Kapitel 12

„Waren die beiden allein?" Verlangte Großvater von Demetri und Felix zu wissen, nachdem sie in den Thronraum kamen. Wir hatten mit der Anhörung auf sie gewartet.

„Meister" Demetri verbeugte sich leicht. „Es gab noch einen anderen Geruch, den wir nicht kannten, aber als wir versuchten, ihn zu verfolgen, führte er aus dem Schloss hinaus und draußen war er sehr schwach. Wir versuchten, ihm zu verfolgen, aber er führte zum Dorfplatz und dort waren zu viele Menschen."

„Großvater, NEIN!" schrie ich, als er Demetris Arm abriss. Ich wollte nicht, dass mein Bruder verletzt wurde, nur weil ein Vampir es geschafft hatte, zu entkommen. Es war nicht seine Schuld!

Großvater drehte sich um als ich ihn anschrie und es war das erste Mal, dass ich Angst vor ihm hatte. Seine Augen waren pechschwarz und seine Lippen waren zurückgerollt und er knurrte furchterregend. Natürlich nahm der Major meine Angst wahr und er knurrte meinen Großvater an. Ich erzitterte bei dem Gedanken, was passieren würde, wenn mein Engel angreifen würde. Ich wusste, die einzigen, die im Moment sicher waren, waren unser Klan und meine Kinder, aber wenn der Major befürchten würde, dass von einem von ihnen Gefahr ausgehen würde, würde er ohne zu zögern angreifen.

„Bruder", rief Aro, um die Ordnung wiederherzustellen. Nachdem Großvater wieder auf seinem Platz war, begann Aro, die Gedanken der zwei Vampire zu lesen.

„James, ein Tracker und Laurent. Sie reisten mit einer Frau", informierte uns Aro. „James und Laurent, ihr werdet beschuldigt, die Prinzessin der Volturi angegriffen zu haben. Was habt ihr dazu zu sagen?"

„Woher hätten wir wissen sollen, dass sie die Prinzessin ist?" verlangte James zu wissen. „Sie ist ein Mensch und wanderte ohne irgendeinen Vampir herum."

Ich konnte Peter spotten hören und als ich zu den beiden sah, bemerkte ich, dass Emmett ungeduldig aussah. Ich konnte mir nur zu gut vorstellen, was in ihren Köpfen vorging.

„Konntet ihr die anderen Vampire nicht an ihr riechen?", konterte Onkel Marcus. „Sie ist mit dem Duft ihres Seelenverwandten gesättigt und der Rest von uns verbringt viel Zeit mit ihr, also trägt sie auch unsere Düfte an sich."

„Was sagst du dazu, Laurent?" Aro richtete seine Aufmerksamkeit auf den anderen Vampir, nachdem keiner Onkel Marcus antwortete.

„Ich habe sie nicht attackiert", versuchte sich Laurent zu verteidigen. „Ich stand einfach nur da und wartete auf James, da er mein Klanführer ist. Ich wusste nicht, dass sie die Volturri-Prinzessin ist, sie trug keinen Umhang, wie die anderen Volturi."

„Warum hast du deinen Umhang nicht getragen?" Aro drehte sich wieder zu mir. Ich konnte die Fragen an den Gesichtern meines Klans, meine Kinder, meiner Geschwister, meines Großvaters und meines Onkels ablesen.

„Mir war die letzten Tage immer so warm und ich hatte beschlossen, den Umhang während meines Spaziergangs abzunehmen", erklärte ich. „Ich habe ihn bei mir getragen, und wollte ihn gerade anziehen, als James mich angriff. Als mein Schild einsetzte, wurde er von mir weggeschleudert und mein Umhang wurde zerfetzt. Das letzte, woran ich mich dann noch erinnern konnte war, dass ich am Boden des Ganges lag."

„Warum hast du uns nicht gesagt, dass du dich nicht wohl fühlst?", unterbrach Rose das Verfahren.

„Ich wollte nicht, dass ihr euch Sorgen um mich macht", ich versuchte, Mama Rose zu beruhigen „Ich dachte, es wäre eine einfache Grippe und es würde mir bald wieder gut gehen."

„Bringt sie in den Kerker, während wir uns beraten", wies Aro zwei der niedriger gestellten Wachen an, bevor Rose oder ich noch etwas sagen konnten.

Nachdem sie aus dem Thronraum verschwunden waren, sah Aro jeden an.

