Hallo an alle! Hier bin ich wieder mit einem neuen Kapitel von der französischen FF von Dragonwing4 Changer le passé. Viel Spaß beim Lesen und einen herzlichen Dank an Verliebtindich, meine Betaleserin.
Disclaimer: Alle bekannten Charaktere und Orte gehören zu Mrs. Rowling und die Geschichte und die anderen Charaktere gehören zu Dragonwing4. Ich habe nur übersetzt.
Spoiler: Die ersten fünf Bände.
Eine zweite Chance
Die Vergangenheit verändern
Kapitel 13: Wo Anthony Eddings einen Schlaganfall bekommt:
Der schwere graue Dezemberhimmel dehnte sich überall aus, wo man nur hinsehen konnte, und bedeckte das britische Flachland. Eine Eule wurde einen Augenblick lang auf dem dunklen Dekor sichtbar, dann bog sie nach Norden ab. Fasziniert beobachtete Sirius das langsame Herabsenken der weißen Flocken und presste beide Hände gegen die Glasscheibe einer Abteilung vom Hogwarts-Express.
„Schnee!", rief er begeistert aus. „Das einzig Gute beim Winter!"
„Dieses Jahr ist er ganz schön früh gekommen", bemerkte Remus.
Mit einem Buch in der Hand starrte er nachdenklich die Landschaft an, die man durch einen weißen, noch schüchternen Schleier erraten konnte. Ein Knall misshandelten Leders sagte ihnen, dass Peter seinen Koffer wieder zugemacht hatte, und der Gryffindor stieg von der Bank herunter, auf die er sich gestellt hatte, um seinen Inhalt direkt zu sehen.
„Ich hoffe, wir werden bald Schneeballschlachten machen können", sagte er mit einem erfreuten Ausdruck. „Wirst du uns einladen, James?"
„Natürlich! Das Gelände des Herrenhauses ist toll für die Schlachten", antwortete er, indem er sich mit einem breiten Lächeln wieder setzte.
„Dann soll man darum beten, dass er bleibt."
Alle nickten zu Remus' Worten.
„Wir werden bald im Bahnhof ankommen", bemerkte Sirius, indem er auf seine Uhr schaute.
„Ein Glück, dass Peter mit dem Aufräumen seines Koffers fertig ist", scherzte Remus.
„Gut!", sagte James mit einem strengen Ausdruck. „Du vergisst nicht, regelmäßig zu kommen, Tatze?"
„Schon gut, schon gut, ich hatte verstanden!", verzog Sirius fälschlich das Gesicht und rollte die Augen. „Obwohl ich es gerne vermeiden würde, so oft in der Anwesenheit von Evans zu sein... Aber tja", fügte er mit einem schelmischen Licht in den Augen, „ich verstehe, dass du Hilfe von mir brauchst, um die Stimmung zwischen deiner Angebeteten und dir zu erleichtern. Immerhin kann nicht jeder so gut dabei sein wie ich..."
Die Tür des Wagens glitt plötzlich auf, was sie alle zusammenzucken ließ.
„Wobei?", fragte Lily, indem sie die Augen argwöhnisch zusammenkniff.
„Evans!", rief Sirius mit einem empörten Ton. „Jetzt belauschst du private Gespräche?"
„An deiner Stelle würde ich nicht mal fragen, Lily", griff Anderson mit tonloser Stimme ein. „Das Wenige, wobei Black irgendeine Fähigkeit haben könnte, ist sicher des Interesses unwürdig."
Anstatt sofort zu antworten, richtete Sirius einen langen matten Blick auf die Gryffindor. Anna hob schließlich die Augen und eine fragende Augenbraue zu ihm.
„Musst du mir wirklich all das sagen, ohne die Augen mal von deinem Schmöker zu heben, Anderson?", seufzte er mit einem verzweifelten Ton.
Anna zuckte einfach mit den Schultern und senkte den Blick erneut zum schweren Buch, das auf ihren Unterarmen lag. Sirius seufzte zum zweiten Mal dramatisch und tat, als müsste er sich vor Schmerzen auf Peter stützen.
„Dieses Mädchen ist eine lebende Tote! Ich bin sicher, dass sie von Schmökern gefressen worden ist, als sie klein war..."
Er richtete sich plötzlich wieder auf, wie von einem plötzlichen genialen Einfall getroffen.
„Hey! Das ist es aber! Sie wurde gefressen und wird von den Büchern kontrolliert! Und daher muss sie ständig zur Bibliothek, damit sie ihre Macht über sie erneuern können!"
Das Schweigen zog sich in die Länge. James drehte sich zu Lily um.
„Ihr wolltet...?", fragte er höflich.
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Harry, der bequem im Schneidersitz saß, öffnete langsam die Augen, als der Wind in seinen Haaren anfing, an Stärke zu verlieren. Um das Ende der langen sich schlängelnden Linie vom Hogwarts-Express zeichnete sich schon der King's Cross Bahnhof ab, der mit jeder Sekunde näher rückte.
Harry beobachtete interessiert die vom abendlichen Stau überladene Muggelstraße, die er neben der magischen Eisenbahn sah. Trotz des Getöses der Dampflokomotive blickte kein Muggel von seinem Lenkrad auf, da sie davon überzeugt waren, es mit einem ganz normalen Warenzug zu tun zu haben. Es stimmte, dass der Hogwarts-Express für sie etwas anders aussehen sollte... Harry spürte ein seltsames Prickeln, als der Wagen, den er gewählt hatte, durch die Muggelabwehrgrenze und die defensiven Zauber fuhr, die den Ausgang vom Gleis Neundreiviertel sperrten.
Er zitterte kurz, als er daran dachte, was ihm geschehen wäre, wenn er für eine mögliche Bedrohung gehalten worden wäre, dann verzog er das Gesicht und entschloss, dass er es lieber nicht wusste. Der Zug verlangsamte sich noch mehr und er sah überraschte Gesichter, da die Zaubererfamilien, die auf ihre Kinder warteten, ihn allmählich bemerkten. Schließlich stoppte er völlig und Harry konnte aufstehen, ohne zu fürchten, dass er schwanken könnte. Unter ihm öffneten sich Türen und er hörte, wie bekannte Stimmen ein heftiges Gespräch fortsetzten.
„Du spinnst wohl, Evans!", rief Sirius aus, der beinahe in ein lautes Gelächter ausbrechen zu wollen schien. „Zur jetzigen Stunde liegt er bestimmt im Krankenflügel, er spielt sicher nicht auf einem fahrenden Zug den Seiltänzer."
„Ich weiß, was ich gesehen habe, Black!", unterbrach die Vertrauensschülerin mit scharfer Stimme.
„Beruhigt euch, ihr beiden!", griff Remus' ruhige Stimme ein. „Du musst doch gestehen, dass es etwas schwierig ist es zu glauben, Evans, aber man kann das ganz einfach sicher stellen. Wir müssen nur ein bisschen weiter nach vorne gehen und..."
„Bleiben Sie nicht im Weg!", murrte plötzlich Thomson, der offenbar hinter ihnen auftauchte.
„Entschuldigung, Professor!", antwortete July Backson ganz schnell.
