Zwei Tage waren seit dem gemeinsamen Urlaub der beiden Verlobten vergangen. Lo Bukk flog mit seinem Dienstgleiter nach Hause. Er rechnete aus, dass er eine halbe Stunde später als üblich zu Hause ankommen würde. Shanida war sicherlich bereits daheim. Er überlegte, was sie wohl zu Essen bereitet haben mochte. Vielleicht wieder einen herzhaften Fleischsalat. Oder aber die cremige Wurzelgemüsesuppe, die sie bei ihrer Mutter auf Ryloth gegessen hatten. Sicherlich würde es Shanida interessieren, dass der neue Senator von Malastare im Galaktischen Senat, Ainlee Teem, heute ins Hauptquartier des Bankenclans gekommen war, um mit Mals Tonith über einen neuen Maxikredit für seinen Planeten zu verhandeln. Der dreiäugige Gran war ein Neffe von Pax Teem, seines vor einem Jahr während eines Feuers in der Botschaft von Malastare auf Coruscant umgekommenen Vorgängers im Amt.
„Wären Sie damals dabei gewesen, würde mein Onkel jetzt noch leben", hatte der Gran im Scherz zu Lo Bukk gesagt, nachdem des Gran drei schwarze Augen den Griff von dessen Lichtschwert am Gürtel erspäht hatten.
Mein Meister starb in meiner Gegenwart und ich konnte es nicht verhindern!, dachte Lo Bukk bei sich. „Die Jedi hatten keinerlei Anlass, irgendwelche Gefahr im Verzug in Malastares Botschaft zu vermuten. Außerdem waren sie zur Feier ja gar nicht eingeladen", hatte er stattdessen dem Senator erwidert.
Mals Tonith hatte daraufhin den Mund zu etwas verzogen, was Lo Bukk als Feixen gedeutet hatte. „Ich jedoch habe meinen persönlichen Jedi-Leibwächter, auch wenn er nicht mehr dem Orden angehört. Nicht einmal Damask kann sich dessen rühmen", hatte der Muun hoheitsvoll gesagt.
Lo Bukk erinnerte sich, dass der Gran vor seiner Antwort die beiden fleischigen Pranken gegeneinander gerieben hatte. „Ich bezweifle, dass Damasks Sonnengarde stark genug ist, um es mit den Jedi aufzunehmen – zumindest nicht mit mehreren."
Tonith hatte den langen Zeigefinger erhoben. „Nun lockt mal nicht den Gundark an!"
Lo Bukk hatte noch nie einen Gundark gesehen, geschweige denn mit einem gekämpft. Er und sein Meister waren noch nie auf Vanqor gewesen, andere Jedi hingegen schon, aus deren Erzählungen er die Riesenbestien kannte. Als er schließlich vor dem Hochhaus ankam, wo sie wohnten, konnte er Shanidas Präsenz nicht fühlen.
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Shanida saß neben ihrem Chef auf dem Sofa auf Schloss Aborah. Die junge Nauto'lek hatte den Weinkelch zur Hälfte gelehrt, als ihr Chef sie nach ihrer Urlaubseise fragte. Wahrheitsgemäß erzählte sie, was vorgefallen war.
„Er hat darauf bestanden. Ich konnte es nicht verhindern", endete sie ihre Erzählung.
Plagueis nahm ihre Hand. „Es ist nur eine Waffe – gebaut von einem Sith zu seiner persönlichen Verfügung."
„Dann war Talor Swant ein Sith?", fragte sie.
„Talor Swant war nur der bürgerliche Name des Meisters meines Meisters", enthüllte Plagueis. „Sein Sith-Name lautete Darth Lacerate."
Sie überlegte, welchen Sith-Namen der Muun neben ihr wohl haben mochte. Auch danach würde sie ihn nicht fragen. Ihr Chef mochte keine neugierigen Leute. „Hmmm … er ging gerne jagen, wie ich hörte", erwiderte sie stattdessen.
Plagueis lächelte. „Sollen sich die Jedi doch ruhig mit seinem Schwert im Tempel amüsieren und dessen Odem der Dunklen Seite spüren. Irgendwann wird der Tag kommen, wo wir es uns wieder zurückholen werden."
Shanida kalkulierte. Die Sith waren, wie sie wusste, bereits seit eintausend Jahren in der Verborgenheit gefangen. Die junge Nauto'lek konnte sich nicht vorstellen, dass gerade ihre Generation es sein würde, welche die erneute Erringung der Herrschaft der Sith über die Galaxis oder auch nur eines Teiles davon miterleben würde. Hego Damask war mit seinen einundsiebzig Jahren auch nicht mehr der Jüngste. Sie hatte immer noch nicht herausgefunden, wer denn nun sein Schüler war. Sie würde sich auch nicht entblöden, Damask danach zu fragen. Alles deutete für sie darauf hin, dass die Sith auch weiterhin im Untergrund wühlen und dabei öffentlich ein angenehmes Leben führen würden. Hego Damask würde weiter Sith-Artefakte sammeln, Lichtschwertkampf üben, seinen Reichtum mehren so wie die Sith vor ihm. Sie würde etwas von ihm lernen und wenn der Muun einmal nicht mehr sein würde, dann würde sie ihr Leben mit Lo Bukk und dem Kind weiterleben, als wäre nichts geschehen. Die Sith liebten Geheimnisse – genau wie sie.
Sie nahm noch einen herzhaften Schluck, dann war ihr Weinglas leer. Sie legte den Kopf nach hinten auf die Oberseite der Lehne des bequemen Sofas, während Plagueis ihr langsam und bedächtig die Bluse aufknöpfte.
