken, die auf seinem Arbeitstisch lagen, und lächelte ihm zu.
„Ach! Harry, setzen Sie sich bitte."
Der junge Auror gehorchte wortlos, während der Schulleiter seine Arbeit beiseite legte und ein Teeservice herbeizauberte.
„Eine Tasse?", schlug er vor.
Harry verbiss ein melancholisches Lächeln bei diesem Verhalten, das dem alten Zauberer so eigentümlich war. Egal, welches das Thema war, es gab immer Tee, wenn man ein Gespräch mit Albus hatte.
„Nein, Danke, Albus", lehnte er ab. „Nicht nach dem Abendessen."
Albus bediente sich und trank einige Schlucke, bevor er ihn über den Rand seiner Tasse ansah.
„Es ist ein Glück, dass Sie Mr Potter und Miss Evans rechtzeitig helfen konnten, Harry. Gott weiß, was ihnen hätte geschehen können, wenn Sie zu spät angekommen wären."
Harry bewegte die Hand ausweichend und erwiderte:
„Ich denke, dass die Auskünfte von Mr Snape dabei genauso wichtig waren wie mein Eingriff..."
„Das stimmt, dass Mr Snape es sehr eilig zu haben schien, mir Bescheid zu sagen", nickte Albus mit einem schelmischen Funkeln in den Augen. „Ich glaube wohl, dass er die Hälfte der Schule aufgeweckt hat, als er diesen Sonoruszauber benutzt hatte, um mich zu rufen... Wenn Sie meine Meinung kennen wollen, ich denke, dass er anfängt, Sie lieb zu gewinnen."
Harry zuckte einfach mit den Schultern. Er würde ja nicht das Gegenteil sagen, er selbst war sich dessen bewusst geworden und das erfreute ihn.
„Ich bin von Ihrer Leistung überrascht gewesen", fuhr Albus fort. „Natürlich hatten wir alle von ihren Fähigkeiten beim Angriff in Hogsmeade gehört, aber die Tatsache, Sie etwa zehn Todessern widerstehen zu sehen, ist ja etwas anderes als Gerüchte. Sie haben wirklich eine außerordentliche Geschicklichkeit erwiesen, vor allem für einen neuen Auror..."
Albus starrte den jungen Mann, der ihm gegenüber saß, mit seinem stechenden Blick an und wartete offensichtlich auf eine Antwort.
„Wie ich es meinen Kollegen gesagt habe, habe ich kein einfaches Leben gehabt", erwiderte Harry einfach.
„War es so schwierig, dass Sie die Prüfung ohne Schwierigkeit bestanden haben?", murmelte der Schulleiter fast zu sich selbst.
Harry starrte ihn einfach an, ohne zu antworten. Albus fand offensichtlich in diesem Blick alles, was er zu wissen brauchte, denn er seufzte, bevor er einen weiteren Schluck Tee einnahm. Als er seine Tasse wieder auf den Tisch stellte, hatten seine Augen ihren gewöhnlichen Funken immer noch nicht wieder gefunden. Harry verstand, dass der alltägliche 'alte muggelliebende Narr' dem 'größten Zauberer aller Zeiten', den Voldemort so sehr fürchtete, die Stelle gelassen hatte.
„Sie wissen genauso wie ich, dass es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass Mr Zabini versucht hat, Mr Potter am gleichen Tag von der Schule wegzulocken, wie eine Gruppe Todesser zufällig in der Nähe war. Wir wissen alle, dass Hogwarts mitten unter seinen Schülern Söhne oder Töchter von Anhängern von Voldemort, oder noch Todesseraspiranten empfängt... übrigens oft beides gleichzeitig. Doch sie sind immer nur noch Kinder und unsere Pflicht ist ess, sie für ihr zukünftiges Leben zu bewaffnen, egal, welchem Ziel es geweiht werden wird.
Ich würde gerne glauben, dass das, was wir ihnen hier beibringen, genügen würde, um sie zu überzeugen, dass der Weg des Dunklen Lords, wie sie ihn nennen, nicht der beste Weg ist, egal, was ihre Überzeugungen sind. Doch ist sein Einfluss auf sie oft viel zu stark. Die Kinder werden einfach manipuliert, sie sind das beste Propagandaziel für Voldemort. Der ganze Schutz, den wir ihnen in Hogwarts bieten, ist dagegen ganz wenig.