„Verbrenn sie", zischte Großvater.

„Ich stimme zu. James muss brennen, aber wenn wir das Band zwischen ihm und Laurent brechen könnten wir ihn mit einer Verwarnung davonkommen lassen", meinte Aro, und ein Knurren ging durch den Raum. „Er hat nicht versucht, Bella zu verletzen."

„Hast du etwas in seinen Gedanken gesehen?", fragte Onkel Marcus, statt einen Schuldspruch zu sprechen.

„Nichts spezielles, aber er kam erst an, nachdem Bellas Schild schon aktiv war und er folgte nur den Befehlen des Anführer seines Klans", seufzte Aro. „Ich denke, wenn sein Band getrennt worden ist, und er James brennen sieht, wird er verschwinden, und nicht versuchen, Rache zu üben."

„In Ordnung", stimmte Marcus Aros Entscheidung zu.

„Wer war die Frau dieser Gruppe?", fragte mein Major. Er wirkte zornig, da Laurent freigelassen werden würde."

„Durch ihre Gedanken weiß ich, dass sie Victoria heißt und nur eine Reisebekanntschaft von ihnen war" Aro sah sie als jemanden, über den wir uns keine Gedanken machen mussten.

Da ich ein Mensch war, brauchte ich ein paar menschliche Momente und wir machten eine kleine Pause, damit ich das Badezimmer aufsuchen und mir etwas zu essen holen konnte, bevor das Verfahren beendet werden würde.

Jasper brachte uns für die Zeit der Pause in unser Zimmer.

„Liebling", murmelte Jasper, doch ich konnte den Major immer noch erkennen. „Ich habe dich heute fast verloren." Er überprüfte, dass mir nichts passiert ist, bevor er mich küsste.

Wegen Jasper und mir dauerte die Unterbrechung etwas länger, denn keiner der anderen Vampire würde es wagen, uns zu unterbrechen, da sie wussten, dass Jaspers Seelenverwandten-Instinkte gerade in Hochform waren. Als wir hinausgingen, sahen wir, dass Rose und Emmett das eine Ende des Korridors bewachten, während Peter und Char am anderen Ende aufpassten. Ich wusste, dass sie das vor allem deshalb machten, weil ich ein Mensch war und sie wollten mich gerade nach dem Angriff auf jede erdenkliche Weise beschützen.

Als wir wieder im Thronraum waren, gab Aro Chelsea den Auftrag, alle Beziehungen zwischen Laurent und James zu lösen, sobald diese von zwei Wachen hereingebracht werden würden.

„Wir haben ein Urteil gefällt", begann Aro dramatisch. „James, du wirst für den Versuch, die Volturi Prinzessin zu verletzen, verbrannt. Laurent, du wirst begnadigt, da du die Prinzessin nicht angegriffen hast und nur die Befehle deines Anführers ausgeführt hast."

„Danke!" Laurent verbeugte sich tief.

„Major" Aro gab meinem Engel die Erlaubnis, Rache an James zu nehmen.

Mein Major knurrte nur als er auf James zuging, der sich verkriechen wollte und ich nahm an, dass mein Engel seine Gabe benutzte. Mein Partner fing damit an, die Finger einzeln herauszureißen. James sah so aus als litte er Höllenqualen, machte aber keinen Mucks. Nachdem alle Finger auf einem Haufen lagen, reichte Peter meinem Engel ein Feuerzeug und ich sah fasziniert und doch voll Entsetzen zu, wie er die Finger anzündete. Während James Finger langsam verbrannten, entfernte Jasper die Hände an den Handgelenken und schmiss sie auf die brennenden Finger. Jasper brachte über eine Stunde um systematisch alle Körperteile einzeln zu verbrennen. Nachdem er die Arme und Beine entfernt hatte, schrie James vor Qualen.

Jane und Alec standen rechts und links von mir, während Brady und Colin direkt hinter mir standen. Alle vier hatten eine Hand an mir, Bradys und Colins Hände lagen auf meinen Schultern und Jane und Alec hielten mich an den Händen.

Jane erklärte mir, dass es furchtbar schmerzte, wenn ein Körperteil entfernt wurde und je länger es weg war, desto schlimmer wurde es. Außerdem erläuterte sie mir, dass Vampire den Schmerz von bereits verbrennenden Körperteilen noch lange spürten. Bis der Kopf ebenfalls verbrannt wurde, fühlten Vampire alles.