Der Auror murrte etwas Undeutliches, dann hörte Harry, wie er auf den Bahnsteig sprang. Er stellte sich sehr gut vor, wie sein Kollege mit einem ungeduldigen Ausdruck die Augen hob, und er lächelte, während er seine vom starken Luftzug misshandelten Haare wieder zusammenband. Ein verdutztes Gemurmel stieg von den unten stehenden Leuten auf, die ihn handeln sahen, aber er kümmerte sich nicht darum und näherte sich dem Rand des Wagens. Thomson ließ ein Murren los, als er ihn am Dachrand knien, sich fallen lassen und gelenkig auf dem Boden landen sah.
„Nun?"
„Nichts festzustellen!", behauptete Harry mit einem nachlässigen Ton. „Wenn Sie mich bitte entschuldigen möchten, ich werde erwartet..."
Thomson nickte kurz, was alles meinen konnte, dann wandte er ihm den Rücken zu. Harry lächelte und winkte zu den acht Schülern von Gryffindor und Ravenclaw, die ihn gehen sahen, ohne sich auch nur einmal zu bewegen.
„Na, wer spinnt?", fragte Lily, indem sie eine Augenbraue vielsagend zu Sirius erhob.
„James!", unterbrach sie George Potters tiefe Stimme aus der Menge. „Hierher!"
James erblickte seine Eltern und jene von Peter, die sich durch die Menge einen Weg bahnten, und er lächelte. Die Erwachsenen erreichten sie schnell und Peter wurde bald in der starken Umarmung seiner Mutter gefangen. Mrs Pettigrew, die klein und rundlich war, ließ ihren Sohn erst frei, um ihn zu fragen, ob er nichts Wichtiges in seinem Schlafsaal vergessen habe. James verkniff sich ein Lächeln, als er sich fragte, was sie gesagt hätte, wenn Remus seinen Zauberstab nicht gefunden hätte...
„Hallo, Sohn!", rief George aus, indem er ihn gegen sich drückte, um ihm die Haare zu zerzausen.
James murrte und schaffte es, sich von seiner festen Umarmung zu befreien.
„Wann wirst du es endlich lernen, meine Haare in Ruhe zu lassen!", ächzte er. „Es ist nicht meine Schuld, wenn du ein anormaler Potter bist!"
„Hmpf!", machte sein Vater, indem er mit einem fälschlich gekränkten Ausdruck seine Brille wieder höher auf seine Nase schob. „Dafür habe ich immer noch die Kurzsichtigkeit!"
„Sie müssen schon gestehen, dass es nicht der beste Teil des potterischen Erbes ist", scherzte Sirius. „Das ist wirklich schade, Sie werden nie den wahnsinnigen Reiz von James haben!"
„Den wahnsinnigen Reiz?", bemerkte George lächelnd.
„Natürlich! Fragen Sie zum Beispiel Evans..."
„Sirius! Bitte bleib zum einen einzigen Mal in deinem Leben still!", griff James mit einem drohenden Ton ein.
„Ich finde meinen Mann ganz gut, so wie er ist...", behauptete Mrs Potter, die lachend im Spiel mitmachte.
„Danke, Anne", sagte George und tat, als würde er vor Erleichterung seufzen.
„...Auch wenn natürlich jeder Mann seine Fehler hat."
Drei empörte Blicke richteten sich zu ihr und sie beantwortete sie mit einem schelmischen Lächeln, dann ignorierte sie sie und drehte sich zu Lily um.
„Du musst Lily Evans sein, nicht wahr?", sagte sie mit einem fast gierigen Ton. „Sirius hat uns viel von dir erzählt."
„Das hatte ich zu verstehen geglaubt", murrte sie mit einem vernichtenden Blick zum Betroffenen, während James seinen Vater, der bereit schien, in ein lautes Gelächter auszubrechen, mit einem scharfen Blick überwachte.
'Merlin, er scherzte wirklich nicht', ächzte sie innerlich.
Dennoch nahm sie Mr und Mrs Potters Händeschütteln gerne an. Remus profitierte davon, um sich James zu nähern:
„Ich muss weg, James", benachrichtigte er ihn. „Meine Eltern warten bestimmt außerhalb vom Bahnhof auf mich.
James blickte zu seinem Freund, den das Näherrücken des Vollmonds blässer als je machte. Klar, Mr und Mrs Lupin wollten keine Zeit verlieren: Der Winter kam mit immer kürzeren Tagen an und die Nacht würde bald hereinbrechen. Trotz ihrer langen Gespräche über das Thema fühlte James, wie sich sein Herz beim Gedanken, Remus allein zu lassen, vor Bitterkeit zusammen krampfte.
„OK. Ich werde dir eine Eule schicken, um dir zu sagen, wann du zu uns nach Hause kommen kannst."
„Einverstanden. Bis bald!"
Der junge Werwolf blickte schnell zu Sirius, doch Tatze schien sehr damit beschäftigt zu sein zu beobachten, wie die Potters und Lily einander kennenlernten. Fast zu sehr beschäftigt. Mit einem leisen Seufzer drehte er sich zu Peter um, um sich von ihm zu verabschieden. Einige Augenblicke später trafen auch die Pettigrews die Entscheidung zu gehen, während die Eltern von Lilys Freundinnen die Gruppe erreichten. Die Potters grüßten sie kurz, dann gingen auch sie zum Ausgang. Anne zog Lily beiseite, um mit ihr über dieses und jenes zu reden, während George einen Arm um die Schulter seines Sohnes und den anderen um die von Sirius legte.
„Na denn! Sieh mal einer an! Ihr seid fast zu groß, dass ich es noch tun könnte!"
„Sind wir zu groß oder sind Sie zu klein?", scherzte Sirius.
„Tja, das kann man sich tatsächlich fragen", gestand er lächelnd. „Es ist schwierig zu glauben, dass ihr binnen einiger Monate Hogwarts verlassen werdet", sprach er weiter.
„Du solltest wissen, was du willst, Dad", seufzte James mit einem verärgerten Ausdruck. „Sind wir zu groß oder nicht groß genug für dich?"
George brach in ein lautes Gelächter aus und führte sie unter den Ausgangsbogen vom Gleis Neundreiviertel.
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Harry musste einen Umweg durch den Tropfenden Kessel machen, um zum Ministerium zu gelangen, und apparierte im Hinterhof mit dem gewöhnlichen Knall. Als er die Kneipe selbst betrat, zuckte Tom, der Besitzer, zusammen, als er ihn erscheinen sah.
„Ach! Mr Davies", rief er aus. „Ich dachte nicht, dass ich Sie zumindest vor Ende Juni sehen würde. Ich hab' im Tagespropheten gelesen, dass Sie der Verteidigung von Hogwarts zugewiesen worden sind..."
Harry näherte sich ihm mit einem kleinen schiefen Lächeln, das meinte, dass er perfekt wusste, dass es nicht das Einzige war, was Tom über ihn in der Zeitung gelesen hatte.
„Ich habe eine Beurlaubung bekommen, um einige persönliche Sachen zu regeln, aber vorher muss ich zum Ministerium."
