Professor Moody hatte beschlossen, dass jeder von ihnen den Imperiusfluch erleben sollte, um zu sehen, ob sie ihm widerstehen konnten. Greg und Vincent sahen sich unbehaglich an und Pansy protestierte: „Sie wollen uns mit einem Unverzeihlichen Fluch belegen!"
„Die anderen Häuser haben es alle getan", sagte der Mann, „aber wenn ihr euch dem nicht gewachsen fühlt, wenn ihr erst wissen wollt, wie er sich anfühlt, wenn ihr von einem Todesser verflucht werdet, nun, dann müssen eure zerbrechlichen kleinen Gehirne diese Stunde nicht erleben." Er deutete auf die Tür, und in jedem Zug seines Körpers war die Verachtung deutlich zu sehen, und Pansy zog ihren Kopf ein und murmelte, dass sie das so nicht gemeint hätte.
Hermine sah zu, wie ihre Mitschüler einer nach dem anderen lächerliche Dinge taten. Theo hüpfte herum wie ein Frosch; Draco rutschte auf den Knien durch den Raum; Vincent schnitt Grimassen.
Als sie an der Reihe war, spürte sie ein wundervolles Gefühl der Entspannung und sie lächelte verträumt. Dieses Gefühl des Wohlbefindens hielt an, bis eine Stimme in ihrem Kopf ihr befahl, Draco eine Ohrfeige zu verpassen. Sie war schon auf dem Weg zu ihm, bevor sie sich fragte, warum sie das tun wollen sollte.
Verpass Draco eine Ohrfeige, sagte die Stimme erneut.
Ich denke nicht, stritt sie mit sich selbst. Das wäre eine völlig lächerliche Tat. Pansy eine Ohrfeige verpassen vielleicht, aber warum sollte sie Draco schlagen wollen?
Na gut, ihr fielen schon einige Gründe ein, aber das hieß nicht, dass sie es tatsächlich tun wollte.
Sie zwang sich ihren Kopf zu drehen, um ihren Professor anzusehen, der sie beobachtete. Sie schloss die Augen, schüttelte ihren Kopf und dann hob sie ihre Hand, beinahe gegen ihren Willen.
Nein, auf jeden Fall gegen ihren Willen. Dies war, wenn sie darüber nachdachte, beinahe so wie einen Patronus zu beschwören. Sie konnte beinahe hören, wie Snape sagte: 'Du musst deinen Verstand kontrollieren, du nutzloses Mädchen', und sie sah ihre Hand an und bemerkte, dass diese sich ohne einen Befehl ihrerseits bewegte.
Sie knallte sie so hart wie sie konnte auf den Tisch neben Draco und spürte, wie das wonnige Gefühl sie verließ.
„Gut gemacht", sagte Moody widerwillig. „Du konntest dem Fluch fast völlig widerstehen."
„Ich glaube, ich habe mir etwas in meiner Hand gebrochen", sagte sie, hob diese an und zuckte vor Schmerz zusammen.
Professor Moody zuckte die Achseln. „Geh zum Krankenflügel."
„Er hat gesagt, er hätte gehört, dass ich ein niedliches Frettchen abgebe." Draco schäumte vor Wut. Hermine langte in die neueste Kiste Leckereien und holte eines ihrer Lieblingsküchlein hervor.
„Wer hat das gesagt?", fragte sie, ihre Stimme leise im Gemeinschaftsraum.
„Hagrid", sagte er mit Zorn und künstlicher Empörung, um zu verstecken, dass ihn der Vorfall mit Moody noch immer mit Scham und Angst erfüllte. Er hatte nur blaue Flecken davon getragen – Hermine war schwerer verletzt worden, als sie sich in dem Unterricht des Mannes zwei Knochen ihrer Hand gebrochen hatte – aber das Erlebnis hatte ihn schwer erschüttert.
„Im Unterricht?", fragte Hermine.
„Ja." Draco sah sie mit von düsterer Verbitterung erfüllten Augen an.
„Der Mistkerl", sagte sie und er wirkte überrascht von ihrer Heftigkeit. Normalerweise hatte sie in letzter Zeit so wenig Mitgefühl mit seinem Drama – dass sie seinen verletzten Arm im letzten Schuljahr abgetan hatte, schien ihn noch immer zu kränken – dass sie wusste, dass er nicht erwartet hatte, dass Hagrids Bemerkung sie wirklich kümmern würde, aber sie trieb sie zur Weißglut. Wie konnte der große Trampel es wagen, Dracos Gehorsam mit Demütigung zu erzwingen? Die Gryffindors konnten nicht aufhören sich darüber zu beschweren, wie Professor Snape ihre Fähigkeiten in Zaubertränke verspottete, aber es war völlig in Ordnung, wenn ihr kleiner, zahmer Professor – ein Mann, der gefeuert hätte werden sollen – sich über Dracos Verwandlungs-Trauma lustig machte. Moody hatte ihn verletzt und ein anderer Lehrer fand es angebracht, das zu erwähnen?
„Alle haben gelacht", murmelte Draco und sie streckte eine Hand zu ihm aus.
„Diese verdammten Mistkerle. Es tut mir so leid", sagte sie mit Wut in der Stimme. „Diese wertlosen Ärsche werden irgendwann den Preis dafür zahlen, Draco. Ich schwöre es."
Er schickte ihr ein etwas fahles Lächeln. „Du bist die Beste, Hermine."
„Ich dachte, ich wäre die Beste", sagte Pansy und setzte sich auf seinen Schoß.
„Auf eine andere Art", sagte er mit einem sehr viel kesseren Grinsen, während Hermine sich entschuldigte und sie für ihre geschmackslose Knutscherei im Gemeinschaftsraum allein ließ.
Ein Zettel war in der Eingangshalle aufgehängt worden, der die Schüler informierte, dass der Unterricht am Freitag, den 30. Oktober eine halbe Stunde früher zu Ende sein würde, damit sie sich alle vor dem Schloss versammeln und die Schüler aus Beauxbatons und Durmstrang vor dem Begrüßungsfest willkommen heißen konnten.
„Eine Woche", sagte Draco und Daphne zuckte die Schultern.
„Wir sind zu jung um teilzunehmen", sagte sie, „also sind es nur eine Gruppe von Leuten, die schnell genug herausfinden werden, dass man Slytherins hassen muss."
„Und ein Ball", sagte Millie und sah sehnsüchtig zu Vincent hinüber.
„Und ein Ball", stimmte Hermine zu, die sich bemühte nicht darüber zu lachen, wie Vincent jeden Blickkontakt mit Millie mied.
Hermine tat die Schüler aus Beauxbatons pauschal ab, sobald sie sie sah. Angeführt von einer Schulleiterin, die eindeutig eine Halbriesin war, hatte sich keiner von ihnen für den schottischen Herbst angemessen gekleidet, und so standen sie zitternd vor ihrer fliegenden Kutsche, während Dumbledore und deren Riesin Gefälligkeiten austauschten. Es war schwierig, Leute ernst zu nehmen, die es nicht einmal schafften, dass Wetter ihres Reiseziels, an dem sie mehrere Monate bleiben würden, in Erfahrung zu bringen.