Shanida wunderte sich darüber, dass ihr Chef ihr nach ihrem Orgasmus erneut sein bestes Teil präsentierte mit der unausgesprochenen Aufforderung, es steif zu reiben. Hego Damask hatte doch damals nach der Dienstreise nach Zeltros gesagt, er würde es nur fünf Mal im Jahr brauchen. Das war gerademal eine Woche her! Ihr kam der Gedanke, dass er sie womöglich damals im Hotel in Jygat … aber vielleicht würde ja jetzt erst einmal drei Standardmonate lang nichts mehr dergleichen kommen. Shanida glaubte letzteres nicht wirklich, während sie den grauen, schlaffen Schlauch in die Hand nahm. Kaum lag er in ihrer Hand, straffte er sich, wurde gerade … so schnell auf einmal? … Dann würde es auch schnell vorbei sein …
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„Was hat dein Chef denn dieses Mal gewollt?", fragte Lo Bukk verärgert seine Verlobte, als jene kurz vor Mitternacht nach Hause kam.
Sie legte die Arme um seine Hüfte. „Wir waren fünf Tage im Urlaub. Da gab es viel nachzuarbeiten."
„Das nennst du arbeiten?" Er schnüffelte laut. „Du hast Wein getrunken!"
„Das macht man unter Kollegen so, wenn man lange weg war. Aber als Leibwächter geht das natürlich nicht", rechtfertigte sie sich.
Sie schraubte ihre Umarmung fester, um ihn zu küssen. Er drehte seinen Mund weg, machte sich frei.
„Und frisch geduscht hast du auch!"
„Mir war heiß. Das macht die Schwangerschaft."
„Wenn du derart schwanger bist, dann sag deinem Chef, dass du nicht mehr so lange am Tag arbeiten kannst."
„Schatz, das gilt nur für körperlich schwere Arbeit, nicht für Büroarbeit."
„Das werde ich nachprüfen."
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Zu Lo Bukks Verärgerung stimmte, was Shanida ihm über das Arbeitsrecht auf Muunilinst während der Schwangerschaft gesagt hatte. Schwerere körperliche Tätigkeiten wurden in jener Zeit auf sechs Stunden reduziert, leichtere wie Büroarbeit auf zehn Stunden. Also hatte er noch nicht einmal irgendeine rechtliche Handhabe, gegen Damask Holdings vorzugehen. Aber selbst wenn er sie hätte, würde Shanida das wollen? Würde es nicht ihrer beider Existenz gefährden? Er schaute auf den Weg, den sich die Gleiter vor ihm bahnten. Noch eine knappe halbe Stunde, dann war er daheim.
Ein quietschgelber Gleiter fiel ihm auf, als sich der Strom, in welchem er sich durch die Häuserschluchten von Harnaidan City bewegte, mit einem anderen vereinigte. Das Gefährt war mit sichtbar überhöhter Geschwindigkeit aus dem Nebenstrom geschossen, um sich sofort in den breiten Hauptstrom einzufädeln. Etwas an dem blauen Beifahrer kam ihm bekannt vor. Lo Bukk beschleunigte, um zu überholen.
„He Zabrak! Sie fahren zu schnell!", rief ein Muun neben ihm, den er gerade überholte, um sich ebenfalls in den Strom einzufädeln.
„Ich bin Leibwächter! Ich darf das!", schmetterte der Zabrak selbstbewusst zurück.
„Ach ja? Ich werde mir Ihre Nummer notieren!", drohte der Muun.
Lo Bukk reagierte weder, noch hörte er dem derart Geschnittenen weiter zu. Sein Blick galt dem gelben Gleiter, den er jetzt überholen würde. Ein kühner Schlenker, dann war es geschafft; er konnte die Gesichter der beiden Insassen sehen. Den gelben Twi'lek am Steuer kannte er nicht, den blauen Beifahrer hingegen identifizierte er als den Fremdenführer, der ihn durch Talor Swants Schloss geführt hatte, der ihn mehr oder weniger provoziert hatte, mit seinen Jedi-Kräften die Truhe zu öffnen. Was machte der hier? Lo Bukk sah, wie der blaue Twi'lek grinste und etwas zu dem gelben Fahrer sagte. Redete er etwa über ihn?
Shanida kam zehn Minuten später heim als er. Er beschloss, ihr dies durchgehen zu lassen. Es gab wichtigeres zu besprechen.
„Ich habe heute unseren Fremdenführer von Count Swants Schloss gesehen."
Shanidas schwarze Augen offenbarten echte Überraschung. „Und?"
„Ich finde es komisch, dass er hier auf Muunilinst ist."
„Hmmm. Was soll ich dazu sagen?"
„Es war ein gelber Twi'lek mit braunen Augen bei ihm, der den Gleiter steuerte. Auf dem gelben Gleiter stand ‚Yellowship – wir verschicken alles!'"
Shanidas Miene versteinerte. Der Mann am Steuer war Kellam gewesen, der sie zur Accumulator geflogen hatte – Damasks Schiff, mit dem sie dann mit ihrem Chef nach Zeltros geflogen war!
Sie schenkte Lo Bukk ein nichtssagendes Lächeln. „Das sagt mir jetzt gar nichts."
Lo Bukk war zu erschöpft vom Tag, um ihr zu widersprechen. Es war neun Uhr abends und morgen musste er bereits um sechs Uhr in Mals Toniths Büro sein.
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Lo Bukk fand, dass das Maß der Heimlichkeiten seiner Verlobten ihm gegenüber nun endgültig voll war. Er würde jetzt nachschauen, was Shanida nach Dienstschluss trieb. Sie hatte bereits angekündigt, dass sie wieder einmal später nach Hause kommen würde. Und dies zwei Tage vor ihrer Hochzeit! Und der folgenden Hochzeitsreise nach Iridonia! Aber heute würde er, der ehemalige Jedi-Ritter Lo Bukk, etwas ebenso Unangekündigtes tun wie sie vor zwei Wochen, als sie mit ihrem Chef für ein paar Tage Muunilinst verlassen hatte, ohne ihm, ihrem baldigen Ehemann, dies vorher mitzuteilen.
