Shanida suchte nach den richtigen Worten, um ihrem Verlobten mitzuteilen, dass sie für die fünf ihr von Magister Damask gewährten, zusätzlichen Urlaubstage gerne mit ihm zu ihrer Mutter nach Ryloth fliegen würde. Lo Bukk war während der freien Zeit noch nie von Muunilinst weggeflogen. Als Jedi hatte er keine Familie, die er besuchen konnte oder wollte. Und auch sonst machte er nicht den Eindruck, als würde ihm viel an Freunden oder auch nur guten Bekannten liegen. Sie war sich sicher, dass das daran lag, dass er als Jedi nicht gewohnt war, derartige Bindungen einzugehen. Nur ihr zuliebe hatte er dieses Bindungsverbot über Bord geworfen. Das hatte ihr damals vor vier Monaten ungemein geschmeichelt.

Es war spät, als Lo Bukk von seiner Schicht nach Hause kam. Sein Chef Mals Tonith hatte entgegen jeglicher Muun-Gepflogenheit spät am Abend eine Delegation von Coruscant empfangen, welche einen engen Terminplan hatte. Das Treffen selbst war kurz gehalten, aber der Zabrak hatte sich trotzdem die ganze Zeit über zur Verfügung halten gemusst, was ihn nicht sonderlich störte, wurde er für diesen Abenddienst doch fürstlich bezahlt.

Lo Bukk freute sich bereits darauf, Shanida von dem Extra-Bonus etwas Schönes zu kaufen. Wie erwartet war seine Verlobte bereits zu Hause, als er im 45. Stockwerk des Wolkenkratzers eintraf, wo sie ihr Apartment hatten. Er hoffte, dass es immer so sein möge. Die Zeiten, wo Shanida so viele Überstunden machte und erst spät in der Nacht heimkam, schienen also vorbei zu sein. Seit knapp einem Monat schon kam sie immer zwischen drei und vier Uhr nachmittags nach Hause, wenn sie nicht gerade einkaufen war. Das hatten seine gezielt in jenen Zeiten platzierten Gespräche per Komlink mit ihr ergeben. Also war dieser mehrtägige Abstecher nach Zeltros, der gestern zu seinem Ende gekommen war, offenbar nur eine Ausnahme gewesen, die er tolerieren konnte.

Bereits, als er seinen Gleiter in der Garage geparkt hatte, konnte er Shanidas Präsenz von oben zu ihm herabstrahlen fühlen. Er würde vielleicht wieder mit ihr die Macht trainieren, bevor sie zusammen schlafen gehen würden. Er fuhr mit dem Turbolift nach oben und als er vor der Tür stand, wurde ihm auch schon aufgetan, ohne dass er klingeln oder klopfen musste – einer der Vorteile in der Kommunikation, wenn beide Partner die Macht nutzen konnten.

„Hallo, Schatz", sagte sie lächelnd und bot ihm die vollen Lippen zum Kuss dar, ein Angebot, das er nicht ausschlagen konnte.

„Es ist selten, dass ich so viel später nach Hause komme als du", stieß er nach dem langen Kuss hervor.

Sie führte ihn ins Wohnzimmer. „Hast du noch Hunger?"

„Danke, ich habe schon gegessen."

„Ich habe dir doch gesagt, dass mir mein Chef fünf Tage freigegeben hat", begann sie.

„Ja."

„Ich dachte, wir könnten zu meiner Mutter nach Ryloth fliegen. Ich würde sie gerne wiedersehen."

Für einen Augenblick stand Lo Bukk reglos da, dann machte sich Unmut in seinem Gesicht breit. „Wieso müssen wir unseren ersten längeren Urlaub mit deiner Mutter verbringen?"

In ihrem roten Gesicht keimte Enttäuschung auf. „Was hast du denn gegen meine Mutter?"

„Gar nichts. Es ist nur so, dass ich die Zeit lieber mit dir allein verbringen wollte. Wir sind eigentlich nur hier allein, aber noch nie gemeinsam weggefahren."

„Wir müssen ja nicht bei meiner Mutter wohnen", ruderte sie zurück, „aber wir könnten doch ein Hotelzimmer in der Nähe buchen und sie dann so zwei, dreimal besuchen kommen."

„Aber wir hätten auch mal einen Planeten bereisen können, wo weder du noch ich zuhause sind."

„Das können wir später immer noch machen."

Er senkte den Blick, während sie stumm dastand, um seine Entscheidung zu erwarten. Quälend lange Sekunden, in denen sie bereute, diesen Vorschlag auch nur gemacht zu haben.

Ein paar Sekunden später hob Lo Bukk wieder den Blick seiner orangenen Augen. Als er Shanida anschaute, erblickte er in ihr den Wunsch, dass er ihr ob ihres Vorschlages nicht böse sein möge.

„Du hättest mich einfach fragen können, was wir im Urlaub machen, anstatt mich gleich mit deiner Mutter zu überfallen!", meinte er vorwurfsvoll.