Die Schüler aus Durmstrang, die in einem protzigen Schiff anreisten, das aus dem See hervor stieß, waren sehr viel vernünftiger angezogen. Ihr Schulleiter, ein Mann namens Karkaroff, begrüßte Dumbledore mit einem entspannten Lächeln, aber, anstatt seine Schüler während des Gesprächs in der Kälte warten zu lassen, sagte er nur: „Wir müssen die Kinder hinein bringen, Dumbledore. Krum ist etwas erkältet."
Das Raunen, das bei dem Namen durch die versammelte Schülerschaft ging, war beeindruckend. „Krum", flüsterten die Leute einander zu. „Redet er von Viktor Krum?"
„Draco", zischte Greg aufgeregt. „Ist das Viktor Krum?"
Hermine verdrehte die Augen. „Ernsthaft, Greg. Er ist nur ein Quidditch-Spieler."
„Hermine!" Greg klang entsetzt über ihr nonchalantes Abwinken. „Er ist der beste Sucher der Welt. Und er ist hier."
Die Schüler aus Durmstang setzten sich an den Tisch der Slytherins, zum offensichtlichen Missfallen der quidditchverrückten Schüler in den anderen Häusern, und Hermine kontrollierte ihre Belustigung, als Greg, Vincent und Draco sich nach vorn lehnten und ihn mit unverkennbarer Heldenverehrung ansprachen. Hermine sah hinüber zu den Gryffindors und grinste spöttisch über die elenden Blicke, die Potter und Weasley in ihre Richtung sandten. Sie lächelte einen der Jungen aus Durmstrang an – nicht Krum, denn sie würde sich auf keinen Fall der Masse anschließen, die den armen Mann umschmeichelte – der sich zu ihr lehnte und eine Frage über die magische Decke stellte, und bald waren sie in ein Gespräch über Illusionszauber vertieft. Sie ertappte sich selbst dabei beeindruckt zu sein; Durmstrang verwässerte seinen Lehrstoff offenbar nicht mit Unsinn wie Muggelkunde oder Wahrsagen. Sie ließ nebenbei einfließen, dass sie seit ihrem dritten Schuljahr erfolgreich Wolfsbann braute, und er zog eine Ausgabe Höchst potente Zaubertränke hervor, und sie stand auf um sich neben ihn zu setzen. Als Karkaroff am Lehrertisch Platz nahm, redeten sie bereits über die besten Möglichkeiten, überlieferte Rezepte zu verändern und darüber, ob die Mondphase wirklich einen Einfluss auf die Wirksamkeit eines Tranks hatte, oder ob das nur ein altes Ammenmärchen war.
„Seht mal", sagte Pansy mit lauter Stimme. „Unsere ansässige Streberin hat jemanden gefunden, mit dem sie reden kann."
Viktor Krum sah auf und lächelte Hermine und seinen Mitschüler an. Sie lächelte zurück, fasziniert davon, wie viel freundlicher er in echt aussah als auf den mürrischen wirkenden Postern.
Dumbledore hieß alle Schüler in der Großen Halle und in Hogwarts willkommen und machte ein paar banale Bemerkungen, dass sie sicher alle einen angenehmen Aufenthalt haben würden; ein Kommentar, der von einem der Mädchen aus Beauxbatons mit einem lauten Schnauben gewürdigt wurde.
„Nächstes Mal zieh einen Pullover an", murmelte Hermine, und ihr Gesprächspartner und Viktor Krum lachten beide.
Ludo Bagman, den Hermine von der Weltmeisterschaft wiedererkannte, gesellte sich zu den Lehrern und Schulleitern am Lehrertisch, zusammen mit einem leicht korpulenten, beflissen wirkenden Mann, den sie nicht kannte. „Wer ist das?", zischte sie Theo zu, der hoch blickte und die Augen zusammen kniff.
„Bartemius Crouch", sagte er. „Er war während des Kriegs Leiter der Abteilung für magische Strafverfolgung. Er hat die Regeln geändert, sodass Auroren gefahrlos Unverzeihliche Flüche verwenden konnten, und hat die Leute angestiftet, jeden zu verraten, den sie als Schwarzmagier verdächtigten. Wenn dich ein Auror angegriffen hat, nun, dann hast du es wahrscheinlich verdient, richtig? Die Strafverfolgung ist niemals brutal gegenüber Unschuldigen, richtig? Sie hätten sich nicht so anziehen oder diese Straße entlang gehen sollen. Ihre Körpersprache war bedrohlich, darum war es verständlich, dass die Auroren angegriffen haben. Wenn dich jemand als Verschwörer beschuldigte, dann warst du das bestimmt." Theo verzog verbittert das Gesicht, wobei er den Blick nicht von dem Mann am Lehrertisch abwandte. „Er hat viele Leute nach Askaban geschickt."
„Inklusive Sirius Black", murmelte Draco.
„Ein Verfahren ist optional, nehme ich an?", sagte Hermine und beäugte den Mann, während die Schüler aus Durmstrang ihre Sitznachbarn anblickten.
„Naja", sagte Theo leise, „er hat seinem eigenen Sohn ein Verfahren bereitet. Hat ihn natürlich für schuldig befunden, aber es gab einen Schauprozess."
„Nett", murmelte Hermine.
„Hat sich nicht ausgezahlt für ihn", sagte Theo. „Er wurde in die Abteilung für internationale magische Zusammenarbeit zurück versetzt." Er blickte Hermine an. „Hast du Chroniken des letzten Krieges gelesen?"
Sie zuckte die Achseln und sagte: „Ein paar, aber..."
„Parteiisch, würde ich wetten", sagte er abwinkend. „Ich werde schauen, ob ich zu Hause eine für dich finde. Aber... lass niemanden sehen, dass du sie liest."
Dumbledore erklärte die Regeln des Trimagischen Turniers und wie die Champions der Schulen ausgesucht werden würden, aber Hermine schenkte seinen Reden wie üblich keine Beachtung. Sie würde nicht teilnehmen; es gab eine Alterslinie, die verhindern würde, dass Draco etwas dummes tat und teilnahm, und alles andere war ihr egal. Sie nahm an, dass alle Schüler aus Durmstrang ihren Namen einbringen würden; warum sonst sollten sie hier sein?
Nach dem Essen kam Karkaroff und sammelte seine Schützlinge ein, die scheinbar auf dem Boot schlafen würden. Sie passierten Potter auf dem Weg aus der Halle und Karkaroff hielt an, um die Stirn des Jungens mit offenkundigem Schock anzustarren.
„Ja", sagte Professor Moody gedehnt, „das ist Harry Potter."
„Sie!", sagte Karkaroff und blickte Moody mit, wie es Hermine erschien, Furcht an.
„Ja", sagte Moody erneut, „Ich. Jetzt gehen Sie schon." Während Karkaroff die Schüler Durmstrangs nach draußen führte, beäugte Krum Potter mit einem neugierigen Gesichtsausdruck und Moody blickte der Gruppe mit Abneigung nach.
„Wo ist Vincent?", fragte Millie und sah sich im Gemeinschaftsraum um.
„Wieder Nachsitzen", sagte Greg. Das Mädchen sah ihn weiter fragend an und er fügte hinzu: „Es war verantwortlich für die Stinkbomben in Kräuterkunde."
„Daphne, ich habe eine Frage." Hermine hatte die Bücher durchstöbert, die Narzissa ihr vor Jahren über Manieren und Gebräuche der aristokratischen Reinblüter gegeben hatte.