Also bezahlte er seit einer Standardwoche einen Eismann, damit dieser seinen mobilen Eiswagen direkt neben dem Firmengebäude von Damask Holdings aufschlug. Er hatte dem Mann viele Credits dafür bezahlt, damit dieser sich eine extra teure Genehmigung für diesen Standort würde leisten können. Jetzt hatte er dort schon eine Woche lang Eis verkauft und Lo Bukk hatte sich beinahe jeden späten Nachmittag, wenn es sein Arbeitsrhythmus erlaubte, während dieser Woche unter der Theke versteckt auf die Lauer gelegt und den Firmenausgang observiert. Bislang ohne Erfolg. Shanida war seltsamerweise genau in jener Woche immer pünktlich zu Dienstschluss nach Hause gefahren. Immer hatte sie den Gleiterbus benutzt. Trotzdem hatte Lo Bukk dem Eismann extra einen Standort zugewiesen, von welchem aus er auch den Parkplatz von Damask Holdings im Auge hatte, wo die Gleiter der höheren Angestellten und Führungskräfte standen. Wie zufällig glitt sein Blick durch das Makrofernglas hinter der unauffälligen Spiegelscheibe am unteren Teil des Eiswagens über das Firmengebäude. Es wurde langsam dunkel – und Shanida hielt sich weiterhin im Bürogebäude auf, ohne dass sich ihre Präsenz merklich bewegte.
„Wenn ich jetzt nicht dichtmache, mache ich mich verdächtig!", knurrte der Eismann, ein braunledriger Weequay, nervös.
Eigentlich konnte er sich nicht beschweren. Es waren heiße Sommertage auf Muunilinst und die Mitarbeiter von Damask Holdings waren in der Mittagspause und nach Dienstschluss eifrige Kunden. Und auch die Laufkundschaft in diesem vornehmen Teil Harnaidans war nicht zu verachten. Was immer dieser Zabrak beabsichtigte, hatte ihm bislang mehr als genug Credits eingebracht. Der Weequay hoffte, dass das sonderbare Arrangement verlängert werden würde. Trotzdem wurde die Zeit knapp.
„Nur noch zehn Standardminuten, dann gehe ich", versprach der Zabrak unter ihm.
„Gut", knurrte der Eismann, um sich spähend, ob er in der sich entvölkernden Stadtlandschaft verdächtige Personen sah, die seinem Geschäft gefährlich werden könnten.
Lo Bukk wurde zunehmend ungeduldig. Mittlerweile war der Firmenparkplatz leergefegt. Shanida hatte eine Monatskarte für den hier verkehrenden Gleiterbus. Sie hätte schon längst dessen Haltestelle aufgesucht, die ebenfalls im Sichtfeld ihres Verlobten lag, um wieder nach Hause zu kommen. Aber nach neunzehn Uhr dreißig wurde diese Buslinie nicht mehr bedient. Auch das hatte Lo Bukk erkundet, bevor er sich auf die Lauer gelegt hatte. Jetzt war es neunzehn Uhr fünfzig. Das Geschäftsviertel bereitete sich auf eine stille Nachtruhe vor. Blieb nur, dass seine Bald-Ehefrau nach Arbeitsschluss von einem Gleitertaxi oder jemand anderem nach Hause chauffiert werden würde.
Eingepfercht in den unteren Teil des Eiswagens vertiefte sich Lo Bukk in die Macht. Er konnte ein Geflecht von Leben spüren. Allerdings nicht mehr bei Damask Holdings. Bis auf Shanidas schwache Präsenz – und noch eine andere. Jetzt endlich bewegte sich die Präsenz seiner Verlobten. Gleich würde sie aus dem Gebäude kommen. Aber stattdessen stieg ihre Machtpräsenz höher und höher. Der Schnelligkeit und Regelmäßigkeit ihres Aufstieges zufolge benutzte sie einen Turbolift des Hochhauses. Was wollte sie da oben?
Einem Impuls folgend richtete Lo Bukk den Sucher seines Makrofernglases mit Periskop-Funktion nach oben, um nun zu gewahren, wie vom Dach des zweihundertstöckigen Firmengebäudes der Damask Holdings ein schwarzer Gleiter abhob. Ein Rugess-Nome-Modell – eines vom Allerschicksten und Allerfeinsten, wie er erkannte. Bei seinen Recherchen über Damask Holdings hatte er herausgefunden, dass Hego Damask und den Bith-Flugzeugkonstrukteur Rugess Nome bis zum Tod von Letzterem eine enge Geschäftspartnerschaft verbunden hatte. Und jetzt hatte er das Gefühl, dass Hego Damask gerade dabei war, mit dem luxuriösen Gefährt Shanida irgendwohin zu geleiten, weil die Beiden ebenfalls etwas miteinander verband. Eilig verließ er den Eisstand und verabschiedete sich von seinem Komplizen.
Dann rief er ein Gleitertaxi, um dem schwarzen Gleiter, in welchem er seine Fast-Ehefrau vermutete, unauffällig zu folgen. Der Eismann machte währenddessen eilig seinen Wagen wegfahrbereit. Punkt acht Uhr abends verließ der Weequay den Gehsteig vor dem schlanken, eleganten, mit Säulenapplikationen versehenen Gebäude von Damask Holdings. Nur eine Minute länger, und er hätte seine Lizenz aufs Spiel gesetzt. Er wusste, dass die Muuns in Sachen Pünktlichkeit keinerlei Spaß verstanden. Und er war nur ein Bürger Dritter Klasse. Jederzeit entbehrlich und ersetzbar.
Der griesgrämige Aqualishaner brachte sein Taxi knapp über der Wasseroberfläche zum Stillstand. Das Wasser des Westlichen Meeres begann bereits eine schwärzliche Farbe anzunehmen. In gebührender Entfernung befand sich die idyllisch anmutende Insel Aborah, von der Lo Bukk wusste, dass nur geladene Gäste von Magister Damask Zutritt hatten. Der Zabrak hatte nicht vor, um Erlaubnis zu bitten.
Lo Bukk zog sich aus, schnürte seine Kleidung, sein Makrofernglas und seine Waffe zu einem Bündel und band es sich mitten in die Hörnerkrone. Dann glitt er lautlos in die grünen Fluten, die so warm und klar waren, wie sie sich ein Tourist auf Glee Anselm zu dieser Jahreszeit nur wünschen konnte. Aber die Muuns wollten keine Touristen. Es war noch ein guter Kilometer bis zur Insel des erloschenen Vulkans - gut zu schaffen für einen kräftigen, trainierten Ex-Jedi und nunmehrigen Leibwächter wie ihn.
