Epilog: Boten des Wandels

Es war ungewöhnlich still in den Straßen von Siyodha. Die Leute waren verängstigt, und drängten sich mit Freunden und Familie um die Tische, um über das Geschehene zu sprechen und das, was noch kommen mochte. Und diejenigen, die unterwegs waren, gingen ihren Geschäften mit gesenkten Stimmen und verstohlenen Blicken nach.

Eine Ausnahme bildete natürlich der zentrale Platz. Die Feuer waren endlich gelöscht, und nun war das Administratum mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Man beseitigte den Schutt und die Trümmer, und suchte nach Überlebenden – und Leichen. Es muss ihnen hoch angerechnet werden, dass die Arbeiter nur für einen kurzen Augenblick innehielten, als der riesige, mit Staub und Asche bedeckte Bildschirm auf einer Seite des Platzes zum Leben erwachte. Er zeigte das strenge Gesicht von Raj Sulemnar über den GNS.

„Bürger von Mahamat", begann sie.

„Sie alle haben die Nachricht verfolgt, die von Unjul Rahebat gesandt wurde, dem ehemaligen Zeremonienmeister. Seien Sie sich bewusst, dass es eine Täuschung war, ein Gebilde aus abscheulichen Lügen, mit dem Ziel, die Wahrheit im Sinne Lord Rahebats eigener Interessen zu verdrehen."

„Diese heimtückischen Angriffe wurde in der Tat von außerweltlichen Elemente durchgeführt; Elementen, mit denen Lord Rahebat im Bund ist und mit denen er konspiriert, um unsere große Gesellschaft zu zerstören."

„Doch die furchtbarste Offenbarung ist, dass diese Angreifer in der Tat nicht zu einer fremden Macht gehören; weder Xenos noch Piraten waren für diese unrechtmäßige Tat verantwortlich. Nein, die Urheber sind ein Teil des Imperiums, und durchdringen seine höchsten Ebenen."

„Meine lieben Mitbürger, während ich zu Ihnen spreche, ist das Imperium dabei, sich selbst zu zerreißen. Es wird aus dem Inneren heraus bedroht, durch eine große Gruppe von Verrätern, die danach trachten, die Herrschaft unseres höchst heiligen Imperators zu untergraben; und es sind diese Verräter, die uns so feige angegriffen haben. Sie haben gegen den Willen des Imperators gehandelt, und als Antwort darauf, sind uns die Adeptus Astartes zur Hilfe geeilt."

Das Bild schwenkte nach rechts, und Sabato und eine Handvoll weiterer Astartes wurden sichtbar, die grimmig in die Kamera schauten; dann sprang das Bild zurück.

„Wir müssen dem Imperator für ihre rasche Ankunft danken, da unser eigenes Militär durch die Angriffe schwer dezimiert wurde."

An diesem Punkt erschien ein neues Bild: Eine verbrannte Landschaft, übersät mit den geschwärzten und zerschmetterten Überresten imperialer Fahrzeuge. Die Kamera schwenkte zu Boden, und offenbarte die verkohlten Überreste eines Menschen, beinahe vollständig in der schwarzen Schlacke versunken; doch die Struktur seines Gesichtes sowie seine Zähne waren deutlich zu erkennen.

„Nur ein Kontingent von Soldaten ist übriggeblieben, und dieses marschiert zur Stunde gegen den Palast. Diese Soldaten haben sich von der ihnen auferlegten Pflicht abgewandt, und haben sich Rahebat und seinen Verschwörern angeschlossen. Auch sie sind Verräter, und werden die Gerechtigkeit des Imperators zu spüren bekommen."

„Angesichts dieser Ereignisse, blieb uns keine andere Möglichkeit, als um Hilfe zu bitten bei denen, die sich außerhalb der Reichweite der Verräter befinden, und sie haben unseren Ruf vernommen und sind auf dem Weg hierher, um uns zu unterstützen."

„Dies ist eine temporäre Maßnahme, und während der Imperator seinen strafenden Blick auf das Geschwür richtet, welches das Imperium heimsucht, müssen auch wir unseren Beitrag leisten."