„Hmm?" Daphne sah nicht von ihrem Aufsatz auf, den sie für Wahrsagen schrieb. „Ich wünschte, ich hätte dieses dämliche Fach nicht belegt. Sollte ich vorhersagen, dass ich schreckliche Kopfschmerzen erleiden werde, oder dass einem geliebten Menschen ein Unglück widerfahren wird?"
„Unglück", schlug Hermine vor. „Es ist zu einfach nachzuprüfen, ob du Kopfschmerzen bekommst oder nicht, aber bestimmt wird irgendjemandem, den du kennst, etwas Schlechtes zustoßen, sodass deine Vorhersage stimmt."
„Gute Entscheidung." Daphne schrieb ein bisschen weiter, bevor sie sagte: „Was wolltest du mich fragen?"
„Naja, mit dir und Theo?"
„Was ist mit uns?"
„Was würde es bedeuten, wenn er ein anderes Mädchen nach, sagen wir Hogsmeade, begleiten würde?"
Daphne warf ihrer Zimmergenossin und Freundin einen verwirrten Blick zu. „Du kannst mit Theo nach Hogsmeade gehen, Hermine. Ich habe nicht wirklich Angst, dass er..."
„Nein, ich meine nicht mit einer Freundin. Ich meine... was wenn er mit einem anderen Mädchen nach Hogsmeade gehen würde? Oder so etwas." Hermines Tonfall war viel zu beiläufig, und Daphne legte ihre Feder beiseite und sah sie an.
„Oh", sagte sie, und dann noch einmal, „oh." Sie hielt inne. „Du meinst, außer dass er ein kompletter Arsch wäre?"
Hermine wartete ab, ohne etwas zu erwidern, und schließlich sagte Daphne: „Das wäre ein ziemlicher Schlag ins Gesicht. Ich meine, ich habe seinen Vater getroffen und er meine Eltern. Wenn er entschieden hätte, dass er mir nicht mehr den Hof machen will, dann sollte er den Mut haben, es mir zu sagen, verstehst du? Einfach mit einem Mädchen zu knutschen, ohne die Übereinkunft zu beenden, nun..." Sie biss sich auf die Lippe. „Das wäre wirklich, wirklich daneben. Niemand würde es mir übel nehmen, wenn ich ihn in die Wüste schicken würde. Und er hätte es wahrscheinlich nicht leicht, ein anderes Mädchen zu finden, dass danach noch etwas mit ihm zu tun haben wollen würde."
„Was, wenn du ihn nicht in die Wüste schicken willst, wenn du es nicht beenden willst? Was, wenn du ihn nur etwas zappeln lassen möchtest? Was, wenn du nicht sicher wärst, ob ihr überhaupt eine Übereinkunft habt?"
Daphne lächelte ein langsames, gemeines Lächeln. „Oh", sagte sie, „ich würde sicher gehen, dass ich in der Öffentlichkeit mit jemandem gesehen würde, der ihn wirklich unglücklich machen würde, nicht nur einen gemeinsamen Freund, den er nicht wirklich als Rivalen ansehen würde. Er könnte nichts sagen, wegen seinem eigenen Mist. Und dann würde ich ihn dafür arbeiten lassen, wieder auf meine gute Seite zu gelangen, und sicher gehen, dass beim nächsten Mal niemand an der Übereinkunft zweifeln würde."
„Danke", sagte Hermine und zog ihre eigenen Hausaufgaben heraus.
„Lass ihn zappeln", sagte Daphne. „Sehr sogar. Der Mistkerl verdient es."
„Oh, das werde ich."
Das Halloween-Fest zog sich hin, und Hermine stocherte lustlos in ihrem Essen herum. Die ganze Halle bebte vor Erwartung, dass der Feuerkelch die Champions verkünden würde. Die Schüler aus Hogwarts hatten ihre Namen während der letzten vierundzwanzig Stunden einzeln hinein geworfen, und minderjährige Hufflepuffs, Gryffindors und Ravenclaws waren alle dabei erwischt worden, wie sie zu mogeln versucht hatten, um ihren Namen in den Kelch zu bekommen.
„Irgendwelche Schummelversuche in unserem Haus?", hatte Hermine Greg gefragt, der den Kopf geschüttelt hatte.
„Cassius Warrington hat seinen Namen eingeworfen, aber ich glaube nicht, dass es sonst jemand getan hat", hatte der Junge gesagt.
Die Besucher hatten sich mit ihren Schulleitern aufgereiht und einer nach dem anderen hatte seinen Zettel ohne großes Drama hinein geworfen. Jetzt saßen sie alle auf den Bänken und versuchten so zu tun, als seien sie zu cool, als dass es sie kümmern würde, ob der Kelch ihren Namen ausspuckte. Die meisten versagten.
„Möchtest du es werden?", fragte Hermine einen der Durmstrang-Schüler, aber der lachte nur.
„Es wird Viktor sein", sagte er.
Er hatte recht. Eine der zitternden Schönheiten aus Beauxbatons, Fleur Delacour, wurde ausgewählt, dann Viktor Krum, beide unter lautem Jubel. Cedric Diggory aus Hufflepuff wurde zu allgemeinem Applaus von jedem Tisch außer Gryffindor, an dem Ron Weasley „Nein!" schrie und seine Serviette mit flegelhafter Enttäuschung auf den Tisch warf, zum Hogwarts-Champion erklärt.
Dumbledore wartete, dass der Beifall versiegte, bevor er eine seiner Reden begann. Diese sollte sie alle ermuntern, ihren jeweiligen Champions zu unterstützen, als der Kelch auf einmal rote Flammen hervor stieß und ein viertes Stück Papier ausspieh.
Hermine sah Draco an, der die Schultern zuckte, als Dumbledore den Zettel auffing und den Namen laut vorlas.
„Harry Potter."
„Stop!" Hermine kreischte fast. Draco hatte weiter und weiter und weiter bejammert, wie unfair es war, dass Potter alle Regeln brach und dafür belohnt wurde, und dass es immer um Potter ging. „Halt die Klappe! Ich bin es so leid von dem dämlichen, dämlichen Jungen zu hören! Und wenn jemand seinen Namen hinein geworfen hat? Wir wissen alle, dass er ein wertloser Betrüger ist; sie sind alle wertlose Betrüger. Denkst du, dass er gewinnen wird? Wirklich?"
Draco schnappte den Mund zusammen, aber starrte sie störrisch an. „Es ist nicht fair", murmelte er erneut.
„Und? Lass ihn dieses dämliche Spiel mit dem dämlichen Feuerkelch und dem dämlichen bindenden Vertrag spielen. Er wird nur wie ein Idiot aussehen." Sie stampfte mit dem Fuß. „Und er wird wahrscheinlich sterben. Und du kannst ihm das sagen, wenn du möchtest. Mehr als die Hälfte der Trimagischen Champions wurden getötet, und der dämliche Junge hat immer irgendwelche Unfälle, selbst wenn er nicht an einer lächerlichen, unsicheren, dämlichen Sache teil nimmt."
Sie begegnete einem deprimiert wirkenden Harry Potter in der Bibliothek. „Was fehlt unserem kleinem Trimagischen Champion?", fragte sie spöttisch grinsend.
Er funkelte sie an, bevor er murmelte: „Niemand glaubt, dass ich meinen Namen nicht in den dämlichen Kelch geworfen habe."