Er sonderte die Lage, bevor er sich entschied, wo und wann er an Land schwimmen würde. Durch sein Fernglas konnte Lo Bukk zwei silberhaarige junge Männer mit ebenfalls silberfarbenen Augen ausmachen, die vor einem Tor Wache schoben. Er wusste, dass es sich bei diesen Männern um Angehörige der Spezies der Echani handelte, einem galaxisweit bekannten Kriegervolk. Diese Männer hier gehörten der berüchtigten Sonnengarde an, welche seit Jahren Einrichtungen der Damask Holdings beschützte. Aber das Tor war auch nicht Lo Bukks Ziel. Er begutachtete das Schloss. Im dritten Stock war ein Fenster geöffnet. Da könnte seine geheimniskrämerische Verlobte mit dem Muun hingegangen sein.
Jetzt jedoch musste er sich erst einmal Zutritt zum Schloss verschaffen. Er sah einen unauffälligen Zaun, welcher sich um das schlossartige Gebäude zog. Das war sicherlich ein Elektrozaun. Er würde diesen irgendwie überwinden müssen, ohne Alarm auszulösen und sich damit zu verraten.
Aber warum den Zaun überwinden, wenn er ihn auch unterqueren konnte? Er schwamm zu einem Schilfhain, welches ihm Deckung bot. Von dort aus kroch er solange um die Feste herum, bis er an einer Stelle unterhalb des Metallzaunes eine mit Maschendraht bedeckte Tür erblickte, die den Zugang zu einer Art Lagune verwehrte, in welcher vielleicht gelegentlich der Hausherr badete. Alles war still. Also musste auch er still bleiben, bis er aktiv werden konnte.
Der Donner eines tieffliegenden Shuttles zerschnitt die beschauliche Ruhe. Lo Bukk nutzte den Lärm und aktivierte sein Lichtschwert. Zischend erwachte die orangene Klinge zum Leben. Er schnitt mit ihr ein kreisrundes Loch in das engmaschige Gitter der Tür unter dem Elektrozaun. Seine Vermutung war richtig gewesen. Der Zaun war wohl geladen, aber nicht die Tür unter ihm! Schließlich wollten der Hausherr oder dessen Gäste keinen Stromschlag abbekommen, wenn sie die Lagune zum Schwimmen vor der Insel verließen.
Als Lo Bukk vor dem Hintereingang stand, welcher von der Lagune ins Schloss führte, stellte er fest, dass er nur mit einem einfachen Schloss gesichert war – eine Schwachstelle vieler Häuser, wie er bereits aus seiner Jedizeit wusste. Im Inneren des Anwesens waren die Sicherheitsvorkehrungen offenbar laxer als außerhalb des Zauns. Offenbar fühlte sich Damask hier auf seiner Privatinsel sehr sicher.
Er überlegte, ob er wieder sein Lichtschwert verwenden sollte. Solcherlei Eindringen würde ihn zweifelsohne als Lichtschwertbenutzer verraten. Allerdings hatte er mit seiner exklusiven Waffe bereits ein Loch in die Metallgittertür geschnitten. Und jetzt, wo das Shuttle über ihm davongezogen war, war wieder Stille auf Aborah eingekehrt. Er nutzte deshalb die Macht, um die Tür zu öffnen. Es gelang.
Barfuß und geräuschlos trat der Ex-Jedi ins Allerheiligste von Darth Plagueis. Er spürte auf einmal eine schwache Machtpräsenz. Sie kam aus dem Keller. Langsam stieg er die Stufen in die Kellergewölbe hinab. Wieder und wieder stiegen die Bilder in seinen Kopf, die sich seit der gescheiterten Mission auf Kamino tief in sein Gehirn eingebrannt hatten. Und diese Bilder wurden immer stärker, je tiefer er die Treppe hinabstieg, je mehr er sich der Kellertür näherte. Sie war nicht verschlossen. Langsam öffnete er die Tür, als könne dahinter etwas auf ihn lauern.
„Jetzt geht es erst richtig los!", murmelte er seine eigenen Worte, die er vor einer Woche im Schloss von Count Talor Swant laut vor den versammelten Touristen und deren Führer gesagt hatte.
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Shanida hatte mit Darth Plagueis am heutigen Tag das Herumkreiseln und Herumdirigieren von kleineren Gegenständen in der Luft geübt. Davon war sie etwas erschöpft. Also hatte 11-4D einen kleinen Imbiss gebracht und war sogleich wieder davongerollt. Entspannt hatte sich Hego Damask nun auf die Chaiselongue gesetzt und bat seine junge Angestellte zu sich. Shanida setzte sich zu ihm und ergriff das Glas Wein, das er ihr reichte. Bevor sie anstoßen konnten, hielt der Sith-Lord auf einmal inne und horchte.
„Irgendetwas ist hier!", murmelte er.
Sie sah ihn gespannt an. Dann entspannten sich die Gesichtszüge ihres Chefs wieder.
„Was war denn?", fragte sie besorgt, in dieselbe Richtung horchend.
„Nichts, es ist schon wieder weg. Eine andere Machtpräsenz, die wohl in diesem Gleiter sitzt, der eben vorübergezogen ist", sagte er und stand wieder auf, um kurz aus dem geöffneten Fenster zu sehen und die Lage zu sondieren. Die Männer seiner Sonnengarde patrouillierten unten, als wäre nichts, während sich der fremde Gleiter langsam entfernte und kleiner wurde. Plagueis atmete einmal tief ein und aus, dann ging er wieder zu Shanida zurück, setzte sich neben sie und tätschelte ihre Lekkus. Sie fühlten sich warm und weich an. Aber nicht zu weich. Gerade richtig.
Er schaute in ihr schmales, herzförmiges Gesicht mit den leicht schrägstehenden, großen schwarzen Twi'lek-Augen und der kleinen, eleganten, für Nautolaner typischen Nase. Zeit, anzustoßen und endlich den Wein zu genießen.