„Aus diesem Grund bitte ich Sie um zwei Dinge: kehren Sie Rahebat den Rücken, dessen Verrat uns am stärksten trifft, da er ein Teil unseres inneren Kreises, und in alle unsere Ratschlüsse eingeweiht war."

„Und zweitens: haben Sie Vertrauen; in uns, und vor allem in den Imperator. Dies ist unsere größte Krise, doch durch Glauben und Einigkeit werden wir sie überwinden. In seinem Namen."

Zehntausende Bildschirme schalteten sich ab.


Im Palast hatten auch die Rajai die Übertragung verfolgt.

Myridna runzelt die Stirn. Sie hasste sich selbst in diesem Moment, hatte sie doch sowohl Rahebat als auch General Yisadhi verdammt. Sie hielt die Hand ihres Mannes, und als das Video vorbei war, wandte sie sich ihm mit einem Seufzen zu. „Tun wir hier das Richtige?"

Agipor drückte tröstend ihre Hand, während er sie ernst ansah. „Was ist die Alternative? Zuzulassen, dass unsere Familie zerstört wird, unsere Hinterlassenschaft? Nein, das ist die einzige Option."

„Ich hoffe, dass du Recht hast."

Sie dachte daran, wie sie mit Errake über das Video gesprochen hatte. Ich bin mir nicht sicher, dass sie das überzeugen wird, hatte sie gesagt.

Es muss sie nicht überzeugen, hatte der Kriegsherr geantwortet. Es reicht, wenn es Zweifel sät; Zweifel darüber, wer die Wahrheit sagt, und wem sie vertrauen können. Zu versuchen, das herauszufinden, wird sie für eine Weile beschäftigen und stillhalten lassen.

Dann dachte sie an Pranher, ihren ältesten Sohn, der unter General Yisadhi diente und den abtrünnigen Astartes bald im Kampf gegenüber stehen würde. Sie hatte mit Errake auch über ihn gesprochen, und ihn angefleht, sein Leben zu verschonen.

Wenn ich ihm begegne, wird er ein feindlicher Soldat sein, nicht mehr. Seine einzige Chance ist es, sich zu ergeben.

Sie hatte darauf hin eine Nachricht für ihren Sohn aufgezeichnet, in der sie ihn drängte, seine Waffen niederzulegen, und Errake gebeten, sie über dem Schlachtfeld abzuspielen. Das, zumindest, hatte er ihr versprochen.


Und so kam es, dass, als die Astartes über die sich nähernden Soldaten herfielen, die Stimme einer besorgten Mutter sich mit Gewehrfeuer, Explosionen, und den Schreien von Verwundeten mischte. Doch der junge Mann, an den die Nachricht gerichtet war, konnte nicht umgestimmt werden; er war durch Loyalität an seinen Kommandanten und seine Kameraden gebunden, und starb mit ihnen.


Unjul Rahebat saß in einem dunklen Raum in Siyodhas Stadthalle, heimgesucht von Gedanken wie schwarze Gewitterwolken. Er hatte natürlich Myridnas Antwort auf seine Botschaft gesehen, und musste zugeben, dass sie mehr auf ihrer Seite hatte, um ihre Behauptungen zu untermauern; und das, obwohl sie der Verräter war. Er hatte daraufhin vor seinen Wachen und Dienern eine Rede gehalten, und versucht, sie von seinen lauteren Absichten zu überzeugen; doch er hatte den Zweifel auf ihren Gesichtern gesehen. Nun versuchte er, sich eine neue Botschaft einfallen zu lassen, doch sein Geist war in Aufruhr.

Das Geräusch der Tür, die sich hinter ihm öffnete, ließ ihn sich umdrehen; er konnte jedoch den Ankömmling vor dem Hintergrund des hell erleuchteten Korridors nicht erkennen.

„Ja, was gibt es? Pala?", fragte er. Nein. Nicht groß genug.

„Haltet Eure Hände so, dass ich sie sehen kann. Keine Tricks, ich kann euch perfekt sehen."

„Wa-… Aeren?"

„Ja. Macht die Sache nicht unnötig kompliziert. Ihr werdet mit mir kommen, auf die eine oder andere Weise."

Der ehemalige Zeremonienmeister erhob sich langsam. „Wo sind meine Wachen? Wo ist Pala?"

