div style="text-align: justify; mso-pagination: none; text-autospace: ideograph-numeric;"strongAPOV/strong/div
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div style="text-align: justify; mso-pagination: none; text-autospace: ideograph-numeric;"Was für eine Scheißnacht! Nach ewigem hin- und herwälzen bin ich endlich in einen unruhigen Schlaf gefallen. Als der Wecker schließlich klingelt stehe ich auf und gehe ins Badezimmer. Ich erschrecke fast bei dem Anblick meines Spiegelbilds. Die Haare sind zerzaust und es wird wahrscheinlich Jahre dauern, bis ich mit der Bürste da durch gekommen bin, während meine Augen fast so zugeschwollen sind wie nach einer blutigen Barprügelei. Tatsächlich fließt auch ordentlich Blut und zwar da unten und die Krämpfe beginnen auch schon. Mir ist schwindelig und ich würde mich am liebsten krank melden. Ich versuche trotzdem, das Beste daraus zu machen und verlasse eine Stunde später das Badezimmer./div
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div style="text-align: justify; mso-pagination: none; text-autospace: ideograph-numeric;"Ich wecke die Jungs und begleite sie ins Badezimmer. Andy mag nicht in die Kita gehen und rebelliert, indem er sich immer wieder auf den Boden schmeißt und wild mit den Armen und Beinen fuchtelt, während er Zeter und Mordio schreit. Tommy verweigert sein Frühstück und ich kann nicht einmal etwas dagegen machen, weil ich ja selber nichts hinunter bekomme. Natürlich sind wir heute wieder einmal zu spät dran und ich versuche, die Kinder trotzdem so schnell wie möglich fertig anzuziehen. Gerade als ich mit beiden fertig bin, pinkelt sich Andy an, worauf ich noch einmal von vorne anfangen kann. Kaum ist Andy endlich fix und fertig, möchte Tommy auf einmal seine Schuhe selber binden. Christian dürfte ihm geholfen haben, das zu üben und jetzt möchte er es unbedingt alleine schaffen. Ich flippe fast aus, als Tommy seelenruhig fünf Mal versucht, sich die Schuhe zu binden. Dann hat er es doch geschafft und wir können endlich das Haus verlassen - mit einer ganzen Stunde Verspätung. Ich bin geliefert./div
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div style="text-align: justify; mso-pagination: none; text-autospace: ideograph-numeric; font-family: 'Helvetica Neue'; font-size: 14px;"Mit meiner Energie völlig am Ende erreiche ich mit gehöriger Verspätung mein Bürogebäude und bin froh, überhaupt noch in einem Stück anzukommen. Auf dem Weg in die Arbeit hatte ich einen kleinen Autounfall, da ich etwas zu schnell unterwegs war und nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnte. Der letzte Rest meiner Ersparnisse ist nun endgültig aufgebraucht und die Reise nach Savannah zu meiner Mutter können wir nun vergessen. Auf dem Weg zu meinem Platz schauen mich ein paar Kollegen etwas entgeistert an, aber ich versuche einfach, nicht zu sehr aufzufallen und mein Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Erst einmal in Ruhe ein- und ausatmen. Ich glaube, ich brauche einen Tee, also flitze ich schnell in die Küche, um mir gleich eine ganze Kanne voll English Breakfast Tee zu machen und als ich zurück an meinem Platz komme, beginne ich mit meiner Arbeit. Mr. Roach kommt auch bald vorbei und hält mir einen Vortrag darüber, dass ich darauf achten sollte, nicht andauernd zu spät zu kommen. Man merkt noch immer, wie ihm das Wasser bis zum Hals steht, weil er sehr verärgert schaut und mir jeden kleinsten Fehler vorhält, was er bis jetzt nicht getan hat. Ich merke, wie ich körperlich an den Rand des erträglichen gerate und sobald die Uhr Mittag schlägt, verziehe ich mich in unseren Pausenraum. Ich kauere mich auf das Sofa in der Ecke und lege meinen Kopf auf die Lehne, während ich meine Füße unter mir begrabe. Ich döse auch schnell ein und versuche, mich wenigstens auszuruhen, da an Essen noch lange nicht zu denken ist. Allein der Gedanke an Essen dreht mir den Magen um./div