Lewis ist davon überzeugt, dass wir alle Schüler von der Schule verweisen sollten, die das Ministerium verdächtigt, irgendwie mit Voldemort verbunden zu sein. Gibt es denn keine darunter, die sich aus dieser Falle herausziehen wollen und die es mit unserer Hilfe eines Tages vielleicht würden schaffen können? Wäre die Tatsache, sie zurückzuweisen, nicht das beste Mittel, Voldemort sie völlig beherrschen zu lassen? Der Minister wird bald wissen, was geschehen ist, und er wird mich erpressen, damit ich Maßnahmen treffe. Philip versteht nicht, dass uns in dieser Lage jede Bewegung viel kosten kann.
Wenn ich Ihnen von all dem erzähle, Harry, ist es, weil ich weiß, dass Sie nicht alle Meinungen unseres Ministers teilen. Ich weiß natürlich, dass Sie als Auror ganz bestimmte Gründe haben sollen, sich gegen alles zu erheben, was an Voldemort erinnert, aber ich möchte, dass Sie nicht vergessen, dass Hogwarts eine Schule bleibt, und dass sie als Schule keine politischen Meinungen schützt, sondern einfach Jugendliche..."
„Das reicht, Albus", unterbrach Harry sanft.
Der alte Zauberer hob den Blick von seiner Tasse Tee und richtete ihn auf sein Gesicht.
„Um ganz ehrlich zu sein, bin ich gekränkt, dass Sie mich unterschätzen."
Harry sah, wie ein trauriges Licht in den Augen des Schulleiters erschien. Glaubte er wirklich, dass solch eine Rede notwendig war, um über ihn Bescheid zu wissen? Tja, warum nicht, immerhin...
„Na, Albus, glauben Sie, dass ich so schwer von Begriff bin? Ich weiß alles, was Sie mir eben gesagt haben, ganz genau. Die Tatsache, dass ich für die Regierung arbeite, macht aus mir nicht jemanden, der von der Vernichtung aller Slytherins besessen ist", sprach Harry mit nachlässigem Ton weiter und tat, als hätte er nicht bemerkt, dass Albus seine vorigen Worte missverstanden hatte. „Um ganz ehrlich zu sein, vertraue ich Ihnen viel mehr als ich Lewis je vertrauen werde."
Harry ließ Albus seinen Blick durchsuchen, um über die Wahrheit seiner Worte zu entscheiden. Nach einer langen Zeit sprach der Schulleiter wieder:
„Warum sind Sie Auror geworden, wenn Sie der Regierung nicht vertrauen?"
„Das ist die beste Art und Weise zu handeln, die ich gefunden habe", antwortete Harry ehrlich. „Denn es gibt nur einen einzigen Slytherin, den ich träume zu vernichten: Tom Vorlost Riddle."
Bei diesem Namen und beim hasserfüllten Ausdruck, der ihn begleitet hatte, richtete sich Albus wieder in seinem Sessel auf.
„Es scheint tatsächlich, dass ich Sie unterschätzt habe", murmelte er. „Woher kennen Sie diesen Namen?"
Harry schüttelte den Kopf fest ablehnend.
„Tut mir Leid, Albus, aber das geht Sie nichts an."
„Weder das noch der Grund, aus dem Sie so sauer auf ihn sind, vermute ich?"
Harry zuckte einfach mit den Schultern:
„Er hat mir das Herz hundert Male herausgerissen. Da er keins besitzt, werde ich ihm das Leben herausreißen", sagte er kühl.
'Und zwei Male werden nicht zu viel sein', fügte er für sich selbst hinzu.
Albus beobachtete ihn lange. Wie konnte ein Wesen so viel Pein in sich selbst haben und weiter leben und kämpfen?
„Ist der Hass also das einzige, was Sie weiter leben lässt?", fragte er, indem er seine Gedanken zusammenfasste.
Harry starrte ihn einen Augenblick lang an, dann traf er die Entscheidung, dass diese einzige Auskunft wenig Schlechtes verursachen konnte.
„Ich muss einen Auftrag erfüllen", enthüllte er. „Ich werde diese Erde nicht verlassen, ehe ich sicher bin, mit ihm fertig zu sein oder keine Chance mehr zu haben, ihn zu erfüllen. Nicht vorher."
'Mein Gott, nun wird es melodramatisch', dachte er, indem er wegblickte.
Eine lange Stille herrschte im Zimmer, dann fasste sich Albus wieder und goss sich eine neue Tasse Tee ein.
„Sie sind wirklich jemand seltsames, Harry", sagte er.
„Nicht mehr als ein Mensch, der während einer Hälfte seines Lebens lernt und während der anderen Hälfte die Last der Welt auf seinen Schultern trägt. Wann werden Sie an sich selbst denken, Albus? Sie glauben so sehr an das, wozu Sie sich zwingen, dass Sie es vergessen zu altern."