Tom murrte verständnisvoll und beugte sich sofort vor, um unter der Theke einen Topf aus Tonware zu holen, der eine gewisse Menge Flohpulver enthielt. Harry legte einen Knut auf die Theke und ergriff eine Prise Pulver.
„Danke Tom. Tut mir Leid, dass ich nicht eine Weile bleiben kann..."
„Aber bitte, tja, man kennt das ja", murrte der Zauberer mit einem verzerrten Lächeln. „Ich hoffe, dass Sie bald zurückkehren!"
Harry senkte den Kopf als Nicken und Verabschieden zugleich, dann warf er das Pulver in den Kamin, ohne auf die schiefen Blicke achten, die seine Anwesenheit auf sich zog, und sprach verständlich aus:
„Ministerium, Atrium."
Mit einer Wärmewelle verschwand er aus der dunklen Kneipe und kam einige Augenblicke später in die glänzend beleuchtete Eingangshalle des Ministeriums an. Er brauchte seine ganze Gelenkigkeit, um nicht wenig elegant auf den Boden zu prallen, doch es hinderte ihn nicht daran, einige amüsierte Blicke um sich herum zu bemerken. Er seufzte vor Ärger, indem er seine Uniform säuberte. Zumindest gab es nun kein Risiko mehr, dass seine Brille wegen eines heftigen Treffens mit dem Fliesenboden litt...
Harry ging entschlossen in das Getöse des Ministeriums an diesem Tagesende und ging durch die Flut der Angestellten hinauf, die für eine gute Schlafnacht oder sogar, was die Glücklicheren unter ihnen betraf, für einige Ferientage nach Hause zurückkehrten. Keiner schenkte ihm wirklich Aufmerksamkeit, sondern sie blickten nur kurz zu seinem purpurnen Umhang und gingen weiter. Harry war glücklich, dass es Rita Kimmkorn nicht geschafft hatte, während ihres letzten Treffens zusammen einen Fotografen in Hogwarts eintreten zu lassen: Harry Davies blieb für die Mehrheit der Leute ein rätselhafter gesichtsloser Mann.
Nach so viel Zeit fand Harrry diese Gleichgültigkeit seiner Anwesenheit gegenüber immer noch seltsam, als wäre er plötzlich unsichtbar geworden. Vorher hätte man ihn nie ignoriert, egal, wo er hinging. Wenn man in ihm nicht den Jungen, der lebt, sah, dann war er der beste Aurorschüler seines Jahrgangs oder noch jener, der Voldemort besiegt hatte. Überall hörten Gespräche auf, wenn er ankam, Augen richteten sich auf sein Gesicht, sperrten sich weit beim Anblick seiner Narbe auf. Natürlich war es ärgerlich, aber allmählich hatte es Harry gelernt, sich an diese ständige Aufmerksamkeit zu gewöhnen und sie ihn nicht ablenken zu lassen.
Also wären diese Hexe, die ihn leicht berührte, ohne darauf zu achten, oder dieser Mann, der beiseite schritt, um ihm auszuweichen, und gleich danach weiter mit seinem Nachbarn sprach, in seiner Welt unmöglich gewesen. Geistesabwesend hob Harry die Hand zu seiner Narbe und berührte sie leicht, um unbewusst zu prüfen, ob sie immer noch da war. Und sie war da. Sie würde immer da sein.
Es war eigentlich egal, was alle in ihm sahen, da er selber genau wusste, was zu sehen war. Das Schicksal hatte ihn getroffen, bevor er je anfangen konnte zu existieren, und eine Prophezeiung hatte den Weg vor seinen Schritten gebildet. Eine von undeutlichen Kreuzungen, Hindernissen und Dornen erschwerte, manchmal halb erloschene, oft schwierig zu folgende aber immer gegenwärtige Straße. Als er sich dessen bewusst geworden war, wäre er frei gewesen zu fliehen, alles zu verlassen, alles hinter sich zurückzulassen. Doch das Schicksal wäre ihm gefolgt und hätte ihn eingeholt, und dann wäre es zu spät gewesen, denn ein anderer hätte den Pfad gelöscht und durch seinen ersetzt.
Voldemort.
Mit einem unbewussten Zittern kam Harry wieder zu Sinnen und stand mit der Nase an den Gittertüren der Aufzüge. Geistesabwesend betrat er den ersten, den er fand, und schlich sich hinein, während sich die Türen schlossen, nachdem sie ihre Last an müden Zauberern frei gelassen hatten. Allein im Aufzug stehend lehnte er sich an die Wand, während er immer tiefer herunterfuhr. Einige Minuten später erreichte er schließlich die Mysteriumsabteilung. Im großen „Empfangsraum" blickte ein vorbeigehender Unsäglicher erstaunt zu ihm.
„Diese Abteilung wird bald in den Nachtdienst gestellt werden, Sir."
Harry blickte zu seiner Uhr und bemerkte, dass der Tag sich tatsächlich dem Ende zuneigte und dass das Verteidigungssystem bald wirken würde. Außerhalb der Dienstanfangs- und Endstunden sowie außerhalb der Mittagszeit verfügte die Mysteriumsabteilung nämlich über einen defensiven Prozess. Jede Person, die sie betrat, wurde so daran gehindert, zu jeglicher wichtiger Information zu gelangen, so lange sie nicht als ungefährlich und erlaubt, sich in diesem Ort zu befinden, anerkannt wurde. Mit diesem System waren Harry und seine Freunde am Ende seines fünften Jahres konfrontiert worden, als sie eben in diesem Raum angekommen waren und die Wände hatten tanzen sehen. Doch Harry hatte heute völlig Recht hier zu sein.
„Machen Sie sich keine Sorgen", meinte er zu dem Zauberer. „Ich werde erwartet."
Der Unsägliche zuckte desinteressiert mit den Schultern und wandte sich zu den Aufzügen. Die Tür hatte sich kaum hinter ihm geschlossen, dass Harry das Zischen hörte, das auf die Wirkungsstellung des defensiven Systems hinwies. Er hatte keine Lust zu warten, bis der Raum wieder aufhörte, sich zu bewegen, also sprang er durch die erste Tür, die sich ihm bot.
Was sich als eine ganz schlechte Idee erwies.
Harry ächzte innerlich, als er sich umdrehte, um den Raum wiederzuerkennen, in dem er sich befand. 'Nur mir geschehen solche Dinge...', dachte er und spürte dabei, wie er erblasste. Er zwang sich, die Augen vom Bogen in der Mitte des Raums des Todes loszureißen, lief beinahe bis zur nächsten Tür und sprang hinaus. Er brauchte eine Weile, um seinen Puls zu beruhigen, während er sich mit ganzem Gewicht an die Tür lehnte. 'Ich will dieses Ding niemals wiedersehen', murrte er innerlich. Die bloße Vorstellung vom Stoff, der sich wegen einer Brise aus einer anderen Welt langsam bewegte, und vom rein geisterhaften Gemurmel ließ seine Haare zu Berge stehen, und er brauchte diese Erinnerung wirklich nicht.
Als er wieder etwas ruhiger wurde, richtete sich Harry wieder auf und blickte sich im Gang um, in dem er sich befand, und war froh, ihn leer zu finden. Als er Eddings' Büro schließlich erreichte, war er noch etwas blass, aber der alte Zauberer sagte nichts dazu, wenn er etwas bemerkte.