Sie gab ihm den 'du bist ein Idiot'-Blick, mit dem Draco gut vertraut war. „Natürlich hast du das nicht. Du bist nicht annähernd gut genug mit deinem Zauberstab, um das schaffen zu können."
Er wirkte leicht beleidigt, aber sagte mit Ungläubigkeit in der Stimme: „Du glaubst mir?" Sie schenkte ihm einen überdrüssigen Blick, und er murmelte: „Ist ja klar, dass du die einzige Person bist, die mir glaubt."
Sie zuckte die Schultern und er fragte: „Wer glaubst du hat es getan?"
„Jemand, der dich tot sehen will?" Er sah sie finster an und sie zuckte erneut mit den Schultern. „Naja, es hat eine hohe Todesrate und es ist nicht so, als könntest du mit den anderen Teilnehmern mithalten, was deine Kenntnis von Zaubersprüchen betrifft."
„Granger", murmelte er, und dann seufzte er und brachte hastig hervor, „ich konnte mich nie bei dir für letztes Jahr mit Sirius bedanken. Es ist... er ist... jemanden zu haben, der sich um mich kümmert, ist neu und... verdammt, ich schulde dir was."
Sie sah ihn an, erst perplex und dann mitleidig. In dem gehaspelten Satz steckte eine ganze Geschichte, und keine gute. Kein Wunder, dass er Weasleys Ausraster ertrug.
Bevor sie etwas sagen konnte, kam Pansy an ihnen vorbei und sagte voller Schadenfreude: „Ich wusste es! Du bist ein Fan von Potter!"
„Ja, das stimmt, Pansy", sagte Hermine und schob ihr neues Wissen über Potter beiseite. „Ich bin sein größter Fan. Ich zeichne Bilder von ihm in meine Notizbücher und gerade bringe ich ihn dazu, meine Ausgabe von Zauberer, die mit hoher Wahrscheinlichkeit vor Ende ihrer Schulzeit sterben werden zu signieren." Während sie sprach, zog sie ein Heft der französischen Elle aus ihrer Tasche und reichte es weiter. „Für dich, im edlen Geist der internationalen Zusammenarbeit."
Pansy griff mit einem Grinsen danach und sagte: „Danke", bevor sie davon ging.
„Kein Problem", sagte Hermine, wartete, bis das Mädchen außer Hörweite war, und murmelte dann leise etwas Unhöfliches.
„Also... Sie ist fies zu dir, du bist fies zu ihr und du gibst ihr trotzdem Dinge?", fragte Harry Potter, Verwirrung und selbstgerechte Verachtung in seiner Stimme.
„Versuch gar nicht erst, die Politik der Slytherins zu verstehen", riet Hermine ihm, und schwang die Tasche wieder über ihre Schulter. „Und, Potter, ein Ratschlag?"
„Ja?", fragte er.
„Versuch nicht zu gewinnen, versuch einfach nur mit deinem Leben davon zu kommen. Das wird schwer genug werden." Sie hielt inne, bevor sie hinzufügte: „Und jemand hat geschummelt, um dich in diesen dämlichen Wettkampf zu bekommen. Sei nicht zu edel, selber zu schummeln um zu überleben."
„Ich wusste nicht, dass es dich kümmert", sagte er.
„Tut es nicht", sagte sie mit einem Schnauben. „Aber, wie Theo regelmäßig erwähnt, werde ich von diesem merkwürdigen Sinn für Fairness zurück gehalten."
„Was tut ihr da?", fragte Hermine.
Draco wirkte unangenehm schuldbewusst, als er von dem Tisch im Gemeinschaftsraum aufsah, an dem er zusammen mit Daphne, Theo, Greg und Blaise saß.
„Nichts", sagte er.
Sie schnaubte.
„Du wirst wütend sein", sagte Theo. „Du warst wütend wegen der Dementoren-Sache."
Sie streckte ihre Hand aus und Draco überreichte ihr seufzend einen der Anstecker. Sie fing zu lachen an, als sie dessen Aufschrift las. 'Ich bin für Cedric Diggory – den wahren Hogwarts-Champion!' stand dort in leuchtend roten Buchstaben.
„Das ist nicht alles", sagte Daphne. Sie hob einen anderen auf, drückte ihn und die Buchstaben veränderten sich, bis man ein grünes 'Potter Stinkt' lesen konnte.
„Wisst ihr", sagte Hermine, „mir ist nie aufgefallen, dass an seiner Hygiene etwas auszusetzen ist."
Daphne lachte.
„Wer hat die hergestellt?", fragte Hermine.
„Ich", sagte Blaise.
„Das ergibt Sinn", sagte Hermine.
„Warum?", wollte Draco wissen.
Hermine zuckte die Achseln. „Blaise war schon immer besser als du im Bezaubern."
„Also", sagte Draco und wandte den Blick von Daphne ab, die hinter vorgehaltener Hand kicherte, „bist du nicht böse?"
„Ich kann nicht erwarten, sein Gesicht zu sehen", sagte Hermine nur.
Sie bekam ihre Chance in der Doppelstunde Zaubertränke. Alle Schüler Slytherins trugen ihre Anstecker, und als Harry Potter sie erblickte, wurde er leuchtend rot und starrte seine lachenden Mitschüler finster an. Er langte nach seinem Zauberstab, zögerte dann aber.
Draco sagte: „Na los, Potter. Dein Babysitter ist nicht hier, um dich zu beschützen."
„Draco", sagte Hermine entnervt.
„Muss sie dafür sorgen, dass du nicht aus der Reihe tanzt, Malfoy?", fragte Weasley von der Wand, an der er mit einigen anderen Jungen aus Gryffindor lehnte.
Die Jungen sahen sich gegenseitig an und dann schrie Potter: „Densaugeo!", im gleichen Augenblick, in dem Draco: „Furnunculus!", rief.
Die Flüche prallten von einander ab. Potters traf Hermine im Gesicht und Dracos Parvati. Parvati kreischte auf und berührte ihren Kopf, auf dem große, mit Eiter gefüllte Pusteln ausbrachen. Hermine fasste sich entsetzt mit ihren Händen ans Gesicht. Theo eilte zu ihr und zog ihre Hände weg, während Parvati weiter schrie. Es war nicht hübsch. Ihre Schneidezähne hatten angefangen zu wachsen, fast wie die eines Biebers, und sie hörten nicht damit auf, bis sie weit unter ihr Kinn reichten.
„Darf ich fragen, was hier vor sich geht?"
Alle Schüler wirbelten beim Klang der gewohnt hämischen Stimme Professor Snapes herum. Er sah Hermine mit erhobenen Augenbrauen an, aber wandte sich nur an Draco und sagte: „Erkläre das."
„Potter hat mich angegriffen, Sir", sagte Draco.
„Wir haben uns gleichzeitig angegriffen!", rief Potter mit wütender Frustration.
„Er hat Hermine getroffen! Sehen Sie!"
Snape betrachtete Hermine und sagte mit unverändertem Gesichtsausdruck: „Geh zum Krankenflügel, Miss Granger."
Sie nickte und floh aus dem Raum. In der Eile ließ sie ihre Tasche auf dem Boden zurück.
„Malfoy hat Parvati getroffen!", sagte Potter.
