Hey ihr Lieben!
Endlich ist es soweit, ein neues Kapitel, ich hoffe es gefällt euch!
Danke an LadyFire fürs beta lesen!
Viel Spass beim Lesen!
Kapitel 8
„Onkel?", fragte ich ihn unsicher.
„Es sieht so aus, als ob dein Seelenverwandter nicht so froh ist mich zu sehen" Mein Onkel deutete auf Jasper. „Genauso wenig wie der Rest deines Klans.", fügte er dann noch hinzu
„Huh?" Ich war verdammt verwirrt. Mein Onkel hatte schon immer braune Augen, daran konnte ich mich ganz genau erinnern. So auch jetzt, aber als ich genauer hinsah konnte ich erkennen, dass es braune Kontaktlinsen waren und dahinter erkannte ich den roten Schimmer seiner Augen. Leuchtend blutrote Augen. Ich vermutete, dass er vor der Ankunft hier gejagt hatte.
„Onkel Caius", meine Mutter lächelte, als sie auf ihn zukam. „Es ist so lange her, du siehst immer noch genauso aus wie früher." Ich war mir sicher, meiner Mutter sagte das nur, um höfflich zu sein und während sie vermutlich wirklich bemerkte, dass er sich nicht verändert hatte, bemerkte sie nicht genug, um zu vermuten, dass er wirklich genau gleich war. Vermutlich hatte sie es, wie die meisten anderen Menschen auch, darauf geschoben, dass sie sich nicht mehr genau erinnern konnte, wie er vor zehn Jahren aussah.
„Du auch Renee", Onkel Caius umarmte meine Mutter, ich stand jetzt etwas hinter ihm und meine Vampire standen unnatürlich still.
„Caius Volturi", murmelte ich. Mein Onkel nickte nur zustimmend zu meinen wahren Worten. Nach allem, was Rose gesagt hatte wusste ich, dass ich Angst haben sollte, da die Volturi der gefürchtetste Vampirklan waren, aber meine Erinnerungen an meinen Onkel ließen es nicht zu, das ich ängstlich wurde.
„Onkel Caius, das ist mein neuer Mann, Phil", stellte meine Mutter ihn vor, ohne mitzubekommen, dass meine Vampire komplett starr dastanden und ich in Gedankenversunken war.
„Schön, Sie kennenzulernen" Onkel Caius schüttelte höfflich Phils Hand. „Das sind meine zwei Adoptivkinder, Alec und Jane."
Zwei Vampire, die aussahen, als wären sie etwa fünfzehn Jahre alt, kamen hinter meinem Onkel hervor und danach brach ein wahrer Tumult aus. Ich fühlte, dass Jasper seine Gabe benutzte und schickte allen eine große Portion Lethargie und Ruhe. Für Mom und Phil war es zu viel und sie schliefen sofort ein. Mein Onkel, Jane und Alec sackten zusammen, als ob sie unglaublich schwach wären. Natürlich stellte Jasper sicher, dass er unseren Klan und vor allem mich nicht damit traf, trotzdem war ich mehr als schockiert.
„Bella", rief mich Jasper zu sich. Ich konnte die Panik in seiner Stimme hören, also ging ich sofort zu ihm. Peter und Emmett brachten meine Mutter und Phil ins Wohnzimmer, damit sie es etwas bequemer hatten bis Jasper seine erzwungenen Gefühle wieder lichtete. Char und Rose blieben etwas hinter Jasper. Ich hatte schon erfahren, dass männliche Vampire sehr überfürsorglich gegenüber weiblichen Vampiren waren, ihre Seelenverwandten waren natürlich an oberster Priorität, dann kamen die anderen Frauen in ihrem Klan und danach die männlichen Mitglieder des Klans, also war ich wirklich nicht überrascht, dass Jasper vor Char und Rose stand während er drauf wartete, das ich zu ihm zurückkam. Als ich in seiner Reichweite war, schnappte mich Jasper und zog mich hinter sich, so dass ich von Rose und Char flankiert wurde. Peter und Emmett flankierten Jasper, nachdem sie zurück waren, und standen damit direkt vor ihren Seelenverwandten.