„Davies!", rief er aus, als er ihn eintreten sah. „Da sind Sie endlich. Ich erwartete Sie früher."
„Tut mir Leid, Eddings", entschuldigte sich Harry mit einem Lächeln. „Ich habe Sie die Ausgangssperre verpassen lassen."
Der alte Unsägliche lachte, dann beugte er sich vor, um in seinem Arbeitstisch nach etwas zu suchen.
„So wie ich sehe, haben Sie meine Meldung bekommen."
„Das stimmt. Warum wünschten Sie es, mich zu treffen?"
Eddings richtete sich wieder auf und ließ eine Akte ansehnlicher Dicke vor sich fallen, dann blickte er auf, um Harrys Reaktion zu beobachten, der nur eine fragende Augenbraue hob.
„Ihre Akte", sagte der alte Zauberer mit einem viel sagenden Ausdruck an.
Harry tarnte ein lautes Gelächter als höfliches Hüsteln, als er wieder zur besagten Akte schaute. Wirklich eine ansehnliche Dicke. Vor allem für jemanden, der technisch erst seit sechs Monaten existierte.
Eddings löste den Knoten, der den Dokumentenhaufen in einem kohärenten Stapel zusammenhielt, mehr schlecht als recht und tauchte die Hände in den Haufen. Nach einigen fruchtlosen Bemühungen und verärgerten Murren schaffte er es schließlich, zwei Exemplare des Tagespropheten mit dem Datum von Anfang September herauszuangeln.
„Ich vermute, dass Sie sich daran erinnern."
Harry blickte kurz auf die Titel und lächelte, als er die betroffenen Artikel wieder erkannte.
„Das ist schwierig zu vergessen", gestand er.
„So wenig für Sie wie für unseren Minister, Mr Davies", murrte Eddings.
Harry hob eine Augenbraue und lächelte erstaunt.
„Wirklich?"
„Ich möchte gerne wissen, was Sie dazu getrieben hat, in so einem Käseblatt dieses ganze schöne Geschwätz zu sprechen, Mr Davies", zischte Eddings mit einem Blick zu ihm, der deutlich meinte: 'spiele nicht so ein Spiel mit mir'.
„Mögen Sie den Tagespropheten nicht?"
Eddings warf die Zeitungen mit einer verärgerten Bewegung auf seinen Arbeitstisch.
„Sie können so sehr prahlen wie Sie wollen, unser Minister verlangt Antworten!"
„In diesem Fall sollte er zuerst Fragen stellen, dann werde ich überlegen, ob ich darauf antworte oder nicht", bemerkte Harry mit einem ein wenig gelangweilten Ton.
Der Unsägliche starrte ihn lange und stechend an, dann artikulierte er:
„Haben Sie Kimmkorn dieses Interview gegeben, ja oder nein?"
„Ja", gab Harry zu.
„Und haben Sie wirklich behauptet, Sie hätten mit Elfen gesprochen?"
„Ja."
Eddings kniff die Augen zusammen und betrachtete ihn aufmerksamer denn je. Harry wusste, dass er darin nichts Anderes würde finden können als Ehrlichkeit.
„Dies, Mr Davies", sagte er schließlich, „ist noch schwieriger zu glauben als eine Zeitreise."
„Das muss ich zugeben", antwortete der junge Auror ruhig.
'Ich frage mich, was er sagen würde, wenn ich ihm sagte, dass dort, wo ich herkomme, ein einjähriges Baby Voldy einen gezwungenen Ruhestand geschenkt hat... Das sollte ich ihm besser nicht sagen, oder?'
„Ehrlich, Mr Davies. Jeder wäre glücklich, Ihnen zu glauben, wenn Sie behaupten, dass wir uns neue Alliierte gegen den Dunklen Lord schaffen können. Aber auch wenn wir ganz sicher von der Existenz dieser Völker sein könnten, was Sie übrigens ablehnen, uns zu beweisen, indem Sie sie uns vorstellen würden, wozu könnte uns ein Heer aus Zentauren und Hauselfen wirklich dienen?"
Harry spürte plötzlich, wie sein Herz ein seltsames Sprung erlitt. Seine Hände pressten die Armlehnen seines Stuhls, während sich seine Pupillen weiteten.
~„Ein Heer aus Nicht-Menschen! Haben Sie den Verstand verloren, Potter?"
„Beruhigen Sie sich, Cornelius."
„Aber ehrlich, Albus, können Sie es fassen? Was sagt uns, dass sich diese... Geschöpfe... nicht gegen uns wenden werden, wenn Voldemort besiegt sein wird? Das ist einfach lächerlich! Diese Rassen sind nicht vertrauenswürdig; wer weiß, was aus der Zaubererwelt werden könnte, wenn wir ihnen die Chance geben, uns in den Rücken zu fallen? Sie könnten uns alle zerstören!"
„Oder uns alle retten."~
„Immerhin sind die Elfen immer als eine schüchterne und dem Leben gegenüber respektvolle Rasse beschrieben worden. Und was könnten ihre Bögen und ihre Magie, von der man sagt, dass sie Pflanzen im Winter blühen lassen kann, gegen die Schilder und die Unverzeihlichen der Todesser, auch wenn sie es annehmen würden, an Kämpfen teilzunehmen?"
~Ein Wald wütender Bäume, die sich gegen ihre Angreifer wenden. Wurzeln, die sie stolpern lassen, Äste, die sich um ihre Arme schlingen und ihnen ihre Zauberstäbe entreißen.
Zwei feine Hände, die um eine zerfetzte Wunde herum liegen. Das Blut trocknet, die Haut zittert. Ein Licht erglimmt. Die offene Wunde schließt sich langsam.
Bögen, die sich erheben. Entschlossene, von Traurigkeit geprägte Ausdrücke. Die Sehnen spannen sich. Die Pfeile regnen und bringen das Blut und den barmherzigen Tod.~
„Und die Feen? Sagen Sie mir nicht, dass die Feen irgendwas gegen die Riesen tun könnten, die der Dunklen Lord bereits um sich versammelt hat."
~Schlagende Libellenflügel. Gefaltete Hände, geschlossene Augen. Eine Zauberformel leichter als ein Hauch, Magie aus Wellen und Winden. Der Riese blinzelt, fällt dann schlummernd auf die Knie.~
„Was die Zentauren betrifft, so müsste man sie zuerst davon überzeugen, aus ihren Wäldern zu kommen. Sie wissen, wie stolz sie sind. Warum würden sie es annehmen, uns zu helfen? Und wozu würden sie denn nützlich sein? Vielleicht dazu, das Ende einer Schlacht vorherzusagen?", sagte er spöttisch.
~Ein nackter Arm erhebt sich und weist auf den freien Himmel. Ein Huf schlägt auf den Boden, um Worte zu betonen. Der Mensch hebt den Blick, nickt. Rufe erschallen im Wald, die Fallen sind gestellt. Heute Abend ist der Mars sichtbar; die Todesser kommen näher.
