A/N: So, jetzt bin ich endlich dazu gekommen, das nächste Kapitel zu übersetzen. Falls sich irgendwas komisch anhört oder Fehler drin sind: nehmt es mir nicht übel, ich hab mich schon total ins Englische eingelebt. Nächstes Kapitel kommt demnächst, aber mal gucken wie viel Zeit ich hab. Morgen geht es erstmal nach Vancouver, keine Schule. Viel Spaß beim Lesen!

Kapitel 5

„Ladies, unser erster Junggeselle", begann Albus. „Er ist 23 Jahre alt und arbeitet als Auror. Seine Interessen sind unter anderem auf seinem Besen zu fliegen und ein gutes, selbstgekochtes Essen. Er verabscheut vor allem Voldemort. Glücklicherweise hat er ihn vor 5 Jahren bezwungen. Ich denke, Sie kennen ihn alle… Harry Potter!"

Harry stand auf und stellte sich zu Albus. Viele der Damen quietschten und klatschten aufgeregt. Es ließ ihn erröten. Kein Problem, er war „der Junge, der überlebte und Voldemort besiegt hat". Nein, sein wirkliches Problem waren die Frauen. Er wurde in ihrer Nähe nervös, wusste nicht, was er tun sollte. Er hatte 3 Jahre gebraucht, bis er Ginny endlich gefragt hatte, ob sie mit ihm ausgehen wollte.

„Harry, was sind deine Pläne mit deinem Date für heute Abend?" fragte Albus.

„Uh… wir fliegen hoch auf dein Mount Merlin auf meinem Besen und haben ein Dinner im Freien", antwortete Harry. Er wusste, es klang nicht romantisch, aber er war überrascht, als einige Frauen erneut laut aufkreischten.

„Okay, Ladies, wir starten die Auktion bei 100 Galleonen-"

„Hundertfünfzig!" rief eine Hexe und hielt ihre Nummernkarte hoch.

„Zweihundert!" rief eine andere.

„Drei-"

„Vier-"

„Fünf-"

„Eintausend!"

Alle in der Menschenmenge, einschließlich der bietenden Hexen, drehten sich in die Richtung, aus der die Stimme gekommen war. In der Ecke des Raums war Millicent Bulstrode und hielt ihre Karte hoch.

„Irgendwelche höhere Gebote?" fragte Dumbledore. „Zum ersten… zum zweiten… verkauft!" Er schlug seinen kleinen Hammer auf sein Podium. „Miss Bulstrode, Mister Potter gehört nun Ihnen. Fröhlichen Valentinstag."

Harry stieg hinunter von der Bühne und ging auf Millicent zu. „Warum ich?" fragte er sanft, so dass die anderen es nicht hörten. Niemals hatte er erwartet, dass seine frühere Slytherinmitschülerin an ihm interessiert sein könnte. Als sie noch zur Schule gingen, hatte sie sich wie jeder andere Slytherin über ihn lustig gemacht.

„Ich bin keine wirklich hübsche oder sexy Hexe, Harry", antwortete Millicent ehrlich. „Ich bin übergewichtig. Kein Typ hat mich jemals nach einem Date gefragt. Ich wollte halt ein einfaches, schönes Date, verstehst du? Manche Slytherin haben mich früher aufgezogen. Nun weiß ich, wie die Leute mich sehen. Aber ich weiß, dass du nicht so bist. Du bist ein netter Typ."

Harry lächelte Millicent an, hielt ihr die rote Rose hin, die in seinem Jackenaufschlag steckt und gab sie ihr.

Draco war als nächstes dran. Als er nach seiner Vorstellung aufstand, kündigte er an, dass sein Date in Venedig stattfinden würde und anschließend in Belgien für ein Schokoladendessert. Noch mehr Frauen quietschten erregt. Seine Gebote schossen in die Höhe, bis sie letztendlich bei fünftausend Galleonen stoppten. Jedoch war es nicht eine Frau, die ihn gewonnen hatte. Sie und einige ihrer Freundinnen hatten für den blonden Junggesellen das Geld zusammengelegt.

„Sieht so aus, als hätte ich die ganzen Models abgekriegt", meinte Draco eingebildet zu Ron, als er zu seinem Platz zurückging, um seine Jacke zu holen. „Anna und ihre kleinen Modelfreundinnen gehören heute Nacht alle mir. Kein Model für dich!"

„Frettchen!" Ron war verärgert und enttäuscht.

„Ich werde heute Abend flachgelegt und ich werde selbst überprüfen können, ob Annas Titten echt sind. Für dich wird es immer ein Geheimnis bleiben." Draco sah ihn ein letztes Mal an und machte sich dann auf den Weg zu den sechs wunderschönen Frauen, die auf ihn warteten.

Ron stand auf, als sein Name fiel. Er grinste, verbarg seine Enttäuschung dahinter. Als er die Menge betrachtete, fiel ihm auf, dass immer noch schöne Hexen da waren. Sie waren vielleicht keine Models, aber sahen gut genug aus. Es war nicht so schlimm. Er wusste, dass eine für ihn stimmen würde.

„Und, Mister Weasley, was haben Sie für Ihr besonderes Gewinnerdinner heute Abend geplant?" wollte Dumbledore wissen.

„Ich habe Plätze für eins der besten Quidditchspiele der Saison – Irland gegen Schottland im Dublin Stadium."

Keine der Bietenden schien begeistert zu sein. Stattdessen murmelten sie sich zu und schüttelten die Köpfe. Keine war interessiert.

„Okay, Ladies, wir starten wie immer bei einhundert Galleonen", informierte Albus.