„Ich konnte die meisten von ihnen dazu überreden, ihre Posten zu verlassen. Was Pala angeht… ich vermute, er war derjenige, der vor Eurer Tür stand? Fallt nicht über ihn."

Rahebats Blut gefror in seinen Adern, und Übelkeit bemächtigte sich seiner.

„Was vollen deine Auftraggeber von mir?"

„Ich habe keine Ahnung. Aber da mir aufgetragen wurde, Euch lebend einzusammeln, vermute ich, dass man noch Verwendung für euch hat."

Eine neue Stimme war hinter Aeren zu vernehmen. „Wir haben die Kinder gefunden."

„Gut. Damit wäre auch unsere zweite Aufgabe erledigt. Lord Rahebat, wenn Ihr mir nun folgen würdet?"


Die Space Marines kehrten zum Palast zurück, Blut auf ihren Rüstungen und in entspannter Stimmung. Keiner von ihnen war gefallen; die Soldaten der imperialen Armee, die seit Jahren keinen echten Kampf gesehen hatten, waren in keiner guten Form gewesen.

Aeren war schon einige Zeit vor ihnen wieder da gewesen. Er hatte Rahebat in einen Raum gesperrt, und die Rajai mit ihren zwei jüngsten Kindern, Anjika und Suthi, wiedervereinigt. Es war seltsam, Myridna in der Rolle der liebenden Mutter zu sehen, wo er sie doch als streng und verächtlich kennengelernt hatte.

Dieser glückliche Moment fand natürlich mit der Ankunft Errakes ein jähes Ende, der ihnen in seiner üblichen, teilnahmslosen Art vom Tod ihres ältesten Sohnes berichtete. Wo ihre älteste Tochter Shanti war, vermochte niemand zu sagen.


Später wurden die Regenten in die Banketthalle gerufen. Am fernen Ende war ein Thron aus schwarzem Stein aufgestellt worden. Dort saß Errake, und auf beiden Seiten standen viele seiner Gefolgsleute, sowie einige der übrigen Astartes. Nur die Lampen hinter der Versammlung waren eingeschaltet, und man hatte sie auf auf ein schwaches, rotes Zwielicht eingestellt; im Vorderen Bereich warfen nur einige Kohlenbecken ihr flackerndes Licht. Dadurch war der Ort von einer düsteren Atmosphäre erfüllt, und das Feuer tanzte in den Augen der Anwesenden. Errake war in seinen schwarzen Panzer gehüllt, der selbst das wenige Licht, das auf ihn fiel, noch zu verschlucken schien. So war er kaum zu sehen, ein riesiger, schattenhafter Umriss im Mittelpunkt des Ganzen.

Vor den Versammelten kniete Rahebat, allein und niedergeschlagen. Er trug eine einfache Hose und ein ärmelloses Unterhemd. Man hatte ihn geknebelt, und seine Hände auf dem Rücken gefesselt. Getrocknetes Blut an seiner Schläfe verriet, dass man nicht sonderlich sanft mit ihm umgegangen war, und er schien in weite Ferne zu blicken. Myridna gefiel das alles überhaupt nicht.

„Hier ist der Dissident", begann Errake, zu den Ankömmlingen gewandt. Seine Stimmte dröhnte durch die höhlenartige Halle, verstärkt durch seinen Voxcaster. „Es ist an der Zeit, ihn zu bestrafen."

Die Raj ging um den knienden Mann herum, darauf bedacht, sich ihre Unruhe nicht anmerken zu lassen, und positionierte sich zwischen ihm und dem dunklen Thron.

„Es ist nicht nötig, ihn zu bestrafen", sagte sie. „Er hat nur getan, was er für richtig hielt. Er ist nun ein Gefangener, und nicht länger eine Bedrohung für Euch."

„In gewisser Weise hast du recht", dröhnte die entsetzliche Stimme. „Sein Leben hat keine Bedeutung für mich. Sein Tod allerdings wird einen Zweck erfüllen."

„Welchen Zweck?"

„Er wird den anderen hohen Häusern eine Botschaft übermitteln; Ich will, dass sie wissen, dass es sehr viel vorteilhafter für sie sein wird, mit uns zusammen zu arbeiten, als uns zu bekämpfen."

