Kapitel 6

Wir hatten unsere Reise als richtige Rundfahrt geplant. Wenn wir ohne Unterbrechungen durchfuhren, würden wir etwa 50 Stunden brauchen. Wenn wir alle vier Stunden einmal für eine halbe Stunde anhalten, um zu tanken und damit ich zur Toilette konnte, wären das zusätzliche 6 Stunden. Da fünf von uns nicht schlafen mussten, hatten sie auch kein Problem damit, die 56 Stunden durchzufahren und ich konnte in der Zeit im Auto schlafen. Dadurch würden wir in etwas mehr als zwei Tagen bei meiner Mutter sein, doch wir beschlossen, vier Tage daraus zu machen, damit meiner Eltern keinen Verdacht schöpfen konnten. Wir würden in der Nacht einfach nicht anhalten. Es gab auf der Fahrt eine Menge Attraktionen, die wir uns ansehen wollten, also suchte sich jeder von uns zwei davon aus, eine für die Hinfahrt und eine für die Rückfahrt. Da wir für die Fahrt 8 Tage eingeplant hatten, blieben noch 6 Tage, die wir mit meiner Mutter und meinem Stiefvater über Weihnachten verbringen wollten. Wir hatten zugegebenermaßen vor, nur 4 Tage bei meiner Mutter zu verbringen, da ich mich zu Hause noch von der Reise erholen wollte, bevor die Schule wieder losging.

Unser erster Stopp war noch im Staat Washington. Emmet hatte eine Attraktion namens Sky High Sports ausgewählt. Zuerst spielten wir Völkerball, Mädchen gegen Jungs. Das Spiel war sehr amüsant, da unsere Seelenverwandten immer nur auf die anderen Mädchen zielten, und nie auf ihrer Partnerinnen. Wir Mädchen hatten allerdings kein Problem damit, den Ball auf alle Jungs zu schießen und es war uns egal, ob wir unseren Partner trafen, oder nicht. Wir waren pragmatisch genug um zu verstehen, dass wir die Jungs nicht verletzen konnten.

Ich war allerdings extrem frustriert, denn keiner der Jungs hatte auch nur versucht, mich zu treffen. Ich wusste, dass sie Angst davor hatten, mich mit dem Ball zu verletzen, aber ich war trotzdem beleidigt. Ich war auch nicht in der Lage, mit dem Ball einen der Vampire zu treffen, da sie zu schnell für mich waren und schließlich gab ich einfach auf.

„Süße", sagte Jasper, während er auf mich zukam. Dieses eine Wort war alles, was ich brauchte, um zu wissen, dass er damit fragen wollte, ob es mir gut ging und was das Problem war.

„Ich weiß ja, dass ihr mich nicht verletzten wollt, aber es war nur ein Spiel!" Seufzte ich. Ich war mehr als nur frustriert und ich versteckte meine Gefühle auch nicht vor meinem Seelenverwandten. „Ich dachte, ihr würdet etwas aussuchen, dass wir zusammen genießen könnten, anstatt so zu tun, als dürfte ich mitspielen und mich dann doch nicht mitspielen lassen."

„Es tut mir Leid, Süße", mein Engel zog mich in eine Umarmung. „Wie wäre es, wenn wir ein anderes Spiel suchen und ich verspreche dir, ich werde dich schlagen!"

Ich grinste ihn nur an, denn ich wusste, da er ein Vampir war, wäre es pures Glück, ihn zu schlagen. Außerdem würde er mich dafür einfach gewinnen lassen.

Wir fanden schließlich einige Pooltische und bereiteten gleich alles dafür vor. Unsere Familie blieb uns erst mal fern, während Jasper mir erklärte, wie man spielte. Ich wusste ungefähr, wie es funktionierte und Jasper gab mir auch noch ein paar Tipps, vor allem wie man den Queue am besten hielt und wie man den besten Winkel bestimmte.

Nach einer halben Stunde beschlossen wir, ein richtiges Spiel zu starten und unsere Brüder und Schwestern kamen, um zuzusehen. Da Jasper ein Gentleman war, durfte ich das Spiel eröffnen. Anscheinend war das alles was ich brauchte, oder es war einfach nur Anfängerglück. Bei meinem ersten Schuss traf ich gleich eine volle Kugel, die in die Tasche fiel. Danach traf ich bei jedem meiner Schüsse die vollen Kugeln in die Taschen.