„Was ist hier gerade los?" ergriff ich hinter Jasper das Wort.
„Jane und Alec sind die Hexenzwillinge der Volturi", erklärte Char. „Janes Gabe ist es, Schmerz zu verursachen. Der Major ist der einzige, er ihre Illusion von Schmerz aushalten könnte, weil er schon so viel echten Schmerz aushalten musste, als er bei Maria war. Ihre Illusion kann man nicht mit dem realen Schmerz vergleichen. Alecs Gabe führt zu einer sensorischen Deprivation, die es den Volturi erlaubt, ihre Feinde zu dezimieren."
Ich nahm alles in mich auf, was meine Schwester und mein Partner erklärten, aber irgendetwas fühlte sich einfach nicht richtig an. Ich konnte verstehen, dass sie gefürchtet waren, aber es ärgerte mich einfach, als sie sie Hexenzwillinge nannte, so als wären diese Worte und die Personen, die damit beschrieben wurden, abstoßend und böse.
„Ihr liegt falsch", ich sah Char an.
„Wie bitte?" fragte Peter bei mir nach. Mein Partner drehte sich zwar nicht zu mir um, schickte mir aber eine Welle des Unglaubens, während Rose und Emmett mich ansahen, als wäre mir ein zweiter Kopf gewachsen. Caius stand da und feixte, als er merkte, dass ich Jane und Alec verteidigte und die beiden starrten mich einfach nur ungläubig an. Vermutlich war noch niemand so für sie eingestanden.
„Nur weil ihre Gaben für die Vampire, die es verdient haben, tödlich sein können, heißt das noch lange nicht, dass sie böse sind", erklärte ich. Mein Klan schien mir immer noch nicht zu glauben, also fuhr ich fort. „Es wäre, als würde ein anderer Vampir sagen, Jasper wäre böse, weil er seine Gabe während der Zeit mit Maria benutzt hat. Seine Gabe ist tödlich für Vampire, die es verdient haben, oder wenn er sich bedroht fühlt, aber das bedeutet nicht, das er böse ist."
Ich merkte, dass mein Klan nicht wahrhaben wollte, wie richtig ich lag, aber zur gleichen Zeit konnten sie meine Worte nicht ignorieren, speziell wegen Jasper, ihrem Klanführer.
„Da die Volturi noch nicht angegriffen haben, wie wäre es damit, deine Gabe etwas runterzudrehen?" ,sprach ich zu meinem Partner, während ich meine Arme um ihn schlang. „Außerdem weiß ich, dass sie mich nicht verletzen werden. Es fühlt sich so an, als wären sie auch meine Familie – so wie ihr."
„Danke Isabella", sobald Jasper seine Gabe zurückdrehte lächelte mein Onkel mich an. Vermutlich würden Mom und Phil bald aufwachen, aber wir hatten noch etwas Zeit, um über das Übernatürliche zu sprechen.
„Bitte, nenn mich Bella", ich lächelte und stellte mich neben meinen Seelenverwandten. Da Jasper mich nicht davon abhielt, wusste ich, dass er begann Caius so weit zu vertrauen, dass er nicht angriff bis wir Antworten erhalten haben.
„Bevor wir hier weitermachen muss ich wissen, was, wenn überhaupt, Renee über all das hier weiß", ich ergriff die Führung und sah meinen Onkel direkt an.
„Von mir und meinen Leuten weiß sie nichts über Vampire", erklärte Onkel Caius und sah uns fragend an.
„Wir haben ihr auch nichts gesagt", antwortete Jasper.
„Also sind wir wirklich blutsverwandt und wenn ja, wie?" das war die nächste wichtige Frage, auf die ich eine Antwort haben wollte. Ich war mich sicher, dass mein Partner auch noch eine Million Fragen hatte, die eigentlich Vorzug hatten, aber das mir gerade egal.