Wegen der Stille, die ihm antwortete, blickte Harry wieder zum alten Schulleiter und traf seinen Adlerblick, der ihn drängend anstarrte. Die Tasse, die halbwegs zum Mund stand, war wieder herunter gesenkt worden und stand wieder auf dem Arbeitstisch. Vor der Neuigkeit der Lage konnte Harry sein Lächeln nicht verbeißen.
„Ich vermute, dass ich stolz auf mich sein sollte: Ich habe es geschafft, dass Sie drei Male binnen fünf Minuten kein Wort mehr aussprechen können. Gewöhnlich geschieht das eher Ihren Gesprächspartnern, oder?"
Albus blieb einen Augenblick lang unberührt, dann lächelte er ein wenig und das schelmische Licht kehrte in seine Augen zurück.
„Ich sagte ja, dass Sie seltsam sind..."
Harry lachte leise und machte es sich in seinem Sessel bequemer. Albus nahm sich die Zeit, seine Tasse auszutrinken und den Mund aufzumachen, um wieder das Wort zu ergreifen. Ein goldener und rötlicher Lichtblitz unterbrach ihn. Die beiden Männer drehten automatisch den Kopf zur Vogelstange neben der Tür, wo eben ein Phönix erschienen war und seine Feder ruhig glättete.
„Ich glaube nicht, dass Sie Fawkes kennen, Harry", bemerkte Albus.
„Er ist wunderschön", antwortete er.
Beim Klang seiner Stimme drehte der Feuervogel seinen Kopf zu ihm um und starrte ihn an, ohne zu blinzeln. Harry hatte einen plötzlichen Verdacht: Keiner konnte sagen, er würde alle Mächte eines Phönix kennen. Was würde Fawkes in ihm lesen können? Er verspürte hinter seinem Kopf Albus' Blick, der darauf wartete, die Reaktion seines Vogels zu sehen. Harry wusste, dass der alte Zauberer seinem Phönix immer sehr vertraut hatte.
Nach einem kurzen Augenblick stieß Fawkes einen fröhlichen Gesang aus und flog von seiner Stange ab, um auf seiner Schulter zu landen, auf der er sich mit vor Genuss geschlossenen Augen gerne streicheln ließ. Harry mochte es, das warme und sanfte Gefieder wieder unter seinen Fingern spüren zu können und er lächelte. Auf der anderen Seite des Arbeitstisches lehnte sich Albus bequem am Rücken seines Sessels ab und faltete die Hände über seinem Bart.
„Na denn! Es sieht so aus, als hätte Fawkes Sie völlig angenommen, Harry."
Harry lachte leise und erklärte wegen des fragenden Blicks des Schulleiters:
„Das sagen Sie, als könnten Sie gleich danach hinzufügen: 'Dann soll ich nichts mehr sagen!'."
Albus schüttelte tadelnd den Kopf mit einem Lächeln auf den Lippen:
„Wann haben Sie es gelernt, mich so gut zu kennen?"
Harry lächelte einfach, ohne zu antworten, und wartete darauf, dass er weitersprach und die Entscheidung traf, das Kern der Sache zu behandeln.
„Ich habe Sie hier herbeigerufen, Harry, um Ihnen einen Vorschlag zu machen", enthüllte schließlich Albus.
Harry richtete sich sofort wieder in seinem Sessel auf, da er verstand, wozu es führte.
'Schon?', dachte er überrascht. 'Mein Gott, und ich hatte gedacht, dass ich unter dieser Identität Jahre lang brauchen würde... Ich liebe dich, Fawkes!'
Der Vogel stieß einen leichten Ton aus und zerzauste seine Feder, als hätte er seine Gefühle verstanden.
„Sie wissen wohl, dass mehrere Leute heute Nacht mit mir gekommen sind, um Ihnen zu helfen. Diese Leute gehören zu dem, was wir unter uns den Orden des Phönix nennen."
Harry verspürte große Lust, ihm zu sagen, dass er alles wusste und dass Albus das Thema nicht weiter zu erläutern brauchte, aber das hätte für ihn zu viele Fragen verursacht.
„Das Ministerium ahnt, dass diese Organisation existiert, aber Lewis misstraut mir immer noch und denkt, dass sie gegründet wurde, um ihn in Verruf zu bringen und um ihn mir zugunsten zu stürzen. Ich bitte Sie darum, nichts davon zu glauben. Das einzige Ziel des Ordens ist die Vernichtung von Voldemort und das Beenden der Todesserangriffe auf die Bevölkerung, egal ob magisch oder muggel. Wir greifen sobald wir es können bei Fällen ein, über die das Ministerium nicht Bescheid weiß oder um die es sich wenig bekümmert fühlt. Es kommt tatsächlich vor, dass wir uns den Ansichten der Regierung entgegenstellen müssen, aber dann ist es ganz einfach, weil wir damit nicht einverstanden sind", stellte Albus dar.