Die Gläser stießen in einem harmonischen Ton zusammen. Shanida stellte ihr Glas ab, um sich ein Häppchen vom Tablett zu nehmen, welches 11-4D gebracht hatte, schob es mit einer graziösen Bewegung in ihren wohlgeformten, nicht zu vollen, nicht zu schmalen Mund und kaute es langsam. Wie schön und elegant Shanida doch auch beim Essen aussah! Er hatte es schon an ihrem ersten Arbeitstag genossen, wenn sie leichtfüßig durch die Räume seiner Firma schritt. Sie hatte diesen beschwingten, tänzelnden Gang, wie ihn vielleicht noch zeltronische Schleiertänzerinnen hinbekämen.
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Kaum hatte Lo Bukk die Tür geöffnet, wurde die dunkle Machtpräsenz mit einem Schlag viel stärker. Ein dunkler Gang führte ihn weiter sanft in die Tiefe. Er musste sein Lichtschwert nicht zünden, um zu sehen. Seine orangenen Augen leuchteten im Dunkel wie bei nachtaktiven Tieren - wie bei allen reinblütigen Zabraks, wie er einer war. Die Machtpräsenz wurde zu einer Ecke hin stärker. Er begab sich in jene Richtung und öffnete eine Tür.
Der Raum hinter der Tür war schwach erleuchtet. Inmitten des Raumes konnte er drei Bactatanks ausmachen, gefüllt mit je einem Yinchorri, einem Menschen und einem Pantoraner. Alle Drei waren völlig apathisch und mit Sensoren an Kopf und Brust bestückt. Er griff in die grüne Flüssigkeit und fühlte ihren Puls – sie lebten! Diese Wesen strahlten gewisse Machtfähigkeiten aus. Allerdings waren deren bescheidene Machtpräsenzen nicht direkt Heller oder Dunkler Seite zuordenbar. Die Dunkle Präsenz, die ihm aufgefallen war, war dies jedenfalls nicht. Sie war weiter weg. Vorsichtig schaute er sich im Raum um, um eine weitere Tür zu entdecken. Als er diese öffnete, schlug ihm die Dunkle Machtpräsenz mit voller Wucht entgegen.
Der Raum war schwach erleuchtet wie der Raum davor. Auf einem Tisch standen medizinische Instrumente herum. In einem Regal an der Wand standen Transparistahlgefäße sowie einige Fläschchen mit Tinkturen. In der Mitte des Raumes jedoch stand eine einzelne längliche durchsichtige Transparistahl-Wanne, in deren Inneren eine großgewachsene, schlanke Gestalt lag. Lo Bukk trat neugierig näher. Ja, das war die Quelle der Machtpräsenz! Das grünliche Schummerlicht an den Seiten des Raumes, offenbar eine Art Notbeleuchtung, warf gespenstische Schatten auf die Gestalt in der Wanne. Es handelte sich um einen Bith, dessen große, lidlose, schwarze Augen starr nach oben gerichtet waren, während sein fahlgelber, knochiger Kopf und seine schmale Brust wie bei den Anderen mit allerlei Sensoren bestückt waren. Lo Bukk trat näher und legte seine Hand ans Handgelenk des Bith. Kein Zweifel – auch er lebte! Und strahlte ungebrochen die Macht der Dunklen Seite aus!
Was war hier los? Was für finstere Geheimnisse hatte dieser Hego Damask noch? Züchtete er Kämpfer der Dunklen Seite heran? Oder war dieser hier bereits zum Tode verurteilt - Gegenstand irgendwelcher grausigen Experimente? Eines der großen schwarzen Augen des Unbekannten drehte sich plötzlich zu ihm hin und schien ihn anzusehen. Lo Bukk zuckte zusammen. Dann war der Bith in der Wanne wieder total regungslos wie zuvor. Wer war dieser Hego Damask, wenn es ihm gelang, Machtnutzer wie diesen hier einzusperren?
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Die rote junge Frau war vor dem Dunklen Lord der Sith niedergekniet. Darth Plagueis saß mit heruntergelassener Hose auf einer bequemen Eck-Couch und ließ seine Angestellte sein bestes Teil sehen.
„Jetzt saug daran, meine Liebe", wies er Shanida an.
Sie schaute erst in seine grünen Augen, dann auf die lange, dünne, bleiche Rute, die sich ihr darbot. Dass Hego Damask bis auf die heruntergezogene Hose und Unterhose angezogen blieb und seine Transpiratormaske vor dem Mund trug, gab ihr bei dieser Art von Zusammensein komischerweise ein Gefühl von prickelnder Distanz und Sicherheit. Aber dass er dies von ihr verlangte, war das erste Mal.
Zögerlich streckte sie ihre Hand aus und nahm die Penisspitze in ihren Mund.
Ein Kribbeln der Vorfreude fuhr Plagueis' Rückgrat nach unten, während er darüber sinnierte, ob Shanida diese neue Aufgabe mit ihrem Mund wohl genauso gut bewältigen würde, wie sie es mittlerweile mit der Hand beherrschte. Er genoss ihr anfängliches Zaudern, was nun zu tun sei. Besser war es, ihr vorerst freie Hand, oder besser gesagt, freien Mund zu lassen, damit sie selbst ein Gefühl dafür entwickeln konnte.
Der Muun schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln, als Shanidas Lippen das vorgegebene Ziel berührten.
Endlich war es soweit!
Plagueis schmiegte sich noch etwas mehr in die Polster der Eckcouch, um besser genießen zu können. Er erbebte leicht, als sich ihre Lippen sanft um die Spitze seiner Lanze schlossen.
„Jaah, guut!", entquoll es ihm.
Die Aufmunterung war genau richtig gewesen. Jetzt, wo der Druck von Shanidas Lippen zunahm, ließ er sich fallen – zumindest etwas.
Langsam und bedächtig begann die rote Nauto'lek, ihren Chef mit ihrem dunkelroten, wohlgeformten Mund oral zu befriedigen. Der Druck ihrer prallen Lippen ließ etwas nach – schwoll wieder an – genau wie seine Rute.