„Ja, wir sind wirklich Blutsverwandt", bestätigte Caius. „Ich habe mich schon seit Generationen bei der Familie deiner Mutter als Onkel ausgegeben und du bist tatsächlich eine direkte Nachfahrin von mir. Meine menschliche Frau war mit unserer Tochter schwanger, als ich verwandelt wurde. Nachdem ich es geschafft hatte, meine Blutlust zu kontrollieren, beobachtete ich viele Jahrhunderte lang, wie meine Tochter und ihre Nachkommen, bevor ich beschloss, mich als lang verschollener Verwandter vorzustellen. Es begann mit einem weit entfernten Cousin, der beschloss, etwas über seine Familiengeschichte zu recherchieren. Danach vermied ich den direkten Kontakt für ein paar Generationen um dann mit einer abgeänderten Geschichte wieder aufzutauchen, bis jetzt. Ich habe deiner Großmutter erzählt, dass ich ihr Bruder bin. Da mein Vater im zweiten Weltkrieg in Übersee gekämpft hatte, war es für sie plausibel, dass er dort auch ein Kind mit einer anderen Frau hatte. Da bei ihrem Aussehen die Gene meiner Familie durchkamen war es sogar noch einfacher, sie dazu zu bringen, die Geschichte zu glauben. Da ich nicht altere, blieb ich größtenteils über Briefe in Kontakt und besuchte meine Verwandten nur einmal in jedem Jahrzehnt. Ich dachte mir, dass ich nach diesem Besuch für ein Generationen lang keinen direkten Kontakt suchen konnte, da es zu verdächtig wäre, wenn du erwachsen bist."
„Also bist du biologisch gesehen mein, mehrere Jahrhunderte alter Großvater?" Ich musste das einfach laut ausgesprochen hören.
„Ja, aber es wäre besser, wen du mich vor deiner Mutter weiterhin Onkel nennst", ermahnte er mich.
„Hört sich gut an", nickte ich. „Bin ich mit Jane und Alec auch irgendwie blutsverwandt?"
„Nicht das ich wüsste", meinte Großvater – OK, das klang wirklich etwas seltsam – Caius. „Aber ich bin mir sicher, wir finden ihren Stammbaum und finden heraus, ob es ein Verwandtschaftsverhältnis gibt. Warum fragst du?"
„Als ich sie das erste Mal gesehen habe, habe ich die selbe Verbindung gespürt wie zu Emmett", ging ich näher darauf ein. Natürlich standen meine Vampire immer noch bei mir und lauschten meinem Gespräch mit meinem Großvater.
„Und ihr seid blutsverwandt?"
„Ja, ich wäre ihr biologischer Onkel väterlicherseits", erklärte Emmett meinem Großvater. „Meine Seelenverwandte und Frau hat nach meiner Verwandlung für mich die Nachkommen meiner Schwester im Auge behalten und es gipfelte bei Bella."
„Nun meine Liebe, es scheint du bist wirklich für unsere Welt gemacht worden", kommentiert Großvater Caius – Ich wusste es würde aufhören, so seltsam zu klingen, wenn ich es immer wieder sagen würde.
„Meister, ich denke ihre Enkelin und ihr Mann wachen auf", merkte Alec an und damit machten wir uns wieder auf den Weg ins Haus.
„Was ist passiert?" fragte Renee als sie sich umsah. Wir hatten alle schnell einen Platz gefunden. Jane und Alec saßen auf dem Boden, in der Nähe des Sessels in dem Großvater saß, so wie es auch menschliche Teenager gemacht hätten. Jasper, Peter und Emmett saßen auf der Couch, wobei Jasper in der Mitte saß. Auch in einer entspannten Umgebung war er flankiert von den anderen Männern seines Klans. Jasper hatte mich auf seinen Schoß gezogen und seine Arme um mich geschlungen. Rose saß auf der Armlehne neben Emmett, während Char am Boden saß und sich gegen Peters Beine lehnte.
Ich konnte das kichern nicht unterdrücken, als mir klar wurde, wie menschlich meine Vampire in diesem Moment wirkten.
„Bella, geht es dir gut?" fragte meine Mutter, die vergessen hatte, dass sie gerade erst aufgewacht war.
„Mir geht's gut", sagte ich, nachdem ich mich wieder beruhigt hatte. „Jasper hat nur eine kitzelige Stelle berührt als ich mich bewegt habe."