Snape beäugte das Gesicht des Mädchens, das jetzt mit unzähligen Pusteln überzogen war, aus denen Flüssigkeit austrat. „Ich sehe keinen Unterschied", sagte er und wandte sich ab um zu seinem Pult zu gehen. Das Mädchen fing zu weinen an und rannte Hermine zum Krankenflügel folgend aus dem Zimmer.
Weasley und Potter fingen sofort an, über Snapes ungerechte Behandlung der beiden zu schreien, aber der Mann sah sie nur ausdruckslos an und sagte: „Fünfzig Punkte Abzug von Gryffindor und Nachsitzen für Mr. Potter."
Die Slytherins lachten, während sie sich mit ihren blinkenden Ansteckern hinsetzten, und Potter stampfte zu seinem Platz.
„Mr. Malfoy", sagte Professor Snape, „Miss Granger scheint ihre Tasche vergessen zu haben. Wärst du so freundlich, sie ihr zu bringen?"
„Ja, Sir", sagte Draco, hob die Tasche auf und ging in Richtung Tür.
Bevor er sie erreicht hatte, fügte Snape hinzu: „Bitte komm heute Nachmittag zu meinem Büro, Mr. Malfoy. Ich will ein Wort mit dir wechseln."
Draco schluckte, aber sagte: „Ja, Sir."
„Mr. Malfoy."
Professor Snape sprach die Worte, während er den Jungen vor ihm betrachtete. Draco war ordentlich angezogen, nicht ein Haar war am falschen Platz. Sein übliches Feixen war von einem viel versöhnlicheren Ausdruck ersetzt worden, und wenn er nicht unbehaglich von einem auf den anderen Fuß treten würde, würde man kaum bemerken, dass diese Selbstbeherrschung eine pure Willensanstrengung war.
„Ja, Sir?", fragte der Junge.
„Manchmal kommt mir in den Sinn, dass du vielleicht nicht der hellste Stern am Himmel bist", sagte Professor Snape. Er lehnte sich zurück und sah den Jungen an, der ein kurzes Aufleuchten seines Temperaments bei der Kritik nicht unterdrücken konnte. „Jede vernünftige Person würde es schaffen, den Tag hinter sich zu bringen, ohne Dumbledors Liebling gegen sich aufzubringen. Dass du grundsätzlich unfähig scheinst, diese Meisterleistung zu vollbringen, verwirrt mich, und der einzige Schluss, zu dem ich kommen kann, ist, dass du einfach schwer von Begriff bist. Da du mein Patensohn bist, finde ich das etwas deprimierend."
„Sie mögen mögen ihn auch nicht", sagte Draco mürrisch.
„Meine Gefühle über Mr. Potter spielen keine Rolle", sagte Professor Snape. „Auch wenn ich anmerken will, dass ich ich es trotz erheblicher Provokation geschafft habe, der Versuchung zu widerstehen, einen Anstecker mit der Aufschrift 'Potter Stinkt' herzustellen."
Draco zog einen Schmollmund.
„Du bist nicht dumm genug, überhaupt nichts von Politik mitzubekommen", sagte Professor Snape. „Es ist politisch unklug, dass du dich immer gegen Potter zu stellen scheinst. Er ist, wenn ich dich daran erinnern muss, der Auserwählte. Der Junge, der lebt. Sieh dich vor."
„Ja, Sir", sagte Draco. „Darf ich jetzt gehen?"
„Noch nicht ganz", sagte Snape. „Ich habe dir noch eine Sache zu sagen, Mr. Malfoy."
„Ja, Sir?"
Er trommelte mit den Fingern auf sein Pult. „Miss Granger ist keine Hexe, mit der man leichtfertig umgehen kann. Wenn du nicht im sprichwörtlichen Regen stehen gelassen werden willst, dann würde ich dir raten, dass du aufhörst, Mädchen wegen ihrer engen Oberteile nachzujagen. Du solltest lieber versuchen das zu behalten, was du hast, zumindest wenn du es noch willst. Muggelstämmig Hexen können -", und hier hielt Snape einen Moment lang inne, als würde er überlegen, welches Wort er verwenden wollte. „Sie können nachtragend sein", sagte er schließlich, sein Blick weit entfernt und traurig. „Pass auf, dass du nichts unverzeihliches tust."
Draco schluckte hart.
Snape blickte den Jungen an, sein Gesicht wieder hart wie eh und je. „Warum bist du noch hier, Mr. Malfoy?"
Pansy und Draco kicherten über einen Artikel im Tagespropheten, als sie an ihnen vorbei ging. „Hey, Hermine", rief Draco aus. „Hast du das gelesen? Potter hat ein Interview gegeben. Er heult nachts noch immer wegen seiner Eltern. Das ist so großartig."
Hermine sah kurz zu Theo, der die Bemerkung über Leute, die über ihre toten Eltern weinten, ruhig ignorierte. „Du solltest besser wissen, als diesen Müll zu glauben", sagte sie.
„Oh, stimmt ja." Pansy zog sich von Draco weg und drehte sich um, damit sie Hermine ansehen konnte, die sich zu Daphne und Theo an einen Tisch setzte. „Die kleine Mitläuferin ist ein Fan von Potter."
„Lass es, Pansy", sagte Draco, stand auf und fummelte mit seinen Büchern. „Hermine, ich wollte dich etwas zu Zauberkunst fragen -"
Sie unterbrach ihn. „Wenn du mit mir über Hausaufgaben reden willst, vergiss es; ich bin nicht dein Spickzettel. Ich bin sicher, dass Pansy dir helfen kann." Sie packte ihre Sachen zusammen. „Ich gehe in mein Zimmer. Bis später, Daph."
Draco blieb neben dem Sofa stehend zurück, das Lehrbuch für Zauberkunst in der Hand, und sah ihr hinterher, während Theo einen leisen Pfiff ausstieß.
Am Tag der ersten Aufgabe war überraschend gutes Wetter, und Hermine war nur leicht angefressen, dass der Nachmittagsunterricht abgesagt worden war, damit sie alle hinunter zu den Tribünen gehen konnten. Sie saß zusammen mit Greg, Vincent und Millie. Blaise war noch immer völlig verliebt – oder was auch immer – in die kleine Drittklässlerin vom Beginn des Schuljahrs, und auch wenn die beiden süß anzusehen waren, vermisste sie seine neckende Aufmerksamkeit. Theo und Daphne waren unter einer Decke aneinander geschmiegt, und es kam ihr in den Sinn, dass sie ihnen vielleicht nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken wollte. Draco saß neben Pansy, und wenn er etwas unglücklich darüber aussah, nun, so war das seine eigene Schuld.
Als Ludo Bagman verkündete, dass die Champions ein goldenes Ei von einem Drachen stehlen mussten, öffnete sie entsetzt den Mund. Wie war das eine angemessene sportliche Veranstaltung für Kinder? Sie hatte geglaubt, Qudditch wäre gefährlich, aber das hier war verrückt.
Sie verbarg ihr Gesicht in Vincents Schulter, während Cedric Diggory sein Ei stahl. Vincent tätschelte ihr verlegen den Kopf. Die Zuschauer jubelten. Schließlich sagte er: „Es ist okay, Hermine. Er hat es bekommen", und sie atmete erleichtert auf.
„Ich dachte wirklich, dass er sterben würde", murmelte sie, und Greg umarmte sie.
„An der Wand stehen lauter Schiedsrichter", sagte er. „Niemand wird sterben."
