8: Die Grube
Aeren trainierte für den Rest den Tages wie ein Besessener : Laufen, Gewichtheben, Kampftechniken. Das linderte seine Nervosität und ließ ihn schlafen wie ein Stein. Am nächsten Morgen fühlte er sich erfrischt und entspannt. Er holte sich etwas zu essen und verbrachte den Tag mit leichtem Training, da er sich vor seinem Kampf nicht überanstrengen wollte. Die Zeit schien still zu stehen, und erneut befiel ihn Unruhe. Als sich seine Tür endlich öffnete, schreckte er dann doch auf. Zu seiner Überraschung sah er, dass es Endymion war, der ihn abholte, fröhlich wie immer. Er trug eine Hose aus Leder, und ein Hemd aus feinem, weißem, schimmerndem Stoff, das seine muskulöse Brust zum größten Teil unbedeckt ließ.
„Guten Abend, Aeren. Ist dein großer Tag heute, hm?"
Aeren nickte. „Jo." Sein Mund war trocken.
„Und du bist nervös." Keine Frage. Aeren stand auf, das Messer in der Hand. „Ein bisschen, ja."
Endymion warf einen Blick auf den Schrotthaufen, der mal eine Pritsche gewesen war. „Ich sorge dafür, dass du ein neues Bett bekommst, wenn du überlebst."
„Eine Pritsche reicht."
Sie verließen das Zimmer und machten sich auf den Weg.
„Bist du sicher, dass du kein richtiges Bett willst? Nur weil wir Astartes sind, heißt das nicht, dass wir uns allen weltlichen Freuden verschließen müssen. Wir sind nicht alle so spartanisch wie der alte Mann."
„Spartanisch?"
„Ein kriegerischer Stamm des alten Terra. Sie hatten für Luxus nichts übrig, und ihre Zähigkeit, Genügsamkeit und militärische Stärke sind legendär. Sie legten auch besonderen Wert auf genetische Reinheit. Natürlich stimmt diese Analogie nicht zu hundert Prozent. Errake neigt zum Beispiel nicht dazu, sich in seine Waffenbrüder zu verlieben."
„Das haben die gemacht?"
„Ja."
„Seltsam."
„Ich stelle es mir nützlich vor. Liebe ist so ziemlich das stärkste Band, das zwischen zwei Menschen bestehen kann. Ich denke, man wird umso härter kämpfen, wenn man jemanden verteidigt, der einem wichtig ist."
Aeren sah ihn verblüfft an. Der statueske Marine lächelte zu ihm herab. „Was ist? Überrascht es dich, einen Astartes über Liebe sprechen zu hören?"
„Ich hätte nur nicht gedacht, dass das etwas ist, mit dem sich Space Marines befassen."
„Stimmt schon, die meisten von uns tun das nicht. Tatsächlich sind die meisten zu dieser Emotion gar nicht fähig. Ganz zu schweigen von den körperlichen… Unzulänglichkeiten." Endymion trug jetzt ein breites Grinsen im Gesicht, und Aeren fragte sich, wie um alles in der Welt ein Marine jemals als körperlich unzulänglich gelten mochte. Endymion fuhr fort.
„Aber einige wenige von uns sind recht bewandert in den Feinheiten der Liebe. Man könnte sogar sagen, wir verehren sie."
Aeren wusste nicht, was er von all dem halten sollte, und sie gingen eine Weile schweigend. Schließlich sprach er erneut. „Wie ist das so?"
„Hmm?"
„Jemanden zu töten."
„Das kommt darauf an. Auf die Person. Auf die Umstände. Es kann traurig sein, oder glorreich, intim oder unpersönlich. Jemanden im Nahkampf zu töten, wie du es tun wirst, ist normalerweise sehr berauschend."
„Wisst ihr, gegen wen ich kämpfen werde?"
„Nein. Nur, dass es ein Freiwilliger sein wird."
„Jemand würde freiwillig bis zum Tod kämpfen?"
„Natürlich. Soldaten tun das ständig."