„In Ordnung", seufzte Renee. „Also Onkel Caius, wie ist es dir so ergangen?"
Großvater beantwortete alle ihre Fragen, bevor Renee anfing, von sich selbst zu reden. Phil saß einfach daneben, während Renee faselte. Die anderen Vampire störte es scheinbar nicht, einfach still dazusitzen, aber als Mensch, der das für 18 Jahre ertragen musste, beschloss ich, aus dem Wohnzimmer zu müssen.
Ich entschuldigte mich rasch und beschloss, ein spätes Mittagessen zuzubereiten. Ich wusste, dass meine Vampire das nicht mögen würden, aber da die Alternative dazu war, Renee zuzuhören, würde ich alles tun, um dem zu entgehen.
„Schwesterherz?" Emmett war etwa eine halbe Stunde später zu mir in die Küche gekommen.
„Hey Emmy", ich drehte mich um und lächelte ihn an, während ich die Pasta umrührte. Ich dachte mir, da ich gestern nicht kochen musste, könnte ich es gleich gut heute machen. „Was ist los?" fragte ich, nachdem sein Lächeln nicht so strahlend wie sonst war.
„Gar nichts", gab Emmett schnell zurück.
„Emmett McCarty, du sagst mir jetzt sofort was los ist!" verlangte ich.
„Nun, du hast gesagt, dass du bei Jane und Alec eine Verbindung gespürt hast, die sich anfühlte wie das Band zwischen uns", begann Emmett sanft.
„Sie werden dich niemals ersetzen", beruhigte ich ihn, während ich ihn umarmte. Ich hatte gleich gemerkt, dass etwas nicht stimmte, als er die Verbindung erwähnte, die ich zu den zwei jungen Vampiren fühlte. „Nur weil sich eine Verbindung zu ihnen entwickelt, bedeutet doch nicht, dass sie die Verbindungen zu anderen ersetzen könnte. Es bedeutet nur, dass ich meine Liebe mit mehreren Leuten teile."
„Ok", sagte Emmett, umarmte mich aber weiterhin.
„Komm schon", sagte ich und zog Emmett mit mir zurück ins Wohnzimmer. „Für alle die hungrig sind: Essen ist fertig", rief ich ins Wohnzimmer. „Mom meinte, dass ihr eine spezielle Diät haltet und würdet deshalb nicht mit uns esse", richtete ich an meinen Großvater.
„Das stimmt, meine Liebe", Großvater lächelte mich sanft an.
„Mom, Phil, wollt ihr jetzt oder später essen?" fragte ich. „Ich muss für meine Freunde etwas anderes im Hotel machen, da sie kein Fleisch essen und in der Soße Hackfleisch drin ist."
„Ach herrje", begann meine Mutter, ihren Ärger auszulassen. „Warum hast du mir das nicht gesagt bevor ihr herkamt? Ich hätte sichergestellt, dass ich fleischlose Produkte zu Hause hätte. Bella, du solltest wirklich beginnen, rücksichtsvoller zu sein."
„Das ist schon in Ordnung Mrs. Dwyer, wir haben gestern ein paar Sachen in der Stadt gekauft" Peter sprach meine Mutter erstmals direkt an und ich konnte den Ausdruck des Zorns und des Hasses auf den Gesichtern meiner Vampire erkennen. Als ich einen Blick zu meinem Großvater riskierte sah ich, dass er, Jane und Alec scheinbar sehr verwirrt über Renees Äußerungen waren.
„Wenn ihr wollt, könnt ihr euch auch gerne uns anschließen", bot mein Großvater meinem Klan an.
„Das klingt wundervoll", stimmte Char sofort zu. Ich wusste, dass Peter und sie genug davon hatten, Tiere zu jagen und dankbar dafür waren, endlich aus Forks wegzukommen, damit sie sich so ernähren konnten, wie sie es vorzogen. Es überraschte mich aber, dass auch Rose und Emmett nickten und somit ihre Zustimmung gaben, aber vielleicht machten sie es auch nur, um nicht menschliche Nahrung essen zu müssen. Vermutlich würde sich auch Jasper anschließen, jetzt wo wir gerade nicht bei den Cullens waren.