„Du hast dein Versprechen gebrochen!" Ich schmollte, während meine Vampire lachten.

„Wenn du mir auch mal erlaubt hättest zu spielen, hätte ich vielleicht gewonnen", konterte Jasper mit einem Grinsen. „Das nächste Mal werde ich die nicht erlauben, das Spiel zu eröffnen!"

Danach wechselten wir uns beim Spielen immer ab. Ich schaffte es, Emmett zu besiegen und er schmollte stundenlang. Gegen die anderen hatte ich keine Chance. Ich hätte Char fast geschlagen, weil ich das Spiel eröffnen durfte, aber da ich einmal nicht getroffen hatte, nahm sie ihre Chance wahr und ich bekam keine Möglichkeit mehr, sie zu besiegen.

Nach ein paar Stunden, in denen wir weiter Pool spielten, beschlossen wir, weiterzufahren.

Da Char sich für Kunst interessierte, hielten wir das nächste Mal am Yellowstone Art Museum in Montana. Ich hatte dort wirklich Spaß, nur Peter und Emmett schienen es dort nicht zu genießen und sie ließen es uns wissen.

„Wenn ihr zwei nicht sofort damit aufhört, lasse ich Japser eure Zungen herausreisen", warnte ich sie. Ich versuchte, den Museumsbesuch zu genießen, aber ich bekam von den beiden Kopfschmerzen. Sie mussten begriffen haben, wie ernst es mir war, da sie kein Wort mehr sagten, bis wir wieder auf der Straße waren.

Rosalie wählte den nächsten Stopp: The Reptile Gardens in Süddakota. Wir gingen durch den Garten und sahen die ganzen verschiedenen Reptilien.

„Willst du hier gar keinen kleinen Snack?" fragte ich Rose.

„Nein", sie lächelte mich an. „Reptilien sind kaltblütige Tiere und wir bevorzugen warmblütige wenn wir trinken. Natürlich ist das beste Blut das von Menschen, aber Tierblut gibt uns auch Kraft."

„Wenn ihr Menschenblut bevorzugt, warum dann nicht Blutkonserven?" fragte ich. „Ihr könntet es einfach aufwärmen, oder?"

„Wir können von Blutkonserven überleben, wenn es sein muss, aber wenn es eine Zeit lang steht, wird es schal"

„Und abgestandenes Blut ist noch schlimmer als das von Tieren."

„Das macht Sinn", kommentierte ich. Zumindest verstand ich ihre Bedürfnisse jetzt etwas besser.

„Also, wie oft müsst ihr jagen?" Das interessierte mich wirklich, da ich wusste, dass es irgendwann Teil meines Lebens werden würde und ich wollte auch wissen, wie ich meiner Familie jetzt als Mensch, und auch nach meiner Verwandlung, helfen konnte.

„Wenn wir uns von Tierblut ernähren, müssen wir etwa dreimal die Woche jagen", fing Rose an. „Manchmal auch öfters, wenn wir viel unter Menschen sind. Wenn wir zur Schule gehen, jagen wir jeden Abend, um die Menschen zu schützen."

„Mit Menschenblut können wir zwei bis drei Wochen überleben, bis wir wieder neues Blut brauchen", erklärte Peter die andere Alternative. „Mit dir in unmittelbarer Nähe versuchen Char und ich allerdings, einmal die Woche zu jagen. Wir holen uns vermutlich noch etwas auf der Fahrt zu deiner Mutter, obwohl wir vor der Reise gejagt haben, da wir alle für diese lange Fahrt im selben Auto sitzen."

„Es tut mir Leid!" Ich lächelte meinen Bruder und meine Schwester traurig an.

„Warum denn?" verlangte Peter zu wissen.

„Ich hasse die Tatsache, dass ich euch Schmerzen bereite und ihr wegen mir öfter jagen müsst als sonst", antwortete ich.

„Das ist egal", erwiderte Rose bestimmt, während sie mich umarmte. „Wir würden alles tun um sicherzugehen, dass du mit uns sicher bist. Du bist unsere einzige Familie, also hast du uns jetzt am Hals. Wir wollen einfach auf Nummer sicher gehen."

