A/N: Das nächste Kapitel - dieses Mal aus Kanada ;)

Disclaimer: Nichts von mir. Figuren etc. gehören JKR, und die Idee gehört der wundervollen Bea (trizfores).

Kapitel 4

Endlich war Valentinstag. Die Große Halle war überfüllt mit Schülern, Bieterinnen, Lehrern aus dem Kollegium, reichen reinblütigen Zauberern, und – natürlich – mit Leuten von der Presse. Es war so voll, dass alle Plätze belegt waren. Manche der Schüler riefen ihre Besen in die Halle, weil sie sich nicht hinsetzen konnten.

Was die Dekoration betraf: Die Halle war komplett rot und man konnte überall kleine Valentinsengel sehen. Rot war die Hauptfarbe; rote Rosen, rot überzogene Schokoküsse, und sogar rote Papierherzen waren an den Wänden befestigt und schwebten herum.

Albus stand auf der Hauptbühne. Er lächelte fröhlich, als er mit der Show begann. Es waren mehr Besucher da, als er sich es vorgestellt hatte. Ohne Zweifel wusste er, dass dies die beste Wohltätigkeitsveranstaltung werden würde, die er je geplant hatte.

Severus überflog die Menschenmenge mit seinen schwarzen Augen; er saß nicht weit hinter Albus. Er und die anderen Junggesellen saßen in einer Reihe von Stühlen auf der Hinterseite der Bühne – jeder konnte sie sehen. Auf der einen Seite des Raumes sah er Trelawney; sie winkte ihm zu und warf ihm Küsse durch die Luft zu. Als er Granger auf der anderen Seite entdeckte, fühlte er sich erleichtert und betete, dass sein Plan nicht schief gehen würde. Er war einwandfrei, solange sie ihren Part gut spielte und nicht ausstieg. Aber sie würde es nicht tun, das wusste er. Sie hatte ihm ihr Wort gegeben.

Severus konnte es nicht ignorieren – er bemerkte die vielen Augenpaare, die auf ihn gerichtet waren, manche zwinkerten sogar. Die Frauen kicherten und redeten mit ihren Sitznachbarinnen, als sie ihn anstarrten. Worüber redeten sie verdammt noch mal? Warum redeten sie über ihn? Dann erinnerte er sich, dass Granger ihm erzählt hatte, dass er ein guter Fang für manche Hexen war. Groß, geheimnisvoll, mit einem „Bad-Boy"-Image. Severus schluckte hart. Vielleicht war es nicht nur Trelawney, über die er sich Sorgen machen musste.

„Wetten, dass ich mehr Geld einbringen kann als du, Snivellus?", sagte Sirius. Er saß neben Severus, und Remus.

„Halts Maus, Köter", zischte Severus.

„Ich setze Geld darauf. 100 Galleonen?"

„Abgemacht", sagte Severus sofort.

„Willst du mit einsteigen, Remus?" fragte Sirius, als er sich zu ihm drehte.

„Nein, danke. Ich will euch zwei Turteltäubchen bei eurem Streit nicht weiter stören", antwortete Remus mit einem leichten Glucksen.

**

„Oh mein Gott!" keuchte Ginny. Sie saß bei Hermine, Lavender, Luna, Susan, den Patil Zwillingen und Tonks. „Sogar Snape ist in der Auktion!"

„Ich werde so sehr für ihn bieten", sagte Pavarti.

„Ich vermisse seinen Unterricht – nicht wegen der Zaubertränke, aber wegen seiner Stimme", fügte Padma hinzu.

„Seine Stimme lässt mich dahin schmelzen. Meine Höschen waren sogar manchmal durchnässt", legte Ginny kichernd ihr Geständnis ab.

„Ginny!" rief Tonks überrascht.

„Was? Es ist ja nicht so, dass ich die Einzige bin", sagte der Rotschopf. Ihr war es überhaupt nicht peinlich, weil sie wusste, dass die anderen Mädchen auch eine Zeit lang in ihn verknallt gewesen waren. „Warst du nicht auch in ihn verknallt, Hermine?"

Hermine konnte nicht antworten. Alles was sie tat, war, dass sie auf ihre Lippe biss und errötete.

„Ich wusste es!" frotzelte Ginny.

„Wirst du für Harry bieten?" fragte Luna Ginny.

„Nein", antwortete die rothaarige Frau. „Ich werde wahrscheinlich für jemand anderen bieten. Draco vielleicht."

„Ginny!" schnaufte Lavender schockiert.

„Hey, wer stimmt mir zu, dass auch Slytherinmänner ziemlich attraktiv sind?" fragte Ginny. Als alle ihre Hände hoben – außer Lavender – sah sie sie an. „Siehst du? Und es ist für Wohltätigkeitszwecke. Wo ist da der Reiz, wenn du für deinen Freund bietest? Ich werde kein Gebot für ihn abgeben, aber ich werde ihn auch nicht betrügen."

„Ich werde es nicht zulassen, dass irgendeine andere Frau meinen Ron kriegt!" rief Lavender wütend.

„Ich bin sicher, dass du dir keine Sorgen um deinen Won-Won machen musst", schnaubte Susan, die anderen lachten.

Lavender sagte nichts. Sie streckte bloß ihr Kinn vor und kreuzte die Arme vor ihrer Brust.

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„Sieh mal, Harry, da sind einige Models", meinte Ron. Er räkelte sich, und zeigte, was für ein Macho er war.

„Ich sehe es", sagte Harry und sah in die gleiche Richtung wie Ron. „Aber ich mach mir keine Hoffnungen, dass ich eine von ihnen kriege. Ginny ist meine Freundin, schon vergessen?"

„Ach bitte", ächzte Ron angeekelt und verdrehte die Augen. „Rede nicht von ihr, wenn du in meiner Nähe bist. Es ist ekelig, wenn ich euch knutschen sehe."

„Das ist dein Problem", erwiderte Harry und winkte Ginny.

„Gibs zu, du hättest doch auch gerne ein Date mit Anna Baileys. Sie ist das heißeste Hexenmodel in Großbritannien!" erzählte Ron ihm. „Sie war das Playwitchmodel, das letzten Monat zum zweiten Mal auf der Titelseite war. Großartige Titten! Sie sehen überhaupt nicht unecht aus."

„Als ob du das erkennst." Harry schüttelte spöttisch den Kopf.

„Verdirb mir nicht meine Vorstellung!" brüllte Ron. „ich denke, eins der Models wird heute Abend mein Date sein."

„Nur in deinen Träumen, Wiesel!" unterbrach Draco ihn. Er saß einen Stuhl weiter und hatte die ganze Zeit ihrer Konversation gelauscht. „Als ob eine dieser Frauen an dir interessiert ist."

„Sie interessieren sich nicht für arrogante, gut aussehende Jungs!" blaffte Ron, seine Wangen färbten sich rot vor Wut.

„Ich bin der beste Junggeselle, Wiesel. Ich habe gutes Aussehen, Geld, Karriere, Autos und das bestgeplante Date heute Abend" sagte Draco und grinste süffisant. „Keine ist an einem zweitklassigen Quidditchspieler interessiert. Du bist nur im Beistandteam. Es ist wirklich herzergreifend, dass du denkst, dass du der Starspieler bist."

„Zumindest bin ich im Team!"

„Mir gehört das Team!" grinste Draco selbstgefällig, als Ron nichts mehr darauf einfiel. Er prustete, als er den Ärger im Gesicht des Zauberers sah und wusste, dass er gewonnen hatte.