„Ja, aber Soldaten haben einen Grund. Das hier ist was anderes."
„Ist es das? Es gibt genug, die nur zum Vergnügen kämpfen. Astartes zum Beispiel. Es ist ein Teil unserer Natur. Deshalb sind wir so gut darin, egal, welche Gründe wir sonst noch haben. Das ist etwas, das wir und unsere entfremdeten Brüder im Imperium gemeinsam haben. Und die Leute, denen du gleich begegnest, sind genauso. Sie kosten ihre niederen Begierden aus, und sie lieben Tod und Gemetzel. Viele von ihnen verehren Khorne."
„Wer ist das?"
„Ah. Diese Geschichte müssen wir uns, fürchte ich, für ein anderes Mal aufheben. Wir sind da."
Vor ihnen lag ein schweres Schott. Dahinter war ein diffuses Murmeln zu hören. „Das wird sicher lustig." Und damit warf Endymion die Tür auf.
Als sie durch die Öffnung traten, wurden die Geräusche klarer, und lauter. Sie kamen in einen Gang, der unbeleuchtet war, doch am fernen Ende flackerte oranges Licht auf den Wänden. Aeren hörte die Stimmen vieler Menschen, und ein tiefes, rhythmisches Dröhnen. Musik?
Während sie sich ihrem Ziel näherten, fühlte Aeren, dass der Gang vibrierte; so groß war die Energie, die an dem Ort vor ihnen freigesetzt wurde. Fackeln, die ranzig stanken und schwarzen, rußigen Rauch produzierten, waren die Quelle des orangen Lichtes. Plötzlich verschwand die Decke, und links und rechts waren metallene Gerüste zu sehen, die auf beiden Seiten in der Dunkelheit verschwanden. Unmittelbar neben ihnen waren sie am höchsten, und wurden niedriger, je weiter sie nach vorne schauten. Tribünen, dachte Aeren. Auch diese Konstruktionen vibrierten unter dem Dröhnen der Trommeln und dem Lärm einer Menschenmenge. Unter den Rängen waren einige große und kleine Container unachtsam gestapelt, so wie es die abnehmende Höhe eben zuließ, und einige Leute saßen dort. Die meisten hatten metallene Becher in den Händen, und zwei rauchten. Sie sahen ziemlich wild aus; Aeren fühlte sich an Bandenmitglieder erinnert, die er in Macharius gesehen hatte. Sie waren hager und überwiegend in Lumpen gehüllt, zusammengenäht aus allem, dessen sie hatten habhaft werden können, sei es Leder, Stoff oder Plastik. Ihre Kleidung ließ viel Haut unbedeckt, aber ob die Hitze dafür der Grund war, oder weil sie ihre zahlreichen Narben zur Schau stellen wollten, vermochte Aeren nicht zu sagen. Er nahm das alles in einem Sekundenbruchteil war, und Adrenalin durchflutete ihn. Einer von denen trat ihnen in den Weg. Seine Pupillen erschienen Aeren riesig, und sie füllten seine Augen beinahe vollständig aus. Er starrte voller Begeisterung zu Endymion hinauf.
„N' Abend, mein Lord." In diesem Augenblick schien er Aeren zum ersten Mal zu bemerken. „Habta euch n' neues Spielzeuch zugelecht?", lallte er.
„Aus dem Weg, Abschaum", sagte Endymion und rammte ihm die Fingerspitzen seiner linken Hand in die Kehle. Der Mann wurde zurückgeworfen und landete auf seinem Rücken; der Astartes trat über ihn hinweg. Als Aeren ihm folgte, sah er, dass der Mann sich an den Hals griff und würgende Laut von sich gab; seine Gefährten kamen ihm zu Hilfe, und der Junge hörte einen von ihnen schreien: „Schnell, schneid' ihm in die Luftröhre oder er erstickt!"