Das angenehme Gefühl der sich ausbreitenden Wärme durchzuckte seinen Kolben. Wohlig senkte er zur Hälfte die Augenlider. Ja, für den Anfang war das nicht schlecht. Er spürte ihre Zunge, wie sie mal an der einen, mal an der anderen Seite seiner Rute verweilte, offenbar noch nicht so recht wissend, was zu tun.
Die Zunge seiner Gespielin berührte seine Eichel. Ein abgehackter Atem entwand sich seiner Transpiratormaske. Nicht übel, aber zu viel des Guten. Außerdem würde es sie möglicherweise zu schnell erschöpfen … und das, wo sie doch alle Zeit der Galaxis dafür hatten – zumindest, was diesen Tag betraf, schränkte er die antizipierte Ewigkeit gleich wieder ein.
„Langsamer mit der Zunge", leitete sie der Sith-Lord an.
Und Shanida gehorchte. Plagueis schnurrte zufrieden.
Shanida nahm beide Hände zu Hilfe, um das Glied des Sith in Position zu halten. Allmählich wurde es schnurgerade … und knochenhart. Sie bemerkte, dass Plagueis' Rute bereits länger geworden war. Sie war in erigiertem Zustand doch wahrhaftig etwa 35 Zentimeter lang! Bislang, wo sie es ihm nur mit der Hand besorgt hatte, war dies für sie nicht besonders schlimm gewesen, aber jetzt, wo sich eine derartige Intensivierung ihres Zusammenseins anbahnte, überkamen sie gewissen Befürchtungen.
Wie soll ich das nur? … Kein Wunder dass er … Er will mich schonen … Aber wie lange noch?, hallten besorgte Fragen durch ihren Kopf. Das Teil von ihrem Verlobten war noch nicht einmal halb so lang wie das ihres Bosses in unerigiertem Zustand, dafür doppelt so dick. Und bislang immer hinten an ihrem Muttermund angestoßen, wenn sie Sex hatten.
„Lang und schmal – Mädchenqual. Kurz und Dick – Mädchenglück!", fiel ihr ein recht salopper Spruch ein, den einst eine Freundin auf Ryloth losgelassen hatten, während alle umstehenden Mädchen dazu gelacht und gejohlt hatten. Zu beidem war ihr jetzt ganz und gar nicht zumute. Sie nahm die Hand zu Hilfe, um seinen Schaft zu massieren.
Plagueis' Atmung wurde heftiger. Gelegentlich stöhnte er leise. Shanida fühlte, wie seine Lanze in ihrer Hand und ihrem Mund pulsierte und heißer wurde. Sie schaute nach oben in seine Augen, aber er war jetzt ganz weggetreten und schaute gen Zimmerdecke, während kristallklarer Speichel rechts und links von seiner Transpiratormaske herunterlief.
Er lüpfte kurz die Maske. Shanida illerte erneut nach oben, aber er hatte die Maske immer noch so vor dem Gesicht, dass sie den unteren Teil seines Gesichts nicht sehen konnte. Sie sagte sich, dass es vielleicht besser so war. Er wischte sich und die Maske sauber, setzte sie wieder auf und gab sich erneut den Liebkosungen seiner Gespielin an seiner Mitte hin.
Eine halbe Stunde lang ließ er Shanida an seinem Kolben saugen und lecken, verschob seinen Höhepunkt immer wieder – immer weiter nach hinten, um die Lust voll auszukosten.
„Schneller!", forderte er.
Sie wurde schneller. Jetzt breitete sich die Dunkelheit wellenartig im Raum aus. Die Wellen wurden immer heftiger, je gelber Darth Plagueis' schmalgeschlitzte Augen wurden.
Darth Plagueis schaute auf seine Angestellte herunter. Es erregte ihn zusätzlich, dass er ihre Lekkus nun nicht mehr nur an seinen Knien spürte, sondern dass die beiden vorderen davon jetzt auch noch gegen das graue Fleisch der Innenseiten seiner Oberschenkel rieben. Langsam beugte er sich vor, streckte eine Hand aus, nahm einen ihrer vorderen Lekkus und führte ihn gegen seine Eier, um sie mit der Spitze dieses Lekkus zu streicheln. Er genoss diese kurze Ablenkung, dann ließ er ihren Lekku fahren und lehnte sich mit einem wohligen Grunzen wieder nach hinten zurück.
Die Hitze im Raum - in ihm wurde unerträglich. Darth Plagueis stieß ein heftiges Stöhnen aus, dann erzitterte sein Körper und sein weißer Saft spritzte hinaus … direkt in den Mund der Frau vor ihm.
Shanida blinzelte nach unten auf das teure, lilafarbene Greelholz-Parkett unter ihr. Sie behielt den Saft des Sith-Lords in ihrem Mund und schluckte ihn widerwillig herunter. Allerdings kam immer mehr Saft nachgeschossen. Sie würde würgen müssen, wenn das hier andauern würde. Zwei klare, warme Rinnsale sickerten aus ihren Mundwinkeln. Sie hörte, wie das Sperma ihres Chefs nach unten auf das edle Parkett tropfte. Aber zumindest war jetzt ihre Kehle wieder soweit frei, dass sie erneut schlucken konnte.
Der Strom aus dem grauen Rohr wurde dünner und schwächer, bis er versiegte. Shanida saugte noch ein paar Mal an der erschlaffenden Rute, um sicherzugehen, es auch zufriedenstellend zu beenden. Über sich hörte sie einen tiefen, letzten Laut der Wonne, für den sie kein rechtes Wort fand. Eine graue Hand kam und berührte ihr Kinn, um es sanft nach hinten zu schieben – das Signal für sie, dass es vorbei war.
Endlich erlöste der Sith-Lord sie und zog sich aus ihrem Mund zurück.
Darth Plagueis streckte seine rechte Hand aus und streichelte ihre vorderen Lekkus. Ein wohlgefälliges Lächeln streifte Shanida, welches sie als positives Urteil ihrer oralen Bemühungen wertete.