„Mit irgendetwas muss ich doch anfangen", verteidigte sie sich.

Sein Vorwurf in der Miene erhärtete sich. „Aber man kann auch ergebnisoffen fragen, ohne dass sich der andere derart genötigt fühlt, weil es ja um Familie geht!"

Da sah sie es. „Du bist eifersüchtig, weil du keine Familie hast so wie ich."

Er erhob die Hände, als wolle er etwas von sich fortschieben. „Das ist gar nicht wahr! Ich wollte nur, dass wir ganz alleine sind."

„Wir sind schon viel zu lange allein."

„Willst du damit sagen, dass du dich mit mir alleine fühlst?", schnappte er.

Shanida erkannte, dass die Diskussion in gefährliches Fahrwasser abzugleiten drohte. „Ich wollte einfach nur mit dir meine Mutter besuchen."

„Mit Betonung auf Mutter."

„Wenn du das so siehst …", entgegnete sie schlaff.

Er hielt einen Moment inne, dann besann er sich. „Ich glaube, ich habe doch noch etwas Hunger", sagte er schließlich. „Hast du noch etwas da?"

Shanidas schwarze Augen begannen zu glänzen ob seines sanfteren Tonfalls. „Ich habe einen Fleischsalat gemacht."

„Oh ja."

Sie deckte schnell den Tisch und sie setzten sich.

„Dann wollen wir doch einmal planen, was wir auf Ryloth zusammen unternehmen könnten", begann er, nachdem er einen herzhaften Bissen genommen hatte.

Shanidas Miene entspannte sich. „Was könnten wir denn so unternehmen?", fragte sie, bewusst ganz ergebnisoffen.

Lo Bukk lächelte. „So gut kenne ich Ryloth nicht. Stell du das Programm zusammen. Ich lasse mich überraschen."

Shanida wäre ihm am liebsten um den Hals gefallen ob seines plötzlichen Sinneswandels. Sie aß ihre kleine Portion des Fleischsalats auf, dann gingen sie zu Bett.

„Ich hoffe, du bist noch nicht zu müde für das", sagte sie, um ihm die Arme um den Hals zu legen.

„Niemals", erwiderte er und zog sie an sich.

༺═────────────═༻

Der Flug nach Ryloth verlief ohne weitere Zwischenfälle. Shanidas Mutter holte sie vom Flughafen ab. Lo Bukk kaufte an einem Kiosk einen Blumenstrauß für die Gastgeberin und sie fuhren in ihr kleines Apartment, um sich zu unterhalten und das Mittagessen zu genießen, welches die Mutter bereitet hatte.

„Was habt ihr denn geplant?", fragte die Mutter.

„Wir wollen auf jeden Fall einmal auf den Rummel gehen. Ich war nur als Kind dort, aber noch nie als Erwachsene", fing Shanida an. „Außerdem wollen wir uns das Museum für die Geschichte Ryloths anschauen. Dann haben wir Karten für das Rakis Pero-Konzert gebucht."

„Dass er zwischen seinen Filmen überhaupt noch Zeit zum Singen hat, wundert mich immer wieder", sagte die Mutter.

Lo Bukk schenkte ihr einen wissenden Blick. „Ich frage mich auch immer, wie es Mals Tonith schafft, so viele Dinge gleichzeitig zu arrangieren. Letztendlich lässt er das meiste seine Assistenten machen, während er über allem thront und nur das macht, was viel hermacht, was alle sehen und später ihm zuschreiben."

Shanidas Mutter lachte. „Genau dieses Delegieren macht eine gute Führungspersönlichkeit aus."

Sie gingen zum Rummel, der außerhalb von der Hauptstadt Lessu stattfand. Es war sehr heiß an diesem Tag. Also zog Lo Bukk seine braune Weste aus, die er über seiner cremefarbenen Tunika trug und legte sie über seinen Arm.

„Ich möchte auf dieses Karussell dort", sagte Shanida mit bittenden Augen.

„Kannst du denn in deinem Zustand überhaupt noch so etwas fahren?", fragte Lo Bukk und streichelte ihren noch flachen Bauch.

„Aber das ist ja eine gleichmäßige Bewegung", beruhigte sie ihn. „So steht es im Schwangerschaftsratgeber, den mir mein Frauenarzt gegeben hat."

Sie stiegen in die Gondel, die sich außer, dass sie sich in der großen Runde der anderen Gondeln bewegte, noch um sich selbst drehte, wenn man genügend Schwung gab. Shanida probierte das gleich aus – und zwar mithilfe der Macht.

„Vorsichtig, sonst fliegt mir noch meine Weste weg", warnte sie Lo Bukk.

Die Runde begann; die Gondeln setzten sich in Bewegung. Shanida gab noch einmal extra Schwung. „Na, halten deine Jedi-Reflexe da noch mit?"

„Natürlich."

„Meine auch."

Lo Bukk hob eine Braue. „Aber du bist keine Jedi."

„Na und?"

Er lächelte sie an. „Wir werden noch mehr trainieren."

