A/N: Danke für eure lieben Kommentare! Ich versuche, die Geschichte jetzt so schnell wie möglich zu Ende zu übersetzen, weil ich ab Mittwoch für ein halbes Jahr in Kanada bin ( :) ) und deswegen will ich mich so wenig wie möglich mit der deutschen Sprache beschäftigen. Ich werde natürlich trotzdem regelmäßig die Kapitel reinstellen.

Und das habe ich letztes Mal vergessen:

Disclaimer: Nichts von mir. Figuren etc. gehören JKR, und die Idee gehört der wundervollen Bea (trizfores).

Kapitel 3

Severus stürmte aus seinem Büro und rannte so schnell wie er nur konnte. Er nahm zwei Stufen auf einmal, als er die Treppen des Kerkers hochlief. Als er Trelawney in einem Korridor sah, bewegten sich seine Füße schnell in die andere Richtung, und brachten ihn aus ihrer Sichtweite in einen anderen Korridor. Zum Glück hatte sie ihn nicht bemerkt.

Warum war ihm das nicht eher eingefallen? Es war ein hervorragender Plan. Er betete nur, dass Granger ihm helfen würde, und er würde sie sogar auf Knien anflehen, wenn es nötig war. Hoffentlich musste er nicht so weit gehen, aber er war verzweifelt!

„Sie werden für mich bieten!" keuchte Severus Hermine entgegen, als er in ihr Büro rann und versuchte, Atem zu holen.

„Was?" Hermine sah finster drein, als ihr die Feder herunter fiel.

„Sie. Werden. Für. Mich. Bieten." sagte Severus und holte immer wieder tief Luft. Er setzte sich auf einen der Stühle vor Hermines Schreibtisch. Seine Brust brannte, als wäre er meilenweit gelaufen.

Hermine ging zu einer Ecke des Raumes, füllte ein Glas Wasser und gab es ihm. „Sind Sie gerade um den Großen See gelaufen?"

Severus stürzte den Inhalt des Glases herunter, ohne Luft zu holen. „Schlimmer", erwiderte er. „Ich bin herumgerannt und habe versucht, Trelawney zu entkommen."

„Was meinen Sie denn jetzt damit, dass ich für Sie bieten soll?" fragte sie, als sie um ihren Tisch herumging und sich setzte.

„Ich habe eine Lösung gefunden. Sie werden auch für mich bieten."

„Was?" Hermine war verwirrt; sie wusste nicht wirklich, worauf er hinaus wollte.

„Es ist viel besser: Sie überbieten Trelawney und gewinnen mich bei der Auktion. Es ist die einzige Möglichkeit", klärte Severus sie auf.

Hermine sah ihn skeptisch an. Meinte er es ernst? „Sie haben doch sicherlich berücksichtigt, dass sie eine Menge Geld spenden wird, um Sie zu kriegen? Tausende von Galleonen, da bin ich mir sicher."

„Und Sie werden das auch tun", warf Severus ein.

Hermine schüttelte den Kopf. Sie hatte nicht viel. Ihre Eltern hatten ihr so gut wie nichts überlassen und sie unterrichtete erst seit wenigen Jahren. Sie konnte es sich nicht leisten; sie würde bei der Auktion Pleite gehen. „Auch wenn ich könnte, Ich habe nicht das Geld –"

„Dann werde ich es Ihnen zurück zahlen", unterbrach Severus sie. „Sie kann mit ihrem Gehalt nicht so weit gehen, glauben Sie mir, sie wird Sie nicht mit meinem Geld überbieten können."

Nur wenige Leute wussten, dass er ein reicher Mann war. Ein Leben zu Leben, wenig auszugeben und sich keinen Luxus zu gönnen, hatte ihm eine Menge Geld eingebracht. Ein Zaubertrankmeister an Hogwarts zu sein war nicht sein einziger Job. Er war ebenso ein eigenständiger Forscher und hatte Millionen mit einer seiner Kreationen, dem Wolfsbanntrank, unter vielen gemacht.

Hermines Blick wurde noch finsterer. „Sie haben wirklich darüber nachgedacht?"

„Und es ist die einzige Lösung", antwortete Severus sanft.

„Warum ich, wenn Sie jede andere Hexe fragen können?" fragte sie.