Ein maskierter Kopf erhebt sich, von anderen gefolgt. Die Kälte wird weniger schwer, die Furcht kommt zum anderen Lager. Die Einhörner bekämpfen mit gesenktem Kopf die Dementoren, fordern sie heraus, ihre Schwärze ihrem eigenen Licht gegenüberzustellen. Die Umhänge drehen sich um, in der Ferne klingt das wütende Gemurmel allmählich aus. Der Zentaur verneigt sich vor den Unschuldswesen, für ihre Hilfe dankend.~
„Ich habe gehört, dass Sie auch von den Zwergen gesprochen haben. Ich weiß nicht, wo Sie gehört haben, dass solche Geschöpfe existieren, aber wozu würden uns ihre Gaben als Schmiede und Krieger dienen können, auch wenn wir es schaffen würden, sie aus ihren unterirdischen Häusern herauskommen zu lassen? Dies ist ein Krieg der Magie."
~Ein Zauberstab entflieht der Hand jenes, der ihn hielt. Der Todesser lacht unter seiner Maske. Sein Lachen bricht ab, als sich eine Axt in seinem Rücken einschlägt.
Flüche, die hinfliegen und zurückprallen. Die Mauer aus schwarzem und glattem Stein widersteht. Auf der anderen Seite lässt der erschreckte Puls der Verwundeten der Erleichterung den Platz, als die Angreifer aufgeben.~
„Und, wirklich, Mr Davies, wie können Sie denken, dass sich so viele verschiedene Völker alliieren könnten, um irgendwie einig nebeneinander zu kämpfen?"
~Der Drache landet auf dem Schlachtfeld und haucht seinen Glutesatem aus. Kein Zauber scheint auf ihn zu wirken, er ist zu listenreich, dass er so einfach bezwungen werden könnte. Ein wütender Galopp erklingt plötzlich, jeder entfernt sich aus dem Weg des Zentauren. Mit einem Sprung überschreitet er die Flammenzunge und taucht unter den Pfoten des Drachen hindurch. Ein Feenschwarm nähert sich, ergreift die Kleidung des Menschen, der ihn reitet. Im Augenblick, in dem der Zentaur auf der anderen Seite des Drachen erscheint, wird der Mensch von Dutzenden von ungreifbaren Flügelpaaren gehoben und bis zum schuppigen Rücken des Geschöpfs getragen. Erst, als er darauf springt, wird sich der Drache seines Fehlers bewusst. Doch schon taucht die Klinge des von der Wärme der Vulkane geschmiedeten zwergischen Schwertes in sein Fleisch.
Die Elfen und die Feen schreiten wegen des Eindringens nach hinten und sehen machtlos, wie ihr Wald unter den Lachen der Todesser, die darauf warten, sie massakrieren zu können, Feuer fängt. Eine Menge Zauber fliegt, die Schilder der Zerstörer geben nach. Mit Brüllen wilder Freude greifen die Zwergen stürzend an. Die Elfen finden wieder Vertrauen und lassen einen tödlichen Pfeilregen durch die Flammen fallen, so dass sie ihre Waffe gegen die Diener der Schatten wenden, die wiederum anfangen, Feuer zu fangen, und zum Fluss fliehen. Doch plötzlich erheben sich die Meerleute, ergreifen ihre Fußgelenke und ziehen sie unter das Wasser, spucken ihren Zorn den Flammen entgegen, empfangen die Feen, deren Flügel wegen der teuflischen Wärme verletzt sind...~
„Davies? Davies... Davies!"
Harry schreckte hoch und wurde sich plötzlich wieder sich selbst bewusst und war vom Adrenalinschub, der durch seine Adern floss, wie betäubt. Als er die Augen zu Eddings hob, war es der alte Zauberer, der plötzlich nach hinten in seinem Sessel fiel, vom plötzlichen wilden Licht, das seinen Blick erfüllte, völlig verlegen und erschreckt.
„Sie reden von Dingen, die Sie nicht kennen, Eddings", murrte er. „Und glauben Sie mir, Sie können sich nicht vorstellen, wie sehr Sie sich irren... Nicht mehr als es unser Minister kann."
Es gab eine lange Stille, während derer sie sich einfach anstarrten, aber Eddings war der erste, der den Blick abwandte.
„Könnten Sie uns... Präzisionen über diese nicht-menschlichen Völker geben?", murmelte er kurzatmig und mit rauer Stimme.
„Nicht, bevor sie selber über ihre Lage diesem Krieg gegenüber entschieden haben. Was ich Ihnen aber sagen kann, Eddings, ist, dass Sie auf dem Holzweg sind, wenn Sie sich vorstellen, dass Sie es einfach mit Geduld und einem oder zwei entscheidenden Überfällen schaffen werden, Voldemort und seine Helfer loszuwerden. Sehen Sie mir in die Augen, Eddings."
Der alte Zauberer gehorchte ihm und traf seinen Blick voller Zweifel mit dem von einer unerschütterlichen Gewissheit geprägten Blick von Harry. Er wurde plötzlich dazu unfähig, seine Augen von diesem Gesicht abzuwenden.
„Ich bin nicht aus bloßer Freude, mit der Zeit zu spielen, hierher gekommen, Eddings", sagte Harry langsam. „Ich komme aus einer verwüsteten und ruinierten Welt. Und ich bin da, um einen Krieg zu verhindern. Und trotzdem fürchte ich mich davor, dass es bereits zu spät dafür ist. Ich werde alles tun, was ich kann, damit wir all diese Schlachten nicht brauchen, aber ich werde Hilfe brauchen. Und ich weiß, dass unser Minister, der sich nicht mal vorstellen kann, dass Voldemort was Anders sei als ein bloßer Größenwahnsinniger, mit dem seine Dienste bald fertig sein werden, dass unser Minister nichts Anderes wird tun können, als mir Knüppel zwischen die Beine zu werfen.
Sie gehören zu dieser Epoche seit viel mehr Zeit als ich, Eddings. Sie haben gesehen, wie sich die Gesichter allmählich mit Furcht prägten, wenn von einem neuen Angriff erzählt wurde, Sie haben die plötzliche Stille um diesen Namen gehört, den heute nur ganz wenige Leute frei aussprechen können: Voldemort. Der Dunkle Lord ist nicht nur ein Größenwahnsinniger, Eddings. Er ist schlimmer, viel schlimmer als Grindelwald und alle schwarzen Magier, die die Zaubererwelt bis heute bekämpfen musste. Und wir werden viel mehr als nur einige Auroren brauchen, um ihn niederzuschlagen, auch jetzt in dieser Zeit.
Ich zweifle daran, dass Sie sich wirklich alles vorstellen können, was jene von meiner Zeit durchleben mussten, damit seine Bedrohung endlich vernichtet wurde. Die Wahrheit ist, dass ich lange gezögert hätte, die Tafel der Zweiten Chance zu benutzen, wenn ich gewusst hätte, welche Wirkung sie auf mich haben würde. Und schließlich weiß ich nicht, was meine Entscheidung gewesen wäre. Denn ich weiß nicht, ob ich dazu fähig sein werde, ein zweites Mal all das zu erleben, wenn ich in meiner Bemühung scheitern würde, um das Schicksal unserer Welt zu mildern. Und auch wenn ich den Preis leichter machen kann, so könnte es noch sein, dass er noch zu schwer sei, damit ich ihn bis zum Ende ertragen könnte. Aber ich bete dafür, denn meine Aufgabe wird nur dann erfüllt werden, wenn all das wieder zu Ende sein wird."