Letztendlich beendete Jasper die Tortur, in dem er den Kopf verbrannte. Der Kopf brauchte am längsten um zu verbrennen, als Jasper ihn in das Feuer legte, waren die anderen Körperteile schon Asche.

„Ich will, dass Carlisle dich untersucht!" Rose war die erste, die sprach, nachdem James Kopf nur noch Asche war.

„Ich stimme ihr da zu" Mein Engel kam sofort zu mir, er hatte bis dahin beim Feuer gestanden. „Ich hätte vorhin vorsichtiger sein sollen, es tut mir leid."

„Wie wir unsere Zeit vertreiben sollte dir niemals leidtun" ich lächelte meinen Seelenverwandten an, als ich mich daran erinnerte, was wir gemacht hatten, als wir alleine waren, bevor ich zustimmte, mich von Carlisle untersuchen zu lassen.

„Demetri, hol Carlisle und bring ihn zu Bellas Zimmer", befahl Onkel Marcus.

Mein Partner trug mich zu unserem Quartier, ich sah, dass Jasper unserem Klan zunickte, bevor ich mitbekam, dass sie uns folgten. Ich konnte ihre besorgten Gesichter sehen und wusste dass Jasper, als dominanter männlicher Vampir noch besorgter wäre, wenn ich krank wäre.

Nachdem wir im Zimmer waren, setzte mich Jasper am Bett ab und hielt mich eng umschlungen. Rose und Char gingen sicher, dass ich alles hatte, was ich brauchte. Emmett und Peter standen nur an der Seite und sahen verloren aus.

„Peter, Emmett, würdet ihr bitte mir Brady, Colin und Alec ein bisschen trainieren gehen?" Ich hatte meine Kinder vor der Tür herumlaufen gesehen und dachte mir ich könnte wenigstens die fünf so beschäftigen.

„Natürlich Schwesterherz", stimmte Emmett sofort zu, bevor er hinausging um die Jungs zu holen. Peter sah mich noch einmal fragend an. Ich lächelte ihn beruhigend an, worauf er den anderen folgte.

„Rose, Char, könnt ihr mit Jane in die Stadt gehen und mir Hühnernudelsuppe, Ginger Ale und Salzcracker holen?" Nachdem ich mit den Jungs Glück hatte, wollte ich auch den anderen etwas zu tun geben.

„Mama, ich will aber nicht weg von dir wenn es dir nicht gut geht!" protestierte Jane schnell.

„Ich weiß Baby, aber mit diesen Sachen wird es mir sicher bald wieder besser gehen" beruhigte ich sie.

„Wie wäre es wenn wir eine Wache losschicken würden?", versuchte es Char.

„Aber ich vertraue euch dreien, ihr werdet mir bestimmt das richtige bringen, und keiner von euch wird alleine gehen", entkräftete ich gleich ihren nächsten Einwand. „Nachdem wir immer noch nicht wissen, ob die Frau wirklich weg ist, will ich, dass ihr zusammenbleibt!"

„Natürlich" Rose stimmte zuerst zu. Ich sah mich um und bemerkte Jaspers entschlossenen Blick, deshalb hatte Rose also gleich zugestimmt.

Die drei Frauen machten sich so schnell wie möglich auf den Weg und ich wusste, sie würden bald wieder zurück sein.

„Versuch erst gar nicht mich loszuwerden, Liebling" Mein Seelenverwandter sah mich an, als wir endlich alleine waren.

„Hatte ich nicht vor" Ich lächelte, während ich mich fester an ihn kuschelte. Die Kälte seines marmornen Körpers fühlte sich an meiner heißen Haut sehr gut an. „Ich wollte sie nur beschäftigen, damit sie sich nicht so viele Sorgen um mich machen."

Wir lagen etwa zwanzig Minuten so da, bevor Demetri klopfte um uns auf sich aufmerksam zu machen.

„Hallo Carlisle", begrüßte ich ihn lächelnd, während Jasper ihn warnend anknurrte.

„Jasper, Bella", begrüßte uns Carlisle mit einem Nicken. „Worin besteht denn das Problem?"

„Nun, ich fühle mich schon seit ein paar Tagen nicht wohl", begann ich. „Ich habe leicht erhöhte Temperatur und mir ist seit neuestem verdammt schlecht."

„Ist dir schwindlig oder bist du öfters müde?"

„Ich bin seit kurzem oft sehr müde."