Mehr betäubt als alles andere von diesem kurzen Gewaltausbruch, wandte sich Aeren wieder dem vor ihm liegenden Weg zu. Es fiel ihm schwer sich zu konzentrieren. Der Lärm füllte seinen Kopf aus, und er konnte ihn sogar ihn seiner Brust fühlen. Die Luft, geschwängert mit dem Gestank von Menschen und Maschinen und Rauch, brannte in seinen Nasenlöchern. Er schwitzte, und die ölige Atmosphäre dieses Ortes klebte bereits an seinem ganzen Körper.
Sie kamen zum Ende der künstlichen Schlucht, die von den Tribünen geformt wurde. Denn das waren die Gerüste in der Tat, und sie erhoben sich auf allen vier Seiten des höhlenartigen Raumes. Hunderte von Menschen füllten die Ränge, Männer, Frauen und Kinder; Schweiß glänzte im orangenen Zwielicht auf ihren Körpern. Sie rauchten, tranken, tanzten und schrien; sie schwelgten in dem Lärm und trugen zu ihm bei. Zu seiner Linken sah Aeren einen Bereich, der von diesem Chaos unberührt war. Dort hatten sich einige der Astartes eingefunden, Errake unter ihnen. Er saß in der Mitte auf einem hölzernen Stuhl, der Aeren an einen Thron erinnerte. Der Herr allein war still, ein einsamer Berg inmitten der tosenden See. Er trug einen langen Mantel aus groben, dunklem Stoff und schwere Stiefel. Doch auch er hatte heute Nacht auf ein Hemd verzichtet. Seine Gefährten waren kaum dicker angezogen.
Vor ihrer Loge, auf Bodenhöhe, standen zwei Männer, die sich gegenseitig ins Ohr schrien. Einer von ihnen fiel Aeren ins Auge. Er stützte sich auf einen langen Metallstab, der so aussah, als sei er zu einem früheren Zeitpunkt stellenweise geschmolzen. Auch er trug einen schweren Mantel, aber seiner war schmutziger und zugleich aufwändiger als der von Errake. Aeren brauchte einen Moment um zu erkennen, dass es sich um den Mantel eines Kommissars handelte. Vor dem Mund des Mannes war etwas befestigt, dass wie ein Mikrofon aussah. Eine wilde Mähne weißen Haares fiel ihm bis auf die Schultern, und eines seiner Augen war durch eine grobschlächtige Prothese ersetzt worden. Er war es, auf den Endymion zuhielt.
Und schließlich, in der Mitte des Bodens, lag die Grube. Sie machte ihrem Namen alle Ehre; zwei Meter tief, und etwa fünf mal acht Meter in der Ausdehnung, mit kahlen, stellenweise rostigen Wänden. Ihr Boden war mit Sand bedeckt, der stellenweise dunkel verfärbt war.
Endymion sprach jetzt mit dem Stabträger, zeigte auf Aeren und bedeutete ihm mit einem aufmunternden Lächeln, näherzukommen. Aerens Beine bewegten sich ohne sein Zutun. Sie fühlten sich schwach an, und es war ihm, als hätte er die Kontrolle über seinen Körper verloren. Mechanisch ging er zu den beiden ungleichen Männern hinüber. „Das ist Cortez!", stellte Endymion den Fremden vor, der Aeren kurz zunickte. „Ich lasse euch beide dann jetzt mal allein!" Und damit kletterte er hoch in die Loge, wo er von seinen Brüdern empfangen wurde. Cortez zog Aeren an seine Seite. Dann schaltete er sein Mikrophon ein, und ließ seinen Stab einige Male auf den Boden schellen, während er seine linke Hand hob.
„Okay, Leute, Leute, Leute!" Irgendwie war seine Stimme, die aus den Lautsprechern hallte, noch lauter als der Tumult in der Halle. Langsam erstarb die Musik, und auch die Stimmen verebbten, bis nur noch ein leises Murmeln zu hören war. Aerens Ohren waren dankbar für die Auszeit, wie kurz sie auch immer sein würde. Cortez wartete geduldig und ließ seinen Blick über die Menge wandern.
„Ich wünsche euch allen einen guten Abend, ihr guten, guten Leute!"