Myridna beugte den Kopf, zwang sich einmal mehr zur Demut. „Mein Herr, Gnade ist eine sehr viel mächtigere Botschaft. Ich bitte Euch, sein Leben zu verschonen."

„Oh, aber ich habe nicht vor, ihn zu töten. Das werdet ihr tun."

Sie sah auf; ihr Gesicht war leer. „Was soll das heißen?"

„Es ist ganz einfach. Wenn ihr ihn tötet, wird das mir, und den anderen Häusern, beweisen, wem eure Loyalität gehört. Bis jetzt habe ich euch nicht wirklich gefordert. Sieh es als einer Prüfung eurer Entschlossenheit."

Die Raj sagte nichts. Nur ihr Kiefer mahlte vor Zorn.

Errake schnippte ein Messer in ihre Richtung; zu ihren Füßen blieb es liegen.

Myridna sah es an, und dann wieder Errake. Ihre Augen waren vor Schock und Entrüstung geweitet.

„Das kann nicht Euer ernst sein."

„Es ist mein voller Ernst. Ihr beide werdet mir seinen Kopf bringen."

„Mein Herr, dieser Mann wird nützlich sein für-"

Errake hob eine Hand, was sie zum Schweigen brachte. „Verschwende. Nicht. Meine Zeit. Die Sache steht nicht zur Diskussion. Du und dein Gatte werden diesen Mann töten und seinen Kopf abschneiden. Oder möchtest du vielleicht von unserem Arrangement zurücktreten?"

Er machte eine Handbewegung; auf beiden Seiten wurde viele Waffen bereitgemacht.

„Trefft eure Wahl. Tötet ihn jetzt, oder sterbt mit ihm."

Myridna stand für einen Moment zähneknirschend da. Dann ging sie langsam in die Knie und hob das Messer auf. Es war ein ungeschlachtes Ding mit einer schweren, gezackten Klinge. Sie blickte mit Abscheu darauf. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie eine Kamera auf sie gerichtet wurde. Langsam wandte sie sich um. Erst jetzt sah sie das Blut, dass sich um Rahebats Waden gesammelt hatte; man hatte ihm die Sehnen zerschnitten. Sie machte einen Schritt vor und kam hinter ihm zu stehen. Ihr Mann kam ebenfalls auf die beiden zu. „Gib mir das Messer, meine Liebe. Ich werde es tun."

Sie nickte ihm dankbar zu und reichte ihm die Klinge. In diesem Augenblick erwachte Rahebat aus seiner Betäubung. Als ihm bewusst wurde, was da gerade geschah, begann er durch seinen Knebel hindurch zu schreien, und versuchte, sich davon zu winden; doch Myridna packte ihn und hielt ihn fest.

Agipor hob das Messer über seinen Kopf. „Vergib mir, alter Freund", murmelte er. Rahebat schrie und wand sich noch immer. Das Messer fuhr herab.


Der Tod kam schnell. Agipor hatte anscheinend eine kritische Stelle getroffen, und Rahebat erschlaffte nach ein paar Sekunden des Aufbäumens und des Zuckens. Die Enthauptung allerdings war eine lange und dreckige Angelegenheit, und sowohl Agipor als auch Myridna weinten und würgten die ganze Zeit über. Es dauerte fast zehn Minuten, bevor sie Muskeln, Sehnen und die Wirbelsäule durchtrennt hatten. Als sie es endlich geschafft hatten, waren sie beiden von Kopf bis Fuß mit Blut bespritzt. Gemeinsam hoben sie den Kopf auf, entfernten den Knebel und schlossen Rahebats Augen. Den Kopf wie einen Säugling vor ihre Brust haltend, wandte Myridna sich um und sah Errake an.

Die dunkle Gestalt nickte. „Bring ihn her." Er gestikulierte erneut. Jemand, der neben dem Thron stand, trat mit einem großen Silbertablett vor.

Aller Kraft beraubt, platzierte sie den Kopf auf der polierten Oberfläche, und strich sanft über das schwarze Haar. „Was für eine schändliche Zurschaustellung."