Plagueis' wieder grün gewordene Augen begutachteten das von seiner Lust besudelte Parkett. Sofort folgte ihr Blick dem seinen, um auch hier ein Urteil zu erwarten.
„Dafür sind Droiden zuständig, meine Liebe", beruhigte er sie mit einem nachsichtigen Blick und winkte mit seiner Linken über ihren Kopf hinweg.
Sofort rollte 11-4D herbei und wischte die Schweinerei weg. Der ordentliche Droide vergaß nicht, beiden ein Feuchttuch zu reichen, mit welchem sie sich säubern konnten.
Nun ließ der Sith-Lord seine Geliebte sich hinlegen. Genüsslich öffnete er Knopf für Knopf ihrer heute blauen Bluse, schob den elastischen Stoff ihrer Büstenhalterkörbchen nach unten, berührte ihre Nippel, die sich sofort in Erwartung aufstellten, während sie wohlig ihre Augen fast schloss.
Die langen, schmalen Finger seiner linken Hand blieben an ihrer linken Brustwarze, um sie zu streicheln, noch steifer zu reiben. Seine Rechte hingegen verließ die rechte Brust und wanderte nach unten. Dort schob sie den engen, knöchellangen Rock nach oben, zog den Slip nach unten. Shanidas Schenkel spreizten sich umgehend in feuchter Vorfreude, wie er sogar sehen konnte, bevor er ihre Scham auch nur berührt hatte.
Er tauschte die Hände, um mit der Rechten nun ihre rechte Brustwarze zu kneten, während sich seine Linke zwischen ihre Schenkel begab. Er stoppte kurz vor jenem neuralgischen Punkt, welcher in vorauseilender Lust erbebte. Er sog dieses Beben ein paar süße Sekunden lang in sich ein, dann berührte er den kleinen Knubbel. Ein leises Seufzen belohnte ihn. Die kreisende Bewegung seines langen Zeigefingers wühlte den mehr und mehr werdenden Schleim auf. Er schaute dabei zu, wie Shanidas Kitzler größer und praller, gar etwas dunkler wurde. In diesem Moment wünschte er sich, er hätte wie 11-4D noch einen Arm mehr, so dass er ihre beiden Brüste gleichzeitig stimulieren könnte, ohne dabei ihren Kitzler vernachlässigen zu müssen.
Dieser Gedanke war bald vergessen, als Shanida anfing, lauter und heftiger zu atmen … zu stöhnen. Er versuchte, ihre Vor-Extase noch etwas hinauszuzögern und wurde an ihrer Mitte etwas langsamer, softer, dafür härter in seiner Nippelmassage. Aber genau das schien sie noch mehr anzumachen. Ihr Stöhnen wurde lauter … wilder … bis sie sich aufbäumte und wieder einmal schreiend und kurz darauf weinend kam, während ihm der Ausbruch ihrer dunklen Aura beinahe die Sinne raubte.
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Lo Bukk hatte den Keller wieder verlassen. Es kam ihm in den Sinn, dass, wenn die Dunkle Seite in diesem Schloss so stark war, man ja vielleicht auch seine Jedi-Präsenz spüren könnte. Also verbarg er sie, so gut er konnte. Er hatte das theoretisch gelernt, allerdings war er als Jedi und auch später niemals in die Verlegenheit geraten, dieses Wissen anwenden zu müssen – bis jetzt!
Barfuß wie er war, lief er die Treppen hinauf, um nun eine weitere dunkle Machtpräsenz zu spüren, die ihm den Weg wies. Er schlich noch zwei Etagen höher, dann hielt er inne, um seine Sinne zu schärfen. Jetzt sah er eine Tür auf der rechten Seite, die ihm verdächtig vorkam. Er war vielleicht noch etwa fünfzig Meter von der Tür entfernt, da hörte er seine Verlobte erst laut stöhnen, schließlich schreien. So hatte er sie noch nie schreien gehört! Er registrierte entsetzt, dass Shanidas Schreien bald in ein hohes Wimmern überging, welches alsbald verebbte.
Lo Bukk erstarrte, während sein Atem schneller ging. Was machte dieser teuflische Hego Damask hier mit seiner Frau?! Hatte er auch ihr Elektroden an Kopf und Brust geschnallt und sie lag gerade in einer Wanne, vollgepumpt mit chemischen Flüssigkeiten, Medikamenten, Bacta, bevor er sie im Keller entsorgen würde so wie die Anderen?
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Mittlerweile hatte Shanida kurz geduscht und war wieder zu ihrem Chef in die Stube gegangen. Jetzt saß sie mit dem Sith-Lord auf dem Sofa und dieser schaltete die Holo-Vid-Konsole an, um dort mit ihr eine Holo-Novela zu schauen. Shanida sah knöcherne Gestalten mit weißlichen Schädelköpfen mit tiefliegenden, wohl schwarzen Augen, welche in lange, dunkle Gewänder gehüllt waren, während über ihnen ein violett-bläulicher Himmel zu sehen war.
„Das kannst du unmöglich errechnet haben!", sagte eines der Exoskelette zu seinem oder ihrem Partner. „Nach meiner Kalkulation ist dein Bruder höchstens 7,10 hoch 4!"
„Vielleicht exponentiell gesehen, aber niemals tangential!", verteidigte sich der Angesprochene.
„'Eine brisante Exponentialgleichung' " – Das ist eine beliebte Serie, die auf Yag'Dhul, dem Planeten der Spezies der Givin, produziert wird", erklärte Darth Plagueis seiner Geliebten. „Diese Serie wird vor allem bei mathematikliebenden Spezies der Galaxis wie Muun, Givin oder auch Bith gerne gesehen. Dies ist das Finale der achten Staffel."
„Und worum geht es in diesem Dialog?", fragte Shanida.
„Es geht in dieser Szene darum, ob der Bruder attraktiv ist oder nicht."
„Und? Ist er?", fragte sie weiter.
„Überhaupt nicht", gab Plagueis zurück und legte ihr den Arm um die Schulter.