„Ja, mir ist nicht danach, dass der Major mir den Kopf abreißt", kicherte Peter.

„Und warum sollte ich das tun müssen?" Mein Engel kam auf uns zu, seinen Blick starr auf Peter gerichtet.

„Musst du nicht!" Ich umarmte ihn. Jasper, Emmett und Char waren noch unterwegs und sahen sich die verschiedenen Ausstellungsstücke an. „Sie haben mir nur die verschiedenen Ernährungsformen erläutert und wie oft ihr alle jagen müsst."

„Wenn du dir sicher bist", Jasper lächelte mich an, ließ seinen Blick aber weiter auf Peter gerichtet. So als wartete er nur darauf, dass Peter ihm meine Version der Geschichte bestätigte.

„Glaubst du mir etwa nicht?" fragte ich ihn nach ein paar Minuten.

„Natürlich tue ich das", Jasper fokussierte jetzt seine ganze Aufmerksamkeit auf mich.

„Warum starrst du dann Peter an?"

„Es tut mir Leid, Süße", Jasper zog mich näher an sich ran. „Ich bin nur so überfürsorglich wenn es um dich geht, meine Seelenverwandte."

Danach flog die Zeit, die wir noch im Reptilienzoo verbrachten, einfach vorbei.

Unseren nächsten Halt hatte sich Peter ausgesucht. Da er anscheinend das Glücksspiel liebte, war er etwas enttäuscht, dass wir nicht nach Las Vegas fuhren, daher musste er sich mit dem Capri Casino in Kansas City, Missouri zufriedengeben.

Peter war schockiert darüber, dass ich noch nie in einem Kasino war und versprach mir, mich einmal nach Las Vegas mitzunehmen. Er machte es auch zu seiner Mission, dass ich in der Zeit, die wir in dem Kasino verbrachten, so viel wie möglich ausprobierte.

Auch wenn die meisten Spiele auf Glück und Zufall basierten, fand ich schnell heraus, dass meine Vampire sofort bemerkten, wenn jemand bluffte, da sie sahen, was Menschen nicht bemerkten. Dies führte dazu, dass meine Vampire viel gewannen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich es aufgegeben und verwendete das Geld meines Seelenverwandten und meiner Geschwister, anstatt sie deswegen zu bekämpfen. Ich hatte es immer gehasst, Geld von anderen anzunehmen. Das rührte vermutlich daher, dass meine Mutter nicht in der Lage war, für uns zu sorgen. Deshalb musste mein Seelenverwandter auch alle notwendigen Rechnungen bezahlen, während ich bei ihr lebte.

Seit dem Beginn unserer Reise hab ich dagegen angekämpft, doch da ich essen musste, musste ich ihnen erlauben, mir Essen zu kaufen. Außerdem wollte ich diese Reise und ich musste einsehen, dass sie den Treibstoff bezahlen und ich hatte keine andere Wahl, als sie für die Attraktionen, die wir besuchten, bezahlen zu lassen, da ich nicht genug Geld dafür hatte. Ich bin mir nicht sicher, warum es mir plötzlich egal war, aber ich dachte, alle meine Vampire waren erleichtert, als ich anfing, um Geld zum Spielen zu fragen, auch wenn ich das Meiste davon verlor. Natürlich spielte das keine Rolle, denn meine Vampire gewannen dort mehr als ich verlor.

Jasper hatte geplant, mit uns auf ein Konzert im Georgia Dome in Atlanta, Georgia zu gehen. Es machte sehr viel Spaß und da ich Countrymusik liebte, besorgte Jasper Tickets für Florida Georgia Line und ich war absolut begeistert.

Ich wählte einen Vergnügungspark, Wild Adventure, in Valdosta, Georgia. Zum Glück war es ein bewölkter Tag. Ich war nicht sicher, ob wir wirklich dorthin gehen könnten, aber als ich es recherchiert hatte, sah es nach jeder Menge Spaß aus. Wir fuhren zusammen einige Achterbahnen, wozu eine Menge Überredung notwendig war, damit ich mitfuhr. Ich hatte furchtbare Angst vor der Höhe und hatte kein Verlangen auf diese Fahrten. Natürlich überredeten mich alle dazu, doch mitzufahren, indem sie meinten, ich würde ihnen nicht genug vertrauten.

