Zusammenfassung Kapitel 1-15:

Die Witwe und zweifache Mutter Ana wird von Mr. Grey, dem Chef des Chefs ihres Chefs, entlassen und muss zurück nach Montesano in ein baufälliges Haus ziehen. Einige Zeit später entdeckt sie zufällig einen Fernsehbericht, in dem um Informationen über einen unbekannten Mann gebeten wird, den sie gleich als Mr. Grey erkennt. Kate schmiedet einen teuflischen Plan, in dem Ana sich als Christians Frau ausgibt und ihn mit sich nach Hause nimmt, um ihn im Garten für sich arbeiten zu lassen. Über die nächsten paar Tage lebt sich Christian immer mehr ein und übernimmt immer souveräner den Part des Familienvaters und Ehemannes, bis seine Verlobte Elena ihn abholt und er sich auf einmal an alles erinnert. Gekränkt steigt er ins Auto und fährt davon.

Kapitel 16:

Ich sitze im SUV und sehe durch die Heckscheibe hinaus. Tommy und Andy laufen dem Wagen hinterher und haben natürlich keine Chance, mit dem Tempo mitzuhalten, aber das hält sie nicht davon ab, es zu versuchen. Nach einigen Metern biegen wir um die Ecke und auf einmal sind sie weg. Aus. Vorbei. Ende. Ich fühle mich, als ob jemand die Hälfte meines Körpers aus mir herausgerissen hat. Scheiße. Elena legt mir eine Hand auf den Oberschenkel und sagt

„Keine Sorge, jetzt wird alles wieder gut. Du wirst dieses Pack schon bald vergessen haben." Ich nehme ihre Hand und lege sie kommentarlos auf ihren eigenen Schoß, patsche noch einmal darauf um meinem Drang sie zu würgen zu unterdrücken und drehe mich dann weg, um aus meinem Fenster zu schauen. Was weiß sie schon über Kinder, außer dass man sie ficken kann? Sie weiß nicht wie das ist, wenn dich allein der Anblick deiner schlafenden Kinder alle Probleme vergessen lässt und du sofort diese innere Ruhe spürst oder wenn dir das Herz fast stehen bleibt, weil sie sich wieder das Knie aufgeschlagen haben. Sie weiß nicht wie das ist, wenn dich jemand bedingungslos liebt.

‚Sei nicht so erbärmlich Grey, als ob du eine Ahnung davon hättest, nur weil du fast zwei Wochen ein paar Kinder gehütet hast.' Ich betrachte den Pokal, den mir Tommy gebastelt hat, und ein Stich bohrt sich geradewegs in mein Herz hinein. Ich dachte immer, ich habe kein Herz und jetzt gerade wünschte ich mir, dass es wirklich so wäre, denn dieser unbeschreibliche Schmerz beweist mir das Gegenteil. Es tut so verdammt weh.

Als wir ins Escala zurückkehren, sehe ich mich in meinem Penthouse um und komme mir ganz klein und unbedeutend vor, da es so ungewohnt riesig ist. Außerdem fehlt mir jegliche Farbe, was mir sehr missfällt, und ich merke mir vor, das bald ändern zu lassen. Ich stelle Tommys Pokal an den Kaminsims und Rays Kochbuch in die Küche. Danach gehe ich zu den Fenstern im Wohnzimmer und schaue auf die kleinen Ameisen hinunter, wie sie fleißig ihrer Arbeit nachgehen und durch die Gassen strömen ohne auf mich zu achten, wo mein Herz doch inzwischen verblutet. Elena reißt mich aus meinen Gedanken.

"Hier ist schon einmal ein Weißwein. Mrs. Jones wird bald mit dem Abendessen fertig sein. Ich dachte es wäre ok, wenn wir heute ein bisschen früher essen" sagt sie. Ich nicke, nehme das Glas, welches ich gleich einmal halb leer trinke, und versuche meine Gedanken abzulenken, während ich weiterhin die Ameisen beobachte.

Gail kommt ins Wohnzimmer und verkündet, dass das Abendessen serviert ist, also gehe ich zum Esstisch, an dem Elena schon auf mich wartet. Ich setze mich und beginne, die gegrillten Lachs-Tacos mit Avocado-Salsa zu essen.

„Mmmmhhhhh, das schmeckt vorzüglich!", lobe ich Gail und sie lächelt zögerlich. Ich genieße jeden Bissen und bin dankbar, so eine gute Köchin im Haus zu haben. Seitdem ich selber gekocht habe weiß ich, was das für ein Aufwand sein muss. Ich habe ja nur ganz einfache Gerichte gekocht und war schon ziemlich ausgelastet. Ich seufze vor Glückseligkeit, worauf Elena mich interessiert ansieht und leicht ihren Kopf schüttelt. Sie ist es vielleicht nicht gewohnt, dass ich Gefühle zeige, aber ich kann nicht anders. Ein gutes Essen ist nun einmal ein gutes Essen.

Als wir fertig gegessen haben stehe ich auf, nehme unsere Teller und gehe damit in die Küche. Wie selbstverständlich lasse ich etwas Wasser in die Spüle ein und beginne, die Teller abzuwaschen.

„CHRISTIAN! Was glaubst du, was du hier machst?", fragt mich Elena entsetzt.

Ich sehe sie verständnislos an und überlege, was sie meint. Sie zeigt auf die Spüle und ich erschrecke. Ich bin es mittlerweile so gewohnt, den Abwasch zu erledigen, dass mir gar nicht aufgefallen ist, dass ich hier doch jemanden habe, den ich dafür bezahle. Ich lasse die Teller wieder in die Spüle gleiten und trockne mir die Hände.

„Was hat die Schlampe nur mit dir angestellt?", fragt Elena schockiert.

„Jetzt krieg nicht gleich die Krise, ich habe einfach nicht nachgedacht", entgegne ich ihr.

„Offensichtlich!", murmelt sie und schüttelt den Kopf. „Vielleicht solltest du Dr. Flynn anrufen und ihn um einen Termin bitten. Es gibt anscheinend einige Auswirkungen der letzten Zeit, die du so schnell wie möglich ausmerzen solltest."
„Ja, vielleicht hast du recht", sage ich und zücke mein Handy.


Nadia - Ja, es hat zwar etwas gedauert, aber es geht weiter ;)

MrsHoneyBunny - Danke für deine Reviews, vielleicht solltest du gschwind aufholen, da du nun einen Monat lang jeden Tag eine Mail bekommst ;D