„Sie schläft seit kurzem jeden Tag länger als vorher", warf Jasper ein.

„Nun, es wirkt so, als wärst du leicht anämisch" Carlisle sah nachdenklich aus. „Ich würde dir gerne etwas Blut abnehmen und ein paar Tests machen, wenn das in Ordnung ist."

„Das ist OK", stimmte ich zu, während Jasper knurrte. „Jasper, es ist nur ein kleiner Einstich und mir wird nicht passieren" Ich hasste Nadeln und Jasper wusste dass, also wusste ich, dass sein Beschützerinstinkt wieder einsetzen würde.

Nachdem Carlisle mir Blut abgenommen hatte, lehnte ich mich zurück und beschloss, mich etwas auszuruhen. Als ich wieder aufwachte, waren Rose, Char und Jane wieder zurück und hatten alles, was ich wollte und vermutlich noch den restlichen Inhalt des Ladens, zumindest die nicht verderblichen Waren.

„Mama, du bist wach!" Jane kam sofort zu mir und umarmte mich. „Wir haben alles bekommen, was du wolltest!"

„Danke" Ich erwiderte die Umarmung. „Habt ihr auch alles andere gekauft, was sie hatten?"

„Wir wollten sichergehen, dass du alles hast, was du vielleicht brauchen könntest", erklärte Rose.

„Wie war das Training?" fragte ich, als ich bemerkte, dass die Jungs in einer Reihe an der Wand standen.

„Es lief gut", erklärte Peter und die anderen nickten.

„Ihr wisst, dass ich nicht sterben werde, richtig?" Ich sah meinen Klan und meine Kinder an. „Ich bin sicher es ist nur eine Grippe."

„Wie könnest du dich angesteckt haben?", fragte Brady.

„Du bist immer nur bei uns, und keiner von uns kann krank werden", zeigte Colin auf.

„Ich bin mir sicher, Carlisle findet es heraus" Mir fiel kein Gegenargument mehr ein, deshalb blieb ich dabei.

Jetzt hieß es warten, bis die Testresultate zurückkamen. Aro teilte Carlisle mit, dass er das Labor im Krankenhaus der Stadt benutzen konnte, da sie gefälschte Berechtigungsnachweise für einen ihrer Vampire hatten, um gelegentlich Blutkonserven für den Notfall zu bekommen. Diese Blutkonserven wurden im Schloss aufbewahrt, für den Fall dass ein Vampir schnell Blut brauchte und kein Mensch in unmittelbarer Nähe war.

„Großvater, wo ist Esme?", fragte ich irgendwann, um ein Gespräch anzufangen.

„Sie ist im Verließ, mit den anderen beiden", meinte er leichthin.

„War Carlisle auch dort?"

„Natürlich" Bei Aro klang es, als wäre es das natürlichste der Welt. Während es mich nicht schockierte, dass Alice und Edward dort untergebracht wurden, war ich überrascht darüber, dass auch Carlisle und Esme dort waren. Ich hatte einfach angenommen, dass sie etwas besser behandelt werden würden, da Carlisles einzige Schuld darin bestand, seinen Klan nicht gut unterrichtet zu haben.

„Woran denkst du, Nichte?"

„Ich habe überlegt, ob man Carlisle dafür belohnen sollte, dass er mir hilft, indem man ihm und Esme ein Gästezimmer gibt", schlug ich vor, worauf alle Vampire knurrten. „Wie wäre es, wenn sie nur für die Zeit, in der sie mir helfen, ein Gästezimmer bekommen würden?"

„In Ordnung", grummelte Großvater. Er befahl gleich einer der Wachen, Esme umzusiedeln. „Stell klar, dass die anderen zwei nicht näher zueinander können!"

„Meister" die Wache kam etwa zehn Minuten später zurückgerannt. „Sie sind weg!"

„Wer ist weg?" brüllten Großvater, Onkel und Aro gleichzeitig.

„Die zwei Cullens", stotterte die Wache.

„Was ist mit Esme?" Aro starrte die Wache an.

„Ich bin hier", sagte Esme hinter der Wache.

„Ich hoffe für dich, dass du den beiden nicht geholfen hast!" Mein Partner hatte Esme schon gegen die Wand gedrückt, als sie anfing zu reden.

„Es scheint als hätte ich falsch gelegen", erklärte Carlisle, als er hereinkam und erstmal erstarrte, als er sah, was sich vor ihm abspielte. Dieser Momente reichte für Peter aus, um Carlisle zu packen, damit er nicht weglaufen oder angreifen konnte.