Shanida gab zusätzlich Schwung und die braune Lederweste, die Lo Bukk über seinem Arm trug, erhob sich aus der Gondel und flog in hohem Bogen hinaus in die Menge.

„Was soll denn das?", rief Lo Bukk verärgert.

Shanida lachte aus vollem Halse. „Die klaut schon keiner. Das ist lustig", rief sie und lachte noch lauter, während sie seine Hand griff. Sie spürte, wie sich seine Hand in der ihren, sein ganzer Körper verkrampfte. Ihr kam zu Bewusstsein, dass er ihre Ausgelassenheit, angefeuert durch die drehende Bewegung der Gondel plus ihrem Machtgebrauch, als etwas ansah, was sich nicht schickte. In diesem Moment wurde ihr bewusst, um wie vieles älter er war als sie – ganze zwanzig Standardjahre.

Sie stellte den Machtgebrauch, um die Gondel sich schneller um ihre Achse drehen zu lassen, ein; ihr Lachen verebbte, das Lächeln in ihrem Gesicht jedoch blieb. Lo Bukk wusste ihre Zurücknahme zu schätzen. Er umfasste ihre Schultern, sah sie an. Sie hielt seinem Blick stand – ihr Lächeln eine einzige wissende Zuversicht. Unwillkürlich sprang ihr Lächeln über. Die Fröhlichkeit seiner jungen Frau steckte Lo Bukk an. Nein, niemand würde seine Weste, die jetzt irgendwo unten im Dreck lag, mitnehmen. Er gab der langsamer werdenden Gondel noch einen kleinen Schubs – ohne die Macht zu nutzen, ein Hüftschwung reichte. Die Gondel wurde wieder schneller, während die Runde des Gondelkreises insgesamt langsamer wurde, bevor sie endete. Shanida kreischte vor Vergnügen – und Lo Bukk lachte dazu.

Sie stiegen aus der Gondel und sahen sich um. Ein älterer Mensch kam auf sie zu, um die Weste zurückzugeben, die er vom Boden aufgelesen hatte.

„So ein glückliches Paar. Ich wünsche Ihnen noch alles Gute", sagte der Mensch, bevor er wieder in der Menge der Rummelbesucher verschwand.

Sie wanderten noch etwas über den Rummelplatz, vergnügten sich am Schießstand und im Spiegelirrgarten. Shanida fiel auf, dass ihnen hin und wieder Twi'lek- und andere humanoide Frauen nachschauten. Ja, sie hatte mit dem gehörnten, tätowierten Zabrak ein ganz ansehnliches männliches Exemplar an ihrer Seite. Spontaner Stolz durchflutete sie.

Später am Abend hatte Shanida eine Idee.

"Wie wäre es, wenn wir in eine Nachtbar gehen?", fragte sie ihren Verlobten.

Lo Bukk zog einen Flunsch. "Was willst du dort?"

"Einfach sehen, wie es da so ist. Ich war noch nie in einer Nachtbar. Dort soll ja so eine schummrige, ganz besondere Atmosphäre sein."

"Aber anständige Leute mit Familie brauchen so etwas nicht", belehrte Lo Bukk seine Verlobte.

"Nur ein einziges Mal in meinem Leben möchte ich dorthin - mit dir", gestand sie ihm.

Er lächelte verlegen. "Vielleicht ein anderes Mal. Nicht in diesem Urlaub", versuchte er seine junge Verlobte zu beschwichtigen.

Am zweiten Tag ihres Urlaubs ging das Paar ins Geschichtsmuseum in der Hauptstadt. Dort musste Shanida häufig auf Lo Bukk warten, der sich immer wieder in Schrifttafeln auf Basic vertiefte, die neben den gleichlautenden Tafeln auf Twi'leki angebracht waren, während Shanida lieber nur die Objekte anschaute und schnell durch die Räume ziehen wollte. Während sie dann und wann auf Lo Bukk wartete, vertrieb sie sich die Zeit damit, indem sie die anderen Museumsbesucher musterte, welche sich in den Gängen und Räumen des Museums aufhielten. In der Abteilung der Kalikoris blieben sie besonders lange. Der Zabrak studierte aufmerksam die Holzassemblagen, die von Generation zu Generation innerhalb der Twi'lek-Familien weitervererbt wurden, wobei jede Generation den Kunstwerken ein neues geschnitztes Holzstück hinzufügte.

„Hat deine Familie auch so ein Kalikori?", wollte Lo Bukk von seiner Verlobten wissen.

„Ja, meine Mutter bewahrt es auf, aber es ist ziemlich kurz", meinte sie.

„Wieso denn?"

Shanida fasste sich an ihre rechten Seitenlekkus. „Manchmal gehen Kalikoris verloren oder werden zerstört. Dann wird einfach ein neues begonnen."

„Wie war es in eurer Familie?"

Shanida starrte kurz auf den Boden. „Da muss ich meine Mutter fragen."