Eddings sah ihn eine lange Weile an, dann fragte er mit einer zitternden Stimme:
„Wer sind Sie wirklich, Harry Potter?"
Harry atmete tief ein und enthüllte dem einzigen Menschen, von dem er wusste, dass er dazu fähig sein würde, ihn völlig zu verstehen und ihm dabei zu helfen, wo es nötig sein würde, das wichtigste all seiner Geheimnisse:
„Ich bin der Junge, der lebt. Voldemorts Bezwinger."
Ein langer zischender Atem folgte seiner Behauptung und Eddings richtete sich plötzlich wieder in seinem Sessel auf, um ihn mit einem Adlerblick zu beobachten, der von der Hoffnungsflamme verschärft war, die darin zum Leben erwacht war, wie eine Glut, auf die man gehaucht hätte.
„Merlin...", murmelte er mit einer ehrfurchtsvollen Stimme.
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Jemand, der an die Tür klopfte, zog Lily aus ihrer Untersuchung ihres neuen Schlafzimmers. Die Potters hatten keine halben Sachen gemacht, auch wenn sie nur zwei Wochen lang bleiben sollte... Das Zimmer war geräumig und gut möbliert und ein großes Himmelbett stand da, das noch größer war als jene, die die Schüler in Hogwarts zur Verfügung hatten. Außer dem Arbeitstisch und dem Schrank aus Eichenholz gab es eine Bibliothek, die mit Büchern gefüllt war, meistens Romane oder Bücher für junge Zauberer und Hexen. Lily vermutete, dass die wirkliche Bibliothek der Potters, von der James gesprochen hatte, in einem eigenen Raum des Hauses stehen sollte.
Der Tür gegenüber gingen zwei breite Fenster auf den Park des Hauses hin, wo der Schnee anfing, sich in einem ungleichen Beet zu sammeln. Lily war wegen der Größe des Gebäudes selbst und wegen der des Geländes, das es umgab, völlig verlegen gewesen. Natürlich wusste sie wie alle, dass die Potters eine alte und reiche Zaubererfamilie waren, aber das hätte sie sich nie vorgestellt. Sie hatte Zeit gebraucht zu gestehen, dass sie tatsächlich einem authentischen Zaubererherrenhaus gegenüberstand – denn das war es, auch wenn Mr Potter es leugnete und sagte, dass ein Gebäude erst den Namen Herrenhaus verdiente, wenn es dort spukte, was gar nicht der Fall des Hauses der Potters war – und dass sie tatsächlich zwei Wochen lang in ebendiesem Herrenhaus verbringen würde.
Sie war eine Weile vor den schmiedeeisernen Toren stehen geblieben, von der Aussicht gefesselt. Die Steinfassade des alten Hauses war mit Fresken und Statuen dekoriert, die von der Zeit halb gelöscht worden waren. Davor lag ein riesiger, von Büschen geschmückten Garten, auf dem sich kaum sichtbare Wege abzeichneten. Anne – Mrs Potter hatte darauf bestanden, dass sie sie beim Vornamen nannte – hatte sie freundlich am Arm ziehen müssen, damit sie aus ihrer Abgestumpftheit zog und sich bewusst wurde, dass sie völlig lächerlich aussah. Eine Tatsache, die Potter offensichtlich nicht verpasst hatte, wenn man nach seinem leicht spöttischen Lächeln beurteilen sollte.
Anne hatte ihr ihr Zimmer gezeigt und hatte sie mit dem Versprechen, sie für das Abendessen herbeirufen zu lassen, einziehen lassen. Lily war mit dem Einräumen ihrer Sachen seit einer Weile fertig und besichtigte also einfach ihr Zimmer, wobei sie regelmäßig vor dem Fenster stehen blieb, um sicher zu stellen, ob der Garten nicht inzwischen kleiner geworden und ob es nicht ein Traum gewesen war.
In einem dieser Momente erwischte sie James. Lily riss sich aus ihrer Bewunderung los und durchquerte ihr Zimmer, um ihm die Tür aufzumachen.
„Das Abendessen ist fertig", sagte der Gryffindor nachlässig.
Wortlos nickte Lily, schloss die Tür hinter sich und folgte ihm. Sie gingen einige Gänge entlang und erreichten die Treppe, die zum Erdgeschoss führte. In diesem Moment traf James die Entscheidung anzufangen zu reden.
„Gefällt dir dein Zimmer?"
Lily war sicher, dass er leicht verstört klang.
„Ja", gab sie zu, indem sie den Kopf hob. „Es ist sehr gut."
„Ach."
Es gab einige stille Sekunden und selbst Lily fing an, sich linkisch zu fühlen. Sie räusperte sich und entschloss, das Gespräch weiter zu führen.
„Für ein Kind ist es bestimmt wunderbar, hier aufzuwachsen. Mit diesem großen Garten und so, meine ich..."
James drehte sich mit einem breiten Lächeln zu ihr um.
„Das stimmt, das ist genial. Aber vielleicht bekommt man dabei auch einen aufgeblähten Kopf", enthüllte er mit einem verschwörerischen Ausdruck, indem er ihr zublinzelte.
Lily fiel beinahe nach hinten, als sie das hörte. Gestand Potter eben, dass er wohl arrogant hatte sein können? James bemerkte ihr Erstaunen und lachte leicht spöttisch, doch sein Vater ging durch eine Tür zu ihrer Rechte, bevor er Zeit hatte, es weiter zu kommentieren, und lächelte ihnen zu.
„Ach! Da seid ihr endlich. Anne und ich fragten uns, ob dich James nicht in eine dunkle Ecke gezogen hätte, Lily..."
„Dad!", unterbrach ihn James empört.
Seine Wangen waren leicht rosa geworden und Lily war erstaunt zu spüren, wie die ihrigen auch anfingen zu brennen. Mr Potter lachte einfach und lud sie mit einer Geste ein, ihm zu folgen.
„Na, kommt, nach diesem Tag sollt ihr sehr hungrig sein."
James nahm es an, durchzugehen, warf aber dabei seinem Vater einen vernichtenden Blick zu, worauf dieser mit einem unschuldigen Lächeln antwortete. Lily folgte ihnen, indem sie innerlich ächzte. 'Warum habe ich denn angenommen?'
Das Esszimmer, das so geräumig war wie das übrige 'Haus', schaffte es aber trotzdem, nicht exzessiv kalt und unpersönlich zu erscheinen. Zahlreiche Gemälde hingen an den Wänden und Lily bemerkte auch einige Wandteppiche. Ein paar Porträts lächelten ihr mit vor Neugier glänzenden Augen wohlwollend zu, als sie eintrat. Ein oder zwei andere schauten nur zum Tisch selbst und was die übrigen betraf, so schliefen sie oder sahen besonders gelangweilt aus.