Der alte Zauberer hörte dann einige Sekunden auf und Harry verstand, dass er auf eine Reaktion von ihm wartete.
„Wenn Sie denken, dass ich mich nun beeilen werde, dieses Büro zu verlassen, um meinen Vorsitzenden alles zu erzählen, dann fürchte ich, Sie enttäuschen zu müssen", sagte er mit ein bisschen Humor in seiner Stimme. „Um ehrlich zu sein würde ich Sie ganz enthusiastisch unterstützen, wenn Sie Lewis stürzen möchten."
Albus lächelte und fuhr fort:
„Ich bin glücklich, dass Sie es mir sagen. Ihr Verhalten als Lehrer hat mich schon davon überzeugt, dass Sie unsere muggelgeborenen Schüler nicht verabscheuen, und der Fall von Mr Snape sowie Ihre Worte, dass Sie auch keine Vorurteile gegen die Slytherins haben. Es liegt Ihnen am Herzen, sich so Voldemort gegenüberzustellen wie wir es tun. Ich wollte Ihnen also vorschlagen, zum Orden des Phönix zu gehören. Ich bin sicher, dass Sie ein wertvoller Alliierter sein würden."
Harry sprang innerlich vor Freude. Äußerlich lächelte er einfach und antwortete:
„Ich wäre davon begeistert, Albus."
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Ihrem Wort treu bleibend entließ die Krankenschwester James drei Tage später aus seinem Gefängnis mit weißen Wänden. Sofort versammelten sich seine drei Freunde, die vor der Tür standen, da sie wegen ihres Rufs – und vielleicht auch wegen James' letzter Bitte – nicht die Erlaubnis bekommen hatten, ihn zu besuchen. Tatsächlich stand James in der Umarmung seines besten Freundes, sobald er durch die Tür gegangen war.
„James! Warum hattest du uns nichts wegen Zabini gesagt?", tadelte er ihn sofort. „Wir haben uns alle so viele Sorgen gemacht!"
„Bitte, Sirius!", ächzte der junge Gryffindor, der seine Gliederschmerzen unter dem Gewicht erneut spürte. „Du bist schlimmer als meine Mutter!"
„Sirius hat Recht, James", sagte Remus, während Tatze ihren Freund frei ließ. „Warum hast du uns nicht zumindest Bescheid gesagt?"
James sah plötzlich verstört aus und antwortete, ohne sie anzusehen:
„Weil ich wusste, dass ihr mit mir würdet kommen wollen, wenn ich das getan hätte."
„Na und?", rief Sirius aus. „Das ist doch normal, oder? Wir hätten dich sicher nicht allein aus Hogwarts kommen lassen!"
„Ich hatte geschworen, allein zu kommen, und Zabini auch! Diese Schlange soll wohl gedacht haben, dass es seine maskierten Kumpel nicht betraf", fügte er finster hinzu.
Es gab eine Stille, dann sagte Peter schüchtern:
„Ich denke, dass du dennoch mit jemandem darüber hättest reden sollen, James, damit zumindest eine Person wusste, wo du warst. Ich bin sicher, dass Remus sofort verstanden hätte."
Sirius drehte sich argwöhnisch zu Moony um:
„Stimmt das? Du hättest ihn allein weggehen lassen?"
„Natürlich, da er versprochen hatte."
„Bist du denn verrückt?", fing der junge Mann an zu schreien. „Du hättest ihn so mit all diesen Todessern in der Nähe vom Schloss ausgehen lassen und..."
„Sirius!", unterbrach ihn James mit lauter Stimme, indem er die Augenbrauen runzelte. „Keiner konnte wissen, dass es Todesser geben würde! Hör mal auf, Remus zu beschimpfen!"
Sirius schwieg und verschränkte offensichtlich immer noch wutentbrannt die Arme. Remus sah ihn einen Augenblick lang verdutzt an, dann blickte er weg. Peter sah sie beide nacheinander mit einem beängstigten Ausdruck auf dem Gesicht an. James seufzte wegen der nun schweren Stimmung.
„Na, kehren wir zum Gemeinschaftsraum zurück?", suggerierte er mit einem versöhnlichen Ton. „Ich bin sicher, dass Evans ihre Ruhmesstunde schon erlebt hat, also bin nun ich dran...", fügte er scherzend hinzu.