Die Mutter hatte einen runden Teigkuchen, belegt mit Gemüse und Fleisch, gebacken, als ihre Tochter und ihr baldiger Schwiegersohn aus dem Museum zurückkehrten.

„Die sind lecker", sagte Lo Bukk, nachdem er in ein Stück jenes herzhaften Kuchens hineingebissen hatte.

„Mutter, warum eigentlich besteht unser Kalikori nur aus einem Stück?", fragte Shanida.

Shanidas Mutter rutschte auf ihrem Sitz hin und her. Lo Bukk konnte fühlen, dass sich die ältere Twi'lek bei der Frage unbehaglich fühlte. „Meine Mutter hat es meinem Bruder gegeben, weil ich … nicht den Mann heiraten wollte, den sie für mich ausgesucht hatte", sagte sie leise.

„Da ist Ihre Tochter braver gewesen", meinte Lo Bukk, während Shanidas ohnehin rote Gesichtsfarbe etwas dunkler wurde.

„Ich denke, wir sollten einander jetzt duzen", sagte die Mutter. „Und hätte ich mich damals nicht anders entschieden, säßest du jetzt nicht hier", meinte sie mit einem mütterlichen Lächeln zu Lo Bukk.

„Wie sollte ich da widersprechen", entgegnete der Zabrak charmant.

„Habt ihr schon eine größere Wohnung in Aussicht?", sprang die Mutter zu einem anderen Thema.

„Wir wollen eine Doppelhaushälfte in Sonnental kaufen." Lo Bukk sah, dass Shanidas Mutter ihn verständnislos anschaute. Ihm fiel ein, dass die Frau nicht allzu lange auf Muunilinst gelebt hatte. „Das ist eine vornehmere Vorstadt von Harnaidan. Aber in der Nähe zum Gebirge gibt es auch Gegenden, wo der Wohnraum bezahlbar ist. Mein Chef würde als Sponsor einspringen, um diesen Kauf für uns als Nicht-Muuns zu ermöglichen."

„Da habt ihr es wirklich gut getroffen mit euren Arbeitsstellen", erwiderte die Mutter.

Lo Bukk hob unmerklich eine Braue. Wieso redete die Mutter von ihrer beider Arbeitsstellen, wo es doch sein Chef gewesen war, der ihm diese Sponsorenschaft in Aussicht gestellt hatte?

Am dritten Tag ihres Urlaubs gingen sie zum Konzert von Rakis Pero. Der bekannte Schauspieler, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere in zahlreichen Seifenopern und Holo-Dramen Gesangsunterricht genommen hatte und Jahr für Jahr neue Lieder herausbrachte, gastierte häufig auf seinem Heimatplaneten, auch wenn man den roten Twi'lek zumeist auf Coruscant oder auf der Huttenhochburg Nal Hutta antreffen konnte.

Lo Bukk verstand kein Twi'leki, aber ihm gefiel die Musik und er verlor sich in der Stimmung der vorzugsweise weiblichen Fans, die Fahnen und Poster ihres Idols mitgebracht hatten, einige davon mit bunten Blütenketten verziert. Seine Verlobte hielt gerade die richtige Balance, dem Frauenschwarm zuzujubeln und sich hin und wieder an ihn zu schmiegen, so dass es ihn wie warme Wellen durchfuhr, wenn sie das tat.

Am vierten Tag ihres Urlaubs beschlossen sie, eine Burg zu besuchen, die am dschungelbewaldeten Äquator Ryloths lag. Das Raumschiff landete auf einem mittelgroßen Landeplatz direkt vor der Burg, deren rechte Seite in einen Felsen gehauen war, in dessen Schatten sich die linke Seite des Bauwerks befand.

„So ist es in der Burg praktisch immer dunkel", erklärte der Fremdenführer auf Basic, der sie einen gewundenen Pfad zur Burg hinaufführte.

Shanida fühlte ein Kribbeln im Bauch, je weiter sie den Pfad, der für einige Passagen in enge Wendeltreppen überging, nach oben stiegen.

„Ich spüre etwas", sagte Lo Bukk zu Shanida, „und es gefällt mir nicht!"

„Ich kann es auch spüren", flüsterte sie zurück.

„Hier lebte oder lebt ein Machtnutzer der Dunklen Seite!", zischte er ihr in den Gehörgang.

Shanida riss die schwarzen Augen auf. „Wie kann das sein? Die Sith sind doch schon lange ausgestorben!"

Lo Bukk zog angeekelt die Oberlippe hoch. „Offenbar konservieren die alten Gemäuer hier ihren Mief!"

„Gab es denn überhaupt jemals einen Twi'lek-Sithlord?", fragte Shanida.

„Ja, den Schwertmeister Kas'im, welcher an der Akademie von Korriban den Lichtschwertkampf unterrichtete. Aber das ist bereits tausend Jahre her. Nach der Schlacht von Ruusan und den darauf folgenden Verträgen starben die Sith aus!", erklärte Lo Bukk.