Ron versuchte weiterzulächeln und wartete, dass die Nummernschildchen in die Höhe gingen, genauso wie sein Preis. Sein Grinsen verschwand, als nichts passierte und er sah Albus unsicher an.

„Uh.. dann fünfzig Galleonen?" schlug der Schulleiter vor.

„Hundert Galleonen", sagte Lavender laut. Sie lächelte, als sie ihr Schild hochhielt. Sie drehte ihren Kopf zu den anderen und flüsterte: „Ich hätte nie gedacht, dass es so spannend werden würde. Es ist meine erste Auktion."

„Irgendjemand für hundertfünfzig?"

„Ich!" rief Lavender und hielt ihr Schild erneut hoch.

Ginny griff nach ihrem Arm und zog ihn hinunter. „Der Sinn einer Auktion ist, die Konkurrenz mit einem höheren Preis zu überbieten."

„Zweihundert?" fragte Albus, verwirrt durch die Ereignisse.

„Zweihundert!" sagte Lavender.

Susan grabschte nach Lavenders Arm, das zweite Mal während der Auktion. „Nicht gegen dich selbst, gegen jemand anderen!"

Lavender sah Susan an, sie hatte es immer noch nicht verstanden. Sie bot einen höheren Preis. Was war falsch daran?

„Gut… Noch jemand?" murmelte Albus und betrachtete das Publikum, sah keine Bewegung bei den anderen Bietern. „Verkauft!"

„Ronnilein!" rief Lavander, als sie von ihrem Stuhl hochsprang und in die Hände klatschte.

Ron grunzte wütend, als er die Bühne hinabstieg und zu Lavender ging. Was war mit ihm falsch? Wie kam es, dass niemand für ihn geboten hatte? Er war doch ein guter Fang; gutaussehend, ein Starathlet, und klug. Was zum Teufel war geschehen? Er hatte gedacht, dass alle Frauen wegen ihm sabbern würden, und dass er heute Nacht flachgelegt werden würde. Als er bei Lavender war, zog er sie aus der Großen Halle und fuhr sie an, dass sie ihren Mund halten sollte mit ihrem ganzen nervigen Gesäusel.

Als die Auktion weiterging, wurden die restlichen Junggesellen versteigert. Sie kamen zwar nicht auf den Preis von Draco, aber sie waren auch nicht so enttäuschend wie Rons Erfolg. Neville schaffte überraschende neunhundert Galleonen, was fast an den Preis von Harry rankam, während Remus für fünfhundert Galleonen versteigert wurde.

„Ha, meine Glückszahl sieben – siebenhundert, Snivellus", sagte Sirius zu Snape, als er sich umdrehte, nachdem er ersteigert worden war. „Kannst du das überbieten? Du schuldest mir hundert Galleonen. Ich warte auf dich", prustete er und ging eingebildet zu der Hexe, die ihn gewonnen hatte.

Severus starrte Sirius zornig an. Wenn dieser Idiot bloß wüsste. Siebenhundert war leicht zu schlagen. Nun, mit den vielen leeren Stühlen im Raum wusste er, dass er jeden Moment an der Reihe sein würde.

„Und nun, Ladies, unser letzter Junggeselle…" Albus drehte den Kopf zu Severus, sah ihn durch seine halbmondförmigen Brillengläser an, und drehte sie wieder zum Publikum. „Er ist ein großer Kriegsheld, 34 Jahre alt, und hat den Orden des Merlins erhalten. Er liebt es, Bücher zu lesen, Frieden und Ruhe – oft unternimmt er Spaziergänge um den Großen See, ebenso wie Gedichte schreiben."

Severus drehte sich ruckartig zu Albus um, starrte zurück. Woher zum Teufel kam das her?! Spaziergänge um den Großen See und Gedichte schreiben?! Sein Alter zu erwähnen war eine Sache, aber einen fluffigen Scheiß daraus zu machen war eine andere Sache. Dieser alte Kauz, der sich immer einmischte, brachte ihn schon wieder auf die Palme und testete, wie weit er gehen konnte.

„Ladies, unser Meister der Zaubertränke in Hogwarts… Severus Snape", beendete Albus.

Severus stand steif auf und ging nach vorne, starrte den Schulleiter weiterhin böse an, als er diese verdammten, funkelnden Augen sah. Plötzlich fuhr er zurück, als er bemerkte, was sich vor ihm abspielte. Viele Leute waren ebenso überrascht, aber nicht so sehr wie er.

Die restlichen Bieterinnen jubelten laut, klatschen, riefen seinen Namen, standen auf und sogar Sirius, der verdammte Köter, pfiff. Sie waren begeistert, als er auf die Bühne kam, sogar begeisterter als bei Harry.

Severus schluckte; es fühlte sich an, als hätte er seinen Adamsapfel verschluckt. Sein Puls erhöhte sich, als er spürte, wie er blass wurde. Kalter, feuchter Schweiß fing an von seinem Kopf in den Nacken zu fließen. Der Kragen um seinen Hals schien enger zu werden, als er nervös an ihm zerrte. Sogar die Große Halle schien kleiner zu werden und einzustürzen. Er hätte nie gedacht, dass es möglich wäre, aber er hatte einen neuen Alptraum – und dieser stand ganz oben auf seiner Liste.

Ein Raum voller wildgewordener Frauen, die ihn wollten. Er fühlte sich wie eine einzige Beute, umgeben von lauter Jägern, die ihn lebend in einem offenen Ozean zerstückeln wollten. Und da war noch der große weiße Hai, der ihn begierig anstarrte… Trelawney.