„Sie haben gesagt, Sie würden mir helfen, wenn Sie könnten. Nun, hier ist die Lösung und ich brauche Ihre Hilfe."

„Sie haben schon bedacht, dass Sie trotzdem mit mir ausgehen müssen?" erinnerte Hermine ihn.

„Besser Sie als sie", feixte er.

„Oh, ich sehe", sagte Hermine leise, verletzt von dem was er gesagt hatte. „Warum fragen Sie nicht einfach eine Hexe, die nett und wunderschön ist? Oder noch besser, eine Nutte aus irgendeinem Bordell, mit der Sie schlafen können?"

„Miss Granger, ich wollte Sie nicht kränken", entschuldigte sich Severus. „Sie wissen, wie ich Trelawney finde. Sie sind eine hübsche Hexe." Woher kamen diese Worte?!

Hermine sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. Hatte er ihr gerade zum ersten Mal ein Kompliment gemacht? Als sie noch seine Schülerin gewesen war, hatte er ihr nie ein Kompliment gemacht, auch wenn sie Klassenbeste gewesen war.

„Bitte, Hermine", flehte Severus. Er nannte sie zum ersten Mal beim Namen. „Wenn Sie möchten, dass ich Sie auf Knien anflehe, werde ich das machen, und ich werde sogar auf Knien bis zu Ihnen hinrutschen."

Hermine schmunzelte. Nun hörte es sich verlockend an. Das würde sie gerne sehen. „Nur unter einer Bedingung", sagte sie.

„Erpresst von einer Gryffindor", murmelte Severus und starrte sie finster an. „Warum überrascht mich das nicht?"

„Dann werde ich es nicht machen", sagte Hermine. Ihre Augen weiteten sich plötzlich vor Erstaunen, ihr Mund klappte auf.

Severus kniete sich hin und machte sich auf den Weg zu ihr. „Nein! Nein! Nein!" Sobald er vor ihr war, faltete er seine Hände und sah flehend zu ihr hoch. „Ich werde alles machen, was Sie wollen, solange Trelawney nicht einbezogen ist. Wenn es in meiner Macht steht, sagen Sie es, und ich werde es tun."

Hermine schlug ihre Hand vor dem Mund, und lachte hinein. Snape hockte tatsächlich auf Knien vor ihr und bettelte sie an. Oh, wenn sie jetzt bloß eine Kamera hätte. „Ich entscheide über die Pläne für unser kleines Date, angenommen, Sie bezahlen es natürlich."

„Das ist alles?" fragte Severus. „Wir werden doch nicht in einen Comedyclub oder etwas Schlimmeres gehen? Irgendwelche Orte mit Strippern jeglicher Art?" Er wurde blass; es war ein weiterer Alptraum von ihm – zu solchen Orten zu gehen.

„Keinesfalls", antwortete Hermine und schüttelte ihren Kopf."

Severus stieß einen Seufzer der Erlösung aus und stand auf. „Also gut", sagte er, klopfte seine Roben ab und glättete sie. „Ich kann damit leben."

„Glauben Sie mir, Professor, ich würde nichts machen wollen, was Ihnen einen Herzinfarkt bescheren oder sie umbringen könnte", sagte Hermine grinsend. „So wie Sie hier vorhin herein gekommen sind, hatte ich schon die Befürchtung, dass Sie einen Herzanfall haben."

Soalt bin ich nicht", sagte Severus gedehnt.

Hermine kicherte und fing an, weiter zu arbeiten. „Wir sehen uns beim Abendessen, Professor."

Severus hielt einen Moment inne, als seine Hand die Türklinke berührte. Er sah die Hexe, die am Tisch saß, an und rief sie. „Miss Granger." Als seine Augen die ihren trafen, sagte er: „Danke."

Als Hermine alleine war, biss sie sich auf die Lippe. Sie spürte, wie Blut in ihre Wangen stieg. Sie wusste, dass sie errötete, und zum Glück war er schon gegangen. Sie würde tatsächlich ein Date mit Snape haben! Die noch zu erledigende Arbeit war aus ihren Gedanken verschwunden, als sie hoch sah und von ihrem Date mit ihm träumte.

So saß Hermine da und träumte wie ein Schulmädchen von ihrem Schwarm. Alles andere war unwichtig, sie war nun in ihrer eigenen kleinen Welt.