„Sie kennen sich aber gut aus", sagte der Fremdenführer, ein blauer Twi'lek, lobend zu dem hellrosafarbenen Zabrak. „Wissen Sie denn auch, wem diese Burg früher gehörte?"

Lo Bukk schüttelte den gehörnten Kopf.

„Es gehörte dem Grafen Talor Swant, der hier bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts lebte. Er hatte hier auf der Burg einige Laboratorien betrieben, in welchen er sich mit bestimmten physikalischen Phänomenen beschäftigte, die wir von den Jedi kennen, wenn sie die Macht benutzen."

„Er wollte so etwas nachstellen? Mit Experimenten?", fragte Lo Bukk belustigt.

„Er hat Aufzeichnungen darüber hinterlassen", erklärte der Fremdenführer. „Durch seinen Reichtum hatte er viel freie Zeit, in welcher er sich zu Studien in diese Festung zurückzog."

„Wodurch wurde er denn so reich?", fragte Shanida. „Ich sehe hier keinerlei Plantagen oder Minen, die er hätte ausbeuten können."

„Count Talor Swant hatte einen finanziellen Anteil an der Firma Sienar Systems. Er hat den damaligen Aufsteiger in der Firma in Sachen funktionalem Design, Dr. Rugess Nome gefördert, dessen Entwürfe noch bis heute das Aussehen und das technische Know-how der Raumschiffe von Sienar Systems prägen."

„Von Dr. Nome habe ich schon mal gehört", murmelte Lo Bukk. „Der Bankenclan benutzt Kurierschiffe, die nach Nomes Design von den Sienar-Werften auf Lothal hergestellt werden."

Der blaue Twi'lek lächelte. „Wie ich sehe, sind Sie bestens informiert."

Sie betraten die Festung und betraten den ersten Raum, offenbar ein Wohnzimmer. Alles war so erhalten, wie es Count Swant hinterlassen hatte. Die Wände waren teilweise mit Mustern bemalt, morsche Teppiche, denen man ihre einstige Farbigkeit noch ansah, bedeckten den Boden. Das Mobiliar bestand hingegen aus schlichtem, braunem Holz sowie den nötigsten Gebrauchsgegenständen des Alltags.

Der Fremdenführer scharte die Touristen um sich, um mit seiner Führung zu beginnen. „Talor Swant hat hier nicht immer gelebt. Es war eher ein Rückzugsort während des zugegebenermaßen ausgedehnten Urlaubs."

„Ist Talor Swant hier begraben?", fragte Shanida, einer Eingebung folgend.

„Er flog eines Tages zu einer Geschäftsreise nach Lothal und kehrte niemals wieder von dort zurück. Niemand weiß, was mit ihm auf Lothal geschah", sagte der Fremdenführer geheimnisvoll.

Lo Bukks Augen weiteten sich ein Stück. „Möglicherweise ein weiteres schmutziges Geheimnis in den Annalen von Sienar Systems. Deren einer Chef wurde ja vergiftet."

Der Fremdenführer setzte eine teilnahmslose Miene auf. „Ja, so sagt man."

Sie durchquerten weitere Räume, stiegen zu einem Turm empor, von wo aus der Fremdenführer eine fantastische Aussicht auf den Dschungel und das Umland versprach. Lo Bukk und Shanida genossen vor allem die steife Brise, die hier oben im luftigen Turm wehte, während es unten vor der Burg doch sehr heiß und stickig war.

„Und jetzt müssen wir die ganzen Treppen wieder hinunter und noch weiter", kündigte der Fremdenführer an.

„Noch weiter?", fragte Lo Bukk.

Jetzt war es der Fremdenführer, der eine belustigte Miene aufsetzte. „Können Sie etwa keine Treppen mehr steigen?"

„Wie kommen sie darauf?", erklärte Lo Bukk in gespielter Entrüstung. „Ich war früher einmal ein Jedi und meine Reflexe und Kräfte sind immer noch so wie damals!"

„Warum haben Sie den Orden verlassen?", wollte der Fremdenführer wissen.

Lo Bukk legte den Arm um Shanida. „Ihretwegen."

Der blaue Mann lächelte. „Das verstehe ich", erwiderte er knapp, dann lief er vor, um seinen Touristen den Weg hinab in den Keller zu zeigen.

Je weiter sie nach unten kamen, desto unwohler wurde Lo Bukk.

„Was ist denn?", flüsterte Shanida.

„Es fühlt sich genauso an", begann Lo Bukk, die Stimme zu einem Flüstern gesenkt, „wie bevor mein Meister vom Inhalt dieser verfluchten Truhe auf Kamino getötet wurde."

Shanida nahm seine Hand und drückte sie zuversichtlich. „Wäre es derart gefährlich hier, dann hätte das Tourismusministerium hier niemals öffentliche Führungen genehmigt. Und heute ist ein Haufen Leute da. Du bist kein Jedi mehr. Wer also sollte dir hier etwas anhaben?"