Der restliche Abend verlief reibungslos. Mom, Phil und ich aßen die Pasta, die ich zubereitet hatte und danach saßen wir noch zusammen und redeten. Als Renee davon anfing, was ich morgen kochen sollte, unterbrach sie Großvater Caius um uns mitzuteilen, dass er uns zum Essen in einem Restaurant einladen wollte. Ich versuchte ihn umzustimmen, da ich genau wusste, dass nur Renee, Phil und ich etwas essen würden, aber Renee fiel mir natürlich sofort ins Wort und bestätigte, was für eine gute Idee es doch wäre. Sie begann dann gleich Restaurants vorzuschlagen, in denen sie schon immer einmal essen wollte. Ich wusste, dass die meisten davon sehr teuer waren.
Nachdem wir noch ein paar Stunden mit Phil und Renee verbracht hatten, konnten wir uns endlich verabschieden, damit wir in unser Hotel fahren konnten. Es war zwar noch sehr früh, aber ich brauchte wirklich eine Pause von meiner Mutter und ich wusste, dass es zumindest meinem Klan auch so ging.
Großvater, Jane und Alec folgten uns zum Hotel. Ich wusste, dass Jasper ein richtiges Gespräch mit meinem Großvater haben wollte, damit er sichergehen konnte, dass ich bei den drei Vampiren sicher war.
In unserem Zimmer unterhielt ich mich mit Jane und Alec, während Jasper und Caius am Balkon standen und sich unterhielten. Peter und Char waren in ihrem Zimmer und Emmett und Rose waren in ihrem, aber die Verbindungstüren waren offen, also konnten sie alles hören, und helfen, falls es notwendig war.
Aro, Großvaters Vampirbruder, hatte sie vor etwa fünfzehnhundert Jahren verwandelt. Sie wurden von der Bevölkerung beschuldigt, Hexen zu sein und wurden dazu verurteilt, erhängt zu werden. Aro hatte sie nur knapp davor retten können. Während sie durch das Gift mit Aro verbunden waren, sahen Jane und Alec Caius als ihren Vater und Marcus, Großvaters anderen Vampirbruder, als ihren Onkel.
Nach ihrem Gespräch schienen sich Jasper und Großvater besser zu verstehen. Ich wusste zwar nicht, über was sie gesprochen hatten, aber ich war trotzdem froh darüber. Großvater beschloss, sich auch ein Zimmer im Hotel zu nehmen. Sie hatten eigentlich nicht vor, während ihrer Reise in einem Hotel abzusteigen, aber da ich hier war, wollten sie auch in meiner Nähe sein. Er schaffte es, das Zimmer direkt gegenüber von meinem zu bekommen.
Ich ging bald darauf ins Bett. Die nächsten Tage vergingen relativ schnell. Mit all den Vampiren um mich herum kochte ich nur noch einmal bevor das große Weihnachtsessen anstand. Am Weihnachtsabend schlug meine Mutter sofort, als wir das Haus betraten vor, dass ich die Nacht bei ihr verbringen sollte.
Natürlich versuchte ich, nein zu sagen, und mein Klan begann sehr irritiert zu werden, weil meine Mutter mich so drängte. Schlussendlich stimmte ich meiner Mutter zu, damit sie endlich damit aufhörte. Das Problem war nur, dass es meinen Partner und auch die anderen Vampire verärgern würde, aber ich wusste, dass sie vor der Party, bei der viele Menschen sein würden, jagen mussten.
Ich wies sie darauf hin, aber keiner von ihnen wollte es hören, also schlug ich vor, dass Jane auch hierbleiben sollte. Meine Mutter war von dieser Idee begeistert und Jane sah aus, als würde sie gefoltert werden, mein Klan war immer noch verärgert, aber sie hatten keinen Gegenvorschlag. Alec und Großvater mussten sich zusammenreißen, bei dem Gedanken an Jane, die den ganzen Abend mit meiner Mutter aushalten musste, nicht loszulachen.