Keiner reagierte und sie gingen mit einer schweren Stille zum Gryffindor-Turm zurück. Sobald er eingetreten war, stürzten sich tatsächlich die Neugierigen zu James. Lily war einige Zeit von dieser Aufmerksamkeit begünstigt worden, aber da sie schließlich von all den Neugierigen gelangweilt war, die sie daran hinderten, sich richtig auf ihre Arbeit zu konzentrieren, hatte sie die natürliche Autorität genutzt, dank der sie Vertrauensschülerin geworden war, um sie verstehen zu lassen, dass sie nicht besonders vor hatte, die Geschichte mit allen Details zu erzählen, und dass man dafür auf die Ankunft von James würde warten müssen, der die öffentliche Aufmerksamkeit viel mehr mochte.
James setzte sich also an den Kamin und begann, ihr gemeinsames Missgeschick zu erzählen, wobei er bemerkte, dass ihm zwar Peter aufmerksam zuhörte, dass Remus aber offenbar nur unaufmerksam hörte so wie Sirius, der dem eben genannten jungen Mann finstere Blicke zuwarf. Er runzelte die Augenbrauen, aber erzählte dennoch weiter, bis Evans auch eintrat – sie kam wahrscheinlich von der Bibliothek her – und direkt zu ihm ging.
„Ach! Potter, du bist zurück. McGonagall hat mir eben gesagt, dass unsere Strafen wegen der Tatsache, dass wir nachts aus Hogwarts gegangen sind, entschlossen worden sind."
James' Gesicht traf einen erschrockenen Ausdruck.
„Strafen? Nach dem, was geschehen ist?"
„Das ändert nichts an der Tatsache, dass du ohne Erlaubnis aus der Schule gegangen bist und dass auch ich das dank dir getan habe", schnüffelte das Mädchen missachtend.
„Ich habe dich nicht darum gebeten, mir zu folgen, so weit ich weiß", erwiderte James, indem er die Augenbrauen runzelte, bevor er vorsichtig fragte: „Und was sind das für Strafen?"
„Wir sitzen eine Woche lang mit Professor Davies nach, da er es ist, der uns hat retten müssen", antwortete sie. „Zumindest haben sie Gryffindor keine Punkte abgezogen..."
James blickte mit einem verzweifelten Ausdruck zum Himmel.
„Ist es das Einzige, was für dich zählt, Evans?", ächzte er. „Die Punkte von Gryffindor?"
Lily warf ihm einen vernichtenden Blick zu.
„Natürlich kann man nicht das Gleiche von dir sagen. Wenn du und die anderen während der vorigen Jahre etwas ruhiger gewesen wärt, so hätten wir sicher bessere Chancen gehabt, den Hauspokal zu gewinnen!"
„Wir haben ihn schon während der beiden letzten Jahre gewonnen!", protestierte James.
„Nun ist es sicher nicht dank euch! Was mich betrifft, verabscheue ich es, wenn ich Professor Kraftbrüh lächeln sehe!", stieß sie heftig aus.
Hierauf entfernte sie sich sofort mit Würde zum Mädchenschlafsaal und James blickte noch einmal zum Himmel. Bevor sie auf der Treppe verschwand, drehte sich die Vertrauensschülerin dennoch noch ein letztes Mal zu ihm um.
„Ach! Übrigens hat mich auch Professor McGonagall darum gebeten, dir Bescheid zu sagen, dass der Schulleiter einen Brief an deinen Eltern geschickt hat, um sie davon zu benachrichtigen. Du solltest bald ihre Antwort bekommen, denke ich."
Und das Mädchen ging weg, ohne den Ausdruck aus purem Entsetzen zu sehen, der auf dem Gesicht des Jugendlichen erschienen war, als seine Eltern erwähnt worden waren. Er ließ sich nach hinten in den Sessel fallen und legte seinen Kopf in seine Hände, bevor er niedergeschlagen ächzte:
„Ich bin tot."
Der gesamte Gemeinschaftsraum brach in lautes Gelächter aus.
oOoOoOoOo
Einige Stunden später musste James beim Abendessen Zabini und seiner Gruppe begegnen. Der Slytherin ging sofort zu ihm so wie eine selbstgesteuerte Rakete – James erinnerte sich nicht daran, wo er diesen Muggelgegenstand erwähnt gesehen hatte, aber er fand ihn ganz passend.
„Na, Potter?", stieß der Slytherin leise genug aus, damit ihn kein vorbeigehender Schüler hören konnte. „Du bist stolz darauf, bei Dumbledore ausgeplaudert zu haben?"
„Was erzählst du denn da?", murrte Sirius, was James' Gedanken perfekt zusammenfasste.