Er horchte auf bei ihren letzten beiden Sätzen. Ihm fielen Damasks Worte von jener Firmenfeier vor einem Monat ein, die der Muun zu ihm gesagt hatte: Zu Anschlägen auf die Jedi kann es überall kommen … auch auf ehemalige, die nicht mehr vom Orden geschützt werden. „Es geht nicht nur um mich", flüsterte er weiter. „Es könnte das Wohl der gesamten Galaxis auf dem Spiel stehen!"

„Du spinnst ja!"

Sie erreichten den Keller. Hinter einer der schweren Holztüren befand sich ein Bactatank, in welchem ein reptiloides Wesen trieb. Die geschuppte, etwa zwei Meter große Echse hatte orange Schuppen, ein riesiges, reißzahnbewehrtes Maul sowie lange Krallen. Im Widerschein der spärlichen Kellerbeleuchtung glommen ihre starren Augen in einem gespenstischen Rot.

„An diesem Gutkurr hat Count Swant Experimente durchgeführt", erklärte der Fremdenführer. „Es heißt, Talor Swant hat dieses Biest eigenhändig gefangen; so gut war er in der Jagd."

„Die Truhe!", raunte Lo Bukk seiner Verlobten in deren Gehörgang.

Shanida fuhr herum. Wirklich – an der Wand stand eine Truhe, aus der unverkennbar die Macht der Dunklen Seite hervorstrahlte – die Quelle des Unwohlseins ihres Verlobten -

bereits vor dem Betreten der düsteren Burg!

„Niemand konnte diese Truhe bislang öffnen", tönte der Fremdenführer salbungsvoll. „Es gibt eine Legende, wonach sich der Inhalt von selbst zerstört, sollte es jemand versuchen."

Die Touristen, zumeist Menschen, aber auch einige Twi'leks und Rodianer, scharten sich um die Truhe. Sie war einen Standardmeter im Quadrat breit und hoch – Der schwarze Würfel schien aus einem einzigen Stück Obsidian-Stein zu bestehen. Nirgendwo war eine Öffnung oder auch nur eine Ritze zu sehen, welche darauf hindeuten würde, dass es irgendeinen Zugang zur Truhe gab. Nur zwei Henkel, die ebenfalls aus Obsidian bestanden, kündeten davon, dass das Behältnis irgendwann einmal bewegt worden war.

„Es könnte ja von unten einen Zugang geben", meinte ein rosafarbener Rodianer mit himmelblauen Augen.

„Man kann die Truhe nicht bewegen. Es sei denn natürlich, unser ehemaliger Jedi kennt einen Weg!"

Lo Bukk schaute peinlich berührt nach unten. Er hatte seine frühere Tätigkeit nicht vor der gesamten Touristengruppe ausbreiten wollen. „Wie könnte ich!", entrüstete er sich. „Das ist immerhin staatliches Eigentum des Planeten Ryloth!"

„Könnt Ihr nun oder könnt Ihr nicht?", lockte der rosafarbene Rodianer.

„Wenn es von unten einen Zugang geben sollte, dann kommen wir vielleicht in die Holo-News", wisperte Shanida ihrem Verlobten zu.

„Es reicht bereits, dass schon einmal so eine Truhe geöffnet wurde. Noch einmal tue ich das nicht!"

„Wir müssen ja nicht nahe rangehen", wisperte sie erneut.

„Also gut", erklärte er sich bereit. „Aber du hilfst mir!", zischte er ihr in den Gehörgang.

Shanida nickte. Lo Bukk hob die Hände und seine Verlobte verstärkte mit ihren eigenen unauffällig die Bewegung. Es knackte und knirschte am Boden, dann hob sich die Truhe mit einem Ächzen vom Boden. Einige Aufwerfungen blieben auf dem Boden zurück, in welchen Schrauben steckten. In dem Moment erkannte Lo Bukk, dass die Truhe am Boden verankert gewesen war. Dunkler Staub rieselte aus der derart vom Boden gerissenen Truhe auf den anthrazitfarbenen Boden. Viel mehr Staub, als durch das bloße Hochheben entstehen hätte können.

Die Anwesenden wichen instinktiv einen Schritt zurück, als sie von der Machtwelle erfasst wurden, die dem schwarzen Behältnis entwich, nachdem es geöffnet worden war. Ein eisiger Windhauch fuhr durch das Gewölbe, um die geöffnete Tür zum Keller aus jenem hinauf nach oben in die Freiheit zu entschwinden, dann war der Spuk auch schon wieder vorbei. Lo Bukk machte mit den Händen eine drehende Bewegung und die Truhe drehte sich um neunzig Grad. Jetzt sahen alle, dass sie unten hohl gewesen war, aber nichts befand sich darin.

„Siehst du, es war gar nichts", raunte Shanida ihrem Verlobten zu. „Du hast dich überwunden und jetzt ist es vorüber."

Jetzt war es Lo Bukk, der einer instinktiven Eingebung folgte. Abrupt ließ er die Hände fallen.

Die Truhe krachte auf den Boden und zersprang in zwei Teile. Und aus der Mitte dieser beiden Teile fiel ein zylindrischer Gegenstand nach unten.