Sie sah zu, wie das Delacour-Mädchen ihren Drachen in Schlaf versetzte, um an das Ei zu kommen, und dann gelangte Viktor Krum mit einem wenig raffinierten Zauber an seines. Endlich wurde Potter hinaus geschickt. Sie fragte sich, wie er es schaffen würde, da seine Magie auf keinen Fall auf dem gleichen Level wie die der anderen beiden, denen sie zugeschaut hatte, war, und sie war beeindruckt, als er seinen Besen vom Schloss herbei rief. Das war ein guter Zauber, den sie ihm nicht zugetraut hätte. Klug von ihm, dachte sie, seine Stärken auszunutzen. Er mochte ein Arsch mit einem, wie sie erfahren hatte, beschissenen Leben sein, aber er konnte fliegen.
Nicht, dass sie Draco das erzählen würde. Seine Eifersucht war bereits außer Rand und Band, auch wenn sie keine Ahnung hatte, warum er eifersüchtig sein sollte auf einen kaum talentierten Zauberer mit wenigen Freunden, dessen Leben so leer war, dass er dankbar war, dass sein wahrscheinlich verrückter Massenmörder von einem Paten sich um ihn scherte. Es war einfach nur erbärmlich.
Sie sah hinüber zu Draco, wie er mit Pansy da saß und seinem Erzfeind dabei zusah, wie er auf dem Feld umher flog, um dem Feuer speihenden Drachen auszuweichen.
Seine Eifersucht.
Das war eine eine sehr interessante Idee.
Potter schnappte sich das Ei – natürlich – und die erste Aufgabe war vorüber.
Sie war nicht überrascht, dass er auf einem geteilten ersten Platz landete. Der Junge hatte unverschämtes Glück an der Schule und das schon immer gehabt.
Professor Snape kündigte den Weihnachtsball offiziell vor den versammelten Slytherins in ihrem Gemeinschaftsraum an.
„Wie ihr sicherlich bereits wisst, ist der Weihnachtsball ein unverzichtbarer Teil des Trimagischen Turniers. Schüler der vierten und höheren Klassen dürfen teilnehmen, solange sie angemessen gekleidet sind, und ihre niederen, jugendlichen Triebe kontrollieren können. Wenn ich einen Schüler meines Hauses für eine schlampige Aufmachung oder unanständige Schamlosigkeit zurecht weisen muss, dann werdet ihr euch wünsche, ich hätte nur Punkte abgezogen. Ist das klar?"
Das war es.
Hermines Kopf war über ein Buch gebeugt, als Krum sich ihr näherte. „Du bist Erminne, ja?", fragte er und sie seufzte.
„Ja", sagte sie.
Er setzte sich an ihren Tisch, sah sie mit zusammengekniffenen Augen an und sie fragte sich, ob der beste Sucher der Welt kurzsichtig sein könnte. „Du bist muggelstämmig, richtig?"
„Ja", sagte sie und wappnete sich. Gespräche, die so anfingen, endeten selten gut.
„Durmstrang nimmt keine Muggelstämmigen auf", sagte er.
„Tja, Pech für euch", murmelte sie und packte ihre Sachen zusammen, aber er sprach weiter.
„Du bist in Slytherin?"
Sie zog an der grünen Krawatte, die sie trug, und sagte knapp: „Offensichtlich."
„Aber Slytherin ist für schwarze Hexen, schwarze Zauberer. Schwarze Zauberer... sie mögen keine Muggelstämmigen."
Sie knirschte mit den Zähnen und sagte dann so ruhig wie sie konnte: „Ich weiß nicht, wie die Dinge bei euch im hohen Norden so ablaufen, aber ich habe gemerkt, dass die einzigen Leute, die kein Problem mit meinen Eltern zu haben scheinen, in Slytherin sind. Wenn du mich jetzt entschuldigen würdest -"
„Ich will nicht beleidigen sein", sagte er und hielt ihr seine Hand hin. „Du bist nur... Widerspruch. Ist das das Wort? Du bist Widerspruch. Schwarze Zauberer mögen keine Muggelstämmige, aber du verbringst Sommer mit den Malfoys. Slytherin ist für Blutpuristen, aber du bist dort. Diese Schule... sie verbannt Dunkle Künste, aber du kennst Höchst potente Zaubertränke. Du bist... interessanter Widerspruch. Und hübsch."
Sie setzte sich wieder auf den Stuhl und sah den Jungen an, der sie betrachtete. Seine Schmeichelei war plump und ungeschickt gewesen, aber sie nahm an, dass sie trotzdem ehrlich war.
„Ich mag Zaubertränke", sagte sie und er nickte.
„Du hast... Erlaubnis mit schwarzen Tränken zu arbeiten?"
„Ich bekomme speziellen Einzelunterricht", stellte sie richtig. „Das sind keine schwarzen Tränke."
Er schüttelte seinen dicken Kopf. „Ich spreche mit Poliakoff. Du kennst schwarze Tränke."
„Nein", sagte sie und er zuckte die Achseln.
„Ich widerspreche nie hübschem Mädchen", sagte er, aber sie konnte sehen, dass sie, soweit es ihn betraf, seinen Verdacht bestätigt hatte. „Miss Erminne? Würdest du mir die Ehre machen, mich zum Weihnachtsball zu begleiten?"
Hermine sah ihn an, den besten Sucher in der Welt, und lächelte; Theo hätte gewusst, dass man sich vor diesem Lächeln in Acht nehmen musste, aber der komplizierte Mann vor ihr kannte sie dafür nicht annähernd gut genug. Viktor Krum war eine ausgezeichnete Wahl. Sogar noch besser, als was sie geplant hatte. „Natürlich, Viktor. Ich wäre hocherfreut, deine Begleitung für den Ball zu sein."
„Gut." Er stand auf und lächelte sie an. „Ich sehe dich dann, ja?"
„Ja", sagte sie und dachte an das Kleid, das sie auf ihrem Einkaufsbummel mit Narzissa gekauft hatte. „Du wirst mich dann sehen."
Greg näherte sich ihr zögernd und mit rotem Gesicht im Gemeinschaftsraum. „Hermine-würdest-du-mit-mir-zum-Ball-gehen?", brachte er in einem langen Schwall hervor.
Hermine runzelte die Stirn. „Oh, Greg. Es tut mir sehr leid; ich wünschte, ich hätte gewusst, dass du mich fragen wolltest, aber ich habe bereits einen Begleiter."
Er sank mit etwas wie Erleichterung in sich zusammen und sie ertappte ihn dabei, Draco einen kurzen Blick zu schenken, der mit dem Rücken zu ihnen auf einem der Sofas saß und seine Hausaufgaben machte. „Wen?", fragte er und sie lächelte.
„Viktor", sagte sie mit süßlicher Stimme.
„Viktor?" Greg starrte sie an. „Viktor Krum?"
„Du musst dich nicht ganz so überrascht anhören", sagte sie und genoss, wie sich das Ganze entwickelte. „Ich bin keine Ausgestoßene, die kein Junge haben will; nur weil ihr alle mich nicht für ein Mädchen haltet, heißt das nicht, dass ich keines bin. Er hat mir gesagt, dass ich hübsch bin, weißt du."
„Es ist nur... Viktor Krum." Er hörte sich beeindruckt an, und sie sah aus dem Augenwinkel, wie Draco sich versteifte.