„Auch sie dient einem Zweck. Im Moment habe ich keine Verwendung mehr für euch. Ihr könnt gehen."

Und so verließen die Regenten den Saal, eng aneinander geschmiegt, ihres Stolzes und ihrer Würde beraubt.


Aeren hatte die grausige Vorstellung mit einer seltsamen Ruhe verfolgt. Vielleicht, weil er in der letzten Zeit so viel Blutvergießen gesehen hatte, nicht zuletzt bei den Gelegenheiten, bei denen er selbst dafür verantwortlich gewesen war. Vielleicht war seine Fähigkeit, Entsetzen zu empfinden, endgültig erschöpft. Doch wenn er darüber nachdachte, war nichts allzu schlimmes passiert: Rahebats Tod war so schnell und sauber gewesen, wie die Umstände es zuließen, und danach hatten die Rajai nur noch totes Fleisch geschnitten. Er belächelte die heftigen Reaktionen der beiden; sie waren offensichtlich nicht an solche Dinge gewöhnt. Im Gegensatz zu mir, dachte er. Und diese Erkenntnis beunruhigte ihn doch, wenn auch nur ein wenig.


Nach diesem Ereignis dauerte es nicht lange, bis die anderen hohen Häuser kamen, um Errake ihre Aufwartung zu machen. Sie alle hatten das Video der Enthauptung gesehen, und die Botschaft, die es begleitet hatte. Was Errake verlangte, war zwar unangenehm, aber nicht allzu weit hergeholt, wenn man bedachte, dass er nun de facto der Herrscher Mahamats war. Und da sie die Alternative gesehen hatten, entschlossen sich die Adligen, fürs Erste mitzuspielen, und zu sehen, welche Absprachen man würde treffen können. Natürlich galt das nicht für alle: ein gewisser Lord Muriyah, der frommste unter ihnen, entschloss sich stattdessen, sich selbst und seine gesamte Familie zu töten; aber nicht, bevor er nicht seine gesamte Dienerschaft vergiftet hatte.

Und so kam es, dass sich die Oberhäupter der hohen Häuser einige Schichten später in der großen Halle versammelten. Rahebats verwesender Kopf war auf einem Podest auf der linken Seite platziert worden, und der Geruch des verrottenden Fleisches vermischte sich schwerem Räucherwerk zu einem verstörenden Brodem; eine grimme Erinnerung an den Preis der Auflehnung.

Sie brachten Geschenke und knieten der Reihe nach vor dem schwarzen Thron. Errake, der dort wie eine Statue in seiner Rüstung saß, hatte wenige Worte und noch weniger Gesten für sie übrig; und auch sie sahen, dass er ein vollkommen Fremder war, nicht nur aufgrund seines Geburtsortes, sondern durch seine befremdliche Natur. Und sie wurden sich bewusst, dass ihre alte Lebensweise die kommenden Tage nicht unverändert und unbeschadet überstehen würde.


Draußen in der Galaxie drehen sich die Räder des Schicksals ebenfalls weiter. Obwohl es die Imperialen noch nicht wissen, zieht der dreizehnte schwarze Kreuzzug rasch herauf; und bald werden Milliarden von Sterblichen in seinen Schlund geschleudert werden, Figuren in einem Spiel beherrscht von Titanen und Göttern. Unter ihnen, ein seltsames Paar: ein junger Bursche und sein uralter Gebieter. Nur die Zeit wird zeigen, ob sie die Stärke und das Glück haben, dem Sturm zu trotzen, oder ob sie verschlungen werden.

~ FIN ~


Ich möchte allen danken, die es bis hierher geschafft haben - irgendetwas muss ich dann ja wohl richtig gemacht haben : ) Vielleicht magst du ja ein Review da lassen. Was hat dir gefallen, was nicht? Reviews sind Ambrosia für Autoren, besonders, wenn sie positiv sind *lach*.

Meine Geschichte auf Deutsch zu übersetzen hat Spaß gemacht, war aber auch eine Heidenarbeit, und ich bin nicht sicher, ob ich den Aufwand für meine künftigen Geschichten nochmal treiben werde. Na ja. Time will tell. Also, danke fürs Lesen nochmal, und bis demnächst!

Cheers,

Onyx