Sobald sie die Slytherins erblickt hatten, hatten sich die Rumtreiber sofort James genähert, als wollten sie ihn schützen. Auch wenn ihn dieses Verhalten ein wenig ärgern konnte, fühlte sich James seinen Freunden gegenüber dankbar, dass sie so sehr an ihm hingen.
„Nicht dich spreche ich an, du Hund!", erwiderte der Slytherin scharf und Sirius richtete sich verärgert auf.
Bevor er etwas hätte erwidern können, hatte der Slytherin weitergesprochen.
„Ihr wisst ganz genau, worüber ich rede, nur du konntest bei Dumbledore über das Duell ausplaudern!"
„Armer zu Unrecht beschuldigter Unschuldiger...!", spottete Sirius.
„Ich habe Dumbledore nichts gesagt, Zabini!", unterbrach James. „Ich habe drei Tage im Krankenflügel verbracht und ich habe ihn nicht mal gesehen. Übrigens habe ich mit niemandem davon gesprochen, sie wussten schon Bescheid, als ich erwacht bin. Wenn du meine Meinung hören willst, so hat uns ein Schüler in der Eingangshalle reden hören und hat bei Davies alles ausgeplaudert... Vielleicht ist es sogar einer deiner gezähmten Affen", fügte er zu den anderen Slytherins missachtend hinzu. „Ich werde es jedenfalls nicht beklagen, jener, der es getan hat, hat mir sehr geholfen..."
Zabini schnüffelte und warf ihm einen letzten hasserfüllten Blick zu.
„Als ob ich dir glauben würde, Potter... Aber mach dir keine Sorgen, alles wirst du uns zur rechten Zeit vergelten."
Die Rumtreiber sahen missachtend, wie er sich entfernte, dann drehte sich James zu Sirius um:
„Wisst ihr, wer bei Davies ausgeplaudert hat? Evans?"
„Nein, sie wusste nichts über Zabini. Wir sind es, die es ihr gesagt haben", antwortete Sirius. „Aber du musst Recht haben, das ist zweifellos jemand, der euch in der Eingangshalle gehört hat."
„Davies weiß es bestimmt, aber ich wette darauf, dass er es nie wird sagen wollen", fügte Remus hinzu.
James nickte und murrte halb überzeugt:
„Jep... Aber ich war mir dennoch sicher, dass uns sonst niemand gehört hatte."
Sein Blick richtete sich auf die Gruppe von den Siebtklässlern von Slytherin, die sich an ihren Tisch auf der anderen Seite der Großen Halle setzten, und blieb an der schlanken Silhouette von Snape hängen. Der Jugendliche mit den schwarzen Haaren blickte als Antwort einen Augenblick lang herausfordernd zu ihm, dann schenkte er den Speisen vor ihm und dem Gespräch seiner Mitschüler wieder seine Aufmerksamkeit.
„James? Kommst du?", griff Peter ein, was ihn aus seinen Gedanken riss.
James bejahte leise murrend und folgte seinen Freunden zum Gryffindor-Tisch nach einem letzten nachdenklichen Blick zu Snape.
oOoOoOoOo
Am nächsten Morgen hatte James immer noch keine Nachricht von seinen Eltern und fing sogar an, sich darum Sorgen zu machen. Mit gerunzelten Augenbrauen schaute er zu, wie die Posteulen durch das Fenster wieder zurückflogen, durch das sie jeden Morgen hinflogen.
„Immer noch nichts?", fragte Remus, indem er sein Verhalten bemerkte.
James schüttelte den Kopf als Antwort und blickte zu seinen Getreideflocken, ohne sie zu sehen.
„Das ist seltsam", sagte er nach einer Weile. „Ich hätte geschworen, dass ich einen Heuler bekommen würde, sobald sie Bescheid wissen würden, aber... nichts!"
„Ach! Na, James", rief Sirius aus. „Du wirst es ja nicht beklagen, was?"
„Nein, du hast Recht", lächelte sein Freund. „Immerhin würde es mich sehr gut passen, wenn sie nie Bescheid wissen könnten!"
Remus runzelte die Augenbrauen, sagte aber nichts. Sirius bemerkte es sofort.
„Nun was, Remus, du hast doch keine Lust, dass James angeschnauzt wird?", fragte er, indem er selber die Augenbrauen runzelte
„Natürlich nicht, aber das stimmt, dass es nicht wirklich dem ähnelt, was Mr und Mrs Potter tun würden. Ganz einfach das", antwortete der junge Mann, indem er nachlässig mit den Schultern zuckte.
„Denkst du, dass ihnen etwas geschehen ist?", fragte James sofort besorgt.
Remus zögerte einen Augenblick lang, bevor er seine Gedanken aussprach.