Ich hatte dann doch sehr viel Spaß, auch wenn ich danach heißer war, weil ich bei allen Achterbahnfahrten so viel geschrien hatte. Ich dachte wirklich, das Gehör meiner Vampire müsste Schaden davongetragen haben, aber sie lachten nur, als ich sie danach fragte.

Da Wild Adventures nur ein paar Stunden von meiner Mutter entfernt lag, blieben wir den ganzen Tag dort und ich schrieb meiner Mutter danach, dass wir in etwa zwei Stunden ankommen werden. Wieder erwähnte ich unseren Aufenthalt im Wild Adventures nicht, und ich wusste, dass wir nur ein paar unserer Stopps erwähnen würden. Daraus würden wir dann eine Geschichte zusammenschneidern um zu erklären wo wir über Nacht angehalten haben. Ich wusste auch, dass wir das Kasino vor ihr verheimlichen mussten und ich war auch damit einverstanden, da die einzigen, mit denen ich damit reden wollte, immer bei mir waren.

Wir fuhren weiter nach Jacksonville, nachdem ich im Vergnügungspark etwas gegessen hatte. Bis jetzt verlief die gesamte Reise nach Plan und ich hatte auch Spaß dabei. Ich konnte überall essen, wo wir anhielten und meine Vampire hielten natürlich auch immer, wenn es für mich notwendig war.

Ich war wirklich nervös wegen der nächsten vier Tage. Ich war mir nicht sicher, wie Jasper, Peter und Char auf meine Mutter reagieren würden. Ich wusste, sie würden sie nicht verletzen, doch sie hatte mich vernachlässigt, während ich aufwuchs und ich wusste, dass es für meine Beschützer nicht in Ordnung war. Außerdem glaubte ich nicht, dass sie wirklich wussten, was passierte, als ich bei meiner Mutter wohnte. Sie wussten nur von den Zeiten, als sie da waren und ich war mir sicher, dass davon etwas zur Sprache gebracht werden würde, was das Fass zum überlaufen bringen würde.

Bei meiner Mutter und meinem Stiefvater gab es genug Extrazimmer für alle fünf Vampire. Ich wusste, dass sie sich auch einfach Hotelzimmer nehmen hätten können, und vermutlich wäre es auch einfacher gewesen, aber ich wollte bei meiner Mutter bleiben und keiner von ihnen wollte mich allein bei ihr lassen, auch wenn ich mittlerweile 18 war.

Mein Stiefvater Phil hatte gerade einen Vertrag bei einem kleinen Baseballverein unterschrieben, als sie hier herzogen. Nachdem die Trainer sahen, was für ein guter Schlagmann er war, hatte er schnell einen Vertrag bei einem größeren Verein bekommen. Er musste die Saison bei dem Verein noch fertig spielen, war aber auch schon bei ein paar Spielen der besseren Liga dabei, wenn ein Spieler ausfiel.

Emmett freute sich schon auf meinen Stiefvater, er interessierte sich sehr für Sport und hatte auch die Spiele gesehen, in denen Phil eingesetzt wurde. Der Rest meiner Vampire war einfach froh darüber, Zeit mit mir zu verbringen, auch wenn sie diese mit meiner Mutter teilen mussten.

Schneller als mir lieb war, kamen wir nach Jacksonville. Jasper hielt sich sogar die meiste Zeit an die Geschwindigkeitsbeschränkungen, außer wenn wir schneller zu einer der Attraktionen kommen wollten, um genug Zeit zu haben, sie zu genießen.

„Geht es dir gut, Süße?" Mein Seelenverwandter zog mich weiter zu sich. Peter, der gerade am Steuer saß, hatte eine kleine Nebenstraße nach Jacksonville genommen.

„Ja", nickte ich. „Meine Gedanken waren gerade überall, vermutlich waren meine Gefühle ihnen gefolgt."

„Es muss dir nicht leidtun!" Jasper tätschelte meinen Hals und ich fing gerade an, mich in seinen Armen zu entspannen.

„Wir sind da!" verkündete Peter.

„Danke!" Ich rollte meine Augen wegen Peters Albernheit, danach sah ich aus dem Fenster des Wagens und da stand meine Mutter mit Phil vorm Haus. Meine Mutter winkte wild, während Phil nur nachsichtig lächelte.