„Vorüber?", fuhr er sie an und ging zu dem mutmaßlichen Lichtschwert, während alle Touristen noch ein Stück weiter nach hinten an die Wand gingen, sich Staub von der Kleidung klopften und atemlos gespannt auf den Zabrak schauten, dessen orangene Augen aufflammten, während er den aus einer dunklen Metalllegierung bestehenden Griff in seine kräftige Hand nahm.

„Jetzt geht es erst richtig los!", verkündete Lo Bukk und drückte auf den Knopf, um die exklusive Waffe zu aktivieren.

Eine blutrote Klinge schoss aus dem Heft empor. Das Brummen der alten Waffe erfüllte den Raum. Ein ehrfürchtiges Staunen fuhr durch die Menge.

Hastig deaktivierte Lo Bukk die Sith-Waffe. „Ich glaube, wir Zwei sollten ein Protokoll schreiben", sagte er zu dem Fremdenführer. „Denn ich muss das hier dem Rat der Jedi melden!"

„Nicht zuerst dem Tourismusministerium von Ryloth?", wunderte sich Shanida.

„Nein, das ist eine Jedi-Angelegenheit!", beharrte Lo Bukk und mit einem Mal wurde er wieder der Jedi, der er einst gewesen. „Damit ist wohl klar, womit wir den fünften Tag unseres Urlaubs verbringen."

Shanida nickte stumm. Sie wusste, dass es keinen Zweck hatte, etwas dagegen zu sagen. Schließlich war sie es gewesen, die Lo Bukk dazu ermuntert hatte. Also musste sie jetzt auch die Konsequenzen ihres Verhaltens tragen.

༺═────────────═༻

Shanida wartete vor dem kreisrunden Ratssaal, in welchem ihr Verlobter dem versammelten Rat der Jedi im Tempel auf Coruscant seinen Fund präsentierte.

„Hmmm - eine neuere Waffe – das könnte sein", sagte Meister Yoda stirnrunzelnd, dann wandte er sich an die Ratsmitglieder sowie seinen ebenfalls anwesenden Padawan. „Was Ihr glaubt – tun wir sollten?"

„Vielleicht ist diese Waffe ja nur besonders gut erhalten, weil sie solange in dem Stein aufbewahrt wurde", sagte der achtzehn Jahre alte Padawan Mace Windu, während er die Waffe neugierig betastete. „Warum sollte ein Sith, der noch lebt, sie denn auch sonst dort in den Stein einschließen?"

„Ein gutes Argument – das ist", meinte Yoda. „Aber fragen, Talor Swant wir nicht mehr können."

„Und da war noch diese Wolke der Dunklen Seite, die der Truhe entwich, nachdem ich sie angehoben hatte", kam Lo Bukk zum nächsten Punkt, der ihn umtrieb. „Was, wenn diese Öffnung der Truhe ein Fanal für das Wiedererstarken der Dunklen Seite der Macht ist?"

„Nur eine Wolke, eingeschlossen in eine Truhe – das war", beruhigte Yoda den Zabrak und die anderen im Raum. „Aber im Auge behalten, die Entwicklung auf Ryloth – wir sollten."

Der rosafarbene Lannik Even Piell nickte eifrig und die anderen Ratsmitglieder schlossen sich ihm an.

„In die geschlossene Abteilung des Archivs diese Waffe – Ihr bringt!", wies der kleine, grüne Großmeister den Wookiee-Jedimeister Tyvokka an. „Später genauer untersuchen das Lichtschwert – wir werden."

Der hochgewachsene Wookiee knurrte etwas, nahm den Zylinder aus Yodas kleiner, dreifingriger Hand in seine fellbedeckte Pranke und verließ den Ratssaal.

„Beendet - die Sitzung ist", sagte Yoda und die Ratsmitglieder erhoben sich.

Lo Bukk wollte den kreisrunden Saal ebenfalls verlassen, um zu seiner Verlobten zurückzukehren, da hielt ihn Yoda zurück.

„Einen Dienst, dem Orden der Jedi – erwiesen du hast, ehemaliger Ritter Lo Bukk. So mir doch sage, ob glücklich du noch bist."

Lo Bukk schaute in Yodas grüne Augen. „Ja, natürlich. Ich werde bald Vater und meine Verlobte ist einfach wunderbar!"

„Deine Idee es war, die Truhe zu öffnen?", fragte Yoda forschend.

Lo Bukk kratzte sich spontan am Hinterkopf. „Der Fremdenführer und ein Rodianer haben mich dazu überredet."

„Noch etwas – da ist. Deine Verlobte – was sie wollte?"

„Sie hat gesagt, wir kämen vielleicht in die Holo-News, falls sich etwas Spektakuläres in der Truhe verbergen würde."

Yoda wiegte den grünen, ergrauenden Kopf hin und her. „Nach Ruhm gestrebt sie hat und dich arbeiten – sie hat lassen. Wie damals auf Kamino, hmmm?"