Ich machte den Vorschlag, da ich wusste, dass ich, sobald alle weg wären, anfangen müsste, alles für das Weihnachtsessen vorzubereiten und Jane würde mich nicht aufhalten, da Jane und Alec mich als Volturi Prinzessin sahen. Sie würden sich nicht gegen mich stellen, wie es mein Klan sofort tun würde.
Obwohl ich die Tatsache, dass ich alles alleine kochen und vorbereiten musste, wusste ich, dass es das letzte Mal war, da ich nicht vorhatte, meine Mutter jemals wieder zu besuchen. Nach meinem Schulabschluss hatte ich eine Reise mit meinem Klan geplant, damit ein Unfall nicht so auffallen würde und meine Eltern sich nicht wundern würden, warum ich sie nicht besuchte.
„Was machst du?" wollte Jane wissen, nachdem sie in die Küche kam. Es war zehn Uhr. Die anderen Vampire waren mittlerweile gefahren und Renee und Phil waren schon zu Bett gegangen.
„Ich bereite in paar Sachen für die Party morgen vor", erklärte ich, während ich in der Küche arbeitete. Der Brotteig musste über Nacht ruhen, also fing ich damit an. Ich musste auch die ganzen anderen Speisen vorbereiten, damit ich sie morgen nur noch in den Ofen schieben musste, außerdem hatte ich geplant, die Nachspeisen heute Nacht zuzubereiten, damit sie bis morgen richtig auskühlen konnten.
„In Ordnung", Jane nahm es achselzuckend hin und setzte sich hin, um mir beim Backen zuzusehen.
„Wann wirst du ins Bett gehen?" fragte Jane ein paar Stunden später. Ich hatte gerade ein paar Kuchen im Ofen und bereitete weitere zu.
„Vermutlich in ein paar Stunden", antwortete ich abgelenkt und bemerkte den besorgten Blick auf Janes Gesicht nicht.
Ich arbeitete einfach weiter, bis Jane mich zwei Stunde später wieder fragte, ob ich bald ins Bett gehen würde. Ich winkte einfach ab und zählte auf, was ich vor dem zu Bett gehen noch alles machen musste.
„Guten Morgen, Renee", hörte ich Jane meine Mutter begrüßen, als diese in die Küche stolperte.
„Hast du schon Kaffee gemacht?" meine Mutter nickte nur in Janes Richtung bevor sie ihren Kaffee verlangte.
„In der Kanne", ich deutete auf den Kaffee, denn ich etwa zwanzig Minuten früher gebraut hatte.
„Renee, ich bin froh, dass Sie wach sind", begann Jane. „"Bella war die ganze Nacht auf. Ich denke, Sie sollten das Kochen jetzt übernehmen, damit sie etwas schlafen kann."
„Ach du liebe Zeit!" Renee lachte nur kurz. „Ich kann überhaupt nicht kochen. Bella kocht immer alleine." Renee verließ dann gleich die Küche und Jane starrte ihr nach. Ich dachte kurz darüber nach, ob Jane wohl ihre Gabe an Renee auslassen würde, aber ich realisierte, dass sie es nicht durfte, weil Renee blutsverwandt mit einem der Könige war.
Ich konzentrierte mich danach wieder auf das Kochen.
Ich nahm nur verschwommen war, dass mein Partner und die anderen ein paar Stunden, nachdem Renee aufgestanden war, hereinkamen. Jane erklärte ihnen sofort, was ich die ganze Nacht über gemacht hatte.
„Sie hat überhaupt nicht geschlafen?" mein Engel war sehr verärgert. „"Warum hast du sie nicht aufgehalten und darauf geachtete, dass sie schlafen geht?"
„Es ist mir nicht erlaubt, so etwas zu tun", hörte ich Janes Erwiderung, aber ihr Gespräch war eher ein Hintergrundgeräusch für mich. „Wir dürfen den Königen oder der Prinzessin so etwas nur vorschreiben, wenn ihr Leben in unmittelbarer Gefahr ist."