„Ey, fick dich Cortez!" kam eine Stimme von den oberen Rängen, und Gelächter und Erheiterung gingen durch die Reihen. Cortez richtete seinen Zeigefinger auf den Schurken. „Und du dich, du dummes Stück Scheiße! Ich heiße euch alle willkommen! Ihr alle wisst, warum wir hier sind, und ihr alle kennt diesen Ort! Genau, willkommen in der Gruuuube!" Das letzte Wort hatte er mit extra tiefer Stimmer ausgesprochen, und es rollte über die Menge wie das Horn eines fernen Titanen. Pfiffe und Jubel waren die Antwort. „Und auf besonderen Wunsch unseren großzügigen Lord Stoneheart..." Er verbeugte sich knapp in Richtung der Loge. Diesmal war der Jubel noch größer, und Errake quittierte ihn, indem er die Finger seiner rechten Hand ein paar Zentimeter von seiner Armlehne hob.
„… geht der erste Kampf des heutigen Abends bis zum Tod!" Die Menge, die von Vorfreude und Aufregung gepackt wurde, gab ein tiefes Ooooh von sich. „Und es wird dieser junge Mann sein, der zu diesem Spektakels in die Grube steigt!" Damit wechselte Cortez rasch seinen Stab auf die andere Seite, und hob Aerens linke Hand mit seiner rechten über ihre beiden Köpfe. „Dies, liebe Freunde, ist der gute Aeren Mallory, der kürzlich während unseres Intermezzos auf Ocallus zu uns gestoßen ist, wo er bei den guten Leuten der Imperialen Armee beschäftigt war!" Diesmal buhten sie ihn aus. Einige riefen Obszönitäten, und mehrere Becher flogen in Aerens ungefähre Richtung. Cortez machte eine beruhigende Geste. „Also, also, meine lieben Freunde! Er hat seinen Fehler mittlerweile eingesehen, und seinem verrottenden Leichnam von einem Imperator den Rücken gekehrt." Jetzt jubelten sie wieder. Aeren war langsam etwas genervt. Die Menge schien ein ziemlich unreifer und launischer Haufen zu sein.
„Er ist jetzt hier, bei uns, und brennt darauf, Blut zu vergießen. Und wie ich gehört habe, ist es sein erstes Mal!" Cortez machte ein schüchternes Gesicht. Gelächter und Pfiffe regneten von den Rängen. Aeren errötete, teils aus Verlegenheit, teils aus Ärger. Die ganze Sache wurde zunehmend lächerlich. Cortez fuhr fort. „Aber, wir können ihn wohl kaum mit sich selbst spielen lassen, oder? Ich meine, wo bleibt da der Spaß?" Die Menge johlte, und Aeren knirschte mit den Zähnen. Erneut gab Cortez ihnen einen Moment, bevor er ein feierliches Gesicht aufsetzte. „Okay, das reicht jetzt langsam. Immerhin stirbt gleich jemand. Also, wer von euch will mit dem jungen Herrn Mallory in die Grube steigen? Wer will an diesem heiligen Ort Blut vergießen, und unsere Gebieter ehren, die in dieser Welt und die in der anderen?" In der von Zwielicht erfüllten Halle erhob sich erneut Gemurmel. Aeren ließ seinen Blick über die Ränge schweifen; sein Herz hämmerte in seinen Ohren. Wer würde sein Gegner sein? Minuten schienen zu vergehen, doch es konnten nicht mehr als zehn Sekunden gewesen sein, bevor er eine Stimme hörte, die sich über alle anderen erhob. „Ich will!" Aerens Augen sprangen umher, und suchten ihren Besitzer. Nach ein paar Sekunden entdeckte er seinen Herausforderer, als andere begannen, sich ihm zuzuwenden. Ein junger Mann bahnte sich seinen Weg nach unten, während die Umstehenden ihm ermutigend auf den Rücken klopften, und sich die Luft zunehmend mit Händeklatschen, Rufen und Pfiffen füllte. Cortez deutete ebenfalls auf ihn. „Wir haben einen Gewinner!" Schließlich fand der Junge seinen Weg zu der Stelle, an der Aeren und Cortez auf ihn warteten. Aeren musterte ihn. Der Junge konnte höchstens zwei Jahre älter sein als er selbst. Seine blasse Haut verriet, dass er nicht viel Sonne in seinem Leben gesehen hatte. Er war sicherlich etwas muskulöser als Aeren, und strahlte ein unbekümmertes Selbstvertrauen aus. Sie standen sich gegenüber, und Cortez war zwischen ihnen. „Also, mein junger Freund, nenn' uns deinen Namen." Der Junge stand aufrecht, und sprach mit Stolz.