„Möchtest du, dass ich dir ein Autogramm oder so besorge? Ich weiß, dass du ein großer Fan bist", neckte sie.
Er errötete und murmelte: „Wenn das geht?", und sie lachte.
„Natürlich geht das, Greg. Du bist einer meiner besten Freunde." Sie hob die Stimme an. „Draco? Möchtest du auch ein Autogramm von meinem Partner haben? Ich weiß, wie sehr du Viktor bewunderst, und ich muss zugeben, du hattest recht. Er ist ziemlich großartig."
„Das... nein danke", murmelte der Junge, ohne sich umzudrehen.
Sie stand auf und sammelte ihre Sachen zusammen, um hoch in ihr Zimmer gehen zu können. „Greg", sagte sie leise, „ich habe einen Partner, aber ich kenne jemanden, der gerne von dir gefragt werden würde." Er blickte sie fragend an und sie deutete mit dem Kopf auf Millie, die alleine an einem Tisch saß und Hausaufgaben machte. Er starrte sie an und Hermine gab ihn einen leichten Stoß in Richtung des anderen Mädchens.
Daphne traf sich mit ihrem in ihrem Zimmer und sagte, sobald die Tür geschlossen war: „Gute Arbeit. Wen hättest du dir geschnappt, wenn Krum nicht gefragt hätte?"
Hermine lachte. „Potter." Sie grinste angesichts von Daphnes ungläubigem Blick. „Es ist nicht so, als hätte er Freunde, und, tja, er schuldet mir was."
Pansy öffnete die Schachtel Süßigkeiten von Draco mit einem gezwungenen Lächeln. „Danke für das Weihnachtsgeschenk", sagte sie und er winkte ab, während er den Raum mit den Augen durchsuchte.
„Wo ist Hermine?", fragte er.
Hermine hatte sich Sorgen gemacht, was sie mit ihrem Haar anstellen sollte, da sie es normalerweise auch mit noch so viel kämmen, föhnen oder zaubern zu nichts als einer wilden Mähne krauser Locken bändigen konnte.
„Es ist nicht so, dass ich deine Haare nicht liebe", hatte Daphne gesagt, als sie die Frisuren geübt hatten, die sie tragen wollten, „es ist nur...", sie hielt inne und gab dann den Versuch auf, es einzudrehen. „Ich habe eine Idee, aber das könnte gegen die Regeln verstoßen."
Noch immer nicht sicher, ob dies gegen die Regeln war oder nicht, wurde Hermine jetzt von einer Hauselfe der Malfoys voll geplappert, die irgendwelche stumme Elfenmagie wirkte, durch die Hermines Haare in eine wilde Hochsteckfrisur verwandelt wurden, aus der kleine, federnde Locken in scheinbar zufälliger Weise herausfielen, was mindestens eine Stunde lang gedauert hatte.
„Macht es dir etwas aus, Hexen und Zauberer zu bedienen?", fragte Hermine neugierig, als die kleine Kreatur begann, kleine Edelsteine in ihrem Haar zu befestigen.
Die Elfe schniefte beleidigt. „Ich bin eine gute Hauselfe, oh ja", sagte sie. „Ich kümmere mich um meine Menschen. Kein Leid geschieht meinen Menschen, wenn ich da bin."
„Ich glaube nicht, dass es mir gefallen würde", gab Hermine zu und die Elfe schniefte erneut.
„Nun, ich wäre nicht gerne eine Hexe, die für alles einen Zauberstab braucht. Hexen und Zauberer sind so eingeschränkt. Darum müssen Elfen auf sie Acht geben. Ihr könnt nicht einmal eure eigenen Haare machen." Die Elfe steckte einen weiteren Edelstein in ihre Frisur und, als Hermine versuchte, sich selbst im Spiegel zu betrachten, schlug ihr leicht aufs Ohr. „Du wartest, oh ja, bis Rilly mit dir fertig ist."
Daphne lachte. „Siehst du das Armband, Rilly? Das hat Draco ihr gegeben."
Rilly quiekte und murmelte einige Augenblicke lang fast unverständlich vor sich hin, bevor sie sich wieder an die Edelsteine machte – deren richtige Platzierung scheinbar eine sehr wichtige Angelegenheit war, die viel Nachdenken erforderte. „Eine neue Malfoy", brachte sie endlich hervor.
„Ich weiß nicht, Rilly", sagte Hermine und blickte Daphne finster an. „Er ist nicht einmal mein Partner für den Ball. Ich denke, es ist etwas verfrüht eine Hochzeit zu planen."
Rilly schniefte. „Junger Mr. Malfoy ist ein böser Junge", sagte sie, „dir das zu geben und dich nicht zu nehmen." Sie tat etwas heftiges mit Hermines Haaren, das diese aufschreien ließ. „Ich werde mich selbst bestrafen, weil ich ihn böse genannt habe, aber er sollte sich schämen."
„Kann ich dir verbieten, dich selbst zu bestrafen?", fragte Hermine neugierig.
Rilly sah das Armband an und sagte dann zufrieden klingend: „Miss Hermine ist eine schlaue Malfoy."
„Gut, dann verbiete ich dir, dich selbst zu bestrafen", sagte Hermine, und die kleine Kreatur erlaubte ihr endlich, sich im Spiegel anzusehen.
„Rilly", wisperte Hermine. „Das ist... das ist wunderschön."
„Und die Frisur sieht auch gut aus", sagte Daphne gedehnt von ihrem Bett aus. „Wenn er dich nicht mit dem Kleid und der Frisur ansieht und sich jedes Mal windet, wenn er dich mit Krum sieht, dann ist er ein kompletter Idiot."
„Theo, wo ist Hermine?", fragte Draco, während er eine Blume an Pansys Kleid steckte, ohne sie wirklich anzusehen.
„Oh, sie kommt gleich runter", sagte Daphne und nahm Theos Arm. „Sie wollte noch ein bisschen an ihrer Frisur herum spielen und außerdem wird sie mit den Schülern aus Durmstrang einlaufen, weil sie mit Krum geht."
„Sie geht nicht mit Krum", murmelte Draco, aber er bot Pansy seinen Arm an und führte sie aus der Tür und in Richtung Große Halle.
Es gelang Draco, Weasley der Form halber ein paar Bemerkungen an den Kopf zu werden, aber sein Herz war nicht bei der Sache; vielleicht war der muffige, veraltete Umhang einfach ein zu leichtes Ziel, dachte er. Pansy trug ein gerüschtes rosa Etwas, das sie merkwürdig formlos wirken ließ, und sie umklammerte seinen Arm mit solcher Entschlossenheit, dass er sie endlich anfuhr, locker zu lassen. „Ich gehe nirgendwohin", zischte er. „Du musst mich nicht so fest halten, als würdest du mich aus Treibsand herausziehen wollen."
Sie lockerte ihren Griff und er zog einen Stuhl für sie zurück. Er konnte den Lehrertisch von seiner Position aus sehen; Potter und Cedric Diggory waren bereits dort mit ihren Partnerinnen. Potter hatte es anscheinend geschafft, eine der Patil-Zwillinge zu erhaschen, was beeindruckend war. Naja, es schadete wahrscheinlich nicht, dass er einer der Champions war.
Als die Schüler Durmstrangs Karkaroff folgend in die Halle schritten, fand sein Blick Hermine und sein Mund fiel auf.