„Fehlender Schlaf ist für einen Menschen verdammt gefährlich" Rose schob sich an Jane vorbei. „Komm mit!" damit ergriff sie mich sanft und führte mich aus der Küche.
„Rose, ich bin noch nicht mit dem Kochen fertig!" erwiderte ich. Unterbewusst wusste ich natürlich, dass ich auf Rose hören sollte, aber immer wenn ich bei meiner Mutter war, war es selbstverständlich dass ich kochte und ich dachte gar nicht viel darüber nach.
„Nein, du wirst jetzt schlafen gehen", Rose hob mich hoch und übergab mich Jaspers Händen. „Char und ich werden fertigkochen."
„In Ordnung", murmelte ich. In den Armen meines Seelenverwandten war ich schon fast eingeschlafen. Ich wusste, dass ich Rose und Char vertrauen konnte, dass sie fertigkochten und damit hörte ich auf, dagegen zu kämpfen und schlief ein.
„Bella muss aufstehen, um Phils Teamkollegen kennenzulernen", hörte ich meine Mutter mit jemanden reden.
„Bella wird herunterkommen, wenn sie aufwacht", antwortete mein Seelenverwandter, und ich konnte den Ärger in seiner Stimme hören. Ich wunderte mich, ob meine Mutter es nicht auch hörte.
„Schön", schnaubte Renee, bevor sie wieder ging.
„Danke", murmelte ich, als ich mich wieder an Jasper kuschelte, nachdem meine Mutter weg war.
„Jederzeit, Süße", Jasper küsste meine Stirn „Ich denke, wir sollten schon heute Abend abreisen und nicht erst morgen. Ich kann es wirklich nicht abwarten, soweit wie möglich von deiner Mutter weg zu sein."
„Das klingt wundervoll", stimmte ich meinem Partner zu.
Ich machte mich rasch fertig, nachdem wir noch ein paar Minuten gekuschelt haben. Ich wusste, wir konnten im Haus meiner Mutter und mit den ganzen Vampiren in der Nähe nicht viel weiter gehen, also war ich zufrieden mit leichten Küsschen.
Die Party verlief reibungslos und ich wusste, dass meine Mutter allen, die sich darüber wunderten, dass meine Vampire nichts aßen, von deren spezieller Ernährung erzählte. Meine Mutter heimste natürlich das ganze Lob dafür ein, dass die Party so gut verlief.
Meine Vampire waren verdammt verärgert, als meine Mutter auch die Anerkennung für das Essen bekam. Jasper nahm die erstbeste Möglichkeit wahr, um sich bei Renee und Phil zu verabschieden und meinte, dass wir morgens früh aufbrechen würden und deshalb jetzt fahren mussten.
Die beste Reaktion meiner Mutter war, dass wir gar nicht dazugekommen waren, einen Tag im Spa zu verbringen. Ich entschuldigte mich damit, ihr zu versprechen, dass wir das das nächste Mal nachholen würden. Ich wusste, es wäre die einfachste und schnellste Alternative um Renee davon abzuhalten, weiter deswegen zu meckern.
„Ich habe gerade eine Nachricht von Marcus erhalten, sie sind gerade auf dem Weg zu den Cullens und ich soll sie dort treffen", erklärte uns Großvater Caius im Hotel.
„Hat er gesagt warum?" fragte Jasper.
„Nein, aber ich dachte, ihr wollt vielleicht mit uns zurückfliegen", bot Großvater an. „Euren Geländewagen können wir auch einladen, damit ihr ihn mitnehmen könnt."
„Danke", nickte Jasper. „Ich denke, dass wäre das Beste."
„Ich habe so ein Gefühl, das Fuckward und PPB dahinterstecken", rief Peter ins Zimmer hinein.
„PPB?" fragte Alec.
„Psychotic Pixie Bitch, auch bekannt als Alice", feixte Peter. (psychotische Elfenzicke)
Ich rollte einfach mit meinen Augen und begann zu packen. Warum gibt es für uns einfach keine Pause? Wir mussten uns erst mit den beiden rumschlagen bevor wir uns mit meiner herumschlafen mussten und jetzt ging es wieder zurück zum wahnhaften Duo.