„Ich bin Orthan, Ochos Sohm." Irgendwo hoch auf der Tribüne machte sich eine andere Stimme bemerkbar. „Das ist mein Sohn!" Sie gehörte zu einem dürren Mann, der vor Stolz schier zu bersten schien. Die Menge jubelte wieder.
„Dann sag uns, Orthan, Ochos Sohn, hast du schon einmal getötet?" Der Junge schüttelte den Kopf. „Nein." Aeren atmete aus. Wenigstens war auch er kein erfahrener Killer. Cortez blickte gerade zwischen ihnen hindurch und holte tief Luft. „Noch 'ne Jungfrau!" Die Zuschauer brüllten vor Lachen. Orthan versuchte, seine würdevolle Fassade aufrechtzuerhalten, was ihm nicht wirklich gelang; sein Unterkiefer bewegte sich vor mühsam unterdrücktem Ärger. Aeren rollte mit den Augen.
Schließlich brachte Cortez die Menge mit seinem Stab zur Räson. „Okay, Okay, Lasst uns die Sache mal angehen. Also Aeren, da du der Herausgeforderte bist, welche Waffe wählst du?"
Aeren zog das Messer aus der Scheide und hielt es hoch über sich. „Mein Messer!" Cortez wandte sich an Orthan. „Hast du ein Messer, junger Mann?", fragte er, was der angesprochene verneinte. Aber unter den Zuschauern gab es genügend, die Messer hatten, und eines wurde aufgetrieben und zu den Kämpfern weitergereicht. Es war ein notdürftig zusammengebautes Teil, von ähnlicher Größe wie Aerens und mit dunklen Flecken übersät. Na toll, dachte Aeren, selbst wenn ich den Kampf überlebe sterbe ich an 'ner Infektion. Cortez wandte sich einmal mehr an die Menge. „Also, die Herausforderung wurde ausgesprochen, die Waffen gewählt. Zeit für eure letzten Worte. Orthan?"
Der ältere Junge beugte sich zum Mikrofon. „Ich werde Aeren töten und meiner Mutter und meinem Vater Stolz und Ehre bringen." Dann holte er tief Luft und schrie so laut er konnte. „KHORNE SOLL MEIN ZEUGE SEIN!" Die Menschen brüllten zustimmend, und stampften im Takt mit den Füßen. Diesmal brauchte Cortez länger um sie zu beruhigen. „Das ist doch mal 'ne Ansage. Was ist mit dir, Aeren?" Der Junge schüttelte den Kopf. „Bringen wir es hinter uns, bevor ich an Langeweile krepiere."
Ooooh hallte es aus der Menge, begleitet von Gelächter und erneutem Gestampfe. Den beiden Kämpfern wurde nun in die Grube geholfen. Cortez hämmerte mit seinem Stab, in gleichem Rhythmus wie die stampfenden Füße der Menge; so erschufen sie einen gemeinsamen, rasenden Herzschlag, der schneller und schneller wurde. Die beiden Jungen standen nun in der Grube und beäugten einander argwöhnisch. Cortez hob seinen Stab und seine freie Hand, und atmete laut ein; die Lautsprecher verwandelten das Geräusch in einen tosenden Eiswind. Wie ein Mann beendeten die Leute ihr Stampfen. Es gab einen Moment der Stille, und alles hielt den Atem an. Dann, ein einzelnes Wort, gebrüllt von Cortez: „BEGINNT!"