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Lo Bukk schlich sich an die Tür heran und spürte, dass die Machtpräsenz dahinter geradezu betäubend sein musste. Er hatte schon öfters Shanidas Präsenz gespürt. Meist leicht, etwas dunkel, aber nicht allzu sehr. Am meisten, wenn sie miteinander schliefen. Aber das hier war erstaunlich. Viel zu viel! Verbarg seine Verlobte etwa ihre wahre Machtfähigkeit vor ihm? War es möglicherweise falsch, ihr Unterricht zu erteilen? Er würde später mit ihr darüber reden müssen, wenn er und sie das hier überlebten.
Die Tür hatte keinerlei Öffnung, durch die man in das Zimmer hineinspähen hätte können. Aber sie lag am Rande des Gebäudes. Es wäre also möglich, außen an der Wand entlang zu schleichen, um von außen durch das Fenster zu sehen. Er stieg durch das Flurfenster nach außen, nachdem er sich versichert hatte, dass keine Echani ihn von unten sehen konnten. Dann schob er sich auf dem schmalen Ziersims, welcher an der Außenwand des Schlosses entlanglief, immer weiter in Richtung des Raumes, der ihn interessierte. Er lukte um die Ecke des Gebäudes. Gerade sah er von unten zwei Echani-Männer ihm entgegenpatrouillieren. Gerade als sie von unten um die Ecke bogen, huschte er in die Gegenrichtung um die Ecke des Gebäudes - für die Wächter erneut nicht sichtbar.
Endlich kam er zum geöffneten Fenster, welches zu dem fraglichen Zimmer gehören musste.
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„Ist das ein Liebesfilm?", fragte Shanida.
„Nein, eine Kriminalserie. Liebesfilme gibt es bei den Givin nicht", erklärte Plagueis.
„5²+8³=?", fragte die eine Filmperson. „547", kam die Antwort im Film wie aus dem Blaster geschossen.
„Was sollte das?", fragte Shanida verwundert.
„Sie haben sich nur voneinander verabschiedet", erklärte der Sith-Lord verständnisvoll.
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Mit dem Ärmel seiner hellbraunen Tunika hatte Lo Bukk sein Makrofernglas blankgewischt und die Periskop-Funktion aktiviert. Jetzt schob er das Okular langsam in Richtung Fenster, um durch die plötzliche Bewegung keinen Argwohn zu erzeugen. Schließlich lieferte sein Makrofernglas brauchbare Bilder. Er sah Shanida mit Hego Damask von hinten auf einem Sofa sitzen. Der Wirtschaftsboss hatte den Arm um seine Verlobte gelegt und seine langen, dünnen fahlen Finger glitten durch ihre Lekkus, als seien sie ein vertrautes Ehepaar. Lo Bukk schluckte hart. Nein, er hatte sie nicht gefoltert! Sie hatte mit ihm gerade das erlebt, was er sonst mit ihr erlebte, wenn er beim Sex zum Höhepunkt kam.
Ihn schauderte.
Dieser knöcherne, klapperdürre Kerl mit seinem Atemgerät mit den zwei Schläuchen an der Seite mochte zwischen sechzig und siebzig Standardjahre alt sein. Sicherlich sexuell erfahrener als er, der sittsam erzogene Jedi, der auch mit achtunddreißig Jahren nicht wusste, dass eine Frau überhaupt zum Orgasmus kommen konnte – bis jetzt!
Sein Makrofernglas wanderte zur Holo-Vid-Konsole. Er sah die langgewänderten Gestalten mit den knochigen Exoskelett-Schädeln, deren Augen in tiefliegenden Höhlen lagen. Natürlich! Wenn dieser Hego Damask in seinem Keller grauenvolle Experimente veranstaltete, dann schaute er sich natürlich auch Givin-Gruselfilme an! Was fand Shanida nur an ihm? Oder musste sie das tun? Auch das würde er herausfinden.
Schnell glitt er wieder über den Sims zurück über die Ecke auf die benachbarte Seite des Schlosses. Die Echani-Männer der Sonnengarde mussten seiner Kalkulation nach nun auf der anderen Seite des Schlosses sein. Keine Gefahr! Behände schlüpfte er wieder durch das Flurfenster, welches er immer noch geöffnet vorfand. Er huschte zurück über den Flur, die Treppen hinunter und kam zu der Gittertür mit dem Ausgang, den er in sie geschnitten hatte. Schnell zog er sich aus, schnallte sich seine Sachen erneut auf seinen gehörnten Kopf und glitt durch die Lagune wieder ins Schilf vor der Insel zurück.
Vom Ufer hinter ihm hörte er plötzlich die erregten Stimmen der Echani-Wächter, die sich in ihrer Sprache unterhielten. Offenbar hatten die Wächter endlich das von ihm in das Türgitter geschnittene Loch entdeckt. Er blieb im Schilf verborgen, ein riesiges Blatt über seinen gehörnten Kopf haltend. Mittlerweile waren die Stimmen schwächer geworden. Er lugte unter dem Blatt hervor und sah, dass sie weggelaufen waren, wahrscheinlich zum Tor, um ihre Kollegen zu informieren – oder den Hausherrn – jetzt hieß es verschwinden!
Hastig schwamm er von Aborah weg, dabei immer wieder kurze Pausen einlegend, um zu schauen, ob ihm jemand auf der Spur war. Es folgte niemand – noch nicht? Aber immerhin war der Taxigleiter noch an Ort und Stelle. Lo Bukk beschleunigte sein Tempo, obgleich er sehr erschöpft war.
„Da seid Ihr ja endlich!", schnaubte der Aqualishaner ungeduldig.
Lo Bukk rief die Macht zuhilfe, um sich in das Gleitertaxi zu schwingen, so sehr hatten ihn das zweimalige Schwimmen und der Besuch auf der Insel ausgelaugt. Eilig zog der Aqualishaner seinen Taxigleiter nach oben, um seinen sich während des Fliegens ankleidenden Fahrgast ans Ufer und damit zurück nach Harnaidan City zu kutschieren.