Der Holztisch war genau groß genug, dass sie alle sitzen konnten und dabei genug Platz hatten, aber trotzdem musste keiner laut reden, um sich von einer Ecke zur anderen verständlich zu machen. Lily hatte den Verdacht, dass sich der Tisch magisch ihrer Anzahl würde anpassen können, wenn die Potters zahlreiche Gäste empfangen sollten. Das Essen verging in einer bestimmten guten Laune, während Anne unter dem amüsierten Blick ihres Mannes und dem fast mitleidigen Blick ihres Sohnes Lily beinahe mit Fragen bestürmte.
Trotz der köstlichen Gerichte bemerkte sie trotzdem, dass Mr und Mrs Potter regelmäßig schiefe Blicke wechselten, als würden sie darauf warten, dass etwas geschah. James war es, der ihr unabsichtlich die Antwort auf ihre Fragen gab. Nachdem er zur Standuhr des Esszimmers geblickt hatte, sah der junge Mann seine Eltern fragend an.
„Wann soll dieser Mann kommen, vom dem ihr mir in eurem Brief erzählt habt? Jener, der uns..."
Hierauf stoppte James plötzlich seinen Satz, indem er Lily einen schiefen Blick zuwarf. Trotzdem erriet das Mädchen, dass er „... schützen soll?" meinte. Anne und George wechselten einen neuen Blick und Mrs Potter antwortete:
„Normalerweise sollte er heute Abend ankommen. Zumindest ist es, was ich zu verstehen geglaubt hatte..."
„Ach..."
James blickte erneut zur Standuhr und Lily erriet, was er denken sollte. Es fing an, wirklich spät zu werden...
„Glauben Sie nicht, dass er... tja...", stotterte Lily vor ihren aufmerksamen Blicken. „Denken Sie nicht, dass ihm etwas hätte geschehen können?"
George lächelte, aber Lily bemerkte, dass sein Lächeln dennoch etwas gezwungen aussah.
„Oh! Nein, ich denke es nicht. Ich vermute, dass er sich heraushelfen kann, es gibt keinen Grund dafür, dass ihm ein Unfall passiert wäre."
Lily nickte wortlos, aber James runzelte plötzlich die Augenbrauen.
„Heißt es, dass ihr nicht genau wisst, wer kommen soll?"
Seine Eltern sahen plötzlich verlegen aus und Anne hüstelte in ihre Faust.
„Nun nein, nicht wirklich. Wir haben einen Freund um Hilfe gebeten und er hat uns versprochen, uns eine Vertrauensperson zu schicken..."
James starrte sie an, als würde er sie zum ersten Mal sehen.
„Einen Freund?", wiederholte er tonlos.
Anne blickte unwohl zu ihrem Mann, der weiter sprach.
„Ja. Mach dir keine Sorgen, das ist jemand, dem wir völlig vertrauen", sagte er mit einem beruhigenden Ton.
Diesmal spürte Lily weder in seiner Stimme noch in seiner Bewegung Zweifel und sie entspannte sich ein bisschen auf ihrem Stuhl. Immerhin war es ja vor allem eine Familiensache. So lange sie sich in Sicherheit fühlen konnte, waren es die Potters, die das Übrige besprechen sollten. Sie konnte doch dem Vertrauensmann vertrauen, der vom Freund geschickt worden war, dem James' Eltern vertrauten... Der junge Gryffindor dagegen sah immer noch skeptisch aus.
Glücklicherweise für Anne und George lenkte ein schweres Klopfen an der Haustür plötzlich seine Aufmerksamkeit ab wie jene aller Anwesenden im Raum. Ein leichtes Getrippel wurde gehört und Cherry, die Hauselfe der Potters, durchquerte eilig die Eingangshalle, um dem Besucher die Tür aufzumachen. George stand auf und schob seinen leeren Teller von sich weg.
„Na, es sieht so aus, dass unser Mann endlich da ist! Kommst du, Anne? Empfangen wir ihn."
Anne nickte mit einer fast greifbaren Erleichterung und folgte ihrem Mann aus dem Zimmer hinaus, nachdem sie ihr Glas wieder auf den Tisch gestellt hatte. James und Lily wechselten einen perplexen Blick, wobei James' Ausdruck so viel Sorge wie Frage beinhaltete. Lily lächelte wegen seines fast mürrischen Gesichts und stand dann auf.
„Willst du nicht wissen, wie er aussieht?"
James murrte einen Kommentar und kam mit. Während sie durch die Tür des Esszimmers gingen, erreichte sie ein Gespräch aus der Eingangshalle.
„Sie?", rief ein hörbar überraschter George.
„Auch Hallo, Mr Potter!", grüßte ihn als Antwort eine fröhliche Stille. „Es tut mir Leid, dass ich so spät ankomme, ich bin von einem Freund aufgehalten worden. Ich hoffe zumindest, dass ich Sie nicht störe? Ich weiß, dass Sie sicher früher auf mich warteten..."
„Nein, nein, natürlich nicht! Kommen Sie herein."
James und Lily stoppten plötzlich in der Eingangshalle, als der Besucher lächelnd durch die Tür ging.
„Anne", sagte George, „ich stelle dir Harry Davies vor, Auror und zur Zeit Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste. Ich vermute, dass du von ihm gehört hast...?"
„Ein wenig, ja", gestand Mrs Potter mit einem nachdenklichen Ton.
„Na, na, Anne", sagte George, indem er die Augen rollte, „natürlich hast du von ihm gehört! Der Tagesprophet ist doch nicht stumm über ihn geblieben... und übrigens ich auch nicht."
„Soll ich verstehen, dass Sie für mich werben?", griff Professor Davies mit einem schiefen Lächeln ein.
„Das ist schwierig, von jemandem wie Sie nicht zu reden, wissen Sie, Davies. Haben Sie gegessen?"
„Nein, noch nicht."
„Perfekt! Cherry, kannst du ein Gedeck für Mr Davies bringen?"
„Sofort, Sir!"
Die Hauselfe trippelte wieder zur Küche des Hauses und George zog Davies unter Annes nachdenklichem Blick weiter in der Eingangshalle. Mr Potter erblickte die Jugendlichen in der Türschwelle im gleichen Moment wie der Auror und lächelte ihnen zu.
„Ach! Da seid ihr beide. Seht mal, wer zu uns kommt!"
„Ähm... Guten Abend, Professor Davies", konnte Lily aussprechen.
James schien, sich aus seiner Abgestumpftheit wieder zu fassen, als er sie reden hörte, und richtete sich auch auf.
„Professor!", rief er mit einer erschütterten Stimme. „Wir glaubten heute Morgen, dass Sie im Krankenflügel lagen, wir sehen Sie aus dem Dach vom Hogwarts-Express herunterspringen und jetzt kreuzen Sie hier auf!"
Sein Vater sah ihn wegen seines wenig konventionellen Empfangs tadelnd an, aber der Lehrer lachte leise.
„Nun, ja, Mr Potter, Sie werden erfahren müssen, dass es nicht so einfach ist, mich loszuwerden."
„Oh! Aber nicht das... Tja, ich wollte nicht...", stotterte James, der plötzlich rot im Gesicht wurde. „Ich meine, ich bin froh, dass es Ihnen gut geht, Sir!"
Davies lächelte ihm freundlich zu.
„Ich auch, Mr Potter. Guten Abend, Miss Evans", fügte er mit einem Nicken zu Lily hinzu.