„Das war … Meister Ni-Cadas Idee gewesen", erwiderte Lo Bukk.

„Beunruhigend es ist, dass bereits zweimal der Dunklen Seite –begegnet du bist", sagte Yoda düster.

Bevor des Großmeisters Worte sich allzu sehr auf das Gemüt des Ex-Jedi legen konnten, schenkte Yoda Lo Bukk ein Lächeln der Anerkennung. „Dankbar die Jedi – dir sind. Die Macht auch weiterhin - mit dir möge sein!"

Der Großmeister des Ordens der Jedi brachte Lo Bukk noch aus dem Ratssaal zurück zu seiner Verlobten, dann verließ das Paar den Jedi-Tempel.

Sie verloren keine weitere Zeit auf dem Hauptstadtplaneten, sondern flogen sofort nach Ryloth zurück. Schließlich war der Urlaub bald zu Ende und sie wollten am Wochenende, welches sich an den Urlaub anschloss, zumindest noch etwas Zeit mit Shanidas Mutter verbringen, wenn schon wegen des Lichtschwertfundes im Schloss des Grafen Swant der eigentlich geplante Zoobesuch ausgefallen war.

„Ich werde jetzt mal das Essen machen, damit du auch bis zur Landung gut in Form bist", sagte Shanida und lehnte sich gegen ihn, die Lippen zum Kuss gespitzt.

Seine Lippen trafen die ihren. Er zog sie an sich, während sie versuchte, sich loszumachen, um in die kleine Bordküche des Schiffes zu gehen, welches sich Lo Bukk von seinem Chef ausgeliehen hatte. Nach einigen Minuten gab sie ihren Widerstand gegen sein forderndes Drängen auf. Lo Bukk hob sie hoch und brachte sie in den Schlafbereich, um sie aufs Bett zu legen, sie hastig zu entkleiden, während er bereits mehr als steif geworden war. Er riss ihr das Unterhöschen herunter, sie spreizte ihre Beine und er drang in sie ein.

Alle Worte, die Yoda zu ihm gesprochen hatte, waren augenblicklich vergessen. Auch der Fund des unheimlichen Lichtschwerts, jene dunkle Wolke, welche ihn derartig beunruhigt hatte. Mit jedem seiner Stöße in Shanida hinein leerte und leerte sich der Kopf Lo Bukks, bis da nur noch Entspannung und Vergnügen waren.

In diese angenehme Leere hinein drang der Satz, den Shanida vor vier Monaten auf Kamino unter Wasser in jenem anderen Keller gesprochen hatte: Ich werde jetzt mal den zweiten Glühstab anzünden, damit Euer Meister auch beide Hände für die Truhe frei hat.

Ja, genau das hatte Shanida damals gesagt! Er überlegte, wieso ihm das gerade jetzt einfiel. Hatte sie seinem Meister auf geschickte Weise suggeriert, die Truhe zu öffnen? Oder war sie lediglich der Konvention gefolgt, dem älteren und Jedimeister den Vortritt zu ermöglichen?

Sein siedendheißer Orgasmus machte seinen Gedanken ein Ende.

„Du hast ... alles zu einem guten Ende ... gebracht", sagte Shanida schwer atmend unter ihm. „Du hast dich ... der Herausforderung gestellt ... Du hast deine Angst vor der Truhe ... bezwungen."

Hatte er Angst vor dem Öffnen der Truhe gehabt? Wenn er ehrlich war, musste er zugeben, dass Shanida recht hatte. Aber das würde er jetzt nicht weiter thematisieren.

„Du hast deinem Orden geholfen und ihm gegeben, was du geben musstest", sprach Shanida lächelnd weiter.

Shanida hatte deinem Orden gesagt. Offenbar betrachtete sie ihn immer noch als Jedi. Das tat ihm, der vor einem Tag derart vor den anderen Touristen als Ex-Jedi entblößt worden war, mehr als gut.

„Ich bin so stolz auf dich, Jedi-Ritter Lo Bukk!", hörte er ihre weiche, gelöste Stimme unter ihm.

Eine warme Welle durchflutete ihn. Er fiel auf sie nieder und vergrub sein gehörntes Haupt in ihren acht Lekkus. Alles um ihn herum begann sich zu drehen. Ja, es war richtig, aus dem Orden ausgetreten zu sein. Schon bald würde er Vater werden. Alles war richtig – und fühlte sich dabei so unglaublich gut an!


Note der Autorin: Schwertmeister Kas'im taucht im ersten Band der Darth Bane-Trilogie von Drew Karpyshyn auf.

Zum Mord an Kerred Santhe, einem Chef von Sienar Systems kann man etwas im Darth Plagueis-Roman von James Luceno nachlesen.

Das Kalikori als Familienerbstück der Twi'leks taucht erstmals in der dritten Staffel der Fernsehserie „Rebels" (Folge 3.3 – Helden vergangener Zeiten) auf, wo sich Großadmiral Thrawn des Kalikoris der Familie von Hera Syndulla bemächtigt.