„Man muss ja gestehen, dass zur Zeit niemand mehr wirklich in Sicherheit ist, James, und auch wenn deine Eltern nicht öffentlich gegen Du-Weißt-Schon-Wen kämpfen..."
„Voldemort", unterbrach ihn Sirius bissig.
„Hm... ja, du weißt, dass ich noch Schwierigkeiten habe, seinen Namen auszusprechen, Sirius", sagte Remus entschuldigend.
Remus' Familie gehörte nämlich zu jenen Leuten, die schon anfingen, den einfachen Namen des Dunklen Lords für eine Verwünschung zu halten. Das war nicht der Fall bei den Potters und Sirius hatte es immer abgelehnt, den Respekt zu zeigen, den seine Familie von ihm dem schwarzen Magier gegenüber erwartete, daher hatten Remus und Peter sich daran gewöhnen müssen, diesen Namen aus dem Mund ihrer Freunde zu hören, die sie allmählich dazu ermutigt hatten, das Gleiche zu tun. Doch halten alte Gewohnheiten lange.
„Wie auch immer haben sie öffentlich gesagt, dass sie gegen seine Handlungen sind, und sie sind im magischen England ziemlich bekannt, also..." fuhr Remus fort.
„Was spielst du denn da, Remus?", rief Sirius aus, indem er aufstand. „Machst du das absichtlich?"
Die Große Halle schwieg plötzlich und sah den Gryffindor neugierig an:
„Sirius?", stotterte Remus erstaunt. „Aber was willst du...?"
„James braucht es nicht, dass du ihm die schlimmsten Katastrophen ansagst, vor allem nicht nach dem, was geschehen ist! Wenn du wirklich sein Freund wärst, so würdest du es verstehen, was? Lass ihn ein bisschen in Ruhe!"
„Sirius!", griff James plötzlich ein, indem er auch aufstand und den Arm seines Freundes ergriff. „Hör auf! Was ist mit dir los? Warum greifst du Remus so an?"
Ohne zu antworten blickte Sirius ein letztes Mal wütend zu Moony und befreite sich von der Faust seines besten Freundes. Er ging in völliger Stille aus der Großen Halle. Erst dann, als das Gemurmel allmählich wieder erklang, während die meisten Augen zu den Rumtreibern blickten, riss sich James von seiner Verdutzung los. Er beugte sich zu Remus, der seinen Teller anstarrte, ohne ihn zu sehen, und legte eine Hand auf seine Schulter. Der junge Werwolf sprang auf und drehte sich zu ihm um.
„Achte nicht darauf, was er gesagt hat, Moony", flüsterte er ihm zu. „Ich habe den Eindruck, dass ihn diese ganze Geschichte völlig durchgedreht gemacht hat. Ich werde versuchen, mit ihm zu reden, einverstanden?"
Als Antwort lächelte ihm Remus schwach zu und schüttelte den Kopf und auch James verließ die Halle, um nach Tatze zu suchen. Peter sah ihm verdutzt nach und drehte sich erneut zu Moony um. Unwohl fing er an, ohne rechte Lust zu essen.
Am Lehrertisch sah Harry seinen pseudo-zukünftigen Vater einige beruhigende Worte ins Ohr des Werwolfs flüstern, bevor er die Tür auf der Suche nach seinem pseudo-zukünftigen Patenonkel durchschritt.
„Das ist ziemlich ungewöhnlich", kommentierte Minerva etwas weiter. „Das ist selten, die beiden da miteinander streiten zu sehen."
Harry konnte es nicht verhindern, sich ganz stark auf die Unterlippe zu beißen.
„Sirius hätte mir nicht gesagt, dass sie einen anderen Geheimniswahrer gewählt hatten, wenn er gedacht hätte, dass ich der Spion war. Ich vermute, deshalb hast du es mir nicht gesagt, Sirius?"
„Verzeih mir."
'Es hat schon angefangen', beklagte Harry. 'Ich darf sie nicht weiter machen lassen. Ich darf sie nicht aneinander zweifeln lassen! Aber wie...?'
Eine Hand, die sich auf seine Schulter legte, unterbrach seine Gedanken. Er blickte von seinen beiden gefalteten Händen weg und traf Albus' besorgten Blick.
„Fühlen Sie sich nicht gut, Harry?", fragte er.
Harry lächelte schwach.
„Doch, danke. Das wird gehen."
Albus nickte, ohne von ihm wegzublicken, und fuhr dann fort.
„Möchten Sie mir dann einige Augenblicke lang gönnen? Wir müssen miteinander reden."