Lily sah deutlich das neugierige Licht in seinem Blick, aber George kümmerte sich darum, es ihm zu erklären, bevor sie seine ungesagte Frage beantworten konnte:
„James hat Lily eingeladen, die Weihnachtsferien hier zu verbringen eher als in Hogwarts."
„Oh", sagte Davies erstaunt.
Lily traf seinen Blick und wusste, dass er sich fragte, warum sie zum Teufel in Hogwarts hätte bleiben sollen, wenn ihre Familie sie während der Feiertage hätte empfangen können, aber er stellte die Frage nicht laut und Lily war ihm dankbar dafür. Stattdessen drehte er sich zu James um und kommentierte mit einem Lächeln:
„Das war ja sehr gentlemanlike von Ihnen, Mr Potter."
James wurde steif und schien gegen die rote Welle zu kämpfen, die sich auf seinen Wangen ausbreitete. Unter dem fast zu scharfen Blick ihres Lehrers murmelte er nur etwas Unhörbares. George lachte leise und selbst Mrs Potter schien sich ein wenig zu entspannen.
„Na, kommen Sie denn", lud schließlich Mr Potter ein, indem er Davies zum Esszimmer führte. „Zu solch einer Stunde haben Sie bestimmt Hunger."
„Ich gestehe, dass Sie Recht haben", kommentierte der Auror, indem er sich auf einen Stuhl setzte, den Cherry inzwischen gebracht hatte.
Wie es Lily verdächtigt hatte, schien der Durchmesser des Tisches leicht größer geworden zu sein, um den Neuankömmling zu empfangen und gleichzeitig dabei den Komfort aller Anwesenden zu versichern. Sie setzten sich also wieder und aßen eine Zeit lang still.
James, der neben seinem Lehrer saß, sah leicht unwohl aus und Lily wusste, dass sie im gleichen Zustand gewesen wäre, wenn sie an seiner Stelle gewesen wäre. Die Schüler waren nicht daran gewöhnt, am gleichen Tisch zu sitzen wie ihre Lehrer. Ihrerseits schien Mrs Potter, ihren neuen Gast mit einem zurückhaltenden Misstrauen zu betrachten, als würde sie darauf warten zu sehen, mit wem sie wirklich zu tun hatte. Lily wunderte sich darüber, dass ihre Gastgeberin sich so argwöhnisch verhielt, wo sie James und sie doch dazu getrieben hatte, dem Mann, der die Potters schützen sollte, vollkommen zu vertrauen.
George allein schien sich mit Davies ganz wohl zu fühlen, also war er es, der das Gespräch wieder anfing.
„Mir schien, dass Sie das ganze Jahr lang in Hogwarts bleiben sollten?"
Davies zuckte mit den Schultern und antwortete mit so viel Nachlässigkeit wie er, als würde er die leichte Spannung nicht spüren, die im Raum herrschte:
„Drei Auroren sind nicht nötig, um Hogwarts während der Ferien zu schützen. Thomson und O'Brien haben angenommen, jeder eine Woche zu machen, damit immer einer von uns bleibt, der Wache hält. Was mich betrifft, habe ich um eine Beurlaubung gebeten."
George nickte verständnisvoll und versuchte nicht, mehr darüber zu wissen. Stattdessen richtete er einen stechenden Blick auf seinen Sohn, dann auf den Auror.
„Dumbledore hat uns davon benachrichtigt, was vor wenigen Wochen geschehen ist. Er hat besonders über die Tatsache gedrängt, dass Sie bei der Rettung von James und Lily eine große Rolle gespielt haben."
Davies machte den Mund auf, als wollte er die Sachen mäßigen, aber James ließ ihm keine Zeit dafür.
„Das stimmt! Er ist wirklich genial gewesen, ohne ihn waren wir am Ende! Nicht wahr, Lily?", rief er enthusiastisch aus.
Lily war einen Augenblick lang verlegen, doch sie musste gestehen, dass er völlig Recht hatte. Überrascht sah Davies die beiden mit einem perplexen Ausdruck an und James musste weiter drängen:
„Ich versichere es Ihnen, Professor! Es ging mir nicht besonders gut, aber ich habe Sie dennoch gesehen und Sie waren... wirklich brillant!"
Lily lächelte, um ihm zuzustimmen, auch wenn sie sehr deutlich gesehen hatte, wie sich die Potters verkrampft hatten, als sie das „nicht besonders gut" gehört hatten. Zu ihrem großen Erstaunen richtete sich aber Davies auf und seine Wangen schienen, leicht zu erröten.
„Na, danke, für das Kompliment, Mr Potter, Miss Evans..."
George lachte wegen seiner Verlegenheit spöttisch, dann fügte er plötzlich hinzu:
„Wissen Sie, Davies, das wird schließlich wirklich peinlich werden."
Alle anderen drehten sich zu ihm um und der Auror fragte ihn:
„Wie bitte?"
„Ich bin mir eben dessen bewusst geworden, dass es ziemlich unklar sein könnte, wenn Sie mich und James während zwei Wochen „Mr Potter" nennen. Oder? Was würden Sie davon halten, wenn Sie uns eher beim Vornamen nennen würden? James?"
James schreckte heftig hoch, als wäre er von der bloßen Idee wirklich überrascht.
„Oh... Ja, natürlich würde es mich nicht stören!"
„Dann ist es perfekt!", fuhr George fort. „Es sei denn, etwas in den Regeln von Hogwarts hindert Sie daran?"
„Nein, nein, gar nicht! Nur kann ich sicher nicht die Vornamen meiner Schüler während der Unterrichtsstunden benutzen."
„Aber während der Ferien?"
„Während der Ferien hindert mich nichts daran."
Davies schien von der Idee ziemlich angetan.
„Gut! In diesem Fall ist das geregelt", behauptete George, indem er sich wieder seinem Abendessen zuwandte.
„Natürlich mit der Bedingung, dass auch Sie mir die Ehre erweisen", fügte Davies hinzu, als würde das deutlich.
„Auch ich?", rief James aus, indem er seine Gabel fallen ließ.
„Natürlich, Mr... James", amüsierte sich Davies. „Es gibt keinen Grund dafür, dass es nur in einer Richtung funktioniert."
James blieb still und starrte ihn einfach an, als würde er seine Ohren nicht trauen.
„Dann sollten Sie mich am besten Anne nennen", entschloss plötzlich Mrs Potter, bevor sie sich zu Lily herüberbeugte. „Lily, mein Schatz, würde es dich stören?"
„Oh... gar nicht, nein."
Lily wurde sich dessen bewusst, dass sie keinen Augenblick lang vermutet hatte, dass die Maßnahme auch für sie gelten könnte. Aber auch, dass es sie nicht wirklich störte, auch wenn die Idee in ihrem Geist seltsam war.
„Dann glaube ich, dass es diesmal endgültig gelöst ist. Es sei denn, Sie wollen etwas dagegen sprechen?", fügte sie zum Auror hinzu.
'Harry' lächelte nur herzlich und schüttelte den Kopf. Lily fand, dass er einen seltsam zufriedenen Ausdruck hatte.
Das würden wirklich seltsame Ferien sein, sagte sie sich.