Dieses Mädchen sah nicht im entferntesten so aus wie Hermine. Hermine hatte buschige Haare, die sie meistens in irgendeinem unordentlichen Pferdeschwanz zurück band. Hermine trug ihre Röcke länger als alle anderen Mädchen und dazu normalerweise einen riesigen Pulli, den sie Greg oder Blaise geklaut hatte, und der jeglichen Hinweis auf ihre Figur verbarg.
Nein, änderte er seine Meinung. Sie sah aus wie Hermine. Nur... mehr.
Sie hatte ihre Haare nicht geglättet, sondern sie stattdessen auf eine Art auf ihrem Kopf aufgetürmt, die funkelte, und bei der kleine Locken um ihr Gesicht und Schultern tanzten.
Natürlich war es schwer sich auf ihre Haare zu konzentrieren, angesichts dessen, was sie anhatte.
Sie trug ein kurzes weißes Kleid – durfte man so etwas überhaupt ohne etwas darüber anziehen? - das sich ihrer Figur anschmiegte und in der Mitte ihres Oberschenkels endete. Es war von einem durchsichtigen Überkleid bedeckt, in das Linien aus Kristall eingenäht waren und das sich irgendwo irgendwie in Fäden dieser Kristalle verwandelte, die um ihre Knie schwangen. Sie funkelte bei jeder Bewegung. In einem Raum voller Mädchen in buntem Taft mit Rüschen und Schleifen sah sie aus wie...
„Verdammt", sagte Greg, der sie ebenfalls ansah. „Sie ist verdammt heiß."
Draco funkelte ihn an, und er griff hastig nach dem Menü und fragte Millie, was davon sich für sie gut anhörte.
Draco blickte zurück zu Hermine und schluckte hart.
Sie trug ein einziges Schmuckstück: ein einfaches Armband aus billigen Glasperlen.
„Lass uns den Mädchen etwas Punsch besorgen", schlug Draco vor, und Theo, der ein Grinsen mit Daphne austauschte, erhob sich wegen des unausgesprochenen Befehls.
„Eine sehr gute Idee", sagte Theo.
„Vielleicht weiß sie nicht, was es bedeutet", zischte er Theo zu, sobald sie sich vom Tisch entfernt hatten, und Theo lachte, während er zusah, wie Viktor Krum am Lehrertisch einen Stuhl für Hermine zurück zog.
„Oh, Kumpel, ich glaube, sie weiß ganz genau, was das Armband bedeutet. Du bist, kurz gesagt, am Arsch." Er schüttelte den Kopf. „Ich habe versucht, dich zu warnen."
Draco ging bedrückt zurück zu ihrem Tisch, den Punsch für sich und Pansy fest umklammert in den Händen.
Nach dem Essen fing der Tanz an. Pansy schlüpfte mit der Leichtigkeit eines Mädchens, das seit sie gehen konnte Tanzstunden erhalten hatte, in seine Arme. Draco bemühte sich, seine Aufmerksamkeit auf sie zu richten, aber Hermine – die mit Krum und dann mit Potter tanzte – nicht zu beachten, war schwer.
„Meine Mutter würde mich so was niemals tragen lassen", sagte Pansy mit einem Schniefen, als Hermine, wieder in Krums gierigen Armen, auf dem Tanzboden an ihnen vorbeikam.
„Es ist sehr... kurz", sagte Draco und fügte schnell hinzu: „Du siehst hübsch aus. Die Farbe steht dir."
Pansy brüstete sich unter seinem Kompliment. Sie war noch immer selbstgefällig, als er sie auf einem Stuhl neben Greg und Millie deponierte und ihr ein neues Glas Punsch holte, so selbstgefällig, dass sie nicht einmal zuckte, als er Hermine zum tanzen aufforderte.
Sie tanzten eine Weile stumm, bis Draco herausplatzte: „Du kannst das nicht tragen."
„Entschuldige bitte?", fragte Hermine, die sich etwas beleidigt anhörte.
„Du siehst aus wie ein Flittchen."
Ja. Auf jeden Fall beleidigt. „Ich habe dieses Kleid zusammen mit deiner Mutter gekauft, und wenn Narzissa Malfoy es angemessen findet, dann glaube ich nicht, dass du irgendeinen Grund hast, dich zu beschweren."
„Es ist nur..." Er deutete kurz mit dem Kopf auf das Armband an ihrem Handgelenk. „Du kannst nicht das tragen und so angezogen sein und auf ein Date mit ihm gehen."
„Oh wirklich?" Draco zuckte zusammen, als er ihren Tonfall hörte. „Denn soweit ich es sehe, ist dieses kleine Spielerei nur ein Schmuckstück, das überhaupt nichts bedeutet. Es schränkt auf keinen Fall ein, mit wem ich ausgehen kann, und es wird niemals einschränken, was ich anziehen kann."
„Das stimmt nicht", murmelte er.
„Oh?", fragte sie, und er griff sie fester. „Was stimmt nicht?"
„Es bedeutet nicht nichts", murmelte er noch einmal, und sie lachte scheinbar erfreut, und mehrere Leute in Hörweite lächelten. Draco, der sehen konnte, dass ihre Augen verengt und zornig waren, gehörte nicht zu ihnen.
„Also denkst du, dass es bedeutet, dass ich einfach herumsitze und darauf warte, dass du damit aufhörst, jedes Mädchen anzubaggern, das dir über den Weg läuft?"
„Ich..."
„Weil ich dir versichern kann, dass das nicht passieren wird."
„Okay, ich hab's verstanden", sagte er und klang jetzt selbst wütend. „Ich war ein Arschloch."
„Oh, ich glaube nicht, dass du es schon völlig verstanden hast", sagte sie, als das Lied zu Ende ging. „Genieß den Abend mit deiner Freundin."
Er sah zu, wie sie zu Viktor zurückkehrte, ihr Kleid sich an sie schmiegte und die winzigen Juwelen in ihrem Haar funkelten. Ihr Partner reichte ihr ein Glas Punsch, er konnte ihr Lachen hören und beobachtete, wie sie ihren Hand auf Viktors Arm legte und sich zu ihm lehnte, und er musste den Drang unterdrücken, zu ihnen zu stürmen und Viktor Krum in sein dämliches, wertloses, bester-Sucher-der-Welt, Trimagischer-Champion Gesicht zu schlagen.
Anm. d. Autorin: Ich wurde gebeten, Hermines Kleidung modischer zu machen, da sie andauernd Modemagazine mit Daphne liest, und das hat mich in der Mode der 90er Jahre eintauchen lassen. Und ich habe mich so angezogen! Diese Jeans! Was haben wir uns bloß dabei gedacht?! Wie auch immer, Gott sei Dank ist dieser Ball im Schuljahr von 1994/95, und da gab es dann schon solche engen, kurzen Modelle. Ihr könnt Kate Moss in dem Kleid sehen, das ich für Hermine geklaut habe, und zwar hier: www Punkt pinterest Punkt com/colubrina/green-girl/
(Anm.: Auf der Pinnwand sind andere, potentiell spoilende Bilder. Nichts, was man nicht absehen könnte, aber wer überrascht werden möchte, sollte sie sich erst nach Abschluss der Fic ansehen)
Wahrscheinlich werde ich es nächste Woche erst am Montag schaffen, das neue Kapitel hochzuladen, da ich am Wochenende auf einer Hochzeit bin.