Neugierig nickte Harry und er folgte dem Schulleiter durch die Gänge von Hogwarts bis zum Wasserspeier. Als er auf einem der zahlreichen Sessel des Raums saß, zog Albus aus einer Tasche seines Umhangs mehrere Pergamentstücke und fing an, sie durchzublättern. Mit einem Seufzer zog er schließlich ein Blatt aus dem Haufen und traf Harrys amüsierten Blick.
„Ich habe mich immer gefragt, wie jeder Tag so viele Formalitäten zu erfüllen sowie Bitten oder Beschimpfungsbriefe bringen konnte. Die Nachteile meines Amtes, vermute ich...", sagte er scherzhaft.
„Nicht doch, Albus", erwiderte Harry mit der gleichen Stimme. „Sie werden es doch nicht beklagen, dass man Ihnen den nötigen Brennstoff zur Erwärmung Ihres Büros bringt?"
Albus hüstelte – und das schelmische Licht war dabei in seinen Augen ganz sichtbar –, ohne sich zum Feuer umzudrehen, das im breiten Kamin brannte, um die Kälte von Anfang Dezember zurückzuschieben. Einige verbrannte Pergamentstücke waren in den Flammen zwischen den Holzscheiten sichtbar.
„Harry", fing er mit einem ernsthafteren Ton an. „Ich habe heute Morgen einen Brief von einer Person bekommen, die um meine Hilfe gegen die Todesser bat. Es scheint, dass sie es auf irgendeine Weise geschafft hat, Voldemorts Interesse zu erwecken, obwohl sie es ablehnt, den Grund zu sagen, und dass ihre Familie gefährdet wird."
„Warum könnte sie nicht eher das Ministerium um Hilfe bitten?", fragte Harry mit gerunzelten Augenbrauen.
„Es scheint, dass sie sich weigert, die Gründe für diese Gefahr selbst der Regierung zu enthüllen. Nun ist es sicher, dass kein Auror es je annehmen wird, Truppen zu schicken, ohne dass man ihm einen guten Grund gibt, es zu tun."
„Sind Sie also sicher, dass sie wirklich in Gefahr ist?"
„Sagen wir mal, dass ich einen guten Grund habe zu denken, dass sie sich nicht um nichts sorgt. Wie auch immer dachte ich daran, eines der Mitglieder des Ordens des Phönix zu schicken, um ihr zu helfen, bis sie eine dauerhafte Lösung finden kann."
„Wo ist das Problem?"
„Der Orden des Phönix zählt zwar eine gewisse Anzahl von Mitgliedern, aber die meisten haben permanente Verpflichtungen, Familie, Arbeit... Manche müssen es auch vermeiden, die Aufmerksamkeit zu erregen, indem sie während dieser düsteren Zeit zu lange abwesend wären."
Harry verstand, dass er auf die Mitglieder anspielte, die diese Tätigkeit mit ihrer Arbeit als Auror ausgleichen sollten, wie Mad-Eye Moody oder Kingsley Shacklebolt.
„Sie wollen, dass ich mich darum kümmere?", fragte er, indem er die Augenbrauen runzelte. „Ich bin aber in der gleichen Lage wie sie. Ich kann nicht weggehen, wenn mir das Ministerium einen Auftrag für das ganze Jahr anvertraut hat..."
„Das stimmt, aber Sie sind für den Schutz der Schüler hier. Nun kehren während der Weihnachtsferien zahlreiche Schüler zu ihren Familien zurück. Unter diesen Umständen könnte ein einziger Ihrer Kollegen genügen. Sie könnten eine dringende Familiennotwendigkeit oder irgendetwas sonst erwähnen, ohne dass es, meine ich, zu viele Probleme stellt."
„Und bis dahin?"
„Andere Mitglieder des Ordens würden diskret nacheinander überwachen, um ihnen einen bestimmten Schutz zu geben."
Harry überlegte lange. Tatsächlich musste er nichts Besonderes in Hogwarts tun. Die Rumtreiber so wie Lily würden wahrscheinlich alle nach Hause zurückkehren. Warum sollte er also bleiben? Indem er Albus' Auftrag übernahm, würde er ihm beweisen können, dass er keinen Irrtum begangen hatte, indem er ihn im Orden angenommen hatten, was ihm wirklich nicht seine Zeit würde verlieren lassen.
„Sehr gut, Albus, ich nehme an", sagte er.
Albus antwortete mit einem herzlichen Lächeln und machte es sich bequemer in seinem Sessel.
„Perfekt! In diesem Fall werden Sie den Hogwarts' Express mit den Schülern nehmen und Sie werden allein King's Cross verlassen, um keine Aufmerksamkeit zu erwecken. Dann werden Sie aber die Familie Potter treffen."