„Bella!", schrie meine Mutter, als sie zu mir rannte, wenn Jasper nicht hinter mir gestanden hätte, hätte meine Mutter mich zu Boden gerissen.

„Hey Mom!" Ich lächelte sie an und erwiderte die Umarmung. Phil kam nun auch zu mir und umarmte mich, er war aber etwas vorsichtiger dabei.

„Oh Baby, ich bin so glücklich, dass du da bist", begann meine Mutter und hörte gar nicht mehr auf, zu erzählen, was sie für meinen Aufenthalt alles geplant hatte. Ich blendete sie die halbe Zeit einfach aus, da ich wusste, dass sie alles nochmal wiederholen würde, wenn es soweit war.

„Mom", fiel ich ihr schließlich ins Wort. Wir standen immer noch alle ums Auto herum, meine Vampire standen mittlerweile alle um meine Mutter, Phil, Jasper und mich herum. „Ich möchte dir meine Freunde vorstellen!"

„Natürlich!" Meine Mutter hörte endlich auf zu reden und sah alle an. „Ich muss mich für meine Unhöflichkeit entschuldigen." Das war neu für mich, deswegen brauchte ich ein paar Sekunden um mich zu fangen bevor ich anfangen konnte.

„Das ist mein Freund, Jasper Whitlock", begann ich bei meinem Engel, der gleich neben mir stand. „Seine Schwester und ihr Ehemann Rosalie und Emmett Whitlock." Ich zeigte auf die beiden zu meiner Rechten. „Und sein Bruder und seine Ehefrau Peter und Charlotte Whitlock." Ich deutete zu meiner Linken. „Jasper und Rosalie sind Zwillinge und Peter ist ihr kleiner Bruder. Rosalie und Emmett nahmen den Namen Whitlock an, als sie Peter fanden, da Jasper und Rosalie adoptiert wurden. Emmett wurde auch adoptiert, und da er seinen richtigen Nachnamen nicht kannte, beschloss er, Rosalies anzunehmen." Ich wollte ihre Fragen beantworten, bevor sie sie stellen konnte und blieb bei der Geschichte, die wir zu Hause erzählt haben, falls sie mit Charlie über meine Vampire zu reden.

„Es freut mich, euch alle kennenzulernen" Meine Mutter lächelte und schüttelte alle Hände. „Bella, wir waren gestern einkaufen und ich dachte, du könntest heute Spaghetti mit Fleischbällchen machen. Ich weiß, dass es nicht so viel Arbeit macht, und dachte, dass du nach der Fahrt nichts allzu kompliziertes machen möchtest. Ich habe auch schon die Zutaten für das Weihnachtsessen besorgt. Wir haben Schinken und Truthahn, da ein paar von Phils Teamkollegen kommen werden. Und das Zeug für die Füllung, Süßkartoffeln, Kartoffelpüree, Maiskolben, hausgemachte Brötchen. Du weißt ja, dass wir deine hausgemachten Brötchen besonders lieben!"

Ich ließ meine Mutter weiter darüber schwafeln, was sie alles während meines Aufenthalts und zu Weihnachten zu essen haben wollte, doch es war mir egal, da ich damit gerechnet hatte, während meines Aufenthaltes zu kochen. Meine Mutter konnte einfach nicht kochen und auch wenn Phil ganz anständig kochen konnte, würde er nichts anfassen, solange ich da war. Nach allem, was sie mit mir machen wollte und was ich kochen sollte, fragte ich mich, ob ich während meiner Zeit hier auch schlafen könnte.

Ich vermied es, meine Vampire anzusehen, da ich wusste, dass sie mit dieser Wendung nicht zufrieden waren. Keiner von ihnen rührte sich, um uns ins Haus zu folgen. Meine Mutter und Phil hatten sie schon wieder vergessen, aber ich wusste, dass sie noch dort standen. Außerdem wusste ich, dass ich meine Mutter nicht unter Kontrolle bringen würde, also würde ich bald 5 sehr aufgebrachte, sehr überfürsorgliche Vampire im Haus haben. Mein größtes Problem war, dass ich nicht wusste, wer am wütendsten sein würde.