„Sie hat den beiden nicht bei der Flucht geholfen, hat aber gesehen, wer es war", meinte Aro, nachdem er ihre Gedanken gelesen hatte. „Es war ein unbekannter, weiblicher Vampir."

„Könnte es die sein, die uns entkommen ist, Meister?" fragte Felix. Ich war froh darüber, dass die Wachen noch ihre tägliche Routine hatten und mich nur ein paarmal am Tag besuchen konnten.

„Sie sind tot", knurrte mein Engel. „Ich werde mich nicht länger zurückhalten, und jeder, der ihnen hilft, wird mit ihnen brennen!"

„Wie du wünscht" Aro respektierte den Drang meines Partners, mich zu beschützen.

„Wir sollten dich jetzt gleich verwandeln, Liebling", Jasper hatte Esme an Felix und Demetri übergeben. „Ich würde mich sehr viel besser fühlen, wenn du nicht mehr so zerbrechlich wärst."

„Warum haben wir nicht gleich daran gedacht, als sie krank wurde?" fragte Emmett.

„Weil ich nicht wegen eines Virus, der bald von selber wieder verschwinden wird, verwandelt werden möchte", erklärte ich. Ich hatte gedacht ich würde entweder wegen eines lebensbedrohlichen Ereignis verwandelt werden, oder wenn mein Engel und ich es für richtig halten würden. Nachdem wir nicht viel Zeit allein hatten, hatten wir noch nicht die Gelegenheit, darüber zu diskutieren wie und wann ich verwandelt werden würde.

„Du kannst sie nicht jetzt verwandeln", unterbrach uns Carlisle schnell, und Peter drückte seinen Hals so fest zusammen, dass schon Risse zu sehen waren. „Bella ist schwanger!"

„Wie bitte?" verlangte Rose zu wissen.

„Unmöglich" Mein Engel schnappte sich Carlisle von Peter.

„Sag ihm, dass er sich irrt", bettelte ich Jane an.

Ich stand unter Schock und wusste nicht, was ich davon halten sollte oder was ich dazu sagen konnte.

„Mama" Brady und Colin kuschelten sich ganz nahe zu mir. Jane kniete immer noch am Bett vor mir und bettelte mich mit ihren Augen an, ihr zu sagen dass ich nicht schwanger war. Alec starrte mich nur an und wartete darauf, dass ich ihn und die anderen beruhigen würde.

Ich begann, die Tage, seit dem ich meine letzte Periode hatte, zurückzuzählen.

„Ich bin schwanger", murmelte ich. Das veranlasste Jasper, Carlisle loszulassen und zu mir zu kommen.

„Aber Vampire können keine Kinder haben, Liebling", versuchte Jasper mich zu beruhigen, warum war mir aber nicht ganz klar.

„Dann muss es eine übernatürliche Empfängnis sein." Ich sah in seine Augen. „Du warst der Erste und Einzige für mich. Du hättest es doch gerochen, wenn ich mit einem anderen Mann intim gewesen wäre."

„Aber wir kannst du dir sicher sein?" Wollte er wissen. Alle anderen standen unnatürlich still und warteten.

„Ich bin zwei Wochen drüber", erklärte ich ruhig. „Wenn ich raten müsste, würde ich sagen ich bin etwa in der dritten Woche."

„Das stimmt" Carlisle war tapfer genug um wieder zu sprechen. „Wir könnten einen Ultraschall machen, um eine genauere Schätzung zu bekommen."

„Liebling?"

„Wir sollten den Ultraschall machen", stimmte ich zu. „Zumindest wird es uns zeigen, ob ich wirklich schwanger bin oder nicht."

„Ich werde das Equipment sofort anfordern", bot Aro an.

„Was machen wir mit PPB und Fuckward?" erinnerte uns Peter an das desillusionierte Duo, das entkommen war.

„Wir werden eine Gruppe losschicken müssen", meinte Großvater. „Demetri sollte in der Lage sein, Edward und Alice aufzuspüren."

„Könntet ihr das in einem anderen Raum planen, damit ich ein paar Minuten mit meinem Seelenverwandten und meinen Kindern haben kann?" wollte ich von den anderen wissen. Sie stimmten gleich zu und die meisten umarmten mich oder gaben mir einen Kuss auf die Stirn bevor sie den Raum verließen.